Die MITTWOCH-PRESSE – 25. MÄRZ 2020

Die MITTWOCH-PRESSE – 25. MÄRZ 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 25. MÄRZ 2020
Foto: Luisa Miller – Salzburger Festspiele 2019, Plácido Domingo; © SF/Marco Borrelli

Können Salzburger Festspiele und Wiener Festwochen stattfinden?

Noch gibt es keine Absagen, auch Impulstanz hält am Termin fest. Indes werden Alternativszenarien überlegt
Der Standard

Burgenland
Seefestspiele Mörbisch und Oper im Steinbruch abgesagt
Auch Schloss-Spiele Kobersdorf, Jopera und Liszt-Festival finden nicht statt.
Wiener Zeitung

Österreich
Alle Häuser: Bundestheater melden 2.176 Mitarbeiter zur Kurzarbeit an
Die Einnahmeneinbußen betragen 1,3 Millionen Euro pro Woche, die Dauer der Schließung ist nicht absehbar
Der Standard

Linz/ Landestheater
Corona: Pro Monat 1 Million Euro Verlust
Oberösterreichische Nachrichten

DTKV fordert ein zunächst auf sechs Monate begrenztes Grundeinkommen für alle KSK-Mitglieder in Höhe von € 1.000,–
Der Deutsche Tonkünstlerverband, der Berufsverband für Musikberufe mit ca. 9.000 Akteuren im Musikbereich, Soloselbständigen wie Komponisten, Instrumental- und Gesangsinterpreten, Musikpädagog*innen, Honorarlehrkräften und Lehrbeauftragten, Tontechnikern etc. warnt ausdrücklich vor dem bevorstehenden Kollaps der Kultur- und Kreativszene durch massive Verdienstausfälle in dieser Branche.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Berlin/ Staatsoper
Der wirtschaftliche Schaden wird enorm sein
Berliner Morgenpost

Was bewegt Klassikliebhaber angesichts von Krankheit und Tod? Teil 2: Die Oper nach Corona
Wir opfern keine Menschen. Wir werden hingegen aufgerufen Opfer zu bringen, Verzicht zu üben. Die Milliarden, die unserem (Staats)Haushalt fehlen, können nur mit Sparsamkeit und Zurückstecken liebgewordener Gewohnheiten hereingebracht werden. Jedes Ministerium muss seinen Beitrag leisten und jeder Minister („Diener“) läuft Gefahr, dass ihm vom Volk keine Kränze geflochten werden. Vielleicht von der Nachwelt. Das betrifft allerdings auch die nächstuntere Etage. Die neuen Direktoren der österreichischen Bundestheater, seien sie bereits im Amt oder knapp vor ihrem Antritt, stehen vor einer schweren Aufgabe. Was an Einsparungen biete ich als meinen sozialen Beitrag? Welche Einschränkungen muss ich als Opernliebhaber mittragen?
Klassik-begeistert

Graz
Musikverein für Steiermark trotzt Krise: Livemusik für die Zeit nach der Krise
Chick Corea, Cecilia Bartoli, Hubert von Goisern, Elina Garanca: Mitten in der Krise präsentiert der Musikverein Graz die Saison 20/21. Und trotzt Corona noch auf andere Arten.
Kleine Zeitung

Opernsängerin Anna Prohaska gibt Gratisvorstellung auf ihrem Balkon in Berlin
An diesem Wochenende hätte „Idomeneo“ in der Berliner Staatsoper Premiere feiern sollen. Wegen Corona wurde daraus nichts, zur Enttäuschung des Publikums und auch der Besetzung. Eine der Sängerinnen trat am Samstag spontan doch noch auf – auf ihrem Balkon.
https://www.rbb24.de/kultur/thema/2020/coronavirus/av12/video

Wien/ Theater an der Wien
Christoph Waltz inszeniert „Fidelio“: Kompromiss in der Kühlzone
Münchner Merkur

Kann Christoph Waltz auch Oper?
Die Welt.de

CD-Besprechung
Reif, altersweise und trotzdem feurig: Herbert Blomstedt dirigiert Mozart
Der In Amerika geborene Schwede Herbert Blomstedt ist heute der Doyen unter den Internationalen Dirigenten. Es ist aber keineswegs nur sein rekordverdächtiges Alter von mittlerweile 92 Jahren, das Blomstedt zu einer Ausnahmeerscheinung macht. Wer auch nur einmal den Dirigenten am Pult eines der großen Orchester beobachtet, wird Zeuge eines emphatisch geführten Dialoges zwischen den einzelnen Musikern und dem– zumeist ohne Taktstock dirigierenden – Kapellmeister. Mit seinen Händen scheint Blomstedt die musikalischen Linien eines Stückes gleichsam in den Raum zu schreiben, lesbar für jeden, der ihm folgen will.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin.
Klassik-begeistert

CD
Emotionale Tiefen in Basslage
Eine CD kaufen gehen? Geht leider gerade nicht. Wir haben den Salzburger CD-Händler Andreas Vogl gebeten, unseren Leserinnen und Leser einige seiner Lieblings-CDs vorzustellen. Die gute Nachricht: Man kann diese CDs auch gleich bei ihm bestellen.
Heute empfiehlt er: Ildar Abdrazakov singt Bass-Arien
Drehpunktkultur

„Mephistophele“ aus München auf DVD
Wiener Zeitung

Welche Kulturangebote man trotz Coronavirus erleben kann
Deutschlandfunk.de

Woody Allens Autobiografie überraschend erschienen
Tagesspiegel

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Free opera and classical for watching at home: our critics‘ top picks
The Guardian

Boston Lyric Opera’s Shuttered NORMA to Stream For Free Starting Sunday
https://www.broadwayworld.com/boston/article/Boston-Lyric-Operas-Shuttered

Glasgow
Coronavirus: Scottish Opera mobilises set transporter trucks to help supermarket supply chain
https://www.thestage.co.uk/news/2020/coronavirus-scottish-opera-mobilises-set

New York
New York Philharmonic Cancels Season Because of Coronavirus
The New York Times

Mercury Opera 2020 Review: La Boheme
https://operawire.com/mercury-opera-2020-review-la-boheme/

Feuilleton
Italy and Opera in the Time of Coronavirus
https://www.wqxr.org/story/italy-opera-time-coronavirus/

Film/ TV

„Asterix“-Zeichner Albert Uderzo gestorben
Der französische Comiczeichner führte gemeinsam mit Texter René Goscinny die Geschichten rund um einen unbeugsamen Gallier zum Welterfolg
Der Standard

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Unter’m Strich

Berlin
Chefarzt im Interview : „Es kommen viel weniger Corona-Fälle als befürchtet“
Ralf Langhoff ist leitender Mediziner am Sankt-Gertrauden-Krankenhaus in Berlin. Er spricht über die Ausstattung der Isolierstationen, fehlende Schutzmasken und die Ruhe vor dem Ansturm.
Frankfurter Allgemeine

Wir brauchen langsam eine Exitstrategie
Das Virus bleibt uns länger erhalten, als wir wirtschaftlich schaffen.
https://www.diepresse.com/5790029/wir-brauchen-langsam-eine-exitstrategie

Deutschland
„Muttis“ Küchenkabinett
Ob der Proviant notfalls für 14 Tage Heimquarantäne für einen Zweipersonenhaushalt reicht?
https://www.diepresse.com/5789536/muttis-kuchenkabinett

Texas-Vizegouverneur: „Großeltern sind bereit, für Enkel zu sterben“
https://www.krone.at/2123174

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 25. MÄRZ 2020)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 25. MÄRZ 2020)
Quelle: onlinemerker.com

BLEIBT ZU HAUSE – AUFRUF DIVERSER ITALIENISCHER OPERNSÄNGER AUS ALLEN REGIONEN


Ambrogio Maestri aus der Lombardei verleiht seiner Empfehlung Nachruck und erhebt diese in den Rang einer Forderung

ZU INSTAGRAM mit dem Aufruf vieler bekannter Sänger. VIDEO

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Seefestspiele Mörbisch, Oper im Steinbruch in St. Margarethen, Schloss-Spiele Kobersdorf, JOPERA und Liszt-Festival Raiding für 2020 abgesagt

Bildergebnis für absagen

Aufgrund der Umsetzung behördlicher Anordnungen und aller einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung von Covid 19 haben sich die Kultur-Betriebe Burgenland und die Geschäftsleitung der Arenaria dazu entschlossen, die  großen Festivals des burgenländischen Kultursommers für heuer abzusagen. Aus derzeitiger Sicht ist es nicht möglich, den für Ende Mai geplanten Probenbeginn einzuhalten. Viele Ensemble-Mitglieder der verschiedenen Produktionen sind international tätig und befinden sich derzeit in Ländern, die sich alle in unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung des Virus befinden. Die damit verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen der persönlichen Reisetätigkeit und die derzeitige Lage in Österreich machen das gemeinsame Erarbeiten der geplanten Inszenierungen und alle sonstigen notwendigen Vorbereitungsarbeiten auf unbestimmte Zeit unmöglich. Die Produktion „Turandot“ der Oper im Steinbruch wird auf 2021 verschoben, bei den Seefestspielen wird zeitgleich alles daran gesetzt, die „West Side Story“ 2021 nach Mörbisch zu holen.
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Ludovic Tézier wendet sich an die Redaktion von Forum Opéra mit folgender Botschaft, als Reaktion auf die aktuelle Situation, in der sich Künstler seit einigen Wochen befinden

Bildergebnis für ludovic tezier
Ludovic Tezier, hier mit Dr. Renate Wagner in Zeiten, in denen Distanz noch nicht oberste Tugend war. Foto: Barbara Zeininger

Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde, liebe Feinde, liebe Kultur-und Opernliebhaber,

Seit Beginn der Krise, die unser Land und den Rest der Welt in Atem hält, sind viele Bereiche unserer Lebensweise in ihren Grundfesten erschüttert, und viele von uns sind frontal von den, offensichtlich notwendigen, Einschränkungen hart getroffen worden.

Unser Beruf ist in einen abgrundtiefen Sog geraten und sucht verzweifelt nach einem Rettungsanker.

Wenn wir uns nicht bei den zuständigen Verantwortlichen, für die wir klarerweise in dieser Situation nicht im Zentrum des Interesses stehen, Gehör verschaffen, wird unsere kleine Gilde unwiderruflich niedergewalzt; hier denke ich vor allem an die Verwundbarsten, an die Jüngsten, deren Überleben vom nächsten Honorar abhängt. Unsere Existenz ist, entgegen des weit verbreiteten  Irrtums des sorglosen Künstlerlebens, von der Jagd nach dem nächsten Engagement geprägt und verlangt ein Verplanen der Zukunft, so wie es sich kaum einer vorstellen kann, der nicht den Beruf ausübt.

Man muss verstehen, dass so eine plötzliche Theatersperre, ohne begleitende finanzielle Unterstützung für die Betroffenen, in vielen Fällen einen verheerenden Faustschlag  bedeutet. Ich persönlich kann nicht behaupten, dass ich mich in so einer extremen Situation befinde, obwohl jeder von uns, jeder auf seinem Niveau, hart damit zu kämpfen hat.

Das ist die Ausgangsituation, die ein gemeinsames Handeln mit einer gemeinsamen Deklaration der Opernsänger mehr als berechtigt macht. Und wenn gewisse Unzulänglichkeiten durch den Schock der Situation zu erklären sind, liegt das Problem viel tiefer und betrifft das Überleben unseres Berufes, nicht nur in den nächsten Tagen und Wochen, sondern im nächsten halben Jahr und vielleicht darüber hinaus..

Wer, ob Sänger oder nicht, weil dieses Problem natürlich weit über unsere Gemeinschaft hinausgeht, ist schon im Stande ohne größere Schwierigkeiten von seinen Ersparnissen sechs Monate und länger zu leben?

Ich persönlich bin entsetzt, obgleich leider nicht überrascht, dass unsere „ideale Operngemeinschaft“ sich im gegenwärtigen Debakel als eine „illusorische Familie“ erweist. Ich stelle wirklich die Frage: wie ist es möglich, dass die Opernhäuser dieser Welt, angesichts der Urkraft dieser Pandemie, immer noch nicht verstehen, dass ihr eigenes Überleben, ihre eigentliche Existenzberechtigung auf den Sängerinnen und Sängern und ihrer Stimme basiert?

Wie ist es möglich, dass diese Gemeinschaft der Opernhäuser sich nicht mit den Sängerinnen und Sängern solidarisiert und mit ihrer institutionellen  Autorität, die Interessen dieser „Familie der Opernschaffenden“ vor den Verantwortlichen vertritt, um sie vor dem Untergang zu retten. Und diese Rettungsaktion sollte für alle sein, auch für diejenigen, deren Arbeitsverhältnis nicht gesichert ist und ohne die eine Opernvorstellung nicht zustande kommen kann.

Die Uneinigkeit führt zum Untergang. Der finanzielle Rückzug der Operninstitutionen, verbunden mit Nichteinhaltung von existierenden Verträgen und Blockierung von zukünftigen, hilft nicht, um es milde auszudrücken, denen aus dem Schlamassel, die das Leben und die Attraktivität dieser Bühnen ausmachen.

Im Übrigen hat, in Frankreich, Herr Kulturminister F. Restier noch vor kurzem diese Institutionen aufgefordert sich um die Honorare der Künstler zu kümmern, was man im Moment bei den Konzert- und Opernveranstalter nicht erkennen kann.

Ich hoffe auch aus tiefem Herzen, dass alle anderen Berufe die nötige Unterstützung bekommen und in erster Linie alle im Gesundheitswesen, wo viele meiner Freunde an vorderster Front tätig sind und die tagtäglich Unglaubliches leisten, im Dienste von uns allen.

Es ist sicher wahr, dass die Operntheater seit Jahren unter einer chronischen Kürzung der Subventionen leiden, als Resultat nicht eines Liebesentzugs seitens des Publikums, das jeden Abend die Säle füllt, sondern eines seit langem bestehenden Desinteresses seitens der Politiker, die das Budget verantworten und in ihrer Sparwut so weit gegangen sind, dass sie sogar an einer Säule unserer Gesellschaft-dem Gesundheitswesen gesägt haben, wie man jetzt, in dieser düsteren Stunde, unglücklicherweise feststellen kann.

Obwohl es jetzt, meiner Meinung nach, nicht die richtige Zeit ist etwas anderes zu fordern, als Hilfe und Gerechtigkeit, ist es umso unpassender auf dem Rücken von jenen zu sparen, die in so einem Fall durch nichts und niemanden geschützt sind. Es wäre an der Zeit, sich darüber klar zu werden, dass sie wichtig und nicht austauschbar sind.

Neulich habe ich, als Antwort auf ein schönes Kompliment seitens eines unserer großen Ärzte gesagt „Ja, aber wir retten nicht Menschenleben!“, worauf er: „Aber Ihr helft uns sie zu retten, weil Ihr uns helft zu träumen“.

Alles, was die Gesellschaft positiv beeinflusst, macht sie besser und menschlicher. Das ist unser, gar nicht so bescheidener Beitrag: das Schöne und Erhabene zu vermitteln. In diesem Sinne sind wir keine Anhängsel.

Um die Isolation als weniger deprimierend zu empfinden, hat der Präsident der Republik Emmanuel Macron in seiner letzten Ansprache unsere Mitbürger aufgefordert, die einfachen Werte wiederzuentdecken, die Kultur wieder schätzen zu lernen. Zur gleichen Zeit senden diese Theater, die unisono ihren Künstlerinnen und Künstler den Rücken gekehrt zu haben scheinen, kostenlose Streamings von wunderbaren Vorstellungen, um das Eingesperrt-sein für die Bevölkerung erträglicher zu machen.

Gibt es einen besseren Beweis, dass wir nicht Accessoires sind und dass man uns in angsterfüllten Zeiten braucht?

Und wie ehrenvoll ist es unsere Brüder und Schwester in einer prekären Situation für einige Stunden zu unterhalten!

Ich appelliere an die Opernhäuser, ihre Künstlerinnen und Künstler nicht so unwürdig zu behandeln! Das Publikum kommt wegen uns, manchmal von sehr weit weg! Missachten sie nicht diejenigen, um deren Willen Ihr Subventionen bekommt, die Euch am Leben erhalten!

Ich weiß nicht wieviel Gewicht mein Name in der gegenwärtigen stürmischen Lage hat, sicher nicht viel. Aber ich möchte meine Stimme erheben in meiner Eigenschaft als Sänger, der im Laufe einer nunmehr 30 -jährigen Kariere mit glanzvollen und schwierigen Episoden, im Dienste unserer Opernhäuser gestanden ist. Jeder, der mich kennt weiß, dass ich, genau, wie meine Berufsfreunde, das Bestmögliche in jeder meiner Rollen auf der Bühne gebe: ich lasse dort, wie sie alle, meine Energie, meine Leidenschaft, oft auf Kosten meiner Liebsten.. wenn ich fern von zu Hause bin, einen großen Teil von meinem Leben, ein Stück von meiner Seele. Das ist der Preis dieses Berufs. Und ich liebe diesen Beruf, wie sie alle auch!

Ist die Kultur wichtig für unser Leben? Und die Oper? Ich bin sicher: jeder hat seine eigene Antwort darauf, je nachdem was man unter „Leben“ versteht. Aber die Frauen und Männer, die für Sie auf der Bühne stehen-mit der Angst, ob das geschwollene Stimmband  sie nicht im Stich lässt, mit der Unsicherheit, sich mit angeschlagener Stimme dem Publikum auszusetzen, manchmal in extremen Situationen-nach einer Trennung, oder nach dem Tod eines geliebten Menschen-diese Frauen und Männer bieten nicht nur ihre Kunst, das Resultat harter Arbeit und vieler Opfer, sondern ihre gesamte Persönlichkeit: sie bringen Farbe in unserer entzauberten Gesellschaft. Ich wünsche einem jeden, so wie ich die Chance zu haben, sich von diesen wunderbaren Künstlern verzaubern zu lassen.

Man muss diesen Beruf retten, man muss diejenigen retten, die das Licht auf die Bühne bringen, sonst werden die Lichter nach und nach erloschen sein.

Im Namen von alledem und im Namen von meinen Kolleginnen und Kollegen, die ich bewundere, bitte ich Sie diesen Alarmruf richtig zu verstehen und nicht zu erlauben, dass es ein Schwanengesang wird… für uns alle und für die kommende Generation.

Mozart, ohne die Sänger und die Musiker, die seine Musik zum Leben bringen, wäre endgültig tot und die Operntheater, die ihre besten Verteidiger-die Sängerinnen und Sänger, nicht unterstützen, schaufeln ihr eigenes Grab.

Ich entschuldige mich im Voraus bei jenen, die in diesem Moment so furchtbar leiden, dass ich mir erlaube diese morbide Metapher zu verwenden.

Aber die gegenseitige Verständnislosigkeit muss ein Ende nehmen, damit wir uns solidarisch gemeinsam retten können.

Ludovic Tezier, übersetz von Maria Prinz

das ist der Link zur Publikation in Forum Opéra https://www.forumopera.com/ludovic-tezier-a-mes-collegues-au-public-aux-theatres-lyriques

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Opernsängerin Anna Prohaska gibt Gratisvorstellung auf ihrem Balkon in Berlin

An diesem Wochenende hätte „Idomeneo“ in der Berliner Staatsoper Premiere feiern sollen. Wegen Corona wurde daraus nichts, zur Enttäuschung des Publikums und auch der Besetzung. Eine der Sängerinnen trat am Samstag spontan doch noch auf – auf ihrem Balkon.

ZUM VIDEO

https://www.rbb24.de/kultur/thema/2020/coronavirus/av12/video-opernsaengerin-singt-von-ihrem-balkon-berlin.html

Dr. Ingobert Waltenberger

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MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK/ GRAZ

ORFIII Dokumentation, Musikverein Graz: Kultur fürs Wohnzimmer: ORF III zeigt „Takte, Töne, Meisterwerke“

Dokumentation über den Musikverein für Steiermark feiert am 29. März 2020, um 18.55 Uhr, in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ Premiere. Saisonprogramm 2020/21 wird am 25. März 2020 veröffentlicht. Galaabend ist auf 10. September 2020 verschoben.

Dieser Tage wollte der traditionsreiche Musikverein Graz die neue Fernseh-Dokumentation „Takte, Töne, Meisterwerke – Der Musikverein für Steiermark“ dem interessierten Publikum in glanzvollem Rahmen gemeinsam mit der Programmpräsentation 2020/21 im Grazer Stefaniensaal vorstellen. Aufgrund der Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung betreffend COVID-19 wird der festliche Galaabend nun am 10. September 2020 nachgeholt.

Die von Werner Goger gestaltete TV-Dokumentation – eine Koproduktion von ORF III und Cinevision, gefördert von Film Commission Graz – feiert am Sonntagabend wie geplant Premiere: Sie ist um 18.55 Uhr in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ in ORF III zu sehen.

http://www.live-pr.com/orf-iii-zeigt-takte-t-ne-meisterwerke-r1050727571.htm

Weitere Informationen auf https://www.musikverein-graz.at.

Musikverein für Steiermark trotzt Krise: Livemusik für die Zeit nach der Krise
Chick Corea, Cecilia Bartoli, Hubert von Goisern, Elina Garanca: Mitten in der Krise präsentiert der Musikverein Graz die Saison 20/21. Und trotzt Corona noch auf andere Arten.
Kleine Zeitung

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Bühnen Graz: Informationen zur aktuellen Situation

Die aktuellen Ereignisse rund um die behördlichen Maßnahmen zum Corona-Virus erlauben uns derzeit leider keine Gewissheit über die Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten. Wir hoffen natürlich, dass sich die Situation ehestmöglich wieder normalisieren wird und planen – mit heutigem Stand – unser Programm im April wieder aufnehmen zu können. Nachstehend freuen wir uns Ihnen diese Planung bekanntgeben zu dürfen und wir hoffen darauf, Sie schon bald wieder bei uns begrüßen zu können.Wir wünschen Ihnen alles Gute, Geduld und Gesundheit und verbleiben mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der Bühnen Graz

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Zur Aufheiterung in diesen Zeiten: STEFAN TANZER, Mitglied der Wiener Volksoper, singt Wienerlieder

https://www.facebook.com/stefan.tanzer.35/videos/2767817566673163/


Stefan Tanzer

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WIEN/ Schönbrunn: Eintauchen in die virtuelle Welt des imperialen Erbes

Die letzten Wochen und Tage haben uns gezeigt, wir leben aktuell in einer Momentaufnahme und müssen aus Rücksicht aufeinander Abstand halten. Aus diesem Grund bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit, in die virtuelle Welt des imperialen Erbes einzutauchen.

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Schloss Schönbrunn/ Ehrenhof. Foto: E. Koller

Die kaiserlichen Gemächer und prunkvollen Repräsentationsräume von Schloß Schönbrunn können auch von zu Hause aus entdeckt werden. Der virtuelle Rundgang umfasst die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Wohnräume Kaiser Franz Josephs und seiner Gemahlin Elisabeth im Westflügel, die Repräsentationsräume im Mittelteil des Schlosses, die kaiserlichen Appartements Maria Theresias und Franz Stephans und das Franz Karl-Appartement, das von den Eltern Kaiser Franz Josephs – der Erzherzogin Sophie und dem Erzherzog Franz Karl – bewohnt wurde.

Als optimale Ergänzung lohnt es sich einen Blick auf das interaktive Webportal „Welt der Habsburger“ zu werfen. Dort wartet eine virtuelle Ausstellung zur Geschichte der habsburgischen Monarchie mit einem weitgefächerten Themenspektrum, unter anderem zu den Wohn- und Lebenswelten der Habsburger. Mit ausführlichem Text- und Bildmaterial werden Leben und Wirken der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten kritisch beleuchtet und die zeitgeschichtlichen Hintergründe erklärt. Zusätzlich kann die virtuelle Ausstellung „Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie“ zur Geschichte des Krieges von 1914 bis 1918 in Österreich online erkundet werden.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Als Präventivmaßnahme zur Eindämmung von Infektionen durch das Coronavirus (Covid-19) hat das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf Grundlage des Erlasses des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz alle Standorte der SKB (Schloß Schönbrunn, Kaiserappartements/Sisi Museum/Silberkammer (Hofburg Wien), Hofmobiliendepot ∙ Möbel Museum Wien sowie Schloss Hof und Schloss Niederweiden) bis zum 13. April 2020 beziehungsweise bis zur Aufhebung des Erlasses geschlossen. Somit sind auch alle Ausstellungen geschlossen sowie alle Eröffnungen, Veranstaltungen und Vermittlungsprogramme in diesem Zeitraum abgesagt. Mit 16. März 2020 wurden in Schönbrunn ebenfalls der Park und die Gastronomie geschlossen.

Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für uns alle, und nur gemeinsam können wir ihr begegnen. Ein besonderer Dank gilt deshalb unseren Gästen, KooperationspartnerInnen und vor allem unseren MitarbeiterInnen für ihren außerordentlichen Einsatz.

Somit die besten Wünsche und passen Sie gut auf sich, Ihre Familien und Ihr Umfeld auf.
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Ebenfalls zur Überbrückung der schrecklichen Zeit: Weitere Links

Dr. Ulrike Messer-Krol hat für uns noch einige Links zusammengefasst (Quelle: Internationaler Richard Wagner-Verband):

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