Kann die Musik aus Star Wars im Konzert bestehen?

(Fotos: Daniel Janz)

Wieder einmal lädt ein Gastorchester in Düsseldorf zu einem cineastischen Abend ein. Heute auf dem Programm: Die Musik der Weltraum-Saga rund um die Skywalker-Dynastie. Diese von John Williams komponierte Filmmusik weiß bereits in den Star Wars-Filmen zu begeistern und wurde darüber hinaus auch mehrfach ausgezeichnet. Aber bietet sie auch genug, um ein ganzes Konzert zu füllen?

Solisten, Chor und Orchester der Cinema Festival Symphonics
Stephen Ellery, Dirigent

Star Wars – The Concert Show – Titel aus der Filmmusik von John Williams

Tonhalle Düsseldorf, 10. März 2026

von Daniel Janz

Fulminant geht es schon mit den ersten Tönen los. Wie könnte es anders sein – das Star Wars „Main Theme“ begrüßt das Publikum und leitet dabei gleichzeitig mit Szenen aus dem Film „Star Wars Episode 1 – die dunkle Bedrohung“ ein. Auch wenn die Filmausschnitte nicht 1 zu 1 zur Musik ausgewählt sind, so bereichern sie das Spiel des kleinen Ensembles erheblich. Zum Start steht also alles auf Spektakel!
„Star Wars – The Concert Show, Stephen Ellery, Dirigent
Tonhalle Düsseldorf, 10. März 2026“
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New York: Lise Davidsens Isolde-Show sorgt für Gänsehaut

MET Tristan – Lise Davidsen © Karen Almond / Met Opera

An der Met füllt Lise Davidsens Leuchtkraftstimme Ränge und scheinbar Theaterkassen, Yannick Nézet-Séguins Dirigat begeistert Opernneulinge wie erfahrene Wagnerianer und Yuval Sharons Regie reiht sich in eine Serie an nichts aussagenden Met-Inszenierungen ein. Die sieben Tristane? Alle ausverkauft!

The Metropolitan Opera, New York, 9. März 2026

Tristan und Isolde
Musik und Libretto von Richard Wagner

von Johannes Karl Fischer

Ich könnte mich erstmal über Yuval Sharons emotionslose und akustisch nicht gerade sängerfördernde Tristan-Regie aufregen. Oder darüber, dass an einem der weltbesten Opernhäuser wieder mal kaum kritische Diskussion stattfindet. Das würde jedoch die Stimmung des Abends krachend verfehlen. Denn während die Mailänder Scala trotz Gala-Besetzung ihre Götterdämmerung kaum voll bekam, waren hier die sieben geplanten Vorstellungen dermaßen restlos ausverkauft, dass man vier Tage vor der Premiere spontan eine achte Matinee-Vorstellung am 4. April ankündigte. Allen fast 4.000 Plätzen zum Trotz. Die ganze Stadt fiebert für Wagner, für Tristan! „Richard Wagner, Tristan und Isolde, Lise Davidsen
The Metropolitan Opera, New York, 9. März 2026“
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New York gerät außer Rand und Band bei Yannicks Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll

The Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin © Chris Lee

Erst gestern hatte Yannick Nézet-Séguin mit einem krönenden Tristan-Erfolg die Metropolitan Opera von den Socken gehauen, nun legte er mit der zweiten Symphonie des glühenden Wagner-Fans Gustav Mahler noch einen drauf. Das Publikum tobte sich vor Begeisterung auch in der Carnegie Hall ordentlich aus!

Gustav Mahler:  Sinfonie Nr. 2 c-Moll

The Philadelphia Orchestra
Philadelphia Symphonic Choir 

Yannick Nézet-Séguin, Dirigent

Joe Miller, Chorleitung
Joyce DiDonato, Mezzosopran
Ying Fang, Sopran

Carnegie Hall, New York, 10. März 2026

von Johannes Karl Fischer

Mahler 2 in der Carnegie Hall. Ein bisschen ist der in dieser Stadt doch sehr nah gelegene Geist des Komponisten unter dem fast schon stadionartigen Jubelrufen untergegangen. Ein Paar Blocks sind es von der Carnegie Hall bis zu Mahlers ehemaliger Wohnung, direkt gegenüber vom Dakota, späterer Wohnsitz von Leonard Bernstein und John Lennon. In Wien hätte man daraus wohl ein Museum gemacht, in New York hängt dort nicht mal eine Plakette. Schade. Bei der US-Premiere des heute gespielten Werks stand kein geringerer als der Komponist selbst am Pult. Man trat hier also sehr wortwörtlich in den Fußstapfen Mahlers. „Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 2 c-Moll, Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Carnegie Hall, New York, 10. März 2026“
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Villazóns Regie degradiert Rossinis “Italiana in Algeri” zu billigem Klamauk

Deutsche Oper Berlin: L’Italiana in Algeri © Eike Walkenhorst

Rolando Villazón inszeniert sich in seinem Künstlerleben gern als Clown. Diese Einstellung versucht er auch immer wieder in seine Operninszenierungen einzubringen, meistens mit nicht sehr großem Erfolg. Auch so an der Deutschen Oper Berlin, wo er Rossinis Dramma giocoso “L’Italiana in Algeri” inmitten mexikanischer Wrestler gnadenlos abwürgt.

Gioachino Rossini (1792-1868)
L’ITALIANA IN ALGERI
Dramma giocoso in zwei Akten  (Libretto von Angelo Anelli)

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Inszenierung: Rolando Villazón 

Bühne: Harald Thor
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel

Deutsche Oper Berlin, 11. März 2026

von Jean-Nico Schambourg

Im Begleitheft der Deutschen Oper Berlin steht zu lesen, dass die Oper von Gioachino Rossini “L’Italiana in Algeri” sexistisch und rassistisch sei. Dabei kämpft hier eine Frau erfolgreich gegen eine Welt, wo Frauen nur da sind um Männern zu dienen.

„Gioachino Rossini (1792-1868), L’Italiana in Algeri, Regie Rolando Villazón
Deutsche Oper Berlin, 11. März 2026“
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Der neue Münchner Rigoletto: Gilda, Rigoletto und der Chor wirken stark in mir

Serena Sáenz als Gilda © Geoffroy Schied

Den größten Schlussapplaus heimsen Bariton Ariunbaatar Ganbaatar als Rigoletto und Sopran Serena Sáenz als Gilda vollkommen zu Recht ein. Der Chor ist an diesem Abend die dritte Wirkmacht, die mich überzeugt.

Rigoletto
Melodramma in drei Akten (1851)

Komponist   Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach
Victor Hugos Schauspiel Le Roi s’amuse.

Musikalische Leitung   Maurizio Benini

Inszenierung   Barbara Wysocka
Bühne   Barbara Hanicka
Kostüme   Julia Kornacka
Licht   Marc Heinz
Chor   Christoph Heil
Dramaturgie   Malte Krasting

Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor

Nationaltheater, München, 11. März 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend steht im Nationaltheater die zweite Aufführung der Neuproduktion der Bayerischen Staatsoper von Verdis Rigoletto in München auf dem Programm.

Verdis Klangfarbe, die er „tinta musicale“ nennt, ist zentraler Wirkmechanismus seiner Werke. Anders doch in gleicher Richtung fängt das auch Victor Hugo ein – sein Zitat ist im Programmbuch zu lesen: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Tja, da fühle ich, ach, diese entsetzliche Lücke in mir. „Giuseppe Verdi, Rigoletto
Nationaltheater, München, 11. März 2026“
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Shira Patchornik präsentiert selten gehörte Barockperlen

CD/Blu-ray Besprechung:

Hier musizieren eine Solistin und ein Ensemble auf hohem Niveau und nehmen den Hörer mit auf eine interessante Reise durch das barocke Repertoire.

Bella Furia
Shira Patchornik

Chaarts chamber artists

Solo Musica SM 553

von Peter Sommeregger

Die aus Israel stammende, aber in Leipzig ausgebildete Sopranistin Shira Patchornik versammelt in diesem Album barocke Arien aus Opern von fünf Komponisten einer Generation. Sie kombiniert Arien, die von Mägden oder Dienerinnen gesungen werden, mit solchen von Gräfinnen und Königinnen, und spürt dabei den verschiedenen Temperamenten der Protagonistinnen nach, arbeitet deren unterschiedliche Persönlichkeiten in ihren Interpretationen heraus. „CD/Blu-ray Besprechung: Bella Furia, Shira Patchornik, Chaarts chamber artists
klassik-begeistert.de, 12. März 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 12.  MÄRZ 2026

Tito © Marcella Ruiz Cruz

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 12.  MÄRZ 2026

Wien/Staatsoper
Künstlerisch geht’s steil bergab (Bezahlartikel)
Mit Wolfgang Amadé Mozarts „La clemenza di Tito“ unterschreitet an der Wiener Staatsoper szenisch, sängerisch und dirigentisch weit das Niveau, für das dieses Haus einmal berühmt war.
FrankfurterAllgemeine.net

Wien/Staatsoper/Tito-Premiere
9.3.26, „La clemenza di Tito“, Staatsoper, Premiere
Wenig Glanz verbreitete die Neuinszenierung von „La clemenza di Tito“ an der Wiener Staatsoper. Die mit tänzerischem Aktionismus übertünchte „Insuffizienz“ der Inszenierung von Jan Lauwers sowie mäßige Gesangsleistungen summierten sich zu einem langweiligen Premierenabend.
operinwien.at

Mozart mit Attacke: Pablo Heras-Casado bürstet „Titus“ gegen den Strich
Reduzierte Bilder, offene Bühne, satter Klang. Bei der Neuproduktion von Mozarts „La clemenza di Tito“ setzt Regisseur Jan Lauwers an der Wiener Staatsoper auf viel Freiraum. Dirigent Pablo Heras-Casado formt die Musik mit Kraft. Das Sänger-Ensemble ist solide, ohne große Sternstunden. Dass die Neuproduktion von Mozarts „Titus“ kein Aufreger wird, war im Vorfeld klar. Regisseur Jan Lauwers knüpft bei seiner Arbeit an bereits von ihm bekannte Inszenierungen an. Große freie Fläche bis weit nach hinten in den Bühnenraum, ein Parkettboden, kaum Requisiten. Im Mittelpunkt des Regisseurs steht der Ausdruck, den er in Form von Tanz bewältigen lässt.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 12.  MÄRZ 2026“ weiterlesen

Mozart mit Attacke: Pablo Heras-Casado bürstet „Titus“ gegen den Strich

Pablo Heras-Casado © Fernando Sancho

Reduzierte Bilder, offene Bühne, satter Klang. Bei der Neuproduktion von Mozarts „La clemenza di Tito“ setzt Regisseur Jan Lauwers an der Wiener Staatsoper auf viel Freiraum. Dirigent Pablo Heras-Casado formt die Musik mit Kraft. Das Sänger-Ensemble ist solide, ohne große Sternstunden.

Wolfgang Amadeus Mozart, La clemenza di Tito

Opera Seria in zwei Akten
Text  Pietro Metastasio
in einer Bearbeitung von Caterino Tommaso Mazzolà

Wiener Staatsoper, 9. März 2026 (Premiere)

von Jürgen Pathy

Dass die Neuproduktion von Mozarts „Titus“ kein Aufreger wird, war im Vorfeld klar. Regisseur Jan Lauwers knüpft bei seiner Arbeit an bereits von ihm bekannte Inszenierungen an. Große freie Fläche bis weit nach hinten in den Bühnenraum, ein Parkettboden, kaum Requisiten. Im Mittelpunkt des Regisseurs steht der Ausdruck, den er in Form von Tanz bewältigen lässt.

„Wolfgang Amadeus Mozart, La clemenza di Tito
Wiener Staatsoper, 9. März 2026 (Premiere)“
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Die Gebrüder Jussen in Köln: „Im Anfang war der Rhythmus“

Lucas und Arthur Jussen © Marco Borggreve

Die Gebrüder Jussen gastieren zum Auftakt ihrer Tournee mit zwei Schlagzeugern in Köln.

 Kölner Philharmonie, 9. März 2026

Duke Ellington (1899-1974) – Brasilliance (arr.: Oran Eldor)
Steve Reich (*1936) – Fast (aus: Quartet)
Paul Lansky (*1944) – Sechs Sätze aus Textures
Maurice Ravel (1875-1937) – La valse. Fassung für zwei Klaviere
Alexej Gerassimez (*1987) – Beyond Stickability (Uraufführung)
Leonard Bernstein (1918-1990) – Symphonic Dances from West Side Story (arr.: Peter Sadlo)
John Adams (*1947) – Short Ride in a Fast Machine (arr.: Alexej Gerassimez)

Lucas & Arthur Jussen, Klavier
Alexej Gerassimez, Percussion
Emil Kuyumcuyan, Percussion

von Brian Cooper

Der Schreiber dieser Zeilen neigt nicht zum Aberglauben, aber mit den Gebrüdern Jussen war’s bislang schon ein wenig verhext. Grippe, COVID, Krankheit: Immer, wenn ich eine Karte hatte, kam etwas Unangenehmes dazwischen.

Endlich hat es im März 2026 geklappt, Lucas und Arthur Jussen zum ersten Mal live zu erleben. Und sie sind in Begleitung zweier Perkussionisten, Alexej Gerassimez, dessen Name mir etwas sagte, und Emil Kuyumcuyan, den ich noch nicht kannte. „Lucas & Arthur Jussen, Alexej Gerassimez, Emil Kuyumcuyan
Kölner Philharmonie, 9. März 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 11. MÄRZ 2026

„La Clemenza di Tito“ Katleho Mokhoabane © Marcella Ruiz Cruz

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 11. MÄRZ 2026

Wien/Staatsoper
Rettungsaktion mit Mozart
Hollywood-Schauspieler Timothée Chalamet hat die Gattung Oper in einem öffentlichen Gespräch für irrelevant erklärt und damit vergangene Woche eine Welle der Empörung ausgelöst. Zahlreiche große Opernhäuser reagierten via Instagram und luden den Oscar-Anwärter in ihre ausverkauften Vorstellungen ein. Auch die Wiener Staatsoper machte bei der Aktion mit – und trat am Montagabend mit der Neuinszenierung von Mozarts „La clemenza di Tito“ den Gegenbeweis an
orf.at

Staatsopern-Premiere
„La clemenza“: Mörderischer, römischer Tanzboden
Alles rennt, rettet, flüchtet. Schon in der von Pablo Heras-Casado forsch abgespulten Ouvertüre wird gerauft, gebalgt, gekämpft: konfuse Turn- und Tanzstunden! Regisseur Jan Lauwers, dem die Staatsoper großartige Produktionen wie Monteverdis „Poppea“ verdankt, kann seine Leidenschaft für Tanz und Choreografie in seiner Inszenierung von Mozarts „La clemenza di Tito“ nicht verleugnen. Die Spannung in den ständig wechselnden, subtilen Intrigenszenen um eine Heirat des Kaisers Tito bleibt aber bei so viel Trubel und Turbulenzen auf der Strecke. Soll Tito Vitellia, Tochter des gestürzten Vorgängers und Ausländerin, oder die beliebte Römerin Servilia zur Frau nehmen? Eine Polit-Katastrophe mit Mord und Revolte bahnt sich an.
krone.at

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