DIE MONTAG-PRESSE, 12. OKTOBER 2026

DIE MONTAG-PRESSE, 12. OKTOBER 2026

Foto: Stehplatzparterre Wiener Staatsoper © Michael Michaelis

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE, 12. OKTOBER 2026

Wien/ Staatsoper
Fast kein Grund zum Naserümpfen bei diesem Rossini-Spaß
Das Staatsopern-Bühnenbild von „Il Barbiere di Siviglia“ stinkt nicht mehr – und dank der überzeugenden Sängerriege amüsiert man sich bestens.
DiePresse.com

Paris
Opéra National de Paris – Götterdämmerung: Im Nichts entschwunden
) Mit der „Götterdämmerung“ rundet sich die „Ring“-Regie von Calixto Bieito in der collagehaft gefügten Szenen-Abfolge nur bedingt. Für Stringenz sorgen Pablo Heras-Casado am Pult und ein exquisites Ensemble.
Opern-Kritik: Opéra National de Paris – Götterdämmerung | concerti.de

Emanzipation ist für Frauen ein tödliches Geschäft
Von Göttern keine Spur: Regisseur Calixto Bieito beendet Wagners „Ring“ in Paris – mit einer ganz auf die Niedertracht der Menschen fixierten „Götterdämmerung“.
SueddeutscheZeitung.de.goetterdaemmerung

Wien/ Musikverein
Riccardo Muti, Brahms und der Zauber der Melancholie (Bezahlartikel)
Mitsuko Uchida am Klavier und die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti mit Beethoven und Brahms: ein großer Abend im Musikverein.
DiePresse.com.muti,brahms

Wien/ Konzerthaus
Hier wird Schuberts „Superpower“ zelebriert (Bezahlartikel)
Die Musicbanda Franui zeigte am Freitag gemeinsam mit einer illustren Gästeschar im Wiener Konzerthaus die immense Interpretationsvielfalt von Schubert-Liedern.
https://www.diepresse.com/41342479/hier-wird-schuberts-superpower-zelebriert

Franui & Friends: Song-Preziosen klanglich kreativ neu eingekleidet (Bezahlartikel)
„Die große Schubertsache“ im Wiener Konzerthaus.
Kurier.at.franuiandfrieds

Das Kulturamt
Musical zurück ins Theater an der Wien? (Bezahlartikel)
Drängt mit der neuen Chefin der VBW das Musical die Oper endgültig an die Wand? Ein Antrag an das (fiktive) Kulturamt.
https://kurier.at/kultur/musical-zurueck-ins-theater-an-der-wien/403197209

Linz/Landestheater
Wunder gibt es immer wieder: „Lohengrin“ am Landestheater Linz
Als designierter Chefdirigent des Bruckner Orchesters zeichnete Christoph Koncz für eine musikalische Glanzleistung verantwortlich. Der tapsigen, leicht verpeilten Elsa hätte wohl kein Brabanter zugetraut, aus der Sache mit ihrem verschwundenen Bruder wieder rauszukommen. Als nach Telramunds Anklage im letzten Moment ein Retter samt Schwanenwesen auftauchte und tatsächlich für die verhuschte Herzogstochter eintrat, waren die versammelten Männer und Frauen doch einigermaßen baff: „Ein Wunder! Ein Wunder!“ Ein „unerhörtes, nie geseh’nes Wunder!“
DerStandard.at.lohengrinlinz

Jubel für „Lohengrin“ in Linz unter künftigem Musikdirektor
Mit der vom Publikum lautstark gefeierten Premiere der romantischen Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner wurde am Samstag im Linzer Musiktheater die Opernsaison eröffnet. Im Mittelpunkt des Beifalls stand der junge Dirigent Christoph Koncz. Der 39-Jährige folgt ab der Saison 2027/28 als Musikdirektor und Chefdirigent des Bruckner Orchesters Markus Poschner nach.
SalzburgerNachrichten,musikdirektor

Salzburg/ Dom
Die Stille vor dem Sturm
usgerechnet Bruckners Siebente! Und ausgerechnet im Salzburger Dom! Das mehr als außergewöhnliche Konzert war Christian Thielemanns Einstand als Leiter des Symphonieorchesters der Universität Mozarteum. Thielemann ist mit eben begonnenem Semester Professor für Dirigieren in Salzburg.
DrehpunktKultur.at.stille.vor.dem.sturm

Antrittskonzert von Christian Thielemann in Salzburg: Eine Lichtgestalt erhellte den Dom (Bezahlartikel)
Christian Thielemann präsentierte sich am Samstag mit Bruckners Siebter als neuer Professor an der Universität Mozarteum.
SalzburgerNachrichten,lichtgestalt

Berlin/ Philharmonie
Ingo Metzmacher mit dem DSO: Gotteslob und Todesangst in der Philharmonie (Bezahlartikel)
Klangfantasie und emotionale Wucht: Das Deutsche Symphonie-Orchester sorgte mit seinem ehemaligen Chef für überwältigende Momente.
Tagesspiegel.de.metzmacher

Augsburg
Komödie trotz Tragödie
Das Staatstheater Augsburg zeigt Franz Kafkas „Die Verwandlung“ als Deutsche Erstaufführung in Kooperation mit dem Theater Winterthur. Komponist Gordon Kampe und Librettist Philipp Löhle sorgen für perfekt getimte Unterhaltung zwischen Humor und Horror.
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/augsburg-verwandlung-kampe-loehle/

Aachen
Don Carlo – Lebende Bilder
Das Theater Aachen hat einen neuen Generalmusikdirektor: Levente Török. Für seine Vorstellung in der Oper hat er sich mit Giuseppe Verdis Don Carlo ein Meisterwerk ausgesucht, bei dem für jede Neuproduktion eine große Entscheidung getroffen werden muss: Welche Fassung soll man spielen? Über einen Zeitraum von 20 Jahren hat sich Verdi immer wieder mit diesem Stoff beschäftigt und seine wohl politischste Vertonung eines Stoffes von Friedrich Schiller erreicht, die dem Drama wesentlich näher kommt als die drei früheren Vertonungen von Schillers Werken. Dabei hat er insgesamt sieben unterschiedliche Fassungen erstellt, teils in französischer, teils in italienischer Sprache. Mal umfassen die Versionen fünf Akte wie die Urfassung von Paris (1866) oder die 20 Jahre später entstandene Modena-Fassung in italienischer Sprache. Mal ist die Handlung auf vier Akte verkürzt wie in der wohl bekanntesten Mailänder Fassung von 1884 und der erste Akt in Fontainebleau, der die Vorgeschichte des Dramas erzählt, gestrichen. Török und das Regie-Team um Elena Tzavara haben sich für die „kürzere“ Mailänder Fassung entschieden, weil sie ihrer Meinung nach alles Wesentliche erzähle und der „Fontainebleau-Akt“ für die eigentliche Handlung verzichtbar sei. Immerhin war die fünfaktige Modena-Fassung auch erst 2014 hier in Aachen zu erleben.
https://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20262027/AC-don-carlo.html

Annaberg-Buchholz
Club der toten Tenöre: Daniel Behles Operette „Schmetterling“
Schräg, liebevoll und moralinsüß: Daniel Behle, Tenor mit Faible fürs Komponieren, brachte in Annaberg-Buchholz seine Operette „Schmetterling“ heraus. Ein Seitenhieb auf Bayreuth – und auf viele andere Theaterdinge
Muenchner.merkur.de.schmetterling

Frankfurt
Kann sich Frankfurt den Bühnen-Neubau noch leisten? (Bezahlartikel)
Der reichen Stadt Frankfurt geht das Geld aus. Im Gegensatz zu anderen Städten hält die Politik aber am kostspieligen Neubau der Städtischen Bühnen fest. Vieles spricht dafür, die Pläne zu überdenken.
FrankfurterAllgemeine.net.buehnenneubau

Basel
„Moses und Aron“ von Arnold Schönberg am Theater Basel: Rieselnde Ratlosigkeit (Bezahlartikel)
Schönberg fand erst spät zum Judentum zurück, auch seine grandiose Oper berichtet davon. Eine Aufführung in Basel wird zum Höhenflug.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/arnold-schoenberg-moses-und-aron-theater

Links zu englischsprachigen Artikeln

Hamburg
Revival of 2008 Die Walküre in Hamburg portrays Wotan as an arch-manipulator
https://seenandheard-international.com/2026/10/revival-of-2008-die-walkure

Gelsenkirchen
Lanzino’s thought-provoking Wozzeck in Gelsenkirchen also convinces musically
https://seenandheard-international.com/2026/10/lanzinos-thought-provoking-wozzeck

Leeds
Eugene Onegin, Opera North review – great musically, never mind the concept
Energy, passion, intensity and tenderness in Garry Walker’s conducting
https://www.theartsdesk.com/opera/eugene-onegin-opera-north

Dublin
Testament, Irish National Opera review – an operatic Mary is met by protests, internal and external
Inventive sets and choreogaphy, eclectic music, atone for a clunky libretto
https://www.theartsdesk.com/opera/testament-irish-national-opera-review-operatic

New York
Berlin Philharmonic brings fresh conviction to familiar Brahms and Strauss
https://newyorkclassicalreview.com/2026/10/berlin-philharmonic-brings-fresh-conviction

Petrenko and the Berliner Philharmoniker bathe Carnegie Hall in Italian color
https://seenandheard-international.com/2026/10/petrenko-and-the-berliner

Chicago
Mäkelä wraps an auspicious autumn with thrilling Stravinsky and Walton
Chicagoclassical.review.com

Austin
Accept this offering
Austin Opera inaugurates its new permanent home with Ofrenda, an intimate tribute to the city’s Latine community.
https://parterre.com/2026/10/10/accept-this-offering/

Dallas
Review: A lively, colorful ‘Elixir of Love’ opens Dallas Opera season
Soprano Soraya Mafi was a dazzling Adina in Donizetti’s comedy.
dallasnews.com

Ballett / Tanz

Baden-Baden
Festspielhaus Baden-Baden: „Illusionen – wie Schwanensee“, John Neumeier
DerOpernfreund.de.festspielhaus

Ballet / Dance
The Sleeping Beauty (Stuttgart Ballet)
Germany’s leading classical company brings its justly admired production of Petipa’s great ballet to Melbourne
https://limelight-arts.com.au/reviews/the-sleeping-beauty-stuttgart-ballet/

Sprechtheater

Graz/ Schauspielhaus
Der Titel sagt schon alles: „Die Waffen nieder!“ als grelle Revue (Bezahlartikel)
Sandra Strunz dramatisierte Bertha von Suttners Roman am Grazer Schauspielhaus ziemlich artifiziell
Kurier.at.berthavonsuttner

Wieb/ Josefstadt-Premiere
Broadway-Sounddesigner: „Wir gehen ins Theater, um Leben zu sehen!“
Tony Meola ist an Welthits wie „Lion King“ oder „Wicked“ beteiligt – und arbeitet derzeit für „Letzter Aufruf“ (Karajan & Bernstein) in den Wiener Kammerspielen
DerStandard.at.story.sounddesigner

Landshut
„Ich bin, was ich bin“: Neustart am Landestheater Niederbayern
Mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ begann die neue Intendantin und Regisseurin Astrid Großgasteiger im Landshuter Theaterzelt die neue Ära. Sie will „patriarchale Machtstrukturen“ hinterfragen und auf eine große ästhetische Bandbreite setzen.
BR.de.Nachrichten,niederbayern

Ausstellungen/ Kunst

Berlin/ Gropius-Bau
Schlingensief-Schau zeigt Vermächtnis eines Vielschichtigen
Der Künstler Christoph Schlingensief (1960-2010) würde sich nach Einschätzung seiner Witwe auch heute noch einmischen. Was er heute machen würde? Das könne niemand wissen, sagte Aino Laberenz vor Eröffnung einer neuen Ausstellung in Berlin mit dem Subtitel „Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine“. Was sie sich aber rausnehme zu sagen: „Er würde sich verhalten.“ Und wahrscheinlich würde er damit überraschen.
SalzburgerNachrichten.at

Medien

ORF
„Gute Nacht, Österreich“ – Sendung vom 9.102026
Peter Klien mit seinem Mikro unterwegs
„Gute Nacht Österreich mit Peter Klien am 9.10.26

Politik

Trump will Selenskyj loswerden – Kiew reagiert
US-Präsident Donald Trump fordert einen neuen ukrainischen Staatschef – doch aus Kiew kommt prompt eine klare Antwort. Außenminister Andrij Sybiha stellt sich hinter Wolodymyr Selenskyj und betont, wer über die Führung des Landes zu entscheiden habe. Der offene Schlagabtausch dreht sich auch um Trumps umstrittenen Diesel-Deal mit Kremlchef Wladimir Putin.
https://www.krone.at/4329176

Oberösterreich
SPÖ-Landeschef Winkler: Babler weiter Minister? „Wird nicht so bleiben“
Oberösterreichs SPÖ-Chef Martin Winkler spielte bei der Neuaufstellung der Bundespartei eine entscheidende Rolle. Im Interview mit der „Krone“ spricht er über Andreas Bablers Zukunft, Markus Marterbauer und einen Plan B. Und er sagt klar, welches Ergebnis er bei der OÖ-Wahl im kommenden Jahr für seine Partei erwartet.
https://www.krone.at/4327031

Krone“-Kommentar
Nein und nochmals nein: Das störrische Kind Babler
Jetzt sei die Trendumkehr geschafft – das hört man aus der SPÖ zuletzt häufig. Seit der Sitzung von Andreas Babler mit den Landesparteichefs sind gerade einmal acht Tage vergangen und die Nebel scheinen sich zu lichten. Immer mehr Informationen sickern darüber durch, was da am Sonntag vor einer Woche hinter verschlossenen Türen abgegangen sein soll. Babler habe sich, wird erzählt, der Länder-Front, die seinen sofortigen Abgang einforderte, wie ein störrisches Kind entgegengestemmt. Eventuell werde er einen Übergangsprozess für das nächste Jahr einleiten, aber er bleibe Parteichef.
https://www.krone.at/4330084

Aufstieg und Fall: Wer war Andreas Babler?  Bezahlartikel
Es war eine kurze steile Karriere. Von 2023 bis 2026 war Andreas Babler SPÖ-Vorsitzender. Er hat sich dabei neu erfunden und ist dennoch der Alte geblieben. Das war letztlich auch sein Problem.
DiePresse.com.wer.war.babler

Wirtschaft

Die Atomkraft erlebt eine Renaissance und diese Aktien könnten massiv profitieren
Künstliche Intelligenz verschlingt Unmengen an Energie. Und die wird zunehmend aus Kernkraftwerken stammen. Für Anleger ergeben sich Chancen. Einer US-Aktie trauen Analysten besonders viel zu. Sie könnte um 125 Prozent zulegen.
DiePresse.com.atomkraft

Sport

Singapur/ Formel 1
Bei Jubiläumsrennen: Max Verstappen feiert Premierensieg in Singapur
Max Verstappen hat bei seinem 250. Formel-1-Grand-Prix erstmals in Singapur triumphiert. Nach seinem Sprint-Sieg am Samstag war der Red-Bull-Fahrer auch im Rennen nicht zu schlagen. Er führte jede Runde an und setzte sich vor Charles Leclerc (Ferrari) und dem WM-Führenden Kimi Antonelli (Mercedes) durch.
https://www.krone.at/4326627

Fußball Österreich
Drei Tore, zweimal Rot. Altach gewinnt klar im Kellerduell gegen den WAC
Drei Tore und zwei Rote Karten – das Kellerduell der österreichischen Bundesliga zwischen Altach und dem WAC hatte es in sich. Die Vorarlberger gewannen 3:0 und gaben somit die rote Laterne an die Gäste aus Kärnten ab.
https://www.krone.at/4327206

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Unter’m Strich

No-Show-Gebühren: Was Österreichs Toprestaurants verlangen
No-Shows kosten Restaurants Zeit, Geld und Lebensmittel. Wie sieben Spitzenrestaurants mit kurzfristigen Absagen und Nichterscheinen umgehen – und wann Gäste zahlen müssen. Nicht in Anspruch genommene Reservierungen bedeuten für Gastronomen unbezahlte Vorleistung, verschwendete Lebensmittel und reduzierter Umsatz. Vor allem im Top-Bereich, wo Tische nicht kurzfristig besetzt werden können, ist das oft existenzbedrohend. Aber jeder geht damit anders um. Wir reihen nach Kulanz: 1. Die Weinbank: Das beste Restaurant der Steiermark liegt entlegen, eine nicht wahrgenommene Reservierung kann daher kurzfristig kaum kompensiert werden. Stornierungen bis 48 Stunden vorher sind hier gratis, bis 24 Stunden vorher werden 70 Euro abgebucht, danach 150 Euro. Reduzierungen der Personenanzahl am selben Tag werden voll verrechnet, aber mit einem Gutschein abgegolten. 2. Taubenkobel: Im Taubenkobel wird die No Show-Angelegenheit sehr kulant geregelt: Bis 24 Stunden vorher kann kostenlos storniert werden, für Nichterscheinen werden 100 Euro abgebucht. Wenn bei sehr kurzfristigen Stornierungen der Tisch weitergegeben werden kann, fallen keine Kosten an. Beim jährlichen Weihnachts-Pop-up in Wien handhaben das die Weißgerber-Eselböcks genauso.
News.at.stornierungen.in.der.gastronomie

Gralla bei Leibnitz/Steiermark

Party-Crash! Kult-Disco muss Insolvenz anmelden
Die bekannte Discothek Niteflight in Gralla hat Insolvenz angemeldet. 18 Mitarbeiter sind vom Verfahren betroffen.
Heute.at.partycrash

Kuriose Szenen im Circus. Lili Paul-Roncalli: Böse Überraschung in der Manege
Ein Hund crasht ihre Nummer, dann mischt sich das Ordnungsamt ein! Bei Lili Paul-Roncalli lief alles schief. Und sie ahnte nicht, wer dahintersteckt.
Heute.at.roncalli

INFOS DES TAGES (MONTAG, 12. OKTOBER 2026)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 12. OKTOBER 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Berlin: Jonas Kaufmann bereit für die Gala

The Opus Klassik Gala is about to begin..

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ZU FACEBOOK
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Oper Frankfurt: Georg Friedrich Händel: Ottone. Fotos von der gestrigen Premiere 

Oper in drei Akten
Text von Nicola Francesco Haym nach Stefano Benedetto Pallavicini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Wenn Heiratspolitik zum bösen Spiel wird: Ottone soll Teofane heiraten. Doch man hat die Rechnung ohne die ehrgeizige Gismonda gemacht. Sie intrigiert im Hintergrund, um ihren Sohn Adelberto in Position zu bringen.


Ensemble. Foto: Xiomara Bender

Musikalische Leitung: Václav Luks
Inszenierung: Jetske Mijnssen
Bühnenbild, Kostüme: Ben Baur
Choreografie: Dustin Klein
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Mareike Wink


Yuriy Mynenko. Foto: Xiomara Bender

Ottone: Yuriy Mynenko
Teofane: Monika Buczkowska-Ward
Gismonda: Paula Murrihy
Adelberto: Iurii Iushkevich
Matilda: Cecelia Hall
Emireno: Jonas Müller


Corinna Schnabel (La Contessa) und Paula Murrihy (Gismonda) sowie Cecelia Hall (Matilda). Foto: Xiomara Bender

Statisterie der Oper Frankfurt
Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester spielt
auf historischen Instrumenten in historischer Stimmung (a′ = 415 Hz).


Paula Murrihy (Gismonda) und Iurii Iushkevich (Adelberto; liegend) sowie Cecelia Hall (Matilda). Foto: Xiomara Bender

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
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BERLIN / Fotografiska Ballsaal – OPUS KLASSIK KONZERT 2026; 10.10.

Aufmerksamkeitsbooster und exzeptionelle Kostproben der Preisträger

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 Foto: Markus Nass

Der Opus Klassik steht unter dem Motto „Leidenschaft feiern, Innovation fördern, Exzellenz ehren.“ Soweit wunderbar! Er hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und wird seit 2018 als Nachfolger des Echo Klassik vergeben. Er mag je nach Blickwinkel mehr oder weniger zurecht wegen des Musikmarketings, der Inflation der Auszeichnungen, der Zusammensetzung der Jury und mancher ihrer Entscheidungen umstritten sein bzw. als kommerziell gepolte Maschine großer Labels (die noch immer einen beachtlichen Job machen) gelten.

Als öffentlichkeitsrelevanter Gradmesser der musikalischen Gegenwart und ihrer Strömungen, sozusagen als künstlerischer Flaschengeist einer Versuchsanordnung, dient dieser „wichtigste Preis für klassische Musik in Deutschland“ noch allemal. Außerdem sind aus meiner Sicht viele Köche erwünscht, wenn es der klassischen Musik(branche) öffentlichkeitswirksam Beachtung und nachhaltigen Publikumszuspruch verschafft.

In 29 Kategorien (wobei innerhalb dieser Kategorien fallweise mehrere Preise vergeben werden) dem Opus Klassik School und dem aus meiner Sicht besonders bedeutsamen Sonderpreis Musiklehrer des Jahres (dieses Jahr erhielt Florian Aschenbrenner verdientermaßen die Distinktion) geht es um Fragen der Visibilität und Anerkennung, um Anregung und Ansporn, ja und auch um Unterhaltung und Show.

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Katharina Konradi, Anna Novak. Foto: Markus Nass

Die Preisverleihung findet an zwei Abenden statt, wobei beim ersten Event, dem Konzert, mehrheitlich die anspruchsvolleren musikalischen Programme präsentiert werden. So startete das von Anna Novák schon zum fünften Mal moderierte Konzert, in diesem Jahr zum ersten Mal im Ballsaal des Museums Fotografiska im historischen Kunsthaus Tacheles in der Oranienburger Straße, mit Zoltan Kodálys „Sonatine für Cello und Klavier“.

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Simon Tetzlaff. Foto: Markus Nass

Nachwuchskünstler des Jahres, der junge Cellist Simon Tetzlaff, dessen Vater, der Geiger Christian Tetzlaff, dieses Jahr die Ehrung in der Kategorie Instrumentalist des Jahres verliehen wird, musizierte mit der Pianistin Kiveli Dörken auf seinem neuen Cello das zwischen ungarischer Melodik und französischer Eleganz anzusiedelnde, einsätzige Stück. Auf seinem im Dezember 2025 erschienenen hänssler Solo-Album spielte der Klangbewusstsein und expressive Gestik verbindende Künstler Zoltan Kodalys Sonate in h-moll op. 8 für Cello solo.

Für ihre Erkundungen französisch sprachiger Lieder von Franz Liszt mit dem Pianisten Daniel Heide im Rahmen von dessen Projekt einer Gesamteinspielung aller Liszt Lieder gewann die in Kirgisistan geborene deutsche Sängerin Katharina Konradi den Opus Klassik für die solistische Einspielung Gesang des Jahres. Für das von Repertoirewert und Interpretation exzellierende Album Franz Liszt „Un Cycle Imaginaire“ mit 18 Liedern auf Texte französischer Dichter gab es schon den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2026. Im Konzert begeisterten die mit social media Videos aus dem Alltag aktive Sopranistin Konradi und der heute vielleicht fluideste und pianistisch eigenständigste Liedbegleiter Heide mit dem ariosen „Enfant, si j’étais roi“ sowie lyrisch aufblühend „Oh! Quand je dors“, beide auf Gedichte von Victor Hugo. Konradis luxuriös timbrierte Stimme beweist besonders in der Passion des Vortrags und der glänzenden Höhe ihre unverwechselbaren Qualitäten.

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Wei, Stegner, Saksala. Foto: Markus Nass

Einen Publikumshit fuhren Wu Wei auf seiner Sheng, einer chinesischen Mundorgel, Martin Stegner Viola und Janne SaskalaKontrabass (beide Mitglieder der Berliner Philharmoniker) mit ihrer zwischen Original und jazziger Verdichtung mäandernden Sicht auf Antonio Vivaldis Triosonate in d-Moll, RV 63, „La Follia“ ein. Eigentlich für zwei Violinen und basso continuo geschrieben, war es unglaublich, was die der Form nach dem mythischen Vogel Phönix nachempfundene Sheng mit ihren vielen kleinen Bambusröhren an reicher Klangpalette aufzubieten vermag (man hört Laute, die denen des Akkordeons, einer Leier, der Oboe, Flöte oder Mundharmonika ähneln), wie gut sie sich mit venezianisch barocker Exaltiertheit und erst Recht mit den Streichern des chinesisch-deutsch-finnischen Trios verträgt. Den Preis erhielten die drei für die bei ECM erschienene Kammermusikeinspielung des Jahres „Pur ti miro“.

Nach der Pause startete der russische Pianist und Komponist Kirill Richter, der für sein Video ‚Waltz No. 7‘ aus dem Album „Towards the Beloved City“ den Open Classic School gewann. Link zum in schwarz weiß gedrehten, ästhetisch retro-cool gestylten Videoclip über Liebe, Nähe und Lebensfreude https://www.youtube.com/watch?v=kBAfhz_C4zc

Mit nicht alltäglichen Liedraritäten wartete der Bassbariton Marcel Brunner als Nachwuchskünstler des Jahres auf. Wie auf seinem prämierten Album „Remembrance“, einer liedhaften Spurensuche über die Erfahrungen von Krieg, Verlust, Erinnerung und Zuversicht, sang Brunner ‚Am Abend‘ aus „Zwei ernste Gesänge“ von Rudi Stephan, „Der Graben“ von Hanns Eisler sowie ‚Im Wetter‘ aus „Sechs Gesänge aus ernster Zeit“, op. 63 von Robert Kahn. Mit opernhafter Attitüde, metallisch auftrumpfenden Höhen und engagiertem Ausdruck gelang ein dramatisch granulierter Zugriff auf die zugrunde liegende Botschaft. Doriana Tchakarova begleitete spätromantisch vielschichtig mit zugreifender Pranke am Flügel.

Am Ende des Programms standen – gut gewählt – Musiker und Musikerinnen, die sowohl brillant virtuos als auch atmosphärisch locker das Fest zum Kochen brachten. Als wahre Stimmungskanonen erwiesen sich sowohl das vision string quartet (Florian Willeitner Violine, Daniel Stoll, Violine, Sander Stuart Viola, Leonard Disselhorst Cello) in der Kategorie Klassik ohne Grenzen als auch die Solohornistin der Berliner Philharmoniker Sarah Willis als Instrumentalistin des Jahres, ausgezeichnet für ihr Album „Cuban Christmas“ (Deutsche Grammophon). 

Das hat sie mit dem von ihr nach, wie sie selbst sagt, einigen Mojitos gegründeten Ensemble „Sarahbanda“ aufgenommen. Außer der begnadeten Hornistin sind in dem Ensemble noch Violine, Kontrabass, Saxophon, Trompete, Klavier und Schlagzeug vertreten.

Das vision string quartet begeisterte mit einem schwungvollen Arrangement eines bulgarischen Volkslieds ‚Kopanitsa‘, der jazzigen Nummer „Fairytales“ des Pianisten Joel Lyssarides und „Skymnig“ von Sander Stuart.

Sarah Willis und ihre kubanischen Freunde zeigten bei „El Bodeguero“ von Richard Egües, „Habanera/Timba/Torero“ von Georges Bizet/Edgar Olivero und „El Manisero“ von Moisés Simons nicht nur ihr unbändiges Temperament auf ihren Instrumenten, sondern die Musik fuhr ihnen allen sprichwörtlich in die Beine. So schloss der Abend in Feierlaune nach drei anregenden Stunden.

Hinweis: Das Konzert wurde am Sonntag , 11. Oktober, um 20.03 auf radio3, dem Kulturradio des rbb, gesendet.

Dr. Ingobert Waltenberger

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American mezzo-soprano Lea Shaw a major favorite, winning four prizes. Prize winners of the 59th IVC Opera & Oratorio Competition

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Lea Shaw. Copyright: Sarah Hickson

Following a festive Grand Finale concert, prizes were awarded to the winners of the 59th International Vocal Competition ’s-Hertogenbosch in Opera and Oratorio. The internationally acclaimed jury, led by opera director Sir David Pountney, awarded the first prize—the Grand Prix ’s-Hertogenbosch—to American mezzo-soprano Lea Shaw. She also took home the Van Amelsvoort Prize, the ANED Fund Audience Prize, and the Press Prize. Tenor Jack Lee received the second prize, while bass-baritone Evan Gray was awarded the third prize.

Lea Shaw received the top prize of €15,000 from Mayor Mikkers of ’s-Hertogenbosch. The American mezzo-soprano, based in Glasgow, is a rising star in the opera world. She has performed with Scottish Opera and English National Opera and collaborated with renowned musicians. She also won awards at the Northern Aldborough Festival New Voices Competition.
“The standard of talent was exceptionally high this time,” says Andrew Watts, General and Artistic Director. “In the past, seventy singers were invited. By reducing that number to a maximum of forty, the IVC was able to showcase the absolute best young operatic talent. They presented two programs in which opera and oratorio played equally significant roles.”
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The Main Rounds of the renowned competition took place from Friday, October 2, to Monday, October 5, featuring thirty-six young opera singers. From this group, eight finalists were selected: Aaron-Casey Gould, tenor (USA); Evan Gray, bass-baritone (Switzerland); Yuriy Hadzetskyy, baritone (Ukraine); Jack Lee, tenor (UK); Chao Líu, baritone (China); Thomas McGowan, baritone (UK); Viktoriia Shamanska, soprano (Ukraine); and Lea Shaw, mezzo-soprano (USA). Following the Grand Finale concert—accompanied by Philzuid under the baton of Karen Kamensen—the juries announced their decisions. This year’s jury consisted of chairman Sir David Pountney (opera director), Susan Bullock CBE (soprano), Paul McNamara (tenor), Peter Rose (bass), Natascha Ursuliak (Opernhaus Zürich), Susanne Schmidt (Opera Ballet
Vlaanderen), Dieter Kaegi (Theater Orchester Biel Solothurn), Tobias Hasan (Staatsoper Unter den Linden), and Damià Carbonell Nicolau (De Nationale Opera).
For over seventy years, the IVC has been one of Europe’s most prestigious vocal competitions. Renowned artists such as Pretty Yende, Elly Ameling, Nelly Miriciou, and Thomas Hampson launched their international opera careers in ’s-Hertogenbosch.

A recording of the IVC Grand Finale concert can be heard on Saturday, 24 October, from 19:00 to 23:00 on NPO Klassiek as part of the NTR programme ‘Opera Live’. Lea Shaw, winner of the Grand Prix ’sHertogenbosch, will appear as a guest on the programme *Podium Klassiek* on NPO 2 on Sunday, 11 October, at 18:15. She will perform the Lunch Concert at the Concertgebouw in Amsterdam on Wednesday, 14 October.

The following prizes have been awarded this evening, Saturday 10 October:
• Grand Prix ’s-Hertogenbosch – 1st Prize (€ 15.000) Lea Shaw – mezzo-soprano (USA, 1996)
• Toonkunstprijs – 2nd Prize (€ 7.500) Jack Lee – tenor (United Kingdom, 1997)
• Staetshuys Fund-prijs – 3rd Prize (€ 4.000) Evan Gray – bass-baritone (Switzerland, 1998)
• Young Talent Prize (€ 3.500)
Victoriia Shamanska – soprano (Ukraine, 2002)
• Marianne Blok Prize (€ 3.500)
Victoriia Shamanska – soprano (Ukraine, 2002)
• Bierens Foundation of the Arts Operetta Prize (€ 3.500 )
Jack Lee – tenor (United Kingdom, 1997)
• Van Amelsvoort Prize (€ 2.500) Lea Shaw – mezzo-soprano (USA, 1996)
• ANED Fund Audience Prize (€ 1.500) Lea Shaw – mezzo-soprano (USA, 1996)
• Friends of the IVC Prize (€ 1.500) Maria Knihnytska – soprano (Ukraine, 1995)
• Press Jury Prize (€ 1.500) Lea Shaw – mezzo-soprano (USA, 1996)
• Junior Jury Prize (€ 1.000) Chao Liu – baritone (China, 1996)
Engagement Prizes: • Het Concertgebouw, Lunchconcert in the Kleine Zaal, 14 October 2026
Lea Shaw – mezzo-soprano (USA, 1996)
• Händel Choir Award 2026 Irene Hoogveld, soprano (Netherlands, 1992)
• Andrew Wise Talent Award 2026 Milan de Korte, tenor (Netherlands, 1997)
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Jetzt im Radio: Die Königin von Saba von Charles Gounod

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„Die Königin von Saba“ als konzertanten Opernaufführung an der Deutschen Oper am Rhein mit Bogdan Taloş (König Soliman), Liana Aleksanyan (Balkis) und den Duisburger Philharmonikern und der Leitung von Hendrik Vestmann. FOTO © Jochen Quast

Pflicht oder Liebe? Vor dieser Frage steht Balkis, die Königin von Saba, als sie zu ihrem Verlobten, König Soliman, nach Jerusalem reist. Schon bald hat sie nur noch Augen für dessen Baumeister Adoniram, der für Soliman einen Wunderbau errichten soll. Unaufhaltsam sind die Gefühle zwischen Adoniram und Balkis, während Soliman vor Eifersucht glüht. Als der Baumeister Opfer einer blutigen Intrige durch seine Arbeiter wird, schwört Balkis ihm Treue über den Tod hinaus.

Im Mai 2026 brachte die Deutsche Oper am Rhein Die Königin von Saba in einer aufwendig erarbeiteten neuen Fassung auf die Bühne – die Premiere wurde vom WDR mitgeschnitten. Klangvolle Arien, prächtige Chöre und eine farbenreiche Orchestrierung machen Charles Gounods nur selten aufgeführte Grand Opéra jetzt auch im Radio zu einer echten Entdeckung.

Am Samstag, 17. Oktober, wird Die Königin von Saba von 20.03 – 23.00 Uhr bei ARD Oper ausgestrahlt – zeitgleich zu hören bei WDR 3 und weiteren Kultursendern wie BR Klassik, NDR Kultur, RBB – radiodrei und SWR Kultur. Im Anschluss ist sie vier Wochen lang im WDR 3-Konzertplayer nachzuhören. Die Duisburger Philharmoniker begleiten Liana Aleksanyan (Balkis), Bogdan Taloș (König Solman), Sébastien Guèze (Adoniram) in den Hauptrollen sowie das Ensemble und den Chor der Deutschen Oper am Rhein unter der Leitung von Hendrik Vestmann.

Weitere Informationen kurz vor dem Sendetermin hier bei WDR 3 Oper.

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Oper Frankfurt: Erste Wiederaufnahme TANCREDI
Melodramma eroico in zwei Akten von Gioachino Rossini
Text von Gaetano Rossi nach Voltaire
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Foto: Monika Rittershaus

Musikalische Leitung: Giuliano Carella
Inszenierung: Manuel Schmitt
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Silvia Gatto
Bühnenbild. Bernhard Siegl
Kostüme: Raphaela Rose
Licht: Joachim Klein
Chor: Giulio Ferré
Dramaturgie: Konrad Kuhn
Argirio: Theo Lebow
Amenaide: Bianca Tognocchi
Orbazzano: Kihwan Sim
Tancredi: Cláudia Ribas
Isaura: Ruby Dibble
Loredana: Daniela Zib
Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Tancredi von Gioachino Rossini (1792–1868) entstand 1812/13 als Auftragsarbeit für das venezianische Teatro La Fenice und markierte einen Wendepunkt in Rossinis Karriere hin zur Gattung der Opera seria. Nach der Uraufführung in Venedig 1813 wurde Tancredi schon bald an der Mailänder Scala gespielt. Im Jahr 1817 stand das Werk zum ersten Mal in Frankfurt auf dem Spielplan. Die Partitur ist geprägt von Rossinis charakteristischer melodischer Inspiration und virtuosen vokalen Anforderungen, die den Übergang von der Opera seria des 18. Jahrhunderts zum Belcanto des 19. Jahrhunderts markieren. Besonders berühmt wurde die Cavatine des Tancredi „Di tanti palpiti“, die zu Rossinis Lebzeiten zu einer Art Gassenhauer avancierte.

Die Oper vereint heroische Leidenschaft mit tief empfundener Lyrik und zeigt bereits Rossinis Meisterschaft in der Gestaltung großer dramatischer Szenen.
Das Libretto von Gaetano Rossi basiert auf Voltaires Tragödie Tancrède aus dem Jahr 1760: Unter dem Eindruck einer Bedrohung von außen beschließt der Senat von Syrakus ein drakonisches Gesetz, das jeden, der mit dem Feind konspiriert, mit dem Tode bestraft. Argirio und der rivalisierende Orbazzano legen einen alten Zwist bei; als Pfand des neuen Bundes verspricht Argirio ihm die Hand seiner Tochter Amenaide. Diese liebt jedoch insgeheim Tancredi, der vor langer Zeit aus der Stadt verbannt worden war. Ein abgefangener Brief von ihr wird missdeutet, und der eigene Vater unterschreibt ihr Todesurteil …

Die musikalische Leitung der ersten Wiederaufnahme liegt wie auch bei der Premierenserie der vergangenen Spielzeit bei Giuliano Carella, der an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit arbeitet. In Frankfurt dirigierte er bereits Stiffelio, I vespri siciliani, Anna Bolena (konzertant), La traviata und Bianca e Falliero. Inszeniert wurde Tancredi im Mai und Juni 2026 von Manuel Schmitt. In Frankfurt erarbeitete er zuvor Benjamin BrittensDoppelabend The Prodigal Son / The Burning Fiery Furnace im Bockenheimer Depot. Weitere Arbeiten führten ihn unter anderem an die Bayerische Staatsoper in München und ans Staatstheater Nürnberg. In dieser Spielzeit wird Schmitt an der Oper Frankfurt Ernest Chaussons Oper Le roi Arthus in Szene setzen. Die Besetzung der Wiederaufnahme gleicht zum großen Teil jener der Premierenserie. Abermals gestaltet Theo Lebow die Partie des Argirio. In dieser Spielzeit ist das Ensemblemitglied außerdem in den Produktionen Warten auf heute, Die Liebe zu den drei Orangen und in Das Rheingold zu erleben. Bianca Tognocchi ist wieder als Amenaide mit von der Partie. Die Sopranistin singt in dieser Spielzeit noch die Rollen der Despina (Così fan tutte), des Lenio (The Greek Passion) und der Sœur Constance de St. Denis (Dialogues des Carmélites).

Die Partie des Orbazzano wird von Ensemblemitglied Kihwan Sim gesungen. Der in Seoul und Hamburg ausgebildete Sänger ist seit der Spielzeit 2012/13 Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. In der Saison 2026/27 übernimmt er Partien wie Merlin (Le roi Arthus), König Treff (Die Liebe zu den drei Orangen) und Priester Grigoris (Greek Passion) sowie erneut Ramfis (Aida). Die portugiesische Mezzosopranistin Cláudia Ribas singt die Titelpartie des Tancredi. Als neues Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt ist sie des Weiteren in Händels Flavio und Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen zu erleben. Opernstudio-Mitglied Ruby Dibble übernimmt abermals die Partie der Isaura, Daniela Zib ist als Loredana – ehemals Roggiero – mit dabei; eine weibliche Partie, die es nur im Frankfurter Tancredi gibt.

Wiederaufnahme: Freitag, 16. Oktober 2026, um 19 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 23., 25. (18 Uhr), 31. Oktober, 5. November 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 16 bis 127 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
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Dombauhütte Köln – Tag der offenen Tür 

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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Großes Interesse im Hüttenhof der Dombauhütte und ihren Gewerken. Foto: Andrea Matzker

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am 12. und 13. September 2026 öffnete die Kölner Dombauhütte ihre Pforten für das interessierte Publikum. Laut Mitarbeitern der Dombauhütte kamen mindestens 3000 Besucher und konnten sich zu christlichen Preisen Dom-Steine, farbige 3-Dome, Produkte des Kölner Domverlages, Bücher und viele andere Dinge kaufen, die mit dem Kölner UNESCO-Weltkulturerbe zu tun haben. Auch ein Modell des historischen Domkrans konnte studiert werden und wurde professionell von Mitarbeitern der Dombauhütte erläutert. Er stand seit dem 14. Jahrhundert auf dem im Bau befindlichen Südturm des Kölner Domes, war höher als 25 m, nur etwa 50 Jahre lang im Einsatz, aber prägte als Wahrzeichen des Kölner Stadtbildes über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren das Kölner Panorama. Erst 1868 wurde er abgebaut.

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Nachbau des historischen Krans der 500 Jahre auf dem Südturm des Domes stand. Foto: Andrea Matzker 

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Filigrane Dom-Nachbildungen in allen Größen und Farben Foto: Andrea Matzker

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Das Baptisterium mit seinem-Zugang in der Unterführung. Foto: Andrea Matzker

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Originallotteriescheine von 1887 zur Domfreilegung und „Dein Stück Kölner Dom“. Foto:Andrea Matzker

Viele Bürger kamen auch von weit her und ließen sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen. Das frühchristliche Baptisterium, das von der Unterführung aus zu erreichen ist, war geöffnet und fand großes Interesse. Es ist der älteste erhaltene Taufort und eines der frühesten archäologischen Zeugnisse des Christentums im Rheinland. Auch die Domgrabung unter dem Fußboden des Kölner Domes war zu besichtigen. Die Dombauhütte selbst öffnete ihre Werkstätten und bot seltene Einblicke in die handwerklichen und restauratorischen Fähigkeiten ihrer circa 100 Mitarbeiter. Sie präsentierten die diversen Künste der Bildhauer, der Steinmetze, der Gerüstbauer, der Steinversetzer, der Schreiner, der Schmiede, der Dachdecker, der Glasmaler und der Textilrestauratoren. Die Spezialisten waren selbst vor Ort und erklärten ihre hohe Kunst.

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–Familie Funken mit der Dom-Waffel. Foto: AndreaMatzker

Wer die Dombauhütte Am Domhof betrat, wurde vom köstlichen Duft frischer Waffeln und Kaffee empfangen. Familie Funken aus dem Bergischen Land unterstützte damit beispielhaft den Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 zur Förderung und Erhaltung des Kölner Doms. Aus rein karikativen Beweggründen hatte sich die Familie nicht gescheut, für 3000 € das bisher einzige „personalisierte“ Dom-Waffeneisen erstellen zu lassen, mit dem gleich vier der hübschen und köstlichen Süßigkeiten mit dem Kölner Dom gebacken werden können. Das gute Wetter trug zum erfolgreichen Besuch der Dombauhütte bei, denn bereits am darauffolgenden Sonntag, dem 13. September 2026, fiel der zweite Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ sprichwörtlich ins Wasser. Aus Dankbarkeit für ihr Engagement wurde Familie Funken zur anschließenden internen Feier der Dombauhütte mit Würstchen und Brötchen eingeladen.

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Zertifizierte originale Dom-Erinnerungen. Foto: -Andrea Matzker

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Das Untergeschoss der Dombauhütte mit hochinteressanten Details des Kölner Domes und vielen verschiedenen Ständen.-Foto: Andrea Matzker

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Die Schmiede im Hüttenhof der Dombauhütte. Foto:-Andrea Matzker

Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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