Andrzej Filończyk: „Auf der Bühne kann man viel Spaß haben“

Andrzej Filończyk © Wojciech Kubik

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit dem Bariton Andrzej Filończyk, dem Interpreten der Titelrolle in „Don Giovanni“ an der Hamburgischen Staatsoper.

Andrzej Filończyk absolvierte die Gesangsabteilung der Musikakademie in Breslau. Er nahm am Programm „Young Talents“ der Polnischen Nationaloper sowie am Internationalen Opernstudio in Zürich teil. 2016 wirkte er am „Young Singers Project“ der Salzburger Festspiele mit und sang dort 2017 die Partie des Gubetta in Donizettis „Lucrezia Borgia“. Sein Operndebüt gab er 2015 am Teatr Wielki in Posen als Tonio in Leoncavallos „Pagliacci“.

klassik-begeistert: Ihr musikalischer Weg begann mit Klavierspielen. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Instrument zugunsten des Gesangs aufzugeben?

„kb im Gespräch mit Andrzej Filończyk, Bariton
Hamburgische Staatsoper, 20. Oktober 2026“
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Zwischen den Sätzen 7: Whistleblowing mit Omer Meir Wellber und Camilla Nylund

Omer Meir Wellber © Rori Palazzo

Richard Wagner   Die Walküre

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Omer Meir Wellber   Dirigent

Hamburgische Staatsoper, 18. Oktober 2026

von Jörn Schmidt

Sie haben Missstände, Gesetzesverstöße, Korruption oder in sonstiger Weise unethisches Verhalten in Ihrem Unternehmen oder gar in einer Regierungsbehörde erlebt – und wissen noch nicht so ganz, wie Sie damit umgehen sollen?  Dann sehen und hören Sie sich Richard Wagners Walküre an, das ist die perfekte Anleitung – zumal, wenn Camilla Nylund singt und Omer Meir Wellber dirigiert. Whistleblowing ist im Grunde ganz einfach: Sie suchen sich einen Komponisten Ihres Vertrauens, vertrauen ihm die Missstände an – und zwei Jahre später ist alles auf großer Bühne spektakulär offengelegt. Der Gesetzgeber steht auch hinter Ihnen, seit dem 31. Mai 2023 gibt es in Deutschland das „Gesetz für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen“ (Hinweisgeberschutzgesetz).

„Zwischen den Sätzen 7: Whistleblowing mit Omer Meir Wellber und Camilla Nylund
klassik-begeistert.de, 18. Oktober 2026“
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Wir haben „Ja“ gesagt – und dann gemeinsam in „Don Giovanni“ gesungen

Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk © Maximilian Probst/Hamburgische Staatsoper

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk, die an der Hamburgischen Staatsoper Zerlina und Masetto in Mozarts „Don Giovanni“ gesungen haben.

Kady Evanyshyn wurde in Winnipeg, Kanada, geboren und studierte Gesang an der Juilliard School of Music in New York bei Edith Wiens. Sie absolvierte Programme am Aspen Music Festival, an der Young Artists Vocal Academy der Houston Grand Opera, und an der Music Academy of the West sowie bei Classic Lyric Arts. Ab 2019 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper, bevor sie in das feste Ensemble des Hauses übernommen wurde.

Hubert Kowalczyk wurde in Radom (Polen) geboren und studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2016 bis 2019 war er Mitglied der Opernakademie am Teatr Wielki-Nationaloper in Warschau. Noch während seines Studiums wurde er 2019 in das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen und ging anschließend in deren Ensemble über. Gastengagements führten ihn unter anderem an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Opernhaus Zürich, das Theater Basel und zu den Bregenzer Festspielen.

klassik-begeistert: Wie ist es, eine Woche nach der eigenen Hochzeit gemeinsam auf der Bühne zu stehen?

Hubert: Es ist ein wirklich besonderes Gefühl, denn wir haben uns vor sieben Jahren – 2019 – im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper kennengelernt. Obwohl wir schon in vielen Produktionen mitgewirkt haben, standen wir bisher noch nie gleichzeitig gemeinsam auf der Bühne. Ich glaube, es ist der Traum eines jeden Sängerpaares, zusammen aufzutreten – besonders in Rollen wie Zerlina und Masetto, oder Pamina und Tamino. Da haben wir wirklich großes Glück, und viele unserer Kollegen beneiden uns ein wenig (lacht). Ich empfinde es als ein echtes Privileg, gemeinsam auf der Bühne zu stehen und Teil des Ensembles der Hamburgischen Staatsoper zu sein.

„kb im Gespräch mit Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk
Hamburgische Staatsoper, 16. Oktober 2026“
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Theatralischer Triumph

Die fünfte Aufführung der Macbeth-Inszenierung von Tobias Kratzer geriet an der Hamburgischen Staatsoper zu einem theatralischen Triumph

Inés López Fernández (2. und 3. Erscheinung), Chao Deng (Arzt), Colin Aikins (Malcolm), Alexander Vinogradov (Banco), Nino Machaidze (Lady Macbeth), Simon Keenlyside (Macbeth), Dovlet Nurgeldiyev (Macduff), Mariana Poltorak (Dame der Lady), Hubert Kowalczyk (Diener des Macbeth, Mörder, 1. Erscheinung) (Foto: RW)

Nino Machaidze und Simon Keenlyside setzten ihr Stimmmaterial ganz im Sinne der psychologischen Durchdringung des Dramas ein. Sie ergänzten sich vortrefflich und führten das grausame Ehepaar auf eine bisher von mir nicht erlebte theatralische Höhe. Das alles ist Tobias Kratzer zu verdanken, der sich intensiv mit der Psychologie der handelnden Personen auseinandergesetzt hat.

Macbeth,  Oper von Giuseppe Verdi

Inszenierung:  Tobias Kratzer, Bühne und Kostüme:  Rainer Sellmaier

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg,  Leitung Tomáš Hanus

8. Oktober 2026, 5. Aufführung seit der Premiere vom 12. September 2026

von Dr. Ralf Wegner

„Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, 8. Oktober 2026“
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Selbst der Regisseur zeigte sich vom ersten Aufzug der Walküre tief beeindruckt

Ante Jerkunica (Hunding), Annika Schlicht (Fricka), Derek Welton (Wotan), Allison Oakes (Brünnhilde), Vida Miknevičiūtė (Sieglinde), Matthew Newlin (Siegmund) (Foto: RW)

Wie Omer Meir Wellber das Philharmonische Staatsorchester zum Klingen brachte, war phänomenal. Selten habe ich eine Walküre so piano spielen hören, ohne den romantisch-warmen Klangeindruck zu verlieren. Schon das Vorspiel ließ mit den dynamischen Steigerungen der tiefen Streicherrhythmen einen großen Opernabend erahnen.

Hamburgische Staatsoper, 3. Oktober 2026,
42. Vorstellung seit der Premiere am 19.10.2008

Die Walküre, Komposition und Libretto von Richard Wagner

Inszenierung:  Claus Guth, Bühne und Kostüme:  Christian Schmidt

Spielleitung:  Petra Müller

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Leitung  Omer Meir Wellber

von Dr. Ralf Wegner

„Richard Wagner, Die Walküre, Omer Meir Wellber
Hamburgische Staatsoper, 3. Oktober 2026“
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Dieser Jan Bosse-Don Giovanni ist überaus hörens-, aber weniger sehenswert

Anne Müller (Amor/Tod, Schauspielerin), Kady Evanyshyn (Zerlina), Hubert Kowalczyk (Masetto), Michèle Losier (Donna Elvira), Krzysztof Bączyk (Leporello), Andrzej Filonczyk (Don Giovanni), Omer Meir Wellber (musikalische Leitung), Elbenita Kajtazi (Donna Anna), Dovlet Nurgeldiyev (Don Ottavio), Morris Robinson (Komtur) (Foto: RW)

Mozarts Don Giovanni ist ein großartiges Werk, welches sich mit Grundfragen des menschlichen Daseins beschäftigt und auch über Jahrzehnte nicht altert. Daran können auch noch so eingreifende inszenatorische Überstülpungen nichts ändern. Deshalb ist auch die Inszenierung von Jan Bosse zu ertragen, zumal so gut gespielt und gesungen wurde wie am Samstagabend.

Don Giovanni, Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto:  Lorenzo Da Ponte
Inszenierung:  Jan Bosse, Bühne:  Stéphane Laimé, Kostüme:  Kathrin Plath
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musikalische Leitung:  Omer Meir Wellber

Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026

  1. Vorstellung seit der Premiere am 20. Oktober 2019

von Dr. Ralf Wegner

„Mozart, Don Giovanni
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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Olivia Betteridge und Caspar Sasse berühren als Cinderella und Prinz

Olivia Betteridge (Cinderella) und Caspar Sasse (Prinz), dahinter Futaba Ishizaki (Cinderellas Tante und Stiefmutter), Greta Jörgens  und Paula Iniesta (Cinderellas Cousinen), Evan L’Hirondelle und Jack Bruce (Minister) sowie Florian Pohl (Der König) (Foto: RW)

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 17. September 2026

A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier

Die zweite Besetzung

Die Cinderella und den Prinzen aufwühlenden Gefühle wie Trauer, Sehnsucht, Leidenschaft, auch Enttäuschung, vor allem aber eine die Zeiten überdauernde Liebe wurden von Betteridge und Sasse berührend in den Erkennungsszenen und den Pas de deux verkörpert.

Von Dr. Ralf Wegner

„A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier (2. Besetzung)
Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 17. September 2026“
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Zwischen den Sätzen 1:  Bonnie & Clyde statt Macbeth?

Hamburgische Staatsoper +++ PREMIERE +++ 12. September 2026 +++

Giuseppe Verdi   Macbeth

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Tomáš Hanus  Dirigent
Tobias Kratzer  Inszenierung

von Jörn Schmidt

Wie endet man, wenn man nicht an Hexen glaubt, aber voll auf Selbstermächtigung setzt? Wenn Sie Tobias Kratzer fragen: Nackt, verkrümmt um einen kahlen Ast geklammert, den Blick irr zur Seite gerichtet. Abgelichtet auf einem Plakat, das in Hamburg für die PREMIERE an diesem Samstag geworben hat. Und, wie ich hinzusetzen möchte: Darauf hoffend, dass einem endlich jemand einen schwarzen Balken über das Geschlechtsteil klebt. Zumindest im öffentlichen Raum, auf dem Programmheft war immer noch alles zu sehen. „Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, PREMIERE, 12. September 2026“
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Tobias Kratzers neuer Macbeth überzeugt durch Empathie

Das Macbeth-Ensemble beim Schlussapplaus: Colin Aikins (Malcolm), Alexander Vinogradov (Banco), Tomáš Hanus (musikalische Leitung), Rainer Sellmaier (Bühne und Kostüme), Nino Machaidze (Lady Macbeth), Tobias Kratzer (Inszenierung), Kartal Karagedik (Macbeth), Dovlet Nurgeldiyev (Macduff) (Foto: RW)

Hamburgische Staatsoper +++ PREMIERE +++ 12. September 2026 +++

Tobias Kratzer zeigt, warum die Lady dem Wahn verfällt, sie wird sichtbar von der Erkenntnis ihres mörderischen Tuns niedergedrückt. Macbeth versucht sie, während sie ihre Wahnsinnsarie singt, händeringend aus den Fängen des Todes zu befreien. Es gelingt ihm nicht, er ergibt sich seinem Schicksal.

Giuseppe Verdi    Macbeth

Ein Opernthriller über die Macht des Schicksals und die Verlockungen der Macht

Inszenierung:  Tobias Kratzer
Bühne und Kostüme:  Rainer Sellmaier
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Leitung:  Tomáš Hanus

von Dr. Ralf Wegner

„Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, PREMIERE, 12. September 2026“
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„… wirst du auch böse sein?“ – Tobias Kratzer malt einen nachtschwarzen „Macbeth“

Macbeth © Monika Rittershaus

Hamburgische Staatsoper ++++Premiere +++++ 12. September 2026

Giuseppe Verdi    Macbeth

Kartal Karagedik, Bariton
Nino Machaidze, Sopran
Alexander Vinogradov, Bass
Dovlet Nurgeldiyev, Tenor
Colin Aikins, Tenor
Mariana Poltorak, Sopran

Chor der Hamburgischen Staatsoper
Tomáš Hanus, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Tobias Kratzer, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl

„Man sollte ja auch in der Unerwartbarkeit nicht erwartbar werden“, postuliert Tobias Kratzer zur Saisoneröffnung 2026/27 der Hamburgischen Staatsoper mit Verdis „Macbeth“ am 12. September 2026. Doch ist die Produktion auch ein „Opernthriller“, wie im Vorfeld angekündigt?

„Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, Premiere, 12. September 2026“
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