DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

DIE MONTAG-PRESSE –13. JULI 2026  klassik-begeistert.de

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden                                                                DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

Festspielhaus Erl © Festspiele Erl

Erl/Tirol
Maritimes bei den Tiroler Festspielen: Stars im „Fliegenden Holländer“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,31. Min.)
deutschlandfunkkuktur.de

Erl
Weltklasse in Ton und Bild: „Der fliegende Holländer“ in Erl
Bei den Tiroler Festspielen fesselt die Inszenierung von Josef. E. Köpplinger genauso wie Christopher Maltman in der Titelpartie. Tirol liegt bekanntlich nicht am Meer. Wenn man aber aus deutschen Landen ins Unterinntal reist, dann begrüßt einen da eine riesige Welle aus Beton: das Passionsspielhaus in Erl. In diesem Sommer hat hier der fliegende Holländer Obdach gefunden. Dabei handelt es sich nicht um einen Touristen aus den Niederlanden, der zum Paragliding angereist ist, sondern um einen kreuzunglücklichen Untoten, der seit Ewigkeiten die Meere befährt. Bei seinen seltenen Landgängen sucht der Leidgeplagte sein Heil in Person einer Frau, die ihm ewige Treue schwört.
DerStandard.at

Mörbisch
Alfons Haider: „Ich werde nie wieder in Mörbisch auftreten!“
Alfons Haider steht nach 18 Jahren wieder als „Zaza“ in dem Musical „La Cage aux Folles“ auf der Bühne: Premiere ist am Donnerstag, 16. Juli bei den Seefestspielen Mörbisch. Im „Krone“-Interview spricht er über sein Comeback, Schmerzen und Bombenideen.
krone.at

Gars
Puccinis „Butterfly“ in Gars: Was für ein grandioses Rollendebüt! (Bezahlartikel)
Trotz orchestraler Schwächen und veritablem Tenorpech in der Premiere gab es bei Puccinis „Madama Butterfly“ Grund zur Begeisterung – vor allem für Volksopern-Ensemblemitglied Kristiane Kaiser, die erstmals die anspruchsvolle Titelpartie gestaltete.
DiePresse.com

Retz
Judith & Holofernes“ in Retz: Enthauptung in der Stadtpfarrkirche
Beim Festival Retz zeigt man Alessandro Scarlattis szenisches Oratorium. Das Bibeldrama wird mit filmischen Vervielfachungen inszeniert. Es ist längst Tradition, allerdings stets interessant, wie der Raum der Stadtpfarrkirche zur szenischen Ereignisbühne geformt wird. Die Prozession der Vermummten, welche die in Trauerschwarz gehüllte Judith zwischen den Bänken Richtung Altarraum begleiten, ist sozusagen das routinierte Präludium. Was folgt, ist allerdings eine per Kamera vollzogene Übersetzung des Geschehens in ein kreisförmiges Filmformat. Was sich im Altarbereich abspielt, erlangt insofern eine interessante Vervielfachung.
DerStandard.at

Bregenz
Grabher setzt ein starkes Zeichen für die Oper
Mit einer ungewöhnlich gekürzten, musikalisch jedoch umso überzeugenderen Fassung von Mozarts „Così fan tutte“ begeistert die Camerata Musica Reno im Theater Kosmos. Tobias Grabher beweist, dass auch abseits der Bregenzer Festspiele Oper auf höchstem Niveau möglich ist – und setzt damit ein wichtiges Signal für die zunehmend ausgedünnte Opernlandschaft in Vorarlberg.
krone.at

Salzburg
„Jedermann“-Teufel Christoph Luser über Hinterhäuser-Abgang: „Politische Interessen undurchschaubar“ (Bezahlartikel)
Schauspieler Christoph Luser über den behaglichen Zugang zum Tod, die Folgen der Absetzung von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen und die Schwierigkeit, bei Netflix die Nerven zu bewahren.
DiePresse.com

St.Georgen
Hinterhäusers erster Auftritt seit dem Abgang aus Salzburg (Bezahlartikel)
Der Ex-Intendant der Festspiele im Gespräch mit dem Sänger Florian Boesch.
Kurier.at

St.Andrä/Lavanttal
Liebe, Witz und Charme im Arkadenhof (Bezahlartikel)
„Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti erweist sich beim „Opernsommer“ szenisch und musikalisch überwiegend geglückt.
KleineZeitung.at

München
Desserts mit Sahnehäubchen: Simon Rattle bei „Klassik am Odeonsplatz“ (Bezahlartikel)
Gershwin satt mit dem Pianisten Kirill Gerstein und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bei schönstem Wetter vor der sanierungsbedingt verhüllten Feldherrnhalle
MuenchnerAbendzeitung.de

Frankfurt
Oper Frankfurt: ››Armonie della sera« ~ Soiree des Opernstudios.
Die Nachwuchsförderschmiede der Oper Frankfurt, das internationale Opernstudio, steht unter der Leitung von Intendant Bernd Loebe und Thomas Stollberger. Bernd Loebe ist bei fast allen Soireen des Opernstudios auch als Zuhörer anwesend. Bei der ersten Soiree des sich neu zusammengestellten Opernstudios der Spielzeit 2025/2026 gab es jetzt den seltenen Fall, dass er zu Beginn vor das Publikum trat.
kulturfreak.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Berlin
Staatsoper Berlin 2025-26 Review: Samson et Dalila
Aigul Akhmetshina as Dalila Gives Compelling Performance
operawire.com

Mailand
Teatro alla Scala 2025-2026 Review: Lucia di Lammermoor
operawire.com

London
‚La Fille du régiment‘ review — Donizetti’s frothy comic opera is a total summer delight
londontheatre.co.uk

Royal Ballet and Opera 2025-26 Review: La Fille du régiment
operawire.com

Longborough
Exceptional Singing within an Unexceptional Staging of Macbeth from Longborough Festival Opera
operatoday.com

Wormsley
Gerald Barry, „The Importance of Being Earnest“: Oscar Wilde’s bubbling comedy becomes a surreal hard-hitting farce in Barry’s adaptation at Garsington
seenandheard-international.com

Leeds
Review – Opera North’s ‘The Sound of Music’ at Leeds Grand Theatre – A Glorious Summer Revival of the Beloved Classic
theartsshelf.com

Katonah, New York
Q & A: Peter Whelan on Händel’s ‘Tolomeo,’ the Caramoor Festival & Early Music
operwire.com

Washington
Shakespeare Opera Theatre presents a moving rendition of Floyd’s “Susannah”
washingtonclassicalreview.com

Central City
Tabor-ing under no illusions
A grandly sung revival of The Ballad of Baby Doe at Central City Opera mines poignance from America’s past and present.
parterre.com

Ballett / Tanz / Performance

Florentina Holzinger: „Bodensee Étude“: Nackte Körper und schweres Gerät
Die spektakuläre Performance der Biennale-Teilnehmerin Florentina Holzinger lieferte nackte Körper, schweres Gerät und Stuntarbeit bei ihrer  „Bodensee Étude“. In den Bregenzer Seeanlagen sorgte die Aktion für großen Andrang.
krone.at

Wien/ImpulsTanz
Kunstvolles Scheitern großer Ambitionen bei Impulstanz
Taos Bertrand, Boris Charmatz und Alexandra Bachzetsis zeigen drei Solowerke am Rand der Glaubwürdigkeit beim diesjährigen Festival
DerStandard.at

Ballet / Dance
Interview: San Francisco Ballet’s newest principal – Katherine Barkman’s circuitous route in ballet
gramilano.com

Sprechtheater

Miguel Herz-Kestranek: „KI wird die Schauspieler ersetzen“  (Bezahlartikel)
Der bekannte Schauspieler und Vielseitigkeitskünstler Miguel Herz-Kestranek will die Politik aufrütteln, damit nicht ganze Kultursparten verschwinden. Er wehrt sich nicht gegen künstliche Intelligenz, sondern fordert, sich damit möglichst erfolgreich zu arrangieren.
SalzburgerNachrichten.at

Film/TV

„Rosenheim Cops“-Star Karin Thaler führte jahrelang ein „Doppelleben“
Seit 24 Jahren steht Karin Thaler als Marie Hofer für die „Rosenheim Cops“ vor der Kamera. Was ihre Fans jahrelang nicht wussten: Die Schauspielerin führte, wie sie selbst sagt, jahrelang ein „Doppelleben“. Denn hinter den Kulissen kämpfte sie gegen die Folgen der Spielsucht ihrer Mutter. Wie schwer das war, darüber spricht die 60-Jährige nun ganz offen.
krone.at

Politik

USA
Senator Lindsey Graham: Trumps einflussreicher Einflüsterer ist tot
Der republikanische Senator hat die US-Außenpolitik der letzten 25 Jahre maßgeblich mitbestimmt. Er mutierte vom Gegner zum Freund und Golfpartner Donald Trumps. Nach einem Ukraine-Trip verstarb er Samstagabend kurz nach seinem 71. Geburtstag.
DiePresse.com

Österreich
Das sagt Österreich: Babler hat SPÖ zur Kleinpartei gemacht
Die SPÖ ist an ihrem vorläufigen Tiefpunkt angelangt. Die in dieser Woche in der Lazarsfeld-Umfrage erhobenen 16 Prozent sind das historisch schlechteste Ergebnis, das die einst stolze Kanzlerpartei jemals hatte. Das liegt noch einmal mehr als fünf (!) Prozentpunkte unter dem ohnehin schon katastrophalen Nationalratswahl-Ergebnis 2024. Und ist knapp die Hälfte der Werte, die Pamela Rendi-Wagner hatte bevor sie weggeputscht wurde.
oe24.at

Österreich
Rauswurf Denglers zeigt Führungsschwäche von Neoschefin Meinl-Reisinger
Der Parteigründer und Freigeist mag schwierig sein. Einer liberalen Partei, die damit nicht leben kann, droht der Absturz, wie der deutschen Schwesterpartei FDP. Gewiss, Veit Dengler war sicher kein ganz einfach einzuordnender und für eine Parteiführung leicht steuerbarer Politiker. Das sollte gerade bei den Neos eigentlich keine neue Erkenntnis sein. Der Steirer, einst als Geschäftsführer der Neuen Zürcher Zeitung in der Schweiz ein Spitzenmanager im Medienbereich, ist ein überzeugter Freigeist; einer, der sich nicht scheut, aus Überzeugung gegen den Mainstream zu schwimmen. Als Dengler sich 2024 entschloss, für den Nationalrat zu kandidieren, galt er auch nicht zufällig als Aushängeschild der liberalen Partei. Er war es, der im Jahr 2011 gemeinsam mit dem Nonkonformisten Matthias Strolz aus Vorarlberg das Abenteuer unternommen hatte, die Neos als Partei zu gründen.
DerStandard.at

Sport

Tennis/Wimbledon
Titel verteidigt: Sinner bleibt Wimbledon-König!
Das diesjährige Herren-Traumfinale des Rasentennis-Klassikers von Wimbledon hielt, was es versprach. Vor den Augen von Prinzessin Kate setzte sich Jannik Sinner gegen Alexander Zverev in einem hochklassigen Duell nach 3:46 Stunden in vier Sätzen durch. Für den 24-jährigen Südtiroler war es die erfolgreiche Titelverteidigung.
krone.at

Fußball-WM
Schweizer wüten: „Inakzeptabel! Das hat nichts mit Fußball zu tun“
„Wir wurden wegen einer Regel bestraft, die inakzeptabel ist. Dass sie unnötigerweise eingegriffen haben, ist äußerst schmerzhaft. Diese Regel hat nichts mit Fußball zu tun. Das hat unser Spiel heute ruiniert“, wütete Schweiz-Trainer Murat Yakin über das Schiedsrichter-Team beim 1:3 gegen Argentinien.
krone.at

Gianni Infantino: Er ist der Fußball-Imperator
Seit 2016 zieht Gianni Infantino als Fifa-Präsident die Fäden im Weltfußball. Seine Expansion sichert Milliarden, Verbände aus Asien und Afrika stützen den ehemaligen Fünftligaspieler. Ein Porträt.
DiePresse.com 

Peter Pacult: „Das ist der zweite ganz große Skandal der WM“
England zog mit einem 2:1 (n.V.) gegen Norwegen in das Halbfinale ein. Vor dem  1:1 übersah der Referee aber, dass der Ball wohl ein Kabel berührte. Der Ball berührt das Kabel einer Kamera, keiner der Offiziellen am Spielfeld sieht das, kein Referee an den Bildschirmen. Ich frage mich jetzt wirklich, wozu es diese mittlerweile ausufernde Technik gibt, wenn so etwas nicht bemerkt wird. Nach der zurückgenommenen Rot-Sperre ist das der zweite ganz große Skandal dieser WM.
Zumal es spielentscheidend war. Es ist ein Unterschied, ob du mit 1:0 oder 1:1 in die Pause gehst.
heute.at

Er spielte noch bei WM: Südafrika-Kicker (25) tot!
Nur wenige Wochen nach seinen Einsätzen bei der Fußball-WM ist der südafrikanische Teamspieler Jayden Adams im Alter von nur 25 Jahren gestorben. „Der südafrikanische Fußball hat einen begabten Spieler, einen stolzen Diener des Sports und ein junges Leben verloren, das noch so viel zu bieten gehabt hätte“, teilte die südafrikanische Spielervereinigung (SAFPU) auf der Online-Plattform X mit. Kurz darauf bestätigte auch Südafrikas Sportminister Gayton McKenzie den Todesfall.                                                                krone.at

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Unter’m Strich

Paul Achleitner: „Menschliche Dummheit wird die Künstliche Intelligenz übertreffen“
Der Investor und Ex-Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Paul Achleitner, über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz, die Because-I-Can-Attitude von Donald Trump, gute Führung und seine Kriterien für den Einsatz von Zeit und Ressourcen.
DiePresse.com

„Mittlerweile ist das eine Industrie“: Wer hinter dem Geschäft mit betrügerischen Anrufen und Liebesgeschichten steckt
Rund um sogenannte Scams ist eine milliardenschwere Industrie entstanden, die in manchen Ländern kaum mehr wegzudenken ist. Sowohl Opfer als auch Täter werden auch im deutschsprachigen Raum angesprochen. Razzien finden auch in Europa statt.
DiePresse.com

Mondkalender
KW 29: Das sollten Sie in der Woche vom 13. Juli bis 19. Juli laut Mondkalender tun
Mondexpertin und Autorin Johanna Paungger Poppe nutzt die Weisheit der Mondphasen, um Ihre Woche bewusst zu gestalten – für Entscheidungen, Projekte oder Ihr Wohlbefinden. Lassen Sie sich von den Mondzyklen inspirieren und lernen Sie, mit der Energie des Mondes im Einklang zu leben.
oe24.at

INFOS DES TAGES (MONTAG, 13. JULI 2026)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 13. JULI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Mannheim: NEHMT MEINEN DANK IHR HOLDEN GÖNNER!“. Von Gerhard Hoffmann

Persönliches Statement   12.07.                

So beginnt die Liedzeile von W. A. Mozart und ich erlaube mir, sie für mein persönliches Statement  zu verwenden, denn mein besonderer Dank gilt den beiden Merker-Redaktionen, insbesondere Frau Dr. Sieglinde Pfabigan,  den großzügigen Event-Presse-Büros vornehmlich derer in Baden-Baden und Frankfurt, meinem Partner für sein Verständnis und dessen langjährige treue Begleitung und ebenso den zahlreichen, liebevollen Resonanzen der Merker-Leserinnen und Lesern.

Seit Monaten sucht mich ein leider unheilbares  Augenleiden heim, lässt meine Nah- und Fernsicht schwinden. Briefe, Zeitungen und Merker sind nicht mehr lesbar. Personen in unmuttelbarer Nähe oder auf der Bühne sind nur noch vage wahrnehmbar. Mit meinem immer noch unverwüstlichen Pfälzer Humor nahm ich auch diesen Wink des Schicksals hin,  betrachte  alles mehr als Segen denn Fluch, so manche Dinge sowu absurdes Bühnengeschehen  nicht mehr zu erkennen.

Nun gäbe es für den Computer KI-Sprachprogramme, ein neuer aktueller Rechner wäre von Nöten, jedoch habe ich mir überlegt: Das Verfalldatum habe ich längst überschritten, werde im Herbst 85 und dachte so bei mir, JEDES DING HAT SEINE ZEIT. Zudem sind 25 Jahre „Merkerei“ genug, denke mit Liebe, Demut und großer Dankbarkeit an diese schöne  erfreuliche, ereignisreiche  Zeit zurück!

Nun wechsle ich sportlich formuliert  von der Pflicht zur Kür. Besuche nur noch absolut favoritisierte Events. Plane bereits bis 2028, schauen wir mal, ob meine Physis in dieser Liga mitspielt.

Dem neuen Print-Merker-Team wünsche ich viel Erfolg sowie alles erdenklich Gute und verbleibe

mit herzlichen Grüßen

Gerhard Hoffmann
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LEHAR-FESTIVAL BAD ISCHL: RÜCKBLICK

PREMIERE ALS HUMANISTISCHES PLÄDOYER
*BOCCACCIO*
ERÖFFNUNG LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL 2026

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Boccaccio: Christina Sidak © Fotostudio Huger

Das Lehár Festival begab sich auf Spurensuche ins mittelalterliche Florenz und präsentierte bei der Premiere von BOCCACCIO am 11. Juli 2026 eine Operette, die in allen Komponenten brilliert! Zu einem nicht enden wollenden Reichtum an musikalischen Höhepunkten, Raffinesse und Übermut gesellt sich das geistreiche wie auch humorvolle Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée.

Das mittelalterliche Florenz ist in Aufruhr und schuld daran ist der berüchtigte Dichter Boccaccio. Mit seinen Novellen über das freizügige Liebesleben der Florentiner Damen treibt er die ehrwürdigen Herren der Stadt auf die Barrikaden, während die Frauen dem Charme des Poeten nur allzu gerne erliegen. Alsbald findet sich der tollkühne Titelheld jedoch in einem amourösen Abenteuer wieder, welches mehr verspricht, als nur den Stoff für die nächste Novelle. Während die wütende Menge öffentlich seine Werke verbrennt, hat Boccaccio sein Herz an die schönste aller Florentiner Frauen verloren.

Franz von Suppès Operette ist ein „Triumphstück“, das keine Wünsche offenlässt und erstmals beim Lehár Festival Bad Ischl zu erleben.

BOCCACCIO – eine kurzweilige Inszenierung zwischen überkommenen Moralvorstellungen und der Souveränität des Menschen auf der Suche nach sich selbst!

Die pointierte und gesellschaftspolitisch äußerst zeitgemäße Fassung von BOCCACCIO (Jenny W. Gregor) ist eine gelungene szenische Darstellung über den Facettenreichtum des Menschen!

Weitere Termine: https://www.leharfestival.at/spielplan/

Operette von Franz von Suppè
Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée
Spielfassung von Jenny W. Gregor und Thomas Enzinger

LEADING TEAM

Musikalische Leitung: Christoph Huber
Inszenierung: Thomas Enzinger
Choreografie: Lukas Ruziczka
Bühnenbild: Stefan Wiel
Kostüme: Sven Bindseil
Lichtdesign: Johann Hofbauer
Choreinstudierung: Matthias Schoberwalter
Dirigat: Laszlo Gyüker, Christoph Huber
Korrepetition: Tamar Kurtskhalia
Regieassistenz: Christine Arnold
Abendspielleitung: Magdalena Wruss
Choreografische Assistenz: Miriam Lechlech
Inspizienz: Susanne Marik

IN DEN ROLLEN
Boccaccio: Christina Sidak
Lotteringhi, ein Fassbinder: Gerd Vogel
Isabella, seine Gattin: Domenica Radlmaier
Lambertuccio, ein Barbier: Hans Gröning
Peronella, seine Gattin: Miriam Portmann
Fiametta,deren Ziehtochter: Maria Ladurner
Pietro: Martin Lechleitner
Leonetto, ein Student: Philip Guirola Paganini
Mönch: Nikola Basta
Ausrufer: Ioan Toma

Franz Lehár-Orchester
Tanzensemble: Miriam Lechlech (Dance Captain), Erick Aguirre, Blaz Cunk, Franziska Gassmann, Sophie Glora und Martina Rudari
Chor des Lehár Festivals
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Stuttgarter Ballett: „ONEGIN“ 10.07.2026 – ein weiterer Höhenflug im Gewand von Jürgen Rose

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Pures Glück: Mackenzie Brown (Olga) und Henrik Erikson (Lenski) im 1. Akt © Roman Novitzky/Stuttgarter Ballett

Zum Spielzeitende dreht das Stuttgarter Ballett nochmal richtig auf und bietet parallel zwei Handlungsballette, die alle Kräfte fordern. Nach der Wiederaufnahme von „Mayerling“ in der Vorwoche kehrte jetzt auch nach einer längeren Pause John Crankos Puschkin-Adaptation auf die Bühne zurück und erhebt diesen Monat außer großartiger tänzerischer Beiträge auch zu einem Ausstattungsfest, denn auch hier hat Jürgen Rose die ungemein ästhetischen und stilsicheren  Bühnenräume und Kostüme geschaffen, die den handelnden Personen die entsprechende Würde verleihen.

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Verlockend im Traum: Friedemann Vogel (Onegin) und Elisa Badenes (Tatjana) im 1. Akt © Roman Novitzky/Stuttgarter Ballett

Seinem überwältigend  intensiv verinnerlichten Kronprinz Rudolf acht Tage zuvor läßt Friedemann Vogel einen nicht minder fesselnd überzeugenden Onegin folgen, der nicht auf seinem bisherigen ohnehin schon tief durchdrungenen Niveau stehen geblieben ist, vielmehr in weiter entwickelten Details wie abgewandelten Gesten der Genervtheit wie auch der späteren Erkenntnis eines verpassten Glücks und im verfeinerten „Dialog“ mit seinem Umfeld die Intelligenz eines klugen Künstlers zeigt, der eine Interpretation nie als abgeschlossen betrachtet. Ganz davon abgesehen, dass das Zusammenwirken in den Pas de deux immer noch an aus technischer Erfahrung gespeister Dichte und emotionaler Explosivkraft gewonnen hat. Bei alldem bleibt Vogel ein standesgemäßer, nicht nur negativ betrachtet überkandidelter Snob, vor allem ein feinsinnig empfindsamer, auch Verständnis erweckender Charakter, dessen Reue auch Mitleid zu erregen vermag.

Kein Wunder, dass Elisa Badenes als Tatjana am Ende ihrer letzten Begegnung mit den Tränen zu kämpfen hat, so aufwühlend entwickelte sich dieser dramatisch ans Innerste rührende, im gesamten Repertoire kaum an expressiver Ballung zu toppende Pas de deux. Die Spanierin ist nun genau im richtigen Alter um sowohl die mädchenhaft schwärmerische wie auch die später geborgene und zunächst gefasste Gutstochter glaubhaft zu verkörpern. Dass sie dabei schwebend leicht wirkt und ihre Partner hilfreich unterstützt, und trotzdem eine gewisse Bodenständigkeit aufweist, erhöht bei ihr noch die Freude am tänzerischen Gestalten.

Auf ebenbürtigem Niveau verkörperte auch das zweite Paar seine Rollen: Henrik Erikson ist ein Lenski mit liebevoll schwärmerischer Note im rein technisch betrachtet eher etwas sparsam aber korrekt ausgekosteten Pas de deux, ehe er seine durch Onegins leichtfertiges Verhalten aufkeimende Eifersucht in seinem Gesicht mit wirkungsvoll aufgebautem Zornausbruch sichtbar macht und dann in seinem Solo vor dem Duell auch in musikalischer Hinsicht berührende Wehmut und die Trauer um ein verlorenes Glück in seine Körpersprache legt.

Die ehemalige Erste Solistin Mackenzie Brown verabschiedete sich nach ihrem einjährigen Gastvertrag vom Stuttgarter Publikum mit einer jugendlich unbeschwerten Interpretation von Tatjanas Schwester Olga, der das naive und ganz und gar unerschrockene Eingehen auf Onegins verlockendes Tanzspiel voll abzunehmen ist und im übrigen beste Figur auf Spitze macht.

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Neue eheliche Stütze: Martino Semenzato (Gremin) mit Elisa Badenes (Tatjana) im 3. Akt © Roman Novitzky/Stuttgarter Ballett

Nach seinem Debut während der USA-Tournee im letzten Herbst präsentierte sich Solist Martino Semenzato nun auch zuhause als Fürst Gremin und zeigt einen Mann mit aristokratischer Haltung und viel partnerschaftlichem Feingefühl, wenn er seine Gattin in die Lüfte hebt. Ins stimmige Ensemble fügten sich auch Sonia Santiago als mütterlich bemüht Larina und Magdalena Dzigielewska als betuliche Amme ein. Und selbstredend auch das Corps de ballet im Wechsel vom knackig zupackenden Bauerntanz über den von Senioren humorvoll durchmischten Geburtstagstänzen bis zum noblen St.Petersburger Ball.

Alles in allem eine Aufführung, die wieder die perfekt ausgewogene choreographische Struktur wie auch die Griffigkeit der Personen bewusst werden ließ und von Wolfgang Heinz in den Tutti-Stellen teils etwas ruppig auftrumpfend, aber insgesamt tanzdienlich ans  Staatsorchester Stuttgart vermittelt wurde.

 Udo Klebes

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Der/Des „DIVERSEN-PARKPLATZ“. Gefunden von Dr. Klaus Billand. Gendern in Bayern

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Gendern in Bayern! ❤️Angela Ascher | #comedy #comedyvideos #gender #divers #br #diversity – YouTube

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