Frauenliebe und -sterben © Matthias Baus
Stecken auch selbsterklärt emanzipierte Männer noch mehr, als ihnen selbst bewusst ist, in patriarchalen Denkmustern? Ist schon das unkritische Sehen und Anhören eines Werks, das Rollenklischees der letzten Jahrhunderte in sich trägt, ein Verrat an der längst überfälligen Infragestellung von überkommenen Geschlechterbeziehungen? Oder entspringen solche Fragestellungen angesichts der Entstehungszeiten dieser Werke nur der bemühten Geste einer Durch-Genderung des gesamten Kulturbetriebs?
Frauenliebe und -sterben. Drei Meisterwerke – Zwei Jahrhunderte – Eine Narration
Robert Schumann, Frauenliebe und -leben Acht Lieder für Singstimme und Klaver op. 42
Béla Bartók, Herzog Blaubarts Burg Oper in einem Akt
Alexander Zemlinsky, Eine florentinische Tragödie Oper in einem Akt
Kate Lindsey, Mezzosopran
Éric le Sage, Klavier
Johan Reuter, Bassbariton
Annika Schlicht, Mezzosopran
Ambur Braid, Sopran
Thomas Blondelle, Tenor
Karina Canellakis, Dirigentin
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Tobias Kratzer, Inszenierung
Hamburgische Staatsoper, 12. April 2026 PREMIERE
von Dr. Andreas Ströbl
Tobias Kratzers Abend „Frauenliebe und -sterben“ am 12. April an der Staatsoper Hamburg jedenfalls gibt Anstöße, sich über allgemeingesellschaftliche und eigene Standpunkte Gedanken zu machen.
Kombiniert und somit in Reaktion aufeinander gesetzt werden drei Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts, die auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Frau und Mann thematisieren.
„Frauenliebe und -sterben, Regie Tobias Kratzer
Hamburgische Staatsoper, 12. April 2026 PREMIERE“ weiterlesen