Wo man Eroberer der großen Opernbühnen schmiedet, Teil 1

Die aktuellen Mitglieder des Internationales Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper: Mziwamadoda Sipho Nodlayiya, Aebh Kelly, Grzegorz Pelutis, , William Desbiens, Marie Maidowski,  Aaron Godfrey-Mayes und Keith Klein © Jörn Kipping

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Gabriele Rossmanith, Hamburger Kammersängerin und künstlerische Leiterin des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper, und Hannes Wönig, Management und Kommunikation Internationales Opernstudio, Teil 1.

Das im Jahre 1994 gegründete Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper (IOS) feierte im letzten Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass verlieh der Hamburger Senat vier ehemaligen Mitgliedern des IOS, die die Weltkarriere machten, den Titel Hamburger Kammersängerin und Hamburger Kammersänger: Olga Peretyatko, Vida Miknevičiūtė, Christoph Pohl und Alexander Tsymbalyuk. Ich selbst bin stolz auf die hervorragenden polnischen Absolventen dieses Studios: Aleksandra Kurzak, Agnieszka Tomaszewska, Szymon Kobyliński, Ryszard Kalus und Hubert Kowalczyk. „Interview: kb im Gespräch mit Mitgliedern des IOS, Teil 1
klassik-begeistert.de, 3. April 2025“
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Klein beleuchtet kurz 54: Double Whopper für Klassikliebhaber – Mäkelä rockt die Elphi an zwei großen Abenden

Seung-Won Oh, Klaus Mäkelä, Royal Concertgebouw Orchestra; Foto Patrik Klein

Er ist jung, erfolgreich wie kein anderer seiner Generation – Klaus Mäkelä übernimmt ab 2027 das Royal Concertgebouw Orchestra, eines der wohl besten Klangkörper der Welt – eine Liebe auf den ersten Blick zwischen ihm und dem Orchester? Ja, darf man konstatieren – an zwei Abenden schenkt er dem Hamburger Publikum feinste Cocktails der klassischen Musik ein – nur der klassischen? Nein, da geht noch mehr – und wie das geht! – man kriegt den Mund vor Staunen kaum noch zu.

von Patrik Klein

Eröffnet wurde das Doppelkonzert mit einem Stück einer lebenden Komponistin, die auch noch anwesend war und sich nach fünfzehn Minuten vom Jubel des Publikums aus den Weinbergrängen des Hauses mitreißen ließ.

Das Auftragswerk Spiri III der koreanischen Komponistin Seung-Won Oh erlebte als Schlussteil der „Spiri“- Trilogie seine Hamburger Erstaufführung. Themen waren die Auseinandersetzung mit Atem, universeller Energie und der zyklischen Natur des Universums. Zudem griff die Musik auf das anschließende Stück von Sofia Gubaidulina zurück, der es gewidmet war und die vor Kurzem in Hamburg verstarb. „Klein beleuchtet kurz 54: Klaus Mäkelä rockt die Elphi
Elbphilharmonie, 2. April 2025“
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Auf den Punkt 51: Klaus Mäkelä macht in Risikomanagement

Seung-Won Oh, Klaus Mäkelä, Royal Concertgebouw Orchestra © Sebastian Madej

Auf einem Empfang habe ich Pawel Kisza gefragt, wie Sternstunden zustande kommen. Also Konzerte, die zutiefst bewegen. Welche Dirigenten verfügen über die erforderliche magische Gabe? Seine Antwort, wie aus der Pistole geschossen: Klaus Mäkelä. Die Antwort hat Gewicht, Kisza  ist Stimmführer der 2. Violinen  der Symphoniker Hamburg. Und hat unter Mäkelä im Lucerne Festival Orchestra gespielt.

Royal Concertgebouw Orchestra
Klaus Mäkelä / Dirigent

Arnold Schönberg / Verklärte Nacht op. 4 (Fassung für Streichorchester)
Gustav Mahler / Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Elbphilharmonie, 2. April 2025

von Jörn Schmidt

Mich hat das überrascht, denn ich bin überzeugt: Sternstunden sind selten. Wenn sie passieren, dann steht ein altersweiser Dirigent am Pult. In der Regel kein Jet-Set-Star. Sondern jemand, der die deutsche Kapellmeistertradition lebt.

Natürlich müssen weitere Umstände hinzukommen. Loslassen + Erfahrung + Risiko + Publikum sind für Jan Vogler die Voraussetzungen dafür, dass ein besonderer Moment gelingen kann. Sie können das in  meinem Interview mit dem Cellisten hier bei Klassik-begeistert nachlesen. „Auf den Punkt 51: Klaus Mäkelä macht in Risikomanagement
Elbphilharmonie, 2. April 2025“
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Diese Elektra ist ein wunderbarer Abschluss zum Strauss-Wahnsinn der Deutschen Oper

Elektra © Bettina Stoess

Nach fünf Opern und zwei Konzerten enden die Strauss-Wochen an der Deutschen Oper. Die finale Vorstellung zeigt, wie wunderbar das Orchester klingen kann. Starke Sänger und stimmige Regie sorgen für ein Grand Finale.

Richard Strauss
Elektra (1909)

Musikalische Leitung:  Thomas Søndergard
Orchester der Deutschen Oper Berlin

Inszenierung:  Kirsten Harms
Bühne, Kostüme:  Bernd Damovsky

Deutsche Oper, 1. April 2025

von Arthur Bertelsmann

Mit Elektra geht der Richard Strauss-Exzess der Deutschen Oper zu Ende,
fünf Opern des Komponisten konnte das Publikum in den letzten 30 Tagen sehen: Die Frau ohne Schatten, Intermezzo, Arabella, Salome und final nun Elektra.

Ein passendes Ende der Strauss-Welle. Nie arbeitete das Duo Strauss-Hofmannsthal so perfekt zusammen, selten schmiegt sich Musik so perfekt an Libretto und umgekehrt. „Richard Strauss, Elektra (1909)
Deutsche Oper, 1. April 2025“
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Lodern und glühen, zupfen und singen

Janine Jansen © Marco Borggreve

In der Kölner Philharmonie geben Janine Jansen und Denis Kozhukhin einen phänomenalen Kammermusikabend.

Johannes Brahms (1833-1897) – Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur op. 100; Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 G-Dur op. 78

Francis Poulenc (1899-1963) – Sonate für Klavier und Violine FP 119 (1942-43, rev. 1949)

Olivier Messiaen (1908-1992) – Thème et variations (1932) für Violine und Klavier

Maurice Ravel (1875-1937) – Sonate für Violine und Klavier G-Dur (1923-27)

Janine Jansen, Violine
Denis Kozhukhin, Klavier

Kölner Philharmonie, 1. April 2025

von Brian Cooper

Gibt es eine Urform der Kammermusik? Das Streichquartett wird bisweilen als die perfekte Manifestation intimer Vierstimmigkeit angesehen. Noch intimer ist vielleicht nur das Duo als die klassischste Form, die Reinform, etwa in Werken für Violine und Klavier. (Oder, im Falle von Beethovens Kreutzer-Sonate, „für Klavier und Violine“.) „Kammermusik mit Janine Jansen und Denis Kozhukhin
Kölner Philharmonie, 1. April 2025“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 2. APRIL 2025

Johann Strauss Jr Paris 1867 © de.m.Wikipedia.org

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 2. APRIL 2025

Johann Strauss 2025 Wien: Veranstaltungen im April
Der April startet mit einem großangelegten Thementag zu Strauss’ berühmtester Operette Die Fledermaus.
leadersnet.at

Bremen/Konzerthaus „Die Glocke“
Einschmeichelnde Harfen- und Streicherlänge verzaubern das Bremer Publikum
Die imposante Konzertharfe steht wie zur Begrüßung mittig auf der Bühne und lässt für diesen Konzertabend Besonderes erahnen. Bei Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ bleibt sie indes noch ungespielt: Das wohl bekannteste Werk des Komponisten ist lediglich für eine Streicherbesetzung gedacht. Vermutlich könnten es viele der Zuhörer problemlos mitpfeifen, so simpel erscheint die Melodielinie. Was vielleicht der Grund dafür sein mag, dass es nur selten von renommierten Ensembles vorgetragen wird. Doch die luftige Leichtigkeit setzt spieltechnisch hohe Präzision voraus. Und damit kann die Klassische Philharmonie Bonn von Beginn an perfekt punkten
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

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Eric Laporte: „Die aktuelle wirtschaftspolitische Diskussion ist eine Gefahr für die Kultur“, Teil 3

Eric Laporte © Louise Leblanc

Der Quebecer Tenor Eric Laporte begann seine Karriere im Opernstudio Opéra de Montréal und ist seitdem an wichtigen Häusern vor allem in Europa und Nordamerika aktiv. Dank seiner wandlungsfähigen Stimme besitzt der preisgekrönte Tenor ein von Wagner bis Weill reichendes, äußerst breit gefächertes Repertoire. Im dritten Teil unseres Interviews sprechen wir über Kulturfinanzen, Klassik in Kanada und natürlich die aktuelle Bundestagswahl.

Johannes Karl Fischer im Gespräch mit Eric Laporte, Tenor, Teil 3

klassik-begeistert:  Herr Laporte, brauchen die Spielpläne der Opernhäuser mehr und neuere Werke? Viele Häuser spielen gefühlt nur die Schlager-Opern wie Zauberflöte, Tristan und Traviata…

Eric Laporte: Den Alfredo in La Traviata habe ich auch schon gesungen, das macht auch super viel Spaß! Aber es gibt so viel gute, interessante Opern. Das Problem sind halt die Finanzen, wir müssen irgendwie am Leben bleiben. In Deutschland hat man eine einzigartige Situation, weil die Theater nicht nur vom Staat unterstützt werden, aber das Volk sozusagen Eigentümer von Kunst und Kultur ist. Das muss man unbedingt so erhalten, aber gleichzeitig sollen die Leute natürlich auch kommen! „Interview: kb im Gespräch mit Eric Laporte, Tenor, Teil 3
klassik-begeistert.de, 2. April“
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Finaler Triumph oder Weltuntergangschaos? Bei Beethoven und Schostakowitsch lässt sich beides heraushören

Jean-Eflam Bavouzet/Bavouzet-4 July2016 © B Ealovega

Die hochgradige Spannung im Auditorium löst sich in befreienden Beifallsstürmen. Die währen zwar keine halbe Stunde (wie dereinst 1937 bei der Uraufführung anno), sind aber angesichts dieser wahrhaft überwältigenden Aufführung in jeder Hinsicht verdient.

9. Philharmonisches Konzert „High Five“

Fanny Hensel: Ouvertüre C-Dur
Ludwig van Beethoven:  Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73
Dmitrij Schostakowitsch:  Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47


Jean-Efflam Bavouzet
  Klavier

Marko Letonja Dirigent
Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 31. März 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Richtig heroisch soll es angeblich werden bei diesem Konzert. Mit zwei Fünften: Beethovens Klavierkonzert und der entsprechenden Schostakowitsch-Sinfonie. Da scheint die Ouvertüre C-Dur von Fanny Hensel so gar nicht hineinzupassen mit ihrem lieblichen, geradezu feingeistig anmutenden Eingangspart. Nun ja, ist halt von einer Frau komponiert. Mochte man zumindest früher vielleicht gedacht haben. „9. Philharmonisches Konzert „High Five“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 31. März 2025“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 1. APRIL 2025

Silke Aichhorn- Harfe, Fotograf Sven-Kristian Wolf rechtefrei

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 1. APRIL 2025

„Frohlocken leichtgemacht!?“
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass eine Konzertharfe so gerade eben in einen Peugeot 106 passt, mitsamt Fahrer und – arg zusammengefalteter – Harfenistin. Meine damalige Freundin Sarah spielte nämlich eine Mucke in Wuppertal, Carmen war’s, da hatte sie noch nicht ihren knallgelben ausgedienten Post-Bulli, und also fuhr ich sie mitsamt ihrem wunderschönen Ungetüm in Muttchens Kleinstwagen kackdreist bis auf den Vorplatz der akustisch so herrlichen Stadthalle. „Lassen Sie mich durch, ich bin Musiker!“, hätte es heißen können. Komischerweise beklagte sich niemand, und nach dem Ausladen und Schleppen fuhr ich natürlich brav das Auto weg. Es waren die Neunziger, da gab’s gefühlt noch nicht so viele Bösewichte wie heute.
Von Dr. Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

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Schweitzers Klassikwelt 134: Wie geht es weiter mit unseren jungen Ensemblemitgliedern?

Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Der „Thema“- Moderator Christoph Feurstein des ORF hat einmal gesagt, dass sie die Menschen der gebrachten Porträts, ohne dass davon in den Sendungen mehr geredet wird, weiter begleiten. Das wollen wir uns heute zum Vorbild nehmen und nachsehen, wie es einigen unserer Künstlerinnen und Künstler aus den Klassikwelten „Vom Mitglied des Opernstudios zum Ensemblemitglied“ geht.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Beginnen wir mit der Mezzosopranistin Isabel Signoret, die sich an der Wiener Staatsoper sehr wohl fühlt und hier ihr künstlerisches Zuhause sehen möchte.

Als neue Rollen sind die Minerva in Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“ und die wissbegierige und verunsicherte Ziege Muriel in Alexander Raskatovs „Animal Farm“ hinzugekommen. Der russische Komponist (*1953) liebt stimmliche exzentrische Ausschweifungen. Wir konnten uns selbst überzeugen, dass diese Partie ihren Mezzo dankenswerterweise ruhig strömen lässt. „Schweitzers Klassikwelt 134: Unsere jungen Ensemblemitglieder
klassik-begeistert.de, 1. April 2025“
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