„Falstaff“ an der Wiener Staatsoper: Perfekt und konservativ

Foto: (c) Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor
Wiener Staatsoper,
27. Juni 2018
Giuseppe Verdi, Falstaff

von Thomas Genser

Dass Giuseppe Verdi mit dem Genre der komischen Oper zeitlebens Schwierigkeiten hatte, merkt man im Falstaff an der Wiener Staatsoper kein bisschen. In seinem letzten Bühnenwerk sorgt der Gigant der italienischen Oper für komödiantische Unterhaltung und einige wenige empfindsam-lyrische Passagen – nicht umsonst handelt es sich hierbei um eine sogenannte Comedia lirica. Das Ensemble setzt sich aus Rollendebütanten und “alten Hasen” zusammen und stellt dadurch eine ausgewogene Mischung von jugendlichem Esprit und routiniertem Bühnengestus dar. „Giuseppe Verdi, Falstaff,
Wiener Staatsoper“
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"Der Freischütz": Ein Höllenspektakel in der Wiener Staatsoper

Foto: Michael Pöhn (c)
Wiener Staatsoper
, 20. Juni 2018
Carl Maria von Weber, Der Freischütz

von Charles E. Ritterband

Alles ist anders in dieser Inszenierung: Die Bühne der Wiener Staatsoper ist zumeist in höllisches Rot getaucht, da lodert das Fegefeuer aus dem Konzertflügel, Vogelgestalten wie aus schrecklichen Albträumen treten auf, Samiel (Hans Peter Kammerer) hängt kopfüber von der Decke und muss seine Stimme – ungewöhnlich für die Wiener Staatsoper – deshalb mit Mikrofon verstärken, der Eremit (Albert Dohmen) lugt ebenfalls kopfüber aus einem überdimensionierten Kristalllüster, und die finstere Waldlandschaft der Wolfsschlucht fährt auf Rollen quer über die Bühne. Sowohl das Gespenstische als auch der Wald haben in dieser zweifellos romantischsten unter den deutschen Opern zentrale Funktionen, und es war sicher sinnvoll, dass der Regisseur Christian Räth, tatkräftig unterstützt vom Ausstatter Gary McCann, diese Elemente effektvoll zum Tragen brachte. „Carl Maria von Weber, Der Freischütz, Andreas Schager, Camilla Nylund,
Wiener Staatsoper“
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Beifallsstürme für Edita Gruberova - die letzte Primadonna Assoluta in Wien

Foto: Michael Pöhn (c)
Galakonzert an der Wiener Staatsoper
, 23. Juni 2018
Edita Gruberova, Sopran
Jinxu Xiahou, Tenor
Marco Armiliato, Dirigent
Orchester der Wiener Staatsoper

Von Charles E. Ritterband

Derartiges gab es zuvor noch nie an der Wiener Staatsoper: Edita Gruberova – im Programmheft als „die letzte Primadonna Assoluta“ gefeiert – wurde von ihrem Publikum nicht nur mit kaum enden wollendem Beifalls-Orkan gefeiert, sondern auch mit einem dichten Schauer von tausenden dunkelgelben Flyern und roten Herzen, die von den Ranglogen auf die Bühne flatterten und bald den Bühnenboden bedeckten: „Danke – 50 Jahre musikalische Leidenschaft“ stand dort in vielen Sprachen der treuen Fans dieser großartigen Sängerin. „Edita Gruberova, Galakonzert,
Wiener Staatsoper“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 16. JUNI 2018

Foto: Musikbüro Enoch zu Guttenberg (c)
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden: Die SAMSTAG-PRESSE – 16. JUNI 2018

Enoch zu Guttenberg ist gestorben
Der Münchner Star-Dirigent Enoch zu Guttenberg ist mit 71 Jahren gestorben. Sein Sohn ist der CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg.
Berliner Morgenpost

Dirigent : Enoch zu Guttenberg ist tot
Der Dirigent Enoch zu Guttenberg ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Für sein musikalisches Wirken wurde er unter anderem mit dem Deutschen Kulturpreis geehrt.
Rebell mit Bodenhaftung
Seine Kunst zielte stets aufs Herz: zum Tod des Dirigenten Enoch zu Guttenberg.
Tagesspiegel

Dirigent Enoch zu Guttenberg ist tot: Karl-Theodor zu Guttenberg trauert um seinen Vater
Karl-Theodor zu Guttenberg trauert um seinen Vater Enoch zu Guttenberg. Der Münchner Dirigent ist im Alter von 71 Jahren gestorben
https://web.de/magazine/panorama/dirigent-enoch-guttenberg-tot

Prägender bayerischer Dirigent ist tot
Der Münchner Dirigent Enoch zu Guttenberg ist am Freitagmorgen im Alter von 71 Jahren gestorben. Das gab sein Management bekannt. Guttenberg leitete das Orchester der KlangVerwaltung und die Chorgemeinschaft Neubeuern, er war auch Gründer der Festspiele Herrenchiemsee.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/enoch-zu-guttenberg-

Tiefe Trauer um den „Guttei“
https://www.merkur.de/kultur/tiefe-trauer-um-guttei-9956305.html „Die SAMSTAG-PRESSE – 16. JUNI 2018“ weiterlesen

"Der Freischütz" an der Wiener Staatsoper: Buh-Rufe wie schon lange nicht mehr

Foto: Michael Pöhn (c)
Carl Maria von Weber: Der Freischütz – Premiere
Wiener Staatsoper, 11. Juni 2018

von Heinrich Schramm-Schiessl (Der Neue Merker)

Carl Maria von Webers einzige wirklich populäre Oper gilt als das Schlüsselwerk der sogenannten romantischen Oper. Die zentrale Szene in der „Wolfsschlucht“ ist wahrscheinlich das erste wirklich durchkomponierte Stück der Opernliteratur. Manche behaupten sogar, dass es ohne die „Wolfsschlucht“ die Musikdramen Richard Wagners nicht gäbe. Ich halte diese Aussage doch für etwas übertrieben, wiewohl ja bekannt ist, dass Wagner Weber sehr geschätzt hat und anlässlich dessen Tod den Männerchoral „An Webers Grabe“ komponiert hat. Nun, die „Wolfsschlucht“-Szene, oder die Arien des Max und des Kaspar im 1. Akt sind wirklich zukunftsweisend, aber es gibt auch zahlreiche Elemente, die an die deutsche Spieloper erinnern, wie z.B. das „Jungfernkranz“-Lied. In jedem Fall zählt das Werk zu den populärsten Stücken des Opernkanons und wurde zumindest früher gerne neben Mozarts „Zauberflöte“ als „Einstiegsoper“ für Kinder verwendet. „Carl Maria von Weber, Der Freischütz – Premiere,
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"Rigoletto" in Wien: Aida Garifullina beherrscht als Gilda den Abend

Foto: Michael Pöhn (c)
Wiener Staatsoper,
7. Juni 2018
Giuseppe Verdi, RIGOLETTO

von Kurt Vlach (Der Neue Merker)

Die Inszenierung von Pierre Audi ist umstritten, allerdings muss ich sagen, dass ich sie im Vergleich zur vorigen Produktion höher einschätze – man muss sich nur auf die Symbolik der Bühnenbilder einlassen. Der Palast des Duca ist heruntergekommen, es ist da kein Glanz zu bemerken – und er spiegelt perfekt die moralische Verkommenheit der Cortigiani und des Duca wider. Über dem Häuschen, in dem Gilda und Rigoletto wohnen, schwebt eine dunkle Wolke – und diese nimmt schon das Schicksal dieser Protagonisten vorweg. Und besonders gelungen ist die Darstellung des Hauses von Maddalena und Sparafucile – allerdings kann man diese nur genießen wenn man sich auch mit Populärkultur beschäftig. Das Haus ist dem Helm von Darth Vader aus Star Wars nachempfunden – der ja in diesem Universum das Böse verkörpert. Ich stehe wahrscheinlich ziemlich einsam mit meiner positiven Einstellung dazu da, allerdings fordert die Inszenierung den Besucher, sich mit etwas mehr als nur dem Gezeigten auseinanderzusetzen. Und das ist gut so. „Giuseppe Verdi, RIGOLETTO,
Wiener Staatsoper“
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Plácido Domingo: Ein Jahrhundertsänger im milden Abendlicht

Foto: Michael Pöhn (c)
Eine Annäherung an das Phänomen Plácido Domingo in seiner baritonalen Spätphase   

Von Manfred A. Schmid (onlinemerker.com)

Das Folgende ist keine Rezension der zweiten Aufführung der laufenden Aufführungsserie von Giuseppe Verdis La Traviata am 1. Juni 2018. Vielmehr handelt es sich um den Versuch, die magische Wirkung des Auftritts von Plácido Domingo auf das Publikum, wie sie in dieser Vorstellung erneut zu erleben war, zu begreifen und nachvollziehen zu können. „Plácido Domingo: Ein Jahrhundertsänger im milden Abendlicht,
Wiener Staatsoper“
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"La Traviata“ berührt das Publikum an der Wiener Staatsoper

Foto: Michael Pöhn (c)
Wiener Staatsoper
, 1. Juni 2018
Giuseppe Verdi, La traviata

 von Charles E. Ritterband

Vor allem war es Placido Domingo – nun seit längerem im Bariton-Fach –, der am Freitag die mit Weltstars bekanntlich verwöhnten Wiener Opern-Aficionados die Abendkasse der Staatsoper belagern ließen. Wer das Glück hatte, noch ein Ticket zu erringen (oder den Vorausblick, sich rechtzeitig eines zu besorgen), kam in den Genuss einer außergewöhnlichen „Traviata“. „Giuseppe Verdi, La Traviata,
Wiener Staatsoper“
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"Capriccio" in Wien: Camilla Nylunds Gesang schwebt im Saal wie eine goldene Windung

Foto: (c) Michael Pöhn
Wiener Staatsoper
, 24. Mai 2018
Richard Strauss, Capriccio
Michael Boder, Dirigent
Marco Arturo Marelli, Inszenierung/Bühne
Camilla Nylund, Gräfin
Markus Eiche, Graf
Wolfgang Bankl, La Roche
Michael Schade, Flamand
Adrian Eröd, Olivier

von Yehya Alazem

„Capriccio“ wurde von den beiden Schöpfern des Werks, dem Komponisten Richard Strauss und seinem Librettisten Clemens Krauss, als „Ein Konversationsstück für Musik in einem Akt“ beschrieben. Es war die letzte Oper von Richard Strauss und feierte ihre Uraufführung in München 1942 während des Zweiten Weltkriegs. „Richard Strauss, Capriccio, weiterlesen

Die FREITAG-PRESSE – 25. MAI 2018

Foto: Michael Pöhn (c) / Wiener Staatsoper
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden: Die FREITAG-PRESSE – 25. MAI 2018

Wiener Staatsballett: Fünf Premieren in nächster Saison
Das Wiener Staatsballett hat am Donnerstag ein dichtes Programm für die Saison 2018/19 vorgestellt. Über 90 Vorstellungen stehen an, darunter fünf Premieren. Die Zukunft von Direktor Manuel Legris ist unterdessen noch offen.
http://wien.orf.at/news/stories/2914674/

Innovativ trifft traditionell. Das Staatsballett zeigt 2018/19 wieder fünf Premieren
Wiener Zeitung

Legris‘ Pläne fürs Staatsballett und seine Zukunft
Für 2018/19 choreografiert der Ballettchef an der Staatsoper „Sylvia“
Die Presse „Die FREITAG-PRESSE – 25. MAI 2018“ weiterlesen