Ewa Płonka (Floria Tosca), Giampaolo Bisanti (musikalische Leitung), Gabriele Viviani (Scarpia), Joseph Calleja (Mario Cavaradossi) (Foto: RW)
Es gab auf der Bühne einen Sänger, der von der Haltung und vom Ausdruck her stärker überzeugte als der Sänger des Scarpia: Peter Galliard, der sich als Spoletta mit agiler Wendigkeit unterwürfig gab, mimisch sein sadistisches Vergnügen mit der notwendigen Zurückhaltung zum Ausdruck brachte und ohne plakativ zum masochistischen Erfüllungsgehilfen zu mutieren.
Tosca, Melodramma in drei Akten (1900)
Komposition von Giacomo Puccini
Inszenierung: Robert Carsen
Bühnenbild und Kostüme: Anthony Ward
Hamburgische Staatsoper, 29. November 2025
142. Vorstellung seit der Premiere am 15. Oktober 2000
von Dr. Ralf Wegner
Puccinis Oper Tosca gehört zu den Rennern in den Opernhäusern. Es bedarf nur drei guter Sänger und eines auf diese Rücksicht nehmenden Orchesterleiters, um gegebenenfalls einer Sternstunde des Gesangs beizuwohnen. Die letzte Tosca-Sternstunde erlebten wir hier 2018 mit Angela Gheorghiu als Tosca, Riccardo Massi als Cavaradossi und Franco Vassallo als Scarpia, alles unter der Leitung von Pier Giorgio Morandi sowie 2024 mit Ailyn Pérez, Adam Smith und wiederum Franco Vassallo, dirigiert hatte Yoel Gamzou. Warum erwies sich die gestrige Aufführung mit Ewa Płonka, Joseph Calleja und Gabriele Viviani unter der Leitung von Giampaolo Bisanti nicht als solche? „Giacomo Puccini, Tosca, Melodramma in drei Akten (1900)
Hamburgische Staatsoper, 29. November 2025“ weiterlesen