Die SAMSTAG-PRESSE – 1. AUGUST 2020

Die SAMSTAG-PRESSE – 1. AUGUST 2020

Foto: Markus Hinterhäuser, Helga Rabl-Stadler © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 1. AUGUST 2020

Salzburger Festspiele 2020
Viele Festspielkarten noch zu haben
Am 1. August beginnen die Salzburger Festspiele, wegen Corona in stark reduzierter Form. Einen Tag davor sind noch Karten für fast alle Konzerte und Aufführungen verfügbar – ganz anders als in den Jahren zuvor.
BR-Klassik

Die 100. Salzburger Festspiele starten am Samstag
Jubiläumsausgabe mit Maske und Sicherheitsabstand
Am 1. August beginnt das große Wagnis: die Salzburger Festspiele 2020. Als einziges großes Sommerfestival trotzen die Salzburger Corona und feiern einen Monat lang ihr 100-jähriges Bestehen – und die ganze Kulturwelt schaut gespannt zu. Dabei sind: Anna Netrebko, Igor Levit, Cecilia Bartoli, Daniel Barenboim und viele andere Stars der Klassikszene. BR-KLASSIK mit einem Ausblick auf diese ganz besonderen Festspiele.
BR-Klassik.de

Gemeinschaft in schwieriger Zeit
Vor hundert Jahren fanden die Salzburger Festspiele zum ersten Mal statt. Sie träumten von einem durch Kultur geeinten Europa – eine Idee, die dabei ist, zum Relikt zu werden.
Frankfurter Allgemeine

Hinterhäuser: „Wir sind dazu da, etwas stattfinden zu lassen“
Am 1. August starten die Salzburger Festspiele. Intendant Markus Hinterhäuser über die Jubiläumsausgabe allen Widrigkeiten zum Trotz
Kurier

Salzburger Festspiele: Helga Rabl-Stadler über das Hygienekonzept
Münchner Abendzeitung

Salzburg
Neue Elektra: „Kalte Powerfrau und zerbrechliches Mädchen“
Aušrinė Stundytė feiert bei den Salzburger Festspielen ihr internationales Rollendebüt in der Titelpartie von Richard Strauss‘ „Elektra“
Der Standard

Rache-Rausch ist keine Ü60-Party
„Die Gefahr als Dirigent in einen Klangrausch zu verfallen und die Kontrolle zu verlieren, ist bei Richard Strauss besonders groß.“ Die Sängerin der Elektra, Ausrine Stundyte, eröffnet den Blich in ungeahnte Tiefen. Franz Welser-Möst dirigiert die Neuproduktion Elektra in der Regie von Krzysztof Warlikowski. „Hugo von Hofmannsthal hat der griechischen Mythologie nichts hinzugefügt als die Psychoanalyse.“
DrehpunktKultur

Salzburg
„Menschen, die sich auf der Bühne umarmen!“
Die Mezzosopranistin Marianne Crebassa über das Corona-Konzept und die Probenarbeit der neuen Salzburger „Così fan tutte“-Inszenierung
Sueddeutsche Zeitung

Salzburg
Joana Mallwitz: „Dirigieren lernt man nicht vom Nachdenken“
Die 34-jährige Deutsche Joana Mallwitz dirigiert am Sonntagabend bei den Salzburger Festspielen die Premiere von „Così fan tutte“: Ein Gespräch über Mozart, den idealen Lockdown und wie Salzburg heuer das Unmögliche vollbringt.
Die Presse

Klaus-Florian Vogt kritisiert Veranstalter in Corona-Krise
Startenor Klaus Florian Vogt hat die Haltung vieler Veranstalter gegenüber Künstlern in der Corona-Krise kritisiert. „Es ist frustrierend zu erleben, dass man einerseits – im Normalfall – als Lohengrin, Stolzing oder Tannhäuser eine Opernaufführung trägt. In der Krise hingegen muss man erfahren, dass man als Künstler gar nicht richtig dazu gehört“, sagte der freischaffende Sänger dem „Nordbayerischen Kurier“ (Freitag).
Donaukurier

Dominique Meyer, ein Herr vieler Häuser
Erfolgreich, streitbar: Der Ex-Staatsoperndirektor und jetzige Scala-Chef wird am 8. August 65 Jahre alt.
Oberösterreichische Nachrichten

Villa Verdi sucht Spender für notwendige Sanierung
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/crowdfunding-zur-villa-verdi

Kommentar: Der Klassikbetrieb überhöht die Dirigenten. Schluss mit Maestro
BR-Klassik.de

Lieses Klassikwelt 46: Neue Musik
Ich komme gerade vom Styriarte Festival in Graz. Besonders hatte ich mich auf das Abschlusskonzert mit Händels Feuerwerksmusik gefreut, die an einem pittoresken Ort unter freiem Himmel herrlich musiziert wurde. Aber zu meiner Überraschung durfte ich in einem weiteren Konzert eine Uraufführung für Streichquartett erleben, die meine Erwartungen weit übertraf. Ich muss vorausschicken, dass ich ähnlich empfinde wie Elisabeth Schwarzkopf, die einmal auf die Frage, warum sie nie etwas Zeitgenössisches gesungen hat, entgegnete, sie könne das nicht, weil die Avantgarde sie nicht berührt hätte, was für eine Interpretation unumgänglich sei. Ich will das für mich nicht so absolut beurteilen, weil mich Manches durchaus schon berührt, denke ich zuvorderst an Opern und Lieder von Aribert Reimann oder auch Werke von Sofia Gubaidulina, Arvo Pärt oder Peteris Vasks, aber das Gros an zeitgenössischer Musik, das muss ich ehrlich bekennen, geht bei mir zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder raus.
Kirsten Liese berichtet jeden Freitag aus ihrer Klassikwelt
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-46-neue-musik/

Startup Dreamstage
Digitale Konzerte in Netflix-Qualität
Frankfurter Allgemeine

Links zu englischsprachigen Artikeln

Termine
Rolando Villazón to Mesmerize Audiences in Austria and Germany
https://berlinspectator.com/2020/07/31/germany-rolando-villazon-to

Streams
Anna Netrebko in TOSCA, Caramoor’s FEAST and More Upcoming Classical and Opera Streams Announced
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/Anna-Netrebko-in-TOSCA

Salzburg
Opera Goes On in Salzburg, With Lots and Lots of Testing
The New York Times

Neapel
An all-star Tosca for Teatro di San Carlo’s reopening
bachtrack

New York
Renée Fleming, Kelli O’Hara, Joyce DiDonato Attached to Opera Adaptation of The Hours
https://www.playbill.com/article/renee-fleming-kelli-ohara-joyce-didonato

Boston
Boston Symphony Orchestra Cancels 2020 Fall Season
https://operawire.com/boston-symphony-orchestra-cancels-2020-fall-season/

Austin
Opera at a drive-in movie theater? Yes, and it’s part of Austin Opera’s upcoming season
https://sightlinesmag.org/opera-at-a-drive-in-movie-theater-yes-and-its-part

Feuilleton
Beethoven Was an Above Average Composer—Let’s Leave It at That
https://musictheoryswhiteracialframe.wordpress.com/2020/04/24/beethoven

Sprechtheater

Wien/ Ateliertheater
Corona zwingt Leiterinnen des Ateliertheaters zur Aufgabe
Aleksandra Andrejewna und Talita Simek führten das Haus seit 2018. Die Corona-Krise fordert ein erstes Opfer im Theaterbereich: Das Führungsteam des Wiener Ateliertheaters gibt auf. „Schweren Herzens müssen wir euch mitteilen, dass wir gezwungen sind, vom Ateliertheater Abschied zu nehmen“, verkündeten Aleksandra Andrejewna und Talita Simek via Facebook.
Wiener Zeitung

Salzburg
„Plädoyer für Pluralismus und Menschlichkeit“
Regisseurin Friederike Heller über die Uraufführung des jüngsten Peter-Handke-Stücks in Salzburg und Corona-Romantik.
Wiener Zeitung

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Unter’m Strich

Österreich
Hier Maske, dort nicht. Verfassungsjuristen halten Verordnung zur Maskenpflicht für rechtswidrig
Die Experten vermissen eine triftige sachliche Begründung für die Ungleichbehandlung von Geschäften
Der Standard

Österreich/Coronavirus: Über 50-Jährige kaum noch von Infektionen betroffen
Die Mindestabstandsregel wurde gestrichen, der Minister appelliert aber an den Hausverstand – vor allem an den der Jungen: Sie sind derzeit am stärksten von Infektionen betroffen.
Kurier

Österreich/ Fußball
Peter Stöger: Einer für alles
Peter Stöger kehrt bei der Austria als General Manager und Trainer auf die Betreuerbank zurück. Die Entscheidung hat man sich nicht leicht gemacht – sie ist aber auf die aktuelle Lage zurückzuführen.
Wiener Zeitung

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 1. AUGUST 2020)

Quelle: onlinemerker.com

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 1. AUGUST 2020)

HEUTE STARTEN DIE SALZBURGER FESTSPIELE

Salzburger Festspiele 2020
Viele Festspielkarten noch zu haben
Am 1. August beginnen die Salzburger Festspiele, wegen Corona in stark reduzierter Form. Einen Tag davor sind noch Karten für fast alle Konzerte und Aufführungen verfügbar – ganz anders als in den Jahren zuvor.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/salzburger-festspiele-2020-karten-verkauf-tickets-verfuegbar-100.html

Nein, da spiele ich nicht mit! Ich bekomme viele Mails, in denen Musikfreunde über die Arroganz, manchmal sogar Demütigungen („wenns ka Geld haben, bleibens doch daheim„,  die sie beim Versuch, Karten für die Salzburger Festspiele in den vergangenen Jahren zu kaufen erfahren mussten, beklagen.  Nun sitzen die Festspiele auf einem ohnedies stark reduzierten Kartenangebot – und bringen selbst da viele Karten nicht an die Frau/an den Mann!

Wiederum nein, meine persönlichen Erfahrungen mit Salzburg lasse ich für heuer aus dem Spiel. Nicht nur die Festspiele, die ganze Kulturszene (und leider noch viel mehr) sind in der Krise, in die sie nicht Corona gebracht hat. Ein Virus kann nämlich nichts absagen, keine Wirtschaft lahmlegen. Da waren schon Fehleinschätzungen rund um das „unbekannte Virus“ schuld. Diese werden weltweit aufzuarbeiten sein – aber nicht in einer derart hysterisch derart aufgeladenen Zeit.

Ich ziehe den Hut vor Menschen, die sich in dieser Zeit einem privaten Risiko auch als Kulturveranstalter ausgesetzt haben. Und für Salzburg bleibt mir die Hoffnung, dass die dortigen Verantwortlichen im nächsten Jahr etwas umdenken werden. Mehr Achtung denen gegenüber zeigen, die ihnen letzlich den Weiterbestand garantieren, sie relativ sorglos diese Krise überleben lassen!

Zum Virus selbst eine unkommentierte Zahl: Die Weltbevölkerung beträgt mehr als 8 Millarden Menschen, weltweit gab es mit heutigem Stichtag seit dem Ausbruch  673 ooo Tote.  Da sind Länder mit Billigst-Gesundheitssystemen inkludiert. Nehmen Sie einen Taschenrechner zur Hand.


Wien: Gasometer

Salzburger Festspiele im ORF

SO 02.08.2020 Ö III

19:35 KARAJAN PRIVAT
20:15 KARAJAN ODER DIE SCHÖNHEIT WIE ICH SIE SEHE
22:20 GEORGES BIZET: CARMEN (Karajan, Bumbry)
00:05 ANDRÉ HELLERS MENSCHENKINDER: HELGA RABL-STADLER

Salzburger Festspiele auf arte

Samstag, 1. August
„Elektra“ von R. Strauss
Salzburger Festspiele 2020
Livestream am 01/08 um 20:30
Das Psychogramm einer Frau am Rande des Wahnsinns hat Richard Strauss in „Elektra“ in Musik übersetzt.

Sonntag, 2. August
Das große Welttheater

Salzburg und seine Festspiele
Verfügbar am 02/08
Von Dramen und unbekannten Ereignissen, die sich seit der Gründung der Festspiele 1920 hinter der Bühne abspielte

Sonntag, 2. August
„Così fan tutte“ von W. A. Mozart
Salzburger Festspiele 2020
Live am 02/08 um 17:00

IN ÖSTERREICH NICHT ZU EMPFANGEN

Welche neuen Seiten entdeckt Regisseur Christof Loy in Mozarts lange Zeit als „frivol“ verkanntem Meisterwerk?

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KLASSIK-FESTIVAL LECH AM ARLBERG (5. – 9. August)

Lech Classic Music Festival 2020 - Neue Kirche Lech

Nylund, Beczala, Cerny u.a. Leitung: Güttler

Restkarten für alle Veranstaltungen noch erhältlich

http://www.lech-classic-music-festival.com/
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SOMMERFESTIVAL KITTSEE: GUTER BESUCH BEI „WIENER BLUT“


Foto: Esther Hatzi

1. August (Sa) 20:00 Tickets
2. August (So) 20:00 Tickets

Esther Hatzi war fuhr mit Öffis nach Kittsee – und war angenehm überrascht:

Ich wurde vom Bahnhof  von Mitarbeitern der Pension Hauswirth abgeholt und am nächsten Tag wieder zum Bahnhof gebracht
Die Pension Hauswirth ist ein historisches Gebäude aus 1724 und war ursprünglich die Postkutschenstelle für die gesamte Region


Foto: Esther Hatzi

Eine kleine Promenade führt die  500 Meter bis zum  Schlosspark . Ich kam um 18 h an, es waren im Park zu diesem Zeitpunkt nur wenige Besucher und es fühlte sich unter den schattigen Bäumen herrlich an

Das Restaurant Edelhof bietet zwei gute Mittagsmenüs und eine Bäckerei (Schokoladenfabrik Franz Hauswirth, gegründet 1949 in Wien). Auch Führungen werden angeboten sowie ein Schokoladeshop (auch Marillensäfte etc.)

Für einen Drink am Nachmittag empfiehlt Esther ein „cooles Bistro“ namens Hana

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

ARENA DI VERONA: ANGEBLICH SIND AB HEUTE 3.500 ZUSCHAUER ZUGELASSEN

ZU INSTAGRAM MIT VIDEOS UND FOTOS

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NEAPEL: Anna Pirozzi trug in Neapel ein Abendkleid von Daniela DE Souza.

Diese wiederum ist die Partnerin von Alexander Pereira


ZU INSTAGRAM

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Der große Wechsel in der Ballettetage des Wiener Staatsballetts: positiv, sehr positiv gedacht …..

Eine neue Ära beginnt auch für das Wiener Staatsballett. Dem sehr erfolgreichen Manuel Legris aus Paris folgt ab September als neuer Ballettdirektor der 61jährige Schweizer Choreograph Martin Schläpfer. Es ist eine überraschende Bestellung gewesen. Sein Bezug zu Wien? Vor Jahren ist er während eines Wiener Festwochen–Gastspiels des Baseler Balletts als ein elegant in die Höhe schnellender Tänzer auf der Bühne des Theaters an der Wien gestanden. Berufen als Choreograph und als Pädagoge hatte er später die Ballettkompanien von Bern, Mainz und seit 2009 das Ballett der Deutschen Oper am Rhein geleitet.

Kein bekannter Name hierzulande. Doch Liudmila Konovalova, aus der strengen Schule des Moskauer Bolschoi-Balletts gewachsen und nun seit einem Jahrzehnt eine der exzellenten Primaballerinen der Wiener Staatsoper, weiß nach sommerlichen Trainingstagen als Gast im Ballettsaal der Düsseldorfer Kompanie die  Qualitäten ihres neuen Chefs zu schätzen. In den höchsten Tönen äußert sie sich über Schläpfers Training: „Dieses hat mich so richtig vorbereitet. Sofort habe ich gespürt: es hilft mir, es ist für mich notwendig. Es ist ein gutes Training um sich weiter zu entwickeln. Sehr musikalisch, sehr beweglich. Sowohl für klassische Stücke wie für moderne. Genau das, was ich für mich noch brauche.“ Und Konovalova fügt hinzu: „Er geht direkt auf dich zu, sehr persönlich. In seinem Denken muss man voll konzentriert sein – man kann nicht automatisch arbeiten. Er sieht auch, wenn alle voll mitmachen. Bei den Tänzern des Rhein-Balletts ist es überzeugend so gewesen.“

Der starke personelle Wechsel unter der neuen Leitung hat in der Staatsoper einiges Rumoren mit sich gebracht. Doch die Ersten Solisten aus der Wiener Ära Legris konnten ihre Positionen halten. Und sehr wesentlich ist nun, wohl aber auch mit den Anforderungen etwas heikler: Schläpfer möchte sich in Wien mit Nachdruck als ambitionierter Choreograph präsentieren. Als Schläpfer-Uraufführungen sind für seine Einstands-Saison ein „Mahler, Live“-Programm und „Symphonie Nr.15“ von Dmitri Schostakowitsch angesetzt. Konovalova freut sich auf diese Novitäten: „Das ist es, wonach sich Tänzer sehnen: eigene Kreationen, originale, welche ganz auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten sind. Für jeden ist es interessant Neuem zu begegnen und alles was man hat mehr und mehr zu entwickeln.“

Aus einer Tänzerinnen-Seele gesprochen: „Ich bin bereit etwas Neues zu machen, sehr offen zu probieren, ein Teil seiner Kreationen zu sein. Es wird für uns etwas geboren. Du möchtest dich weiter verbessern …. wie eine Blume wachsen!“ 

Somit: Positiv gedopt, positiv gedacht, mit voller Kraft voran – höchstes tänzerisches Niveau ist dem neuen Ballettdirektor von seinem Vorgänger vorgegeben.

Meinhard Rüdenauer

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MÜNCHEN: Opera Incognita lädt Sie sehr herzlich ein zur szenischen Sommerproduktion 2020 zweier musikalischer Petitessen in der Allerheiligen Hofkirche München:

                                                            „Die Opernprobe“, Komische Oper von Albert Lortzing    

                                                                                                  mit  

                                                                „Die Abreise“, Musikalisches Lustspiel von Eugen d´Albert                                                                                                 mit Ines Bergk, Thomas Greimel, Manuel Kundinger, Thomas Paul, Carolin Ritter, Daniel Weiler und drei Musikern.

                                                        Freitag,    28. August,        20:00 Premiere

                                                        Samstag, 29. August         17:00  und  20:30

                                                        Samstag, 05. September  17:00  und  20:30

                                                        Sonntag,  06. September  17:00  und  20:30

Dauer 90 Minuten. Keine Pause. Einlass in die Hofkirche 30 Min. vor Beginn. Wegen der derzeit geltenden

Abstandsregeln haben wir eine Platzkapazität von 103 Sitzplätzen pro Vorstellung.

Kartenvorverkauf München Ticket www.muenchenticket.de,  Tel. 089/ 54 81 81 81, Vorverkaufsstellen.

Wegen der Sitzplatzanordnung bitten wir um die DOPPELPLATZBUCHUNG von Sitzplätzen und die Angabe Ihrer KONTAKTDATEN beim Kauf.

Wir befolgen die Hygiene- und Abstandsregeln und bitten Sie um Ihren Besuch nur, wenn Sie symptomfrei sind.

Beachten Sie bitte die Abstandsregel von 1,50 Meter und benutzen Sie ab dem Eingang eine Mund-/Nasenmaske.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, mit dem Sie in dieser schwierigen Zeit die Musikszene unterstützen.

              Opera Incognita

Ernst Bartmann/Andreas Wiedermann

Inhalt der in Opera Incognita Manier verbundenen Opern:

In der „Opernprobe“ werden die Hausangestellten des Grafen verpflichtet, eine Oper einzustudieren. Was fehlt, ist ,wie üblich, ein Tenor. Aber mit dem jungen Baron Reintal steht ein ambitionierter Amateur mit ausnehmend  schöner Stimme  vor der Tür, der sich Hals über Kopf in die Tochter des Hauses verliebt. Um der von seinen Eltern verabredten Verheiratung zu entgehen, verließ er heimlich das elterliche Domizil……

Nach Irrungen und Wirrungen um musikalische und amouröse Verwicklungen erleben wir schließlich die geprobte Aufführung.

Opera Incognita zeigt mit Eugen d´Alberts „Die Abreise“ ein komödiantisches Meisterstück voll psychologischer Raffinesse. Der Ehemann, seine Frau und der Hausfreund führen eine Menage à trois. Schon lange erwartet der Hausfreund mit Ungeduld eine geplante Abreise des Ehemanns, um dessen Gattin endlich den Hof machen zu können. Doch die Abreise verzögert sich immer wieder, jeder Versuch einer Liebeserklärung wird immer wieder unterbrochen…
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Die Addams Family in Hildesheim und Dresden

„Verrückt wird unterbewertet“, ist das Motto der Addams Family. Die morbide Sippschaft mit einer Vorliebe für Friedhöfe, Zugunglücke und andere Katastrophen trieb ihr Unwesen seit 1938 in den Cartoons, die Charles Addams für die Zeitschrift The New Yorker zeichnete. In den 1960er Jahren wurden sie in einer Fernsehserie von Schauspielern verkörpert, in den 1970ern und 1990ern gab es zwei Zeichentrickserien. In den 1990ern gab es nicht weniger als drei Spielfilme mit den Addams! Das Musical von Marshall Brickmann und Rick Elice (Buch) und Andrew Lippa (Songtexte und Musik) hatte 2009 in Chicago Première und lief 2010/11 am Broadway; 2014 fand die deutsche Erstaufführung statt.

In der letzten Zeit haben sich zwei kleinere deutsche Bühnen der monströsen Familie angenommen: Am Theater für Niedersachsen in Hildesheim kam das Musical im November 2018 heraus (Regie: April Hailer, musikalische Leitung: Andreas Unsicker), an der Comödie im Schloss in Dresden im Juli 2020 (Regie: Kerstin Poleske, musikalische Leitung: Andreas Goldmann; 40 Aufführungen bis Ende August). Beide Produktionen sind vergnüglich anzuschauen und anzuhören: Die fetzigen Songs (wie die Introduktion des ganzen Ensembles „Bist Du ein Addams“), die lyrischen Momente und die vielen Tanzeinlagen werden ansprechend dargeboten. Während Hildesheim sich weitgehend an die Fassung der Autoren hält, wurde in Dresden stärker ins Stück eingegriffen: Die Addams wurden nach Dresden versetzt („Rom, Mailand kann jeder – Übigau [der Stadttteil, in dem das Elbschloß steht] ist für die ganz Harten!“). Die Geister der Ahnen (mit großen Pappmasken) sind hier Figuren der sächsischen Geschichte, u.a. August der Starke und Karl May. – Zwei Figuren sind gestrichen: Vater Beineke weigert sich, zum Familiendinner zu kommen, weil ihm Vater Gomez Addams das Grundstück weggeschnappt hat, auf dem er ein „Zentrum für erneuerbare Energie“ bauen wollte; die Großmutter sitzt im Keller „in Quarantäne“ und macht sich nur gelegentlich durch Kraftausdrücke bemerkbar.

In Hildesheim spielte man im Theater, das Bühnenbild ist eine verschiebbare Treppe, die schnelle Verwandlungen ermöglicht. Die Kulisse für die Freilichtaufführung in Übigau bildet die Fassade des barocken Elbschlosses, an der Seite ein Friedhof mit dem Familiengrab der Addams.

Die Darsteller benötigen nur wenige Requisiten, das Spiel ist körperbetont, meist mit hohem Tempo, die gefühlvollen Nummern sorgen für Ruhepunkte.


Comödie im Schloss Dresden: Ensemble (Copyright Robert Jentzsch).

In den Cartoons von Charles Addams war Raul Gomez ein wohlbeleibter Herr. Hildesheim orientiert sich an diesem Vorbild; Alexander Prosek und seine Morticia (Marysol Ximénez-Carrillo) verkörpern ihre Rollen eindrucksvoll.


Theater für Niedersachsen Hildesheim: Alexander Prosek (Gomez Addams), Gerald Michael (Mal Beineke)

In Dresden ist Gomez Addams (Bert Callenbach) schlank, Typ schmieriger Latin Lover; er brilliert in seinen Tanzeinlagen, besonders in dem Tango, der ihn am Ende mit Morticia (Carolin Masur) versöhnt. Morticia ist die interessanteste Figur im Stück: Sie und ihr Mann sind verliebt wie am ersten Tag, obwohl (oder weil) sie ihn dominiert. Wenn er ihr, zum ersten Mal, nicht die Wahrheit sagt, bricht für sie eine Welt zusammen, sie will sterben, weil sie nicht mehr mit ihm leben kann („Ja, der Tod tritt um die Ecke“). Wenn sie dann erkennen muß, daß sie geworden ist wie ihre Mutter, ist das ein Choc, der die Wiederannäherung des Paares ermöglicht. Carolin Masur zeichnet ein differenziertes Portrait dieser schwierigen Frau.


Comödie im Schloß Dresden: Carolin Masur (Morticia). (Copyright Robert Jentzsch)

Die Tochter Wednesday (sie heißt Wednesday, weil es in einem Kinderlied heißt: „Wednesday’s child is full of woe“, Das Kind vom Mittwoch ist voller Weh) ist eine recht energische Person, die ihren Vater und den Liebhaber Lucas gut im Griff hat. Sie ist böse, wie es sich für ein Addams-Kind gehört, und erlegt mit ihrer Armbrust Kaninchen im Streichelzoo, aber nachdem sie Lukas kennengelernt hat, will sie die Kaninchen plötzlich streicheln („Er zieht mich auf neue Wege“). Sandra Pangl in Hildesheim, in ihrem ziemlich unvorteilhaften Kostüm mit der strengen Zopffrisur, glaubt man das raffinierte Lueder nicht so recht. Die reizende Susanne Mucha in Dresden fasziniert durch den Kontrast zwischen ihrem unschuldigen Aussehen und den schrecklichen Dingen, die sie tut.


Theater für Niedersachsen Hildesheim: Sandra Pangl (Wendesday), Jens Krause (Onkel Fester)


Comödie im Schloss Dresden: Susanne Mucha (Wednesday). (Copyright Robert Jentzsch)

In Hildesheim ist Wednesdays Verlobter Lucas Beineke (Nicolo Soller) ein typisch amerikanischer Junge, blond und optimistisch. Benjamin Mahns-Mary in Dresden, mit Haarknoten und Rock, wirkt ein bißchen feminin, was zum Rollenbild nicht recht paßt.

Ein letzter Höhepunkt ist, wenn der Butler Lurch, der sich den ganzen Abend ruckartig bewegt und nur gurgelnde Laute ausgestoßen hat (Michael Günther in Hildesheim sieht ein bißchen wie Frankensteins Monster aus), mit sonorem Baß (Philipp Richter) zu singen beginnt „Taucht hinab ins Dunkel und lacht“ und alle einstimmen. In Hildesheim (wo das Musical bis Anfang Juni 2019 lief) wie auch in Dresden wurde / wird das Stück vom Publikum begeistert aufgenommen.

Albert Gier

Eigener Internet-Auftritt: www.literatur-theater-libretto.de

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Ergänzend zum 95er von Mikis Theodorakis

Die Biographie über Mikis Theodorakis, geschrieben von Asteris Koutoulas, ist im Arcadia-Shop in der Wiener Staatsoper zu kaufen. Theodorakis ist ein großer Volkskomponist, er sang auch in den typischen griechischen Tavernen , wie wir hier eine sehen, die in Kavala in Nordost-Griechenland steht. Während der Darbietungen gibt es immer Ouzo, den leichten Schnaps, der mit Eiswürfel besonders gut schmeckt

Esther Hatzi


Foto: Esther Hatzi


Foto: Esther Hatzi

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