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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 29. JANUAR 2026
Wien
Und wieder einmal rettet Otto Schenk den Opernabend (Bezahlartikel)
Eine durchschnittliche Aufführung von „L’elisir d’amore“ an der Staatsoper brachte mehrere Rollendebüts. Er zupfte an der Krempe seines Huts herum, drehte ihn ungeschickt in den Händen – und wusste scheinbar nicht, wohin er zuerst blicken sollte: Gleich die ersten Minuten der Oper „L’elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti gaben am Dienstagabend in der Wiener Staatsoper eine Kostprobe der Darstellungskunst von Edgardo Rocha. Der Tenor, der in der Rolle des Nemorino erstmals am Haus zu sehen war, war derart überzeugend in seiner Unbeholfenheit und Unsicherheit, dass man seine Figur sofort liebgewann (hier auch ein Kompliment an jene, die Otto Schenks Inszenierung stets einstudieren).
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