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Als die ersten Takte von Beethovens Coriolan-Ouvertüre am 16. Mai 2026 durch die VILCO in Bad Vilbel ertönten, war sofort klar: Hier wird heute nicht nur schön musiziert – hier wird gelebt, gerungen und gefeiert. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung des Belgiers Michel Tilkin lieferte einen Konzertabend, der von der ersten bis zur letzten Note spürbar war: energiegeladen, farbig und emotional echt. Kein Routinekonzert, sondern ein Abend mit echten Charakteren und großer Hingabe.
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zu „Coriolan“ op. 62
Carl Maria von Weber
Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1 f-moll op. 73
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Staatsorchester Rheinische Philharmonie
Roeland Hendrikx, Klarinette
Michel Tilkin, musikalische Leitung
VILCO Bad Vilbel, 16. Mai 2026
von Dirk Schauß
Ludwig van Beethovens Coriolan-Ouvertüre op. 62 traf wie ein Faustschlag. Schroff, dramatisch und voller innerer Spannung spielte das Orchester das Stück genau so, wie es gemeint ist: kein gefälliges Vorspiel, sondern ein echtes Ringen mit deutlichen Ecken und Kanten. Tilkin trieb die Musiker mit präzisen, energischen Gesten an, das Orchester antwortete mit einem knackigen, transparenten Klang. Die Streicher stürmten mit Vehemenz, die Blechbläser grollten dunkel und bedrohlich. Man spürte die Dringlichkeit und den kämpferischen Geist in jedem Takt. Ein starker, charaktervoller Auftakt, der das Publikum sofort bannte und zeigte, warum Beethoven auch über 200 Jahre später noch so unmittelbar wirkt. „Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Michel Tilkin
VILCO Bad Vilbel, 16. Mai 2026“ weiterlesen