Markus Hinterhäuser © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 13. MÄRZ 2026
Salzburg
Ärger bei das Salzburger Festspielen: Scherbenhaufen in Aussicht
Öffentlich ausgetragener Ärger bei den Salzburger Festspielen. Die Protagonisten: Intendant Markus Hinterhäuser und das Kuratorium. Die Zeichen deuten auf einen Machtkampf hin, bei dem es nur Verlierer gibt. Eine Analyse. Derzeit sieht alles danach aus, als müsste Markus Hinterhäuser seinen Posten als Intendant der Salzburger Festspiele deutlich früher räumen als gedacht: vermutlich 2027, möglicherweise aber schon nach dem bevorstehenden Festspielsommer. Grund dafür ist ein anhaltender Clinch mit einem seit seiner Vertragsverlängerung in wesentlichen Teilen neu besetzten Kuratorium. Ein Machtkampf, bei dem es nur Verlierer gibt.
BR-Klassik.de
München/Bayerische Staatsoper
Der neue Münchner Rigoletto: Gilda, Rigoletto und der Chor wirken stark in mir
Den größten Schlussapplaus heimsen Bariton Ariunbaatar Ganbaatar als Rigoletto und Sopran Serena Sáenz als Gilda vollkommen zu Recht ein. Der Chor ist an diesem Abend die dritte Wirkmacht, die mich überzeugt.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de
Berlin/Deutsche Oper
Villazóns Regie degradiert Rossinis “Italiana in Algeri” zu billigem Klamauk
Rolando Villazón inszeniert sich in seinem Künstlerleben gern als Clown. Diese Einstellung versucht er auch immer wieder in seine Operninszenierungen einzubringen, meistens mit nicht sehr großem Erfolg. Auch so an der Deutschen Oper Berlin, wo er Rossinis Dramma giocoso “L’Italiana in Algeri” inmitten mexikanischer Wrestler gnadenlos abwürgt.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de
München
Münchner Philharmoniker mit Buchbinder: Beethoven als Lebensaufgabe
Das Programm? Klassiker! Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 und Brahms vierte Symphonie. Was den Abend mit den Münchner Philharmonikern besonders macht: Die unterschiedlichen Temperamente von Pianist Buchbinder und Dirigent Lahav Shani.
BR-Klassik.de
So wird die Saison 2026/27: Gute Laune bei den Philharmonikern
Gute Stimmung bei den Münchner Philharmonikern: Sie freuen sich auf die kommende Saison mit ihrem neuen Chefdirigenten Lahav Shani. Für den gibt es von Seite der Musikerinnen und Musiker großes Lob. Ein Motto? Gibt es nicht. Dafür selten gespielte Werke und ungewohnte Kombinationen.
BR-Klassik.de
Intime Schubert-Lieder im Orchesterkleid
Julian Prégardien erkundet mit dem BRSO Schuberts Lieder in Orcheseterfassung und Liszts selten aufgeführte „Faust-Symphonie“. Im Interview erzählt der Sänger, was die Werke besonders macht und was ihn daran fasziniert. Die Konzerte finden am 12. und 13. März im Herkulessaal in München statt.
BR-Klassik.de
Berlin
Stefan Brandt wird neuer Chef der Berliner Opernstiftung
Der bisherige Chef des Futuriums, Stefan Brandt, soll neuer Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin werden. Er werde die Aufgabe zum 1. Januar 2027 übernehmen, teilte die Senatskulturverwaltung mit. Er wird Nachfolger von Georg Vierthaler, der nach 13 Jahren in den Ruhestand geht. Die Stiftung ist die Dachorganisation für die drei Berliner Opernhäuser – die Deutsche Oper, die Komische Opfer und die Staatsoper Unter den Linden – sowie für das Staatsballett und den Bühnenservice.
Tagesspiegel.de
New York/Carnegie-Hall
New York gerät außer Rand und Band bei Yannicks Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll
Erst gestern hatte Yannick Nézet-Séguin mit einem krönenden Tristan-Erfolg die Metropolitan Opera von den Socken gehauen, nun legte er mit der zweiten Symphonie des glühenden Wagner-Fans Gustav Mahler noch einen drauf. Das Publikum tobte sich vor Begeisterung auch in der Carnegie Hall ordentlich aus!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de
Berlin/Openstiftung
Stefan Brandt wird neuer Chef der Opernstiftung in Berlin
Er muss wohl den Mangel verwalten: Stefan Brandt soll künftig die Opernstiftung Berlin leiten. Keine leichte Aufgabe – der Kulturetat der Hauptstadt wurde zuletzt massiv gekürzt. Der bisherige Chef des Berliner Museums Futurium, Stefan Brandt, soll neuer Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin werden. Er werde die Aufgabe zum 1. Januar 2027 übernehmen, teilte die Senatskulturverwaltung mit. Er wird Nachfolger von Georg Vierthaler, der nach 13 Jahren in den Ruhestand geht.
DerSpiegel.de
Köln/Philharmonie
Die Gebrüder Jussen in Köln: „Im Anfang war der Rhythmus“
Der Schreiber dieser Zeilen neigt nicht zum Aberglauben, aber mit den Gebrüdern Jussen war’s bislang schon ein wenig verhext. Grippe, COVID, Krankheit: Immer, wenn ich eine Karte hatte, kam etwas Unangenehmes dazwischen. Endlich hat es im März 2026 geklappt, Lucas und Arthur Jussen zum ersten Mal live zu erleben. Und sie sind in Begleitung zweier Perkussionisten, Alexej Gerassimez, dessen Name mir etwas sagte, und Emil Kuyumcuyan, den ich noch nicht kannte.
Von Dr. Brian Cooper
Klassik-begeistert.de
Bonn
Zukunft der Bonner Bühnen: Gretchens Frage ans Theater (Bezahlartikel)
In der ehemaligen Bundeshauptstadt am Rhein sind sowohl die Oper, als auch das Schauspielhaus sanierungsbedürftig. Jetzt liegen fünf verschiedene Planungsvarianten für die Zukunft der Bonner Bühnen vor.
FrankfurterAllgemeine.net
Meiningen
Gläserne Magie des Goldes: Hindemiths Kriminaloper Cardillac in Meiningen
Nicht gerade häufig begegnet man Opern von Paul Hindemith im weltweiten Musiktheater. Dass 1926, also vor genau 100 Jahren, seine erste mehraktige Oper Cardillac an der Semperoper Dresden uraufgeführt wurde, hat offenbar doch zu einer kleinen Welle an Aufmerksamkeit geführt. Nach den Bühnen in Essen und Zürich ist am Staatstheater Meiningen nun eine weitere Neuinszenierung vorgestellt worden.
bachtrack.com/de
Komitee stellt Erweiterung des Salzburger Festspielbezirks in Frage
Es wird Kritik geäußert an mangelnder Transparenz und hohen Kosten. Der Gemeinderat habe die Minimalvariante nicht gekannt. In Salzburg hat sich dieser Tage ein Komitee Neuer Festspielbezirk gebildet. Die Gruppe rund um den Salzburger Gemeinderat Christoph Ferch (Liste Salz) kritisiert die hohen Kosten für die geplante Modernisierung und Erweiterung der Festspielhäuser und fordert eine Redimensionierung. Es herrsche zu wenig Transparenz, meinte Ferch am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
DerStandard.at
Salzburg/Mozarteum
Aspekte Eröffnung: Neue Musik zwischen Spaß und Tragik
Die biennal stattfindende verdienstvolle Leistungsschau vorwiegend groß geschriebener „Neuer Musik“ wurde diesmal im Großen Saal des Mozarteums eröffnet und bot vielfältige Eindrücke.
DrehpunktKultur.at
Wien/Musikverein
Force majeure! Marianne Crebassa im Musikverein (Bezahlartikel)
Die französische Mezzosopranistin bezirzte und trompetete in ihrem Liederrezital beeindruckender als bewegend.
DiePresse.com
Wien/Konzerthaus
Spinat-Lasagne und hohe Klavierkultur zur Mittagszeit: Ilya Shmukler im Konzerthaus (Bezahlartikel)
Künstler zum Kennenlernen: Mit Ilya Shmukler gab der amtierende Geza-Anda-Wettbewerbsgewinner seine Visitenkarte im Konzerthaus ab.
DiePresse.com
Feuilleton
Jugend entdeckt die Klassik – und verändert ihre Zukunft
Eine internationale Studie mit 8.000 Befragten zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: Gerade junge Menschen entdecken klassische Musik neu. Sie hören sie häufiger, gehen öfter ins Konzert und treiben neue Konzertformate voran. Für die klassische Musik könnte diese Generation zum wichtigsten Motor der Zukunft werden.
Klassikradio.de
Links zu englischsprachigen Artikeln
Hamburg
Beyond the warhorse: Yamada and the CBSO’s Walton expedition at the Elbphilharmonie
bachtrack.com/de
Rom
Teatro dell’Opera di Roma Names New Artistic Director
operawire.com
Leeds
Opera North in 2026-2027
Opera North announces its repertoire for the year ahead which sees the Company bringing seven operatic titles to the stage, a clear indicator of its financial and artistic strength.
seenandheard-international.com
New York
‘Tristan und Isolde’ Review: At the Met Opera, Wagner’s Vast World (Subscription required)
Director Yuval Sharon’s company debut is an imaginative, expansive production headed by two top-flight singers, Lise Davidsen and Michael Spyres.
wsj.com
Boston
Why has one of the world’s great conductors been shown the door?
Andris Nelsons is to leave the Boston Symphony Orchestra. The shock decision is strongly opposed by the players. What is going on, and what, should a music director’s role be? Plus: why Timothée Chalamet is an eejit
TheGuardian.com
Philadelphia
Curtis Opera Theatre 2025-26 Review: La Passion de Simone A 75-Minute Opera With No Story Shines in the Hands of Curtis Institute Artists operawire.com
Berkeley
Conductor Harry Bicket, English Concert and an indefatigable cast bring glory to Handel’s Hercules
seenandheard-international.com
Houston
Houston Grand Opera to Live Stream ‘Of Mice and Men’
Houston Grand Opera is set to livestream its new production of Carlisle Floyd’s “Of Mice and Men” on March 15, 2026, at 2:30 p.m. CT via its YouTube and Facebook channels. operawire.com
Feuilleton
RPO Report Reveals Public Anxiety Around AI in Music
Over half of survey respondents felt that AI would stifle creative innovation, although public interest in orchestral music, it reports, has hit a six-year high
classical-music.uk
Rock/Pop/Song-Contest
Österreich
Jetzt online! Song Contest: Das ist das offizielle Video von Cosmós „Tanzschein„
Seit heute wummert der „Tanzschein“ auf den weltweiten Videoportalen: Cosmó, Österreichs Kandidat für den Wiener Eurovision Song Contest im Mai, hat am Mittwoch das offizielle Video für seine ESC-Tanzhymne vorgelegt.
oe24.at
Sprechtheater
Wien/Josefstadt
Spitzentöne: Die Josefstadt nach Föttinger
Die hiesigen Kulturmenschen wollen es dringlich wissen, aber das Programm der neuen Josefstadt-Direktion soll erst in Monaten bekannt werden. Die spielentscheidenden Details sickern aber schon. Lesen Sie also die Eckdaten. Und zürnen Sie mit mir dem Salzburger Festspielkuratorium.
news.at
Schön sein und an der Sonne liegen in Antonio Fians Dramolettwelt
Das Klagenfurter Ensemble präsentiert die nächste Sammlung der Security-Dramolette von Antonio Fian
DerStandard.at
Bregenz
Kritik an Umgang mit Vorarlbergs Landestheater-Intendantin Gräve
Land hatte überraschend Neuausschreibung der Intendanz ab 2028 verkündet. Grüne, SPÖ und Neos orteten mangelnden Respekt für Stephanie Gräve und ihr Haus
DerStandard.at
Graz
Grazer Theaterfestival: Dramatiker|Innen wollen die Welt neu verflechten
Graz wird vom 26. bis 31. Mai wieder zum Nabel der aktuellen Theaterwelt: Das Dramatiker|Innenfestival von Dramaforum, TaO und Next Liberty lädt zu spannenden Produktionen, Gastspielen, Vorträgen, Diskussionen und Dramawalks.
krone.at
Medien
ORF
Ingrid Thurnher über ORF-Führung: „Das wird eine Herkulesaufgabe“
Die langjährige ORF-Journalistin übernimmt die vorläufige Führung des Unternehmens. In der ZIB 2 musste dieses Mal SIE sich den strengen Fragen stellen.
Kurier.at
ORF
„Krone“-Kommentar: Was beim ORF massiv zum Himmel stinkt
Nein, nicht alle ORF-Mitarbeiter sind Schweinderln. Ganz und gar nicht. Man darf davon ausgehen, dass die allermeisten Damen und Herren, die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aktiv sind, ordentliche Arbeit leisten und sich öffentlich-rechtlichen Maßstäben entsprechend zu benehmen wissen. Aber wenn es an so vielen Ecken und Enden und besonders auch ganz weit oben stinkt – dann werden die vielen Anständigen mit in den Dreck gezogen. Da muss es nicht nur um sexuelle Belästigungen von Mitarbeitern gehen. Da wäre längst das höchst grenzwertige, oft auch grenzüberschreitende Nebenjob-Unwesen abzustellen. Denn da reicht manchen TV- und Radio-Stars das aus unser aller Haushaltsabgaben und durch Werbegelder finanzierte Gehalt nicht, und sie kassieren für Auftritte bei Unternehmen und Institutionen, über die sie mitunter in ihrem Hauptjob unabhängig berichten sollten, ein fettes Körberlgeld.
krone.at
ORF
Nach Weißmann-Aus
Fix: Thurnher (63) übernimmt vorläufig ORF-Ruder
Die Stiftungsratssitzung im ORF-Zentrum in Wien zur Causa Weißmann hat Donnerstagvormittag begonnen. Schon vorab hat Peter Westenthaler, der FPÖ-Vertreter im Stiftungsrat, scharfe Kritik am Vorgehen der Protagonisten geübt: „Am Küniglberg ist die Diktatur ausgebrochen!“ Fix ist inzwischen: Ingrid Thurnher ist neue interimistische ORF-Chefin.
krone.at
ORF
Wird Weißmann gekündigt? Darüber muss Ingrid Thurnher entscheiden
Der Stiftungsratschef verspricht, dass die Causa Weißmann umfassend, „in allen Facetten“ aufgeklärt wird. Intrigen sind wohl mit gemeint. Ingrid Thurnher, die am Donnerstag offiziell die Agenden des zurückgetretenen ORF-Chefs übernehmen soll, muss die genaue Aufgabe für eine „Task Force“ zur Unternehmenskultur festlegen.
DiePresse.com
ORF
Nach Chef-Rücktritt nun Analyse: ORF muss sich vom Stiftungsrat trennen
Nicht die beste Werbung für sich machte der Stiftungsrat, das Aufsichts- und Kontrollorgan des ORF. Eine erste Aufarbeitung des „Falls Weißmann“ fand seinerseits nur in ORF-Medien statt. Eine geplante Pressekonferenz mit anderen Medien wurde vom Vorsitzenden (von der SPÖ entsandt) und seinem Stellvertreter (von der ÖVP entsandt) erst verschoben, dann abgesagt und letztlich verschoben. Was dahintersteckt? Die Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie oder nur das Warten auf politische Signale, die da aus der Regierung kommen werden?
krone.at
Westenthaler: „Strobls Pension wird ein Fall für die Gerichte“
Mit scharfer Kritik an den Chefs des ORF-Stiftungsrates sowie an ORF-Manager Pius Strobl meldete sich FPÖ-Mann Peter Westenthaler nach der Sitzung des höchsten ORF-Gremiums zu Wort.
oe24.at
Politik
Österreich
Ab Montag: Regierung untersagt Tankstellen tägliche Preissteigerung
Nach Explosion der Rohölpreise: Die Bundesregierung hat sieben Punkte vorgelegt, mit denen sie die Energie- und Treibstoffpreise stabilisieren will.
Kurier.at
Fiskalratschef Badelt: Höheres Pensionsalter ist notwendig, weil Gesundheitsausgaben „explodieren“
Laut dem Fiskalratspräsidenten sind weitere Sparmaßnahmen unumgänglich, um das Budget zu konsolidieren. Es brauche auch ein höheres Pensionsantrittsalter. Aber nicht, um das Pensionssystem zu stabilisieren, sondern um Einnahmen für die hohen Kosten der Pflege zu lukrieren. Auch eine Erbschaftssteuer sollte „vernünftig diskutiert“ werden, wenn im Gegenzug die Besteuerung von Arbeit reduziert wird.
DiePresse.com
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Unter’m Strich
Flugverkehr in Not: Kriege erschweren den Weg nach Asien
Gesperrte Lufträume über Russland und jetzt dem Mittleren Osten machen es zunehmend schwierig, Routen für Passagierflüge Richtung Asien zu finden.
nzz.ch
Die USA vernichten die iranischen Minenleger. Doch die Gefahr einer Blockade der Strasse von Hormuz ist noch nicht gebannt
Die Amerikaner wollen verhindern, dass das Mullah-Regime das Nadelöhr im Persischen Golf verminen kann. Dem Schiffsverkehr drohen aber auch noch andere Gefahren.
nzz.ch
INFOS DES TAGES (FREITAG, 13. MÄRZ 2026)
INFOS DES TAGES (FREITAG, 13. MÄRZ 2026)
Quelle: onlinemerker.com
BÜHNE BADEN: HEUTE PREMIERE „Das ist die Berliner Luft“

Mariella Hofbauer, Dennis Hupka und Ensemble © Christian Husar
Was tun, wenn das Leben in Berlin zu eintönig und die Luft zu Hause zu dick wird? Den Mond besiedeln natürlich! Die drei durchgeknallten, aber durchwegs liebenswerten Freunde Steppke (Dennis Hupka), Lamberthofer (Simon Stockinger) und Pannecke (Ricardo Frenzel-Baudisch) brechen in Paul Linckes burlesk-phantastischer Revueoperette FRAU LUNA auf zu einer besonderen Mission: Sie wollen den Mann im Mond sprechen und mit ihm gemeinsam an einer besseren Zukunft feilen. Doch als sie mit ihrem selbst gebastelten Raumschiff auf dem frisch polierten und glitzernden Mond landen haben sie nicht nur irrtümlicherweise die vorlaute Frau Pusebach (Sigrid Hauser) mit im Gepäck, sondern müssen auch feststellen, dass auf dem Mond eine Frau herrscht – und was für eine! Frau Luna (Julia Koci) ist nicht nur bildschön und betörend, sondern noch dazu bitter enttäuscht von der Männerwelt. Den intergalaktischen Playboy Prinz Sternschnuppe (Maximilian Mayer) lässt sie schon seit tausenden Jahren eiskalt abblitzen – und der kann sich so gar nicht damit anfreunden, dass es im Universum eine Frau gibt, die seine Avancen nicht erwidert. Zu seinem Unmut zeigt sich die schöne Herrscherin dafür sehr interessiert an Steppke, der aber nach seinem Mondabenteuer eigentlich nichts lieber will als zurück zu seiner irdischen Marie (Mariella Hofbauer). Und auch auf dem Mond herrschen allerlei amouröse Verstrickungen: So hat der umtriebige Haushofmeister (Ramesh Nair) alle Hände voll zu tun, seine einstigen Liebesabenteuer vor seiner Angebeteten, der schönen Stella (Anna Rosa Döller) zu verheimlichen, zumal unerwartet eine seiner Verflossenen beim Mondball auftaucht. Jede Menge Arbeit also für das allgegenwärtige Überwachungssystem Mondgroom (Maria Gschwandtner), das sich vergeblich bemüht, für Ordnung auf dem Mond zu sorgen…

Ricardo Frenzel-Baudisch, Dennis Hupka, Simon Stockinger © Christian Husar
Paul Lincke gelang 1899 mit der Operette FRAU LUNA, die ab Freitag auch an der Bühne Baden zu sehen ist, ein Sensationserfolg: Der Marsch „Das ist die Berliner Luft“, aber auch das bezaubernde Duett „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“ oder „Schlösser, die im Monde liegen“ sind zu unvergesslichen Ohrwürmern geworden. Simon Eichenberger inszeniert diese beschwingte Operette in Baden mit viel Sinn für Humor. Die opulente Ausstattung im Stil der 60er Jahre auf der Erde und im Hollywood-Glamour der 30er-Jahre auf dem Mond stammt von Charles Quiggin. Die Choreografien von Dominique Brooks-Daw verlangen nicht nur dem Tanzensemble, sondern auch den Solist*innen so einiges ab, denn auf dem Mond regiert der Stepptanz! Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Victor Petrov.
Premiere ist am 13. März 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater
Weitere Vorstellungstermine:
14., 19. & 28. März 2026
1., 2., 4., 11., 16., 17., 23., 24. & 25. April 2026
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Herzliche Einladung zur März-Soirée der Wiener Volksopernfreunde am Freitag, dem 13. März 2026 im „Lechner“ Heute
(Wilhelm-Exner-Gasse 28, 1090 Wien) ab 16:30 Uhr mit Überraschungsgast!
Zum Vormerken:
Samstag, 16. Mai 2026, 18:00 Uhr:
Allround-Talent mit Humor: Künstlerporträt mit Sigrid Hauser
Klavier: Andreas Partilla, Moderation: Oliver Thomandl
Villa Wertheimstein (Bezirksmuseum Döbling), Döblinger Hauptstraße 96, 1190 Wien
Karten an der Abendkasse: € 20,- Mitglieder, € 25,- Nicht-Mitglieder
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Die Royal Opera bringt Die Zauberflöte ab 21. April weltweit ins Kino
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Im April bringt die Royal Opera David McVicars Inszenierung von Die Zauberflöte weltweit auf die Kinoleinwand. Die Produktion ist ab Dienstag, 21. April, in Kinos zu erleben.
Mozarts Die Zauberflöte gehört zu den beliebtesten Werken des Opernrepertoires. In einer fantastischen Welt folgen wir Tamino und Pamina auf ihrer Suche nach Liebe, Weisheit und innerer Reife. Mozarts Musik enthält einige der bekanntesten Arien der Opernwelt, darunter die berühmte „Der Hölle Rache“, gesungen von der Königin der Nacht.
Marie Jacquot gibt mit dieser Produktion ihr Debüt an der Royal Opera und steht am Pult eines international besetzten Ensembles: Lucy Crowe singt Pamina, Amitai Pati übernimmt die Rolle des Tamino, Huw Montague Rendall ist als Papageno zu erleben und Soloman Howard als Sarastro. Die Sopranistin Kathryn Lewek kehrt als Königin der Nacht zu einer Rolle zurück, die sie im Laufe ihrer Karriere bereits über 300 Mal gesungen hat.
David McVicars Inszenierung verbindet märchenhafte Bildwelten mit feinem Humor und klarer Erzählweise. Bühnenbild und Kostüme stammen von John Macfarlane, das Lichtdesign von Paule Constable, die Bewegungsregie von Leah Hausman.
Kinokarten und Infos zur gesamten Saison sind erhältlich unter www.rbokino.com.
The Royal Opera
DIE ZAUBERFLÖTE
In den Kinos ab dem 21. April 2026
Musikalische Leitung Marie Jacquot
Regie David McVicar
Bühne und Kostüme John Macfarlane
Lichtdesign Paule Constable
Choreographie Leah Hausman
Pamina Lucy Crowe
Tamino Amitai Pati
Papageno Huw Montague Rendall
Königin der Nacht Kathryn Lewek
Sarastro Soloman Howard
Monostatos Gerhard Siegel
Papagena Marianna Hovanisyan*
*Jette Parker Artist
Royal Opera Chorus
Chorus Master William Spaulding
Orchestra of the Royal Opera House
Gesungen auf Deutsch mit englischen Übertiteln
Mehr Informationen finden Sie hier.
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ST. PÖLTEN/Festspielhaus: Marcos Morau, Opera Ballet Vlaanderen, Tonkünstler-Orchester: „Romeo + Julia“
Das Schwert, mit dem ein junger Mann, der Unschuld der Kindheit bereits entwachsen, immer wieder durch die Szenen geistert, schwebt drohend über dem, was Liebe werden kann. Zwei Kinder schauen auf die vergiftete Welt der Erwachsenen, die Welt ihrer eigenen Zukunft und die unser aller Vergangenheit. Marcos Morau zeichnet mit seinem „Romeo + Julia“, dem zweiten seiner drei Gastspiele in dieser Saison des Festspielhauses St. Pölten, ein düsteres Bild von einer in einem endlosen Strudel von Gewalt gefangenen Menschheit.
Eine dicht gedrängte, verängstige Masse schiebt langsam den Vorhang zu Seite und dahinter ein riesiges Kirchenfenster vor sich her. Lukas Hellings legt mit elektronischem Sound eine dunkle, drohende Fläche aus. Mit diesem initialen Bild werden lange Traditionen und konkrete historische Wurzeln wie die Heilige Inquisition und die anhaltende psychische und sexuelle Gewalt der katholischen Kirche eingeführt. Das aus 28 Tänzerinnen und Tänzern des Opera Ballet Vlaanderen und zwei Kindern bestehende Ensemble ist in schwarze Kostüme (von Silvia Delagneau) gehüllt.

Marcos Morau, „Romeo + Julia“ © Danny Willems
Düster auch sind die Atmosphären der vielen Szenen, die, anders als der Titel suggerieren könnte, eben nicht die berühmte Geschichte von William Shakespeares Liebenden nacherzählen. Der in dieser Tragödie und in der gleichnamigen, das Genre prägenden Ballett-Musik Sergej Prokofjews enthaltenen Gewalt spürt der spanische Weltklasse-Choreograf Marcos Morau nach. Er extrahiert sie aus der Handlung, den Situationen und der Komposition und übersetzt sie in eine Choreografie von Zuständen. Moraus „Romeo + Julia“ wird so zu einer Innenschau, die die Triebkräfte der Charaktere und die von deren Handlungen zum Gegenstand dieses 80-minütigen Bühnenereignisses macht.
Max Glaenzel schuf ein Bühnenbild, das von einer zentral installierten Kreisfläche und darüber hängenden, absenkbaren kreisförmigen schwarzen Vorhängen, die enthüllen und verbergen, halbrunden weißen Rückwänden, die wie fokussierende Spiegel das Geschehen vor ihnen beleuchten, und seitlich auffahrbaren Klein-Tribünen für außen stehende Beobachter, vor allem die Kinder, dominiert wird.
Der Kreis ist Symbol für Stagnation trotz Rotation, er ist Reaktor und Manege für die Emotionen der als Vielheit erscheinenden Figuren. Ein in eine Rüstung gestecktes Pferd als mächtiger Verbündeter im Kampf und doch seinen Instinkten nach ein Fluchttier, immer wieder Kerzen auf Kandelabern als sakrale Wegweiser, Mahner und Segnende zugleich (die Doppelmoral des Klerus beißt sich in die Herzen), und ein von außen hell erleuchtetes Kirchenfenster, dessen Licht da draußen unerreichbare Liebe und verunsichernden Frieden verheißt, reichern das eh schon äußerst dichte Stück nochmals an.

Marcos Morau, „Romeo + Julia“ © Danny Willems
Die immer schwarzen, auch gewechselten Kostüme, zuweilen an Ritterrüstungen und gleichzeitig an Science-Fiction-Krieger erinnernd, machen keinen Unterschied zwischen den verfeindeten Familienclans oder den vervielfältigten Hauptfiguren des Shakespeare’schen Dramas. Jeder wird jedem und jeder zum Feind oder Gegner, jeder sieht jedem und jeder zum Verwechseln ähnlich. Er und sie sind austauschbar. Sie sind sich wie ein Spiegelbild, sind das Ergebnis ihrer Projektionen. Was draußen bekämpft wird, ist das Dunkle, das Abgelehnte in ihnen selbst.
Verdrängt und unbewusst in den Seelen der Einzelnen und in Gruppen-Psychen schlummernd, verheißt die Selbstanschauung einen unerträglichen Schmerz, der als feindliches Ebenbild im Außen mit überbordender Gewalt bekämpft wird. Damit weist Morau einerseits auf deren Ursachen, andererseits auf Ansatzpunkte für den Kampf gegen sie. Die Universalität des Phänomens ist verstörend. Ob individuell als wilde Autoaggression, in vielen von einer aufkeimenden Nähe in die Gewalt kippenden Zweisamkeiten oder Gruppen unterschiedlicher Größe, alle sind gegen jeden, jeder ist gegen sich selbst. Und die Liebe wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Handwerklich ist „Romeo + Julia“ meisterlich umgesetzt. Morau zeigt sich ein weiteres Mal als Autorität für Gruppen-Choreografie. Nicht weniger drängend aber sind die getanzten Duette. Nähe kippt unweigerlich in Aggression, Berührung in Gewalt. Seine gestischen Kunstgriffe, die Gliedmaßen wie eigenständige Elemente als triebgesteuerte, dem tiefsten Inneren widersprechende Handelnde und die Köpfe in irrwitzig kantigem Schwung als Gedanken-Maschinen, gepeinigt von moralisch-ethischen Normativen und diesen zuwiderlaufenden Instinkten, agieren zu lassen, übersetzt das in jedem Einzelnen auf mehreren Ebenen sich abspielende Drama ins Physische.

Marcos Morau, „Romeo + Julia“ © Danny Willems
Der Gruppenkörper repräsentiert ein machtvolles kollektives Unbewusstes. Das Marionettenhafte ihrer Bewegungen steht für gruppendynamische Prozesse in einem System, das ihnen Gewalt aufzwingt. Und trotzdem: In all der Gewalt bleiben die Figuren verletzlich und zerbrechlich.
Die Musik, meisterlich interpretiert durch das Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Gavin Sutherland, betont die der Komposition innewohnende Gewalt mit Präzision und eindringlicher Schärfe. Auszüge aus der insgesamt 120 Minuten langen Ballett-Musik Prokofjews, für die Musizierenden und die Tanzenden anspruchsvoll wegen ihrer komplexen Rhythmik und verwegenen Harmonik, werden mit elektronischem Sound durchsetzt, der dunkle, bedrohliche Stimmungen ergänzt.
Diese Klangkulisse wächst gemeinsam mit dem Tanz, der Bühne, dem Lichtdesign von Bernat Jansà und den Kostümen zu einer aufwühlenden Inventur menschlicher Triebkräfte und Handlungsmaximen. Morau zeigt eine Umwelt, die Liebe als Bedrohung wahrnimmt, die jeden Impuls von Empathie im Keime erstickt und in der menschliche Wärme ihre heilende Kraft verloren hat.
Gewalt ist dem Menschen und der menschlichen Gesellschaft wesensimmanent. Mit dieser Analyse bewegt sich Marcos Morau in einer Gemeinschaft von Kunstschaffenden, die mit ihrem aller Romantisierungen entkleideten Blick die Geschichte der Menschheit als eine Geschichte der Gewalt erkennen und deren Jahrtausende währende Kontinuität auch für die Zukunft antizipieren. Zeitalter, Kontinente und Kulturen jeglicher Couleur sind vom Streben nach Macht und Überlegenheit und von Gewalt geprägt.

Marcos Morau, „Romeo + Julia“ © Danny Willems
Und die Gegenwart? Zur Zeit der Uraufführung des Stückes im März 2025 in Gent wurde der Gaza-Streifen zu einem unbewohnbaren Trümmerfeld zerbombt. Jetzt, zur Österreichischen Erstaufführung hier in St. Pölten, erleben der Iran, Israel, die Golfregion und der Libanon kriegerische Auseinandersetzungen. Immer aber und überall existiert die Gewalt im Kleinen, die zwischen Individuen und Gruppen. Im Schatten der großen Konflikte schafft sie deren Berechtigung.
Die Gewalt gegen Frauen ist ständiger Begleiter der Menschheit. Morau thematisiert auch diese. So wie er variantenreich viele Spielarten von Konflikten zwischen Individuen, Gruppen, Ideologien und Glaubenssystemen choreografiert, Konflikte, die in den kleinsten Zellen der Gesellschaft ihren Anfang nehmen. Verunsicherung und Zweifel keimen ebenso wie Hysterie, wütende Trauer und Fassungslosigkeit über den Wahnsinn.
Die finale Begräbnisszene in Prokofjews Komposition ist die Abtrennung von der kindlichen Unschuld und der angeborenen Freundlichkeit und Liebe und zugleich die damit induzierte Sehnsucht nach ihnen. Andererseits isoliert sie die Gewalt im Zentrum der Bühne. Das Ensemble ist gefangen in einem Rondell aus Kirchenfenstern und versucht vergeblich, Kontakt zu den außen stehenden Kindern und damit zu ihrem eigenen Ursprung aufzubauen. Sie begraben jede Hoffnung, alle Zuversicht und das Vertrauen in den aufklärerisch postulierten Kern des Menschseins im ewigen Kreislauf der Gewalt, erhoben in den Status einer Religion als Symbol der die Menschheit dominierenden Macht.

Marcos Morau, „Romeo + Julia“ © Danny Willems
Hass und Gewalt in Marcos Moraus „Romeo + Julia“ erscheinen grund- und ziellos. Wie ein selbstreferenzielles System durchdringen sie die Gesellschaft und jedes ihrer Individuen. Nicht allein das Stück wühlt auf. Es ist die Treffsicherheit der Analyse, die ge- und erlebte Liebe wie ein seltenes Leuchten aus der Primitivität einer archaischen Seinsweisen verpflichteten Gesellschaft erscheinen lässt. Sie steht nicht vor dem Abgrund, sie ist tief drinnen. Auch das Opera Ballet Vlaanderen trägt mit hochkarätiger Ensemble-Leistung und vielen herausragenden solistischen Beiträgen bei zu diesem visuell und musikalisch ergreifenden, erschütternden und nachhaltig bewegenden Meisterwerk.
Marcos Morau. Opera Ballet Vlaanderen. Tonkünstler-Orchester mit „Romeo + Julia“ am 07.03.2026 im Festspielhaus St. Pölten.
Rando Hannemann