Die SONNTAG-PRESSE – 7. AUGUST 2022

Die SONNTAG-PRESSE – 7. AUGUST 2022

Foto: Der Holländer: Thomas J. Mayer. Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 7. AUGUST 2022

Bayreuth/Festspiele
„Der fliegende Holländer“: Showdown mit Knalleffekten

Schon lange nicht mehr hat es bei den Bayreuther Festspielen so viele Premieren und Wiederaufnahmen gegeben wie in diesem Sommer Am Samstagabend ging die Neueinstudierung der letztjährigen „Holländer“-Inszenierung von Dmitri Tcherniakov über die Bühne, mit einer zur Hälfte neu besetzten Solisten-Riege.
BR.Klassik.de/aktuell

„Götterdämmerung“ in Bayreuth: Die schlechteste aller Wagner-Welten
Am Ende der „Götterdämmerung“ erlebte Bayreuth den vermutlich größten Buhorkan der Festspielgeschichte, sagt Kritiker Jörn Florian Fuchs. Die Inszenierung vergeige alle Kernmomente der Handlung und überzeuge auch musikalisch nicht – ein Totalschaden!
https://www.deutschlandfunkkultur.de/goetterdaemmerung-bei-den-bayreuther-festspielen-100.html

Bayreuther „Ring“-Bilanz: Eine Menschendämmerung

Es steht schlecht um die Welt, sagt Valentin Schwarz in seiner Inszenierung. Das wollten nicht alle sehen, es gab heftige Buhs. Damit ist der Regisseur in bester Gesellschaft
https://kurier.at/kultur/bayreuther-ring-bilanz-eine-menschendaemmerung/402101997

Bayreuther Festspiele Die Zukunft ist noch einmal ausgefallen
Finale in Bayreuth: Mit seinem „Ring“ hat Regisseur Valentin Schwarz einige Mythen zertrümmert. Trotzdem ist er der Tradition arg treu geblieben
Tagesspiegel.de

Götterdonnerwetter. Im Pool, auf der Bühne, überall
Die Welt.de

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Buhorkan zum „Ring“-Finale
Nach drei teils glänzend inszenierten Teilen enttäuschte die „Götterdämmerung“ in der Version von Valentin Schwarz doch etwas
DerStandard.at

„Ring“-Finale bei den Bayreuther Festspielen: Die Zukunft fällt aus
Tagesspiegel.de

Götterdämmerung in Bayreuth – ein Untergang, ganz gewiss
Das heurige „Ring“-Final ein Bayreuth war sängerisch durchwachsen und szenisch verrannt. Den Regisseur Valentin Schwarz traf ein Orkan des Missfallens.
https://www.diepresse.com/6174512/goetterdaemmerung-in-bayreuth-ein-untergang-das-ganz-gewiss

„Götterdämmerung“: Buhrufe in Bayreuth
NDR.Kultur.de

Kritik – „Götterdämmerung in Bayreuth. Erben und Sterben
BR-Klassik.de

„Ring des Nibelungen“ geht fast in Buh-Orkan unter
KleineZeitung.at

Buh-Kultur: Warum Buhs genauso wichtig sind wie Bravos und Applaus Bezahlartikel
Der „Siegfried“ in Bayreuth ist mit lautstarker Kritik vom Publikum abgestraft worden. Warum das so wichtig für die Bühnenkunst ist wie „Bravos“ und Applaus.
SueddeutscheZeitung.de

Neigungsgruppe Nibelungenwahn Bezahlartikel
Der spaßverliebte neue »Ring« ist nun mit der »Götterdämmerung« vollendet – und die Mehrheit des Bayreuther Publikums buht Regisseur Valentin Schwarz zornig aus. Ist die Inszenierung wirklich ein »Totalschaden«?
DerSpiegel.de

Desaströser Abend bei Bayreuther Festspielen: Aufführung gnadenlos niedergebuht – Publikum sauer
Der vergangene Freitagabend wird nicht nur dem Publikum der Bayreuther Festspiele lange in Erinnerung bleiben: Nach der Premiere der „Götterdämmerung“ folgte lautstarker Protest.
MünchnerMerkur.de

Bayreuth braucht mehr Exzellenz
Mit dem „Fliegenden Holländer“ am 6. August und dem „Tannhäuser“ am 8. August (Berichte folgen) beenden die Bayreuther Festspiele ihre erste Staffel. Leider gibt es nicht nur Erfreuliches von den ersten Tagen zu berichten:
https://klassik-begeistert.de/bayreuth-braucht-mehr-exzellenz-6-august-2022/

Bayreuth/ „Lohengrin“
Blau ist eine tolle Farbe
Zweimal „Lohengrin“ in Bayreuth: Beglückend mit Christian Thielemann – und als Krimi-Version für Kinder
Tagesspiegel.de

„Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen: Wagner ohne Probleme
Bayreuther Festspiele: Christian Thielemann dirigiert „Lohengrin“ mit Klaus Florian Vogt.
MünchnerAbendzeitung.de

Salzburg
Yuja Wang begeisterte mit ihrem Solodebüt
WienerZeitung.at

Yuja Wang bei den Salzburger Festspielen:Ein Triumph
https://www.sueddeutsche.de/kultur/yuja-wang-1.5635041

Berlin
Freiheit, schöner Götterfunken
Das neu geründete Ukrainian Freedom Orchestra spielt zum Auftakt des Festivals „Young Euro Classic“ im Berliner Konzerthaus
Tagesspiegel.de

Krumau
Händels Messias wird auf Bühne mit drehbarem Zuschauerraum in Krumau aufgeführt
Deutschradio.cz

Tonträger
Album der Woche – Ensemble Raro spielt Enescu Werke für Kammerenemble
BR.Klassik.de

Links zu Englischsprachigen Artikeln

Bayreuth
Götterdämmerung, Bayreuth Festival review: this radical, revisionist Ring is only a qualified success
(Subscription required)
Valentin Schwarz must be praised for stripping back the cycle to its essence, but it’s a work in progress
TheTelegraph.co.uk

Klosters
Freiburg Baroque brings the Thames to Klosters
bachtrack.com

London
The week in classical: Dalia; Ukrainian Freedom Orchestra and Aurora Proms – review
TheGuardian.com.music

South Pacific, Sadler’s Wells review – strong singing in Daniel Evans’s fast-paced production
After a hard-hitting ‚Oklahoma!‘, the latest Rodgers & Hammerstein revival stays on the sunnier side
Theartsdesk.com

Kilkenny
Opera review: Masterson in fine voice for Handel’s Semele at Kilkenny Arts Festival
https://www.irishexaminer.com/lifestyle/artsandculture/arid-40934105.html

USA
A Road Trip to Sample America’s Many, Many Music Festivals
With a minivan and a three small children in tow, a critic spent 12 days discovering classical music offerings among the Rocky Mountains.
https://www.nytimes.com/2022/08/05/arts/music/american-classical-music-festivals.html

Chicago
Malofeev makes worthy Ravinia debut in over-generous program
chicagoclassical.review

Santa Fe
A sidesplitting Barber of Seville outshines a confusingly dull Carmen in Santa Fe
seenandheard.international.com

San José
The Composer Huang Ruo on Illusion and Betrayal in “M. Butterfly’
Huang, who wrote the music for the operatic adaptation of David Henry Hwang’s play, says its exploration of race, gender and power still resonates today.
https://www.nytimes.com/2022/08/05/arts/music/huang-ruo-m-butterfly.html

A lurid tale told deftly in M. Butterfly, a new opera from Huang Ruo based on David Henry Hwang’s play
seenandheard.international.com

Feuilleton
Bach in town: We need more classical music in public spaces
https://thecritic.co.uk/bach-in-town/

Teens, TikTok, And Orchestral Music
ludwig.van.com/Toronto

Recordings
Classical Album Review: Short Can Be Good — Three Splendidly Varied One-Act Operas by Lennox Berkeley
Artfuse.org

Ballett / Tanz

Impulstanz: Ein Tanzfest der Diversität
Keith Jarretts „The Köln Concert“ als Basis für Trajal Harrells Performance.
WienerZeitung.at

Unter’m  Strich

Kein Kotau vor Peking
In der EU gibt es wenige klare Kritiker Chinas und erklärte Freunde Taiwans. Am deutlichsten ist dabei Tschechien.
WienerZeitung.at

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 7. AUGUST 2022)

INFOS DESTAGES (SONNTAG, 7. AUGUST 2022)

Quelle: onlinemerker.com

BAYREUTHER FESTSPIELE: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (gegenüber dem Vorjahr neu besetzt) – Erste Vorstellung am 6.8.2022

Weitere Termine „Der fliegende Holländer“ in Bayreuth: 16./20./27.8.)

Showdown mit Knalleffekten
Schon lange nicht mehr hat es bei den Bayreuther Festspielen so viele Premieren und Wiederaufnahmen gegeben wie in diesem Sommer Am Samstagabend ging die Neueinstudierung der letztjährigen „Holländer“-Inszenierung von Dmitri Tcherniakov über die Bühne, mit einer zur Hälfte neu besetzten Solisten-Riege.
BR.Klassik.de/aktuell

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Der Holländer: Thomas J. Mayer. Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

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Senta: Elisabeth Teige. Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Auszug aus BR.Klassik: Elisabeth Teige  ist die große Entdeckung des Abends mit ihrer klar geführten, schlanken, aber bis zu den hohen Cs hinauf auch schlagkräftigen Sopranstimme. Elisabeth Teige intoniert perfekt, kann auch leise singen und harmoniert wunderbar mit dem strahlkräftigen Tenor Eric Cutler in der eher undankbaren Rolle des Erik. Als trotziges Girlie spielt sie dann auch beim ersten Date mit dem Holländer ihre Stärken voll aus – beim gemeinsamen Abendessen im Wintergarten Dalands und seiner Frau Mary, so deutet es Tcherniakov. Am Ende siegen die Frauen, Erlösung gibt es für den Holländer hier nicht. Wie auch, hat er doch zum Showdown wild in die Menge geschossen, drei Mitbürger getötet. Ausgerechnet Mary gibt ihm den Gnadenschuss – Tcherniakov liebt eben die finalen Knalleffekte. (Quelle: BR-Klassik/ Fridemann Leipold)

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Senta (Elisabeth Teige) und Erik (Eric Cutler). Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

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Bayreuther Festspiele: Stimmen zum „Ring“ in der Inszenierung von Valentin Schwarz

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„Götterdämmerung“ – der Festspielchor. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Klaus Billand aus Bayreuth unmittelbar nach der Premiere: Bayreuth hat mit seinem sichtlich betroffenen leading team den wohl den stärksten Buhorkan i Festspielhaus  Bayreuth seit vielen Jahrzehnten erlebt. Gab es bei Castorf 2013 noch wesentlichen Widerstand durch das klatschende Publikum, war diesmal die große Mehrheit der Ablehnung offensichtlich. Als die Sänger zum leading team unterstützend hinzutraten, erstarb fast der Applaus für erstere, (obwohl einige von ihnen auch nicht festspielreif sangen). Albert Dohmen war das vokale Qualitätsfossil guter Bayreuther Gesangskultur…
So etwas habe ich hier seit einem halben Jahrhundert noch nicht erlebt.

„Götterdämmerung“ in Bayreuth: Die schlechteste aller Wagner-Welten
Am Ende der „Götterdämmerung“ erlebte Bayreuth den vermutlich größten Buhorkan der Festspielgeschichte, sagt Kritiker Jörn Florian Fuchs. Die Inszenierung vergeige alle Kernmomente der Handlung und überzeuge auch musikalisch nicht – ein Totalschaden!
https://www.deutschlandfunkkultur.de/goetterdaemmerung-bei-den-bayreuther-festspielen-100.html

Bayreuther „Ring“-Bilanz: Eine Menschendämmerung
Es steht schlecht um die Welt, sagt Valentin Schwarz in seiner Inszenierung. Das wollten nicht alle sehen, es gab heftige Buhs. Damit ist der Regisseur in bester Gesellschaft
https://kurier.at/kultur/bayreuther-ring-bilanz-eine-menschendaemmerung/402101997

Bayreuther Festspiele Die Zukunft ist noch einmal ausgefallen
Finale in Bayreuth: Mit seinem „Ring“ hat Regisseur Valentin Schwarz einige Mythen zertrümmert. Trotzdem ist er der Tradition arg treu geblieben
https://www.tagesspiegel.de/kultur/bayreuther-festspiele-die-zukunft-ist-noch-einmal-ausgefallen/28579894.html

Neigungsgruppe Nibelungenwahn Bezahlartikel
Der spaßverliebte neue »Ring« ist nun mit der »Götterdämmerung« vollendet – und die Mehrheit des Bayreuther Publikums buht Regisseur Valentin Schwarz zornig aus. Ist die Inszenierung wirklich ein »Totalschaden«?
https://www.spiegel.de/kultur/ring-des-nibelungen-finale-in-bayreuth-neigungsgruppe-nibelungenwahn-a-7fd8af7f-6584-4ab3-b880-bba8726a523e?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

Desaströser Abend bei Bayreuther Festspielen: Aufführung gnadenlos niedergebuht – Publikum sauer
Der vergangene Freitagabend wird nicht nur dem Publikum der Bayreuther Festspiele lange in Erinnerung bleiben: Nach der Premiere der „Götterdämmerung“ folgte lautstarker Protest.
https://www.merkur.de/bayern/bayreuther-festspiele-oper-ring-des-nibelungen-protest-kritik-publikum-91709955.html

„Götterdämmerung“: Buhrufe in Bayreuth
https://www.ndr.de/kultur/Goetterdaemmerung-Harsche-Kritik-in-Bayreuth,goetterdaemmerung148.html

„Ring des Nibelungen“ geht fast in Buh-Orkan unter
https://www.kleinezeitung.at/kultur/klassik/6174333/Bayreuther-Festspiele_Ring-des-Nibelungen-geht-fast-in-BuhOrkan-unter

Götterdämmerung in Bayreuth – ein Untergang, ganz gewiss
Das heurige „Ring“-Final ein Bayreuth war sängerisch durchwachsen und szenisch verrannt. Den Regisseur Valentin Schwarz traf ein Orkan des Missfallens.
https://www.diepresse.com/6174512/goetterdaemmerung-in-bayreuth-ein-untergang-das-ganz-gewiss

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Bemerkungen zur Kritik an Irene Theorin

Zur vielfach in den Kritiken geäußerten Meinungen über Irene Theorin erreicht uns eine Meinung aus dem „Sängerlager“. Ich selbst fühle mich nicht kompetent genug, diesbezüglich eine ernstzunehmende Meinung zu haben:

„Es ärgert nicht nur mich, wie selbsternannte Koryphäen Begriffe in falschem Wissen oder unkundig mißbrauchen!

Vibrato und Tremolo? Zu Bayreuther – Ring – Kritiken bzgl. angeblich negativem Vibrato von Iréne Theorin.

Diese angeblichen Negativa, die mglw. auch Tremolo meinen, treffen auf Iréne Theorin nicht zu. Bei ihr sind es antrainierte Gesangstricks, die ausgeufert sind. Sie deutet Konsonanten nur an oder läßt sie aus, da man auf Vokalen besser Töne produzieren kann, nutzt da oft die Unart Vokale als Umlaut zu singen (z. B. Ö findet mehr Resonanzräume als O, das leicht hohl klingt), ist weit verbreitet, verliert bei höchsten Tönen die Gesangslinie und versucht mit Lautstärke auszugleichen. Das ist dann kein Gesang, man versteht Kauderwelsch“.

Name des Verfassers der Redaktion bekannt.

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Irene Theorin als Brünnhilde in „Götterdämmerung“. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Vibrato: Eigenschwingung der frei schwebenden Stimme, die Lebendigkeit, Beseelung und Klangschönheit mitbestimmt

Tremolo: Übermäßiges Vibrato, das der Stimme ein unruhiges und unbrauchbares Zittern gibt. Ursachen u.a.: schlechte Atembalance, Verspannung des Unterkiefers und damit des Ansatzrohres,
Nervosität. Bei alten oder untrainierten Stimmen: Erschlaffung der Stimm-Muskulatur, vor allem der Einhängemechanismus. Aus: https://www.cvnrw.de/fileadmin/user_upload/dokumente/d-massnahmen/Fachausdruecke.pdf

Wozu Vibrato?

Im Klassischen Gesang und in der Oper wird das Vibrato in jedem Fall für die Stilistik gebraucht und gehört „zum guten Ton“ im wahrsten Sinne des Wortes. … Die klassische Gesangsausbildung verhilft in jedem Fall zur Entwicklung von Vibrato. Aus: https://raum-fuer-gesang.com/blogs/raum-fur-gesang-blog/posts/10-was-ist-vibrato-und-kann-man-es-lernen

Prominente Sänger zum Vibrato

Fritz Wunderlich: „Ich bemühe mich um den richtigen Stimmsitz, indem ich den Ton von oben ansetze. Mein Fokus liegt auf natürlichem, lockerem Gesang. Wenn die Stimme richtig sitzt, brauche ich mich weder mit Atemdruck noch mit sonstigen Techniken beschäftigen, die ein Vibrato erzeugen.Wenn ich den Mund mit Stimme ausfülle, den Ton von oben ansetze, locker und natürlich singe, beginnt die Stimme von ganz alleine frei zu schwingen, zu fließen und zu schweben.“

Joan Sutherland:Wie ich das Vibrato verwende? Ich singe NICHT mit dem Atem. Mein Ton schwebt auf dem Atem. Wenn der Ton auf dem Atem schwebt, beginnt meine Stimme frei zu schwingen. Wenn der Atem beim Singen langsam und gleichmässig ausströmt, kommt das Vibrato beim Singen automatisch und braucht nicht erzeugt zu werden. Ein mit Druck erzeugtes Vibrato wird zum Tremolo und kann nicht frei schwingen. Solch ein erzeugtes Vibrato ist in der Regel entweder zu langsam oder zu schnell und kling unnatürlich.“

Enrico Caruso: „Die Atemstütze wird heutzutage als die treibende Kraft beim Singen gelehrt. In der Tonproduktion ist das Appoggio ein nicht wegzudenkender Umstand, ist aber keinesfalls die treibende Kraft beim Singen. Korrektes Singen mit genauem Stimmsitz ruft lockere Atemstütze hervor, aus der ein gleichmäßig schwingendes Vibrato entsteht. Meine Maxime ist folglich, dass der korrekte Stimmsitz beim Singen die richtige Atemstütze und eine frei schwingende Stimme mit natürlichem Vibrato hervorbringt. Mit der Atemstütze alleine kann man kein richtiges Vibrato hervorbringen.“

Lilli Lehmann: „Das Vibrato ist ein Zeichen von Lockerheit. Wenn bei hohen Tönen Halsschlagadern heraustreten und Köpfe rot werden, werden laute Töne mit Druck gestützt, was für die Stimme gefährlich ist. Ich änderte mein Appoggio, nachdem ich 25 Jahre zu viel Druck verwendete. Jetzt atme ich, indem ich den Atem frei strömen lasse und spanne dabei nicht das Zwerchfell oder den Bauch an, wie ich es zwei Jahrzehnte gemacht habe. Wer richtig singt und atmet, wird immer ein Gefühl von Behagen empfinden. Wenn dieses entspannte Gefühl eintritt, beginnt meine Stimme von selbst zu schwingen. Bewusst erzeugen kann man kein schwebendes Vibrato. Jeden unnötig störenden Druck im Bauch vermeide ich.“

Maria Callas: „Den Ton nicht mit der Atemstütze anschieben oder pressen, sondern den Ton auf dem Atem schweben lassen, dann wird er beginnen frei zu werden. Je freier die Stimme wird, desto lockerer wird sie schwingen und schweben. Das Vibrato ist dann weder zu schnell (Tremolo) oder zu langsam. Den Ton bitte nicht mit dem Atem anschieben sondern auf dem Atem schweben lassen. Bringe den Stimmsitz in den Kopf und stütze den Ton vom Kopf her aber singe ohne Atemdruck, nur dann wird ein freies Vibrato im Messa di Voce möglich.“

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ERLEBNIS BÜHNE -PROGRAMMHÖHEPUNKTE IM AUGUST 2022

SO 7. 8. 2022
OPEN-AIR-HIGHLIGHTS MIT TENORSTARS AUS PARIS UND BERLIN!
20.15 Uhr
KLASSIK AM EIFFELTURM
DIE GROSSE OPEN-AIR-GALA AUS PARIS
Dirigentin Simone Young
Mit Pretty Yende, Piotr Beczała u. a.
Chor Radio France, Orchestre National de France
Paris 2021
Piotr Beczała bei einem Klassik-Highlight des
Sommers aus der Stadt der Liebe! Mit dabei sind hochkarätige Solist:innen wie die  südafrikanische Sopranistin Pretty Yende, dem französischen Geiger Renaud Capuçon und vielen mehr.
Auf dem Programm stehen die berühmtesten Arien und Konzertstücke wie Wolfgang Amadeus Mozarts „Cinque.. dieci..“ aus „Le nozze di Figaro“, Giuseppe Verdis „Bella figia dell’amore“ aus „Rigoletto“, Ludwig van Beethovens Fidelio-Ouvertüre und Georges Bizets„Là bas dans la montagne“ aus „Carmen“ vor der wunderschönen Kulisse des Eiffelturms.
Star-Dirigentin Simone Young leitet den Chor von Radio France und das Orchestre National
de France an diesem Abend.

22.00 Uhr
JONAS KAUFMANN VON DER WALDBÜHNE BERLIN
Dirigent Jochen Rieder
Mit Jonas Kaufmann, Anita Rachvelishvili
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Waldbühne Berlin 2018
Jonas Kaufmann präsentiert in seinem Konzert auf der Waldbühne Berlin ein durchwegs italienisches  Programm – „Dolce Vita“! An seiner Seite stehtMezzosopranistin Anita Rachvelishvili und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der  Leitung von Dirigent Jochen Rieder.
Mit dabei sind die schönsten Arien, Lieder und Duette beliebter Komponisten wie Ruggero Leoncavallos „Mattinata“, Giacomo Puccinis „Nessun dorma“ aus „Turandot“ oder Nino  Rotas „Parla più piano“.

23.55 Uhr
AUS DEM GOLDENEN SAAL DES MUSIKVEREINS:
WIENER STIMMEN
Dirigent Wayne Marshall
Mit Alexia Chrysomalli, Marjorie Etukudo u.a.
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Musikverein Wien 2022
Sechs in Wien lebende Sängerinnen mit unterschiedlichen musikalischen und sprachlichen
Backgrounds präsentieren ihre für Orchester arrangierten Songs und schaffen eine Brücke zwischen der klassischen Tradition und diversen Musikkulturen der Stadt.
Ein einzigartiges Projekt der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und der Brunnenpassage. Durch das vielfältige

Programm führt ORF-III-Moderatorin Ani GülgünMayr.

SO 14. 8. 2022
DIE ORF III SOMMEROPERETTE AUS SCHLOSS TABOR!
20.15 Uhr
FRITZ KREISLER: SISSY
Dirigent Erich Polz, Regie Stephan Grögler
Mit Valerie Luksch, Phillipp Laabmayr u. a.
Jugendchor der Brandenburgischen Philharmonien
Schloss Tabor 2022
Vor der malerischen Kulisse von Schloss Tabor bringen die Festspiele dort nun Fritz Kreislers selten gespielte Operette wieder auf die Bühne. An der Spitze des Ensembles steht die junge österreichische Sängerin Valerie Luksch als Sissy,
die sich unsterblich in Kaiser Franz Joseph, gespielt vom jungen österreichischen Schauspieler Philipp  Laabmayr, verliebt.
Fritz Kreisler bediente sich für sein Singspiel „Sissy“ einigen seiner bekannten Melodien für Violine, wie „Schön Rosmarin“ und „Liebesleid – Liebesfreud“.
Schon die Uraufführung im Theater an der Wien am 23. Dezember 1932 feierte so große Erfolge, dass das Stück fast 300-mal en-suite gespielt wurde.

SO 21. 8. 2022
KLASSIKSTARS AUS MÜNCHEN UND WIEN!
20.15 Uhr
SPANISCHER ABEND
MIT YUJA WANG & LORENZO VIOTTI
Dirigent Lorenzo Viotti, Klavier Yuja Wang
Münchner Philharmoniker
Odeonsplatz München 2021
Der Odeonsplatz ist die vermutlich schönste OpenAir-Location Münchens!
Er wurde 2021 zur außergewöhnlichen Kulisse für ein stimmungsvolles Konzert der preisgekrönten Starpianistin Yuja Wang mit den Münchner Philharmonikern unter der musikalischen Leitung des jungen, international gefeierten Shootingstars Lorenzo Viotti.
Mit ihrer herausragenden Technik und musikalischen Ausdrucksstärke verzauberten die Künstler das Publikum. Auf dem Programm standen musikalische Glanzstücke von Rachmaninow über Ravel bis hin zu Jacques Offenbach und Josef Strauß.

21.45 Uhr
RICCARDO MUTI & DIE WIENER PHILHARMONIKER
Musikverein Wien 2022
Stardirigent Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker – eine musikalische Verbindung, die seit mehr als 50 Jahren besteht und Sternstunden garantiert!
Im Goldenen Saal des Musikverein Wien dirigiert Maestro Muti Claude Debussys „Trois Nocturnes“ und Hector Berlioz‘ „Symphonie fantastique“. Ein Programm, das zwischen sphärischen Klängen des musikalischen Impressionismus von Debussy und fantastischen Klangwelten von Berlioz, des Begründers der Programmmusik, changiert.

SO 28. 8. 2022
EIN ABEND IM ZEICHEN VON BEETHOVEN UND BRUCKNER!
20.15 Uhr
CURRENTZIS IN DELPHI: BEETHOVEN 7
Dirigent Teodor Currentzis
Choreographin Sasha Waltz
Chor & Orchester musicAeterna
Ballettkompanie Sasha Waltz & Guests
Delphi 2021
Beethovens 7. Symphonie, ein Werk, das bereits Richard Wagner an Tanz und Körperausdruck in seiner schönsten Form denken ließ.
Dirigent Teodor Currentzis erschafft gemeinsam mit Choreographin Sasha Waltz in der einzigartigen Atmosphäre des antiken Theaters in Delphi eine Welt, in der Tanz und Musik auf höchstem Niveau miteinander verschmelzen. Currentzis‘ Chor und Orchester musicAeterna und die Ballettkompanie „Sasha Waltz & Guests“ nehmen mit Klang und Tanz das historische Areal für sich ein und schaffen ein unvergessliches Erlebnis.

21.00 Uhr
AUS DEM GOLDENEN SAAL:
CHRISTIAN THIELEMANN & CAMILLA NYLUND
Wiener Philharmoniker
Musikverein Wien 2022
Anton Bruckner selbst hörte Teile seiner 6. Sinfonie das erste und einzige Mal hier: im Goldenen Saal des Musikvereins Wien.
Fast 140 Jahre später führen Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker mit eben dieser 6. Sinfonie ihren Bruckner-Zyklus fort.
Den Auftakt macht in diesem Programm Camilla Nylund mit zwei Werken von Richard Strauss: „Malven“ und „Vier letzte Lieder“. Im Schweizer Exil entstanden, spiegeln die Werke Strauss‘ Gedankenwelt zum unausweichlichen Abschied von dieser Welt wider, aber auch  die Erlösung, die er darin sah.

ÖSTERREICH AUF 3SAT

SO 7. 8. 2022
10.00 Uhr
STYRIARTE 2022: TE DEUM
Dirigent und Viola da Gamba Jordi Savall
Mit Miriam Kutrowatz, Matthias Winckhler u. a.
Styriarte Festspiel-Orchester
Arnold Schoenberg Chor (Chorleitung Erwin Ortner)
Pfarrkirche Stainz
Auf dem Programm in der Pfarrkirche Stainz stehen diesmal Marc-Antoine Charpentiers „Te Deum“ und
Johann Sebastian Bachs „Magnificat.“

SA 13. 8. 2022

20.15 Uhr
GIACCOMO PUCCINI: MADAME BUTTERFLY
Dirigent Enrique Mazzola, Regie Andreas Homoki
Mit Celine Byrne, Edgaras Montvidas u. a.
Puccinis „japanische Tragödie“ der Geisha Cio-CioSan, genannt Butterfly, die sich in den
amerikanischen Marineoffizier Pinkerton verliebt
und später Selbstmord begeht.
22.20 Uhr
GRENZENLOSE SEHNSUCHT AM BODENSEE
Dokumentation von Ingrid Bertel 2022
Im Making-of der Bregenzer „Madame Butterfly“
blickt Puccini-Kenner Marcus Nigsch hinter die Kulissen und zeichnet den Entstehungsprozess dieser Geschichte von grenzenloser Sehnsucht am  Bodensee nach.
SA 20. 8. 2022
20.15 Uhr
LEOS JANÁCEK: KÁT’A KABANOVÁ
Dirigent Jakub Hrůša, Regie Barrie Kosky
Mit Corinne Winters, David Butt Philip, Evelyn Herlitzius u. a.
Wiener Philharmoniker
Salzburger Festspiele 2022
Regisseur Barrie Kosky möchte in seiner Neuinszenierung der Káťa Kabanová bei den Salzburger Festspielen den Gegensatz und die Spannung zwischen der Protagonistin Káťa  und ihrer beengenden Lebenswelt verdeutlichen.

SA 27. 8. 2022
20.15 Uhr
ELĪNA GARANČA – KLASSIK UNTER STERNEN
Dirigent Karel Mark Chichon
Mit Jonathan Tetelman, Marina Monzó, MarieSophie Janke
Symphonieorchester der Wiener Volksoper
Stift Göttweig 2022
Die große Gala „Klassik unter Sternen“ mit Operndiva Elīna Garanča in der besonderen
Atmosphäre des barocken Stift Göttweig – ein einzigartiger Open-Air-Klassik-Genuss!
Programmänderungen vorbehalten.

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MARTINA FRANCA/Festival della Valle d‘Itria (Teatro Verdi): IL XERSE von Francesco Cavalli

am 31.7.2022

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Xerse:  Carlo Vistosi. Foto: Clarissa Lapolla/Festival Martina Franca

Das Festival della Valle d‘Itria im apulischen Martina Franca widmet sich seit seiner Gründung(1975) ausschließlich der Entdeckung oder Wieder-Entdeckung („ Erste Aufführung in modernen Zeiten“ war immer ein beliebter und häufig gebrauchter Untertitel auf den Spielplänen) rarer oder selten gespielter Werke.

Seit diesem Jahr ist Sebastian F. Schwarz (in Wien bestens bekannt als künstlerischer Betriebsdirektor im Theater an der Wien und als Programmgestalter an der Kammeroper, seither auch Intendant in Glyndebourne sowie am Teatro Regio di Torino) neuer künstlerischer Leiter in Martina Franca – und hat mit einer seiner ersten Produktionen bereits einen Volltreffer gelandet..

Weiterlesen im Bericht von Robert Quitta

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ACCENTUS MUSIC: Ensemble K – Metanoia. Ein Film von Paul Smaczny.
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Artikel noch nicht erschienen, voraussichtlicher Liefertermin ist der 2.9.2022.
Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit.
DVD
  • Ein Film von Paul Smaczny.Giacomo Puccini: Kyrie & Gloria aus „Messa did Gloria“
    +Johann Sebastian Bach: Sarabande aus der Partita für Violine BWV 1002
    +Heitor Villa-Lobos: Preludio aus „Bachianas Brasileiras“ Nr. 4
    +Arvo Pärt: In spe
    +Alexander Borodin: Polowetzer Tänze aus „Fürst Igor“
  • Laufzeit: 81 Min.
  • Tonformat: stereo / Dolby Digital 5.1 / DTS 5.1
  • Bild: 16:9 (NTSC)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
  • Label: Accentus, 2021
  • Bestellnummer: 10999676
  • Erscheinungstermin: 2.9.2022

WEITERE AUSGABEN VON ENSEMBLE K – M

ACCENTUS  MUSIC PRÄSENTIERT: M E T A N O I A – Simone Menezes & K

The concept of metanoia – that, which goes beyond thought – most commonly describes a change in the way of seeing and thinking about things. With this recording, italo-brazilian conductor Simone Menezes and her chamber orchestra “K”, together with the choir “Sequenza 9.3”, go on a musical journey to find moments of metanoia in the lives and works of composers such as Giacomo Puccini, Arvo Pärt, Heitor Villa-Lobos, Alexander Borodin as well as Johann Sebastian Bach.

M E T A N O I A

Simone Menezes, conductor
K
Sequenza 9.3, choir
Manon Galy, violin

Giacomo Puccini
Messa a quattro voci “Messa di Gloria”
Kyrie & Gloria

Johann Sebastian Bach
Sarabande from Violin Partita No. 1 in B minor, BWV 1002

Heitor Villa-Lobos
Preludio from Bachianas Brasileiras No. 4

Arvo Pärt
In spe (2010)

Alexander Borodin
Polovtsian Dances from “Prince Igor”
(arr. Vincent Paulet)

Disc Count: 1
Item Number: ACC30567

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