DIE SAMSTAG-PRESSE, 16. MAI 2026

DIE SAMSTAG-PRESSE, 16. MAI 2026

Teodor Currentzis und sein Orchester Utopia; Foto Patrik Klein

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE, 16. MAI 2026

Hamburg/ Elbphilharmonie
Klein beleuchtet kurz 73: Wenn der Teodor in die Elphi kommt, dann ist da was los
Selbst bei einem Werk wie Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester „Dem Andenken eines Engels“ gelingt es Teodor Currentzis mit seinem Orchester Utopia und einem Weltstar an der Geige, Vilde Frang, dem Saal Beifallsstürme zu entlocken, die man hier nur selten erlebt – Man fragt sich immer wieder: Was macht dieser schwarz gekleidete Sonderling als Dirigent da eigentlich und wodurch unterscheidet sich die musikalische Ausdruckskraft von der anderer Top-Dirigenten – der Versuch einer Antwort.
Von Patrik Klein
Klassik-begeisert.de

Internationale Opernhäuser setzen sich für georgischen Sänger ein
Er trat in der Metropolitan-Opera in New York und der Mailänder Scala auf, jetzt sitzt der Opernsänger Paata Burtschuladse in einem georgischen Gefängnis, weil er sich für Demokratie in seinem Heimatland eingesetzt hat. Das britische Royal Opera House und die belgische Nationaloper La Monnaie haben die jeweiligen Regierungen aufgefordert, sich für den Bass-Sänger einzusetzen. Es sei offensichtlich, dass Burtschuladse kein faires Verfahren bekommen habe. Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet darüber. Der Bassist setzt sich schon lange für die Demokratiebewegung in Georgien ein und sang häufiger bei Demonstrationen. Im vergangenen Herbst wurde er verhaftet, nachdem er die Regierung als illegitim bezeichnet hatte. In der vergangenen Woche wurde der 71-jährige zu einer siebenjährigen Haftstrafe veurteilt.https://share.google/tnmqn9vXySdnUNUWJ

Wien/ Staatsoper
Die Perlenfischer: Liebe entweiht den Konsumtempel   (Bezahlartikel)
Bizets frühe Oper gelangt nach 160 Jahren erstmals an die Staatsoper
Kurier.at.perlenfischer

Wien
Wiener Staatsoper: „Die Perlenfischer“ im Shopping Center (Bezahlartikel)
Erstaufführung der Oper von Georges Bizet im Haus am Ring: Applaus für die Sänger, Buhs für die Regie.
Kurier.at.staatsoper

Wiener Staatsoper: „Perlenfischer“ in der Shopping-Mall „Carmen“ (Bezahlartikel)
Der Berliner Regisseur Ersan Mondtag verlegt Bizets elegantes Werk „Die Perlenfischer“ in die Modewelt – mit milde ausfallender Sozialkritik. Musikalisch gibt es Grund zur Freude.
DiePresse.at.shoppingmall

Ehre sei Shiva, Prada und Gucci!
Exotische Fantasien sind over, es erhebt sich das grässliche Antlitz der globalisierten Industriewelt: Ersan Mondtag zeigt Georges Bizets Jugendoper „Les Pêcheurs de perles“ in der Wiener Staatsoper als Erzählung über die Lieferketten im Textilgeschäft. Und stößt bei einem Gutteil des Premierenpublikums auf heftigen Widerspruch.
Nachtkritik.de.wien.perlenfischer

Kritik „Die Perlenfischer“ in Wien: Hier schimmern edle Stoffe
Georges Bizets „Les pêcheurs de perles“ ist erstmals an der Wiener Staatsoper zu sehen: Regisseur Ersan Mondtag verlegt das Werk mit mild ausfallender Sozialkritik in die Welt von Modeproduktion und Luxusmarken, inszeniert aber ansonsten recht konventionell. Musikalisch gelingt der Abend unter Daniele Rustioni sehr erfreulich.
BR-Klassik.de.edle.stoffe

Romantische Opernperle unterm schönen Regenbogen
Der Opernschreck bleibt zahm: Ersan Mondtags Inszenierung von Bizets „Die Perlenfischer“ („Les pêcheurs de perles“) unterhält musikalisch erfreulich in farbenfröhlicher Verpackung.
https://www.krone.at/4142901

Operngrüße aus der globalisierten Welt
Wie man sich das indigene Leben in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausmalte – und wie Ersan Mondtag als Regisseur mit einem solchen Stoff im Heute umgeht: Seine neu konstruierte Handlung von Georges Bizets Jugendoper Les Pêcheurs de perles in der Wiener Staatsoper stieß bei einem Gutteil des Premierenpublikums auf heftigen Widerspruch. Musikalisch war’s ein Genuss.
DrehpunktKultur.at.globalisiert

14.5.26 „Les Pêcheurs des Perles“, Premiere, Staatsoper, „Krampfhaftes Perlen-Shopping
Die Wiener Staatsoper hat mit ihrer letzten Premiere in der laufenden Saison ihr Repertoire erweitert: Georges Bizets Oper „Les Pêcheurs des Perles“ erlebte die Erstaufführung im Haus am Ring.
http://www.operinwien.at/werkverz/bizet/aperlen2.htm

Wien/Musikverein
Muti mit Haydn: Die schillerndste Musik-Monokultur (Bezahlartikel)
Die Philharmoniker und die drei letzten Londoner Symphonien im Musikverein: eine Abenteuerreise. Ein reines Haydn-Programm? Zum Jubiläum 1983 fand sich keiner der ständigen philharmonischen Dirigenten dazu bereit. Riccardo Muti stand als prägender Maestro erst in den Startlöchern. Er war bald zu erstaunlichen Überraschungen in Sachen Wiener Tradition gut. So setzte er die Erste Symphonie des Teenagers Schubert als Hauptwerk ans Ende eines Programms – und alle Zweifler verstummten. Und nun: Haydns „Letzte“ – 102 bis 104 – an einem Vormittag. Fazit: Spannender geht‘s nicht.
DiePresse.com.mutimithaydn

Die Philharmoniker mit Hell-dunkel-Spielen bei Papa Haydn
Riccardo Muti und die Philharmoniker im Wiener Musikverein mit den letzten drei Symphonien von Joseph Haydn
DerStandard.at.story.philharmoniker

Mit Trifonov und Szeps-Znaider durch Beethovens Zentralmassiv
Pianist Daniil Trifonov und Violinist Nikolaj Szeps-Znaider erfreuten mit Kammermusik im Wiener Konzerthaus
DerStandard.at.story.szeps-znaider

Berlin
Vorbericht: „Orlando“ als queeres Sci-Fi-Opernspektakel
Die Komische Oper zeigt die deutsche Erstaufführung von Olga Neuwirths „Orlando“ und kündigt sie an als „The ultimate queer Sci-Fi hybrid Grand opéra!“. Das 2019 in Wien uraufgeführte Werk wird in Berlin von Ewelina Marciniak neu inszeniert, Ema Nikolovska singt die Titelpartie. SIEGESSÄULE-Autor Ecki Ramón Weber traf die beiden Queer Allies vor der Premiere zum Interview
siegessauele.de.opernspektakel

Vorbericht – „Orlando“ im Schillertheater Sängerin Ema Nikolovska:
Die Urgewalt der Oper Wenn Ema Nikolovska über ihre Rolle als Orlando an der Komischen Oper im Schillertheater spricht, umweht die 32-Jährige eine Begeisterung, die ansteckend ist. Jeder Satz ein Wasserfall, jeder Gedanke ein Funke, der ein Feuer in der Welt anzünden will. Was für eine Urgewalt!
BerlinerZeitung.de.unterhaltung

Dortmund
Schöne neue Welt
Der russische Dichter Jewgeni Samjatin erkannte schon 1920 visionär die Schreckensherrschaft eines totalitären Systems. Die Komponistin Sarah Nemtsov transformierte nun seinen Roman „We“ in eine Oper voller Horrorfilmeffekte.
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/theater-dortmund-we-15-5-2026/

Die Seele ist unheilbar
Die Oper „WE (WIR)“ von Sarah Nemtsov hat den gleichnamigen, dystopischen Roman von Jewgeni Samjatin über eine postapokalyptische, normierte Welt zur Vorlage. Die Uraufführung am Theater Dortmund in der Regie von Eva-Maria Höckmayr fordert dabei mit stimmlich und darstellerisch herausragendem Ensemble alle Sinne.
DeutscheBuehne.de.hoeckmayr

Hannover
Wahn oder Wirklichkeit? – Erich Wolfgang Korngold „Die tote Stadt“ an der Staatsoper Hannover (Bezahlartikel)
Wer in die Oper geht, sollte sich tunlichst vorher darüber informieren, was für ein Stück er sich da „antun“ will. Nicht jeder Opernabend ist lustig und „nur“ unterhaltsam. Manchmal – und das kann der eigenen Seele sehr guttun – wird man auch mit menschlichen Grenzerfahrungen überfallen, die krimiartig über zwei Leichen und einen Butler, der der Mörder ist, weit hinausgehen. Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ führt mitten in die Realität des Lebens, vielleicht sogar des eigenen Lebens des Zuschauers.
NeueMusikzeitung/kritikhannover

Dresden
Wagnis Wagner: Wie klang der „Ring“ im Original? (Bezahlartikel)
Lebendige Musikgeschichte zum 150. Jubiläum der ersten zyklischen Aufführung in Bayreuth, nun aber in Dresden.
https://www.nmz.de/kritik/oper-konzert/wagnis-wagner-wie-klang-der-ring-im-original

Wiesbaden
Tenor Pene Pati und das Ensemble Il Pomo d’Oro in Wiesbaden
Dem breiten Publikum ist der aus Samoa stammende Tenor Pene Pati noch nicht bekannt. Operninsider ist der Senkrechtstarter jedoch schon seit längerem ein Begriff, singt er doch mittlerweile an den bedeutendsten Opernhäusern und Festivals der Welt. Aktuell gibt er am Opernhaus Zürich in Mozarts „La clemenza di Tito“ die Titelpartie
https://kulturfreak.de/tenor-pene-pati-und-das-ensemble-il-pomo-doro-in-wiesbaden

Brüssel
Brüssel streitet über Shani
Rücktritte im Bozar‑Aufsichtsrat, politische Vorwürfe und Boykottdebatten eskalieren. Der Dirigent gerät zwischen Kultur, Kritik und Nahostkonflikt.
https://backstageclassical.com/bruessel-streitet-ueber-shani/

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
Samson et Dalila review – their two voices combine as if made to measure
As the central couple, SeokJong Baek and Aigul Akhmetshina are dramatically persuasive and expressive in this revival of Richard Jones’s staging that works hard to make Saint-Saëns’ often dramatically inert opera zing
TheGuardian.com.music.may2026

Praying for better: Richard Jones’ clunky Samson et Dalila returns to Covent Garden
bachtrack.com.de.samson.returns

Samson et Dalila, Royal Opera review –
passion into pantomime World class principals can’t quite fix a disjointed spectacle
https://theartsdesk.com/opera/samson-et-dalila-royal-opera-review-passion-pantomime

Review: SAMSON ET DALILA, Royal Ballet And Opera
Richard Jones’s production is afraid to commit, but convinces with outstanding music
broadwaywprld.com.samsonetdalila

Royal Ballet & Opera 2025-26 Review: Peter Grimes
The First Revival of Deborah Warner’s Production is a Theatrical & Vocal Triumph
https://operawire.com/royal-ballet-opera-2025-26-review-peter-grimes/

Manchester
What a poor choice of opera for ENO’s move to Manchester (Subscription required)
A top-notch performance in a high-tech new venue – if only Angel’s Bone was worth the effort
TheTelegraph.co.uk.opera

New York
Three faces of Violetta
Christopher Corwin surveys the three Traviata casts — led by Lisette Oropesa, Rosa Feola, and Ermonela Jaho — at the Met this spring.
https://parterre.com/2026/05/14/three-faces-of-violetta/

Washington
Washington Performing Arts Announces 2026/27 Season
60th anniversary year continues with the organization presenting the world’s finest artists on D.C.-area stages, forging connections across genres, generations, and communities
https://operatoday.com/2026/05/washington-performing-arts-announces-2026-27-season/

Recordings
Martinů: The Symphonies 1-6 album review
Hrůša is a persuasive guide to this distinctive and likable cycle
TheGuardian.com.music.hrusa

Ballet / Dance

Tulsa Ballet at the Linbury: an unforgettable, punchy UK debut
bachtrack.com.de.tulsaballet

Review: TULSA BALLET – MADE IN AMERICA, Royal Ballet and Opera
These dancers could hold their own on any global opera house stage
broadwayworld.com.madeinamerica

Ausstellungen/ Kunst

New Y0rk
Max Holleins „goldener“ Deal: Ronald S. Lauder schenkt dem Metropolitan Museum die „Neue Galerie“
Eine derart große private Schenkung an ein Museum gab es wohl noch nie – und sie hat Wiener Wurzeln: Ronald S. Lauder übergibt sein Lebenswerk samt Gustav Klimts „Goldener Adele“ dem Metropolitan Museum. Wie es dazu kam, darüber sprach die „Presse“ mit Met-Direktor Max Hollein.
DiePresse.com.metropolitanmuseum

Nachruf
„Unbeugsame Vordenkerin“: Politik und Kunstszene trauern um VALIE EXPORT
Die bedeutende Aktionskünstlerin starb am Donnerstag im Alter von 85 Jahren. Mit ihrer feministischen Pionierarbeit prägte die Linzerin Generationen DerStandard.at.trauerumvalieexport

Medien/ Song Contest

Demo und Sperren: ESC geht ins Finale: Ganz Wien im Ausnahmezustand
Die Song-Contest-Woche neigt sich ihrem Ende zu – aber für einen Abend ist die ganze Stadt noch einmal ganz auf Eurovisions-Kurs. Wo gibt es noch Plätze bei den Public Viewings? Mit welchen Einschränkungen muss wegen der Demo gerechnet werden? Und wie wird das Wetter beim großen Finale? Wir haben die Antworten.
https://www.krone.at/4142273

Song Contest: Wie (un)erfolgreich ist Österreich eigentlich wirklich?
Dreimal haben wir „den Schas“ bisher gewonnen. Ansonsten ist Österreichs ESC-Bilanz eher durchwachsen. Österreich kann dank JJ („Wasted Love“) im Vorjahr auf drei Siege beim Eurovision Song Contest zurückblicken. Zuvor hatten Conchita Wurst („Rise Like A Phoenix“ 2014) und Udo Jürgens („Merci Chérie“ 1966) schon den Eurovision Song Contest nach Österreich geholt.  Aber das ist nur die rühmliche Seite der Geschichte. So kamen die Interpreten der Jahre 1981 (Marty Brem), 1984 (Anita), 1988 (Wilfried) und 1991 (Thomas Forstner) nicht über einen letzten Platz hinaus. 2007 schied Eric Papilaya mit „Get A Life – Get Alive“ bereits im Semifinale aus und wurde dort mit vier Punkten Vorletzter. Nicht zuletzt deshalb verzichtete man 2006 sowie 2008 bis 2010 gänzlich auf eine Teilnahme. Und für heute sind die Wettquoten schrecklich.
Kurier.at.unerfolgreichodererfolgreich

„Dürft mir nicht reinreden!“ – Swarovski verliert die Nerven bei ESC-Probe
Eigentlich wollten Victoria Swarovski und Michael Ostrowski nach dem gelungenen 2. Halbfinale am Donnerstag weiterhin mit Souveränität glänzen. Doch Regie-Probleme brachten die Kristall-Erbin kurz aus dem Gleichgewicht. Ein Event dieser Größenordnung ist ein absoluter Drahtseilakt, und bei der Final-Probe schlug der Fehlerteufel gleich mehrfach erbarmungslos zu. Die Nerven in der Stadthalle sind zum Zerreißen gespannt, doch die Show-Profis geben alles, um das Mega-Spektakel zu retten. Schon der Start der Probe verzögerte sich spürbar, bevor das spektakuläre Opening mit der Video-Reise des Papierschiffchens von Vorjahressieger JJ und dem glanzvollen Gold-Auftritt mit der Siegerhymne „Wasted Love“ samt Live-Orchester endlich über die Bühne gehen konnte.
oe24.at.moderation

Vorfreude aufs Finale
Swarovskis ESC-Looks: Einer heißer als der andere!
Es war ein wahres Fashion-Feuerwerk, das Victoria Swarovski an den beiden Halbfinal-Abenden auf die Bühne gebracht hat! Die Moderatorin überzeugte nämlich nicht nur mit Charme und ihrem Gesangstalent, sondern zog mit ihren heißen Looks auch alle Blicke auf sich. Da steigt die Vorfreude aufs Finale
https://www.krone.at/4142407

Wirtschaft

Falsche Finanzamt-Mails erkennen: Elster stellt klar, was die Behörde niemals per E-Mail schickt
Um an sensible Daten zu gelangen, lassen sich Cyberkriminelle ständig neue Methoden einfallen. Aktuell landen wieder viele Phishing-Mails in den Postfächern, die angeblich vom Elster-Portal stammen.
da-news.falsche.finanzamtemails

—————–.

Unter’m Strich

Tom Dooley über die WM 1994 „Hier findet das größte Sportevent der Welt statt, und es interessiert keinen Menschen!“
Tom Dooley wird 65 Jahre alt! Er spielte fast zehn Jahre für deutsche Erstligisten, bevor er mit 33 Jahren sein WM-Debüt für die USA gab. Hier erzählt er, wie es war, ohne Englischkenntnisse für das Land seines Vaters aufzulaufen.
11freunde.de.fußball

Österreich
Im Alter von 82 Jahren: Skandalpriester Ulrich Küchl nach Unfall gestorben
Er war alles. Komponist, römisch-katholischer Priester, Seelsorger in allen Lebenslagen. Ulrich Küchl kümmerte sich um seine „Schützlinge“, bis der „Skandal von St. Pölten“ aufflog. Jetzt ist er tot. Krone+ hat die Hintergründe.
https://www.krone.at/4141357

Wiederbelebung erfolglos. Skandalpriester Ulrich Küchl stirbt bei Autounfall
Der Ex-Leiter des Priesterseminars St. Pölten, Ulrich Küchl, ist bei einem Unfall gestorben. Er wurde durch den „Skandal von St. Pölten“ bekannt.
Heute.at.priester.stirbt

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 16. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 16. MAI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Tiflis/ Georgien: Paata Burchuladse zu 7 Jahre Haft verurteilt.

operawire
Paata Burchuladze Sentenced to Seven Years in Prison Following Election Day Protest in Georgia. Learn more on OperaWire.

https://share.google/tnmqn9vXySdnUNUWJ

burc

ZU INSTAGRAM

Internationale Opernhäuser setzen sich für georgischen Sänger ein
Er trat in der Metropolitan-Opera in New York und der Mailänder Scala auf, jetzt sitzt der Opernsänger Paata Burtschuladse in einem georgischen Gefängnis, weil er sich für Demokratie in seinem Heimatland eingesetzt hat. Das britische Royal Opera House und die belgische Nationaloper La Monnaie haben die jeweiligen Regierungen aufgefordert, sich für den Bass-Sänger einzusetzen. Es sei offensichtlich, dass Burtschuladse kein faires Verfahren bekommen habe. Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet darüber. Der Bassist setzt sich schon lange für die Demokratiebewegung in Georgien ein und sang häufiger bei Demonstrationen. Im vergangenen Herbst wurde er verhaftet, nachdem er die Regierung als illegitim bezeichnet hatte. In der vergangenen Woche wurde der 71-jährige zu einer siebenjährigen Haftstrafe veurteilt.
https://share.google/tnmqn9vXySdnUNUWJ

_________________________________________________________________________

Auszug aus NEWS/ Heinz Sichrovsky/ Newsletter

mill

­16 Millionen vom ORF
­Wissen Sie, was obszön ist? Die Summe von fast 40 Millionen, die der ORF und die Stadt Wien für den Song Contest (ESC) aufwenden. Eine künstlerisch wertlose, in den Gully politisierte Höchstrisikoveranstaltung ist das, deren israelische Teilnehmer dafür missbraucht werden, sich durch Serienboykotte demütigen zu lassen und dafür einen antisemitischen Schreipöbel zu erdulden.

Um nun mit dem ORF zu beginnen: Er könnte seine 16 Millionen gut anderswo gebrauchen, selbst wenn man davon absieht, dass ihm nächstens vielleicht 70 Millionen von der Regierung entzogen werden. Es dauerte Wochen, bis der neue Kunst- und Medienminister Babler das beschämende Feilschen um den Bestand des Radiosymphonieorchesters wenigstens bis 2029 ausgesetzt hatte (was im Lichte der jüngsten Verwerfungen bald auch schon wieder Makulatur sein kann). Mit den 16 Millionen jedenfalls könnte man den hoch spezialisierten, international renommierten Klangkörper beinahe zwei weitere Jahre erhalten.
­
 22 Millionen von der Stadt
­
Die klamme Stadt zahlt 22 Millionen zu und sperrt zeitgleich dem Theater an der Wien die Zweitbühne in der Kammeroper. Keine Spur weniger skandalös ist die Quasi-Liquidierung des Wiener Schauspielhauses, in dem seit 1978 Kapazunder wie Hans Gratzer, George Tabori, Barrie Kosky und Andreas Beck Geschichte geschrieben haben: Die als Findungskommission kostümierte Entourage der Kulturstadträtin hat es in einem Willkürakt mit dem vier Bezirke entfernten THEATA in der Gumpendorferstraße fusioniert. Unter gemeinsamer, der Politikerin nahestehender Leitung darf das Schauspielhaus somit als künstlerisch totgespart gelten. Das erfolgreiche Kollektiv, das jetzt gehen muss, fragt sich mit Grund, was es falsch gemacht hat.

Um nun zu Babler und zum Bund zurückzukehren: Allen künstlerischen Freiberuflern wird die minimale Zuverdienstmöglichkeit zur Arbeitslosenunterstützung entzogen. Wollen sie sich nicht selbst dem Prekariat überantworten, haben sie somit Berufsverbot. Zur Revision dieser Schändlichkeit konnte Babler die eigene Sozialministerin nicht bewegen. Dafür bescheinigte er dem Song Contest in einer Ansprache „Kraft durch Freude“. Ich weiß schon, er hat mit Hitlers KdF-Bewegung nichts an der Lenin-Kappe. Aber die Damen und Herren Randalierer, deren Plaisir mit 22 Millionen subventioniert wird, haben wieder was gelernt.

Weiterlesen in NEWS
Lesen Sie den Newsletter zum ersten Mal? Melden Sie sich hier an.
Sollten Sie meinen Newsletter ausreichend interessant finden, schicken Sie ihn gerne weiter. Vielen Dank!
________________________________________________________________________________________
­

WIEN/ VOLKSOPER: Nächste Premiere „HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN“ am 7.6.2026

chevg

Hoffmanns Erzählungen
Fantastische Oper von Jacques Offenbach
Premiere am 7. Juni 2026

Zwischen Liebe und Kunst, Erinnerung und Imagination: Nach dem großen Erfolg in Strasbourg und Paris feiert Lotte de Beers Inszenierung von Hoffmanns Erzählungen nun am 7. Juni 2026 Premiere an der Volksoper Wien. Im Zentrum steht der Dichter Hoffmann, der zwischen unerfüllter Liebe und künstlerischer Berufung hin- und hergerissen ist, während seine Muse ihn zurück zur Kunst führen will. Am Pult steht der international gefeierte Dirigent Emmanuel Villaume. Attilio Glaser singt die Titelrolle des Hoffmann, Wallis Giunta verkörpert die Muse.
Koproduktion mit der Opéra National du Rhin, dem Théâtre National de l‘Opéra-Comique und der Opéra de Reims.

hoff
 Lotte de Beers Inszenierung von Hoffmanns Erzählungen an der Opéra national du Rhin © Klara Beck

„DER MANN IST NICHT MEHR, WERDE ALS DICHTER WIEDERGEBOREN!“

Der Dichter Hoffmann sitzt in einem Lokal und denkt an seine Geliebte Stella, die im nahegelegenen Opernhaus gerade in Mozarts Don Giovanni brilliert. An seiner Seite: Nicklausse. Doch der Freund ist eigentlich die verkleidete Muse, und diese hat nur ein Ziel: Hoffmann von der unglücklichen Liebe ab- und zurück zur Kunst bringen. In Hoffmanns Kopf beginnt es zu arbeiten und Erinnerungen kehren zurück. Erinnerungen an drei Frauen, die er einst liebte, und die ihm angeblich durch böse Kräfte geraubt wurden: Olympia, Antonia und Giulietta. Der Dichter beginnt, das zu tun, was seine Aufgabe ist: erzählen!

„ Hoffmanns Erzählungen ist eigentlich kein Stück, Offenbach konnte es nicht vollenden, darum haben wir es mit einem großen Haufen an Material zu tun. Man muss immer einen roten Faden finden: Wer ist unser Hoffmann? Die drei weiblichen Hauptfiguren, von denen er erzählt, sind nur Projektionen seines Geistes – doch es gibt noch eine andere Frau, die ich sehr spannend finde: die Muse! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Auseinandersetzung zwischen Kunst und Künstler.“ (Lotte de Beer)

Für die Inszenierung von Lotte de Beer hat Peter te Nuyl eine Fassung erstellt, in der die Muse in einen Dialog mit Hoffmann tritt, ihn herausfordert, mit sich und seiner Künstlerseele konfrontiert und darauf abzielt, das Beste im Dichter hervorzubringen. Die poetische Aufführung in den wandelbaren Bühnenbildern von Christof Hetzer wurde in Strasbourg und Paris mit großer Begeisterung aufgenommen und ist nun an der Volksoper zu erleben.

________________________________________________________________________________________

 IPG- Internationale Ihnaz Joseph Pleyl-Gesellschaft in Ruppersthal /NÖ. Konzert am Sonntag, 17. Mai 2026

NEU: DAS IGNAZ PLEYEL STREICHTRIO
Herzlich willkommen zur 645. Veranstaltung der Internationale Ignaz J. Pleyel Gesellschaft IPG

Konzert am Sonntag, dem 17.05.2026 um 17:00 Uhr im Bentonsaal des Pleyel Kulturzentrums
Ehrenschutz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
und Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll

pluz

KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER:
 
Lukas Medlam, Violine 
Stephanie Drach, Viola 
Tristan Feichtner, Violoncello

PROGRAMM:
Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris) Streichtrio für Violine, Viola und Violoncello in Es-Dur, 1787, Ben. 401 – Allegro, – Rondo

Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris) Streichtrio für Violine, Viola und Violoncello in D-Dur, 1787, Ben. 402 – Allegro, – Rondeau. Allegretto

PAUSE

Im Mozart Jahr geben wir für Sie: Wolfgang Amadé Mozart (1756 – 1791) Divertimento für Streichtrio in Es-Dur, 1788, KV 563
1. Allegro
2. Adagio
3. Menuetto. Allegretto – Trio
4. Andante
5. Menuetto. Allegretto – Trio I / II
6. Allegro

Zugabe; Änderungen sind der IPG vorbehalten!
Wir wünschen Ihnen schöne Stunden im Geburtsort Pleyels und freuen uns schon auf Ihren Besuch!
Ihre IPG

Kostenlose Abholung! Seit unserem Konzert am So, dem 2.4.2023 bieten wir unseren Pleyel Verehrerinnen und Verehrern bei KONZERTEN & MATINEEN eine kostenlose Abholung/Rückführung ab 3 Personen vom/zum Bahnhof in Großweikersdorf an. Sie rufen 0664/8338330, und wir zahlen. Siehe www.pleyel.at, Ihre IPG
________________________________________________________________________________________

Leipzig/ Musikalische Komödie: Das Publikum plant Spielzeit mit

leip
Foto: Tom Schulze

Die Musikalische Komödie Leipzig beteiligt ihr Publikum an der Repertoireauswahl

Die Theaterspielpläne der nächsten Saison sind veröffentlicht und die Spielpläne 2027/28 in Vorbereitung. Erstmalig plant die Musikalische Komödie Leipzig das Repertoire für die übernächste Saison zusammen mit ihrem Publikum und hat dazu eine Umfrage veröffentlicht. Fünf Favoriten können aus den Genres Operette, Musical, Spieloper, Ballett, Konzert und Kinderoper ausgewählt werden. Die Musikalische Komödie gehört zur Oper Leipzig und ist eine der in Europa seltenen Spezialspielstätten mit dem Unterhaltungsschwerpunkt Operette und Musical. Torsten Rose, Direktor der Musikalischen Komödie, weiß das Feedback des Publikums zu schätzen: »Wir haben ein sehr engagiertes Publikum, das sehr interessiert und meinungsstark unser Programm begleitet und wertschätzt. Ich bin sehr gespannt auf die Abstimmung. Machen Sie mit und gestalten Sie unser Programm noch gezielter nach Ihren Wünschen!«

Die Befragung findet vor Ort in der Musikalischen Komödie statt oder ist online zu erreichen unter www.oper-leipzig.de/publikumsbefragung. 36 Möglichkeiten stehen zur Auswahl und reichen von der »Csárdásfürstin« über »Zar und Zimmermann« oder »Addams Family« bis hin zum Ballett »Alice im Wunderland« oder dem Märchen »Das hässliche Entlein« für die Kleinsten.

Die Abstimmung über die Publikumsfavoriten läuft bis zum 14.Juni. 

___________________________________________________________________________________

ROM/Teatro dell’Opera : ROMÉO ET JULIETTE – Neuinszenierung 

Der Schatten des Todes

ro1
Copyright: Fabrizio Sansoni

Die Neuinszenierung von Charles Gounods „Roméo et Juliette“ durch Luca de Fusco am schönen Teatro dell’Opera in Rom war in erster Linie von einer Todesahnung der zwischen beiden Geschlechtern der Capuleti und Montecchi unlösbaren Konflikten gekennzeichnet, dem die beiden jungen Liebenden Roméo und Juliette zum Opfer fallen. Die Bühnenbilder von Marta Crisolini Malatesta im auch dunklen Licht von Gigi Saccomandi waren weit weniger farbenfroh als die Szenerie in der Inszenierung von André Heller-Lopes an der Ópera de Tenerife einen Monat zuvor (siehe weiter unten).

Luca de Fusco legt mehr Gewicht auf die Tragik, die hinter dem nicht enden wollenden und immer wieder angefachten Krieg zwischen den beiden Geschlechtern steht. Es geht gleich los mit der Choralszene zu Beginn. Eine Art Todes-Chor in Masken, die an Totenköpfe erinnern, macht mit der Geschichte der beiden Familien alle darauf aufmerksam, dass es hier sehr ernst werden würde. Im Hintergrund sieht man die Konstruktion einer zweigeschossigen typisch alt-italienisch wirkenden Galerie, die wie die Arena di Verona wirkt und wohl auch diese Assoziation hervorrufen soll.

ro2
Copyright: Fabrizio Sansoni

In den Gängen der Galerie und in ihren romanischen Bögen werden den ganzen Abend über interessante und stets im Zusammenhang mit dem Geschehen stehende Lichtspiele und Bilder gezeigt, in Videos von Alessandro Papa. So zeigt das Bühnenbild, im Prinzip ein Einheitsbühnenbild, auch durch die stimmungsvoll variierende Lichtregie theatralisch spannende Wirkung. Auch die Personenregie war sehr pointiert. Es lag irgendwie über Allem immer der Schatten des Todes.

Auch in der Szene der Liebesnacht, die nur mit einigen vom Bühnernplafond herunterkommenden weißen Tüchern einfach, aber romantisch mit den Bewegungen einiger unsichtbarer Tänzerinnen in den Tüchern gestaltet wurde, war diese Tragik zu spüren, lange bevor Roméo zum Gift griff. Zuvor war als einziges Requisit ein langer Kasten hereingefahren worden, der als (temporärer) Sarkophag für Juliette diente und schließlich für beide zum Grab wurde.

ro3
Copyright: Fabrizio Sansoni

Auch die Zweitbesetzung an diesem Abend (Vittorio Grigolo und Nino Machaidze waren Erstbesetzung!) brachte zwei gute Sänger, Vannina Santoni als Juliette und den Südkoreaner Duke Kim als Roméo. Beide machten es nach ihren besten Möglichkeiten gut, auch stilistisch. Kim erreichte auch alle Spitzentöne und konnte sich gegen Ende auch noch steigern. Aber seine Stimme ist letztlich doch zu klein, um den dramatischen Anforderungen der Rolle ganz gerecht zu werden. Bei Santoni war das schon viel besser, aber sie sah am Anfang auch leichte Grenzen bei den Höhen. Insgesamt war sie aber eine eindrucksvolle und vokal ansprechende Juliette, vielleicht eher für kleinere Häuser.

Nicolas Courjal war ein kraftvoller Frère Laurent und Duc de Vérone. Alle anderen waren den Anforderungen ihrer jeweiligen Rollen entsprechend gut, Mihai Damian als kämpferischer Mercutio, Aya Wakizono als guter Stéphano, Christian Senn als ein Respekt gebietender Capulet und Valerio Borgioni als engagierter Tybalt. Ein gutes Ensemble!

ro4
Copyright: Fabrizio Sansoni

Maestro Daniel Oren leitete das Orchesta e Coro del Teatro dell’Opera di Roma versiert und mit starkem Eingehen auf die Sänger. Oren ist ein Maestro der alten Schule, ein absoluter Doyen. Die Mitwirkenden schienen sich um ihn zu sammeln. Eine gute Aufführung, nicht zuletzt auch wegen des beeindruckenden von Ciro Visco einstudierten Chores in der entsprechenden Choreographie von Alessandra Panzavolta.

Klaus Billand

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert