CD-Besprechung:
Choni hat das gewisse Etwas an Drängen und Wagen, das sofort fesselt und einen nicht mehr loslässt.
DMYTRO CHONI „Heartlands“
mit Werken von Robert Schumann, Johannes Brahms und Mykola Lysenko
naïve records
von Dr. Ingobert Waltenberger
Während der ebenso begabte und junge Alexander Malofeev mit fein ziselierten Tönen und feenhaft schlankem Spiel Furore macht, ist der in der Ukraine geborene, in Wien lebende Dmytro Choni ein höchst leidenschaftlicher, ja das romantische Sehnsuchtsstreben auf die Spitze treibender Tastenpoet.
Hören Sie sich etwa den ersten Satz der Klaviersonate Nr. 2 in g-Moll, op. 22 von Robert Schumann an, mit dem das Album startet. Er befolgt nicht nur die Tempoangabe „so rasch wie möglich“ sportlich intensiv, sondern scheint mit seinem Spiel eine Membran zu durchbohren, die das Jetzt von der Vergangenheit trennt, die Mythisches und Verborgenes widerspiegelnd offenbart. „Dmytro Choni, „Heartlands“
klassik-begeistert.de, 9. Juni 2026“ weiterlesen
