SF 2024, WPH Riccardo Muti © Marco Borrelli
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 16. AUGUST 2026
Salzburg
Muti in Salzburg: Ein Verdi-Requiem für die Ewigkeit (Bezahlartikel)
Gewaltig und bewegend: Verdis Messa da Requiem unter Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern, dem Staatsopernchor sowie einem glänzenden Soloquartett, aus dem Tenor Michael Spyres sowie eine famose Sopranistin herausragten.
DiePresse.com
Salzburg
„Ich bin ein Künstler, nicht nur eine Stimme“
Bariton oder Tenor? Für Michael Spyres ist diese Frage längst zu eng. Bei den Salzburger Festspielen traf BR Klassik den amerikanischen Baritenor zum Gespräch über seinen Weg vom ländlichen Missouri auf die größten Opernbühnen der Welt, seine über 100 Opernrollen und die Verantwortung gegenüber dem Publikum.
BR-Klassik.de
Salzburg
Kritik Isabelle Faust und Bezuidenhout in Salzburg: Jubeln und Weinen mit Bach
Isabelle Faust ist eine Allround-Geigerin. Am Freitag trat sie bei den Salzburger Festspielen auf – mit Bach. Seit Jahren widmet sie sich verstärkt den Kompositionen des Barock-Genies und fand – was seine Sonaten für Geige und Cembalo angeht – in Kristian Bezuidenhout einen genialen Kammermusik-Partner.
BR-Klassik.de
Galaktischer Regie-Fail: Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen
Wenn auf der Erde erst mal alle Regiekonzepte durchgespielt sind, weichen wir eben ins All aus – das dürfte sich Regisseur Ersan Mondtag gedacht haben, als er Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen kurzerhand auf den Mars verfrachtet hat. Grundsätzlich klingt die Idee, dass ein steinreicher Mann ohne jegliches Gespür für Kunst ein dekadentes Fest am Mars veranstalten lässt und bei der Programmgestaltung kein “Nein” akzeptiert ja vielversprechend und in Anbetracht von Elon Musks SpaceX-Ambitionen keineswegs aus der Luft gegriffen. Allerdings bleibt die Umsetzung so diffus, dass jegliche Gesellschaftskritik verpufft und man sich fragt, was denn nun der Mehrwert dieser Interpretation sein soll
bachtrack.com/de
Aus dem Notenstapel einer Musikantin
An einem Abend Sir András Schiff, am darauffolgenden Yuja Wang – das ist nicht nur ein Verhältnis von Großvater zu Enkelin, es sind schier unterschiedliche Galaxien. Nicht nur, weil Schiff deutlich weniger Bein zeigt. Völlig andere musikalische Zugänge logischerweise, unvergleichbar.
DrehpunktKultur.at
Blind Date mit Klassikstar Yuja Wang in Salzburg: Lass Dich überraschen! (Bezahlartikel)
Mit einem verheimlichten Programm brachte Pianistin Yuja Wang nicht nur rasante Brillanz ins Große Festspielhaus.
SalzburgerNachrichten.at
Vernünftig. Leidenschaftlich. Großartig.
Isabelle Faust und der südafrikanisch-australische Cembalist, Pianist und Dirigent Kristian Bezuidenhout. Man höre „vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten“ – an diesen bekannten Ausspruch Goethes über das Streichquartett fühlte man sich an diesem 14. August im Mozarteum erinnert. Isabelle Faust und Kristian Bezuidenhout spielten Bach.
DrehpunktKultur.at
Valery Tscheplanowa: Der Teufel kam zur Privataudienz in die Salzburger Stiftskirche St. Peter (Bezahlartikel)
Mephisto kam in die St.-Peter-Stiftskirche. Valery Tscheplanowa sprach bei den Emporengesprächen über das Böse, die Angst und die Magie der Einfachheit.
SalzburgerNachrichten.at
König Carl Gustaf und Königin Silvia stürmen Salzburger Festspiele
Wenn Royals in Salzburg vorfahren, wird der Teppich vor dem Großen Festspielhaus gleich ein Stück glanzvoller: König Carl Gustaf (80) und Königin Silvia (82) haben sich zum Abschluss ihres Aufenthalts in der Mozartstadt einen Opernabend bei den Salzburger Festspielen gegönnt. Auf dem Programm stand „Carmen“ mit den Weltstars Asmik Grigorian und Jonathan Tetelmann – und das schwedische Königspaar lieferte davor den passenden Auftritt.
MuenchnerMerkur.de
Innsbruck
Das Weltgetümmel von Innsbruck
Zur Feier ihres 50-Jahre-Jubiläums zeigen die Festwochen der Alten Musik die barocke Mammut-Oper «Il pomo d’oro» von Pietro Antonio Cesti – erstmals seit 350 Jahren wieder vollständig. Zwei Tage dauert das überbordende Spektakel. Lohnt sich das?
NeueZuercherZeitung.ch
Grafenegg
Klassikfestival Grafenegg: Wegweisende Werke zum Jubiläum
Rudolf Buchbinder eröffnete am Freitag die 20. Ausgabe – und die letzte, die der Star-Pianist als Leiter verantwortet.
Kurier.at
Linz
Brucknerhaus-Affäre Linz: OLG bestätigt Entlassung von Kerschbaum
Die Berufung von Dietmar Kerschbaum blieb erfolglos, seine Entlassung war laut Oberlandesgericht (OLG) Linz gerechtfertigt. Die Entlassung des Geschäftsführers der Linzer Veranstaltungsgesellschaft LIVA, Dietmar Kerschbaum, war laut dem Oberlandesgericht (OLG) Linz gerechtfertigt. Dessen Berufung gegen ein Teilurteil des Landesgerichts hatte keinen Erfolg. Auch das OLG kam zu der Entscheidung, dass der Kläger „seine Pflichten als Geschäftsführer verletzt“ und dadurch das Vertrauen der LIVA „nachhaltig erschüttert“ habe, hieß es am Freitag.
DerStandard.at
Mörbisch
Alfons Haider: Der Tag eines Festspielintendanten
Der Generalintendant öffnete für die „Krone“ nicht nur die Tür zu seiner wunderschönen Wiener Wohnung, sondern auch zu seinem derzeit ziemlich turbulenten Alltag. Zwischen Frühstück, Telefon-Marathon, Schloss Tabor und Mörbisch im Burgenland bleibt kaum eine Minute ungenutzt.
krone.at
Bayreuth
Wagner wirkt bei Kindern oft Jahre später nach (Bezahlartikel)
Die Kinderoper bei den Bayreuther Festspielen beweist: Sie berührt die Kleinsten, ohne dass sie erklären können, warum. Wir brauchen genau solche Räume für rätselhafte Erfahrungen.
FrankfurterAllgemeine.net
Edinburgh
Mazzolis Oper The galopping cure beim Edinburgh Festival uraufgeführt
Das Edinburgh International Festival hat die neue Oper „The galopping cure“ der amerikanischen Komponistin Mizzy Mazzoli uraufgeführt, in der es um den jüngsten realen Opioid-Skandal in den USA geht. Hunderttausende Patienten starben in den vergangenen 20 Jahren an überdosierten Schmerzmitteln. Mazzoli selbst verlor mehrere Familienmitglieder. Ein aktuelles politisches Drama und ein ungewöhnlicher Opernstoff. Und eine noch ungewöhnlichere Inszenierung.
Klassikinfo.de
Feuilleton
Der Weg der Gnade: Zwei Opern über den Heiligen Franziskus
Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ gehört zum festen Repertoire der Opernhäuser. Die Franziskus-Oper seines Lehrers Charles Tournemire wurde hingegen erst kürzlich wiederentdeckt. Beide möchten das Publikum in einen geistlichen Prozess einbeziehen.
herder.de
Jubiläum
Heftig trampeln, um die Welt zu ändern: Thesen zu Brechts 70. Todestag
Der Dichter und Theaterreformer Bertolt Brecht wird immer weniger gelesen und aufgeführt. Dabei täte uns allen die Besinnung auf seinen Humanismus gut
DerStandard.at
Tonträger
Simone Kermes: Pop, barock (Bezahlartikel)
Die Sopranistin Simone Kermes pfeift auf gutbürgerlichen Geschmack. Ihr neues Album „La Luce“ mixt Mozart mit Morricone und stößt dabei in avantgardistisches Singen vor.
FrankfurterAllgemeine.net
Wedding
Chöre im Atze Musiktheater im Wedding: Vier Stimmen für den Weltrekord gesucht
Fünf Tage und fünf Stunden lang soll im ATZE Musiktheater ohne Unterbrechung gesungen werden. Für den Weltrekordversuch im September sucht der Chorverband Berlin noch kleine Gruppen, die vor allem nachts die Bühne übernehmen.
weddingweiser.de
Links zu englischsprachigen Artikeln
Pesaro
Fizzing farce: La scala di seta revived at the Rossini Opera Festival
bachtrack.com/de
Lissabon
Lisbon Operafest 2026 Review: Turandot
The Ice Princess comes to Lisbon and a Requiem for Liù
operawire.com
London
Review: Tchaikovsky, Child of Glass, Opera Holland Park
everything-theatre.co.uk
Airborne: Gustavo Dudamel and the LA Phil fly at the BBC Proms
bachtrack.com/de
BBCSO/Gaffigan review – all-American evening of sleek grooves and edge-of-seat Barber
TheGuardian.com
Edinburgh
Beth Taylor triumphs in her Edinburgh International Festival debut
bachtrack.com/de
Charlottesville
Bravo, Figaro! Il barbiere di Siviglia at Charlottesville Opera
operatoday.com
Washington
Lead balloon
At Wolf Trap Opera, a season-closing Tosca is weighed down by an incoherent setting during Italy’s Anni di piombo.
parterre.com
Cleveland Orchestra spends a night at the opera (review)
Russell Thomas, Latonia Moore and John Fiore brought „elegant, communicative“ singing and melody to „A Night at the Opera.“
cleveland.com
Santa Fe
Rodelinda Rocks and Rules in Santa Fe
operatoday.com
San Francisco
Da capo days of summer
San Francisco goes baroque with performances of Handel’s Alcina, Tolomeo, and Rinaldo.
parterre.com
SIMON BOCCANEGRA To Open San Francisco Opera’s 26/27 Season
Performances will take place September 12, 16, 19, 22, 25 and 27.
broadwayworld.com
Obituary
Soprano Jill Gomez Dies at 83
operawire.com
Sprechtheater
Mödling/NÖ
Sex und Crime und Kaiserschmarrn: „Horrible Habsburger!“
Das Theater im Bunker in Mödling zeigt diesen August wieder die Habsburger in all ihren Absurditäten. Wahnsinnige Königinnen, Urkundenfälscher, lesbische Erzherzoginnen und Kaiser, die im Papierkorb durch die Hofburg rollen: Das Theater zum Fürchten nimmt in der Wiederaufnahme von „Horrible Habsburger! Sechshundert Jahre Sex & Crime & Kaiserschmarrn“ bis Ende August das altehrwürdige Kaiserhaus erneut auf den Arm.
Kurier.at
Sport
Birmingham
„Unsportlich!“ EM-Pechvogel bereut Rundumschlag. Sie ging auf Landsfrau los
Auf den schrecklichen EM-Abend folgte ein aufsehenerregendes Interview und jetzt die Reue! Leichtathletin Lea Meyer hat sich auf Instagram zu Wort gemeldet und sich für heftige Aussagen entschuldigt, die sie nach ihrem dramatischen Sturz im Finale über 3000 Meter Hindernis, getätigt hatte. Der Sieg ging an ihre Landsfrau Gesa Krause, was bei Meyer aber offenbar noch mehr Frust ausgelöst hatte. Denn im „ZDF“-Interview holte die 28-Jährige zu einem Rundumschlag aus. „Es ist einem ja bewusst, dass Gesa keinen Meter etwas machen wird. Die sitzt es immer aus und rennt dann hinten raus“, fauchte Meyer in Richtung Goldmedaillen-Gewinnerin.
krone.at
Politik
Österreich
„Krone“-Kommentar: Nach neuer Umfrage müssen Alarmglocken schrillen
Wovon träumt man im Sommer? Von Erholung, Kräftesammeln für den Herbst durch schöne Momente im Juli und August. Die sind den Spitzen der Regierungsparteien heuer kaum gegönnt, viele werden sagen: Sie hätten es sich auch nicht verdient. Zu viel haben sie vermurkst. Von der Wehrpflichtverlängerung bis zum ORF, der Klimapolitik bis zur Dürrehilfe. Und jetzt kommen wieder neue schlechte Nachrichten. Nach erschreckend schlechten bundesweiten Meinungsumfragen vor dem Sommer liefert die „Krone“ nun eine Umfrage, deren Ergebnisse Sprengstoff bergen: Würde jetzt in der seit 2024 von der FPÖ regierten Steiermark gewählt, würden die Blauen in lichtere Höhen als je zuvor abheben, während ihr Juniorpartner ÖVP unter 20 Prozent kippen und sich mit der SPÖ um Platz 2 bzw. 3 duellieren würde.
krone.at
Österreich
Der eigentliche Fehler von Kanzler Stocker war seine Entschuldigung
Der Bundeskanzler sagt einen verunglückten Satz und das halbe Land fällt über ihn her. Eine Posse, die viel über Österreich und noch mehr über die ÖVP verrät.
DiePresse.com
Wirtschaft
Österreich
Leistungsdruck steigt: Industrie würde gerne zwei Feiertage streichen
Mit 13 gesetzlichen Feiertagen liegt Österreich im Spitzenfeld. Nur Spanien und Portugal sind mit 14 Tagen vor uns. In Deutschland gibt es bundesweit überhaupt nur neun Feiertage. Der Präsident der IV-Niederösterreich, Kari Ochsner, sieht darin einen klaren Wettbewerbsnachteil für Österreich und spricht sich – just zum Feiertag am Samstag – für eine Reduktion aus. Aus der Wirtschaft kam zuletzt auch die Forderung nach Sonntagsöffnungen.
krone.at
Wetter
Neue Prognose
Sommer vorbei? ORF-Experte Wadsak lässt aufhorchen
Am Montag erfasst die Wetteränderung schließlich große Teile des Landes. „Am Montag wird es im Großteil Österreichs regnen. Die Temperaturen gehen auch zurück.“ Damit endet vorerst die extreme Hitzephase der vergangenen Tage.
oe24.at
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Unter’m Strich
Ceuta
Grenze massiv gesichert: Stacheldraht gegen den Sturm – Alarmstufe Rot in Ceuta
Nach Aufrufen zu einer neuen Massenüberquerung wurden die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta deutlich verschärft. In sozialen Netzwerken war tagelang zu gemeinsamen Grenzübertritten am 15. August aufgerufen worden. Am Samstagvormittag blieb die Lage am Grenzübergang allerdings ruhig. Ein Reporter vor Ort sowie der spanische öffentlich-rechtliche Sender RTVE und weitere Medien berichteten von keinen größeren Zwischenfällen. Die Behörden beider Länder sind dennoch mit einem großen Sicherheitsaufgebot im Einsatz.
heute.at
Rutzendorf/NÖ
Gemeinde legt sich quer: Feuerwehr bleibt auf Kosten für Fahrzeug sitzen
Statt eines teuren Neuwagens kaufte die Feuerwehr Rutzendorf (Niederösterreich) ein 25 Jahre altes Einsatzfahrzeug. Mehr als 100.000 Euro zahlten die Florianis selbst. Obwohl sie der Stadt damit ein Vermögen sparen, warten sie bis heute auf Unterstützung. Nun prüft sogar die Volksanwaltschaft den Fall.
krone.at
INFOS DES TAGES (SONNTAG, 16. AUGUST 2026)
INFOS DES TAGES (SONNTAG, 16. AUGUST 2026)
Quelle: onlinemerker.com
15.8. 2026, Salzburg Großes Festspielhaus Verdi: Messa da Requiem
Ein zyklopischer Gottesbeweis

Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker © Marco Borrelli / Salzburer Festspiele
Es ist eine lange gelebte Tradition, dass sich am Marienfeiertag der letzte, noch umfassend aktive Maestro im Großen Festspielhaus – zur Krönung der Festspielsaison quasi – gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern ein Stelldichein gibt, und dabei nicht kleckert, sondern klotzt, also Großwerke zur Aufführung bringt. So war es diesmal Verdis Messa da Requiem, das unter der Leitung von Riccardo Muti die feiertäglich ausgeruhten Ohren der Festspielhausbesucher erfreute.
Und er lässt von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er der letzte Titan unter seinesgleichen ist, der mit immer autoritär-unmissverständlicher Geste, keinesfalls verschämt, Orchester, Chor und Solisten zu ihren Einsätzen und der von ihm gewünschten Dynamik, Phrasierung und Expressivität dirigiert und begleitet.
Dass eine besondere Beziehung zwischen ihm und dem Orchester besteht, ist nicht nur kein Geheimnis, sondern bei jeder Note hör- und fühlbar. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich sein Zugang verändert, früher mit mehr Leichtigkeit, gefühlt schnelleren Tempi, mehr Focus auf den Duktus, jetzt nunmehr stark, dramatisch, ehern, fast zornig, jedenfalls gottesfürchtig, aber doch aufbäumend …
Zum Konzertbericht von Sabine Längle
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Ein Wort des Widerspruchs aus Bayreuth. Von Univ.Prof. Dr. Peter Reichl

Univ.Prof. Dr. Peter Reichl
Peter Reichl (* 1967) ist ein deutscher Informatiker. Seit 2013 ist er Professor für Informatik und Leiter der Forschungsgruppe „Kooperative Systeme (COSY)“ an der Universität Wien.
Zudem ist Peter Reichl ausgebildeter Sänger und Pianist, sogar Dirigent!
Liebe Merkerinnen und Merker,
jetzt muss ich doch einmal kurz in die Debatte um den KI-Ring eingreifen und dem Gros der Rezensionen aufs Energischste widersprechen: Ich finde es großartig, dass ich (und immerhin ein paar tausend Zeitgenossen) Zeuge dieses KI-Rings werden dürfen, denn noch nie und nirgends wurden die kümmerlichen Grenzen Künstlicher Intelligenz so deutlich und buchstäblich am eigenen Leib spürbar vorgeführt wie hier. Das szenische Elend, das man hier geboten bekommt, liegt eben nicht daran, dass die KI etwa noch am Anfang stünde oder nicht passend eingesetzt würde oder man an diversen Parametern noch weiter herumschrauben sollte – nein: Was wir hier sehen, ist schlichtweg das, was KI kann und was sie ausmacht: ein sich immer weiter durch den Fleischwolf irgendwie beliebig scheinender Daten drehendes Panoptikum von (noch dazu meist unscharfen) Bildern, welches sich kauderwelschartig entlang von Assoziationen hangelt, die sich auf komplett logische Weise aus einem wahrscheinlichkeitsgetriebenen Algorithmus ergeben, aber uns Menschen allein dadurch noch keinerlei Mehrwert liefern. Im Gegenteil: da in der ewigen Wiederkunft des morphenden Immergleichen nicht einmal eine zaghafte Spur von Rhythmus zu entdecken ist, sondern sich ständig und unerbittlich alles in alles verwandelt, verbiegt, verschwimmt, schafft die KI sogar, was kaum jemandem vorher vergönnt war: die genial angelegte musikalische Architektonik des Ring (noch dazu in einer so großartigen Umsetzung wie der durch Christian Thielemann) nachhaltig zu erschüttern, ja wieder und wieder sogar zu versenken. Damit nicht genug: deutlich wie nie sehen wir hier, dass eine KI eben nicht nur manchmal halluziniert, sondern ständig, immer und überall, und wenn wir dem Produkt ihrer verzweifelten Bemühungen auch nur irgendeinen Sinn zuschreiben wollen, dann bleibt uns nichts anderes übrig als sich ihr schlichtweg auszuliefern und entlang der Linien zu denken, die sie uns vorgibt (früher hätte man so etwas wohl Gehirnwäsche genannt). Für jemanden, der sich schon fast 40 Jahre lang gleichermassen mit den informatischen wie musikalischen Grundlagen des hier Vorgeführten intensiv beschäftigt und dabei zugleich stets von der Frage nach zugehöriger politischer und sozialer Relevanz getrieben wird, erfüllt sich so ein Traum: Nie wohl war Musiktheater nützlicher, um uns im Verständnis einer zentralen gesellschaftlichen Frage hilfreich unter die Arme zu greifen. In diesem Ring offenbart sich KI in ihrem Wesen, in dem, was ihre Welt im Innersten zusammenhält, und insofern ist das Erstaunen des Kurators Marcus Lobbe über den Schwall vernichtender Kritik
(https://www1.wdr.de/nrw/dortmund/wagner-festspiele-ki-kritik-100.html)
nur allzu folgerichtig. KI zeigt sich nicht etwa als Nachahmung oder Simulation menschlicher Intelligenz, wozu man sie im Gefolge Alan Turings so gerne machen würde, und schon gar nicht als etwas mit dem Verdacht auf eigenständiges Bewusstseins, sondern als ein Mechanismus ganz eigener Natur, der für bestimmte Anwendungen unendlich hilfreich sein kann (wenn man weiss, was man tut), wozu aber alles, was mit Kunst und Kreativität zu tun hat, nicht gehört. Das an einem Beispiel jenseits der landauf, landab üblich gewordenen Erzeugung mehr oder weniger aussageloser Textkreation aufgezeigt zu haben ist das bleibende Verdienst dieser Produktion, wofür ihr ewiger Lorbeer gebührt. Danke, Bayreuth!!!
Danke, Bayreuth!!!
Herzlichst,
Univ.Prof. Dr. Peter Reichl
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Grafenegg Festival 2026 eröffnet

Am ausverkauften Wolkenturm eröffneten am 14. August 2026 Rudolf Buchbinder, der Wiener Singverein, die Wiener Chormädchen, Nikola Hillebrand, Nicholas Phan, Germán Olvera und das Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Cristian Măcelaru das 20. Grafenegg Festival vor begeistertem Publikum. Bis 6. September gastieren in Grafenegg erneut zahlreiche Spitzenorchester und Stars der Klassikwelt.
(Grafenegg, 14. August 2026) Festival-Leiter Rudolf Buchbinder begann den Abend allein am Flügel mit den ersten Takten der «Chorfantasie», bevor das Philharmonia Orchestra London und der Wiener Singverein unter der Leitung Cristian Măcelarus einstimmten und der erste Teil des Abends hymnisch endete. Nach der Pause brachten unter Măcelarus Leitung der Wiener Singverein, das Philharmonia Orchestra, die Sopranistin Nikola Hillebrand, der Tenor Nicholas Phan, der Bariton Germán Olvera und die Wiener Chormädchen Carl Orffs populäre «Carmina Burana» zur Aufführung. Nach diesem ebenso festlichen wie klanggewaltigen Auftakt der Festivalsaison versammeln sich bis zum 6. September erneut zahlreiche internationale Spitzenensembles und Künstler:innen in Grafenegg. Im Jubiläumsjahr gastieren u.a. das Royal Concertgebouw Orchestra mit Santtu-Matias Rouvali, das Rotterdam Philharmonic Orchestra und die Münchner Philharmoniker mit Lahav Shani, das Bayreuther Festspielorchester mit Pablo Heras-Casado, die Wiener Philharmoniker mit Tugan Sokhiev, das European Union Youth Orchestra mit Gustavo Gimeno, das Danish National Symphony Orchestra mit Fabio Luisi, das Mahler Chamber Orchestra, die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mit Fabien Gabel, Domingo Hindoyan und Brad Lubman sowie zum Festivalabschluss das Orchestra Giovanile Luigi Cherubini mit Riccardo Muti. Stars wie Martha Argerich, Piotr Beczała, Rudolf Buchbinder, Gautier Capuçon, Eric Cutler, Joyce DiDonato, Sergei Dogadin, Martin Fröst, Asmik Grigorian, Julia Hagen, Alexandre Kantorow, Camilla Nylund, Víkingur Ólafsson, Andreas Schager, Jordan Shanahan, Nikolaj Szeps-Znaider, Miina-Liisa Värelä, Yuja Wang, Jörg Widmann und Georg Zeppenfeld bereichern als Solist:innen das 20. Grafenegg Festival.
Composer in Residence ist 2026 Olga Neuwirth, deren Rhapsodie für Klarinette mit Orchester «Zones of Blue» am 21. August die österreichische Erstaufführung erlebt. Darüber hinaus leitet Neuwirth den Composer-Conductor-Workshop Ink Still Wet, der Grafeneggs Engagement für zeitgenössisches Musikschaffen und die Förderung junger Komponist:innen auch im Jubiläumssommer bekräftigt.
Die Eröffnung des Grafenegg Festival wurde am 14. August 2026 live zeitversetzt auf ORF 2 übertragen. Die Konzerte des Grafenegg Festival werden als Green Events durchgeführt. Das Engagement für Nachhaltigkeit zeigt sich unter anderem in Maßnahmen zur umweltfreundlichen Anreise, regionalen Wertschöpfung, Barrierefreiheit und einem möglichst verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren, deren Unterstützung das Grafenegg Festival in dieser Form ermöglicht. Generalsponsor ist Raiffeisen Niederösterreich-Wien, Zukunftspartnerin ist OMV. Hauptsponsoren sind Agrana, EVN, Österreichische Lotterien, Münze Österreich, voestalpine und Volkswagen mit unserem Mobilitätspartner, dem Autohaus Birngruber, die einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieses kulturellen Highlights leisten.
WEITERE INFORMATIONEN
Sendehinweise:
Freitag, 14. August 2026, live zeitversetzt ab 22.30 Uhr, ORF 2
Sonntag, 16. August 2026, ab 20 Uhr, Radio Niederösterreich
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Bayreuth: Droge. Wagner. Parsifal!
Jay Scheibs „Parsifal“ zwischen Gralsmysterium und Wunderdroge – szenisch nicht immer erhellend, musikalisch ein berauschendes Fest, das süchtig macht

Andreas Schager © Enrico Nawrath / Bayreuther Festspiele
Bayreuther Festspiele 2026 – Vorstellung vom 10. August 2026
„Weißt du, was du sahst?“, fragt Gurnemanz Parsifal am Ende des ersten Aufzugs. Und so ähnlich wie Parsifal ging es mir an diesem Nachmittag im Bayreuther Festspielhaus stellenweise auch. Man sieht in Jay Scheibs „Parsifal“ so einiges – und weiß doch nicht immer genau, was man da eigentlich gesehen hat.
Parsifal hat gerade das Mysterium des Grals erlebt. Er hat Amfortas leiden sehen, die Enthüllung des Grals und jene merkwürdige Zeremonie, die der Gemeinschaft neue Lebenskraft spendet, für den verwundeten Gralskönig jedoch zur Qual wird. Als Gurnemanz ihn fragt, was er gesehen habe, antwortet Parsifal nicht. Er greift sich an die Brust. Er hat offenbar etwas begriffen, nur nicht mit dem Kopf.
Doch Gurnemanz reicht das nicht. Gurnemanz ist hier der Gelehrte, Historiker, Lehrer, vielleicht auch der typisch protestantische, wissenschaftlich-akademische Mensch, der sich die Welt über Wissen, Worte, Ordnung und Verstand erschließt. Er führt die jüngeren Brüder in die Geschichte der Gemeinschaft ein und übersieht dabei ausgerechnet das, was in Parsifal längst angelegt ist.
Denn dieser junge Mann hat zwar gerade mit Pfeil und Bogen einen Schwan erschossen – „Im Fluge treff’ ich, was fliegt!“ -, zeigt aber schon früh erstaunliche Empathie. Als er ein junges Gemeindemitglied versehentlich umstößt, umarmt er es. Auch dem verwundeten Amfortas nähert er sich mit sichtbarem Mitgefühl. Gurnemanz erkennt dieses Potenzial nicht. Weil Parsifal nicht mit Worten erklären kann, was er gesehen hat, hält er ihn für einen Toren und wirft ihn hinaus: „Lass du hier künftig die Schwäne in Ruh’ und suche dir, Gänser, die Gans!“…
Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/bayreuth-festspielhaus-parsifal-zwischen-gralsmysterium-und-wunderdroge/
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LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL: *DER GÖTTERGATTE*. EINE NOVITÄT VON GESTERN BEIM LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL 2026

Franz Lehar um 19oo
| Das Lehár Festival brachte dieses hinreißende Kleinod halbszenisch erstmals am 14. August 2026 auf die Bad Ischler Bühne.
DER GÖTTERGATTE ist eine seltene Perle des Operettenrepertoires, eine Kuriosität. Mit leichtfüßigem Witz und Lehárs musikalischem Esprit vergreifen sich hier der Komponist und seine Librettisten an der griechischen Mythologie. Die Uraufführung 1904 wurde umjubelt. Auf der Suche nach einer spektakulären Geschichte für ein neues Theaterstück spricht Theaterdirektor Mäandros bei Gottvater Jupiter höchst persönlich vor. Dieser ist schnell überzeugt – er will den Stoff für die Theatersensation selber erleben und mischt sich mit Merkur heimlich unter die Sterblichen, nur um letztendlich von keiner geringeren als seiner eigenen Gattin Juno verführt zu werden. DER GÖTTERGATTE – ein vergnügliches Gefühlschaos, umrahmt von Lehárs berührenden, einfallsreichen Kompositionen. Weitere Termine: https://www.leharfestival.at/spielplan/ |
Matjaž Stopinšek & Franz Lehár-Orchester
© www.fotohofer.at
Operette von Franz Lehár
Libretto von Victor Léon und Leo Stein
Spielfassung von Paul Schweinester
LEADING TEAM
Musikalische Leitung: Marius Burkert
Inszenierung: Paul Schweinester
Choreografie: Katharina Glas
Kostüme: Peter Plaschek
Choreinstudierung: Matthias Schoberwalter
Korrepetition: Matthias Maier
Regieassistenz & Abendspielleitung: Daniel Valero
Inspizienz: Astrid Nowak
IN DEN ROLLEN
Jupiter: Matjaž Stopinšek
Juno: Cinzia Zanovello
Sosias: Lukas Karzel
Merkur: Gerd Vogel
Charis: Eva Schöler
Mäandros: Thomas Enzinger
Alkmene: Carina Tybjerg Madsen
Amphitryon: Martin Lechleitner
Thalia: Nina Jakovljević
Polyhymnia: Sorina Florina Neacșu
Terpsichore: Fiona Mantovan
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Neue CD von GRAMOLA. Winter & CO: Richard Strauss: AUS ITALIEN – Lieder für Sopran und Orchester. Joo-Anne BITTER, Münchner Rundfunkorchester, RémyBallot
