Die SAMSTAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2021

Die SAMSTAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2021

Foto: Elīna Garanča, © Teatro di San Carlo, Napoli
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2021

Opernstar Garanča: „Ungeimpfte gehören ausgeschlossen“
Die lettische Opernsängerin Elīna Garanča äußerte sich mit einem klaren „Ja“ zum Opernball 2022 – aber nur für Geimpfte.
Heute.at

Göttweig
„Klassik unter Sternen“ mit leichter Muse
Die weltbekannte Mezzosopranistin Elīna Garanča hat am Donnerstag erste Inhalte zum nächstjährigen Konzert „Klassik unter Sternen“ im Stift Göttweig bekanntgeben. Es soll am 6. Juli 2022 stattfinden und Gesangsstücke aus Operetten und Musicals beinhalten.
https://noe.orf.at/stories/3128635/

Kritik
Uraufführung „Les Éclairs“ von Philippe Hersant in Paris: Behäbiger Blitzeinschlag an der Seine
Vermutlich wird über Elon Musk schon zu seinen Lebzeiten eine Oper geschrieben werden. Im Fall des berühmten Ingenieurs, Erfinders und Namensgebers für Musks Elektro-Autos, Nikola Tesla, setzte die künstlerische Auseinandersetzung erst nach seinem Tode ein. Diverse Künstler haben sich mit ihm und seiner eigenwilligen Biografie auseinandergesetzt, jetzt widmet sich der Komponist Philippe Hersant dieser Figur in seiner neuesten Oper. Uraufgeführt wurde „Les Éclairs“ am 2. November an der Pariser Opéra Comique.
BR-Klassik.de

München
(K)ein Kulturleben in der vierten Corona-Welle?
Das denkt unsere BR-KLASSIK-Community
BR-Klassik.de

Thomas Hampson erinnert sich an Mariss Jansons
„Dieses menschliche, herzerwärmende Lächeln“
BR-Klassik.de  Frankfurt
Frankfurt: Oper soll ins Bankenviertel – Debatte um Standort wohl entschieden
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-oper-zieht-wohl-ins-bankenviertel-91095551.html

Stuttgart
Wundervolle Belästigung: Musiktheater auf neuer Umlaufbahn
Paul Dessaus Oper „Die Verurteilung des Lukullus“ in Stuttgart.
Sueddeutsche Zeitung

Weimar
150 Jahre Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Die erste Orchesterschule Deutschlands feiert Jubiläum
Mdr-de.

Wien/Konzerthaus
Zubin Mehta im Konzerthaus: Sehnsucht, Schmerz und göttlicher Frieden
Bei Anton Bruckners 9. Symphonie traf am Mittwoch florentinische Klangkunst auf monumentale Klangarchitektur
Der Standard.at

St. Pölten
St. Pöltner Konzertreihen: Mit Klassik geht es weiter:
„Alfonso und Estrella“ ist der Höhepunkt des Schubert-Festivals. Die Oper eröffnet aber auch den Musik-Reigen „Meisterkonzerte“ in St. Pölten.
Niederösterreichische Nachrichten

Grafenegg
Grafenegg Festival feiert im Sommer Georg Friedrich Haas
„Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus, sondern blicken in die Zukunft“ – Rudolf Buchbinder zeigte sich als Chef des Grafenegg-Festivals wohlgemut ob der Edition des Klassikfestivals 2022.
https://amp.kleinezeitung.at/6056653

Rudolf Buchbinder: „Es ist ein Muss, in Grafenegg aufzutreten“
Intendant Rudolf Buchbinder holt auch 2022 die Topstars der Klassik nach Grafenegg.
Kurier.at

Klagenfurt
Zeitlos: Fassbaender inszenierte „Figaro“ in Klagenfurt
Salzburger Nachrichten

Zürich
Rückkehr in die Tonhalle Zürich: Der alte Raum fordert die Musiker neu heraus (Bezahlartikel)
Neue Zürcher-Zeitung/Nmz

Tonhalle-Intendantin Ilona Schmiel – Als Führungskraft immer noch eine Ausnahme: „Mehr Mut – springt rein!“
Als eine der wenigen weiblichen Führungskräfte im Klassik-Business leitet Ilona Schmiel seit 2014 die Tonhalle-Gesellschaft Zürich – und ist damit für das traditionsreiche Tonhalle-Orchester verantwortlich. Zusammen mit Chefdirigent Paavo Järvi konnte sie Mitte September die grundsanierte historische Tonhalle nach vier Jahren Umbauzeit feierlich wiedereröffnen. Eine zielstrebige und selbstbewusste Klassik-Frau im Porträt.
BR-Klassik.de

CD
Neues Album von Anna Netrebko „Amata dalle tenebre“
Von der Dunkelheit geliebt
BR-Klassik.de

Epochale CD-Box: Schumann-Lieder mit Christan Gerhaher
Gipfelsturm in 299 Etappen
Münchner Merkur

Das neue Album des Cellisten Daniel Müler-Schott  –  Klangreisen nach Paris und Boston
Tagesspiegel.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
Full houses for HMS Pinafore and La traviata in London
Gilbert and Sullivan entertain and amuse at the Coliseum while sparks fly in the Royal Opera’s production of Verdi
https://www.ft.com/content/c862c50b-8329-48df-91f4-c85b51434962

From Nibelheim’s mines to Valhalla in flames: orchestral thrills in a pocket-sized Ring
bachtrack.com

Natalia Osipova proves one of the truly great Giselles of our times
bachtrack

Canterbury
A rake revived: Glyndebourne Tour at the Marlowe Theatre, Canterbury
operatoday.at

Wexford
Wexford Festival Opera 2021 Review: I Capuleti e i Montecchi
Rosetta Cucchi’s Initiative to Nurture Young Talent Bears Fruit
https://operawire.com/wexford-festival-opera-2021-review-i-capuleti-e-i-montecchi/

New York
Metropolitan Opera 2021-22 Review: Turandot
Christine Goerke, Michelle Bradley, Yusif Eyvazov Lead Compelling Performance of Puccini Classic
https://operawire.com/metropolitan-opera-2021-22-review-turandot/

92nd Street Y 2021-22 Review: Lawrence Brownlee & Michael Spyres in Concert
operawire.com

Winter Classical-Music Preview
The Met’s New Year’s Eve production of “Rigoletto,” Prototype Festival premières, Death of Classical’s subterranean “Cave Sessions,” and more.
newyorker.com

Chicago
Review: At Lyric Opera of Chicago, “Magic Flute” is a chilly Berlin import, with digital animation than can upstage the singers
chicagotribune.com

Mozart for Dummies: Lyric Opera chops up, dumbs down “Magic Flute” in animated travesty
chicagoclassical-review

“The Magic Flute” takes its cues from Monty Python, silent films, Victorian greeting cards — and it’s fabulous
chicagosuntimes

Los Angeles
Miracles Happen on the LA Opera Stage
https://www.citywatchla.com/index.php/cw/los-angeles/22968-miracles-happen

Recordings
Anna Netrebko: Amata dalle tenebre — high voltage
The Russian soprano delivers hugely exciting performances of Tchaikovsky, Verdi and Puccini, as well as some surprises
https://www.ft.com/content/8878a11d-ecf5-4073-9083-29cb0adf3ced

Classical Album Review: Manfred Honeck conducts Brahms and MacMillan
artfuse.org

Obituary
Austrian Soprano Dori Hanak Dies at 82
https://operawire.com/obituary-austrian-soprano-dori-hanak-dies-at-82/

Sprechtheater

Theater in der Josefstadt: Verlust laut Prüfbericht geringer
Das Wiener Theater produzierte während der Lockdowns weiter und nahm keine Kurzarbeit in Anspruch. Allerdings handelt es sich noch nicht um den finalen Bericht
DerStandard.at

Andrea Vilter wird Intendantin des Schauspielhauses Graz
Derzeit unterrichtet Andrea Vilter Dramaturgie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sie wurde aus fünf Bewerberinnen und Bewerbern der Endrunde ausgewählt.
DiePresse.com

Erwin Steinhauer: „Mir ist jeder Fehler recht“
Das Multitalent über das Geheimnis guter Unterhaltung und warum er lieber ein Buch liest, als fernsieht.
Wiener Zeitung.at

Berlin/Deutsches Theater
Rasante Dostojewski-Premiere am Berliner DT
Szenenapplaus wie beim Rockkonzert: Sebastian Hartmanns Inszenierung von Dostojewskis „Der Idiot“ im Deutschen Theater.
Tagesspiegel.de

Wien/Volkstheater
Großartig anarchisch: Jonathan Meese im Volkstheater
Der Standard.at

Jonathan Meese am Volkstheater: Kartoffeln statt Kunst
Meese inszeniert mit „KAMPF-L.O.L.I.T.A“ ein Bühneninferno.
Wiener Zeitung.at

Medien/ TV

„Liebesbrief“ an Wolfgang Fellner verstieß gegen Ehrenkodex
Ehemalige Mitarbeiterinnen werfen dem Chef der Gratiszeitung „Österreich“ sexuelle Belästigung vor, darunter Moderatorin Katia Wagner. Als Verteidigung veröffentlichte er einen „Liebesbrief“ Wagners.
Die Presse.com

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Unter’m Strich

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!
…Worte, die wohl auf einem alten chinesischen Sprichwort beruhen, zeigen unser Dilemma mit der Wahrheit: Niemand von uns möchte belogen werden. Wurden wir belogen, so sind wir getäuscht oder hereingelegt worden. Wir empfinden diesen Vorgang als würdelos, geschmacklos oder gemein. Es kratzt nicht nur allein erheblich an unserem Selbstwertgefühl, wenn uns jemand belügt oder täuscht, sondern es geht noch viel tiefer unter die Oberfläche unseres Seins: Wir verlieren Vertrauen.
Gefunden von TTT
https://www.gutzitiert.de/zitat_autor_henning_voscherau_thema_wahrheit_zitat_3208.html

„Markus, warum sagst du jetzt wieder das?“
Der gescheiterte Kanzlerkandidat Armin Laschet hat über seine Wahlkampf-Erfahrungen mit CSU-Chef Söder gesprochen. Er habe lange geglaubt, es werde keinen Konflikt geben.
Die Zeit.de

Salzburger Landeshauptmann mit Horror-Prognose: Haslauer schließt Lockdown für alle nicht mehr aus
Aufgrund der steigenden Zahlen wird ein kompletter Lockdown in Salzburg nicht mehr ausgeschlossen.
oe24.at

Corona-Beratungen: 2G kommt in ganz Österreich!
Angesichts zuletzt eskalierender Infektionszahlen berät zur Stunde die Bundesregierung mit den Ländern über notwendige Verschärfungen. Erste Details aus den Beschlüssen sind bereits vorab durchgesickert: So wird die Stufe 4 des Pandemie-Stufenplans vorgezogen und bereits ab nächster Woche gelten. Das heißt eine bundesweite 2G-Regel.
https://www.krone.at/2548716

Operative Medizin mit den Drs. Mirakel und Dulcamara
Dr. Mirakel in Hoffmanns Erzählungen (Jacques Offenbach) wirkt keineswegs mirakulös, sondern sehr maliziös und treibt Hoffmanns Angebetete Antonia in den Tod. Vorher versucht er sich noch in Telemedizin.
https://www.hypertoniezentrum.de/post/operative-medizin-mit

Corona-Gipfel: „Freizeit-Lockdown“ für Ungeimpfte in ganz Österreich?
Angesichts der drohenden Überlastung der Spitäler hat die Regierung für Freitagabend zum Corona-Gipfel geladen. Zahlreiche Wissenschafter und Ärzte drängen auf schärfere Maßnahmen
Puls24.at

Kurz-Berater Fleischmann hat Kanzleramt verlassen
Auch Ex-Kurz-Sprecher Frischmann geht. Die beiden werden in der Inseratenaffäre beschuldigt.
Wiener Zeitung.at

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 6. NOVEMBER 2021)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 6. NOVEMBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

BRÜNN/Janáček Theater: GRIECHISCHE PASSION Kurzbericht 5. November 2021

 Gestern Abend präsentierte das 1965 errichtete und vor einigen Jahre renovierte, also nun in neuem Glanz erstrahlende Janáček-Theater in Brno, die „Griechische Passion“ von Bohuslav Martinů. Die Premiere war wegen Covid 19 mehrfach verschoben worden, geriet nun aber zu einem großartigen Erfolg! In der Inszenierung von Jiří Herman nehmen äußerst beeindruckende Bühnenbilder von Dragan Stojčevski mit zeitgenössischen Kostümen von Alexandra Gruskoná in einer spannenden Lichtregie den Betrachter und Zuhörer ein, dem zudem die glutvolle Musik Martinůs von dem blendend und mit viel Herz und Verve spielenden Orchester des Janáček Theaters unter der kompetenten und ruhigen Leitung von Robert Kruzík dargeboten wird. Die zudem perfekte Personenregie macht das Stück auch ganz ohne Videos – man atmet richtig auf – somit zu einem nachhaltigen Erlebnis. Endlich mal wieder Oper und nicht Opernkino!

Peter Berger als Gast ist ein einnehmender Manolios und damit Christus mit kraftvollem, etwas gutturalem Tenor, Pavla Vykopalová eine engagierte Katerina mit leuchtendem Sopran, Jan Štáva ein souveräner Priester Grigoris mit prägnantem Bass und David Szendiuch als Gast ein ebenso bemerkenswerter Fotis und Führer der völlig in Schwarz auftretenden und sehr homogen wirkenden griechichen Flüchtlingen. Einen enormen Eindruck macht der riesige Chor, der zudem sehr phantasievoll choreografiert wird.

Am 7. November 2021 gibt es die erste Reprise. Den nahen Wiener Opernfreunden sei empfohlen herzukommen. Nur 1,5 Stunden mit dem Railjet!

(Ausführliche Rezension in Kürze)

Klaus Billand aus Brünn

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INSTAG(K)RAMEREIEN gefunden von Fritz Krammer

Asmik Grigorian arbeitet mit ihrem Lehrer – ein Video

asd

ZU INSTAGRAM – mit Video
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Und das war die berühmte 3 G Faust Vorstellung, heute haben wir 3 G aus anderen Gründen

3 G hatten wir schon 1963: Güden Gedda Ghiaurov

https://archiv.wiener-staatsoper.at/performances/12195#title

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HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN: PREMIERE „TRISTAN UND ISOLDE“ am SONNTAG, 7.11.

UWE ERIC LAUFENBERG: „Ich will die Musik sehen!“Online Merker
Uwe Eric Laufenberg in der Wiener Staatsoper vor der Strauss-Büste – mit Renate Wagner. Foto: Barbara Zeininger

Wie kein anderes Werk der Opernliteratur führt »Tristan und Isolde« die Liebe zwischen zwei Menschen in ihrer ekstatischsten Form vor. Wie kein Komponist vor ihm, folgt Richard Wagner hier dem »Triebleben der Klänge« (um eine Formulierung Arnold Schönbergs aufzunehmen) und beschwört einen permanenten Rausch. In der Inszenierung von Intendant Uwe Eric Laufenberg wird aber auch erfahrbar, dass eine derartig unbedingt sich abkapselnde Liebe wie die zwischen Tristan und Isolde grundsätzlich nicht mit der Gesellschaft in Einklang zu bringen ist. Die musikalische Leitung hat Michael Güttler übernommen.

Staatstheater-Gastdirigent Michael Güttler im Gespräch
Michael Güttler

Barbara Haveman
und Marco Jentzsch werden die Titelpartien singen, während der Maifestspiele und in einigen weiteren Vorstellungen werden auch Catherine Foster und Andreas Schager zu erleben sein. Ebenfalls bei den Maifestspielen wird einmalig René Pape die Partie des König Marke übernehmen.

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NATIONALTHEATER MANNHEIM: PREMIERE „TRISTAN UND ISOLDE“ am 14.11.

NTM - Nationaltheater Mannheim - Musiksalon // Extra: Musikalische Matinee » Tristan und Isolde«

am Sonntag, den 14. November, hebt sich um 16 Uhr endlich der Vorhang für Richard Wagners »Tristan und Isolde« am Nationaltheater Mannheim. Generalmusikdirektor Alexander Soddy wird das Nationaltheaterorchester zu Höhenflügen zwischen transparenter Klanglichkeit und opulentem Rausch führen und damit den Abend zu einem Hörerlebnis machen.

Optisch bilden die Bühne von Lani-Tran-Duc und die Kostüme von Hannah Barbara Bachmann die Grundlage für Luise Kautz’ Auseinandersetzung mit dem berühmtesten Liebespaar der Operngeschichte. Newcomerin Kautz, die zuletzt »Pelléas et Mélisande« am NTM inszenierte und u. a. Stipendiatin der »Akademie Musiktheater heute« der Deutschen Bank Stiftung und Semifinalistin des »Ring Award 2017« war, inszeniert »Tristan und Isolde« als ibseneskes Kammerspiel. Hochpsychologisch und mit einem feinen Sinn für Atmosphäre und fantastische Bilder lässt sie sich komplett auf die Geschichte und ihre Figuren ein.

Frank van Aken, der bereits den Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen gab, wird die Partie des Tristan übernehmen und als Isolde wird Allison Oakes zu erleben sein, die regelmäßig national wie international Erfolge feiert.

Mit: Tristan: Frank van Aken (Gast) / Roy Cornelius Smith (Gast) | König Marke: Patrick Zielke / Sung Ha | Isolde: Allison Oakes (Gast) | Kurwenal: Thomas Berau | Melot: Ilya Lapich | Brangäne: Julia Faylenbogen | Ein Hirt: Uwe Eikötter | Ein Steuermann: Marcel Brunner| Ein junger Seemann: Joshua Whitener

www.nationaltheater.de

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MARÍA JOSÉ SIRI: „Abigaille ist für mich eigentlich eine Belcanto-Partie“

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María José Siri. © Amati e Bacciardi

Die urugayische Sopranistin María José Siri ist ein gern gesehener Gast an der Wiener Staatsoper, wohin sie am Montag als Abigaille in Nabucco zurückgekehrt ist. Die in Verona lebende Sängerin gab im Jahr 2013 als Tosca ihr Debüt im Haus am Ring und war dort anschließend als Maddalena in Andrea Chénier, erneut als Tosca, als Leonora in Il trovatore und in der Titelrolle von Madama Butterfly zu erleben. Die Abigaille ist die jüngste Verdi-Rolle der Künstlerin, die mittlerweile über zehn Partien des Komponisten aus Busseto im Repertoire hat. Isolde Cupak  sprach mit María José Siri über die drei Jahre seit ihrem letzten Auftritt in Wien, die heikle Rolle der Abigaille, die Wiener Produktion von Nabucco, anstehende Projekte, neue Rollen und mehr.

 Frau Siri, zuletzt waren Sie in der Spielzeit 2017/18 als Cio-Cio-San in Madama Butterfly an der Wiener Staatsoper zu erleben. In den drei Spielzeiten seit Ihrer Abwesenheit ist viel passiert. Was waren die künstlerischen Höhepunkte seit Ihren letzten Vorstellungen in Wien und wie haben Sie die so schwierigen letzten eineinhalb Jahre erlebt?

Ich habe seit der Wiener Butterfly einige neue Rollen gesungen, unter anderem Zandonais Francesca da Rimini in einer Neuproduktion an der Mailänder Scala, wo ich auch als Manon Lescaut in der Urfassung des Werks unter Riccado Chailly auf der Bühne stand. In Florenz habe ich meine erste Giorgetta in Il tabarro gesungen. Dort habe ich auch als Abigaille debütiert, im Oktober letzten Jahres mit Plácido Domingo als Nabucco und wie jetzt in Wien unter Maestro Carignani. Eine weitere Rolle, die ich sehr liebe, habe ich im März 2020 erstmals in Bari interpretiert, und zwar die Adriana Lecouvreur. Was mich auch gleich zur Situation der letzten zwei Jahre führt, da in Bari die Serie der Absagen ihren Anfang nahm. Vor der Premiere kam der Dirigent zu mir in die Garderobe und sagte, dass vielleicht gar nicht gespielt werden könne, da am selben Tag in Italien das Dekret verabschiedet wurde, nach dem dort alle Theater schließen sollten. Das trat dann doch erst am nächsten Tag in Kraft, und wenigstens die Premiere konnte stattfinden. Natürlich in einer merkwürdigen Atmosphäre, da wir alle wussten, dass ab dem nächsten Tag die Theater alle schließen würden und es bei dieser einen Vorstellungen bleiben sollte. Mir tat das sehr für die Zweitbesetzung leid, da für sie alle Proben umsonst waren. Darauf folgten für mich wie für so gut wie alle Sänger viele Monate zu Hause, die aber nicht nur Negatives hatten. Ich konnte so viel Zeit mit meiner Tochter verbringen wie schon lange nicht mehr. Das war wirklich schön. Es war auch eine Zeit, um ein wenig zu sich selbst zurück zu finden. Ab Sommer 2020 hatte ich das Glück, doch verhältnismäßig viel auftreten zu können und habe Konzerte in der Arena di Verona und in Triest gesungen. Dann debütierte ich wie gesagt im Oktober 2020 als Abigaille. Im Winter folgten dann einige gestreamte Vorstellungen, unter anderem Il tabarro in Verona. Ab März 2021 trat ich dann wieder mit Publikum auf, unter anderem als Adriana Lecouvreur in Las Palmas und beim Maggio Musicale Fiorentino und viel in der Arena di Verona. Dort habe ich unter anderem mein Rollendebüt als Santuzza in Cavalleria rusticana gegeben. Andere Sänger hat es wirklich nochmal sehr viel härter getroffen als mich und ich bin dankbar dafür, dass ich in dieser so schwierigen Zeit doch relativ viel auftreten konnte.

Nun sind Sie in einer der gefürchtetsten Sopranpartien nach Wien zurück gekehrt, als Abigaille in Verdis Nabucco. Wie gehen Sie die Rolle an?

Für mich ist Abigaille eigentlich eine Belcanto Partie, die viel Flexibilität erfordert. Verdi hat diese unglaublichen Intervallsprünge geschrieben und die Rolle ist voller Koloraturen die bewältigt werden müssen. Sie hat hochdramatische Momente, wie etwa das Rezitativ im zweiten Akt, aber auch viele lyrische Stellen. Ich denke hier etwa an die Arie, die dem Rezitativ folgt oder die Sterbeszene der Abigaille. Da ist es sehr wichtig, die Stimme immer flexibel zu halten. Ich versuche, die Partie so schlank wie möglich zu singen und sie eher lyrisch anzugehen. Die Rolle ist natürlich eine Herausforderung für eine jede Sopranistin, aber mir macht sie großen Spaß. Auch als Darstellerin! Abigaille ist derart spannend. Eigentlich ist sie einfach nur eine Frau, deren Liebe nicht erwidert wird und die darüber zerbricht. Sie liebt Ismaele, der ihre Schwester liebt. Dann findet sie heraus, dass sie eigentlich die Tochter einer Sklavin ist und wird quasi ihrer Identität beraubt. Der Vater weist sie auch ab… Für mich sind die vielen Facetten der Rolle sehr spannend. Die große Szene im zweiten Akt beispielsweise. Erst ihre große Wut, wenn sie den Brief entdeckt, dann die sehr innige Arie, in der sie sich sehr menschlich und zutiefst verletzlich zeigt und anschließend die Cabaletta, in der sie triumphierend den Thron vor Augen hat. So viele Gefühlswendungen und Stimmungsumschwünge in so kurzer Zeit darzustellen ist eine Herausforderung, die mir großen Spaß macht. Abigaille zeigt sehr viele Aspekte menschlicher Gefühlsregungen und das ist darstellerisch unglaublich spannend!

Die Wiener Produktion von Günter Krämer ist seit mittlerweile 20 Jahren fester Bestandteil des Repertoires der Staatsoper. Was sind Ihre Eindrücke der Produktion?

Mir gefällt die Inszenierung sehr gut. Sie bringt die Geschichte eigentlich gut auf den Punkt und beleuchtet auch die schwierigen Familienverhältnisse von Nabucco, Abigaille und Fenena auf eine interessante Art und Weise. Die Produktion funktioniert meiner Meinung nach sehr gut und scheint mir recht zeitlos zu sein. Deshalb spielt man sie hier wohl auch schon seit 20 Jahren, ohne dass sie verstaubt wirkt. Außerdem gefällt mir mein Kostüm wirklich sehr gut. Ich kann also nur Gutes über die Inszenierung sagen.

Ist die Abigaille ein erster Schritt in Richtung einer Erweiterung Ihres Repertoires in eine dramatischeres Fach?

Ich möchte tatsächlich gerne weitere Partien singen, die in etwa in diese Richung gehen. Vor allem auf Verdis Lady Macbeth, Ponchiellis Gioconda und Puccinis Fanciulla habe ich ein Auge geworfen. In diesen drei Rollen würde ich wahnsinnig gerne in Zukunft debütieren! Das sind alles spannende, starke Frauen mit so vielen Facetten.

Und was können Sie uns konkret über Ihre Pläne verraten?

In den kommenden Monaten werde ich in Italien die Tosca singen. In Spanien steht Manon Lescaut an und in Deutschland Aida und Abigaille. Ich werde nächstes Jahr auch wieder mit Plácido Domingo Konzerte singen. Und im Sommer steht natürlich wieder wie jedes Jahr die Arena di Verona auf dem Programm!

Das Gespräch führte Mag. Isolde Cupak im November 2021

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WIEN/Haus der Musik: NEUES AUS DEM KLANGMUSEUM

Wenn die Tage kürzer werden, gibt es Grund zur Freude:
Vorfreude auf die aktuellen Konzerttermine und weitere spannende Programmpunkte aus Ihrem Klangmuseum.

Außerdem haben wir wie gewohnt von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet, alle Nachtschwärmer*innen können täglich unser günstiges Night-Ticket nutzen.

Ausblick auf 2022

Aoife O’Donovan, Support: Donovan Woods
Fr. 11. Februar

Sofia Talvik
Sa. 26. Februar

Billie Marten
Mi. 09. März

Katy Kirbie
Di. 29. März

Einlass jeweils um 19.30, Konzertbeginn um 20.00 Uhr
Eine Kooperation mit Bluebird Vienna und Der Standard
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Wie Kunst-am-Nussberg nicht nur Beethoven aus der Isolation führt: Anika Vavić und musikalische Experimentierfelder  
geprägt in Moskau und Belgrad, gelebt in Bamberg und Wien  

„Anika Vavić spielt sich intelligent und sportiv, sensibel, langsam in die Dunkelheit.“ (Die Welt)

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Anika Vavić. © Vavić

2022 stehen für die „die fabelhafte Pianistin Anika Vavić“ (Kurier) zwei Jubiläen im Fokus: Schon im Vorfeld, am 26. November, leitet Anika Vavić in Bamberg die Feierlichkeiten zum Geburtstag des 1932 in Moskau geborenen Rodion Shchedrin mit der Aufführung seines 4. Klavierkonzerts ein. Dem in München lebenden Komponisten ist die Gattung Klavierkonzert ein Experimentierfeld, welches er mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen durch die Pianistin Anika Vavić geschaffen hat. Die Serbin zog schon als Jugendliche zum Klavierstudium von Belgrad nach Wien, wo sie seitdem zu Hause ist.

In Wien lebte zudem ein weiterer musikalischer Migrant, dessen Vermächtnis Vavić auf besondere Weise belebt: nahe des dortigen Nussbergs beschrieb Beethoven 1802 im Heiligenstädter Testament die Isolation durch seine beginnende Taubheit.

Es fehlte wenig, und ich endigte selbst mein Leben – nur sie die Kunst, sie hielt mich zurück“. (Beethoven, Heiligenstädter Testament 1802)

Wie einst Beethoven: Kunst im Grünen gegen die Krise“ (Die Presse) entwickelte Vavić hier aus der pandemiebedingten Isolation eine lebendige Reihe. Ursprünglich einfach bei geöffneten Fenstern im Sommerhaus übend, war sie „gleich zu Beginn des kulturellen Neustarts überaus innovativ.“ „Das Publikum ist mehr als dankbar“ (Kurier) für die neu entstandene Konzertreihe Kunst-am-Nussberg, mit der „Vavić ein neues, tolles Format geschaffen“ hat. Gemeinsam mit namhaften Künstlern wurde die Corona-bedingte Konzert-Stille mit Recitals, Wort und Musik sowie Kinderkonzerten überwunden. Einen Eindruck davon und die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen gibt es hier.

Die dazu passende Einspielung folgt 2022 mit Beethovens Pastorale in Liszts Transkription sowie der „kleinen Pastorale„, der Sonate op. 28. Ein guter Anschluss an Vavićs CD-Aufnahme vom Klavierfestival Ruhr 2020. Dort spielte sie „Ein höchst anspruchsvolles Programm aus Raritäten; darunter die machtvoll-schroffen, technisch horrenden Eroica-Variationen.“ (Die Welt) „Anika Vavić gehört zu den Pianistinnen, die die Musik durchdringen und durch ihr Instrument zum Publikum sprechen. Mit ihrem Spiel, das sich durch sachliche Klarheit und Transparenz ebenso auszeichnet wie geradezu orchestrale Kraft. Sie besitzt die Gabe, musikalische Gedanken nicht nur zu erfassen, sie kann sie mit der gleichen Deutlichkeit kommunizieren.“ (NRZ)

Die Einspielung im Überblick:

Edition Klavier-Festival Ruhr Vol. 39 – 2 CDs
250 Jahre Ludwig van Beethoven Live vom Klavier-Festival Ruhr 2020

Hammerflügel: Olga Pashchenko,
Klavier: Lika Bibileishvili,
Anna Zassimova und Anika Vavić

Ludwig van Beethoven:
Kurfürstensonaten WoO 47
Variationen op. 76
Variationen WoO 66
Variationen WoO 64
Rondo op. 51/1
Variationen WoO 70
Fantasie op. 77
32 Variationen in c-Moll WoO 80
Polonaise op. 89
Écossaise WoO 86
Präludium WoO 55
Sieben Bagatellen op. 33
Eroica-Variationen op. 35

Letzter musikalischer Gedanke WoO 62 (nach dem unbeendeten Streichquintett vom November 1826)

Konzerte im Überblick: 

  1. November 2021, 20.00 Uhr, Bamberg
  2. November 2021, 20.00 Uhr, Bad Kissingen

Rodion Shchedrin: Klavierkonzert Nr. 4
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 d-Moll

Anika Vavić, Klavier
Bamberger Symphoniker
Jakub Hrůša Dirigent

  1. März 2022, Taipei, National Performing Arts Center

Dmitri Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr.2 in F-Dur
Anika Vavić, Klavier
National Symphony Orchestra
Su-Han Yang, Dirigent

  1. März 2022, Krems Minoritenkirche Osterfestival „Imago Dei“

Zum 100 Todestag: Skrjabin: Mysterium 
Anika Vavić, Klavier
Christoph Bochdansky, Puppenspiel
Ziga Jereb, Tanz
Maria Shurkhal, Tanz
Rose Breuss, Choreographie

  1. & 27. März 2022, Den Haag, Amare Concertzaal

Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 op. 18
Anika Vavić, Klavier
The Residentie Orkest
Jun Märkl, Dirigent

  1. April 2022, Zagreb, Lisinski Hall

Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 3
Anika Vavić, Klavier
Zagreb Philharmonic Orchestra

  1. & 01. Juni 2022, 19.30 Uhr Konstanz, Konzil
  2. Mai 18.00

Tor in die Zunkunft
Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 3
Anika Vavić, Klavier
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz
Rasmus Baumann, Dirigent

  1. Juni 2022, 19.30 Weimar, Weimarhalle

Herzlichen Glückwunsch! Der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar zum 150.
Hans Bronsart von Schellendorf: Klavierkonzert in fis-Moll op. 10
Anika Vavić, Klavier
Staatskapelle Weimar
Dominik Beykirch, Dirigent

  1. Juli 2022, Schloss Ferlach

Carintischer Musiksalon
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Was ist nun? Zweistichstrategie? Oder schon Dreistich? Sind wir bald ein Nudelsieb?

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ORF III am Wochenende: Zweitägiger Schwerpunkt zum Jahrestag der Novemberpogrome mit vierteiligem „zeit.geschichte“-Abend

Außerdem: „Erlebnis Bühne“-Abend im Zeichen von Franz Lehár, „Literatur im Nebel: Liao Yiwu“, Live-Gottesdienst aus dem Stephansdom

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information gedenkt am Wochenende, zum Jahrestag der Novemberpogrome 2021, der Opfer der organisierten Gewaltausbrüche mit einem zweitägigen Schwerpunkt: Am Samstag, dem 6. November, zeigt ORF III einen vierteiligen „zeit.geschichte“-Abend, beginnend mit „Blutiges Geld – Wie Hitler sein Schreckensregime finanzierte“. Am Sonntag, dem 7. November, setzt ORF III den Schwerpunkt tagsüber mit der neuen Doku „40 Jahre Jewish Welcome Service“ sowie im Spätabend mit dem Film „Welttournee ins Überleben – Richard Tauber 1938“ fort. Im Sonntaghauptabend steht daneben ein zweiteiliger „Erlebnis Bühne“-Abend im Zeichen von Franz Lehár mit einem Konzert der Wiener Symphoniker und einem Porträt auf dem Programm.

Samstag, 6. November

Den Schwerpunkt zum Jahrestag der Novemberpogrome eröffnet ORF III im Samstaghauptabend mit der 90-minütigen Dokumentation „Blutiges Geld – Wie Hitler sein Schreckensregime finanzierte“ (20.15 Uhr). Im Juni 1940 schickt Hitler seine Truppen über ganz Europa aus – nach Frankreich, Belgien und Holland. Die Doku analysiert die finanzielle Lage des „Dritten Reichs“ anhand neuer Forschungsergebnisse aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland und beleuchtet wenig bekannte Schlüsselfiguren wie Hjalmar Schacht, Georg von Schnitzler oder Fritz Sauckel. Anschließend berichtet „Verwüstet, zerstört, entrechtet: Das Novemberpogrom 1938“ (21.50 Uhr) von den gewaltvollen Ereignissen aus der Sicht von Betroffenen und Augenzeugen, etwa aus jener von Georg Stefan Troller. Der bekannte Filmemacher erzählt, wie seine behütete Welt als 17-jähriger jüdischer Schüler in Wien völlig aus den Fugen geriet. Sein Vater wurde verschleppt, die Wohnung von Nachbarn ausgeräumt. Kurz darauf war Troller zur Flucht gezwungen. Der Abend schließt mit dem „zeit.geschichte“-Zweiteiler „Arisierung“ (ab 22.40 Uhr).

Sonntag, 7. November

Am Sonntag startet der Programmtag mit einem Zusammenschnitt der 14. Ausgabe des Literaturfestivals „Literatur im Nebel“ (9.00 Uhr), bei dem in diesem Jahr der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu als Ehrengast eingeladen ist. Anschließend um 9.30 Uhr setzt ORF III den Novemberpogrom-Schwerpunkt mit der neuen Doku „40 Jahre Jewish Welcome Service“ fort, das seit seiner Gründung eine wichtige Dialogfunktion zwischen aus Wien vertriebenen Jüdinnen und Juden sowie deren Nachkommen einnimmt. Danach um 10.15 Uhr überträgt „ORF III LIVE“ den katholischen Gottesdienst aus dem Wiener Stephansdom.

Zum Auftakt des zweiteiligen „Erlebnis Bühne“-Abends im Zeichen von Franz Lehár präsentiert ORF III „‚Dein ist mein ganzes Herz‘ – Die schönsten Melodien von Franz Lehár“ (20.15 Uhr). Im Theater an der Wien haben die Wiener Symphoniker im Juni 2020 anlässlich des 150. Geburtstags des Komponisten aufgespielt. Mit Manfred Honeck als Dirigent interpretieren Camilla Nylund, Piotr Beczała und Michael Schade die unwiderstehlichen Lehár-Melodien. Anschließend folgt das Porträt „Franz Lehár – Immer nur Lächeln“ (21.35 Uhr), das Regisseur Thomas Macho zum 150. Geburtstag von Franz Lehár 2020 gestaltete. Abschließend zeigt ORF III um 22.30 Uhr den Film „Welttournee ins Überleben – Richard Tauber 1938“: Zur Zeit des Einmarsches der deutschen Wehrmacht in Österreich im März 1938 war der gefeierte Startenor, dessen Familie jüdische Wurzeln hatte, gerade auf Konzertreise in Italien und entkam so durch Zufall der Verfolgung, verlor jedoch Vermögen und Heimat. Die Doku rekonstruiert Taubers Tournee anhand privater Filmaufnahmen und zeigt die Welt der Schönen und Reichen im Jahr 1938, während sich die Naziherrschaft weiter ausbreitete.

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