DIE DIENSTAG-PRESSE – 25. FEBRUAR 2025

Norma © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 25. FEBRUAR 2025

Wien
„Norma“ an der Wiener Staatsoper als Partisanenstehpartie
Regisseur Cyril Teste kann mit seiner trotz filmischer Elemente konventionellen Regie bei Bellinis Oper nicht an seine „Salome“ anknüpfen
DerStandard.at

Zwei mal „Norma“ in Wien: Unbändige Intensität in jedem Ton
Auf farbig leuchtendem Klangteppich und nicht notwendig mit forciertem Belcanto: Das Theater an der Wien und die benachbarte Staatsoper bringen Vincenzo Bellinis „Norma“ auf die Bühne .
FrankfurterAllgemeine.net

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Jordi Savall führt auf eine Entdeckungsreise in Sachen Beethoven

Wiener Konzerthaus, Beethoven ©️ Rubén García Fernández

Mit einer gewissen patriotischen Arroganz ist immer wieder die Mär zu vernehmen, dass die Wiener Philharmoniker in Sachen Beethoven unerreicht und unerreichbar sind. Doch das scheint schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall zu sein. Und diverse Originalklangensembles setzen in Sachen des deutsch/österreichischen Komponisten kräftige musikalische Zeichen.

Wiener Konzerthaus, 21. Februar 2025

Ludwig van Beethoven:

Symphonie Nr. 3 in Es-Dur op. 55 „Eroica“
Symphonie Nr. 5 in c-moll op. 67

Wiener Konzerthaus, 23. Februar 2025

Ludwig van Beethoven:

Symphonie Nr. 6 in F-Dur op. 68 „Pastorale“
Symphonie Nr. 7 in A-Dur op. 92

Le Concert des Nations
Dirigent: Jordi Savall


von Herbert Hiess

Natürlich war Beethoven bei Originalklang in Österreich (nicht zu Unrecht) durch Nikolaus Harnoncourt okkupiert. Sei es mit seinem Concentus Musicus oder auch mit dem Chamber Orchestra of Europe, das er durch einige Barockinstrumente aufgemischt hat. „Beethoven-Zyklus: Jordi Savall, Dirigent
Wiener Konzerthaus, 21. und 23. Februar 2025“
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Silvia Azzoni: "Ich glaube, man muss immer neugierig bleiben" – Teil I

Silvia Azzoni und Alexandre Riabko beim Interview am 18. Februar 2025 (Foto: RW)

Klassik-begeistert im Gespräch mit Silvia Azzoni und Alexandre Riabko, den Weltstars auf der Ballettbühne, Teil I 

Die kleine Meerjungfrau ist wie ich, klein und zart, aber im Inneren, wie ich auch, mit ganz viel Kraft. Es war eine große Aufgabe, den Bogen von einem kleinen Meerwesen zu einer menschlichen Gestalt zu zeigen, und physisch zudem sehr herausfordernd. Auch mental musste man wirklich alles geben. Und am Ende war ich jedes Mal wirklich fertig.

von Dr. Ralf Wegner

Silvia Azzoni wurde 1973 in Turin geboren und besuchte dort eine Ballettschule. 1991 kam sie nach Hamburg und beendete Ihre Ausbildung an der hiesigen Ballettschule. 1993 wurde sie in das Ensemble aufgenommen und 1996 zur Solistin befördert. Seit 2002 tanzte sie als Erste Solistin, seit 2021 ist sie als Sonderdarstellerin immer noch auf der Hamburger Ballettbühne aktiv. Silvia Azzoni wurde vielfach ausgezeichnet, so u.a. 1996 mit dem Wilhelm Oberdörffer-Preis, 2004 als beste italienische Tänzerin im Ausland, 2008 mit dem als Ballett-Oskar bezeichneten Benois de la Danse. Silvia Azzoni ist seit 2005 mit Alexandre Riabko verheiratet, sie haben eine Tochter, sie wohnen in Hamburg nahe am Zentrum.

„Interview: kb im Gespräch mit Silvia Azzoni und Alexandre Riabko, Teil I
klassik-begeistert.de, 24. Februar 2025“
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Okka von der Damerau und Levi Hammer gestalten in Hamburg einen Liederabend „Von ewiger Liebe“

Hamburg, 12. Februar 2025

Laeiszhalle, Kleiner Saal, 9. März, 19.30
Einführung 19.00

Okka von der Damerau, Levi Hammer      Liederabend

„Von ewiger Liebe“
Lieder von Johannes Brahms                        Richard Wagner „Wesendonck“-Lieder


Am Sonntag, 9. März 2025, sind die international renommierte Mezzosopranistin Okka von der Damerau und der US-amerikanische Dirigent und Pianist Levi Hammer im Kleinen Saal der Laeiszhalle zu Gast. 

Die beiden Musiker präsentieren ihr erstes gemeinsames
Liederabend-Programm „Von ewiger Liebe“, das besondere Brahmslieder und die künstlerischen Sehnsuchtsorte Richard Wagners, die bekannten Wesendonck Lieder, vereint. „Presseinformation: Okka von der Damerau, Levi Hammer / Liederabend
Laeiszhalle, Kleiner Saal, 9. März / 19.30“
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Auf den Punkt 45: Mitridate, der Wachtelkönig

Mitridate, re di Ponto, Hamburg © Brinkhoff / Mögenburg

Insgeheim hoffe ich, dass auf dem Baakenhöft in der Hamburger HafenCity ein Wachtelkönig und sein Kinder vergnüglich zwitschern. Denn dieser Vogel hat viel Macht. Zum Beispiel  hat er 1997 vor dem  Bundesverwaltungsgericht einen vorübergehenden, immerhin 10 Monate währenden Baustopp  erwirkt. In dem Rechtsstreit  ging es nicht etwas um ein Einfamilienhaus. Sondern um eine wichtige Verkehrsader unweit Hamburgs, die Ostseeautobahn A 20 nahe Lübeck. 

Wolfgang Amadeus Mozart                            Mitridate, re di Ponto

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Ádám Fischer, Dirigent

Staatsoper Hamburg, 23. Februar 2025 PREMIERE

von Jörn Schmidt

Und das funktionierte so. Bei Großprojekten zählen nicht nur die Interessen des Bauherren, sondern auch Natur und Umwelt. Diese vertreten durch Naturschützer beziehungsweise NGOs wie zum Beispiel NABU. Die bringen im Klageverfahren vor, dass der Wachtelkönig so selten sei wie ein Phantom. Aber entlang der geplanten Trasse der A20, da fühle er sich pudelwohl. „Auf den Punkt 45: Mitridate, der Wachtelkönig
Staatsoper Hamburg, 23. Februar 2025 PREMIERE“
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DIE MONTAG-PRESSE – 24. FEBRUAR 2025

Norma © Michael Pöhn, Wiener Staatsoper

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DIE MONTAG-PRESSE –
 24. FEBRUAR 2025

Wien
Wiener Staatsoper: Das soll auch „Norma“ gewesen sein? (Bezahlartikel)
Beim Wiener Showdown der „Normas“ kam die Premiere in der Staatsoper am Samstag nicht an die dramatische Souveränität und Intensität der Konkurrenz heran. Also Eins zu Null für das Theater an der Wien.
DiePresse.com

22.2.25 „Norma“, Premiere, Staatsoper. „Norma gegen Norma: ein Unentschieden“
„Norma“-Premiere im Theater an der Wien, „Norma“-Premiere an der Wiener Staatsoper: Die erste Frage bei diesem „Duell“ wird die nach dem Gewinner sein – aber es gibt keinen Gewinner. Jede Produktion hat ihre Stärken und Schwächen. Fast würde es einen danach gelüsten, ein „Mischfassung“ aus beiden Produktionen zu erstellen.
operinwien.at

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„Norma“ an der Wiener Staatsoper: Lombardi betört, Flórez und die Regie bleiben blass

© Wiener Staatsoper

„Die hören ja gar nicht mehr auf zu singen.“ Könnte man wirklich meinen. Es ist 20:20 Uhr – glaubt man der Smartwatch meiner Nachbarin, die das lautstark verkündet. Da hat Federica Lombardi gerade gefühlt 20 Minuten im Duett mit Vasilisa Berzhanskaya gesungen, Juan Diego Flórez stößt auch noch hinzu. Gleich vorweg: Lombardi ist als Hohepriesterin „Norma“ die positive Überraschung des Abends.

Vincenzo Bellini, Norma
Wiener Staatsoper,
22. Februar 2025 (Premiere)

von Jürgen Pathy

In keiner Rolle konnte Lombardi bislang derart überzeugen – nicht als Mozarts Donna Elvira, schon gar nicht als Fiordiligi. Ihre Stärken: Im hohen Register sanft und geschmeidig, die Spitzen sind rund. Keine einzige Minute dieses Abends scheint ihr die gewichtige Rolle über den Kopf zu wachsen. „Vincenzo Bellini, Norma
Wiener Staatsoper, 22. Februar 2025 (Premiere)“
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Wie sich die zerbrechliche Verbindung zwischen Mensch und Natur in beeindruckender Tanzperformance vermitteln lässt

ÜBER.LEBEN © Mekky

Die beeindruckende Aufführung geht nach einer Stunde dem Ende zu, die Bühne versinkt im Dunkeln, die Musik erstirbt. Dann brandet langer begeisterter Beifall auf: Die Botschaft ist offensichtlich angekommen.  

ÜBER.LEBEN – ein Community Dance Projekt von DE LooPERS-dance2gether e.V.

Julio Fernández  Dirigent
Wilfried van Poppel & Amaya Lubeigt  Choreografie
IntoNation Chor der Hochschule Bremen
Kammerensemble Konsonanz

Theater Bremen, 22. Februar 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Leben ist Bewegung. Und die Welt ist Klang. Diese beiden Aussagen könnten wohl herhalten als Grundgedanken für das Community Dance Projekt „ÜBER.LEBEN“, das von DE LooPERS-dance2gether e.V. im Theater Bremen aufgeführt wurde.

„ÜBER.LEBEN – ein Community Dance Projekt
Theater Bremen, 22. Februar 2025“
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Maggio Musicale Fiorentino präsentiert einen filmreifen „Rigoletto“

Medienquelle: www.maggiofiorentino.com

Die Produktion des Maggio Musicale glänzt mit der schillernden, brutalen Welt am Hof des Herzogs, angereichert durch riesige suggestive Video-Projektionen im Hintergrund. Rigolettos Wohnhaus wird hier zur Großwäscherei, in der Gilda und Giovanna an riesigen Waschmaschinen tätig sind.

Giuseppe Verdi
Rigoletto

Musikalische Leitung: Stefano Ranzani
Orchester des Maggio Musicale

Regie: Davide Livermore
Bühne: Giò Forma
Kostüme: Gianluca Falaschi
Licht: Antonio Castri
Video: D-Wok

Wiederaufnahme der (durch Covid gestoppten) Produktion von 2020

Maggio Musicale Fiorentino, 18. Februar 2025

von Dr. Charles E. Ritterband

Das Theater-Multitalent Davide Livermore hat sich als Opernregisseur an der Mailänder Scala mit seinen Produktionen der bekanntesten Werke des Repertoires einen großen Namen gemacht. Dass er mithalf, das einst so gefährliche Turiner Stadtviertel um das Teatro Baretti mit jahrelangen sozialen Interventionen in einen sicheren Treffpunkt verschiedener sozialer Schichten zu verwandeln, prägt nicht zuletzt auch seine Inszenierung des „Rigoletto“ in Florenz: Die eindrückliche letzte Szene spielt in einer rot leuchtenden Halbwelt-Bar (als Mörderhölle des Sparafucile) und die ermordete Gilda endet in einer desolaten, unheimlichen, verschmutzten Untergrund-Station deren Gefährlichkeit Livermores Erfahrungen in jenem Turiner Viertel drastisch widerspiegelt.

„Giuseppe Verdi, Rigoletto
Maggio Musicale Fiorentino, 18. Februar 2025“
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Die English National Opera präsentiert einen total reduzierten „Figaro“

London Coliseum – English National Opera © ENO.org

Die English National Opera inszeniert ihre Opernproduktionen grundsätzlich in englischer Sprache – um damit ein weiteres und vor allem jüngeres Publikum anzusprechen. Die Engländer, das ist wohlbekannt, sind ja grundsätzlich unbegabt und vor allem chronisch unwillig, was Fremdsprachen betrifft – zumal ja ohnehin auf der Welt jeder mehr oder weniger des Englischen kundig ist. Also Mozart auf Englisch. Das funktioniert als Komödie, zumal in dieser exzellenten Übersetzung (Jeremy Sams).

Wolfgang Amadeus Mozart, The Marriage of Figaro

Regie: Joe Hill-Gibbins

Musikalische Leitung: Ainars Rubikis

Koproduktion mit der Oper Wuppertal

English National Opera ENO at the London Coliseum, 22. Februar 2025

von Dr. Charles E. Ritterband

Man schaut sich zuhauf Opernproduktionen an, welche von Regisseuren angefertigt wurden, die vom Film kamen und daher reichlich Videos benutzen (was leicht zu visueller Überdosis und Ablenkung vom künstlerischen Gehalt führen kann).

„Wolfgang Amadeus Mozart, The Marriage of Figaro
ENO at the London Coliseum, 22. Februar 2025“
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