Trotz KI-Nachbesserung hagelt es Buhs nach der Bayreuther „Götterdämmerung“

„Walhalls Elend zu enden…“

Photos: Bayreuther Festspiele Ring 2026 (c) Enrico Nawrath

Der heftige Buh-Sturm für das Kuratorenteam des „Rings“ nach der „Götterdämmerung“ im Bayreuther Festspielhaus war einer mit Ansage. Tomaten und Eier flogen aber dann doch nicht. Und musikalisch ging am 1. August 2026 sowieso nicht die Welt unter, sondern die Sonne auf.

Richard Wagner  Götterdämmerung

Christian Thielemann, Dirigent

Klaus Florian Vogt, Tenor
Camilla Nylund, Sopran
Jochen Schmeckenbecher, Bariton
Mika Kares, Bass
Magdalena Hinterdobler, Sopran
Christa Mayer, Alt/Mezzosopran
Anna Kissjudit, Mezzosopran
Alexandra Ionis, Mezzosopran
Katharina Konradi, Sopran
Natalia Skrycka, Mezzosopran
Marie Henriette Reinhold, Mezzosopran

Festspielchor und -orchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium/Künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 1. August 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Richard Wagner, Götterdämmerung Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 1. August 2026“
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Mahler im Glanzbad – Altinoglus schöne Neunte begeistert

Alain Altinoglu © HR/PhotoWerK 

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 9 D-Dur

hr-Sinfonieorchester
Alain Altinoglu, musikalische Leitung

hr-Sinfonieorchester

Alte Oper Frankfurt, 20. März 2026

von Dirk Schauß

Wer am 20. März 2026 den großen Saal der Alten Oper Frankfurt betrat, wusste um die Fallhöhe. Gustav Mahlers Neunte ist kein Konzertstück wie jedes andere, sondern ein existenzieller Grenzgang, ein Abschiedsbrief in Tönen, der den Hörer eigentlich gezeichnet zurücklassen sollte. Das hr-Sinfonieorchester unter Alain Altinoglu erreichte an diesem Abend eine beeindruckende klangliche Geschlossenheit – und genau darin liegt die Crux dieser Interpretation: Wie viel ästhetischer Glanz verträgt eine Musik, die aus Zerfall und Todesangst geboren wurde? „Alain Altinoglu, hr-Sinfonieorchester, Gustav Mahler 9
Alte Oper Frankfurt, 20. März 2026“
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K.I.nd of human: Ich erlebe die Geburt der Lebendigkeit durch Imperfektion

Foto: K I nd of human 4


Der Strom der Energie dieser Choreografie zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Trotz der Entfernung zur Bühne springt der Funke über und ich erkenne die Hinwendung zur Imperfektion, zum Analogen, Lebendigen, Leidenschaftlichen, Aufregenden.

K.I.nd of human

Choreografie Roberta Pisu
Komposition Leonard Kuhn
Kostüme Bregje van Balen
Assistenz der Choreografie Francesca Poglie

Tänzerinnen  Vittoria Franchina, Elisabet Morera Nadal
Tänzer  Cristian Cucco, Edoardo Cino

Arcis Saxophon Quartett   Ricarda Fuss, Claus Hierluksch, Jure Knez und Anna-Marie Schäfer

Kulturzentrum neun, Ingolstadt, 21. Mai 2025

von Frank Heublein

Im Rahmen der Tanztage Ingolstadt gastiert das arcis_collective an diesem Abend im Kulturzentrum neun in Ingolstadt mit K.I.nd of human. Die Choreografie ist während der Coronazeit 2022 entstanden. In meinen Worten: das Stück versucht den Ausbruch aus dem Perfekten auszuloten. In der Programminformation heißt es „Wir programmieren uns Perfektion – aber wo bleibt das Unperfekte? Vage? Wo bleibt ein grundloses Lächeln?“. Sowohl die Choreografie als auch die Komposition erfahren Unterstützung durch KI – wohlgemerkt bevor chatGPT zur Verfügung stand. „K.I.nd of human/Arcis Saxophon Quartett
 Kulturzentrum neun, Ingolstadt, 21. Mai 2025“
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