DIE FREITAG-PRESSE – 27. OKTOBER 2023

Otello © Michael Pöhn, Wiener Staatsoper

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DIE FREITAG-PRESSE – 27. OKTOBER 2023 

Wien/Staatsoper
Jonas Kaufmann und der Dämon einer gequälten Seele
Kritik. Die Wiener Staatsoper zeigt Verdis „Otello“ als Versuchsanordnung eines finsteren Nihilisten. Ludovic Tézier triumphiert als Jago auch über den Star des Abends, Jonas Kaufmann.
KleineZeitung.at

Jonas Kaufmann ist als Otello ein Wüterich mit Stimmgold
Jubel für Kaufmann als Otello an der Staatsoper, auch Ludovic Tézier als Jago und Rachel Willis-Sørensen als Desdemona brillieren
DerStandard.at

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Jonathan Tetelman mit „The great Puccini“: Da kann Einer vor Kraft kaum gehen

Wenn der Sänger den Verführungen des Marktes widerstehen kann, und Selbstausbeutung vermeidet, könnte aus ihm ein neuer Fixstern am Tenorhimmel werden. Jedenfalls ist auch dieses zweite Album ein großes Versprechen, das der sympathische Künstler hoffentlich einlöst.

Jonathan Tetelman
The great Puccini

Prague Philharmonia
Carlo Rizzi

Deutsche Grammophon 486 4683

von Peter Sommeregger

Tenöre, speziell solche für das populäre italienische Opernfach, sind dünn gesät, so gesehen ist der schnelle Aufstieg des gebürtigen Chilenen, der in den USA aufwuchs und seine Sängerlaufbahn als Bariton begann, nicht überraschend. Der Sänger bringt eigentlich alles mit, was man für eine große Karriere braucht, er kann auf ein sicheres technisches Fundament bauen, phrasiert wortdeutlich und sorgfältig. Dass er auch noch ein richtiger Hingucker ist, schlägt natürlich zusätzlich zu Buche. „CD-Rezension: Jonathan Tetelman, The great Puccini
klassik-begeistert.de, 27. Oktober 2023“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. OKTOBER 2023 

Cristian Măcelaru © Thomas Brill

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. OKTOBER 2023 

Köln/Philharmonie
Măcelaru und Co lassen selten gehörte Werke glänzen
Man muss den Mut vom WDR Sinfonieorchester und seinem Chefdirigenten Cristian Măcelaru (43) anerkennen, so ein Programm zu spielen! Edward Elgars Cellokonzert und Sergej Rachmaninows dritte Sinfonie sind zwei Stücke, die es von Beginn an schwer hatten und bis heute selten gespielt werden. So heißt es zur Uraufführung von Elgars Cellokonzert unter dem London Symphony Orchestra, dass wohl (Zitat) „noch nie ein so bedeutendes Orchester eine so jämmerliche Selbstdarstellung abgegeben“ haben soll. Und auch mit Rachmaninows dritter Sinfonie taten sich die Kritiker schwer, weil sie gänzlich aus der Zeit gefallen zu sein schien. So kann man diesen Abend getrost auch unter das Motto stellen: Stimmen verkannter Klassiker.
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

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Christian Thielemann dirigiert "Die Frau ohne Schatten" in den musikalischen Olymp

Tanja Ariane Baumgartner (Amme), Andreas Schager (Kaiser) © Michael Pöhn, Wiener Staatsoper

Richard Strauss
Die Frau ohne Schatten

Inszenierung: Vincent Huguet

Besetzung:
Andreas Schager, Elza van den Heever, Tanja Ariane Baumgartner, Clemens Unterreiner, Tomasz Konieczny, Elena Pankratova u.a.

Wiener Staatsopernchor
Orchester der Wiener Staatsoper
Dirigent: Christian Thielemann

Wiener Staatsoper, 24. Oktober 2023 

von Herbert Hiess

Anlässlich der Dernière der aktuellen Aufführungsserie von Richard Strauss Monsteroper „Die Frau ohne Schatten“ müsste man wieder die Plattitüden „Sternstunde“ usw. verwenden – da aber diese Serie schon vielfach in diversen Medien besprochen wurde, wird das tunlichst hier unterlassen. „Richard Strauss, Die Frau ohne Schatten
Wiener Staatsoper, 24. Oktober 2023 “
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Elbenita Kajtazi glänzt als Violetta neben schwächeren Partnern

Eine strahlende Elbenita Kajtazi nimmt den Jubel des Publikums entgegen © Dr. RW

Was diese junge Sopranistin vor allen anderen von mir bisher als Violetta gehörten Sängerinnen auszeichnet, ist neben einer intensiven physischen Rollengestaltung ihr unglaubliches seelisches Ausloten dieser jede Sängerin fordernden Partie. Es sind nicht die gesungenen Noten, die fesseln, sondern die seelischen Empfindungen, die mit diesen von ihr direkt zum Herzen der Zuhörer dringen.

Giuseppe Verdi
La Traviata

Staatsoper Hamburg, 24. Oktober 2023

von Dr. Ralf Wegner

Das Haus war gut besucht, ca. 1.500 Zuschauer füllten den knapp 1.700 Plätze fassenden Saal der Hamburgischen Staatsoper, und das bei einer Repertoirevorstellung mitten in der Woche. Es geht also doch, trotz einer wenig gefälligen Inszenierung. Voraussetzung: Die besonderen Meriten der am Ende umjubelten Sängerin der Hauptpartie macht diese Aufführung zu einem singulären Ereignis, auch wenn die Rollen von Vater und Sohn Germont nicht adäquat besetzt waren. „Giuseppe Verdi, La Traviata
Staatsoper Hamburg, 24. Oktober 2023“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. OKTOBER 2023 

Foto: Kirill Petrenko (Foto: Monika Rittershaus)

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. OKTOBER 2023

Mailand
Berlin-Flair: Mailänder Scala holt Kyrill Petrenko und Christian Thielemann
Berlin inspiriert Mailand: Die beiden Top-Dirigenten werden in der kommenden Spielzeit an der Mailänder Scala eine wichtige Rolle spielen.
BerlinerZeitung.de

München/Gärtnerplatztheater
Rebellen mit Anstand: „Zauberflöte“ am Gärtnerplatz
Ein doppelter Tamino, Generationenkonflikt mit Augenzwinkern, behutsam verheutigte Sprechtexte und Gags ohne Komödienstadel-Alarm: Diese „Zauberflöte“ am Gärtnerplatz ist eine flotte Sache und absolut familientauglich.
Muenchner.Merkur.de

Szenenapplaus gleich an mehreren Stellen: Das Gärtnerplatztheater feiert eine neue Zauberflöte… eine lautstarke Ansage im Münchner Mozart-Derby!
Eine kraftvolle Königin der Nacht, ein allmächtig herrschender Sarastro und ein feines  Orchester: Musikalisch ist die neue Gärtnerplatztheater-Zauberflöte mehr als eine Ansage in der umkämpften Münchner Mozart-Szene. Das Publikum feiert auch Josef Köpplingers spaßige Inszenierung, ein voller Erfolg für die Gattung Singspiel! Hätte er mal Schikaneders Dichtkunst-Dialoge stehengelassen…
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

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Sommereggers Klassikwelt 208: Was wurde aus Mozarts Schwester „Nannerl“?

Bild: Wolfgang Amadeus and Maria Anna Mozart 1780

von Peter Sommeregger

Maria Anna Mozart, fünf Jahre vor ihrem Bruder Wolfgang geboren, zeigte ähnlich wie dieser musikalisches Talent und spielte mit ihm 4-händig Klavier, die Perfektion der beiden begründeten ihren Ruf als Wunderkinder.

Der Vater Leopold vermarktete seine begabten Kinder auf Konzerttourneen durch halb Europa, das Interesse des Vaters fokussierte aber hauptsächlich auf die Ausbildung des Sohnes. Maria Anna blieb aber Zeit ihres Lebens eine virtuose Klavierspielerin und unterrichtete auch zahlreiche Schüler. „Sommereggers Klassikwelt 208: Was wurde aus Mozarts Schwester „Nannerl“?
klassik-begeistert.de, 25. Oktober 2023“
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Der Ensembleklang ist ebenmäßig, die Solos strahlen erhaben schön

V.l.: Sven Schwannberger, Emma-Lisa Roux, Joel Frederiksen und Giovanna Baviera © Sybe Wartena

Programm

Doulce mémoire – Leidenschaftliche Lieder der Renaissance / Chansons passionées de la Renaissance

Französische Lieder zwischen ca. 1540 und ca. 1640

Ensemble Phoenix Munich

Emma-Lisa Roux – Sopran, Laute
Giovanna Baviera – Mezzosopran, Viola da Gamba
Sven Schwannberger – Tenor, Laute, Flöten
Joel Frederiksen – Laute, Bass, Leitung

Mars-Venus-Saal
im Bayerischen Nationalmuseum, München, 22. Oktober 2023

von Frank Heublein

An diesem golden Oktobernachmittag kehrt das Ensemble Phoenix zurück in den Konzertreihen namensgebenden Mars-Venus-Saal im Münchner Bayerischen Nationalmuseum. Seit 2007 existiert die Konzertreihe mit dem Namen „Zwischen Mars und Venus“. Das heutige Programm „Doulce mémoire“ umfasst Lieder der französischen Renaissance. Im Block vor der Pause Lieder aus der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. Nach der Pause dann Lieder, die um 1600 entstanden sind. „Ensemble Phoenix Munich „Doulce mémoire“
Bayerisches Nationalmuseum, München, 22. Oktober 2023“
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Măcelaru und Co lassen selten gehörte Werke glänzen

Kian Soltani© Marco Borggreve

Edward Elgar – Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85, 1919

Sergej Rachmaninow – Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44, 1936

Zugaben:

Robert Schumann – Wiegenlied
Sergej Rachmaninow – Vocalise op. 34/14

WDR Sinfonieorchester

Cristian Măcelaru, Dirigent
Kian Soltani, Violoncello

Kölner Philharmonie, 20. Oktober 2023

von Daniel Janz

Man muss den Mut vom WDR Sinfonieorchester und seinem Chefdirigenten Cristian Măcelaru (43) anerkennen, so ein Programm zu spielen! Edward Elgars Cellokonzert und Sergej Rachmaninows dritte Sinfonie sind zwei Stücke, die es von Beginn an schwer hatten und bis heute selten gespielt werden. So heißt es zur Uraufführung von Elgars Cellokonzert unter dem London Symphony Orchestra, dass wohl (Zitat) „noch nie ein so bedeutendes Orchester eine so jämmerliche Selbstdarstellung abgegeben“ haben soll. Und auch mit Rachmaninows dritter Sinfonie taten sich die Kritiker schwer, weil sie gänzlich aus der Zeit gefallen zu sein schien. So kann man diesen Abend getrost auch unter das Motto stellen: Stimmen verkannter Klassiker. „WDR Sinfonieorchester, Cristian Măcelaru, Kian Soltani
Kölner Philharmonie, 20. Oktober 2023“
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DIE MONTAG-PRESSE – 24. OKTOBER 2023 

Jedermann am Domplatz © Tourismus Salzburg

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DIE MONTAG-PRESSE – 24. OKTOBER 2023

Kommentar
Klassikwoche: Musik kann auch nicht alles lösen!
Der Rauswurf von Michael Maertens und Michael Sturminger bei den Salzburger Festspielen und die Gerüchte aus dem Café Bazar über die Planungen der neuen Festspiel-Saison, Fazıl Say und sein Applaus für Recep Tayyip Erdoğan, Axel Ranisch und seine Arte-Miniserie »Nackt über Berlin«.
https://crescendo.de/klassikwoche43-2023-fazil-say-axel-ranisch/

Festspielluft X: Alles blickt auf Bayreuth 2024
Holländer, Tannhäuser, Lohengrin und Meistersinger: So der November-Spielplan der Deutschen Oper Berlin. Ring, Tristan und Parsifal, kommt alles dann noch vor der Sommerpause. Die Bismarckstraße möchte auch Bayreuth sein. Beste Gelegenheit für einen Blick auf den nächstjährigen Grünen-Hügel-Spielplan. Unangefochten an der Spitze des kommenden Wagner-Mekka-Sommers steht der neue Tristan. Ich meine das nicht nur, weil die Bayreuth-Premiere seit Jahrzehnten alljährlich einen festen Platz im Klassik-Kalender hat. Sondern vor allem wegen der Besetzung. Der Schager Andi singt den Tristan, das kann er. In Wien hat er’s bewiesen. Mehrmals.
Von Peter Walter
Klassik-begeistert.de

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