DIE FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2026

DIE FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2026

Einzelvorhang für Polina Semionova als Emma Bovary (Foto: RW)

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2026

Berlin/Staatsballett
War Emma Bovarys Leben tatsächlich so trist grau, wie es Christian Spuck beim Staatsballett Berlin zeigt?
Polina Semionova ist eine großartige Tänzerin. Wie sie aus der Körpermitte heraus Körperspannung erzeugt, diese bei den Hebungen wie eingefroren hält, und danach mit fließenden, eleganten Bewegungen weiter tanzt, ist beeindruckend. Vom Typus her ist sie aber keine Emma Bovary.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik.begeistert.de

Linz/Musiktheater
„Lohengrin“: Die Sehnsucht nach der Macht
Ein Schwan, ein Ritter und ein drohender Krieg: Am Samstag hat im Linzer Musiktheater Richard Wagners Oper „Lohengrin“ die Premiere. Am Pult steht Christoph Koncz, der designierte Musikdirektor des Landestheaters Linz. Er leuchtet die Schwanenritter-Oper musikalisch tief aus.Mit „Lohengrin“ von Richard Wagner eröffnet das Musiktheater Linz am Samstag seine neue Opernsaison. Damit setzt Linz einerseits seine Wagner-Tradition fort, anderseits wird das Schlüsselwerk der romantischen Oper hier nach 30 Jahren wieder inszeniert. Damit verbunden ist auch eine personelle Premiere, denn: „Es ist meine erste Neuproduktion am Haus und meine erste Wagner-Oper“, sagt Christoph Koncz, designierter Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz. Er folgt ab der Saison 2027/28 Markus Poschner nach.
krone.at

Linz
Oper: Wagners „Lohengrin“ im Musiktheater Linz
Am Samstag, den 10. Oktober 2026, feiert die romantische Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner ihre Premiere im Großen Saal des Musiktheaters Linz.
meinbezirk.at

Wien/Staatsoper
Hier zaubert der neue Regiestar der Oper (Bezahlartikel)
An der Wiener Staatsoper werden zwei Einakter von Alexander Zemlinsky und Béla Bartók zum Duell eines Paares. Für Regisseur Vasily Barkhatov ist es der nächste Karriereschritt – auf dem Weg nach Bayreuth.
DieWelt.de

Dresden/Semperoper
Verdi-Spektakel an der Semperoper: Tolle Musik – aber was soll diese ideenfreie Inszenierung?  Von Christian Schmidt
Mit „Ballo in maschera“ wird die erste Premiere von Sachsens Staatsoper mit Chefdirigent Daniele Gatti musikalisch zum Traum. Szenisch allerdings zeigt man kaum mehr als die Flucht vor einer Deutung.
freiepresse.de

Trenklers Tratsch
Wiener Förderwesen: Absurditäten aus dem Kulturamt  (Bezahlartikel)
Viele Anträge werden abgelehnt, aber ein Fördernehmer erhielt 2024 insgesamt 52 Einzelförderungen. Der Stadtrechnungshof staunt.
Kurier.at

Wien/Konzerthaus
Konzerthaus: Weinen und Mitsingen bei John Dowland (Bezahlartikel)
Lautenist Thomas Dunford und sein Ensemble Jupiter rührten das Publikum mit vollendeter Schwermut.
DiePresse.com

München
Vertragsverlängerung bis 2033: Simon Rattle bleibt Chef von BRSO und BR-Chor
Simon Rattle hat seinen Vertrag als Chefdirigent von BRSO und BR-Chor bis 2033 verlängert. Das ist keine große Überraschung, denn nicht nur bei der Vertragsunterzeichnung betont der Dirigent, wie sehr er das Orchester und den Chor liebe. „Ich kann die kommenden Jahre kaum erwarten und sehe ihnen mit Freude entgegen“, schwärmt Rattle. Und Pläne und Ideen hat er auch schon.
BR-Klassik.de

Mainz
Wagner auf dem Mittelaltermarkt
„Lohengrin“ punktet vor allem musikalisch. Kann es sein, dass in der Oper eine allmähliche Umkehr vom Regietheater erfolgt?
orpheus-magazin.de

Regensburg
Klanggenau und überschwänglich: Szymanowskis „Król Roger“ am Staatstheater Regensburg
Mit Karol Szymanowskis „Król Roger“ als erster Opernpremiere der Saison hat das Staatstheater Regensburg ein musikalisch starkes Repertoirezeichen gesetzt. Szenisch bleibt die Produktion eher blass.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Würzburg
Millionengrab Mainfranken Theater: 120 Millionen Euro Zinsen
242 Millionen Euro für die Sanierung des Mainfranken Theaters in Würzburg: Über diese Kostenexplosion haben wir gerade berichtet. Seit Baubeginn haben sich die Kosten mehr als verdreifacht. Und nun kommen noch viele Millionen für die Zinsen dazu.
br.de

Meiningen
Alfred Schnittke: Reanimation einer Oper
Von wegen Provinz: Nach Aufwärmübungen mit Edison Denissows »Peinture«, dargeboten vom RSB, geht es nach Meiningen zu Alfred Schnittkes »Faustus«-Oper. Zarte Flötentöne, suchende Geigen, sehnsuchtsvolle Klänge in Zwölftontechnik: In langsamen Tempi schichtet der russische Komponist Edison Denissow feinste Strukturen übereinander. Sein Faible für mathematisches Denken, vor allem aber für die Farbe prägt die 1970 entstandene Komposition »Peinture«
nd-aktuell.de

Mannheim
Kleine Fehlzündung
Nationaltheater Mannheim: Reise zum Mond – Uraufführung einer Abenteueroper nach Jules Verne.
orpheus-magazin.de

Basel
Schönberg Oper in Basel: Vom Aufprall der Wattekissen (Bezahlartikel)
Sprachrohr Moses:  Benedikt von Peter und Felix Rothenhäusler inszenieren  Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ am Theater Basel. Die Aufführungspraxis interessiert sich vor allem für sich selbst und kaum für die Musik.
FrankfurterAllgemeine.net

Der Prophet braucht heute einen Lautsprecher: «Moses und Aron» in Basel (Bezahlartikel)
Die Theater in Basel und in Freiburg im Breisgau stemmen zum Saisonauftakt gemeinsam Arnold Schönbergs Opernfragment, das einst in Zürich uraufgeführt wurde. Das Ringen um den wahren Glauben wird publikumsnah als Debattierklub inszeniert.
nzz.ch

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
Zemlinsky: A Florentine Tragedy/Bartók: Bluebeard’s Castle at Wiener Staatsoper | Live Review
The Russian director links the two operas quite brilliantly
operanow.com

Nancy
Opéra National de Nancy-Lorraine 2026-27 Review: Otello
Soprano Yaritza Véliz as Desdemona Gives Performance of a Lifetime
operawire.com

Pavia
Review: Carlo Vistoli in Amori e danze – an all-Handel evening at Pavia’s Teatro Fraschini
gramilano.com

London
A New Production of Parsifal for the Royal Opera House – Navel-Gazes Instead of Addressing Wider, Substantive Philosophical Themes
operatoday.com

Royal Opera’s maddeningly erratic Parsifal (Subscription required)
Be in no doubt, though: there are musical wonders here
spectator.com

New York
Witches loom over the Metropolitan Opera’s new Macbeth
seenandheard-international.com

Fairground thrills and emotional truth in the Met’s Coney Island Così fan tutte
seenandheard-international.com

Boston
Bullseye! Boston Lyric Opera scores a hit with Rossini’s William Tell
bachtrack.com/de

Philadelphia
Cream of the crop
Our critic reports on the bumper crop of young singers at this year’s Giargiari Bel Canto Competition in Philadelphia.
parterre.com

San Francisco
San Francisco Opera 2026-27 Review: Simon Boccanegra
Eun Sun Kim Conducts an Atmospheric Tapestry of Intrigue, Power & Haunting Loss
operawire.com

Feature
Celibidache was a musical visionary, an uncompromising perfectionist – and my father
The legendary conductor was acclaimed for his dazzling music-making, and infamous for his hatred of recordings. His son, writer of a new film about him, remembers a loving yet intransigent and demanding father
TheGuardian.com

Ballett/Tanz

Berlin/Staatsballett
War Emma Bovarys Leben tatsächlich so trist grau, wie es Christian Spuck beim Staatsballett Berlin zeigt?
Polina Semionova ist eine großartige Tänzerin. Wie sie aus der Körpermitte heraus Körperspannung erzeugt, diese bei den Hebungen wie eingefroren hält, und danach mit fließenden, eleganten Bewegungen weiter tanzt, ist beeindruckend. Vom Typus her ist sie aber keine Emma Bovary.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

American Ballet Theatre’s Angels and Demons Fall Gala, with Ashton’s Dance of the Blessed Spirits receiving its company premiere
gramilano.com

Sprechtheater/TV

Wien/Kosmos-Theater
Fantastische Agentinnen: „Im Taubenschlag“ im Kosmos-Theater (Bezahlartikel)
Das feministische Kellertheater in Wien-Neubau begeistert mit einer klugen und witzigen Agentenkrimi-Parodie, in der auch eine ehemalige Außenministerin mit den Initialen KK eine Rolle spielt.
DiePresse.com

Wie Spionage in Wien funktioniert: Kosmos-Theater zeigt „Im Taubenschlag“
Das Theaterstück von Veronika Glatzner und Barbara Juch erklärt mit gutem Slapstick das Kunstterrain zum idealen Spionageschauplatz
DerStandard.at

Wien/Schubert-Theater
Skrupellos und charmant: „Die (fast) wahre Geschichte des Viktor Lustig“
Mit Schmäh und Scharfsinn erzählt das Schubert Theater in Wien zur Feier seines 20-jährigen Bestehens die faszinierende Lebensgeschichte des berühmten Gauners
DerStandard.at

Katerina Jacob und Ehemann: Anmeldung zum „humanen Sterben“
Katerina Jacob und Jochen Neumann sprechen offen über Krebs, Sterben – und das überraschende Geheimnis ihrer Ehe.
Kurier.at

Geprellte Hotelrechnung in Österreich Jimi Blue Ochsenknecht legt Berufung gegen Betrugsurteil ein
Weil er jahrelang eine Hotelrechnung über 14.000 Euro nicht bezahlt hatte, wurde Jimi Blue Ochsenknecht in Innsbruck wegen schweren Betrugs schuldig gesprochen. Doch das Urteil will er nicht akzeptieren. Der Betrugsprozess gegen Jimi Blue Ochsenknecht könnte in eine neue Runde gehen. Der Schauspieler und Reality-TV-Star legte gegen seine Verurteilung beim Landesgericht Innsbruck Berufung ein, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Jetzt muss das Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) über die Berufung entscheiden.
DerSpiegel.de

Medien

Österreich
Nach Video zu „Gunkl“ gibt es Beschimpfungen: „Falter“-Chef klagt rechtes Portal
„Falter“-Chefredakteur Florian Klenk geht juristisch gegen das umstrittene Onlineportal „Exxpress“ von Herausgeberin Eva Hieblinger-Schütz vor. Nach Angaben des 53-Jährigen soll das Medium ein Video von ihm zum Fall „Gunkl“ verdreht dargestellt haben, woraufhin ein öffentlicher Shitstorm auf Klenk prasselte.
krone.at 

Politik

Österreich
Abgang wird besiegelt: Andreas Babler eint die SPÖ – gegen sich
Andreas Babler hat es tatsächlich geschafft, die SPÖ zu einen – und zwar gegen sich selbst. Wegen seines Beharrens, Minister bleiben zu wollen und eines Videos voller Selbstlob sind nun endgültig alle der Meinung, dass er ganz gehen muss. Mit dieser Grundstimmung sind am Donnerstagnachmittag die roten Gremiensitzungen gestartet. Babler hatte nach der mühsamen Einigung am Sonntag viele in der Partei verärgert, weil er darauf bestanden hat, unter einem Vizekanzler Marterbauer Minister bleiben zu wollen. Marterbauer hätte ihn darum gebeten, sagt Babler. Aus dem Umfeld des Finanzministers wird das so nicht bestätigt. Auch alle anderen in der Partei sind der Meinung, dass sich das für Babler nicht ausgehen kann.
krone.at

Österreich
Nach SPÖ-Rochade: Wirft die ÖVP die Nerven weg und geht in Neuwahlen?  (Bezahlartikel)
Vor der Bestellung Kuchers und Holzleitners zu Co-Parteichefs herrscht gelöste Stimmung in der Partei. Nur dass Babler Minister bleibt, stört manche. Sie befürchten auch, dass die ÖVP nun Neuwahlen vom Zaun bricht.
Kurier.at

Österreich
Linke Partei wirbt mit „Allahu akbar“ für Event
Mit großen Lettern „Allahu akbar“ wirbt eine linke Partei auf Instagram für eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Antirassismus. Die Kritiken ließen nicht lange auf sich warten. Die Partei hingegen verteidigt den Ausdruck und verweist darauf, dass es sich um einen „alltäglichen, religiösen Ausdruck“ handle.                                                                      krone.at

Lebensweisheiten

Fit fürs Leben: Wie Kinder und Jugendliche Selbstständigkeit lernen
Viele Eltern beschäftigt die Frage, wie sie ihre Kinder fit fürs Leben machen können. Was muss der Nachwuchs schon möglichst früh lernen, um später einen Startvorteil zu haben? Kinder auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten, kann eine Herausforderung sein. Schließlich heißt das für die Erwachsenen, nach und nach Verantwortung abzugeben und ihren Sprösslingen immer mehr Vertrauen zu schenken.
news.at

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Unter’m Strich

Ranshofen/OÖ
Flugretter erzählt: Nachtheli war das erste Mal im „scharfen“ Einsatz
Der Notarzthubschrauber Christophorus Europa 3 wurde in Ranshofen (OÖ) nach einem schweren Unfall mit Motorrad gebraucht. Für das Team war es eine Premiere, immerhin ist der Heli erst seit eineinhalb Wochen rund um die Uhr im Einsatz. Flugretter Klaus Vorich schildert der „Krone“ den perfekten Ablauf.
krone.at

München
Drogendealer meldet dem Finanzamt seinen Gewinn
Ein Student (26) verkaufte von seinem Kinderzimmer aus Drogen in alle Welt. Vor Gericht überraschte er mit einer kuriosen Steuererklärung. Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigt derzeit das Landgericht München. Jonathan B. (26) soll von seinem Kinderzimmer aus einen internationalen Drogenhandel betrieben und damit mehr als 100.000 Euro eingenommen haben. Jetzt steht der Student vor Gericht. Besonders kurios: Seine illegalen Gewinne meldete er ganz offiziell dem Finanzamt.
heute.at

Österreich
Eltern gegen Schule: Achtjähriger Bub schlug und trat seine Lehrerin
Früher hätte der Bub wohl auch daheim mit Konsequenzen rechnen müssen. Doch die Eltern stellten sich in Oberösterreich hinter ihren Sohn, der mit erst acht Jahren schon aggressiv auf seine Lehrerin losgegangen uns suspendiert worden war. Der Fall landete sogar vor Gericht – jetzt ist die Entscheidung da. Und es ist kein Einzelfall.
krone.at

INFOS DES TAGES (FREITAG, 9. OKTOBER 2026)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 9. OKTOBER 2026)

Bühne Baden: Heute Premiere Musical DISNEY ARIELLE, DIE MEERJUNGFRAU

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Anna Rosa Döller © Lalo Jodlbauer

Unten im Meer

Endlich ist es soweit: Meerjungfrauen, Muränen und Meerhexen übernehmen die Regentschaft an der Bühne Baden, wenn sich am 9. Oktober erstmals der Vorhang für das Musical DISNEY ARIELLE, DIE MEERJUNGFRAU hebt. Andreas Gergen, dem künstlerischen Leiter des Hauses, ist damit die nächste Sensation gelungen, denn dieser absolute Klassiker der Disney-Welt ist in Baden zum allerersten Mal in deutscher Sprache zu sehen!

Arielle, die jüngste Tochter des Meereskönigs Triton, träumt von einer anderen Welt – der der Menschen. Als sie Prinz Erik vor dem Ertrinken rettet, wächst in ihr der Wunsch, selbst ein Mensch zu werden. Die Meerhexe Ursula bietet ihr einen gefährlichen Handel: Arielle muss ihre Stimme opfern, um ihr Abenteuer zu leben. Begleitet von ihren Freunden, der Krabbe Sebastian und dem Fisch Fabius, erlebt Arielle eine Geschichte voller Mut, Liebe und Magie – ein Märchen über das Erwachsenwerden, darüber, dem eigenen Herzen zu folgen und die Kraft, anders zu sein. Mit Musik von Alan Menken und Liedtexten von Howard Ashman und Glenn Slater erklingen weltberühmte Songs wie „Unten im Meer“ und „Ein Mensch zu sein“, die die Disney-Ära prägten. Seit dem Oscar-prämierten Film von 1989 gehört ARIELLE, DIE MEERJUNGFRAU zu den größten Erfolgen von Disney.

Andreas Gergen inszeniert dieses Musical als farbenprächtiges Bühnenereignis für die ganze Familie. In der Titelrolle ist Anna Rosa Döller zu sehen, ihr zur Seite steht Timotheus Hollweg als Prinz Erik. Weiters brillieren Andreas Lichtenberger als König Triton, Maya Hakvoort als böse Meerhexe Ursula, Ramesh Nair als Krabbe Sebastian und viele mehr.

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Michael Duregger, Timotheus Hollweg, Magnus Jahr, Branimir Agovi © Lalo Jodlbauer

Das Bühnenbild stammt von Momme Hinrichs, die Kostüme von Aleksandra Kica. Für die anspruchsvollen Choreografien zeichnet Francesc Abós verantwortlich, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Victor Petrov.

Premiere ist am 9. Oktober 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater.

Weitere Vorstellungstermine:
10., 17., 24., 30. & 31. Oktober 2026

6., 7., 18., 19. & 20. November 2026

9., 13., 14., 15., 20., 21., 22., 28. & 30. April 2027
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Wiener Staatsoper/„Nest“. Die nächsten Veranstaltungen

https://tickets.nest.at/webshop/webticket/seatmap?eventId=16972
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Bayerische Staatsoper: Apollon Foyers mit Apollon Playback Show

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Auch in der neuen Spielzeit 2026/27 bieten die Apollon Foyers einen lebendigen „Dritten Ort“ im Herzen der Stadt, der zum Austausch, Verweilen und Entdecken einlädt. Zwischen Kunst und Alltag stehen die Türen der Bayerischen Staatsoper jeden Freitag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr offen. Es steht ein vielfältiges Angebot bereit, Besucher:innen können an der Kopfhörerstation musikalische Einblicke in die Welt der Oper, des Balletts und darüber hinaus gewinnen. Im Lesebereich liegen aktuelle Magazine und diverse Bücher bereit. Die Theatergastronomie Käfer im RHEINGOLD bar-bistro bietet außerdem Kaffee, Getränke und kleine Speisen an.

Diesen Freitag, 9. Oktober 2026, findet um 15.00 Uhr zusätzlich zum bestehenden Angebot wieder eine Ausgabe der Apollon Playback Show mit Influencer Sandro Capasso („Der Münchner“) statt. Interessierte können sich für Lip-Sync-Performances anmelden und sich in Genres wie Pop, Hip-Hop oder Operette ausprobieren. Pro Termin werden vier Slots per Voranmeldung vergeben, zwei weitere Teilnehmende können sich spontan vor Ort melden. Kostümelemente aus dem Fundus stehen zum Verkleiden bereit.

Die Apollon Foyers werden von der Beisheim Stiftung unterstützt, gemeinsam mit den Dritten Orten im Haus der Kunst und im Schauburg Labor.

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Bayreuth Baroque Opera Festival 2027

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© Bayreuth Baroque

Liebe Freundinnen und Freunde von Bayreuth Baroque,

die Saison 2026 mit Händels Floridante und vielen anderen Highlights ist mit einer 96%igen Auslastung zu Ende gegangen. Wir haben uns sehr gefreut, noch nie so viele von Ihnen in Bayreuth begrüßen zu dürfen wie dieses Jahr.

Nun freuen wir uns auf die Saison 2027, die wir mit der Oper Semiramide riconosciuta von N.A. Porpora am 7. September 2027 im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth festlich einläuten werden. Mit von der Partie sind u.a. die beiden Star-Countertenöre Franco Fagioli und Bruno de Sà. Die Derniere wird am 19. September 2027 sein.

Vorverkauf

Der Vorverkauf beginnt Anfang Dezember, wir werden Sie auf diesem Kanal rechtzeitig informieren.

Als Förderer oder Inhaber einer GoldCard können Sie bereits vor dem offiziellen Verkauf Ihre Bestellung tätigen. Heute gebucht, gilt die GoldCard 2027 bis zum Ende des kommenden Festivals.

Unsere Opern live und als Stream

Opern und Konzerte von Bayreuth Baroque können Sie noch einmal erleben!

Auf unserer Webseite sind sie in hoher Qualität unter Streaming abrufbar.

Ein Live-Erlebnis einiger unserer Inszenierungen ermöglicht Ihnen die Übernahme durch unsere Partner-Häuser. Wann und wo das ist, finden Sie auf der neuen Seite On Tour.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen im nächsten Jahr!

Herzliche Grüße
Ihr Bayreuth Baroque Team

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BERLIN / Kammermusiksaal der Philharmonie „CHANCEN ZUM KLINGEN BRINGEN“ – Junge Dirigenten und Dirigentinnen musizieren mit dem Hauptstadt-Sinfonieorchester; 6.10.2026

Pädagogisches Engagement: Erfreuliches musikalisches Nachwuchsbenefizfest für Jung und Alt!

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Valentin Materne. Foto: Dr Ingobert Waltenberger

Wann erlebt selbst der erfahrene und routinierte Konzertgeher, dass ein Neunjähriger Auszüge aus der Filmmusik „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ von Howard Shore dirigiert? Gestern ward es erlebt. Valentin Materne heißt der Begabte, der Musik und Rhythmus im Blut zu haben scheint. Er leitete das Orchester ohne jegliche Scheu, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Der Körper wiegend tänzelnd, gab er mit akkuraten, präzisen Anweisungen seine Einsätze. Ein Showmaker ist Valentin dazu, der den Applaus genoss und den das Publikum sicher nicht so bald vergessen wird.

Aber nicht nur das: Der Auftritt brachte ein wenig nahe, wie das denn so mit den musikalischen Wunderkindern im 18. und 19. Jahrhundert hätte gewesen sein können, als sie vor großer Öffentlichkeit auftraten. Dieser Bub aus der Meisterklasse „Jugend dirigiert“ Berlin Brandenburg hat bewiesen, wie das in der Praxis aussieht, genauso wie zuvor die 13-jährige Katharina Dornberger. Sie steuerte das Orchester langsam steigernd durch die Morgenstimmung aus der Suite Nr. 1, op. 46 von Edvard Grieg.

Damit so ein ambitioniertes Projekt der musikalischen Jugendarbeit funktioniert, bedarf es eines Klangkörpers, der als verständiger und wissender Partner, als vis à vis für den unerschrockenen Dirigentennachwuchs bereitsteht. Der Pädagoge und Musikwissenschaftler Alexander Saier hat das projektorientierte Hauptstadt- Sinfonieorchester 2015 im Umkreis der Berliner Orchesterakademien, u.a. der Herbert-von-Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, gegründet.

Für die Stiftung Würth hat der gelernte Schlagzeuger und Dirigent an der Freien Schule Anne-Sophie eine Musiksparte mit Spezialisierung auf „Jugend dirigiert“ ins Leben gerufen. Er ist der künstlerische und menschliche Motor hinter den Kulissen. Besonders interessiert ihn und uns dabei die Frage, wie man das musikalische Talent junger Menschen fördert und ihnen gleichzeitig mit dem nötigen persönlichkeitsbildenden Unterricht unter die Arme greifen kann. Alleine durch nonverbale Kommunikation mit einem erstklassigen Kollektiv an Musikern, wie ein Orchester ein solches darstellt, etwas zu bewirken, grenzt ja sowieso an Alchemie. Kurz und gut: Es geht laut Saier nicht zuletzt darum, „mit Musik auch über den Konzertsaal hinaus etwas zu bewegen.“

Es handelt sich beim Hauptstadt- Sinfonieorchester ausdrücklich um kein Schülerorchester. Das ist deshalb wichtig, weil nur ein professionelles Orchester auf die Eigenart eines Dirigenten oder einer Dirigentin in Bezug auf Tempo, Auftakt, generell Zeichengebung, Spiel zwischen rechter und linker Hand, Körpersprache, Mimik, energetische Motivation etc. angemessen reagieren kann. Und es war durchaus faszinierend, zu beobachten, wie unterschiedlich Streicher, Holz, Bläser und Schlagzeug auf die einzelnen Persönlichkeiten als eine Art von akustischem Echo ansprachen. Spannung überträgt sich nämlich genauso unmittelbar wie Hektik oder jegliches Zögern.

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Lara van de Poel. Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Der Start in den Abend mit der Ouvertüre zu Mozarts „Così fan tutte“ funktionierte wie am Schnürl. Lara van de Poel hauchte diesem quicklebendigen Vorgeschmack auf das in der Oper wirbelnde Erotikkarussell mit einer stark kontrastierenden Sicht zwischen langsamer Einleitung und flotten Presto-Passagen, in dem die Holzblasinstrumente herumalbern und einander flirtend umgarnen, Leben ein.

Das Doppelkonzert in a-Moll, op. 102 für Violine, Violoncello und Orchester von Johannes Brahms leitete der Stipendiat des Siemens-Dirigentenstipendiums 2026 der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, Kerem Tunçer. Er wird ab der Spielzeit 2026/27 als Assistent des Chefdirigenten Kirill Petrenko arbeiten. Der bereits erfahrene Musiker dirigierte u.a. das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, in der Komischen Oper Berlin und wird die Saison 2026/27 mit dem Mozarteumorchester Salzburg eröffnen. Mit straffem Rhythmus, vorwärtsdrängender Verve und energischer Zeichengebung war er den hervorragenden Solisten ein musikalisch anregender Partner: Die britische Geigerin Louisa Staples, u.a. Schülerin von Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, bestach auf ihrem Instrument von Giovanni Battista Guadagnini (1744) mit sauber und schlank geführten kantablen Linien, aber auch im konzertierenden Match mit dem Cello mit einer klanglichen Wandlungsfähigkeit sondergleichen. Ihr exzellenter und auftrittserfahrener Partner am Cello Umut Sağlam studierte an der Barenboim-Said Akademie. Weitere Ausbildungsstationen boten die Classe d’excellence de Violoncelle von Gautier Capuçon sowie die Kurt Sanderling Akademie des Konzerthausorchesters Berlin. Dass die beiden Solisten rhetorisch so unwahrscheinlich gut harmonierten und aufeinander reagierten, ist vielleicht damit zu erklären, dass sie seit Jahren zusammen im Viatores Quartett musizieren. Ein Quartett, das erst im September dieses Jahres den ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD einheimste.

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Louisa Staples; Unmut Saglam. Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Rasch gewannen die Gegensätze im Brahms-Konzert zwischen kammermusikalischer Delikatesse und ausgesprochen sinfonischer Leidenschaft an Kontur, wobei in der Hitze des Gefechts bisweilen eine gewisse Asynchronität zwischen Orchester und Solisten aufploppte. Das gehört mit zum Spiel, denn „Kein Lernen ohne kleine Reibungen.“

Nach der Pause leitete Tunçer mit Lauren Hinders „noch nicht / nicht mehr“, den zeitgenössischen Musikbeitrag des Abends. Wie die anwesende Komponistin dem Publikum erläuterte, geht es vom Ton A der mit Folie unterlegten Marimba aus um die „Prozesshaftigkeit des Ein- und Ausschwingens von Klängen, wobei sich einzelne Vorgänge überlagern, auflösen und neu verbinden. Aus diesen Bewegungen entstehen im Stück rhizomartige Strukturen und Verwebungen, die sich fortlaufend verändern.“ Tunçer war genau der Richtige, um die Strukturen transparent zu zimmern, ihr kinetisches Wogen und hartes Ringen perkussiv eindringlich zum Ausdruck zu bringen.

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Daniel Jochum. Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Die reifste Leistung in romantischen Gewässern bot der Allrounder Daniel Jochum mit einer begeisternden Wiedergabe von Carl Maria von Webers Ouvertüre zu „Oberon“. Feen, Elfen und die beständige Liebe werden hier abgehandelt. Oberon kann sich erst wieder mit Titania versöhnen, wenn ein treues Menschenpaar gefunden ist. Ritter Hüon von Bordeaux liebt die Kalifentochter Rezia. Mittels eines Zauberhorns, das ihm Oberon anvertraut hat, wird er alle Abenteuer und Prüfungen bis zum Happy End bestehen. Jochum gelingt es sofort, einen verschwörerischen Kontakt zum Orchester herzustellen. Das reagiert auf die fordernden knappen Bewegungen nicht nur rhythmisch präzise und in den Rubati mit einer Stimme, sondern besticht mit jenem märchenhaften Schmelz aus Sehnen und Träumen, das stilistisch jede große romantische Orchesterkultur ausmacht. Vom ahnungsvollen Einsatz des Horns an erstanden aus dem fein justierten Miteinander der einzelnen Instrumentengruppen Elfenwelt und Liebe, gelungene Flucht und Rettungseuphorie.

Von dem promovierten Politik- und Verwaltungswissenschaftler als auch Gründer des Kreuzberger Orchester-Kollektivs Daniel Jochum darf sich die Musikwelt noch viel erwarten. Auch das gehört zu den Überraschungen dieses Abends, der abseits des kommerziellen Betriebs in vorbildlicher Weise einer Initiative der musikalischen Ausbildung und Jugendförderung Sichtbarkeit verschaffte, aber auch pures Hörvergnügen bot.

Der Reinerlös des Konzerts kam der Bürgerstiftung Berlin für Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zugute, in der ca. 500 Ehrenamtliche in Schulen und Kitas die Freude am Lesen, Experimentieren und Entdecken wecken wollen. Nähere Informationen dazu unter www.buergerstiftung-berlin.de

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Schlussapplaus. Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Dr. Ingobert Waltenberger

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Wiesbaden/Staatstheater: Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninow – Das 2. Sinfoniekonzert zwischen musikalischer Rückbesinnung und radikaler Erneuerung
Starpianist Tom Borrow zu Gast

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Tom Borrow © Tal Givony

Generalmusikdirektor Leo McFall und Starpianist Tom Borrow stellen im 2. Sinfoniekonzert am 14. Oktober 2026 um 19.30 Uhr drei prägende russische Komponisten des 20. Jahrhunderts vor: Strawinsky, den tänzerischen Erfinder, Prokofjew, den Wandler zwischen Klassik und Avantgarde, und Rachmaninow, den Melodienzauberer. Ihre Musik entstand in einer Zeit des politischen und künstlerischen Umbruchs. Das Klavier war für alle drei eine zentrale Inspirationsquelle. Mit der Russischen Revolution wurden sie zu Emigranten.

Igor Strawinsky war ein Komponist des ständigen Wandels. Seine Suiten Nr. 1 und 2 für kleines Orchester zeigen seinen musikalischen Witz: Traditionelle Tänze und folkloristische Formen werden mit frechen Rhythmen und schräger Harmonik augenzwinkernd verfremdet. Ganz anders Prokofjew: Sein 2. Klavierkonzert ist ein Werk von eruptiver Kraft, düsterer Expressivität und extremer Virtuosität. Die Uraufführung 1913 geriet zum Skandal und etablierte den jungen Komponisten endgültig als musikalisches Enfant terrible. Der Solopart gehört bis heute zu den anspruchsvollsten des Klavierrepertoires. Rachmaninows 2. Sinfonie setzt dazu einen großen spätromantischen Kontrast: weit gespannte Melodien, dunkle Klangfarben und überwältigende emotionale Kraft. Besonders das berühmte Adagio steht für jene melodische Intensität, für die Rachmaninow bis heute geliebt wird.

Mit den Werken von Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninows entsteht ein Programm über eine Generation zwischen Tradition und Avantgarde, Heimat und Emigration, musikalischer
Rückbesinnung und radikaler Erneuerung. Den hochvirtuosen Solopart in Prokofjews Klavierkonzert übernimmt Tom Borrow – ein Shooting-Star der internationalen Klavierszene, der mit brillanter Technik und außergewöhnlicher Bühnenpräsenz für Aufsehen sorgt. Der 2000 in Tel Aviv geborene Pianist wurde 2019 bekannt, als er innerhalb von nur 36 Stunden für Khatia Buniatishvili einsprang. Seither gastiert er mit Spitzenorchestern und in bedeutenden Konzertsälen weltweit, u. a. zum Cleveland Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Berlin Konzerthausorchester, dem Danish National Symphony Orchestra und der Czech Philharmonic sowie Verbier Festival, in die Wigmore Hall, das Concertgebouw Amsterdam und den Wiener Musikverein.
Borrow ist BBC New Generation Artist und wurde 2023 mit dem renommierten Terence Judd-Hallé Orchestra Award ausgezeichnet. 2024/25 war er Artist-in-Residence beim Symphonieorchester von São Paulo und führte dort sämtliche Klavierkonzerte Beethovens auf. Tom Borrow gewann Preise bei allen nationalen Klavierwettbewerben Israels und konzertierte mit allen großen Orchestern des Landes.

2. Sinfoniekonzert: Russische Emigranten
Igor Strawinsky: Suiten Nr. 1 und 2 für kleines Orchester
Sergei Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll
Sergei Rachmaninow: Sinfonie Nr. 2 e-Moll
Musikalische Leitung: Leo McFall
Klavier: Tom Borrow
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Mi, 14.10.2026
19.30 Uhr (Einführung um 18.45 Uhr im Friedrich-von-Thiersch-Saal)
Kurhaus Wiesbaden

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Pianist Frank Dupree – Erstveröffentlichung des vollständigen Zyklus der Klavierkonzerte Nikolai Kapustin

Was kommt nach Gershwins Rhapsody in Blue? Der Pianist Frank Dupree hat eine klare Antwort: Nikolai Kapustin! Und er belegt sie mit sechs Jahren Arbeit, drei Orchestern, einer Big Band – und nun einer 4-CD-Box mit u.a. Weltersteinspielungen.

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Am 6. November 2026 erscheint bei Capriccio die weltweit erste Gesamteinspielung aller Klavierkonzerte des ukrainisch-sowjetischen Komponisten Nikolai Kapustin (1937–2020) – eines Mannes, der Beethoven studierte und Ellington liebte und der klassische Sonatenform mit Big-Band-Groove verband.

Frank Dupree ist seit Jahren der profilierteste Interpret dieser Musik in Deutschland. Bereits 2021 wurde die New York Times auf das Projekt aufmerksam – sein erstes Album mit Kapustins Klavierkonzert Nr. 4 wurde als „one of the most entertaining and put-on-repeat recording [of the] year“ bezeichnet.

Nach preisgekrönten Aufnahmen (ausgezeichnet mit dem International Classical Music Award, Gramophone Critic’s Choice und dem Diapason d’Or) erscheint eine 4-CD-Box mit zwei Weltersteinspielungen, darunter das lange als verschollen geltende Konzert Nr. 1, dessen Manuskript Dupree und der Schott Verlag wiederentdeckten und edierten. Ergänzt wird die Edition durch die Eight Concert Etudes, Op. 40, sodass in der Box insgesamt mehr als 60 Minuten neues Material zu entdecken sind.

Da zahlreiche Werke zunächst nicht in offiziellen Notenausgaben vorlagen, arbeitete Dupree eng mit dem Schott Verlag zusammen. Er sichtete von Kapustin handgeschriebene Partituren, analysierte die Original-Aufnahmen des Komponisten, rekonstruierte Improvisationen und Fingersätze und setzte sich aktiv dafür ein, dass das Notenmaterial neu bei Schott Music editiert wird, um Kapustins Musik für kommende Generationen zugänglich zu machen.

Die Box spiegelt Kapustins stilistische Vielfalt eindrucksvoll wider: Beteiligt sind drei Orchester – das SWR Symphonieorchester und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Dominik Beykirch sowie das Württembergische Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Case Scaglione –, außerdem das Frank Dupree Trio sowie die mehrfach Grammy-nominierte SWR Big Band.

👀 Hier finden Sie unser Factsheet zu dem Projekt:

!📷 Neue Fotos von Dupree / exklusive Bildmaterial von Nikolai Kapustin (auf Anfrage)

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Nationaltheater Mannheim / Oper | Bariton Joachim Goltz wird zum Kammersänger ernannt

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Joachim Goltz © Christian Kleiner

Wenn sich am So. 18.10.2026 der Vorhang für den Schlussapplaus zu »Die Zauberflöte« senkt, dann wird dem Bariton und Ensemblemitglied Joachim Goltz eine besondere Ehre zuteil. Im Anschluss an die Vorstellung wird Joachim Goltz der Ehrentitel Kammersänger verliehen. Die Laudatio hält Oberbürgermeister Christian Specht. Die Überreichung der Urkunde erfolgt durch Ministerialdirektor Dr. Hans Reiter, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg.

Opernintendant Albrecht Puhlmann beglückwünschte den Sänger: »Wir freuen uns über diese Auszeichnung mit Joachim Goltz und gratulieren herzlich. Spiegelt dieser Ehrentitel, der vom Land Baden-Württemberg ja nur sehr selten an kommunale Theater verliehen wird, doch die herausragende Bedeutung von Sängerpersönlichkeiten in unserem Opernensemble am Nationaltheater.«

Der in Mannheim geborene Bariton Joachim Goltz gehört seit 2014 zum Opernensemble des Nationaltheaters in Mannheim, wo er in zahlreichen Partien des dramatischen Helden- und Charakterbaritonfachs zu erleben ist. Auch auf bedeutenden Bühnen im In- und Ausland stellt er mit anspruchsvollen Partien sein gesangliches Können regelmäßig unter Beweis.

Zu zentralen Partien am Nationaltheater mit herausragender Außenwirkung wurden der Alberich in Wagners »Der Ring des Nibelungen«. Darüber hinaus der Gunther in der »Götterdämmerung«, aber auch Klingsor in Wagners »Parsifal« oder die Figur des Beckmessers in Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«, dessen Rollengestaltung weite Resonanz fand. Für seine Interpretation des Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg« an der Oper Bonn war er 2025 für den FAUST-Preis nominiert.

Herausragende Interpretationen waren darüber hinaus der Golaud in Claude Debussys »Pelléas et Mélisande« oder, in der letzten Spielzeit 2024/25, die Titelpartie in Franz Schrekers »Der Schmied von Gent«. Für diese Darstellung erhielt er mehrfach Nennungen in verschiedensten Fachpublikationen als Sänger des Jahres.

2020 wurde er von der Stadt Mannheim mit der höchsten bürgerschaftlichen Auszeichnung, dem »Bloomaul«-Orden ausgezeichnet.

Nach KS Thomas Jesatko (Bassbariton), der den Ehrentitel 2016 verliehen bekam, zählen am Nationaltheater Mannheim die bereits verstorbenen Sänger KS Franz Mazura (Bassbariton, gest. 2020), KS Michael Davidson (Bariton, gest. 2019), KS Allan Evans (Bassbariton, gest. 2018) zum kleinen Kreis der Ehrentitelträger.

Über Joachim Goltz:

Der Bariton Joachim Goltz wurde 1973 in Mannheim geboren. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Detmold, war Joachim Goltz Ensemblemitglied an den Theatern in Freiberg, Detmold, Würzburg und Wiesbaden, seit 2014 gehört er zum Ensemble des Nationaltheaters in Mannheim, wo er u.a. als Klingsor in R. Wagners »Parsifal«, als Vater in »Hänsel und Gretel«, sowie als Faninal in R. Strauss’ »Rosenkavalier« zu erleben ist.

Nach seinen von Publikum und Presse bejubelten Debuts als Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg«, als Golaud in » Pelléas et Mélisande «, folgte in der Spielzeit 2021.22 sein Debut als Jakob Lenz in der gleichnamigen Oper von W. Rihm unter der Regie von Calixto Bieito, sowie als Kaspar in C. M. v. Webers »Freischütz«. In der Neuinszenierung des »Ring« im Juli 2022 war er als Alberich zu erleben. Darüber hinaus gastiert Joachim Goltz an der Komischen Oper Berlin als Creon in G. Enescos »Oedipe« und am Theater Bonn als Monsieur Emile in R. Liebermanns Oper »Leonore 40/45«, sowie an der Deutschen Oper Berlin als Klingsor und an der Staatsoper in Prag als Holländer in R. Wagners »Der fliegende Holländer«. Ein spontanes Engagement führte ihn als Gunther in »Götterdämmerung« ans Teatro Real de Madrid. Weitere Gastengagements führten ihn an die Semperoper in Dresden, die Staatstheater von Stuttgart, Hannover, Darmstadt und Saarbrücken, die Nationaltheater in Zagreb, Weimar sowie nach St. Gallen, Lübeck, Augsburg, Erfurt, Bremerhaven, Heidelberg, u.a.

Joachim Goltz’ Repertoire ist breitgefächert; zahlreiche Wagner-Partien, wie Alberich im »Ring des Nibelungen«, Kurwenal, Amfortas, der fliegende Holländer, Klingsor, Telramund und Heerrufer markieren seine Vielseitigkeit ebenso wie Fra Melitone in Verdis »La forza del destino«, Geisterbote in Richard Strauss’ »Die Frau ohne Schatten«, oder auch Papageno in »Die Zauberflöte«.

Neben den großen Opernpartien seines Faches ist die Operette seine große Leidenschaft; sei es als Graf Danilo in »Die Lustige Witwe«, als Eisenstein in der »Fledermaus«, oder als Leopold im »Weißen Rössl«.
Auch auf der Konzertbühne ist Joachim Goltz häufig zu erleben, wie, nebst anderen, in der Philharmonie und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, wo er erfolgreich in einer Aufführung von Walter Braunfels Oper »Die Vögel« und in Joseph Martin Kraus’ Oper »Aeneas in Carthago« unter der Leitung von Lothar Zagrosek zu erleben war. Weitere Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitete, sind u.a. Helmut Rilling, Dan Ettinger, Stefan Soltesz, Andrés Orozco-Estrada, Gabriel Feltz, Marc Piollet, Cornelius Meister, Alexander Soddy, Enrico Calesso, Axel Kober, Erich Wächter und Pablo Heras-Casado.

2020 wurde er von seiner Heimatstadt Mannheim mit der höchsten bürgerschaftlichen Auszeichnung, dem »Bloomaul«-Orden ausgezeichnet. 2021 führte Joachim Goltz erstmals Regie bei der Operette »Das Land des Lächelns« an der Kammeroper in Köln.

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SONY stellt vor: LUCAS DEBARGUE „GERSHWIN VARIATIONS“

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