Lohengrin Nadja-Stefanoff Corby Welch (c) Andreas Etter
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MITTWOCH-PRESSE, 7. OKTOBER 2026
Mainz/Staatstheater
Ein Schwanenritter sprengt die blaue Steinwand
Wer am Staatstheater Mainz eine jener üblichen Regietheater-Entgleisungen befürchtet hatte, bei denen der Schwanenritter im Jogginganzug einmarschiert oder als Bundeswehr-Rekrut über die Vorstadtbühne robbt, durfte am Ende erleichtert durchatmen. Regisseur Erik Raskopf wählte für Richard Wagners romantische Oper einen gänzlich anderen, verblüffend werkdienlichen Weg.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de
Wien
Versöhnungssex im Einrichtungshaus: Florentinische Tragödie und Blaubart an der Wiener Staatsoper
Bianca wünscht sich eine Paartherapie. Ihr Mann hat keine Zeit mehr für sie, Sex gibt es schon lange nicht mehr und sie hängt die ganze Zeit nur noch gelangweilt am Handy. Ein Psychologe soll es richten und schlägt kurzerhand ein Rollenspiel vor. Nach Florenz in die Renaissance solle sich das entfremdete Paar hineindenken. So wird es dem Zuschauer jedenfalls während der Ouvertüre stummfilmhaft mit weißem Text vor schwarzer Leinwand erklärt. Es ist der Versuch von Vasily Barkhatov die beiden Einakter – Eine Florentinische Tragödievon Alexander Zemlinsky und Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók – zu einem durchgehenden Psychodrama zusammenzukitten.
bachtrack.com.de.blaubart
Wien/ Musikverein
Musikverein: War der Gsanglmacher Joseph Haydn auch ein Faulenzer? (Bezahlartikel)
Giovanni Antoninis köstlicher Zyklus mit allen Haydn-Sinfonien wurde im Brahms-Saal mit einer italienischen Ausgabe fortgesetzt.
DiePresse.com.musikverein
Elim Chan und die Symphoniker: Märchenhafter Beginn einer künstlerischen Partnerschaft (Bezahlartikel)
Die Dirigentin Elim Chan, der Violin-Virtuose Gidon Kremer und die Wiener Symphoniker.
https://kurier.at/kultur/konzert-klassik-wiener-symphoniker-dirigentin-elim-chan/403196215
Berlin
Berliner Auftakt: Aus der Tiefe des Freiraums (Bezahlartikel)
Neuer Chefdirigent: Beim Deutschen Symphonie-Orchester in Berlin gibt Kazuki Yamada seinen Einstand, und muss sich erst einmal gegen das Wort behaupten.
FrankfurterAllgemeine.net neuer.chefdirigent
Deutsche Oper: Konzert für Sänger, die die Nazis 1933 entließen
Am 7. Oktober erinnert die Deutsche Oper wieder an Mitarbeiter, die 1933 von den Nazis entlassen wurden. Betroffen waren damals hauptsächlich jüdische Musiker, Tänzer und Sänger, aber auch Sozialdemokraten und Regime-Gegner. Solo-Pauker Benedikt Leithner (48) hat den Abend organisiert, seit sechs Jahren forscht er zum Thema in Opern-Jahrbüchern, durchstöbert Archive, sucht Zeitzeugnisse. „Die Deutsche Oper hat eine großartige Geschichte, es ist wunderbar, dass ich ein Teil davon bin. Aber auch die finsteren Zeiten des Hauses dürfen nicht vergessen werden.“
BerlinerZeitung.de.deutscheoper
„Maskenball“ in der Dresdner Semper-Manege – pures Liebesdrama oder politische Oper? (Bezahlartikel)
Die Theaterferien sind vorbei. Endlich wieder Zeit für große Oper. Die Semperoper startete mit Verdis „Un ballo in maschera“ in die neue Saison.
NeueMusikzeitung/nmz.kritik.politische.oper
Mainz
Visionen am Bühnenrand
Frisch zum Opernhaus des Jahres 2026 gekürt, eröffnet das Staatstheater Mainz die Saison mit einem klanggewaltigen „Lohengrin“. Die Regie hätte mit dieser Opulenz gern Schritt halten dürfen. Scherzhaft beginnt der „Lohengrin“ freilich nicht. Umso größer war die Freude, als Markus Müller, der Intendant des Mainzer Staatstheaters, vor Premierenbeginn keine kurzfristige Umbesetzung zu verkünden hatte, sondern gemeinsam mit Torsten Kutschke, dem Geschäftsführer von „Der Theaterverlag“, die Bühne betrat. Denn zu dessen Publikationen zählt auch das Fachjournal „Opernwelt“, dessen Kritikerumfrage das Staatstheater kurz zuvor zum Opernhaus des Jahres 2026 gekürt hatte – und der nun den begehrten Preis ans Haus übergab
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/staatstheater-mainz-lohengrin-4-10-2026/
Fee Brembeck singt Operngesang – und macht dabei Liegestütze
Die Kabarettistin Fee Brembeck hat in der Hofgeismarer Stadtbücherei Kabarett, Poesie und Operngesang vereint. Als Zugabe sang sie ein Opernmedley – mit Liegestützen und Purzelbaum. Das Kulturforum präsentierte den Hofgeismarern in der Stadtbücherei mit Fee Brembeck eine wahrhaftige künstlerische Wundertüte: Kabarett, Poesie, Operngesang in einer Person.
https://share.google/klzXN02cG3vT990Dx
Gelsenkirchen
Kein Rat im mörderischen Rad der Geschichte: Alban Bergs Wozzeck am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (Bezahlartikel)
Nach oben hin buckeln, nach unten treten – oft ein gängiges Rezept jener, die zu kurz gekommen sind, aber immerhin noch auf Menschen herabblicken, denen es noch schlechter geht als ihnen selbst. Auf die kann man nämlich draufhauen. Bei Georg Büchners Woyzeck und in Alban Bergs Wozzeck ist die zentrale Figur aber ein Mensch auf der untersten Sprosse der Leiter, der eigentlich nur noch „Jawohl, Herr Hauptmann“ sagt. Unter ihm? Nichts mehr!
NeueMusikzeitung/nmz.de
Frankfurt
Musikalisches Juwel
Oper Frankfurt: Mozarts Torso „Zaide“ als Parabel über Zwangsherrschaft
https://www.orpheus-magazin.de/2026/10/05/frankfurt-am-main-zaide/
Mitreißende Apotheose (Bezahlartikel)
Das BBC Philharmonic Orchestra setzt in der Frankfurter Alten Oper unter der Leitung von Anja Bihlmaier einen Glanzpunkt.
FrankfurterAllgemeine,net.philharmonic
Stuttgart
Bilanz des 15. Internationaler Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart
Vom 29. September bis 4. Oktober 2026 folgten einmal mehr die besten jungen Lied-Talente aus aller Welt dem Ruf des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Flankierend zum eigentlichen Wettbewerb stand wie immer die inhaltliche Beschäftigung mit dem Genre Lied im Zentrum.
https://kulturfreak.de/bilanz-des-15-internationaler-wettbewerb-fuer-liedkunst-stuttgart
Kissingen
Kissinger KlavierOlymp 2026: Mit Bach und Liszt zum Sieg
Die griechisch-russische Pianistin Sasha Stychkina gewinnt den 24. Kissinger KlavierOlymp. Mit ihrer ausdrucksstarken Liszt-Interpretation überzeugt die 22-Jährige die Jury und darf sich nun auf einen Auftritt beim Kissinger Sommer freuen.
BR-Klassik.de.bachundliszt
Basel
„Du sollst Dir kein Bildnis machen“
Das Theater Basel wagt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Theater Freiburg eine Neuinszenierung von Schönbergs zwölftöniger Oper „Moses und Aron“. Rund 100 Jahre ist es nun schon her, seit Arnold Schönberg mit seiner Zwölftontechnik die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts aufmischte. Er wollte weg von den übersättigten Harmonien und Klängen, die viele Komponisten nach Richard Wagner zelebrierten. Zurück zur Linie, zu den zwölf Tönen der Tonleiter. Sie sollen alle gleichberechtigt verwendet werden sollen. Kein Ton wird öfter gespielt als der andere, der Komponist arbeitet mit der von ihm kreierten „Zwölftonreihe“.
https://seniorweb.ch/2026/10/06/du-sollst-dir-kein-bildnis-machen-2/
Auf in die Wüste Theater Basel & Theater Freiburg:
Schönbergs Opernfragment „Moses und Aaron“ als grenzüberschreitendes Ereignis
https://www.orpheus-magazin.de/2026/10/04/basel-moses-und-aron/
London
„Parsifal“ in London: Erlösung im Blutbad
Es ist erst die zweite Wagner-Oper, die der Musikdirektor der Covent-Garden-Oper in Angriff nimmt. Aber der „Parsifal“ ist, obwohl sich die Regie einmal selbst ein Bein stellt, ein großer Wurf.
FrankfurterAllgemeine.net.parsifalinlondon
Feuilleton
Der Junge, der nicht still sein konnte
Von Honduras auf Europas Opernbühnen: Dennis Orellana verwandelt Heimweh in strahlende Höhen und singt Arien Farinellis – ein moderner Star mit barocker Stimme.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/dennis-orellana-sopranist-portrait-100.html
Links zu englischsprachigen Artikeln
Neapel
Get to the ponto
Mitridate, re di Ponto at the Teatro di San Carlo showcases some energetic performances — and some unfortunate stage busyness.
https://parterre.com/2026/10/05/get-to-the-ponto/
London
Royal Ballet & Opera 2026-27 Review: Parsifal
https://operawire.com/royal-ballet-opera-2026-27-review-parsifal/
Manchester
Offenbach’s long lost, neglected opera Barkouf fully justifies its revival by Opera Rara
seenandheard.international.com
Barkouf review – Offenbach’s lost operetta is a quirky shaggy dog story
Opera Rara revive the 1860 work in which a dog is appointed Sultan. A fine cast, the Hallé and ENO chorus, and impeccable rhyming narration from Alistair McGowan, ensure things fizz
TheGuardian.com.music.opera.rara
Edinburgh
Maxim Emelyanychev leads the Scottish Chamber Orchestra in Bach’s St Matthew Passion
bachtrack.com.de.scottish-chamber
New York
Neuwirth’s remarkable score well served live by Parlando with “Die Stadt ohne Juden”
NewYork.Classical-review.com
Washington
Vocal Arts stumbles with Bliss’s largely lightweight Americana program
Tenor Ben Bliss and pianist Christopher Allen opened the season for Vocal Arts DC with a recital Sunday afternoon.
washington.review.com.ben.bliss
Philadelphia
“Impassioned Mahler, howling Wolfe”
The Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=17849
Ballett / Tanz
Salzburg:
Lach-Yoga, Teufelspakt und Bossa
Das tanz_house festival zeigt von 8. bis 15. Oktober zeitgenössischen Tanz „in allen erdenklichen Farben und Formen“. Gefeiert wird, so Editta Braun, mit Reflexion, Musik, Performance, bewegtem Bild und Begegnung „ein Fest des Lebens“.
DrehpunktKultur.at.salzburg
Sprechtheater
Wien/ Theater in der Josefstadt
Eigentlich ist alles Liebe (Bezahlartikel)
Am Theater in der Josefstadt versuchen sie sich an der größten Liebesgeschichte der Welt. Stefan Pucher inszeniert Shakespeares „Romeo und Julia“ als postgeschlechtliches Identitätswirrwarr.
FrankfurterAllgemeine.net.josefstadt
Drachengasse: Die Apokalypse hat keine Zukunft (Bezahlartikel)
„Apokalypse – wir sinken nicht!“ in der Drachengasse: Das beste Mittel gegen Weltuntergangsstimmung.
Kultur.at.apokalypse
Medien
Österreich
Nach Zwischenbericht: In Weißmann-Affäre steigt der Druck auf den ORF
Während der Prozessreigen des Ex-Generals samt Millionenforderung weitergeht, steht nach der Chat-Wende eine neue Prüfung der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung bevor. Die Version der „Kronzeugin“ bröckelt.
https://www.krone.at/4323193
Wissenschaft
Nobelpreis
Licht kann das Hirn direkt steuern: So aufregend ist der Medizinnobelpreis 2026
Licht kann Nervenzellen spezifisch aktivieren, damit auch das Verhalten von Lebewesen: Das nennt man Optogenetik. Drei ihrer Pioniere teilen sich 2026 den Nobelpreis „für Physiologie oder Medizin“: ein US-Amerikaner und zwei Deutsche.
DiePresse.com.nobelpreis
Politik
Österreich
Für Andreas Babler ist es noch nicht vorbei
Am Donnerstag müssen die Parteigremien die am Sonntag erfundene SPÖ-Kompromisslösung absegnen. Dort könnte es noch einmal hitzig werden. Vorab richten sich nun Holzleitner und Kucher per Brief an den Parteivorstand.
DiePresse.com.andreas.babler
Österreich
Plan B für die SPÖ? Kucher als Parteivorsitzender? „Glaube nicht, dass ich der Richtige bin“
Philip Kucher, Klubobmann und designierter Co-Parteivorsitzender, sprach im „Report“ über die Zukunft der SPÖ.
Kurier.at.kucher
Sachsen-Anhalt
Historisch! AfD-Mann zu Landtagspräsident gewählt
Der erst 35-Jährige gilt als enger Vertrauter von Wahlsieger Ulrich Siegmund und ist gut vernetzt. Rausch erhielt insgesamt 48 Stimmen. Somit ist klar, dass auch Abgeordnete aus anderen Fraktionen für den Kandidaten der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD in Sachsen-Anhalt gestimmt haben.
https://www.krone.at/4322893
Neuer Landtag in Sachsen-Anhalt: Rechtsextremer Hardliner wird überraschend Vizepräsident
Tobias Rausch wurde zum ersten AfD-Parlamentspräsidenten gewählt, wohl auch mit Stimmen von der CDU. Auch ein Vizepräsident der AfD bekommt eine Mehrheit.
Liveticker.zu.sachsen
Wirtschaft
Die innovativsten Länder der Welt
Welche Länder schaffen die besten Voraussetzungen für Forschung, Technologie und neue Unternehmen? Der Global Innovation Index liefert überraschende Antworten. Schweiz vor Schweden und den USA. Österreich auf Rang 18.
news.at.innovativ
Wetter
Österreich
Goldener Oktober kippt. 26 Grad – dann kommen Regen, Sturm und Schnee
Österreich darf sich noch einmal über spätsommerlich warmes Oktoberwetter freuen. Bis Mittwoch bleibt es vielerorts freundlich, sonnig und ungewöhnlich mild. Doch damit ist bald Schluss: Ab Donnerstag ziehen Regen, Gewitter und stürmischer Wind über das Land – auf den Bergen fällt sogar wieder Schnee.
https://www.krone.at/4321816
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Unter’m Strich
Österreich
Deutsch-Notstand: „Mehr als Hälfte des Budgets fließt in Schulen“
Wiens Schulen verschlingen jedes Jahr Millionen Euro. Vieles stemmen die Bezirke aus ihren Budgets. Aber die Lernerfolge sind mehr als dürftig. Deutsch wird mehr und mehr zum Mangelfach.
https://www.krone.at/4322023
Wien
SPÖ-Umbruch: Welche Überlegungen aus Wien dahinterstecken
Im Wiener Rathaus wurden am Wochenende die Pflöcke für die Zukunft eingeschlagen. Was hinter den Kulissen diskutiert wurde.
Kurier.at.ueberlegungen
USA
Hinrichtung überlebt. Christa Pike schwer verletzt, aber ansprechbar
Nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch ist die zum Tode verurteilte US-Amerikanerin Christa Pike nach Angaben ihrer Anwälte wieder bei Bewusstsein und kann sprechen. Ihre Erholung sei „medizinisch beispiellos“, heißt es in einer Stellungnahme. Die 50-Jährige werde weiter intensivmedizinisch behandelt. Ihre Prognose sei noch unklar, mindestens sei aber mit einer langen Genesungszeit zu rechnen.
https://www.krone.at/4323916
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 7, OKTOBER 2026)
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 7. OKTOBER 2026)
Quelle: onlinemerker.com
WIEN/ Staatsoper. Jonathan Tetelman wurde mit stürmischen Applaus bedacht“
Danke, Vienna ❤️
Two performances fighting through illness, and one cancellation I truly wish I could have avoided. But through it all, I felt your incredible warmth, love and support. You kept me going, and every time I stepped onto that stage, I gave you everything I had.
I couldn’t be happier to feel that I have found a new opera home at the @wienerstaatsoper – What a privilege.

ZU INSTAGRAM mit Video vom Schlussapplaus
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Die Wiener Symphoniker im Oktober
Wien – Willkommen Elim Chan! Eine der gefragtesten Dirigentinnen der Zeit wird die Wiener Symphoniker ab sofort für die nächsten zwei Saisonen als Artistic Partner begleiten.
In ihren ersten Konzerten setzt sie auf ein Programm, das klassische Meisterwerke mit selten gespielten Kompositionen und zeitgenössischen Akzenten verbindet. Den Auftakt bilden heute und morgen (5. und 6. Oktober, Wiener Konzerthaus) Sofia Gubaidulinas atmosphärisches Märchen-Poem und Alfred Schnittkes expressives Violinkonzert Nr. 4 mit Gidon Kremer sowie eine von Chan selbst zusammengestellte Auswahl aus Prokofjews Cinderella, die sowohl die Suite als auch Passagen aus dem Ballett umfasst. Diese Suite wird Elim Chan auch zu Im Klang berührt „mitnehmen“. Bei diesem inklusiven Konzertformat platziert sich das Orchester im Parkett des Großen Saals, sodass die Musiker:innen mitten im Publikum, zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sitzen.
Mit dem Nachwuchspreis WSY-Talent ermöglichen die Wiener Symphoniker gemeinsam mit prima la musica herausragenden Musiker:innen zwischen 14 und 19 Jahren gemeinsam mit dem Orchester auf der Bühne zu stehen. Die vier diesjährigen Gewinner:innen, die Geiger:innen Kai Gergov und Ariana Yuki Resch sowie die Cellist:innen Franz Winkler und Theresa Sayuri Brunner, präsentieren sich am 11. Oktober beim Preisträger:innenkonzert im Wiener Konzerthaus.
Zum Start ins Wochenende verbindet die Reihe Fridays@7 ein Stundenkonzert im Großen Saal des Wiener Konzerthauses mit einem lässigen Ausklang im Foyer. Am 16. Oktober zu erleben mit Riccardo Minasi, Pianistin Lise de la Salle und im Anschluss The Symphonic Brass Trio Hip Hop Project.
Im MusikTheater an der Wien feiert am 17. Oktober Richard Wagners Der fliegende Holländer Premiere. Die Wiener Symphoniker spielen Wagners romantische Oper unter der musikalischen Leitung von Robert Jindra in der Inszenierung von Philipp Stölzl. Im Musikverein Wien treffen ein Klavierkonzert von Samuel Barbers und Béla Bartók auf Robert Schumanns 2. Symphonie. Unter der Leitung von Chefdirigent Petr Popelka übernimmt die ausdrucksstarke Pianistin Yuja Wang den Solopart.
- & 6. Oktober 2026, 19:30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Elim Chan, Dirigentin
Gidon Kremer, Violine
Wiener Symphoniker
ANTRITTSKONZERT
SOFIA GUBAIDULINA
„Märchen-Poem“, für Orchester
ALFRED SCHNITTKE
Konzert für Violine und Orchester Nr. 4
SERGEI PROKOFJEW
„Cinderella“, Auszüge aus der Suite op. 107 und dem Ballett op. 87 (Zusammenstellung: Elim Chan)
Oktober 2026, 10:30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
IM KLANG BERÜHRT
Elim Chan, Dirigentin
Petra Linecker, Moderation
Julian Hüttl, Moderation
Wiener Symphoniker
SERGEI PROKOFJEW
„Cinderella“, Auszüge aus der Suite op. 107 und dem Ballett op. 87 (Zusammenstellung: Elim Chan)
- Oktober 2026, 11 Uhr
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal
WSY-TALENT: KONZERT DER PREISTRÄGERINNEN UND PREISTRÄGER
Peter Schreiber, Dirigent
Kai Gergov, Violine
Ariana Yuki Resch, Violine
Theresa Sayuri Brunner, Violoncello
Franz Winkler, Violoncello
Daniela Fietzek, Moderation
Wiener Symphoniker
ANTONIO SALIERI
Sinfonia (Ouvertüre) aus der Opera comica „La grotta di Trofonio“ („Die Höhle des Trofonius“)
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI
Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester op. 33
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Konzert für Violine und Orchester e-moll op. 64, 1. und 3. Satz
CAMILLE SAINT-SAËNS
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-moll op. 33
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35, 2. und 3. Satz
FRANZ SCHUBERT
Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589, 4. Satz
- & 18. OKTOBER 2026
FR 19.00 ∙ SO 11.00
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Riccardo Minasi, Dirigent
Lise de la Salle, Klavier
Wiener Symphoniker
EMILIE MAYER
Faust-Ouvertüre op. 46
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 25 C-Dur KV 503
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“ nur am SO
Ausklang im Großen Foyer mit VIENNA SYMPHONIC BRASS TRIO HIP HOP PROJECT nur am FR
17.-30. OKTOBER 2026, 19 Uhr Premiere
Theater an der Wien
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Robert Jindra, Dirigent
Philipp Stölzl, Inszenierung
Wiener Symphoniker
RICHARD WAGNER
„Der fliegende Holländer“, Romantische Oper in drei Aufzügen WWV 63
23./24./25. OKTOBER 2026
FR, SA 19.30 ∙ SO 11.00
Musikverein Wien, Großer Saal
Petr Popelka, Dirigent
Yuja Wang, Klavier
Wiener Symphoniker
BÉLA BARTÓK
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Sz 83
SAMUEL BARBER
Konzert für Klavier und Orchester op. 38
ROBERT SCHUMANN
Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61
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HÖHEPUNKTE IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM NOVEMBER 2026
Sonntag, 8. November 2026, um 18 Uhr im Opernhaus
Premiere / Frankfurter Erstaufführung
LE ROI ARTHUS
Oper in drei Akten und sechs Bildern von Ernest Chausson
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

GMD Thomas Guggeis. Foto: Barbara Aumüller
Musikalische Leitung: Thomas Guggeis; Inszenierung: Manuel Schmitt
Mitwirkende: Domen Križaj (Arthus), Magdalena Hinterdobler (Genièvre), Thomas Blondelle (Lancelot), Erik van Heyningen (Mordred), Andrew Kim (Lyonnel), Thomas Faulkner (Allan / Ein Ritter), Kihwan Sim / Finn Sagal (Merlin), Sven Hjörleifsson (Ein Ackermann) u.a.
Weitere Vorstellungen: 14., 27. (19 Uhr), 29. November, 3. (19 Uhr), 12., 16. Dezember 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 18 Uhr.
Preise: € 16 bis 198 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Eine Vision von Gleichheit und Frieden, die an Eifersucht, Verrat und der schieren Last menschlicher Unzulänglichkeit zerbricht: Zum ersten Mal bringt die Oper Frankfurt Ernest Chaussons (1855-1899) selten gezeigtes Werk Le roi Arthus auf die Bühne. Der Komponist schuf mit seiner einzigen abendfüllenden Oper ein spätromantisches Meisterwerk, das die Harmonik Richard Wagners auf einzigartige Weise mit den Klangfarben des französischen Impressionismus vereint. Jahre lang feilte Chausson an der Partitur und dem eigenen Libretto, bevor das Werk 1903 – vier Jahre nach seinem tragischen Tod durch einen Fahrradunfall – in Brüssel uraufgeführt wurde. Musikalisch entfaltet die Oper gewaltige Steigerungsbögen und verträumte Duette, die schließlich in einem überwältigenden Verklärungschor gipfeln.
Im Zentrum der Handlung steht der Mythos um König Arthus und die Tafelrunde. Was als idealistische Utopie eines Herrschers beginnt, der das Gleichheitsprinzip über die alte Machtordnung stellt, verwandelt sich rasch in eine verhängnisvolle Tragödie. Ausgerechnet Arthus’ engster Vertrauter Lancelot beginnt eine geheime Liebschaft mit Königin Genièvre. Als die verbotene Liebe aufgedeckt wird und der Machtmensch Mordred nach der Krone greift, steuert das gesamte Reich unaufhaltsam seinem Niedergang entgegen. So erzählt Chaussons Oper nicht nur eine tragische Dreiecksgeschichte, sondern spiegelt zugleich die zeitlose Fragilität demokratischer Ideale und den Zerfall einer ganzen Hochkultur wider.
Generalmusikdirektor Thomas Guggeis leitet das Frankfurter Opern- und Museumsorchester in dieser Neuinszenierung. Neben Le roi Arthus dirigiert er in dieser Spielzeit auch die Premierenserien von Un ballo in maschera und The Greek Passion an der Oper Frankfurt. Als Dirigent ist er darüber hinaus regelmäßig zu Gast bei renommierten Klangkörpern und Institutionen: So leitete er bereits Vorstellungen an der Metropolitan Opera in New York oder an der Mailänder Scala. Im Sommer 2027 wird er als Dirigent bei den Bayreuther Festspielen mit Tannhäuser debütieren. Regie führt Manuel Schmitt, der dem Frankfurter Publikum bereits durch seine Arbeiten wie Gioachino Rossinis Tancredi und Benjamin Brittens Doppelabend The Prodigal Son / The Burning Fiery Furnace bekannt ist. In dieser Saison inszeniert er außerdem Cavalleria rusticana / Pagliacci in Essen und in Hannover Madama Butterfly. Die Titelpartie des König Arthus übernimmt der Bariton Domen Križaj, der nach sechs erfolgreichen Jahren im Ensemble nun als Gast an das Haus zurückkehrt. In Frankfurt sang er zahlreiche Partien wie Konsul Sharpless in Madama Butterfly oder Wolfram von Eschenbach in Tannhäuser. An Križajs Seite singt Magdalena Hinterdobler die Königin Genièvre. In der Salzburger Felsenreitschule überzeugte sie in der vergangenen Spielzeit als Senta (Der fliegende Holländer) in Frankfurt als Braut (Bluthochzeit) und Ellen Orford (Peter Grimes) sowie jüngst als Marschallin (Der
Rosenkavlier) an der neu eröffneten Oper Köln. Als Lancelot steht der belgische Tenor Thomas Blondelle auf der Bühne, während Ensemblemitglied Erik van Heyningen den Gegenspieler Mordred gibt. Die Besetzung komplettieren Sven Hjörleifsson als Ackermann sowie die Ensemblemitglieder Kihwan Sim als Zauberer Merlin, Andrew Kim als Lyonnel und Thomas Faulkner als Allan / Ein Ritter.
Freitag, 13. November 2026, um 19 Uhr im Opernhaus
Vierte Wiederaufnahme
HÄNSEL UND GRETEL

Foto: Barbara Aumüller
Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Alden Gatt / Thomas Guggeis; Inszenierung: Keith Warner
Mitwirkende: Karolina Makuła / Bianca Andrew (Hänsel), Karolina Bengtsson (Gretel), Sebastian Geyer / Liviu Holender (Peter, Besenbinder), Claudia Mahnke / Juanita Lascarro (Gertrud, sein Weib), Peter Marsh (Die Knusperhexe), Ruby Dibble (Sandmännchen), Younji Yi (Taumännchen)
Weitere Vorstellungen: 20., 22. (15.30 Uhr) November, 5. (18 Uhr), 10., 20. (15.30 Uhr), 26. (18 Uhr) Dezember 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 16 bis 127 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Die Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck (1854-1921) gehört zu den Kernwerken des Opernrepertoires. Für viele zählt dieses Werk zu den ersten und prägendsten
Eindrücken, die sie, oftmals im Kindesalter, im Opernhaus gewonnen haben. Die Entstehungsgeschichte reicht in die frühen 1890er Jahre zurück, als der glühende Wagner-Verehrer Humperdinck auf Anregung seiner Schwester Adelheid Wette erste Verse für den privaten Hausgebrauch vertonte. Aus diesem Familienprojekt erwuchs eine der erfolgreichsten Opern der
Musikgeschichte. Ihre Uraufführung im Jahr 1893 fällt zeitlich mit den Anfängen der Psychoanalyse zusammen – einer Epoche, in der Wissenschaft wie Kunst begannen, sich intensiv mit unbewussten Trieben und menschlichen Sehnsüchten auseinanderzusetzen. Musikalisch besticht die Partitur bis heute durch ihre einzigartige Mischung aus spätromantischer Orchestermagie und innigen, volkstümlichen Melodien.
Entsprechend groß war die Erwartung des Publikums an die Neuinszenierung des britischen Regisseurs Keith Warner zu Beginn der Spielzeit 2014/15. Warner überlagert in seiner Lesart
märchenhaftes Spiel, surreale Traumwelten und düstere Realitäten: Die Geschwister Hänsel und Gretel wachsen hier gemeinsam mit anderen Kindern in einem Waisenhaus auf, wo sie unter Hunger und der Strenge ihrer aggressiv-melancholischen Pflegemutter leiden. Anstatt Aufgaben zu erledigen, flüchten sich die beiden in ausgelassene Spiele. Zur Strafe vor die Tür gesetzt, geraten sie in einen labyrinthartigen Märchenwald und landen schließlich am Häuschen der zwielichtigen Knusperhexe. Die Kinder können sich aus den Fängen der Alten befreien und retten damit auch die Lebkuchenkinder, die vor ihnen ihr Los geteilt hatten. Warners Inszenierung ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Lesen und die Vorstellungskraft: Sie zeigt, wie Literatur die Fantasie der Kinder beflügelt, und überrascht mit originellen Details – wie den vierzehn Engeln, die als historische Persönlichkeiten dargestellt werden, welche sich um das Wohl von Kindern verdient gemacht haben.
„Üppig, prall und lebendig ist dieses Zauber-Märchenspiel auf der Bühne: ein einziger großer Rausch aus Licht, kleinen Tricks und mal verblüffenden, mal naiven Illusionen“, urteilte die Sendung Fazit von Deutschlandfunk Kultur nach der Premiere am 12. Oktober 2014.
Die Vorstellungen werden musikalisch alternierend von Alden Gatt und Generalmusikdirektor Thomas Guggeis geleitet. Guggeis dirigiert die Vorstellungen am 10., 20. und 26. Dezember. Er
steht darüber hinaus in dieser Spielzeit noch in den Premierenserien von Le roi Arthus, Un ballo in maschera und The Greek Passion am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters sowie bei den Wiederaufnahmen von Richard Wagners Das Rheingold und Die Walküre. Gastdirigate führen Guggeis in dieser Spielzeit nach Florenz und an die Mailänder Scala. Im Sommer 2027 debütiert er mit Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen. Gatt, seit der Spielzeit 2023/24 der Oper Frankfurt als Kapellmeister verbunden, dirigiert rund um den Jahreswechsel die Vorstellungen von Mozarts Così fan tutte an der Oper Frankfurt. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er schon an Opernhäusern in Dallas, San Francisco und an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Die Titelpartien gestalten im Wechsel die Ensemblemitglieder Karolina Makuła und Bianca Andrew als Hänsel sowie Karolina Bengtsson als Gretel. Als Besenbinder Peter sind alternierend Sebastian Geyer und Liviu Holender zu erleben, die Partie der Mutter Gertrud übernehmen im Wechsel Claudia Mahnke und Juanita Lascarro. In der Rolle der Knusperhexe steht erneut Peter Marsh auf der Bühne. Komplettiert wird das Ensemble der Wiederaufnahme von Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel durch die Opernstudio-Mitglieder Ruby Dibble als Sandmännchen und Younji Yi als Taumännchen.
Dienstag, 3. November 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Liederabend
KELSEY LAURITANO, Mezzosopran
Awakenings – Lieder von Henry Purcell, Benjamin Britten, John Harbison, Aaron Copland, Franz Schubert, Johannes Brahms und Gustav Mahler
Preise: € 16 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Kelsey Lauritano leuchtet mit ihrer Bühnenpräsenz als Ensemblemitglied der Oper Frankfurt in zahlreichen Partien. In der vergangenen Spielzeit überzeugte sie mit bedeutenden Rollendebüts, etwa als Dorabella in Così fan tutte und als Mercédès in Barrie Koskys Carmen. Zudem glänzte sie mit ihrer gefeierten Interpretation des Cherubino und nicht zuletzt als Hannah in Weinbergs Die Passagierin. Die amerikanische Mezzosopranistin besticht durch eine Mischung aus technischer Präzision und entwaffnender emotionaler Unmittelbarkeit. Ihr Repertoire spannt einen weiten Bogen vom Barock bis zur Moderne. Internationale Erfolge führten sie bereits an das Opernhaus Zürich und die Bayerische Staatsoper, während sie in den USA zuletzt als Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) am Opera Theatre of Saint Louis begeisterte. Dass sie auch das leichte Fach beherrscht, bewies sie mit Gala-Konzerten, die den Klassikern der Metro-Goldwyn-Mayer-Musicals gewidmet waren. In diesem Liederabend erleben wir eine Künstlerin, die die intime Form des Konzerts nutzt, um die ganze Palette ihrer „wundersamen Kraft“ (Opera News) zu entfalten.
Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
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