Die SONNTAG-PRESSE, 20. September 2026

Die SONNTAG-PRESSE, 20. September 2026

Foto: Barenboim (c) Monika-Ritterhaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE, 20. September 2026

Dortmund:
Barenboim erlitt Schwächeanfall: Dortmund-Auftritt abgesagt
Dem international gefeierten Dirigenten Daniel Barenboim fehlt Stunden vor einem geplanten Auftritt in Dortmund die Kraft. Er hatte noch kurz zuvor mit einem ganz besonderen Orchester geprobt.
https://share.google/4gCbDRZWWw6k9EXAc

Wien
Wiens unbekanntes Opernfestival ist in Topform 
Die Musiktheatertage Wien bieten gruseliges Musiktheater nachts im Stephansdom, eine musikalische Begehung des Wasserturms Favoriten und andere Leckerbissen. Wenn die Daseinsberechtigung von Festivals ist, Außergewöhnliches in den Alltag zu zaubern, dann erfüllen die Musiktheatertage ihren Zweck in dieser Saison fabelhaft. Das Publikum, das am Donnerstag in der Nacht im Stephansdom der Premiere von „UCHRONIA – was wäre wann“ beiwohnte, wurde zumindest in eine mirakulöse Parallelwelt sondergleichen entführt. Der Abend begann auf dem Altar, wo man in den seitlich angeordneten Holzsedilien Platz nahm. Allein das fühlte sich schon verboten an: Nachts in der grün ausgeleuchteten Kathedrale auf dem Altar zu sitzen. Erst recht, als dann eine in waldorfartig gehäkelte Kleider gehüllte DJane mitten auf dem Altar mit zwei Turntables Naturgeräusche zu Sound-Art verwandelte.
DiePresse,com.festival.in.topform

16.9.26 „La Calisto“, Theter an der Wien, Premiere, „Venezianische Frivolitäten“
Lustvolles Treiben von Göttern und Nymphen auf der Bühne des Theaters an der Wien: Die erste Opernpremiere der neuen Saison war Francesco Cavallis „La Calisto“ gewidmet.
http://www.operinwien.at/werkverz/cavalli/acalisto3.htm

Salzburg
Festspielintendant Peter de Caluwe im Interview: „Mein Traum wäre eine Oper über Stefan Zweig“ (Bezahlartikel)
Peter de Caluwe wurde als neuer Intendant der Salzburger Festspiele präsentiert. Mit der „Presse“ sprach er über seine Pläne: Ein „Rosenkavalier“ soll 2031 kommen, er will Tanztheater und viele Uraufführungen. Den Umbau sieht er auch positiv.
DiePresse.com.der.neue.intendant

Was keiner allein zustande bringen würde
Im Porträt / Peter de Caluwe
DerhpunktKultur.at.importrait

Salzburger Festspiele: Zu beneiden ist er nicht (Bezahlartikel)
Nach dem Abgang von Markus Hinterhäuser wird der Belgier Peter de Caluwe neuer künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele. Vor ihm liegt ein Kampf an vielen Fronten.
DieZeit.de.feuilleton

Bejubelter Saisonstart
Ivor Bolton ist kurzfristig für den verhinderten Alte Musik-Spezialisten Enrico Onofri eingesprungen und hat im ersten Donnerstagskonzert der Saison (17.8.) hat das Programm mit Händel, Viotti, Abel und Mozart übernommen. Als Solist begeisterte Benjamin Schmid.
DrehpunktKultur.saisonstart

Linz
Erwin Schrott: “Oper muss man spüren”
Opern-Weltstar Erwin Schrott über die Kraft der Musik, besondere Abende in Linz und die Kunst, die ihm abseits der Bühne Ruhe gibt.
https://dieoberoesterreicherin.at/people/erwin-schrott-oper-muss-man-spueren/

Berlin
Bigger than live – Die Komische Oper mit Reimanns „Lear“ im Tempelhofer Hangar (Bezahlartikel)
NeueMusikzeitung/nmz.de

Zwei Shakespeare-Opern – die eine unsterblich, die andere tot von Anfang an (Bezahlartikel)
Aribert Reimanns „Lear“ ist ein moderner Klassiker, die weltweit erfolgreichste deutsche Oper seit 1945. Diesem Status wird Frank Martins „Der Sturm“ niemals nahekommen. Warum, wird jetzt in Berlin und Genf offensichtlich.
DieWelt.de.Kultur

Bayreuth
Bayreuth trauert um Hartmut Welker
Er sang an der Mailänder Scala, in Wien, London und der New Yorker Met. Von 2000 bis 2006 war der Opernsänger Hartmut Welker auch regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen zu erleben. Nun ist der Bassbariton im Alter von 84 Jahren gestorben.
BR-Klassik/BayerischerRundfunk

Meiningen
Kritik – Schnittkes „Faust“-Oper in Meiningen: Ketzer in der Gerichtsmedizin
Es ist das Schicksal vieler neuer Opern: Sie werden kaum nachgespielt. Auch um Alfred Schnittkes „Historia von Doktor Johann Fausten“ blieb es seit der Uraufführung in Hamburg im Mai 1995 sehr still. Jetzt zeigte das Theater Meiningen eine Neuproduktion des Werks, das sich nicht an Goethes populärem Drama, sondern an der spätmittelalterlichen Volkssage orientiert. Das Publikum war begeistert.
BR-Klassik.de.meiningen

Winterthur
Kritik – Kafka-Vertonung von Gordon Kampe: Geglückte Verwandlung
Franz Kafkas Werke gehören zur Weltliteratur, ikonisch ist „Die Verwandlung“. Das Schicksal von Gregor Samsa als Käfer hat Gordon Kampe nun im Auftrag des Staatstheaters Augsburg in Kooperation mit dem Theater Winterthur als Oper vertont. Die Uraufführung in der Schweiz überzeugt.
BR-Klassik.de.aktuell

Links zu englischsprachigen Artikeln

Berlin
In full swing: the Chineke! Orchestra and Cape Town Opera bring Porgy and Bess to Berlin
bachtrack.com.de.porgyandbess

Prag
Claude Debussy’s PELLEAS ET MELISANDE Will Come to The National Theatre in Prague
Performances will begin on October 15
broadwayworld.com.bww.prague

A fine concert as the Prague Radio Symphony Orchestra approaches its centenary
seenandheard.international.com.fine.concert

Rom
Claus Guth’s cerebral Le nozze di Figaro staging revived in Rome
bachtrack.com.de.figaro.guth

London
In mind and not in morals
The Royal Opera House‘s Don Giovanni comes without an instruction manual — but features a fine lothario in Gordon Bintner.
https://parterre.com/2026/09/18/in-mind-and-not-in-morals/

Dublin
Q & A: Sharon Carty on her Position as Artistic Director of the Sligo Baroque Festival
& her Role as Mary in Irish National Opera’s Production of “Testament”
operawire.com.sharoncarty

New York
Metropolitan Opera to Present ‘Così fan tutte’ Live in HD
The Metropolitan Opera is set to present Mozart’s “Così fan tutte” in Live in HD on Oct. 3, 2026.
https://operawire.com/metropolitan-opera-to-present-cosi-fan-tutte-live-in-hd/

Pushing Opera Into the Future With Dance Beats, Kazoos and Abe Lincoln (Subscription requiored)
Missy Mazzoli, whose “Lincoln in the Bardo” opens at the Metropolitan Opera this fall, writes politically urgent, musically eclectic works for a new generation of operagoers.
NewYorkTimes.missy.mazzoli

Philadelphia
Mitridate, re di Ponto,: A Short but Memorable Run
https://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=17817

Recordings
Manuel de Falla: El Sombrero de Tres Picos, El Amor Brujo, Homenajes, La Vida Breve, Fantasia Baetica (Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Domingo Hindoyan)
Hindoyan and his Liverpudlian forces finesse Falla.
limelight.arts.com.reviews

Sprechtheater

Wien/ Volkstheater in den Bezirken
Woyzeck lässt das Messer fallen: Jäher Bruch im Volkstheater in den Bezirken (Bezahlartikel)
Alle anderen sind Plüschtiere: Samouil Stoyanov spielt Büchners Drama als Monolog – bis zu einer überraschenden Wendung, über die man debattieren kann und sollte.
DiePresse,com.woyzeck

Film/ TV

Bekannt aus „Das Boot“: Schauspieler Ralf Richter verstorben
Der deutsche Schauspieler Ralf Richter ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Rolle in „Das Boot“. Einem Millionen-Publikum wurde der in Essen geborene Schauspieler in Wolfgang Petersens Klassiker „Das Boot“ bekannt. Seitdem zählt Ralf Richter zu den markantesten Darstellern des deutschen Films. Die Künstleragentur hb management, die den Schauspieler betreute, bestätigte den Tod Richters.
Kurier.at.ralf.richter

Medien

ORF
„Nach der Pension…“
„Dancing Stars“: Jetzt spricht Toni Faber
Wieso tritt der beliebte Geistliche 2027 nicht an? Wie die „Krone“ berichtete, feiert „Dancing Stars“ nächstes Jahr seine Rückkehr im ORF. In der Sogwirkung dieser Meldung fallen jetzt erste Namen von potenziellen VIP-Tanzbären. Auch Toni Faber wird genannt. Warum er wirklich abgesagt hat, erzählt er der „Krone“.
KronenZeitung.at.toni.faber

Politik

Deutschland
In Deutschland bringen sich die Nachfolger von Friedrich Merz in Position  Bezahlartikel
Der Kanzler mühte sich zwar, die Reihen der Union hinter sich zu schließen. Dennoch könnten am Wahlabend am Sonntag alle Dämme brechen, falls die CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern fliegt. Wer ist in der Union kanzlertauglich – und wer bringt sich selbst ins Spiel?
DiePresse.com

Österreich
Rote Gewerkschaft rückt von SPÖ-Chef Babler ab
In der SPÖ bleibt dieser Tage nichts geheim – und vielleicht auch bald kein Stein mehr auf dem anderen? Die „Krone“ konnte eine Anfang September gehaltene PowerPoint-Präsentation des mächtigen Gewerkschafters Beppo Muchitsch einsehen. Auf den Folien hebt er hervor, dass SPÖ-Chef Andreas Babler „für viele nicht wählbar“ sei und fordert beim Punkt „Was ist zu tun?“ eine „personelle Neuausrichtung“.
https://www.krone.at/4298196

Warum ist „Gunkl“ frei? Ministerin Bauer gegen „Promi-Bonus“
Die Schockwellen des von der „Krone“ aufgedeckten Missbrauch-Krimis um Star-Kabarettist Günther „Gunkl“ Paal erreichen die Politik. ÖVP-Familienministerin Claudia Bauer kritisiert scharf, dass nach dem Fall Teichtmeister „schon wieder ein prominenter geständiger Kinderschänder seine Freiheit genießt“. Es dürfe keinen „Promi-Bonus“ geben. Auch die Künstlerszene ist nach der Kindesmissbrauchs-Anklage gegen einen aus ihren eigenen Reihen in heller Aufregung. Gegenüber der „Krone“ äußerte sich auch der ORF zu seinem ehemaligen Star Günther Paal. „Weder gibt es eine aktuelle Zusammenarbeit noch waren und sind Ausstrahlen etwaiger Produktionen geplant.“ Der 64-jährige „Gunkl“ spielte etwa an der Seite anderer Kaberett-Stars im Erfolgsfilm „Muttertag“ mit, wurde dem breiten Publikum als Musiker und „Experte für eh alles“ bei der Satire-Show „Dorfers Donnerstalk“ bekannt.
https://www.krone.at/4298477

Salzburg

Polit-Beben bei Schwarz-Blau: Landes-Vize völlig überraschend vor dem Rücktritt
Polit-Beben in Salzburg: ÖVP-Landes-Vize Stefan Schnöll (38) steht überraschend vor dem Rückzug aus der Politik.
Heute.at.landes-vize

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Unterm Strich

Sakzburg
Das hat gesessen!: Edtstadler-Freund stichelt gegen Festspieldirektor  Bezahlartikel
Der Lebensgefährte von Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Markus Fauland, konnte sich einen scharfen Kommentar zum Festspiel-Chaos nicht mehr verkneifen. In den sozialen Medien stichelte er gegen den Finanz-Direktor des Festivals, der seinen Rückzug in den Raum stellte.
https://www.krone.at/4301481

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 20. SEPTEMBER 2026)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 20. SEPTEMBER 2026

Quelle: onlinemerker.com

Kommentar zu „Neues aus dem EdStadl

Dann noch ein Gerücht und das scheint schlüssig und nicht abartig zu sein. Deutlich wird ja nun eine theaterferne Figur, die sich über einen repräsentativen Einstieg  wohl rasch mit geltungssüchtigen Politikern verbündete, nun noch den wichtigen Herrn Crepaz raus ekelte. So schlagen also die Salzburger Uhren. Künstlerische Arbeit ist nachrangig, es bleibt Geltungsgeilheit theaterfremder Präsidentin und Politiker und ein offensichtlich demutsvoller arbeitsloser Neuintendant, der jetzt schon nur als Offizier weit hinter der Kapitänin Hammer gilt. Das ist ja ein Hammer, ein Hammer der die Musiktheaterszene eine weitere theaterfremde „Kapitänin“ aufbürdet. Und man verdient ja nicht schlecht in den Positionen – ob Kunst verödet ist schon lange nicht mehr relevant. Salzburgs Ruf als Schicki – Micki – Festival spiegelt sich nun deutlich in leitender Kapitänin.

Das Merkur-Porträt von Juli 2026 schrieb noch, sie sei „von vielen ungeliebt und als nur bedingt geeignet eingeschätzt“ – die Verlängerung war also keine Selbstverständlichkeit.

Kristina Hammer war bis zu ihrer Ernennung 2021/2022 Markenberaterin und Marketing-Managerin – ohne jegliche Theater- oder Opernerfahrung. Ihre Karriere verlief so:

1995–2000: Marketing-Direktorin bei der Gerngross Kaufhaus AG und Geschäftsführerin des Wiener Luxuskaufhauses Steffl

•           2000–2006/07: Sieben Jahre in London bei der Premier Automotive Group (Aston Martin, Jaguar, Land Rover) und Ford Motor Company – Markenkommunikation und -visualisierung

•           2007–2010: Leitung der globalen Marketing-Kommunikation von Mercedes-Benz Personenwagen in Stuttgart

•           ab 2010: Gründerin und Inhaberin der eigenen internationalen Markenberatung HammerSolutions (Sitz: Herrliberg bei Zürich), die sie bis 2021 betrieb

•           2013–2015: Verwaltungsrätin der Stöckli Swiss Sports AG

•           2020–2021: Vorstandsmitglied bei MAGNWALL

Ihr fachlicher Hintergrund war also durchgehend Marketing, Branding und kaufmännisches Management in der Auto- und Einzelhandelsbranche

gez. Anonymus (Name und Anrift der Redaktion bekannt!

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Wien/Staatsballett in der Staatsoper: LIVING LEGACIES. 

Drei Cho­reo­gra­fen, drei Hand­schrif­ten: »Living Legacies« zeigt, wie klas­si­sches Bal­lett über Ge­ne­ra­ti­o­nen le­ben­dig bleibt.

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https://www.wiener-staatsoper.at/kalender/detail/living-legacies/

Wiener Staatsballett: „Living Legacies“ – ganz in Blickrichtung Westen

(18.9.2026)

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Frederick Ashton: Rhapsody. Antonio Casalino und Ensemble. Foto: Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Alessandra Ferri, die Leiterin des Wiener Staatsballetts seit vorigem Jahr, konnte beweisen, dass sie ein teils neu formiertes Ensemble in kurzer Zeit tänzerisch zu formen versteht. Auch der erste Ballettabend in der neuen Saison mit dem Titel „Living Legacies“ mit drei höchst anspruchsvollen Beispielen klassischen Balletts in jeweils zeitgemässem Gewand ist zu einem Publikumserfolg geworden. Schöpfungen der beiden Choreographie-Genies des 20. Jahrhunderts haben funkelnde Klassizismus-Schönheit aber doch auch einen wohl eher aussagelosen Ballettabend geboten. Jahre zurück, nach New York, 1956: George Balanchine schuf „Divertimento Nr. 15“ zu Serenaden-Musik von Mozart. Oder vor über vier Jahrzehnten in London: Frederick Ashton mit Rachmaninows Paganini-Variationen, vertanzt als „Rhapsody“. Und als starker Mittelteil überzeugte ein ebenso brillantes „Within the Golden Hour“ (2008 für das Ballett von San Francisco choreographiert) des ungemein kreativen Christopher Wheeldon aus Somerset, Jahrgang 1973. Insgesamt zu gefallen vermochten die nach wie vor eher noch namenlos wirkenden nach Wien geholten exzellenten Solisten. Den stärksten Beifall hat das virtuose Paar Cassandra Trenary und Antonio Casalinho in „Rhapsody“ erhalten. Und dazu zu Saisonbeginn die Avancements: Die Halbsolist*innen Natalia Butchko, Alessandro Cavallo, Duccio Tariello und Rinaldo Venuti sind zu Solotänzer*innen ernannt worden.

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Christopher Wheeldon „Within the Golden Hour“. Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Ferri hat auch in ihrer Programmgestaltung für die neue Saison ihren Blickwinkel, genau wie am Einleitungsabend, völlig in Richtung Westen gerichtet. Der Amerikaner John Neumeier wird sein 2000 in Hamburg kreiertes Erfolgsballett „Nijinsky“ präsentieren, der Engländer Wayne McGregor „Woolf Works“ als Kommentar zu Virginia Woolfs Leben und Schaffen. Und die Ballett-Gala 2027 ist Jerome Robbins gewidmet. Als einziger großer Ballettklassiker ist Tschaikowskis „Schwanensee“ an neun Abenden angesetzt. In der Volksoper bekommt neben diversen „Masterpieces for Two“ das langjährige Ensemblemitglied Eno Peci die Chance „Burden Loops“ zu Musik von – nicht gerade originell – Philip Glass zu choreographieren. Und in Eigenregie ist dem Staatsballett in der Volksoper nun auch bereits vor längerer Zeit eine köstliche getanzte Version von „Max und Moritz“ geglückt. Zum Kinderglück wird dieses übermütige Komödchen heuer zur Weihnachtszeit wieder ausgegraben.

Wiens Bürgermeister Ludwig muss in seinem Büro registrieren: An diesem Abend ist im großen tänzerischen Aufgebot keine einzige Person auf der Bühne gestanden, welche in Wien oder ganz Österreich geboren wurde. Das ist eine klare Aussage zu der nun schon andauernden erzieherischen wie künstlerisch problematischen Entwicklung in der Stadt. Dies gilt nicht nur für die Heranbildung im Opernballett. In der Theater-, der Musikszene sind ähnliche Tendenzen ganz offen gegeben. Die heimischen Politiker mit Kulturverantwortung gehen darüber hinweg, bleiben im Schönreden gefangen. Die Qualität ist in dieser Einkaufspolitik gegeben, doch von eigener  Kreativkraft oder einer zeitnahen „Puppenfee“ ist nichts mehr zu merken.

Meinhard Rüdenauer

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Arena di Verona 2026 schließt mit Rekordergebnis ab!

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Foto Ennevi

Die 103. Arena di Verona Opernfestspiele , die längste und jüngste Ausgabe in der Geschichte der Arena, gingen am 12. September zu Ende. Erstmals umfasste die Saison mehr als drei Monate Live-Aufführungen mit 51 Vorstellungen vom 5. Juni bis zum 12. September und erzielte mit 37 Millionen Euro den bisher höchsten Bruttoerlös – fast 1,5 Millionen Euro mehr als für 2025 erwartet. Davon wurden 27,9 Millionen Euro durch Online -Verkäufe generiert .

Die umsatzstärkste Einzelvorstellung war die von La Traviata am 13. Juni mit 1,79 Millionen Euro, womit der bisherige Rekord von Turandot aus dem Jahr 2024 übertroffen wurde. Die Neuinszenierung war zudem an sieben der 19 Vorstellungen der Saison ausverkauft . Die Kooperation zwischen der Arena di Verona und dem Moulin Rouge in Paris erreichte dank Aufnahmen von Rai Cultura und einer Dokumentation des deutschen Senders ARD, die zur Hauptsendezeit 1,3 Millionen Zuschauer erreichte, auch ein internationales Publikum. Während der Opernabende wurde in der Arena auch das Originalschwert ausgestellt, das Giovanni Zenatello 1913 in der Uraufführung von Aida als Radamès trug. Veranstaltungen zu Ehren des Tenors, des Gründervaters und ersten Schirmherrn der Festspiele, feierten und würdigten seinen 150. Geburtstag.

Die 103. Opernfestspiele der Arena di Verona lockten 416.600 Zuschauer an , 12.000 mehr als im Vorjahr. 11 % der Besucher waren unter 30 Jahre alt. Die Zahl der italienischen Besucher stieg um 24 %: 180.902 Italiener erwarben Tickets für die Festspiele, über 35.000 mehr als im Jahr 2025. Italienische Zuschauer stellten 43 % der Gesamtbesucherzahl und kamen aus allen 110 Provinzen Italiens. Zu den am stärksten vertretenen Städten zählten Verona mit 17.863 Zuschauern, Mailand mit 10.245 und Brescia mit 5.777 Zuschauern, gefolgt von Padua, Vicenza, Treviso, Bergamo, Rom, Turin und Bologna.

Ausländische Zuschauer machten 57 % der Gesamtzuschauerzahl aus und kamen aus 131 Ländern . Deutschland blieb mit 71.564 Zuschauern das Land mit den meisten ausländischen Besuchern. Großbritannien und die USA verzeichneten jeweils ein Wachstum von 14 % auf 24.529 bzw. 13.348 Zuschauer. Österreich legte um 20 % auf 20.905 Zuschauer zu, während Frankreich mit 11.315 Zuschauern stabil blieb. Auch Spanien (+13 %) und Polen (+32 %) konnten ihre Zuschauerzahlen steigern.

Die Saison verzeichnete zahlreiche ausverkaufte Vorstellungen : 19 ausverkaufte Vorstellungen, darunter sieben für die neue Traviata . Laut dem jüngsten SIAE-Bericht zählt das Arena Opera Festival auch 2025 hinsichtlich Ticketeinnahmen und Besucherzahlen zu den vier erfolgreichsten Opernaufführungen Italiens.

Zu den Neuerungen im Jahr 2026, die speziell für junge Menschen und Familien gedacht sind, gehörte, dass die Arena vor der Eröffnung des Festivals ihre Pforten für Familien und Kinder wieder öffnete und zum ersten Mal eine Oper für Kinder aufführte: Turandot Enigmas im Museum , am 9. Mai, mit 2.407 Kindern in Begleitung von Eltern, Familienmitgliedern und Lehrern.

Der Familienbereich wurde ebenfalls eingerichtet , mit einer voll ausgestatteten Kinderkrippe in Arcovolo 69 und einer Tribüne mit barrierefreiem Ein- und Ausgang. Die Pilotveranstaltung des Projekts lockte 3.055 Besucher an, darunter 1.584 Zuschauer unter 14 Jahren. Für junge Erwachsene unter 30 Jahren wurden Parkettkarten zum Preis von 30 € eingeführt: 2.010 junge Menschen nutzten dieses Angebot dank der Unterstützung von UniCredit.
Durch das Projekt „Arena Young – Scuola e Università all’opera“ erhielten 43.262 Zuschauer unter 30 Jahren Zugang zu speziellen Angeboten für Schulen und Universitäten aller Fachrichtungen.
Das Projekt „Arena per Tutti“ zur Barrierefreiheit wurde ebenfalls ausgebaut und um zwei neue Programme für Musik, Orchester und Tanz erweitert. 1.485 Menschen mit Behinderungen nahmen an den 19 multisensorischen Programmen und 26 Aufführungsabenden mit speziellen technologischen und digitalen Hilfsmitteln teil.

Im Bereich Kommunikation erreichte das Festival über 63 Millionen Online- Nutzer und gewann 34.000 neue Follower in den sozialen Medien . Darüber hinaus wurden weltweit 6.400 Artikel und Berichte veröffentlicht.

Arena di Verona

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Wien: Bewerbung für das „Konzert zum Marathon“ gestartet. 17. April 2027, Musikverein Wien

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© Das „Konzert zum Marathon“ 2027

Die Zeit Läuft! Nach der erfolgreichen Premiere findet erneut das „Konzert zum Marathon“ statt. Am Samstag, 17. April 2027 bringen der Vienna City Marathon und die Wiener Symphoniker gemeinsam am Vortag des Vienna City Marathons musikalische Läufer*innen und Mitglieder der Wiener Symphoniker im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins zusammen.

Das Konzertprogramm ist der Dramaturgie und den Emotionen eines Marathonlaufs nachempfunden – vom euphorischen Start über die verschiedenen Etappen der Strecke bis zum Endspurt und Zieleinlauf. Werke von Beethoven, Dohnányi, Dvořák, Smetana, Brahms, Chabrier sowie Johann (Sohn) und Josef Strauss begleiten diesen musikalischen Marathon. Erstmals erklingt zudem Martin Rainers eigens für den Marathon komponierte Ouvertüre, die aus seiner VCM-Hymne weiterentwickelt wurde. Die musikalische Leitung übernimmt Jakub Przybycień.

Die Bewerbung ist ab sofort möglich: Zum Vienna City Marathon angemeldete Läuferinnen und Läufer können sich mit einem Video für einen Platz im Orchester bewerben. Eine Fachjury wählt die teilnehmenden Instrumentalisten  aus. Gleichzeitig ist der Ticketverkauf für das Konzert gestartet.
Bewerbungsschluss: 22. November 2026 

Konzertinformationen
Samstag, 17. April 2027, 11.00 Uhr
Goldenen Saal des Wiener Musikvereins
VCM-Läufer*innen und Wiener Symphoniker bilden gemeinsam ein Orchester
Jakub Przybycień, Dirigent
Programm

Weitere Informationen

Vienna City Marathon – Das Konzert zum Marathon

Wiener Symphoniker – Die Zeit läuft!

Wiener Musikverein – Tickets

Bewerbung „Konzert zum Marathon“ 2027

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