Die SONNTAG-PRESSE – 31. OKTOBER 2021

Die SONNTAG-PRESSE – 31. OKTOBER 2021

Foto: Christian Thielemann© SF / Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 31. OKTOBER 2021

Salzburg
Osterfestspiele im Herbst starteten mit Mozarts Requiem: Der Maestro setzt die Sänger in Szene
Christian Thielemann spielte zu Festivalstart seine kapellmeisterlichen Fähigkeiten aus.
Salzburger Nachrichten

Christian Thielemann eröffnet die herbstlichen Osterfestspiele mit Mozarts Requiem
Was lange währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund, und in der Tat: Nachdem die Osterfestspiele, zweimal verschoben, nun verspätet an den Start gehen konnten, war mit Mozarts „Requiem“ ein fulminanter Auftakt zu erleben.
von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de

Salzburg
Christian Thielemann im Interview: „Die Musik ist wichtiger als wir “ (Bezahlartikel)
Christian Thielemann leitet 2022 letztmals die Osterfestspiele Salzburg. Seine Bilanz eröffnet Perspektiven.
Salzburger Nachrichten

Glamour und Bratwurst
„Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“ heißt ein sehenswerter Dokumentarfilm von Axel Brüggemann, der am 28. Oktober in die Kinos kommt.
von Monika Beer
http://rwv-bamberg.de/2021/10/glamour-und-bratwurst/

Scheußlicher Mensch, himmlische Musik
In Japan und Israel, bei den Schwarzen in Newark und beim Scheich von Abu Dhabi, aber auch bei einem fränkischen Metzger-Ehepaar findet man eine Faszination fürs gleiche Phänomen: Der Film „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“ teilt sie instinktiv klug.
Frankfurter Allgemeine

Chemnitz
Knallharte Liebesnacht
Mit „Tristan und Isolde“ gelingt Elisabeth Stöppler in Chemnitz erneut ein Wagnerabend aus weiblicher Sicht, der hart und spannend ist wie ein Krimi. Daniel Kirch und Stéphanie Müther in den Titelrollen sind eine Wucht.
von Monika Beer
http://rwv-bamberg.de/2021/10/knallharte-liebesnacht/

München / Bayerische Staatsoper
„Die Nase“: Erbaulich oder postfaktisches Hansi–Bubi-Theater?
Einlassung von Tim Theo Tinn. Ein antiquiertes Wort reflektiert „Die Nase“ an der Bayr. Staatsoper nicht!
https://onlinemerker.com/muenchen-bayerische-staatsoper-die-nase

Rumschnüffeln unerwünscht: Schostakowitschs Die Nase an der Bayerischen Staatsoper
bachtrack.com

„Plötzlich lastete die Hoffnung auf mir, die gesamte Opernwelt zu retten“
Elisabeth Kulman ist eine moderne Jeanne d’Arc der Musikwelt, sie kämpft seit Jahren gegen das ungerechte Gagengefälle, gegen Sexismus und neuerdings gegen 2-G-Regeln. Jetzt nimmt sie mit 48 Jahren ihren Abschied. Doch gescheitert sei sie nicht, sagt sie.
Neue Zürcher Zeitung

„Konzertgänger in Berlin“
Konsistent einzykelnd: Hagen Quartett spielt Schostakowitsch. „Haben Sie „Zyklus“ gesagt?“
Über die inconsistency des Berliner Kulturlebens in Pandemiezeiten kriegt sich der ältere britische Streichquartettkenner hinter mir im Pierre-Boulez-Saal kaum mehr ein. Ganz Unrecht hat er nicht, es ist zwar schön, ohne Maske im vollbesetzten Saal zu sitzen.
https://hundert11.net/konsistent-einzykelnd/

München
Klangfarbenpracht

Isabelle Faust und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Jakub Hrůša in der Isarphilharmonie.
Sueddeutsche Zeitung

Leipzig
Schauspiel Leipzig katapultiert Puccinis „Bohème“ in die Gegenwart
Am Schauspiel Leipzig hat die neue Hausregisseurin Anna-Sophie Mahler die Puccini-Oper „La Bohème“ für die Theaterbühne umgeschrieben.
https://www.mdr.de/kultur/theater/la-boheme-schauspiel-leipzig-100.htmlWien/“neue Oper”/Theater Akzent
„Bildungsbürgerliche Schmerz- und Wonneschauer“
„Proserpina“, Neue Oper Wien im Theater Akzent  –  Die Kammeroper „Proserpina“ von Wolfgang Rihm wurde von der Neuen Oper Wien im Theater Akzent zur österreichischen Erstaufführung gebracht. Das Schicksal der Tochter der Ceres, die von Pluto in die Unterwelt entführt wird, ist ein zeitloser – wenn auch schon einigermaßen hinter unserem kulturellen Horizont verschwundener Stoff.
http://www.operinwien.at/werkverz/rihm/aproserp.htm

Eine Oper zum Fürchten wirkt hier zahnlos
„The Lighthouse“ von Peter Maxwell Davies, realisiert von den Gebrüdern Zlabinger: zu brav.
Die Presse.com

Kammeroper Wien: Premiere von „The Lighthouse“
Peter Maxwell Davies gehört zu den bedeutendsten Komponisten Großbritanniens und schuf vor allem zwischen 1960 und 1980 als Avantgardist wegweisende Werke. Darunter die Oper „The Lighthouse“, die eine wahre Begebenheit zum Thema hat und nun in der Wiener Kammeroper Premiere feierte.
https://www.nachrichten.at/kultur/mysterioeser-opernkrimi;art16,3481908

Zeitumstellung: Die Krux mit der geschenkten Stunde
Am Sonntag wird der Zeiger wieder nach hinten gedreht. Wo die Winterzeit nicht existiert – und wie Hund und Katz darauf reagieren.
Kurier.at

Istanbul
Ein Kulturzentrum mit Politbotschaft
https://orf.at/stories/3234360/

CD
Sänger Michael Spyres: Wie klingt eigentlich ein Baritenor?
Frankfurter Allgemeine

Anna Netrebko singt ihre persönlichen Lieblingsarien
Die große Anna Netrebko präsentiert ab 5. November ihre Lieblingsarien zwischen Wagner, Strauss und Barock.
Kleine Zeitung

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
Vienna Philharmonic Announces First Female Double Bassist
https://theviolinchannel.com/vienna-philharmonic-announces-new-double-bassist/

Salzburg
Rolando Villazón to Celebrate 50th Birthday
The concert, which will be held on Feb. 21, 2022, one day before his 50th birthday, will take place at the Stiftung Mozarteum Salzburg.
https://operawire.com/rolando-villazon-to-celebrate-50th-birthday/

Stockholm
Fredrik Lindgren Appointed New CEO of Royal Swedish Opera
operawire.com

London
HMS Pinafore, English National Opera review
– shipshape classic comedy craft More hits than misses from Cal McCrystal’s gagbook and a mostly musical line-up theartsdesk.com

The week in classical: Patricia Kopatchinskaja and Sol Gabetta; La traviata – review
The Guardian.com

Pierre-Laurent Aimard and his Philharmonia aviary take flight
bachtrack.com

A richly cast revival of Wagner’s Meistersinger at the Met
A bright and appealing Lise Davidsen is supported by strong performances in Otto Schenk’s slightly conservative production
https://www.ft.com/content/ef116a67-6cac-4fb6-ac1f-7b30d8b4df40

Q & A: Amy Crankshaw on Pauline Viardot, “Cendrillon” & Orchestrating the Iconic Work
operawire.com

Recordings
Kiri Te Kanawa, Jonas Kaufmann & Jakub Józef Orliński Lead CD/DVD Releases
operawire.com

Ballett/ Tanz

New York
Martha Graham Dance fields five winners at the Joyce Theater

bachtrack.com

Sprechtheater

Wien / Burgtheater
Burgtheater: Der ewige Lockruf der Leberwurst
Kritik: „Der Selbstmörder“, eine virtuose satirische Komödie des sowjetischen Autors Nikolai Erdmann
https://kurier.at/kultur/burgtheater-der-ewige-lockruf-der-leberwurst/401789309

Nikolai Erdmans „Der Selbstmörder“ als Gothic-Parodie im Burgtheater
Der Standard.at

Medien / TV

Dancing Stars – Das Finale naht, die Quote bleibt unverändert
Die erste Show wollten durchschnittlich 534.000 sehen, aktuell liegt Dancing Stars bei durchschnittlich 579.000 Seherinnen und Sehern. Es waren auch schon mehr.
KleineZeitung.at

Enttäuschung groß: Faris Rahoma musste „Dancing Stars“-Parkett räumen
Kultige Serien-Hits und ein spannender Tanzmarathon: Bei den „Dancing Stars“ gab es am Freitag wieder jede Menge Unterhaltung, tolle Performances und exzellente Jury-Bewertungen. Für einen Promi hat’s am Ende aber dennoch nicht gereicht: Faris Rahoma musste in dieser Show das Parkett räumen. Für die restlichen fünf Paare stehen in der nächsten Woche gleich zwei Solo-Tänze an.
https://www.krone.at/2543839

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Unter’m Strich

Österreich
„Brandgefährlich“: Gesundheitsminister und FPÖ-Chef wollen miteinander reden
Der grüne Gesundheitsminister hält Kickls Corona-Aussagen für „brandgefährlich“ – der FPÖ-Chef sagt selbiges über die Maßnahmen der Regierung.
Kurier.at

OÖ: Mehr als die Hälfte der Covid-Patienten in Spitälern geimpft
Die Betroffenen sind 60 Jahre oder älter, Impfung liegt mehr als sechs Monate zurück: Experten raten zum dritten Stich.
Kurier.at

Halloween war immer schon unser Fest Bezahlartikel
Von wegen amerikanischer Kulturimperialismus: Der schräge bis schrille Vorabend von Allerheiligen hat alle seine Wurzeln in good old Europe. Aber sind sie nun heidnisch, christlich oder gar satanisch?
Die Pressse.com

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 31. OKTOBER 2021)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 31. OKTOBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

LINZ: GREAT VOICES IM MUSIKTHEATER

linz

Great Voices in Linz. Copyright; Lindberg, Acosta, Hohenberg, Frers-Allen

Die neue Konzertreihe mit Juan Diego Flórez, Erwin Schrott, Ute Lemper und Piotr Beczała

Eine handverlesene Auswahl der besten und bekanntesten Stimmen der Welt wird ab Februar 2022 in einer Konzertreihe im Musiktheater in Linz zu erleben sein. International renommierte Künstler:innen werden dem oberösterreichischen Publikum ihre ganz persönlichen Programme präsentieren. Das Musiktheater erweitert mit diesen glanzvollen Konzerten sein kulturelles Angebot. Alle vier Konzerte gibt es ab sofort im exklusiven Great Voices-Abo beim Abo-Service des Landestheaters Linz! Der Vorverkauf für Einzelkarten beginnt am 13. Dezember.

22. FEBRUAR 2022
JUAN DIEGO FLÓREZ „RECITAL“

Es ist unverzichtbar zu erleben, wie sich Juan Diego Flórez, der große Ausnahmetenor mit Wohnsitz Wien, über die Jahre entwickelt hat und dabei in jeder Phase begeistern konnte: mit atemberaubenden Höhen im Rossini-Fach, in überzeugenden Ausflügen als gefühlvoll stilsicherer Mozart-Tenor bis hin zur französischen Romantik und Verdi.

  1. MÄRZ 2022
    ERWIN SCHROTT „TANGO DIABLO“

Wie schon in seinen Erfolgsprogrammen Cuba amiga und Rojotango verführt Schrott sein Publikum zum Dahinschmelzen, Mittanzen, Schmunzeln und Lachen – in einem Konzertformat, das er für sich maßgeschneidert hat und das nur er so hinreißend umzusetzen vermag. In diesem Programm kombiniert und verschränkt der Bassbariton Teufels-Arien von Meyerbeer bis Boito mit Tango. Ein künstlerisch so einfühlsames wie überzeugendes Crossover.

  1. MAI 2022
    UTE LEMPER „ASTOR PIAZZOLLA MEETS UTE LEMPER“

Ute Lemper hat sich auf der Bühne, in Filmen und Konzerten als einzigartige Künstlerin einen Namen gemacht. Sie wurde für ihre beispiellosen Interpretationen und Darstellungen in Musicals und Theaterstücken vom Londoner West End bis zum Broadway gefeiert. 2021 wäre Astor Piazzolla, der als Begründer des Tango Nuevo und Pionier des Tango Argentino gilt, 100 Jahre alt geworden. Ute Lemper ehrt in ihrem Konzert den Komponisten mit einer Hommage an sein Lebenswerk.

  1. JUNI 2022
    PIOTR BECZAŁA & BRUCKNER ORCHESTER LINZ „VINCERÒ!“

„Vincerò!“ – „Ich werde siegen!“ heißt das neue Album des Startenors, dessen Höhepunkte im Linzer Musiktheater begleitet vom Bruckner Orchester Linz zu erleben sind. Der aus Westbeskiden stammende Pole widmet sich darin mit Werken von Pietro Mascagni, Umberto Giordano, Ruggero Leoncavallo, Giacomo Puccini u. a. dem Verismo. Freuen Sie sich auf die Rückkehr des einstigen Ensemblemitglieds des Landestheaters Linz und heutigen Weltstars, der soeben von Opus Klassik 2021 als Sänger des Jahres ausgezeichnet wurde.

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Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Oper am Rhein für Hans van Manen

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Solo-Probe. Foto: Anderas Endermann

Die Deutsche Oper am Rhein feiert am Samstag, 6. November, um 20.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf mit der Tanzgala „50 Jahre Hans van Manen“ Goldene Bühnenhochzeit mit dem niederländischen Meister.

Sein erstes Ballett außerhalb der Niederlande schuf Hans van Manen vor 50 Jahren für das heutige Ballett am Rhein. Sein Stück hieß „Keep Going“, was sich rückblickend liest wie das Motto seines bewegten und erfolgreichen Künstlerlebens. 22 seiner insgesamt 150 Choreographien kamen in den vergangenen 50 Jahren auf die Bühnen des Opernhauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg. Diese außerordentliche Verbundenheit besiegelt die Deutsche Oper am Rhein mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Mit einer filmischen Rückschau und live getanzten Choreographien verneigt sich die Deutsche Oper am Rhein vor der unnachahmlichen Magie in Hans van Manens Stücken.
Zu Gast sind beim Galaabend mit Maia Makhateli und Remi Wortmeyer zwei Startänzer vom „Het Nationale Ballet“. Sie präsentieren van Manens “Two pieces for HET”. Doris Becker, Orazio Di Bella, Gustavo Carvalho, So-Yeon Kim-von der Beck, Norma Magalhães, James Nix, Dukin Seo, Kauan Soares und Damián Torío vom Ballett am Rhein zeigen „Dances with Piano“ und „Solo“. Premiere hat ein filmisches Portrait, für das die amerikanischen Filmemacherin Daisy Long Hans van Manen zu Hause in Amsterdam besucht hat. Ergänzt mit umfangreichem Archivmaterial aus dem Düsseldorfer Theatermuseum, zeichnet Long ein vielfältiges Portrait des großen niederländischen Meisters.

Sein letztes Werk – die 150. Choreographie – schuf Hans van Manen für den von ihm hoch geschätzten Künstlerkollegen Martin Schläpfer, langjähriger Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein. Für seinen Freund und Mentor hält Martin Schläpfer bei der Gala eine Laudatio.

Info: Am Samstag, 6. November, um 20.00 Uhr feiert die Deutsche Oper am Rhein im Opernhaus Düsseldorf die Gala „50 Jahre Hans van Manen“. Tickets von 27,00 bis 90,00 € über operamrhein.de oder in den Ticketshops der Oper.
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Kritz Krammer

Kristīne Opolais probt in Buenos Aires / Teatro Colón (Recital )

op
Veranstalterin Elisa Wagner, Kristīne Opolais

ZU INSTAGRAM
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GRAZ/ Musikverein für Steiermark: 2. ORCHESTERKONZERT

Mo 08.11.2021
Di 09.11.2021

UHRZEIT: 19:30 Uhr
ORT: Stefaniensaal

Kronberg Academy: Emmanuel Tjeknavorian
Copyright: Tjeknavorian

EMMANUEL TJEKNAVORIAN Artist in Residence
GRAZER PHILHARMONIKER
ALINA POGOSTKINA Violine

Geigerin Alina Pogostkina im Interview | concerti.de
Alina Pogostkina. Copyright: Nikolaj Lund

Alexander Glasunow | Violinkonzert in a-Moll, op. 82 |  Pjotr I. Tschaikowsky | Symphonie Nr. 5 in e-Moll, op. 64

Der Musikverein in Graz ist im Laufe der letzten Jahre zu einem weiteren musikalischen Zuhause für mich geworden. Umso mehr freue ich mich, in der Saison 2021/2022 Artist in Residence sein zu dürfen und mit wunderbaren Partnern wie den Grazer Philharmonikern und Alina Pogostkina zu musizieren.“ (Emmanuel Tjeknavorian)

Russische Romantik              

Als Artist in Residence stellt Emmanuel Tjeknavorian sein musikalisches Talent gleich mehrfach unter Beweis – und dies in unterschiedlicher Funktion. Nach dem umjubelten Pult-Debüt bei den Grazer Philharmonikern im Rahmen einer Soirée, die im Mai als Stream veröffentlicht wurde, sprach die Kleine Zeitung von „einem wahren Ausnahmeerlebnis“ und unterstrich die „genaueste […] Partiturkenntnis“. Nun hat das Grazer Publikum endlich die Möglichkeit, diese Musikalität im Rahmen der Orchesterkonzerte live mitzuerleben, wenn Tjeknavorian wiederum die Grazer Philharmoniker leiten und mit ihnen Werke der russischen Romantik interpretieren wird. In Alexander Glasunows a-Moll-Violinkonzert wird Alina Pogostkina als Solistin ihren ersten Auftritt im Grazer Musikverein feiern. Dunkelste Klangfarben malt Pjotr I. Tschaikowsky in seiner 5. Symphonie in e-Moll – jedoch nicht, ohne dass im Andante cantabile das Solo-Horn in all der Verzweiflung hoffnungsversprechend hervortritt. Tiefste Emotionalität auf höchstem Niveau!

 KARTEN:

Konzertkasse, Sparkassenplatz 2, 8010 Graz
Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr

0316 82 24 55,
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COTTBUS: Selten gespielte Oper . Tschaikowskis „Mazeppa“ jetzt ab heute wieder im Programm

MAZEPPA | Staatstheater Cottbus
Foto: Marlies Kross

 Am Sonntagnachmittag, 31. Oktober 2021, 16.00 Uhr, nimmt das Staatstheater Cottbus im Großen Haus die selten gespielte Oper „Mazeppa“ von Pjotr I. Tschaikowski wieder auf. Die Produktion war coronabedingt bisher erst ein einziges Mal – bei der Premiere im Oktober 2020 – zu sehen und steht nun bis Jahresende vier Mal auf dem Spielplan.

Der Untergang einer Welt, Krieg und Zerstörung, die Angst der Bevölkerung in Krisenzeiten – diese Themen der Oper „Mazeppa“ nimmt Regisseurin Andrea Moses zum Ausgangspunkt für ihr politisches Musiktheater, das Publikum und Fachpresse anlässlich der Premiere vor einem Jahr fesselte. So zieht sie Parallelen zwischen der neueren Geschichte der Ukraine und der (ost-)deutschen Wendezeit. Die Geschichte um den opportunistischen Kosakenanführer Mazeppa wird in ihrer Lesart zur zeitlosen Fabel vom Zusammenbruch politischer Systeme, von Schock und Chance gesellschaftlicher Umwälzungen, alten Wunden und der Rolle der Massen. Zugleich bringt Andrea Moses ein einfühlsames Psychogramm der historischen Gewinner und Verlierer der Geschichte auf die Bühne.

Das Philharmonische Orchester unter der Leitung von GMD Alexander Merzyn spielt die Oper erstmals ins voller Orchesterbesetzung. In der Titelrolle ist Andreas Jäpel zu erleben, der eben sein gefeiertes Debüt als Jago in Verdis Oper „Otello“ gab; an seiner Seite ist Ilona Krzywicka als Maria zu erleben.  Der Tenor Alexey Sayapin, seit dieser Saison fest im Musiktheaterensemble, singt die Partie des Andrej.

Erstmals stellt sich der neue Bassbariton Philipp Mayer als Orlik dem hiesigen Publikum auf der Bühne vor. Der Opernchor unter der Leitung von Christian Möbius sorgt im 1. Rang für Klangeffekte. In der aufwendigen Videoinstallation von René Liebert verschwimmen die Zeiten zwischen Gestern und Heute.

Die nächsten Vorstellungstermine:

Sonntag, 7. November 2021, 19.00 Uhr
Dienstag, 14. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Mittwoch, 29. Dezember 2021, 19.30 Uhr

Karten online über www.staatstheater-cottbus.de

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Österreichische Nationalbibliothek

Online-Ausstellung zu Ruth Klüger: Schreiben für ein Weiterleben (zum 90. Geburtstag)

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Ruth Klüger zählt als österreichisch-amerikanische Schriftstellerin, Literaturwissenschafterin und Shoa-Überlebende zu den wichtigsten intellektuellen Stimmen nach 1945. Am 30. Oktober 2021 hätte sie ihren 90. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass widmet ihr die Österreichische Nationalbibliothek eine facettenreiche Online-Ausstellung mit vielen, bislang unbekannten Materialien. Zu sehen ist die digitale Ausstellung mit dem Titel „Ruth Klüger: Schreiben für ein Weiterleben“, von 29. Oktober 2021 bis 30. Jänner 2022.

Neue Manuskripte, Fotografien und zeithistorische Dokumente, dazu Filmausschnitte und Tonaufnahmen eröffnen tiefe Einblicke in Ruth Klügers Leben und Schreiben, in intime Lektürebekenntnisse, rege Diskussionen sowie in intensive fachliche Debatten. Ihr literarischer und wissenschaftlicher Nachlass ist seit 2018 im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek beheimatet, ein Teil davon ist auch im Literaturmuseum ausgestellt.

Als Tochter des jüdischen Arztes Viktor Klüger und der Industriellentochter Alma Klüger, wurde Ruth Klüger 1931 in Wien geboren. Ihre Kindheitsjahre waren von Ausgrenzung und Verfolgung geprägt. Während der Großteil ihrer Familie von den Nationalsozialisten ermordet wurde, überlebte Ruth Klüger als eines der wenigen Kinder gemeinsam mit ihrer Mutter die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Groß-Rosen. Nach ihrer Flucht im Frühjahr 1945 und Zwischenstationen in Straubing bei München und Regensburg emigrierten die beiden Frauen in die USA.

Mit ihren in vielen Sprachen publizierten Autobiografien schrieb sie sich als eine der wenigen Frauen in den Kanon der Shoa-Literatur ein und wurde so einem breiten Publikum bekannt. Durch ihr reflektiertes und zugleich packendes autobiografisches Schreiben und ihre innovativ-wissenschaftlichen Texte löste Ruth Klüger nicht nur in der allgemeinen Leserschaft, sondern auch in Fachkreisen große Begeisterung und Anerkennung aus.

Der literarische Durchbruch gelang ihr 1992 mit dem autobiografischen Werk „weiter leben. Eine Jugend“. In diesem beschrieb Klüger ihre Kindheit in Wien, die konfliktbehaftete Beziehung zu ihrer Mutter, die Erinnerungen an die Lager und den Trost, den ihr die Literatur spendete. „Ich hab den Verstand nicht verloren, ich hab Reime gemacht“, so die Schlussfolgerung der Autorin aus den traumatischen Kindheitserlebnissen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches konnte die Professorin an der University of California, Irvine bereits auf eine erfolgreiche Karriere als Literaturwissenschafterin zurückblicken.

Ihre umfangreich vorhandene Korrespondenz zeugt zudem von einem engagierten Austausch mit faszinierenden Privatpersonen genauso wie mit etablierten WissenschafterInnen und SchriftstellerInnen.

» Zur Ausstellung & kurze Video-Vorschau

Text und Fotos

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Der Wertgigant von HA Schult macht Station in Düsseldorf

von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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Der Wertgigant von HA Schult vor dem NRW Landtag in Duesseldorf: Foto: Andrea Matzker

Eine ganz besondere Skulptur tourt zur Zeit durch Deutschland. Nach München und Hannover macht der sogenannte Wertgigant des Aktionskünstlers HA Schult nun für wenige Tage in Düsseldorf Station, bevor er wieder aufwendig abgebaut wird und nach Berlin weiterreist. Die über 6 Meter hohe und tonnenschwere Skulptur ist ein Mahnmal für unsere Wegwerfgesellschaft und repräsentiert die Menge an Elektroschrott, die deutsche Haushalte alle 72 Sekunden produzieren. Damit wird uns nahegebracht, dass deutsche Haushalte pro Jahr ca. 430.000 Tonnen an Elektroschrott produzieren, anstatt wenigstens zu versuchen, einen Teil davon zu reparieren und wieder zu benutzen, worum sich der Sponsor Wertgarantie kümmert. Damit kritisiert das Kunstwerk unseren wenig nachhaltigen Lebensstil.

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Der Wertgigant von HA Schult mit einem sprechenden Bildschirm auf dem Herzen. Foto: Andrea Matzker

Der Wertgigant besteht aus Laptops, Mikrowellen, Staubsaugern, Waschmaschinen, Druckern, Faxgeräten, Gameboys, Telefongeräten und verfügt auch über Bild und Ton. Die Figur kann sprechen und zeigt einen Film mit unterschiedlichen Aktionen von HA Schult, untermalt von den hoheitsvollen Glockenklängen des Kölner Doms.

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Der Wertgigant von HA Schult mit Thilo Droege von Wertgarantie HA Schult und dem Landtagspräsidenten André Kuper. Foto: Andrea Matzker

Auf die Frage, ob denn diese Figur Menschen zum Umdenken bewegen könne, antwortete der Künstler: „Kunst kann etwas bewirken! In meiner Kunst geht es nicht um Kunst, sondern es geht um uns!“ Der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, rief persönlich bei HA Schult an und bat um die Präsentation seines Objektes und damit die seiner Ansichten vor dem Landtagsgebäude in Düsseldorf. Damit zeigt er seinen eigenen Einsatz für Klimaschutz und gegen Umweltverschmutzung. Der Künstler lässt den Wertgiganten für sich selbst sprechen, denn, so sagt er: „Kunst ist frei. Jeder soll sie selbst interpretieren.“ Kurz – eine Skulptur als Ereignis, ein Koloss, der spricht, ermahnt und unter Glockenklang aufmerksam macht auf die Botschaft: „Reparieren statt Wegwerfen!“

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„Das Vindobona“ – Halloween-Horror aus der Musical-Bibliothek (29.10.2021)

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Foto: Das Vindobona / Katharina Schiffl

Die Jungen stellten sich in diesen Tagen nicht vor den Kassen der Bundestheater an, sondern, in langer Doppelreihe, vor… dem ‚Faschingsprinz‘. Gefragt war Kostümierung für Halloween. Ist weit geselliger und unterhaltsamer als so manch derzeitiges ruppiges Modemonster in den Wiener Theatern mit deren teilweise reduzierten Kartenpreisen. Grabesstimmung herrscht sicher nicht bei den Halloween-Dinners im Musical-Stil im ‚Das Vindobona‘. Keine echte Gruselstory ist auf der Showbühne zu erleben, doch die vier sich mit höchster Intensität  präsentierenden Sänger haben Nummer auf Nummer so manch schaurig-amüsantes aus früheren Musicaltagen hoch gebracht. Vom Phantom der Opern, von The Addams Family, von Vampir-Leckerbissen bis zum Wiener Zentralfriedhof. Und Rocky Horrors frecher The Time Warp geht nach wie vor so recht ordentlich in die Beine. Wietske von Tongeren, Jacqueline Braun, Max Niemayer und Markus Richter haben sich so richtig zerrissen, haben sich voll ausgegeben. Nicht als Totengräber, sondern als gute Vermittler feiner Songs aus der Musical-Bibliothek.

Meinhard Rüdenauer

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