Henrike Legners Debütalbum: Wo bitte, bleiben die Worte?

CD-Besprechung:

Schon beim ersten Lied muss man konstatieren, dass Legners Problem die Textverständlichkeit ist. Anfangs hofft man noch auf Besserung im weiteren Verlauf, die sich aber nicht einstellt.

Von der Liebe Zaubermacht
Lieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Henrike Legner
Gerold Huber

Genuin  Gen 25946

von Peter Sommeregger

Wenn junge Sänger und Sängerinnen sich dem Liedgesang widmen, ist das grundsätzlich zu begrüßen. Es gilt schließlich, eine Tradition fortzuführen, die von Jahrhundertsängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Hermann Prey, Elisabeth Schwarzkopf und Gundula Janowitz in der jüngeren Vergangenheit bedient wurde. „CD-Besprechung: Von der Liebe Zaubermacht/Felix Mendelssohn-Bartholdy
klassik-begeistert.de, 29. September 2025“
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Lloyd Riggins und Nicolas Hartmann äußern sich zur Zukunft des Hamburg Balletts

Nicolas Hartmann (geschäftsführender Ballettbetriebsdirektor) und Lloyd Riggins (künstlerischer Ballettdirektor) im Gespräch mit Vivien Arnold (Chefdramaturgin), Parkettfoyer der Hamburgischen Staatsoper am 28. September 2025

Ein Meinungsbeitrag von Dr. Ralf Wegner

Das Programm lief unter dem Namen Click in: Ausblick. Die Ballett-Spielzeit 2025/26. Viel Neues gab es aber nicht zu berichten. Vivien Arnold stellte als Moderatorin den Herren Riggins und Hartmann zwar die Frage, wie sie über die vergangenen 6 Monate dächten (Causa Volpi), erhielt aber keine konkreten Antworten, was wohl auch nicht zu erwarten war. „Kommentar: Click in: Ausblick. Die Ballett-Spielzeit 2025/26
Hamburgische Staatsoper, 28. September 2025“
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DIE MONTAG-PRESSE – 29. SEPTEMBER 2025

HSO Das Paradies und die Peri –  Kai Kluge, Christoph Pohl, Vera Lotte Boecker, Lunga Eric Hallam © Monika Rittershaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE –
29. SEPTEMBER 2025

Tobias Kratzer zündet den Hamburger Opernjubel
Zu Beginn seiner Hamburg-Ära stellt Tobias Kratzer mit einer genialen und wegweisenden Oratoriumsinszenierung samt rein inszenierten Buh-Rufen die Opernwelt auf dem Kopf! Auch die musikalischen Leistungen des Abends rechtfertigen die stehenden Ovationen.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Tobias Kratzer überzeugt mit einer intelligenten Inszenierung von Robert Schumanns Oratorium Das Paradies und die Peri
Tobias Kratzer befasst sich wie in seiner Münchner Rheingold-Inszenierung mit dem Verlust des Glaubens in unserer einstmals durchgehend christlichen Gesellschaft. Kratzer zeigt die Lücken, die sich in uns auftun.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

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Michael Francis und sein Orchester verwandeln diesen Abend in ein flammendes Erlebnis

Dirigent, Orchester © Felix Broede

Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Michael Francis verwandeln Schubert, Sibelius und Beethoven in ein flammendes Erlebnis

Franz Schubert
Sinfonie h-Moll, D 759 „Unvollendete“

Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll, op. 37

Nuron Mukumi, Klavier

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Michael Francis, musikalische Leitung

VILCO, Bad Vilbel, 27. September 2025

von Dirk Schauß

Ein besonderes Konzert in Bad Vilbels formidabler Stadthalle VILCO gab es am 27. September zu bestaunen. Michael Francis und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz stellten ein Programm vor, das mit seiner überraschenden Abfolge nicht provozierte, sondern schlicht überzeugte. Denn in einer Zeit, in der Repertoiregrenzen längst eingerissen sind, löst die Platzierung zweier Sinfonien vor einem Klavierkonzert höchstens ein Schmunzeln aus. Wirklich überraschend war vielmehr, wie klug die Werke aufeinander folgten und wie tief die Musiker in ihre jeweilige Eigenart eindrangen. „Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Michael Francis
VILCO, Bad Vilbel, 27. September 2025“
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Pathys Stehplatz 60: Die Macht der Wiener Philharmoniker, Teil I

Wiener Philharmoniker © Lois Lammerhuber

Der Mythos Wiener Philharmoniker lebt. Wie unnahbar und mächtig ist dieses Orchester eigentlich, das seit fast 200 Jahren die Stadt Wien prägt – für manche wie ein Geheimbund. Ein Gespräch mit Michael Bladerer, CEO und Kontrabassist, gewährt seltene Einblicke.

von Jürgen Pathy

„Ja, Wiener Philharmoniker – das ist schon was ganz Besonderes“, höre ich die Stimme von Christian Thielemann imaginär im Ohr. Nachdem ich den Musikverein Wien betrete, um den CEO der Wiener Philharmoniker zu treffen. „Ja, sehr gerne!“, hatte Michael Bladerer geantwortet, nachdem ich ihn kontaktiert hatte. Auf unkonventionelle Art, denn das habe ich ebenso noch im Ohr: „Melden Sie sich per SMS.“

„Pathys Stehplatz 60: Die Wiener Philharmoniker, Teil I
klassik-begeistert.de, 28. September 2025“
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Beethovenfest: „Épater le bourgeois!“

Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer, Dirigent © Akos Stiller

Beim Bonner Beethovenfest spielen gern gesehene (und gehörte!) Gäste aus Budapest Beethovens Siebte und Bartóks Der wunderbare Mandarin in der Komplettfassung. Die Éva Duda Dance Company tanzt phänomenal.

Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Béla Bartók (1881-1945) Der wunderbare Mandarin. Tanzpantomime in einem Akt Sz 73

Budapest Festival Orchestra
Éva Duda Dance Company
Iván Fischer, Dirigent

Bonn, Opernhaus, 27. September 2025

von Brian Cooper

Die Uraufführung vor fast genau 99 Jahren in der Kölner Oper, damals noch am Habsburgerring, war ein handfester Skandal. Es soll im November 1926 zu Tumulten mit „Pfui!“-Rufen gekommen sein, und der Oberbürgermeister der Stadt, ein gewisser Konrad Adenauer, nahm das „unmoralische“ Werk flugs eigenhändig vom Spielplan. „Budapest Festival Orchestra, Éva Duda Dance Company, Iván Fischer
Opernhaus Bonn, 27. September 2025“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 28. SEPTEMBER 2025

Tobias Kratzer © Robert Haas 

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE –
28. SEPTEMBER 2025

Hamburg
Hamburgische Staatsoper: Auftakt in ein „neues Abenteuer“
Die Eröffnung am Sonnabend setzt bewusst schon einen programmatischen Akzent: Tobias Kratzer, frisch gekürter „Regisseur des Jahres“, bringt Robert Schumanns Oratorium „Das Paradies und die Peri“ in einer szenischen Neudeutung auf die Bühne, dirigiert von Omer Meir Wellber und mit der international gefeierten Vera-Lotte Boecker in der Titelrolle.
ndr.de.kultur.hamburg

„DIE SONNTAG-PRESSE – 28. SEPTEMBER 2025“ weiterlesen

Nachtmusiken in Köln: Es fehlt etwas!

Ingo Metzmacher, Conductor © SF/Marco Borrelli

WDR Sinfonieorchester
Ingo Metzmacher, Dirigent

Helen Grime – Near Midnight

Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 7 e-Moll

Kölner Philharmonie, 26. September 2025

von Daniel Janz

Es wird unheimlich bis düster an diesem Freitagabend in der Philharmonie am Rhein. Mit zwei Werken nächtlicher Stimmung entführt das WDR Sinfonieorchester unter Ingo Metzmacher (67) das Publikum in eine Klangwelt zwischen Mitternacht, Träumen von besseren Welten, spukhaften Geisterspielen und nächtlichen Ständchen. „WDR Sinfonieorchester, Ingo Metzmacher, Dirigent
Kölner Philharmonie, 26. September 2025“
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Michael Spyres und Héloïse Mas begeistern in Offenbachs Oper “Les contes d’Hoffmann”

Michael Spyres, Ensemble Aedes © DR Stefan Brion

Die Aufführung von Hoffmanns Erzählungen, die zurzeit an der Opéra-Comique in Paris aufgeführt wird, ist eine Übernahme der Produktion, die schon im Frühjahr dieses Jahres in Straßburg gespielt wurde, dort ebenfalls unter der Leitung des Dirigenten Pierre Dumoussaud. In Paris aber profitiert sie von der Präsenz von Michael Spyres und Héloïse Mas, die in ihren jeweiligen Rollen von Hoffmann und Muse/Niklausse ein gutes Ensemble überragen. Ihren stimmlichen und szenischen Leistungen ist es zu verdanken, dass die Inszenierung von Lotte de Beer schlüssig daherkommt.

Jacques Offenbach (1819-1880)
LES CONTES D’HOFFMANN
Opéra fantastique in fünf Akten (Libretto: Jules Barbier)

Musikalische Leitung: Pierre Dumoussaud

Inszenierung: Lotte de Beer
Bühnenbild: Christof Hetzer   
Kostüme: Jorine van Beek

Orchestre Philharmonique de Strasbourg
Ensemble Aedes

Opéra-Comique – Salle Favart, Paris, 25. September 2025

von Jean-Nico Schambourg

Bei einer Aufführung von “Hoffmanns Erzählungen” von Jacques Offenbach stellte sich von Jahren immer die Frage: Welche Version spielen? Da die Oper erst nach dem Tode des Komponisten uraufgeführt wurde, hat sie im Laufe der Zeit viele Adaptationen erleiden müssen.

„Jacques Offenbach (1819-1880), Les contes d’Hoffmann,
Opéra-Comique – Salle Favart, Paris, 25. September 2025“
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Mahlers „Sinfonie der Tausend“ im Flughafen Tempelhof: Das Unbeschreibliche – hier ist’s getan

Foto: siko-kob-© Jan Windszus

Der Komischen Oper Berlin sei für ihren Mut gedankt, ein Projekt dieser Größenordnung zu wagen. Der offensichtliche Erfolg ist der Lohn für diesen Mut und ein großer Teil des Dankes gebührt James Gaffigan, der souverän die Gesamtleitung handhabte. Ein Erlebnis!

Tausend in Tempelhof

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 8 in Es-Dur

Christina Nilsson,  Penny Sofroniadou,
Elisa Maayeshi,  Karolina Gumos,  Rachel Wilson,
Andrew Staples,  Hubert Zapiór,  Andreas Bauer-Kanabas

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Rundfunkchor Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Orchester der Komischen Oper Berlin

James Gaffigan  Musikalische Leitung

Hangar 4 im Flughafen Tempelhof, 25. September 2025

von Peter Sommeregger

 Aufführungen von Gustav Mahlers 8. Sinfonie sind dünn gesät, was in erster Linie durch den gewaltigen Aufwand zu erklären ist, den sie erfordert.

Die Komische Oper Berlin nahm die Gelegenheit wahr, zwischen der Präsentation des Musicals „Jesus Christ Superstar“ zwei Aufführungen des Werkes zu platzieren. Der weitläufige Hangar des stillgelegten Tempelhofer Flughafens bietet tatsächlich auch den idealen Rahmen für dieses Werk der Superlative, er ähnelt auch ein wenig dem Ambiente der Uraufführung vom September 1910 in München. In einer dort neu erbauten Ausstellungshalle dirigierte Gustav Mahler persönlich, zu diesem Zeitpunkt blieben ihm gerade noch acht Monate Lebenszeit. „Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 8 in Es-Dur
Komische Oper Berlin, 25. September 2025“
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