Marek Janowski (links im Bild) und kb-Autor Dirk Schauß© Diana Hillesheim
Im letzten Teil wird das Gespräch mit Marek Janowski konkret und intim: Es geht um einzelne Werke, um interpretatorische Entscheidungen, um den berühmten Beckenschlag in Bruckners Siebter, um Mendelssohns „Schottische“ und Schumanns „Rheinische“.
Janowski öffnet seine musikalische Werkstatt, spricht über die Arbeit mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, über Probenarbeit und Klangbalance, über Tempo und Phrasierung. Und er wird überraschend persönlich: Seine Distanz zu Mahlers Schumann-Bearbeitungen ist ebenso deutlich wie seine Verehrung für Puccini, seine Zurückhaltung gegenüber Schostakowitsch ebenso spürbar wie seine Liebe zu Bruckner. Ein Werkstattgespräch, das den Dirigenten als Handwerker, Künstler und kompromisslosen Interpreten zeigt – bis zur letzten, melancholischen Frage nach unerfüllten Wünschen.
klassik-begeistert: Sehen Sie Mendelssohns dritte Symphonie als absolute Musik oder eher programmatisch?
Marek Janowski: Für mich ist es überhaupt keine Programm-Musik, sondern absolute Musik.
Ein solch wunderbares Scherzo und dann dieser herrliche, langsame Satz.
Der letzte Satz ist nicht ganz so auf dem hohen Niveau, aber speziell die beiden Mittel-Sätze sind für mich absolute frühromantische Meisterwerke. „Interview: kb im Gespräch mit Marek Janowski, Dirigent, Teil III
klassik-begeistert.de, 19. Februar 2026“ weiterlesen