„Und wenn sie mir beide Hände abhacken, werde ich mit den Zähnen eine Feder halten und weiter Musik schreiben“

Alexander Gurdon: Schostakowitsch. Katalog zur Ausstellung über Leben, Werk und Wirkung © Alexander Gurdon

Buchbesprechung:

Alexander Gurdon legt einen ausnehmend schönen „Katalog zur Ausstellung über Leben, Werk und Wirkung“ des Dmitri Schostakowitsch vor.

Alexander Gurdon: Schostakowitsch. Katalog zur Ausstellung über Leben, Werk und Wirkung.
Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch, ISBN 978-3-00-082445-6. 94 Seiten, 20 €.

von Brian Cooper

Das drastische Zitat in der Überschrift passt gut zu Dmitri Schostakowitsch (1906-1975), dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Alexander Gurdon, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund, hat zu diesem Anlass eine wunderbare kleine Ausstellung konzipiert und kuratiert, die zuletzt beim Konzert der Rotterdamer Philharmoniker im Foyer des Konzerthauses Dortmund zu sehen war und völlig zu Recht beim Publikum in der Pause sowie vor und nach dem Konzert großen Anklang fand. „Buchbesprechung: Alexander Gurdon/Schostakowitsch. Katalog
klassik-begeistert.de, 31. Oktober 2025“
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Die Wiener Symphoniker feiern ihren 125. Geburtstag

Petr Popelka © Amar Mehmedinovic / Musikverein Wien

Heuer sind die Wiener Symphoniker 125 Jahre alt geworden. Ochester und Chefdirigent Petr Popelka feiertern das in einem Festkonzert mit Werken von Richard Wagner, Maurice Ravel, Alban Berg und Wolfgang Amadeus Mozart.

Petr Popelka, musikalische Leitung
Wiener Symphoniker

Hanna-Elisabeth Müller, Sopran
Anna Vinnitskaya, Klavier

Musikverein Wien, Großer Saal, 29. Oktober 2025

von Dr. Rudi Frühwirth

Das Programm des Festkonzerts mag auf den ersten Blick etwas zusammengewürfelt wirken, doch zwei der vier Werke wurden vom Wiener Symphonie-Orchester, den Vorläufern der heutigen Wiener Symphoniker, im Großen Musikvereinssaal uraufgeführt: die Orchesterfassung von Alban Bergs Sieben frühen Liedern am 6. November 1928 mit der Solistin Claire Born, und Maurice Ravels Klavierkonzert für die linke Hand am 5. Jänner 1932 mit Paul Wittgenstein, für den Ravel das Konzert komponiert hatte. Beide Male stand Robert Heger am Dirigentenpult. „125 Jahre Wiener Symphoniker
Musikverein Wien, Großer Saal, 29. Oktober 2025“
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DIE FREITAG–PRESSE – 31. OKTOBER 2025

Hanna-Elisabeth Müller, Petr Popelka und die Wiener Symphoniker im Großen Saal des Wiener Musikvereins © Amar Mehmedinovic / Musikverein Wien

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG–PRESSE –
31. OKTOBER 2025

125 Jahre Wiener Symphoniker: Zum Geburtstag feinste Delikatessen
Die Wiener Symphoniker feierten ihr Jubiläum mit einem Konzert im Musikverein unter der Leitung des Chefdirigenten Petr Popelka
DerStandard.at

Dresden
Zwei Helden leben: Dieser Konzertabend ist ein besonderes Erlebnis
„Die Gefühle, die ich habe, wenn ich Wagner in Dresden, mit diesem Orchester in diesem Haus dirigiere, sind kaum in Worte zu fassen“. Daniele Gatti.   Diesen Worten ist nichts hinzuzufügen. Ergreifender wie an diesem Abend kann Wagner nicht musiziert werden! Die Sinfonische Suite wurde von Gatti aus verschiedenen Orchesterpassagen zusammengestellt. Siegfried begegnet uns in dieser Suite nicht nur als jugendlicher, unbeschwerter Held. Sein Leben, bis hin zum Tod, wird den Zuhörern eindrucksvoll nahe gebracht. Aber auch Brünnhilde und Wotan kommen zu Wort, bis schließlich Siegfried durch Hagen ermordet wird.
Von Henriette Müller
Klassik-begeistert.de

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Wenig Krieg und viele Pralinen bei den „Herbsttagen Blindenmarkt“

Der Schokoladensoldat – Martin Mairinger als Bumerli © Lukas Johann


Wenn Franziska Stürz und Stefan Frey, die Moderatoren des kleinen, feinen, sonntäglichen Operettenmagazins von BR Klassik, durch die Lande reisen und ihre „Operetten-Frösche“ verteilen, geht ein Raunen durch die Szene.

Welches Stück hat überzeugt und konnte die Idee von einer „gut gemachten, originellen und zeitgemäßen Operettenproduktion“ in diesem Monat am besten umsetzen? Seit 2016 vergibt der „Operetten-Boulevard“ diese Preise und der erste „Frosch“ der Saison 2025/26 erreichte im Oktober das Festival „Herbsttage“ im niederösterreichischen Blindenmarkt.

Oscar Straus und sein „Schokoladensoldat“ stehen von 3. bis 26. Oktober 2025 auf dem Programm der Herbsttage Blindenmarkt

DER SCHOKOLADENSOLDAT

Operette von Oscar Straus (Musik)
sowie Rudolf Bernauer und Leopold Jacobson (Libretto)

Fassung für die Herbsttage Blindenmarkt von Marcus Ganser (Regie und Bühnenbild) und Thomas Böttcher (Musikalische Leitung)

Kammerorchester Ybbsfeld
Konzertmeisterin  Ulla Obereigner 

Chor, Crew und Studio der Herbsttage Blindenmarkt

Premiere am 3. Oktober 2025
Livestream vom 26. Oktober 2025 (über YouTube abrufbar)

von Ralf Krüger

Es ist Krieg (in der Operette). Die Bulgaren kämpfen gegen die Serben. In der Villa des Bulgaren Popoff träumen Mutter Aurelia, Tochter Nadina und die Verwandte Mascha von ihren heldenhaften Männern an der Front, von den Schlachten, die sie schlagen. Da überrascht sie ein Mann, ein Flüchtling in serbischer Uniform, im Haus – und bittet einfach nur um ein Bett, um mal wieder schlafen zu können. „Der Schokoladensoldat, Operette von Oscar Straus
Livestream vom 26. Oktober 2025 (über YouTube abrufbar)“
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Ethel Smyth’ Liebeserklärung an den Deutschen Wald

 

Der Chor der Oper Wuppertal und das Sinfonieorchester der Stadt liefern unter Patrick Hahn eine mehr als nur solide Leistung ab, es gelingt eine atmosphärisch dichte Aufführung der spätromantisch geprägten Musik, die Lust auf weitere Werke der 1944 verstorbenen Komponistin macht.

Ethel Smyth
Der Wald

Chor der Oper Wuppertal
Sinfonieorchester Wuppertal
Patrick Hahn, musikalische Leitung

Cpo 555 650-2

von Peter Sommeregger

Das Werk der britischen Komponistin Ethel Smyth erfährt erfreulicherweise inzwischen auch außerhalb ihrer Heimat verstärkte Aufmerksamkeit. Smyth war eine markante Persönlichkeit, nebst vielem anderen auch Frauenrechtlerin und Pazifistin. „CD-Besprechung: Ethel Smyth, Der Wald
klassik-begeistert.de, 30. Oktober 2025“
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DIE DONNERSTAG–PRESSE – 30. OKTOBER 2025

Die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti während des Neujahrskonzerts 2025 im Großen Saal des Wiener Musikvereins.

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DIE DONNERSTAG–PRESSE –
30. OKTOBER 2025

Wien
Programm für Neujahrskonzert 2026 fixiert
Das Programm für das Neujahrskonzert 2026 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins wartet mit fünf Erstaufführungen auf, darunter zwei Werke von Komponistinnen. Das gaben die Wiener Philharmoniker am Mittwoch bekannt.
wien.orf.at

„DIE DONNERSTAG–PRESSE – 30. OKTOBER 2025“ weiterlesen

Zwei Helden leben: Dieser Konzertabend ist ein besonderes Erlebnis

Daniele Gatti ©  Anne Dokter

3. Sinfoniekonzert

Richard Wagner

Sinfonische Suite aus der Oper „Götterdämmerung“
Bearbeiter: Daniele Gatti

  1. „Morgendämmerung“
  2. „Siegfrieds Rheinfahrt“
  3. „Siegfrieds Tod und Trauermarsch“

Richard Strauss

„Ein Heldenleben“
Sinfonische Dichtung op. 40

  1. „Der Held“
  2. „Des Helden Widersacher“
  3. „Des Helden Gefährtin“
  4. „Des Helden Walstatt“
  5. „Des Helden Friedenswerk“
  6. „Des Helden Weltflucht und Vollendung“

Sächsische Staatskapelle Dresden
Musikalische Leitung: Daniele Gatti

Sächsische Staatskapelle Dresden, 27. Oktober 2025

von Henriette Müller

Sinfonische Suite „Götterdämmerung“

„Die Gefühle, die ich habe, wenn ich Wagner in Dresden, mit diesem Orchester in diesem Haus dirigiere, sind kaum in Worte zu fassen“.

Daniele Gatti

Diesen Worten ist nichts hinzuzufügen.
Ergreifender wie an diesem Abend kann Wagner nicht musiziert werden! „3. Sinfoniekonzert Wagner/Strauss
Sächsische Staatskapelle Dresden, 27. Oktober 2025“
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Wie Cello und Klavier zusammen singen

Krzysztof Michalski und Yanjun Chen in der Laieszhalle © Austin Tan

TEATIME CLASSICS

Krzysztof Michalski, Violoncello
Yanjun Chen, Klavier

Laieszhalle, Kleiner Saal, 25. Oktober 2025

von Jolanta Łada-Zielke

Der regnerische Herbstnachmittag in der Hansestadt wurde dank Krzysztof Michalski, dem polnischen Cellovirtuosen, und der chinesischen Pianistin Yanjun Chen aufgehellt, die in der Laieszhalle das Konzert „Mit dem Cello singen” am letzten Samstag gegeben haben. Beide sind erst Anfang zwanzig, haben aber bereits Preise bei renommierten Wettbewerben gewonnen:

Michalski beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und Chen bei der Santa Cecilia International Competition in Porto. „TEATIME CLASSICS Krzysztof Michalski, Violoncello
Laieszhalle, Kleiner Saal, 25. Oktober 2025“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 29. OKTOBER 2025

Tugan Sokhiev © Patrice Nin

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE –
29. OKTOBER 2025

Wien/Musikverein
Tugan Sokhiev ist der ideale Kandidat fürs Neujahrskonzert
Am 25. Oktober 1825 wurde Johann Strauss (Sohn) in Wien im 8. Bezirk, in der Lerchenfelder Straße 15, geboren. Und am Tag genau 200 Jahre später konnte man im Musikverein eine phantastische Referenz zu seinem Geburtstag erleben. Und so nebenbei erlebte man Maestro Sokhiev als idealen Dirigenten der Wiener Walzer- und Polkamusik, der sich damit die Eintrittskarte für die Neujahrskonzerte ausstellt. Dieses Geburtstagskonzert schaffte auch die Möglichkeit, die Wiener Philharmoniker bei einem Strauss-Konzert Abend abseits des Neujahrskonzertes zu erleben; und das mit einer speziellen Programmauswahl, die man so bisher noch nicht am 1. Jänner erleben konnte.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Pietro Rizzo dirigiert Beethoven und Musik aus Zarenreich und Sowjetunion

St.Gallen Tonhalle 
©  asavin-wikipedia

Alexander Borodin (1833-1887) / Eine Steppenskizze aus Mittelasien
Alexander Arutjunjan (1920-2012) / Konzert für Trompete und Orchester
Ludwig van Beethoven (1770-1827) / Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica

Sinfonieorchester St.Gallen
Pietro Rizzo / Dirigent
Markus Kuen / Trompete

Konzert und Theater St.Gallen, Tonhalle, 26. Oktober 2025

von Julian Führer

Die Tonhalle St.Gallen ist ein architektonisch reizvoller Bau des frühen 20. Jahrhunderts, der knapp 900 Zuhörern Platz bietet. Das dort ansässige Sinfonieorchester spielte ein abwechslungsreiches Programm, das seinen regionalen Schwerpunkt zunächst weit im Osten hatte.

Alexander Borodins Steppenskizze aus Mittelasien ist ein kurzes Werk, das einerseits in europäischen Traditionen steht: Das 19. Jahrhundert kennt etliche Naturschilderungen (Beethovens Symphonie pastorale, Webers Freischütz, Smetanas Moldau). Auf der anderen Seite ist das 19. Jahrhundert auch die Zeit der aufkommenden Nationalideen und des Patriotismus breiter Schichten. „Sinfonieorchester St.Gallen, Pietro Rizzo, Dirigent
Konzert und Theater St.Gallen, Tonhalle, 26. Oktober 2025“
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