Die SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2020

Die SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2020

Foto: Philharmonie Berlin © Stephan Rabold

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2020

Berliner Philharmoniker: Im Klassik-Museum
Zwei Debüts bei den Berliner Philharmonikern: Lahav Shani dirigiert Schumanns Frühlingssymphonie, Francesco Piemontesi spielt Mozarts B-Dur Klavierkonzert.
Tagesspiegel

Lahav Shani und Francesco Piemontesi: von nahezu unverschämter Selbstverständlichkeit
Bei den Berliner Philharmonikern debütierten Lahav Shani und Francesco Piemontesi unter Coronabedingungen.
Berliner Zeitung

Lieses Klassikwelt 54: Dirigentinnen
In den vergangenen Jahren haben sich Frauen zunehmend als Dirigentinnen durchgesetzt und damit eine der letzten Männerbastionen erobert. Das war wohl auch endlich mal an der Zeit. Es sind gerade vor allem Jüngere, die von sich reden machen: Joana Mallwitz, Generalmusikdirektorin aus Nürnberg, die kürzlich Mozarts Così fan tutte in Salzburg leitete und dafür verdient hoch gelobt wurde, sowie die aus Vilnius kommende Litauerin Mirga Gražinytė-Tyla, kürzlich ausgezeichnet mit einem Grammophon Classical Music Award, oder auch die gebürtige Ukrainerin Oleksana Lyniv, die im kommenden Jahr bei den Bayreuther Festspielen ihr Debüt geben wird.
von Kirsten Liese
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-54-dirigentinnen/

Ein spätromantisch blühender Mahler mit Robert Dean Smith und Sarah Connolly
Dieses Werk, vielleicht Mahlers erfolgreichste und populärste Komposition, ist in der Form ein Mittelding zwischen Symphonie und Orchesterlieder-Zyklus. Das Gelingen einer Aufführung hängt immer stark von der Qualität der beiden Gesangsolisten ab. Für den erkrankten Tenor Torsten Kerl sprang bei dieser Aufführung am 14. Oktober 2018 kurzfristig Robert Dean Smith ein, ein vor allem mit seinen Wagner-Partien erfolgreicher Sänger und in Berlin kein Unbekannter.
Eine CD-Kritik von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert

Berlin/ Musikfest
„Alles singt!“ – Ein Abschlussabend voller Gesang und Linie beim Musikfest Berlin
Widmann lässt die Klarinette sinken und geht zur Mitte der Bühne, jetzt Auge in Auge mit dem Dirigenten. Die seltsame Erwartung, dass er nun zu singen beginnt, stellt sich ein, er öffnet die Arme, öffnet den Mund – doch dann setzt er doch die Klarinette an und lässt diese singen, tief und weich.
Marianne Wegner berichtet vom Musikfest Berlin
Klassik-begeistert

Mahlers letzter Satz? Ein komplizierter Mann am Ende seines Lebens
Der Titel von Seethalers Buch spielt doppelbödig auf eine Anekdote in Gustav Mahlers Leben im Jahr 1896 an. Während eines Spazierganges an der Traun hatte der alte Brahms ein Jahr vor seinem Tod dem 36-jährigen Mahler gegenüber das Ende der Musik herbei-apokalyptisiert. „Wir sind die Letzten“, soll „der Alte“, wie Mahler ihn Freunden gegenüber nannte, geknurrt haben. Seines eigenen Schaffens bewusst und klug genug, um die Welt- und Zeitläufte zu wissen, zeigte Mahler auf den Fluss und rief: „Sehen Sie doch, Herr Doktor, dort fließt die letzte Welle!“.
Eine Buchbesprechung von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert

Linz
Romantik in großer Klangentfaltung
„Brahms-/Bruckner-Zyklus III“: Markus Poschner und sein Orchester erzielten einen fulminanten Publikumserfolg
https://volksblatt.at/romantik-in-grosser-klangentfaltung/

München
Zwei Diven, ein Gedanke
Verriss Marina Abramović in einem Stück über die sieben Tode der Maria Callas – das hört sich toll an, geht aber leider schief
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/zwei-diven-ein-gedanke

Frankfurt
Pandemically small
Die Alte Oper bietet Klassik und Jazz aus Frankfurt ein Forum.
Frankfurter Rundschau

Zürich
Kritik: „Die Csárdásfürstin“ an der Oper Zürich Kreuzfahrt durch ein Meer aus Plastikmüll
BR-Klassik.de

Zürich
Michael Volle als Boris Godunow
Sueddeutsche Zeitung

Luzern
«Barbiere di Siviglia» im Luzerner Theater In Rossinis komischer Oper singt nun auch ein Virologe mit
Die Wendeltreppe in ständiger Bewegung
https://www.zentralplus.ch/in-rossinis-komischer-oper-singt-nun-auch

Biel
Yannis Pouspourikas folgt auf Kaspar Zehnder
Der gebürtige Franzose Yannis Pouspourikas wird ab 2022/23 neuer Chefdirigent des Sinfonie Orchesters Biel Solothurn. Er wird Nachfolger von Kaspar Zehnder.
Solothurner Zeitung

Links zu englischsprachigen Artikeln

New York
Met Opera closure leaves “devastated’ musicians without pay for over a year
https://www.classicfm.com/artists/new-york-met/orchestra-musicians

Streams
BWW Feature: ONLINE OPERA VIRTUAL TOUR September 26-October 3 at Home
Computer Screens Opera to Delight the Soul and Food to Warm the Palate
broadwayworld

Classical home listening: from Tabea Zimmermann to Walter Kaufmann
The Guardian

Salzburg
Q & A: Soprano Natalia Tanasii on the Salzburg Festival, Sting, & Strauss
https://operawire.com/q-a-soprano-natalia-tanasii-on-the-salzburg

Berlin
“The arts in Ireland are a luxury – in Germany they’re a necessity’
https://www.irishtimes.com/culture/the-arts-in-ireland-are-a-luxury

Full-Scale Wagner Returns to Europe With a Refugee-Theme “Walküre’
The New York Times

Prag
“Greatest of them all”: Bychkov and the Czech Philharmonic play Dvořák in Prague
bachtrack

London
Covid-19: Swansea soprano stars in drive-in London opera
https://www.bbc.com/news/uk-wales-54299008

New York
BWW Interview: Theatre Life with Renée Fleming
The world famous opera and Broadway star on returning to the Kennedy Center stage and more
broadwayworld

CD/DVD
Ermonela Jaho, Ricky Ian Gordon & Sarah Kirkland Snider Highlight New CD/DVD Releases
https://operawire.com/ermonela-jaho-ricky-ian-gordon-sarah-kirkland-snider

Feuilleton
Opera Quiz: Which Spanish-Language Opera Composer Is It?
https://operawire.com/opera-quiz-which-spanish-language-opera-composer-is-it/

Why Beethoven’s 5th Symphony matters in 2020
The final episode of Switched on Pop’s podcast The 5th considers the symphony’s legacy in 2020.
https://www.vox.com/switched-on-pop/21455846/beethoven

Obituary
Christiane Eda-Pierre, Leading French Soprano, Dies at 88
Born in Martinique, Ms. Eda-Pierre was one of France’s first international Black opera stars.
The New York Times

Sprechtheater

Lars Eidinger: „Ich will mich nicht einschränken lassen“
In „Persischstunden“ begeistert er als Nazi, der Farsi lernen will. Warum er ungern als DJ bezeichnet wird und dem „Jedermann“ nicht abgeneigt wäre
Der Standard

Ausstellungen/ Kunst

Wien
Ausstellung „Beethoven bewegt“ im KHM: Sinfonien für alle Körperteile
Der Standard

Ungewöhnliche Beethoven-Hommage im KHM
Wiener Zeitung

TV/ Film

ORF/ Dancing-Stars
Ushakova überraschte, Fremdschämen für Sarkissova
https://www.krone.at/2238250

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Unter’m Strich

Menschen, die Gesichtsvisiere statt Masken tragen, werden immer unbeliebter
Die Plastik-Visiere werden im Netz heftig kritisiert, sie würden die Viren nur verteilen und niemanden schützen.
https://kurier.at/freizeit/trending/menschen-die-gesichtsvisiere-statt-masken

Geruchsautomat soll Corona-Infizierte früher erkennen
In Niederösterreich wird ein Corona-Geruchstest entwickelt, der Infizierte und eine mögliche Cluster-Bildung rasch erkennen soll.
https://futurezone.at/science/geruchsautomat-soll-corona-infizierte

Fridays for Future
Weltweit Klima-Demos trotz der Corona-Pandemie
Die weltweite Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat am Freitag erstmals seit dem Beginn der Corona-Krise wieder größere „reale“ Protestaktionen veranstaltet.
NÖN

Zigaretten werden ab 1. Oktober teurer
Der Standard

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 27. SEPTEMBER 2020)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 27. SEPTEMBER 2020)

WIEN/ STAATSOPER: HEUTE WIEDERAUFNAHME DER FRANZÖSISCHEN „DON CARLOS“-VERSION

Don Carlos (Verdi) – Wikipedia

Die aktuelle Produktion kam 2004 unter der Leitung Bertrand de Billys heraus, der für diese Wiederaufnahme ans Pult der Staatsoper zurückkehrt. Die von ihm akribisch rekonstruierte Urfassung umfasst auch jene Passagen, die Verdi 1867 hatte streichen müssen. Regisseur Peter Konwitschny spannt zwischen den Figuren ein Beziehungsgeflecht von atemberaubender Dichte. Eine humoristisch-pantomimische Einlage zur Ballettmusik im dritten Akt vergrößert die Fallhöhe der Tragödie, in der Konwitschny ein utopisches Moment herausarbeitet: Den Schluss der Oper deutet er als Veto des Komponisten gegen den Sieg der liebes- und lebensfeindlichen Autoritäten und hebt die realistischen Koordinaten der Handlung zugunsten der Errettung von Carlos und Elisabeth auf. Mit der Titelpartie wird Jonas Kaufmann an der Wiener Staatsoper erstmals eine Verdi-Partie interpretieren, Michele Pertusi erleben Sie als Philippe II. Mit großer Spannung werden überdies die Hausdebüts von Malin Byström als Elisabeth und Eve-Maud Hubeaux als Eboli erwartet.

Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Peter Konwitschny
Mitarbeit: Vera Nemirova
Szenische Einstudierung Alexander Edtbauer
Bühne und Kostüme Johannes Leiacker

Philippe II.
Michele Pertusi
Don Carlos Jonas Kaufmann
Rodrigue Igor Golovatenko
Grand Inquisiteur Roberto Scandiuzzi
Elisabeth de Valois Malin Byström
Eboli Eve-Maud Hubeaux
Mönch Dan Paul Dumitrescu
Thibault Virginie Verrez
Comte de Lerme Robert Bartneck
Herold Robert Bartneck
Stimme vom Himmel Johanna Wallroth
Moderatorin Katie La Folle
Kaufmann-Doku:
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-jonas-kaufmann-ein-weltstar-ganz-privat-dokumentation-amazon-film-100.html
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OPER FRANKFURT: TENOR JACK SWANSON BESTREITET ERSTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2020/21

Der erste Liederabend der Spielzeit 2020/21 wird bestritten von dem amerikanischen Tenor Jack Swanson am
Dienstag, dem 6. Oktober 2020, um 19.30 Uhr im Opernhaus.


Jack Swanson. Foto: Lilly Lancaster

Mit seinen Interpretationen der virtuosen und temporeichen Partien von Rossini oder Donizetti feiert Jack Swanson einen Erfolg nach dem anderen. Sowohl in den USA, als auch in Europa ist der aufstrebende junge Tenor kein Unbekannter mehr. Im September 2019 gab der Amerikaner sein umjubeltes Debüt an der Oper Frankfurt und stach in der anspruchsvollen Rolle des Rodrigo in Rossinis Otello als begnadeter Belcanto-Interpret hervor. Jüngste Engagements führten ihn für sein Rollendebüt als Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) an die Opera Omaha, als Lindoro (L’italiana in Algeri) und Almaviva (Il barbiere di Siviglia) an die Santa Fe Opera, deren Nachwuchsprogramm er absolvierte, sowie in der Titelpartie von Candide an die Los Angeles Opera und als Ramiro (La Cenerentola) an die Houston Grand Opera. Seinen ersten Nemorino (L’elisir d’amore) sang er in Oslo, außerdem war er bereits an der Oper Köln und beim Glyndebourne Festival zu Gast.

Anlässlich seines ersten Frankfurter Liederabends präsentiert Jack Swanson, begleitet von Malcolm Martineau am Klavier, Lieder von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Franz Liszt, Roger Quilter, Francis Poulenc und John Musto.

Ab dem 7. eines Monats sind Karten für den Folgemonat zum Preis von € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Weitere Liederabende in dieser Saison:
John Osborn, Tenor 17. November 2020
Tamara Wilson, Sopran 15. Dezember 2020
Konstantin Krimmel, Bariton 09. Februar 2021
Maria Agresta, Sopran 16. März 2021
Marlis Petersen, Sopran 24. Mai 2021
Johannes Martin Kränzle, Bariton 15. Juni 2021
Quinn Kelsey, Bariton 12. Juli 2021
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LUZERN/ Theater/ Globe-Bühne: Eine „Corona- Version“ IL BARBIERE DI SIVIGLIA. Premiere war am 25.9.)

Die neue Geschichte des Barbieres ist schnell erzählt. Alles Menschen im Reich des Grafens Almaviva müssen sich an den kontaktlosen Umgang jederzeit halten, was auch trotz Wohlstand zunehmend auf Ablehnung stößt. Der Wunsch zur Berührung entsteht und wird auch von Verschwörungstheoretischen geteilt. Eine kleine Gruppe unter Führung des Figaros (Eungkwang Lee), Fiorello (Robert Maszl) versuchen Rosina (Diana Schnürpel) aus der Isolation, die ihr Vater Bartolo neben aller Hygiene-Vorschriften eisern verteidigt, zu befreien.

Ein plan muss her. Figaro und Fiorello wollen den Graf Almaviva (Hyojong Kim) durch den Anblick der schönen Rosina damit infizieren, der Lust des Fleisches nachzugeben und das Verbot der Berührung, das schon vom längst verstorbenen Vater des Grafens gegen das Virus aufgestellt wurde, aufzuheben. Don Basilio (Vuyani Mlinde) übergeht als erster das Verbot und vergnügt sich körperlich mit Berta (Camila Meneses). Das Stück lässt sein Publikum anfangs herzlichst Lachen und trotz seines Slapsticks kippt es nicht ins lächerliche. Der Aufstand der Tochter, der den Hüter der Hygiene-Regeln mit ihrem Nießen auf Trapp hält, ist hier nur ein Beispiel. Ein feiner Grad wurde gewahrt und spiegelt gekonnt die Opera Buffa…


Bartolo (Flurin Caduff), im Kampf mit seiner aufmümpfigen Tochter Rosina (Diana Schnürpel). Foto: Ingo Höhn)


Figaro (Eungkwang Lee). ©Ingo Hoehn

Zum Premierenbericht von Carl Osch

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SCHUBERTIADE HOHENEMS. ABSAGE DER LETZTEN SCHUBERTIADE-PERIODE

Sehr geehrte Dame,
Sehr geehrter Herr,

im Zusammenhang mit der Schubertiade-Konzertreihe vom 1. bis 7. Oktober in Hohenems war die finanzielle Situation allein schon durch den vorgeschriebenen Mindestabstand zwischen den Besuchern sehr angespannt. Nachdem Deutschland unser Bundesland Vorarlberg zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen hat, würden wir nun mindestens die Hälfte unserer Gäste verlieren. Dadurch sind unsere Konzerte nicht mehr durchführbar, weshalb wir zu unserem größten Bedauern auch zur Absage der letzten Schubertiade-Periode dieses Jahres gezwungen sind.

Der Wert bereits gekaufter Eintrittskarten wird von uns automatisch in eine Gutschrift für Ihre nächste Kartenbestellung umgewandelt. Diese Gutschrift wird Ihnen im Laufe der nächsten Wochen zugesandt. Falls Sie einen Teil oder den gesamten Wert Ihrer Karten in eine Spende umwandeln möchten, bitten wir Sie um Nachricht.

Unsere Museen in Hohenems (Franz-Schubert-Museum, Schubertiade-Museum, Elisabeth-Schwarzkopf-Museum, Legge-Museum mit Stefan-Zweig-Raum, Nibelungen-Museum und Schuhmacher-Museum) können von Gruppen und Einzelpersonen derzeit nach Voranmeldung im Schubertiade-Büro (bis spätestens am vorausgehenden Werktag des gewünschten Termins) besichtigt werden.

Die Absage tut uns ausgesprochen weh, denn wir hatten gehofft, zumindest das Saisonende halbwegs versöhnlich und optimistisch gemeinsam mit Publikum und Künstlern begehen zu können. Alle Programmhefte waren fertig, alle Eintrittskarten wegen der notwendigen Herstellung des Mindestabstandes zum zweiten Mal verschickt und die Gäste voller Vorfreude auf musikalische Erlebnisse. Wir hoffen und freuen uns nun auf ein gesundes Wiedersehen im kommenden Frühjahr!

Mit den besten Wünschen und freundlichen Grüßen

Gerd Nachbauer
(Geschäftsführer der Schubertiade GmbH)
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Österreich – Brasilien: Prosperierende Naturforschung seit dem frühen 19. Jahrhundert

NHM Wien empfängt Brasiliens Wissenschaftsminister, um Forschungskooperationen zu intensivieren.

 „Ein eigenes Gefühl muß Jeden, der Sinn für die Schönheit der Natur hat, ergreifen, wenn er in einen brasilianischen Urwald tritt, wo nie durch menschliche Kraft ein Baum fiel, wo sie alle noch stehen, wie sie ursprünglich da standen, gleich Säulen, die den hohen Dom des immer grünen Natur-Tempels tragen.“
Johann Christian Mikan in einem Brief im April 1818.

Der brasilianische Wissenschaftsminister Marcos Cesar Pontes war am Freitag, den 25.September 2020, mit einer Forschungsdelegation im NHM Wien zu Gast, um wissenschaftliche Kooperationen auf dem Gebiet der Naturforschung zu intensivieren. Enge naturwissenschaftliche Beziehungen zwischen Österreich und Brasilien gibt es seit über 200 Jahren.

Maria Leopoldine von Österreich – Wikipedia

Maria Leopoldine Josepha Caroline von Österreich war ein Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen und durch Heirat Kaiserin von Brasilien und Königin von Portugal. Wikipedia
Geboren: 22. Januar 1797, Schloss Schönbrunn, Wien
Gestorben: 11. Dezember 1826, Paço de São Cristóvão, Brasilien
Vollständiger Name: Caroline Josepha Leopoldine Franziska Ferdinanda
Ehepartner: Peter I. (verh. 1817–1826)

Im 19. Jahrhundert ließ das österreichische Kaiserhaus mehrere große Brasilien-Expeditionen durchführen. Die erste und bekannteste startete im Jahr 1817 anlässlich der Hochzeit von Erzherzogin Leopoldine, der zweitältesten Tochter des österreichischen Kaisers Franz I. (II.), mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro I. von Alcantara, dem späteren Kaiser von Brasilien.

Den 14 beteiligten Naturforschern, vor allem dem Expeditionsleiter und Professor für Naturgeschichte Johann Christian Mikan (1769–1844), dem Tierpräparator und Zoologen Johann Natterer (1787–1843), dem Mineralogen und Botaniker Johann Baptist Emanuel Pohl (1782–1834) und dem Gärtner Heinrich Wilhelm Schott (1794–1865) wurden weder ein finanzielles noch ein zeitliches Limit gesetzt, was einzigartig in der Expeditionsgeschichte ist. Am längsten, nämlich 18 Jahre, blieb Johann Natterer in Brasilien.

Die Forscher sandten über 150.000 Objekte nach Wien, wo 1821 dafür ein eigenes Brasilianisches Museum (das sogenannte „Brasilianum“ in der Wiener Johannesgasse) errichtet wurde. 1835 wurde das Museum geschlossen und die Objekte gelangten zum größten Teil an die Vereinigten Naturaliencabinete, dem Vorläufer des Naturhistorischen Museums Wien, wo sie den Grundstock der bedeutenden Sammlungen bilden. 1928 ging ein Teil der brasilianischen Bestände an das heutige Weltmuseum.

In der ganzen österreichischen Sammlungsgeschichte sollte nie wieder eine derartige Vielzahl und Vielfalt an Naturalien von einer Expedition in österreichischen Museen landen. Bis heute sind diese Kollektionen für die internationale Forschung relevant.

Seit dieser Zeit existieren diplomatische und wissenschaftliche Beziehungen zwischen Österreich und dem von Portugal 1822 formell unabhängig gewordenen Brasilien. Vor dem Hintergrund des 2019 unterzeichneten Abkommens zur wissenschaftlichen Kooperation zwischen Österreich und Brasilien sowie anlässlich des Besuchs des brasilianischen Wissenschaftsministers Marcos Cesar Pontes, er ist der erste und bislang einzige brasilianische Raumfahrer, samt Delegation am 25. September 2020 freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NHM Wien auf die weitere und künftige Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Brasilien, um bestehende Forschungskooperationen zu intensivieren und neue einzuleiten.

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Wiener Staatsoper/ Staatsballett: „JEWELS“, 24.9. 2020  – Harmonie zustrebend 


Jewels. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

„So schön, wieder auf der Bühne zu stehen!“ Die Freude ist den jungen Damen des Wiener Staatsballetts anzumerken, dass sie nun endlich wieder in den Spielbetrieb der Staatsoper eingegliedert sind. Der Zuschauerraum wirkt noch etwas kahl, die Foyers scheinen in den Pausen bis auf die zur Konsumation einladenden Tischchen  leer gefegt zu sein. Und auf der Bühne haben nun die „Jewels“ dezent zu funkeln begonnen. Für diese Aufführungsserie zur Einstimmung sind gleich nicht weniger als zehn Vorstellungen in Folge angesetzt worden. Dieses dreiteilige Juwelen-Meisterwerk in edelstem neoklassischen Stil von George Balanchine, im Jahr 1967 für das New York City Ballet geschaffen, hat seine choreographischen Finessen mit zahlreichen stilistischen Tücken, strahlt jedoch reinste Harmonie aus.


Foto: Ashley Taylor

Ohne einzige Orchesterprobe – also wie im Repertoire gehabt – munter hinein in Igor Strawinskis beschwingt sprudelndes „Capriccio für Klavier und Orchester“ (Rubies), Peter I. Tschaikowskis leicht zusammengestutzte 3. Symphonie, die „Polnische“ (Diamonds), oder in die Ästhetik eines Gabriel Fauré–Potpourris (Esmeralds). Dirigent Paul Connelly schafft den Kontakt zu den Tänzern, und, auch wie gehabt, führt Olga Esina, mit all ihrer Ballerinen-Noblesse den Reigen der Solisten an: die spritzige Ketevan Papava, Nina Polaková, Kioyka Hashimoto, Denys Cherevycko (Strawinskis Rhythmen fein pointierend) oder dem gescheidigen Masayu Kimoto. Die Schweizerin Claudine Schoch, als reifere Erste Solistin frisch nach Wien bestellt, hat sich stilvoll den sanft wiegenden Fauré-Klängen hingegeben. Zeigen wird sie müssen, welche Qualitäten sie dem Wiener Staatsballett beisteuern kann. Ja, auch das von Balanchine hier so organisch geführte Corps de ballet zeigte sich auf dem gewohnten hohen Niveau.

Meinhard Rüdenauer  
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Spielzeit-Eröffnungspremiere des Theaters Hof findet in Selb statt


 Genau wie Vertikaltuchakrobatin Corinne Steudler als Elisabeth in „The Cold Heart“ hing die Premiere der Uraufführung selbst bis zum letzten Moment am seidenen Faden (Foto: Harald Dietz)

Da im Rahmen der Bau-Begehung am Freitagmorgen keine Freigabe der „Schaustelle“ für öffentliche Veranstaltungen erfolgte, konnte die Premiere von „The Cold Heart“ zur Eröffnung der Spielzeit 2020/21 am Samstag nicht wie geplant in der Interims-Spielstätte stattfinden. „Die Produktion ist fertig, am Donnerstag fand erfolgreich die Generalprobe statt. Wir bedauern die Entwicklung sehr, aber wir haben es nicht in der Hand“, betont Intendant Reinhardt Friese.

In jedem Fall hat auch für das Theater Hof die Sicherheit für Publikum und Mitarbeiter oberste Priorität. Nachdem die Bauordnungsbehörde am Freitag festgestellt hat, dass die baurechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb vor Publikum nicht vorliegen, wird dort weiterhin an einer Lösung der noch bestehenden Probleme gearbeitet.

Dank der Nachbarschaftshilfe der Stadt Selb ist es kurzfristig gelungen, die Premiere von „The Cold Heart“ zu retten. Sie fand nun am Samstag im Rosenthal-Theater Selb statt. „Wir sind dem Sachgebietsleiter Kultur der Stadt Selb Hans-Peter Goritzka sehr dankbar für die spontane Hilfe und freuen uns, die Uraufführung von „The Cold Heart“ trotz der nicht erfolgten Bauabnahme dem Publikum präsentieren zu können“, sagt Reinhardt Friese.

Auch die nächsten beiden Vorstellungen von „The Cold Heart“ konnten ins Rosenthal-Theater Selb verlegt werden. Die Vorstellung am Sonntag, 27.09. beginnt allerdings schon um 14.00 Uhr, während der Beginn der Vorstellung am Mittwoch, 30.09. auf 20.00 Uhr verschoben wurde. Auch am Mittwoch, 30.09. wird es einen Bustransfer um 19.00 Uhr ab Theater Hof geben. Informationen zu den weiteren Vorstellungen erfolgen, sobald ein belastbarer Kenntnisstand vorliegt.

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„DER KAMPF DEUTSCHER POLITIKER MIT DER MASKE“. Eine Posse in unzähligen Akten

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Hier ist ein link zur Aufzeichnung des 6. Interkulturellen Friedenskonzertes vom letzten Sonntag im Dresden Fernsehen.

„Zuerst Mensch – in Musik vereint“

Wir haben hoffentlich trotz Corona viele Menschen mit unserer so wichtigen Botschaft erreicht.

Zuerst Mensch – in Musik vereint Dresden 2020.

Bleibt gesund und seid herzlich gegrüßt

Johannes Wulff-Woesten
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NOSTALGISCHES:Fritz Wunderlich im TV-Interview sowie Ausschnitt aus Prager „Zauberflöte“, 1965

Ganz neu auf YOUTUBE – erst vor wenigen Tagen eingestellt

ZUM YOUTUBE-VIDEO

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