Der neue Wiener Fidelio: Regie top, Musik flop!

Eine Leonore als Denkmal: Schlussbild der neuen „Fidelio“-Produktion an der Wiener Staatsoper © Werner Kmetitsch

Während in der neuen Wiener Fidelio Nikolaus Habjans geniale Inszenierung mit noch genialerem Puppenspiel überzeugte, blieb der Gesang hinter den Erwartungen an diesem Haus. Auch Franz Welser-Möst konnte den Erfolg seines Auftritts im Musikverein vor Weihnachten nicht wiederholen. Einzig die beiden Baritone Don Pizarro und Don Fernando sorgten für zwei deutliche musikalische Lichtblicke.

Fidelio
Musik von Ludwig van Beethoven

Libretto von Joseph Sonnleithner und Georg Friedrich Treitschke nach Jean Nicolas Bouilly

Wiener Staatsoper, 30. Dezember 2025

von Johannes Karl Fischer

Die erste gute Nachricht: Die alte, nichtsaussagende Otto-Schenk-Fidelio ist Geschichte. Die zweite gute Nachricht: Nikolaus Habjans mahnende, einfallsreiche Inszenierung ist genau das, was dieses kompositorisch nicht sehr gelungene Werk braucht! Das Leid der Gefangenen wird einem nicht erspart, die vergitterten Gefängnismauern verschwinden selbst neben dem pompösen Kerkermeisterzimmer nicht aus dem Blick und Marzellines und Jaquinos Arbeit in der Fabrik darf natürlich auch nicht fehlen. „Ludwig van Beethoven, Fidelio
Wiener Staatsoper, 30. Dezember 2025“
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Komische Oper Berlin: In „Frisco“ war zum Jahresende der Teufel los

In Frisco ist der Teufel los KOB © Monika Rittershaus

Auf nach San Francisco! In den pulsierenden Hafen, in die Taverne, zu den Menschen, die dort schaffen, lachen, singen und leider auch Geld sammeln müssen. Denn obwohl wir uns in einer Operette der Sechziger befinden, geht es im Kern um ein Thema von heute:

Eine Hotel-Immobilie wird zum Spielball zwischen Arbeiterschaft und Kapital.


In Frisco ist der Teufel los

Operette von Guido Masanetz (Musik)
sowie Otto Schneidereit und Maurycy Janowski (Libretto)

Uraufführung am 23. März 1962 am Metropol-Theater in Berlin

Neufassung für die Komische Oper Berlin von Martin G. Berger (Szenisches Arrangement) und Kai Tietje (Musikalische Leitung)

Es singen und spielen Chor und Orchester der Komischen Oper

Komische Oper Berlin im Schillertheater, 30. Dezember 2025
Premiere am 21. Dezember 2025 (semikonzertante Aufführung)

von Ralf Krüger

Die Komische Oper hat alles richtig gemacht. Nach diesem schrecklichen Jahr 2025, mit all seinen Kriegen und Katastrophen, setzt sie den Schlusspunkt mit einer Operette.

Mit einem Werk, das an der Westküste der USA spielt und dem Fundus eines Landes entnommen wurde, das es seit 1990 nicht mehr gibt. Zwei Damen, Mitte 80, beide wie ich mit DDR-Biografie, hatten mir mit leuchtenden Augen von ihren damaligen Theatererlebnissen vorgeschwärmt. Die Musik wird dir gefallen, Ralf, die ist spritzig und tanzbar, sagte die eine und die andere erinnerte an die eigentliche Sensation von damals, etwas „Amerikanisches“ auf einer Ost-Berliner Bühne erleben zu können. „In Frisco ist der Teufel los, Operette von Guido Masanetz (Musik)
Komische Oper Berlin im Schillertheater, 30. Dezember 2025“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 31. DEZEMBER 2025

Walzer-Emotionen Österreich-Werbung © Christian Kremser

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 31. DEZEMBER 2025

Silvester: So feiern andere Länder den Jahreswechsel
Ob mit Früchten, Feuer, Papier oder Scherben – Silvester ist weltweit ein Fest der Hoffnung und der Neuanfänge. Silvester ist weltweit von faszinierenden und manchmal auch kurios anmutenden Traditionen geprägt, die nicht nur den Jahreswechsel einläuten, sondern auch Glück, Wohlstand und einen Neuanfang symbolisieren. Während in vielen Ländern Feuerwerk und Sektkorken den Himmel erleuchten – und hierzulande auch das Tanzen zum Donauwalzer –, setzen andere Kulturen auf einzigartige Bräuche, um das neue Jahr zu begrüßen. Ganz nach dem altbekannten Motto: Andere Länder, andere Sitten.
Kurier.at

Was das Neujahrskonzert heuer bietet? Viele Überraschungen!
Josephine Weinlich, die Gründerin des Ersten europäischen Damenorchesters, wird beim Walzer-Debüt Yannick Nézet-Séguins aufhorchen lassen. Erstmals Musik einer Komponistin – das machte zu Jahresbeginn 2025 Schlagzeilen. Diesmal doppeln die Wiener Philharmoniker nach: Erstmals baten sie Yannick Nézet-Séguin für den 1. Jänner ans Pult. Der Chefdirigent der New Yorker Met hat gleich Werke zweier Komponistinnen parat: Die Debütantinnen heißen Florence Price – man hat sie in den vergangenen Jahren als erste farbige US-amerikanische Komponistin der Ära um 1900 kennen und schätzen gelernt – und Josephine Weinlich. Dieser Name ist auch den Klassik-Kennern neu. Die Generation von Johann Strauß Sohn wusste freilich, wer sie war: Sie konzertierte mit ihrer Kapelle sogar vor dem Walzerkönig in den USA!
DiePresse.com

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"Sternstunden, die selbst zu den Sternen fliegen" – unsere Reporter berichten, Teil IV

Elbphilharmonie, Hamburg © eberhardt-travel.de

Die Lieblingsmusik 2025 der klassik-begeistert-AutorInnen

Die Autorinnen und Autoren von klassik-begeistert.de besuchen mehr als 1000 Konzerte und Opern im Jahr. Europaweit! Als Klassik-Reporter sind sie ganz nah dran am Geschehen. Sie schreiben nicht über alte Kamellen, sondern bieten den Leserinnen und Lesern Stoffe aus den besten Opern- und Konzerthäusern der Welt. Was haben sie gehört, gespürt, gesehen, gefühlt, gerochen?  „Die Musik der klassik-begeistert AutorInnen, Teil IV
klassik-begeistert.de, 30. Dezember 2025“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. DEZEMBER 2025

Yannick Nézet-Séguin © George Etheredge

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Stardirigent im Talk. Neujahrskonzert 2026: Sirenen über dem Regenbogen
Der weltweit gefeierte Kanadier Yannick Nézet-Séguin dirigiert am 1. Jänner erstmals das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Im „Krone“-Interview verrät er, wie er schon als Kind zu Johann Strauss kam und was er von Frauen am Dirigenten-Pult des Neujahrskonzerts hält.
krone.at

Wien
Vor dem Neujahrskonzert: die Wiener Philharmoniker, gerühmt und gescholten
Das Neujahrskonzert wird auch heuer wieder rund 50 Millionen Menschen erreichen. Die Effizienz und Klangschönheit der Wiener Philharmoniker ist weltweit fast konkurrenzlos, trotzdem mehrt sich die Kritik an dessen Chauvinismus und Repertoire-Grenzen. Alles auf Anfang. Durchatmen, wie jedes Jahr. Geige unter das Kinn, Oboe an die Lippen, Paukenschlägel gefasst, in die Harfe gegriffen – und auf geht’s zur stets gleichen Prozedur, auch am 1. Jänner 2026 um 11.15 Uhr wieder. Das teuer projektierte Johann-Strauss-Jubiläumsjahr mag vorbei sein, aber 2026 wird im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins wie stets mit vorwiegend dreivierteltaktiger Musik der Strauss-Familie eingeläutet. Dazu intonieren die Philharmoniker Galoppe, Polkas, Märsche und Quadrillen von Ziehrer, Lanner, Franz von Suppé und dem dänischen Champagner-Notenfabrikanten Hans Christian Lumbye.
profil.at

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DIE MONTAG-PRESSE – 29. DEZEMBER 2025

Yannick Nézet-Séguin © Jan Regan

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DIE MONTAG-PRESSE – 29. DEZEMBER 2025

Wien/Musikverein
Neujahrskonzert-Dirigent: „Klassische Musik lebte immer schon in einer Krise“  (Bezahlartikel)
Erstmals steht Yannick Nézet-Séguin beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am Pult. Er spricht über Strauss, Publikumsschwund, Offenheit und Frauen am Pult.
Kurier.at

Tenor Jonas Kaufmann: „In der Musik kommen wir uns selbst wieder näher“
Mit Pianist Helmut Deutsch verbindet Tenor Jonas Kaufmann eine jahrzehntelange künstlerische Freundschaft. Zum 80. Geburtstag des legendären Liedbegleiters gastieren die beiden Künstler im Wiener Konzerthaus und musizieren am 12. Jänner Robert Schumanns Liedzyklus „Dichterliebe“.
krone.at

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"Wir freuen uns über die Erinnerung an einen tollen Konzertabend" – unsere Reporter berichten, Teil III

Hamburgische Staatsoper, Außenansicht, Seite, Nacht © Niklas Marc Heinecke

Die Lieblingsmusik 2025 der klassik-begeistert-AutorInnen

Die Autorinnen und Autoren von klassik-begeistert.de besuchen mehr als 1000 Konzerte und Opern im Jahr. Europaweit! Als Klassik-Reporter sind sie ganz nah dran am Geschehen. Sie schreiben nicht über alte Kamellen, sondern bieten den Leserinnen und Lesern Stoffe aus den besten Opern- und Konzerthäusern der Welt. Was haben sie gehört, gespürt, gesehen, gefühlt, gerochen?  „Die Musik der klassik-begeistert AutorInnen, Teil III
klassik-begeistert.de, 29. Dezember 2025“
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Die Haltung Wagners gegenüber Russland und seinen Bürgern war ambivalent

 

Buchbesprechung „Richard Wagner und Russland“ von Eckhart Kröplin

von Jolanta Łada-Zielke

Auf dem Buchcover ist die Abbildung einer Karikatur von Wagner zu sehen, die 1868 in der Petersburger Zeitung „Iskra” (Funken) veröffentlicht wurde und den Komponisten als Lohengrin darstellt. Gerade diese seiner Opern erfreute sich in Russland größter Beliebtheit. Eckhart Kröplin behandelt das im Titel enthaltene Thema auf sehr interessante und spannende Weise. Es stellt sich heraus, dass Russland im Leben Richard Wagners bereits seit seiner Geburt präsent war, als nach der Niederlage Napoleons russische Truppen in Leipzig stationiert wurden. „Buchbesprechung: „Richard Wagner und Russland“ von Eckhart Kröplin
klassik-begeistert.de, 28. Dezember 2025“
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"Klänge eines Lebens, wie man sie wohl nur höchst selten erfährt" – unsere Reporter berichten, Teil II

Theater Lübeck, Großes Haus © Olaf Malzahn

Die Lieblingsmusik 2025 der klassik-begeistert-AutorInnen

Die Autorinnen und Autoren von klassik-begeistert.de besuchen mehr als 1000 Konzerte und Opern im Jahr. Europaweit! Als Klassik-Reporter sind sie ganz nah dran am Geschehen. Sie schreiben nicht über alte Kamellen, sondern bieten den Leserinnen und Lesern Stoffe aus den besten Opern- und Konzerthäusern der Welt. Was haben sie gehört, gespürt, gesehen, gefühlt, gerochen?  „Die Musik der klassik-begeistert-AutorInnen, Teil II
klassik-begeistert, 28. Dezember 2025“
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"Es gibt wenig Schöneres, als sich von großer Musik berühren zu lassen" – unsere Reporter berichten, Teil I

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier / © Bundesregierung /
Selim Jasmin. „Weihnachten erinnert uns daran, wie wichtig es ist, zusammenzukommen und zusammenzuhalten, im Großen wie im Kleinen“, sagte Bundespräsident Steinmeier bei einem Adventskonzert mit dem Komponisten Philipp Schiepek, Musikern des Ensembles Quadro Nuevo und Autorin Leah Weigand im Schloss Bellevue.

Die Lieblingsmusik 2025 der klassik-begeistert-AutorInnen

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klassik-begeistert.de, 27. Dezember 2025“
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