DIE FREITAG-PRESSE, 10. APRIL 2026

Foto: © Wiener Konzerthaus / Andrea Humer

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE FREITAG-PRESSE, 10. APRIL 2026

Wien/ Konzerthaus
Sir Gardiner zelebriert eine Lehrstunde in barocker Musik
Zu Ostern werden immer wieder die gängigen sakralen Werke wie  „Matthäus-Passion“ oder „Johannes-Passion“ aufgeführt. Aber an diesem Konzertabend wurde abseits dieser Standardpfade – zusätzlich zwei österliche Kantaten – das „Osteroratorium“ aufgeführt. Diese drei Werke führten das Constellation Ensemble mit unvergleichlicher Brillanz auf, die ihresgleichen sucht. Ein denkwürdiges Ostergeschenk!
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Sir Gardiner zelebriert eine Lehrstunde in barocker Musik

 

Zu Ostern werden immer wieder die gängigen sakralen Werke wie  „Matthäus-Passion“ oder „Johannes-Passion“ aufgeführt. Aber an diesem Konzertabend wurde abseits dieser Standardpfade – zusätzlich zwei österliche Kantaten – das „Osteroratorium“ aufgeführt. Diese drei Werke führten das Constellation Ensemble mit unvergleichlicher Brillanz auf, die ihresgleichen sucht. Ein denkwürdiges Ostergeschenk!

 Johann Sebastian Bach

„Der Himmel lacht, die Erde jubiliert“, BWV 31
„Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ BWV 6
„Kommt, eilt und laufet“ BWV 249 „Oster-Oratorium“

The Constellation Orchestra
The Constellation Choir

Hilary Cronin, Sopran
Eline Welle, Alt
Jonathan Hanley, Tenor
Jack Comerford, Bass

Sir John Eliot Gardiner, Dirigent

Wiener Konzerthaus, 8. April 2026

von Herbert Hiess

Was sich im September 2025 schon abgezeichnet hat (https://klassik-begeistert.de/the-constellaton-choir-orchestra-wiener-konzerthaus-14-september-2025/), wurde mit diesem Konzert endgültig bestätigt. Das im September 2024 von Maestro Gardiner gegründete Ensemble spezialisiert sich auf den „historisch informierten“ Originalklang. Das bedeutet in etwa, dass man sich durch nachgebaute Instrumente in die Zeit der Komposition zurückversetzt fühlt. „Sir John Eliot Gardiner, The Constellation Orchestra und Choir
Wiener Konzerthaus, 8. April 2026 “
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Alles, was Odem hat, lobe den Andris!

CD/Blu-ray Besprechung:

Res severa verum gaudium: Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig pflegen die Mendelssohn-Tradition und legen bei der Deutschen Grammophon einen beeindruckenden Schuber mit sämtlichen Oratorien und Sinfonien vor. Große Freude! Wachet auf!

Deutsche Grammophon, DG 486 8178

Felix Mendelssohn (1809-1847) – Symphonies and Oratorios (Paulus op. 36; Elias op. 70; Sinfonien Nr. 1-5)

Gewandhausorchester Leipzig
Andris Nelsons, Dirigent

von Brian Cooper, Bonn

Die Dirigierkunst des Andris Nelsons ist gereift wie ein guter Wein. Der lettische Dirigent ist seit 2017 Gewandhauskapellmeister in Leipzig und – noch – Chef des Boston Symphony Orchestra, dessen Management ihn jedoch kürzlich unter sehr unrühmlichen Umständen gefeuert bzw. seinen Vertrag nicht verlängert hat. Große Namen sind mit großem Bedauern an die Öffentlichkeit gegangen und erklärten sich mit Orchester und Chefdirigent solidarisch, so etwa Sir Simon Rattle und das BRSO sowie Jewgeni Kissin. Ein starkes Zeichen. „CD/Blu-ray Besprechung: Felix Mendelssohn, Symphonies and Oratorios, Andris Nelsons, Dirigent
klassik-begeistert.de. 9. April 2026“
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Die Zeit feuchter Taschentücher ist vorbei: Wir werden nicht mehr um Sie weinen, Evita Perón

Evita, Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice – Sybille Lambrich (Evita), Marcus Günzel (Perón), Vasily Arkhipov (Offizier) und Ensemble © Lutz Michen

Ein opulenter Hollywoodfilm erzählt Kinozuschauern weltweit die Geschichte der Eva Duarte: Ihren Weg aus der Provinz nach Buenos Aires und den schier unglaublichen Aufstieg zur First Lady Argentiniens. Evita, der Film mit Madonna von 1996, basiert auf dem Musical von Tim Rice und Andrew Lloyd Webber.

Evita
Musical von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Gesangstexte)

Inszenierung der Originalproduktion von Harold Prince
Uraufführung am 21. Juni 1978 am Prince Edward Theatre in London

Deutsche Übersetzung von Michael Kunze
Erstaufführung am 20. Januar 1981 im Theater an der Wien

Inszenierung an der Staatsoperette Dresden (Premiere am 8. November 2025)

von Simon Eichenberger (Regie und Choreografie)
und Peter Christian Feigel (Musikalische Leitung)

Bühne: Charles Quiggin
Kostüme: Aleš Valášek

Ballett, Chor, Kinderchor und Orchester der Staatsoperette

Staatsoperette Dresden, 8. April 2026

von Ralf Krüger

 

Uraufgeführt im Londoner Westend, gelangt das Werk über Wien und West-Berlin in den Achtzigern auch nach Dresden. Hier an der Staatsoperette ist Evita noch immer der Hit und in diesen Tagen in einer rasanten Neuinszenierung zu erleben.

„Evita, Musical von Andrew Lloyd Webber
Staatsoperette Dresden, 8. April 2026“
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Cyrille Dubois veredelt die vergessene Kunst des französischen Liedes

CD/Blu-ray-Besprechung:

Diese CD ist ein Muss für jeden Kenner französischer Musik und ein leidenschaftliches Plädoyer für die Schönheit des Unscheinbaren. Schlicht fabelhaft, wie hier der Staub von den Notenblättern gewischt wird und ein funkelnder Schatz zum Vorschein kommt. Ein durchweg beglückendes Erlebnis, das die Ohren öffnet und das Herz wärmt. Sehr hörenswert!

So poétique!

Cyrille Dubois, Tenor

Brussels Philharmonic
Pierre Dumoussaud, musikalische Leitung

Alpha Classics, ALPHA1214

von Dirk Schauß

Es gibt sie, diese seltenen Momente. Eine neue CD beginnt, die ersten Takte erklingen – und plötzlich ist man in einer anderen Welt. Einer Welt voller Wärme, zarter Nuancen und diskreter Schönheit, in der man sich sofort geborgen und zugleich wunderbar lebendig fühlt. Genau dieses Gefühl schenkt das neue Album von Cyrille Dubois. Gemeinsam mit dem Brussels Philharmonic unter der Leitung von Pierre Dumoussaud veredelt der französische Tenor eine Kunst, die viele längst für ein bloßes Salonvergnügen hielten: die große, orchestrale französische Mélodie des 19. Jahrhunderts.

„CD/Blu-ray-Besprechung: So poétique! Cyrille Dubois, Tenor
klassik-begeistert.de, 9. April 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 9. APRIL 2026

Foto © SF/Matthias Horn

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 9. APRIL 2026

Cecilia Bartoli wurde für die Leitung der Salzburger Festspiele angefragt, doch sie lehnte das Angebot ab.
Ihr Statement : „Vor einigen Tagen hat mich der Vorstand der Salzburger Festspiele gebeten, die Leitung der Festspiele als Interims-Generaldirektorin zu übernehmen. Obwohl ich mich durch dieses Vertrauen zutiefst geehrt fühle, lassen es meine derzeitigen künstlerischen Verpflichtungen leider nicht zu, dass ich parallel dazu eine so große Verantwortung übernehme. Lang leben die Salzburger Festspiele!“

Salzburg
Salzburger Festspiele: Ausgerechnet Karin Bergmann muss es wieder retten
Erstaunliche Wendung im Intendanz-Drama: Karin Bergmann übernimmt interimistisch von Markus Hinterhäuser, der über ihre geplante Berufung stolperte.
Kurier.at

Karin Bergmann und Salzburger Festspiele: „Ich bin Brückenbauerin für zwei Sommer“
Interim-Intendantin Karin Bergmann gesteht „Gewissenskonflikte“ ein. Und sie verspricht, „den Blick auf die Kunst zu richten“.
SalzburgerNachrichten.at

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Kommentar zum Opernspielplan 2026/27 der Hamburgischen Staatsoper

Hamburgische Staatsoper Außenansicht Seite Nacht © Niklas Marc Heinecke

von Dr. Ralf Wegner

Es hat sich bewahrheitet, die Staatsoper zieht um in ein Zirkuszelt, zumindest für mehrere Monate. Euphemistisch wird die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr erwähnt: Die Haltestelle Luruper Chaussee befinde sich direkt vor der „Kuppel“. Vergessen wird, dass dieser irgendwo im Hamburger Nordwesten liegende, im allgemeinen wohl völlig unbekannte Veranstaltungsort über keinen U- oder S-Bahnanschluss, sondern nur über eine Bushaltestelle verfügt. Nun gut, für John Neumeiers Sommernachtstraum werden wir dieses Manko in Kauf nehmen. „Kommentar: Opernspielplan Saison 2026/27
Hamburgische Staatsoper, 7. April 2026“
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Auf den Punkt 87: Über Aprilscherze und Pausen-Nervenkitzel an der Hamburgischen Staatsoper

Hamburgische Staatsoper: Lila Parkettfoyer mit neuer Bilderwand sowie Foyer im 4. Rang (Foto: RW)

Hamburgische Staatsoper, Spielzeit 2025/2026

Stellen sie sich vor, Sie wollen mit dem IC 709 Clara Schumann von Berlin nach München reisen. Abfahrt laut Fahrplan 10:33 Uhr. Weil Sie gerne in Ruhe daheim frühstücken, statt sich am Bahnhof ein Franzbrötchen mit schlechtem Kaffee hinunterzuspülen, sind Sie wie immer auf den letzten Drücker am richtigen Gleis. Sagen wir 10:27 Uhr. Doch der Zug ist bereits um 10:15 Uhr abgefahren. Begründung der Bahn: So gewährleisten wir eine pünktliche Ankunft am Zielbahnhof wie im Fahrplan ausgewiesen.  Das wäre doch mal einen Aprilscherz wert …

von Jörn Schmidt

… aber Aprilscherze sind out, sagt Andreas Schmidt, der Herausgeber von klassik-begeistert. Daher hat er auch die eigentliche Folge 87 nicht veröffentlicht. Ich hatte getitelt: „klassik-begeistert geht an die Börse.“ Andreas fand das als Aprilscherz urkomisch. Hat er jedenfalls gesagt …Aber was, wenn das jemand ernst nimmt?  Nicht auszudenken, das zöge einen Shitstorm nach sich … Die Idee zu dem IC-Aprilscherz kam mir übrigens unweit des Bahnhofs Hamburg Dammtor, an der Hamburgischen Staatsoper. Was war passiert? „Auf den Punkt 87: Aprilscherze und Pausen-Nervenkitzel
Hamburgische Staatsoper, 8. April 2026“
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Bachs Matthäus-Passion erklingt voller Leben in St. Marien zu Flensburg

Foto: de.wikipedia.org

St. Marien, Flensburg, 3. April 2026

Johann Sebastian Bach, Matthäus-Passion

Flensburger Bach-Chor
Elbipolis Barockorchester Hamburg
Leitung: Matthias Janz

von Carsten Ingwersen

Die Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach am Karfreitag in St. Marien zu Flensburg geriet zu einem der raren Konzerte, die einem den Atem und ein wenig die Sprache rauben.

Der Chor sang in allen Stimmgruppen präzise und homogen. Die große Emotionalität des Werkes mit seinen sanften Chorälen des innigen Glaubens bis hin zu den Turbachören, in denen der Chor den Aufruhr im Volk ausdrückt und besonders das dynamische Wogen zwischen den Stimmgruppen im komplexen Chor „Sind Blitze, sind Donner“ wurden so souverän gebracht, dass man nicht anders konnte, als sich vollkommen ergriffen zu fühlen. Auch sprachlich sangen Chor und Solisten mit einer Präzision, die ein Mitlesen im Programmheft überflüssig machte. „J.S. Bach, Matthäus-Passion, Flensburger Bach-Chor, Elbipolis, Matthias Janz
St. Marien, Flensburg, 3. April 2026“
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Argentiniens Barockmeister baut ein Labyrinth aus Klang

CD/Blu-ray Besprechung:

Leonardo García-Alarcón
La Passione di Gesù

Alpha Classics, Alpha1211

von Dirk Schauß

Leonardo García-Alarcón, der argentinische Magier am Pult und am Cembalo, legt mit seiner Komposition La Passione di Gesù ein Werk vor, das den Hörer nicht nur fordert, sondern ihn regelrecht in einen Strudel intensiver Gefühle und emotionaler Wucht zieht. Es ist keine bloße Vertonung biblischer Verse, sondern eine kluge, mitunter humorvoll-ironische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Verrats. Dieses spannende Werk ist nun als Doppel-CD bei Alpha Classics erschienen. „CD/Blu-ray Besprechung: Leonardo García-Alarcón, La Passione di Gesù
klassik-begeistert.de, 8. April 2026“
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