Zu Hilfe! Zu Hilfe! Herzinfarkt und musikalische Irrwege

Foto: Arno Declair (c)

Die Zauberflöte, Wolfgang Amadeus Mozart
Hamburgische Staatsoper, 10. Mai 2018

von Sarah Schnoor

Die Zauberflöte – Mozarts wohl berühmtestes Werk und die weltweit meistgespielte Oper. Kindheitserinnerungen kommen auf und trotz des verwirrenden Librettos bleibt es eine Oper zum Träumen, ein Märchen mit vielen Ideen und wunderschöner Musik. „Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte, Hamburgische Staatsoper, 10. Mai 2018“ weiterlesen

Simone Schneider ist eine Traumbesetzung für den Fidelio

Ludwig van Beethoven, Fidelio (c)
Staatsoper Hamburg
, 5. Mai 2018

Foto: www.foto-doerr.de (c)

Kent Nagano, Musikalische Leitung
Georges Delnon, Inszenierung
Kaspar Zwimpfer, Bühne
Lydia Kirchleitner, Kostüme
Simone Schneider, Leonore
Robert Dean Smith, Florestan
Simon Neal, Don Pizarro
Albert Pesendorfer, Rocco
Christina Gansch, Marzelline

von Yehya Alazem

Beethoven war ja ein großer Komponist, viele meinen, der größte aller Komponisten. „Keine Musik eines anderen Komponisten ist so menschlich, wie die Musik Beethovens“, hat die legendäre Pianistin Martha Argerich einst gesagt. In seiner einzigen Oper „Fidelio“ (ursprünglich Leonore) behandelt Beethoven eines der wichtigsten Themen der Menschheit: die Freiheit. In den ersten fünf Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde keine Oper in den deutschen Opernhäusern öfter aufgeführt als „Fidelio“. „Ludwig van Beethoven, Fidelio,
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen

Anja Harteros wirft Blitze der Eifersucht in den Saal und füllt die Staatsoper bis in die kleinsten Winkel mit Tosca-Emotionalität

Foto: Marco Borggreve (c)
Giacomo Puccini, Tosca
Staatsoper Hamburg, 17. April 2018

Inszenierung: Robert Carsen
Bühnenbild und Kostüme: Anthony Ward
Musikalische Leitung, Pier Giorgio Morandi
Chor, Christian Günther
Floria Tosca, Anja Harteros
Mario Cavaradossi, Jonas Kaufmann
Baron Scarpia, Franco Vassallo
Cesare Angelotti, Alin Anca
Sagrestano, Alexander Roslavets
Spoletta, Julian Rohde
Sciarrone, Shin Yeo
Un Carceriere, Rainer Böddeker
Un Pastore, Ruzana Grigorian
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper

von Sebastian Koik

Die Star-Sängerin spielt die Star-Sängerin. Es ist ihre Rolle: Anja Harteros ist als Floria Tosca eine Sensation! Besser als sie kann man diese Rolle nicht singen und spielen. Tosca ist eine der am häufigsten aufgeführten und meist besuchten Opern. Und niemand auf der Welt gibt diese leidenschaftliche, eifersüchtige und starke Bühnenfigur Tosca besser als die Deutsch-Griechin.

Beim ersten Auftritt löst sie in Sekunden Gänsehaut aus. Ihre ungemein dichten Höhen strahlen mannigfaltig, funkeln komplex und wundersam in viele Richtungen. Ihre Mittellagen und Tiefen sind ebenfalls vollkommen. Anja Harteros begeistert in der Staatsoper Hamburg mit Intensität, herrlicher Cremigkeit und exzellenter dramatischer Ausgestaltung und Nuancierung. Frau Harteros’ Stimme klingt golden und warm. Die Wunder-Sopranistin kann auch die höchsten Höhen sehr geerdet klingen lassen. Alles hat ein solides Fundament, alles ist genau richtig. Und alles klingt bei ihr absolut natürlich, sieht so unfassbar leicht aus. Anja Harteros‘ Tosca ist vollkommen souverän, von grandioser Selbstverständlichkeit … und unglaublich schön. Diese Frau kann alles. Ihre Sangeskunst ist ohne Schwächen. „Giacomo Puccini, Tosca, Anja Harteros, Jonas Kaufmann,
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen

"Tosca" in Hamburg: Szenen von überwältigender Kraft und monströser Schönheit

Foto: Staatsoper Hamburg (c)
Giacomo Puccini
, Tosca
Staatsoper Hamburg
, 24. März 2018

Probenfoto: Angela Gheorghiu mit Riccardo Massi, Staatsoper Hamburg

Die Musik der Oper „Tosca“ von Giacomo Puccini, darin sind sich die meisten Opernliebhaber einig, ist traumhaft schön. Die Magie dieser Meisterkomposition, die erstmals am 14. Januar 1900 im Teatro Costanzi in Rom erklang, war am Samstag auch bei der Aufführung in der Staatsoper Hamburg zu spüren. Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Pier Giorgio Morandi, der Chor der Staatsoper Hamburg und der Kinderchor sowie mitunter phantastische Solisten sorgten für einen sehr gelungenen Abend im Haus an der Dammtorstraße. „Giacomo Puccini
, Tosca, Angela Gheorghiu,
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen

Willkommen zur John Lundgren Show!

Foto: Brinkhoff /Mögenburg (c)
Richard Wagner, Der Fliegende Holländer, Staatsoper Hamburg,

21. Februar 2018

ein Rückblick von Ulrich Poser

Soviel anarchische Begeisterung hat man in der Hamburgischen Staatsoper schon lange nicht mehr erlebt: Applaus nach der Ouvertüre, Szenenapplaus nach der großen Holländerarie. Der altbackene Wagnerianer schüttelt bei solchem Klatschverhalten à la Tosca den Kopf; der Liebhaber der wagnerschen Musik freut sich, dass es mit der Hamburgischen Staatsoper nach dem bösen Showdown durch Frau Young endlich wieder aufwärts geht. Hamburg wacht auf. „Richard Wagner, Der Fliegende Holländer, Staatsoper Hamburg, 21. Februar 2018“ weiterlesen

Neue Konzertsaison des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg bekanntgegeben -
Klaus Florian Vogt singt Schubert

Konzertsaison 2018/19 des Philharmonischen Staatsorchesters

von Leon Battran

Neben seiner wichtigsten Aufgabe, der musikalischen Gestaltung von Opernaufführungen, hat das Hausorchester der Staatsoper Hamburg auch im allgemeinen Konzertleben der Hansestadt seinen festen Platz. Mehr als 30 Sinfonie- und Kammerkonzerte werden während der Spielzeit 2018/2019 in der Elbphilharmonie stattfinden. Orchesterintendant Georges Delnon und Generalmusikdirektor Kent Nagano präsentierten in der Staatsoper das neue Konzertprogramm des Philharmonischen Staatsorchesters. „Konzertsaison 2018/19 des Philharmonischen Staatsorchesters“ weiterlesen

Was für ein gesanglicher Triumph!

Fotos: Brinkhoff/Mögenburg (c)
Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Staatsoper Hamburg

16. Februar 2018

von Yehya Alazem

Johannes Fritzsch, Dirigent
Marco Arturo Marelli, Inszenierung/Bühne
Dagmar Niefind-Marelli, Bühnenbild
John Lundgren, Holländer
Ingela Brimberg, Senta
Daniel Behle, Erik
Günther Groissböck, Daland

Was für ein gesanglicher Triumph! Zwei Schweden, ein Deutscher und ein Österreicher sorgen für eine phantastische Vorstellung des fliegenden Holländers an der Hamburgischen Staatsoper. „Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Staatsoper Hamburg, 16. Februar 2018“ weiterlesen

"Der Fliegende Holländer": Eine großartige Besatzung legt an in Hamburg

Staatsoper Hamburg, 13. Februar 2018
Richard Wagner, Der fliegende Holländer

John Lundgren, Holländer
Ingela Brimberg, Senta
Daniel Behle, Erik
Günther Groissböck, Daland
Sergei Ababkin (Mitglied des internationalen Opernstudios), Steuermann
Renate Spingler, Mary
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Johannes Fritzsch, Musikalische Leitung
Marco Arturo Marelli, Inszenierung und Bühnenbild
Dagmar Niefind-Marelli,
Kostüme
Eberhart Friedrich, Chor

von Ricarda Ott

Zwar nicht genau alle sieben Jahre, aber schon seit über 22 Jahren kehrt Richard Wagners Der fliegende Holländer in der Inszenierung von Marco Arturo Marelli aus dem Jahr 1996 auf den Spielplan der Staatsoper Hamburg zurück. Doch: So, wie man dem getriebenen, auf den Meeren umherirrenden Holländer die Erlösung wünscht, wünscht man sie auch dieser Inszenierung. „Richard Wagner, Der fliegende Holländer,
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen

"Il Barbiere di Siviglia" in Hamburg: Verdienter Jubel für alle Darsteller

Staatsoper Hamburg, 11. Februar 2018
Gioachino Rossini, Il Barbiere di Siviglia

Von Birgit Kleinfeld

Passte die Dramatik des „Eugen Onegin“ am Samstag perfekt zum trüben Wintergrau, so ließ Gioachino Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ am Sonntag die spanische Sonne in den Gemütern der Zuschauer aufgehen. Rossinis Musik ist von den ersten Klängen der Ouvertüre an bis zum letzten Ton des vor Lebensfreude überschäumenden Finales ein Garant für gute Laune. Das vorwiegend junge Ensemble, darunter nicht weniger als fünf Rollendebütanten, tat ein weiteres. „Gioachino Rossini, Il Barbiere di Siviglia,
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen

Eugen Onegin in Hamburg: Schwelgen in schönen Tönen und schönen Bildern

Staatsoper Hamburg, 10. Februar 2018
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Eugen Onegin

Von Birgit Kleinfeld

Liebe auf den ersten Blick, verpasste Chancen, Leichtsinn, tödliche Eifersucht und vor allem zu späte Einsicht sind die Themen, mit denen Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“ uns in ihren Bann zieht. Sobald sich der Vorhang öffnet, befinden wir uns mitten im Geschehen: An der Tür eines Wintergartens, der schon bessere Tage gesehen hat, stehen Iulia Maria Dan als Tatjana und Oksana Volkova als ihre jüngere Schwester Olga. Sie blicken in einen Garten, entführen uns mit ihrer traurigen Weise augenblicklich in ihre Welt. Nach einer fröhlichen Tanz- und Gesangseinlage der Bauern erscheint der alte Freund der Familie Lenski und bringt einen Fremden mit. „Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Eugen Onegin,
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen