DIE DIENSTAG-PRESSE – 9. JUNI 2026

DIE DIENSTAG-PRESSE – 9. JUNI 2026

Die Walküre, Volle, Nylund © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 9. JUNI 2026

Wien/Staatsoper
Die Walküre in Wien: Liebe im Schatten des Untergangs
Kaum haben die Götter Walhall bezogen, beginnt ihr schönes neues Zuhause bereits zu bröckeln. Was im Rheingold als Streit um Gold, Macht und Verträge seinen Anfang nahm, wird in der Walküre zur Familienkrise von kosmischen Ausmaßen.Erster Tag des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« Die Wiener Staatsoper setzte ihren aktuellen Ring des Nibelungen mit einem Abend fort, der die Qualitäten des Rheingold nicht nur bestätigte, sondern in vielerlei Hinsicht noch übertraf. Wo der Vorabend vor allem die Welt des Ringes errichtete, schenkt die Walküre seinen Figuren Herz, Blut und Emotionen. Das Ergebnis war ein Abend großen Musiktheaters, der das Publikum über mehr als vier Stunden hinweg in seinen Bann zog.
von Kathrin Schuhmann
Klassik-begeistert.de

Nachruf
Zum Tod von Jürgen Kesting: „Eine brennende Leidenschaft für Gesang“
Der Opernkritiker Jürgen Kesting ist im Alter von 85 Jahren in Hamburg gestorben. Im Interview spricht Kestings frühere NDR Kultur Kollegin Elisabeth Richter über seine Fachkompetenz und seine große Liebe zur Musik.
ndr.de

Bei ihm spitzten alle die Ohren: „Stimmenpapst“ Jürgen Kesting ist tot (Bezahlartikel)
Der große deutsche Musikkritiker starb knapp vor seinem 86. Geburtstag in Hamburg. Vor allem in der Beurteilung des Operngesanges hat er Maßstäbe gesetzt.
DiePresse.com

Hamburg/Staatsoper
Omer Meir Wellber berührt mit einem glanzvollen Tristan
Omer Meir Wellber führt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg mit seinem Tristan und Isolde-Dirigat zu einer glanzvollen musikalischen Leistung. Mit welcher Zartheit die Pianissimi immer noch den Raum fluteten und mit welcher Inbrunst das Orchester unter seinem Dirigenten quasi zu einer Gesangsstimme verschmolz, berührte das Herz. Seit 2014 in Berlin unter Daniel Barenboim habe ich solch eine orchestrale glanzvolle Tristan-Aufführung nicht mehr erlebt.
Klassik-begeistert.de

Hamburg/Staatsoper/„Tristan und Isolde“
Auf den Punkt 97:  Was hätte Jürgen Kesting dazu gesagt?
Der Journalist, Musikkritiker und Fachbuchautor Jürgen Kesting ist vor wenigen Tagen in Hamburg verstorben. Geboren 1940, wurde er mit einer Generation großer Sänger sozialisiert – Maria Callas, Elisabeth Schwarzkopf, Renata Tebaldi, Fritz Wunderlich, Franco Corelli, Luciano Pavarotti. Man nannte die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts daher auch das zweite Goldene Zeitalter der Oper. Kesting nannte man den Stimmpapst, weil er die Sänger verehrte, liebte und kritisierte.
Richard Wagner  Tristan und Isolde
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de

Feuilleton
Kreativität statt Kohle – reicht das?
Willkommen in der neuen Klassik-Woche, heute geht es ums liebe Geld: In Bayreuth und in unseren Orchestern fehlt es. Um so wichtiger sind kreative, neue Ideen. Aber die stehen unter immer größerem politischen Druck! Zum Kesting-Ableben: Der letzte Papst. Irgendwie schien das nicht mehr seine Welt zu sein, als er vor einigen Monaten bei der Premiere von Das Paradies und die Peri im Foyer der Hamburgischen Staatsoper stand. Daraus machte er anschließend – in einer seiner letzten Kritiken – auch kein Geheimnis: Jürgen Kesting spottete herzhaft über die »Ja‑Sager‑Kritiker«, die dem neuen GMD huldigten, lachte das Publikum aus, das sich bei Ina Müller »unter seinem Niveau« amüsierte und befand, dass Tobias Kratzer eher sein eigenes Ego als Schumann und Kesting befriedigte. Bämm! Nun ist Jürgen Kesting tot – gestorben in Hamburg. Einer, an dem ich mich immer reiben konnte. Mein ganz persönlicher Nachruf hier.
backstageclassical.com

Audio
Why we play – Film-Dokumentation über das Ensemble Modern
Audio von Jörn Florian Fuchs (8,22 Minuten)
deutschlandfunk.de

Wien/Volksoper
Fantasien im Reality-Check
An der Volksoper Wien feiert „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach unter der Regie von Lotte de Beer Premiere. Nach der Pause treten die Muse und Hoffmann vor den geschlossenen Vorhang. „Und wie war’s für dich bis jetzt?“, fragt sie. Er muss nicht lang überlegen: „Also, ich war gut!“ Immerhin: Applaus und Gelächter im Publikum. Noch witziger wär’s gewesen, hätten die Übertitel die Pointe nicht vorab verraten. Ja, „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbachs große „Opéra fantastique“ mit ihrer komplizierten Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte, die voll ist mit Unglücksfällen und Eingriffen, Umarbeitungen und sogar Fälschungen, diese faszinierende romantische Oper, die erst nach Offenbachs Tod uraufgeführt werden konnte: Sie wird an der Wiener Volksoper auf keine ganz gewöhnliche Weise erzählt. Und das ist nicht nur erlaubt, sondern kann ja auch sehr gut sein. Oder: könnte.
BR-Klassik.de

Ein Alptraum in der Puppenkiste
In der Suche nach den kulturellen Vorläufern seiner „Traumdeutung“ hat Sigmund Freud die Oper so gut wie ausgelassen. Fündig hätte er freilich bei Jacques Offenbach und den Traumabenteuern seines Hoffmann werden können. An der Volksoper ist seit Sonntagabend zu sehen, was passiert, wenn man „Hoffmanns Erzählungen“ quasi im Schweinsgalopp durch die Welt der Traumdeutung treibt. Die Sehnsucht nach der Geliebten strandet an der Monsterpuppe.
orf.at

Volksoper: „Hoffmanns Erzählungen“ als Gesprächstherapie (Bezahlartikel)
Am Gürtel bricht Hausherrin Lotte de Beer Offenbachs „Fantastische Oper“ durch eingeschobene deutsche Dialoge zwischen Hoffmann und seiner kritischen Muse auf – und lähmt sie zugleich. Auch musikalisch gibt es zu wenig Grund zur Freude. Muse sein ist auch nur ein Job: „Hoffmann“ ist die Akte beschriftet. „Verwechselt Fantasie und Realität“, „Erotomanie“ und andere Diagnosen sind erstellt, therapeutische Maßnahmen nötig … Aber beginnen wir mit der musikalischen Seite. Die schmerzte genau genommen mehr als die szenische.
DiePresse.com

Therapeutin Muse: „Hoffmanns Erzählungen“ an der Volksoper (Bezahlartikel)
Die Frauen machen Hoffmann wahnsinnig! Olympia, Antonia und Giulietta gehen ihm nicht mehr aus dem Kopf – und dann rebelliert auch noch seine Muse: „Die Rolle, die du mir zuschreibst, passt mir nicht. Dieser Typ Muse, der deine erotomanischen Fantasien befriedigt. Es gibt keine Frau, die in diese Rolle passt. Nicht im Leben und auch nicht in der Kunst.“ Das sind neue Töne für den Dichter, aber auch für Besucher von „Hoffmanns Erzählungen“. Zu hören sind sie in der Volksoper.
KleineZeitung.at

Wien/Musikverein
András Schiff und Julia Hagen: Virtuosen aus verschiedenen Welten (Bezahlartikel)
Gemeinsamer Konzertabend im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins mit Cellosonaten.
Kurier.at

Schiff und Hagen, nebeneinander im Musikverein (Bezahlartikel)
Jeder für sich spielten András Schiff und Julia Hagen sehr ordentlich. Leider aber kaum miteinander.
DiePresse.com

Göttingen
Vilmantas Kaliunas wird Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters
Der 50-jährige Hamburger übernimmt ab der Spielzeit 2027/28 den Taktstock von Nicholas Milton. Beim Probe-Dirigieren forderte er die Musiker kräftig und war begeistert von Orchester. Zum Start der Spielzeit 2027/28 wechselt nicht nur die Intendanz am Deutschen Theater (DT), sondern auch die musikalische Leitung beim Göttinger Symphonie Orchester (GSO). Der Nachfolger des Australiers Nicholas Milton stammt aus Litauen, ist in Deutschland sehr bekannt und heißt Vilmantas Kaliunas.
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Schladming
Plácido Domingo und die Weisheit eines Sängerlebens (Bezahlartikel)
KRITIK. Mit stehenden Ovationen wurden Plácido Domingo und seine Mitstreiter verabschiedet. Der Weltstar beendete das Summer Opening Schladming würdevoll mit Klassik.
KleineZeitung.at

Kiel/Opernhaus
Auf den Punkt 96: Walking in Kiel
Giuseppe Verdi    La forza del destino. „Walking in Memphis“ ist ein Lied von Marc Cohn aus dem Jahr 1991, eine geniale Mischung aus softem Pop, Blues und Gospel. Cohn wurde von John Axelrod entdeckt, da war der amerikanische Kapellmeister noch Talentscout beim Musikkonzern BMG. Weinhändler war er auch mal, Weinexperte ist er vermutlich immer noch. Der Mann weiß, was gut ist. Weiß man das auch in Kiel?
Von Jörn Schidt
Klassik-begeistert.de

Leipzig/Musikalische Komödie
Ein Leipziger Frank Sinatra: Tuomas Pursio über den „Mann, der mit seinen Dämonen kämpft“
Leipzigs Musikalische Komödie zeigt ab dem 13. Juni „Strangers in the Night“. Der Bassbariton Tuomas Pursio ist darin Frank Sinatra. Ein Gespräch…
LeipzigerVolkszeitung.de

Kabarett-Star Frank:
Ich bin der Silbereisen unter den Opernsängern“
Alle lachen über diesen lustigen Bayer: In Graz feierte Kabarettist Martin Frank die Premiere seiner selbstironischen Geschichten über den Alltagswahnsinn – mit Furcht vor dem Coming-out und mit Vorfreude auf das Singen an der Wiener Staatsoper.
krone.at

Ulm
Köln/Philharmonie
Jan Lisieckis Grieg fesselt ausnahmsweise nicht
Einige Freunde haben für dieses Konzert schon im März Karten gekauft. März 2025 wohlgemerkt, weit über ein Jahr vorher. Die große Martha Argerich soll nämlich Robert Schumanns Klavierkonzert spielen, der Abend – letztes Konzert im Edelabo „Premium“ – ist seit Monaten ausverkauft. Dann allerdings folgt, lange vor dem 7. Juni, eine seltsam anmutende Absage „aus produktionstechnischen Gründen“, was immer das ist. (Frau Argerich, gerade 85 geworden, ist zum Glück putzmunter, ihr Hamburger Festival beginnt in knapp zwei Wochen.) Sogar die Karten darf man zurückgeben, der Sitzplan sieht so gesprenkelt aus wie selten, in allen Kategorien sind plötzlich wieder Karten verfügbar.Dabei ist der einspringende Solist kein Geringerer als Jan Lisiecki, der das nun auf dem Programm stehende „Schwesterwerk“ spielt:
Von Dr. Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

Essen
Dresdner Ex-Opernintendant heuert in Essen an: Theiler will „Brücke in die Zukunft bauen“
Vor zwei Jahren ging Peter Theiler als Intendant der Semperoper in den Ruhestand. Nun kehrt er aus demselben zurück auf die Szene. Theiler (69) übernimmt im Sommer nächsten Jahres die Intendanz der Essener Oper und des Orchesters – übergangsweise für ein Jahr. In beratender Funktion hat er den neuen Job schon begonnen. In Essen will Theiler eine „Brücke in die Zukunft bauen“ und auch bei der Suche nach einer dauerhaften Intendanz nach seiner Übergangsspielzeit 2027/28 helfen. Hauptwohnsitz bleibe Dresden, so Theiler, der in Essen eine Zweitwohnung beziehen will.
tag24.de

Hamburg
Internationales Musikfest Hamburg feiert Abschluss
Rund 75.000 Menschen besuchten 54 Veranstaltungen zum Thema »Ende«
kulturfreak.de

Jurmala
Südkoreaner Sungmin Park holt sich den 44. Belvedere-Bewerb
Der Hattrick ist perfekt: Der 25-jährige Bassbariton Sungmin Park hat am Sonntag den 44. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb für sich entschieden – und damit den dritten südkoreanischen Sieg in Folge beim österreichischstämmigen Contest für junge Stimmen eingefahren. Wie 2024 Jungrae Noah Kim sicherte sich Park im lettischen Jurmala den Sieg und reklamierte damit wie Geon Kim im Vorjahr in Bern den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für sich.
vol.at

Links zu englischsprachigen  Artikeln

Berlin
Deutsche Oper Berlin 2025-26 Review: Götterdämmerung
operawire.com

Layer Marney Tower, Wild Arts Summer Opera festival
The Marriage of Figaro review – Danielle de Niese’s deft direction weds finery with fun    A touring show was quite a challenge for the opera star’s first directorial gig, but dynamic singing, charismatic orchestral play and clever stage jokes pull it off brilliantly
TheGuardian.com

Alresford
Caesar and the Raiders of the Lost Ark: comic overkill stunts Handel at Grange Festival
bachtrack.com/de

Love, life and art remain to the fore in the Grange Festival’s La bohème despite stated political aims
operatoday.com

West Horsley
Don Carlo, Grange Park Opera review – rich confrontations in a confined space
Not much to look at, good on the ear
theartsdesk.com

Grange Park’s scaled-down Don Carlo still astonishes (Subscription required)
Stripped of lavish sets and crowds of extras, Verdi’s turbulent drama sounds more compelling than ever
TheTelegraph.co.uk

San Francisco
Elim Chan Receives a Hero’s Welcome at First SF Symphony Concert Since Historic Appointment
sfcv.org

Recordings
Review: Dvořák – Symphony No. 9 (‘From the New World’) –
Rotterdam Philharmonic, Lahav Shani
theclassicreview.com

Ballet / Dance

Philadelphia: Mother Nature returns the love to BalletX’s Four Seasons Reimagined
bachtrack.com/de

Ballett/Tanz

Hamburg/Elbphilharmonie
Edvin Revazovs neue Choreographie 5 Seasons überzeugt in der Elbphilharmonie mit klassisch basiertem Tanz –Uraufführung
Selten sah man Edvin Revazov so gelöst und glücklich wie nach dem Ende dieses abendfüllenden Balletts. Das Publikum dankte es ihm und allen Mitwirkenden mit Begeisterung und langanhaltend. Man muss sich dieses Stück wohl ein zweites Mal anschauen, um den Variationen der Jahreszeiten und den darin verwobenen Lebensgeschichten gerecht zu werden.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Sprechtheater

Wiener Festwochen
Castelluccis Maskerade mit Tötungsmaschine hinterlässt nur Fragezeichen
„Credere alle maschere“ (An Masken glauben) nennt der Festwochen-Stammgast seine 40-minütige Performance. Sie bleibt selbst für Castellucci-Verhältnisse allzu rätselhaft DerStandard.at

„Juggle & Hide“ bei den Festwochen: Revolte der Requisiten (Bezahlartikel)
Thailands aufstand- und putschreiche Geschichte in „Juggle & Hide“, der neuen Arbeit des Theatermachers Wichaya Artamat bei den Festwochen.
Kurier.at

Ausstellungen/Kunst

Wien/MAK
Bilder vom Ende der Vorstellung: MAK zeigt Thomas Demand  (Bezahlartikel)
Der deutsche Künstler schafft einen Schwebezustand, in dem sich über Realität, Bilder und Fälschungen sinnieren lässt.
Kurier.at

Politik

Österreich
Kasperl der Woche: Erhofftes Wirtschaftswunder holte exakt null Euro
Das Sozialministerium richtete einen Fonds zur Armutsbekämpfung ein, der gänzlich ohne öffentliche Gelder auskommen soll. Darin landeten exakt null Euro. Das war wohl nix.
krone.at

Sport

Fußball-WM
Nach WM-Generalprobe: „War nicht cool!“ Baumann spricht über DFB-Degradierung
Oliver Baumann ist bei der WM im DFB-Tor nur die zweite Wahl, der Goalie wurde von Julian Nagelsmann degradiert. Jetzt spricht er über die Situation. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft war Oliver Baumann noch als Einser-Tormann im DFB-Team gesetzt – bei der WM-Endrunde wird er aber nur zweite Wahl sein. Der Hoffenheim-Schlussmann wurde von Teamchef Julian Nagelsmann degradiert, der setzt nämlich auf die Dienste von Manuel Neuer.
heute.at

Was machen die späten WM-Spiele mit der Gastronomie?
Mehr als die Hälfte der Weltmeisterschafts-Partien beginnen erst nach Mitternacht. Das bedeutet auch: Weniger Umsatz für die deutsche Gastronomie, so eine Studie des IW-Köln. Der Gastronomie könnte die WM laut Scheufen rund 67,4 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bescheren. „Wären alle Spiele um 19 Uhr angesetzt, läge dieser Wert bei knapp 103 Millionen Euro.“
zdfheute.de

Trinkst du noch, oder spielst du schon? Pflichtpausen schaffen 208 neue Werbefenster
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft wird es erstmals verpflichtende Trinkpausen geben. Das diene dem Schutz der Spieler, sagt die Fifa. Die Pflichtpausen werden allerdings mit Werbung gefüllt. Es könnte also auch darum gehen, noch mehr Reibach zu machen.
md.de

Österreich
Robert Sara feiert „80er“: Córdoba: „Wie viele Mark verdient ihr eigentlich?“
Robert Sara feiert heute seinen 80. Geburtstag! Der Rekordspieler der Wiener Austria führte Österreich bei der WM 1978 als Kapitän an. Für die „Krone“ blickt er auf das „Wunder von Córdoba“ zurück und erklärt, worauf es für Rot-Weiß-Rot beim kommenden Großereignis ankommt.
krone.at

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Unter’m Strich

GB
Krankenschwester heiratete in die Royal-Family ein
Der Neffe von König Charles, Peter Phillips, ehelichte seine Frau Harriet in einem malerischen Dorf in Gloucestershire. Der britische Monarch und seine Frau, Königin Camilla (78), wurden Medienberichten zufolge mit Jubel empfangen, als sie bei der Kirche eintrafen. Bilder zeigen, wie die beiden mit breitem Lächeln aus dem Auto steigen. Auch das Thronfolgerpaar, Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44), nahmen an den Feierlichkeiten teil.
Kurier.at

GB
King Charles’ Faszination für Nager, die er in seinem Privathaus frei herumlaufen lässt

Katzen sind dem britischen Monarchen ein Graus – dafür dürfen diese Nagetiere in seinem Haus in Schottland frei herumstreifen. Obwohl es innerhalb der königlichen Familie bekanntermaßen viele Tierliebhaber gibt, kann zumindest König Charles III. nicht alle Vierbeiner leiden. Angeblich erträgt es der britische Monarch nicht, sich im selben Raum wie eine Katze aufzuhalten (mehr zu Charles’ Phobie lesen Sie hier). Dafür haben es dem Monarchen bestimmte Nagetiere angetan. Charles ist für seine Liebe zu Pferden und Hunden bekannt, doch es mag überraschen, dass Seine Majestät auch eine ungewöhnliche Vorliebe für Eichhörnchen hegt.
Kurier.at

USA
„Ich habe genug“: Trump verliert Nerven und bricht Interview ab
Die Partei von US-Präsident Donald Trump könnte im November bei den Zwischenwahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren. In den Umfragen liegen die Demokraten vorn. Schon werden Betrugsvorwürfe laut. Trump behauptete in einem Interview am Wochenende, dass es bei den Vorwahlen in Kalifornien Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Als er dann auch die alten Wahlbetrugsvorwürfe aus dem Jahr 2020 wieder ins Spiel brachte, eskalierte das Gespräch. Das Interview mit dem TV-Sender NBC war am Freitag auf einem Bauernhof in US-Bundesstaat Wisconsin aufgezeichnet worden, wo sich Trump mit Landwirten getroffen hatte. Als Kulisse dienten ein Traktor und Heuballen (siehe Video oben). Der 79-jährige Staatschef ließ sich zunächst nicht von dem auf das Dach prasselnden Regen aus der Ruhe bringen, der die Tonaufnahme schwierig gestaltete. Als Gastgeberin Kristen Welker ihre Crew fragte, ob sie die Aufnahmen stoppen sollten, sagte Trump: „Nein, die Leute werden das schon verstehen, wir sind auf einer Farm.“Schließlich eskalierte das Interview, als Trump seine unbelegte Behauptung wiederholte, die von ihm gegen Biden verlorene Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 sei manipuliert gewesen. Von Welker aufgefordert, Beweise vorzulegen, erwiderte Trump: „Sie sind entweder unaufrichtig oder Sie sind dumm. Sie spielen ihnen in die Hände.“ „Tut mir leid. Lasst uns aufhören, denn ich habe genug. Vielen Dank, Darling“, erklärte der Präsident nach seiner Schimpftirade. Anschließend verließ er das Interview.
krone.at

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 9. JUNI 2026)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 9. JUNI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Plácido Domingo in Schladming (7.6.)

Concert at the 2026 Summer-Opening Schladming-Dachstein, Austria 🇦🇹, Planai Stadion, 7 June 2026, with Plácido Domingo, Adriana Kučerová, Teo Gertler (guest violinist) and Rastislav Štúr conducting the Slovak Philharmonic Orchestra. Summer-Opening SchladmingSlovenská filharmónia – Slovak Philharmonic Teo Gertler

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Schladming
Plácido Domingo und die Weisheit eines Sängerlebens (Bezahlartikel)
KRITIK. Mit stehenden Ovationen wurden Plácido Domingo und seine Mitstreiter verabschiedet. Der Weltstar beendete das Summer Opening Schladming würdevoll mit Klassik.
KleineZeitung.at

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Premiere „Turandot“ von Giacomo Puccini am 7. Juni 2026 in der Staatsoper/STUTTGART
Weltumfassendes Drama

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Diego Godoy (und Statistin) © Martin Sigmund

Anna-Sophie Mahler hat als Regisseurin bei Giacomo Puccinis „Turandot“ einen ganz neuen Ansatz. Prinzessin Turandot will sich nicht mit einem Mann verheiraten. Deswegen hat sie einen Schutzwall von drei Rätseln errichtet. Wer die Rätsel lösen kann, bekommt sie zur Frau. Wer scheitert, wird enthauptet. Als der Tartaren-Prinz Calaf drei richtige Antworten gibt, scheint der Bann gebrochen zu sein. Doch Calaf eröffnet Turandot einen Ausweg. Wenn sie über Nacht Kenntnis von seinem Namen gewänne, brauche sie ihn nicht zu heiraten. Die Sklavin Liù kennt Calafs Namen. Als sie sich (um das Geheimnis nicht zu verraten) das Leben nimmt, bricht Puccinis Oper ab. Der Komponist starb 1924 an einem Krebsleiden in Brüssel. „Turandot“ blieb Fragment und wurde 1926 ohne Finale uraufgeführt.

Anna-Sophie Mahler verzichtet in ihrer Inszenierung auf das triumphale Ende von Franco Alfano, der Puccinis Final-Skizzen instrumentierte. Als Puccini schon im Krankenhaus lag, notierte er „poi Tristano“ und verwies damit auf Richard Wagners „Tristan und Isolde“. Und deswegen wird bei dieser Inszenierung in Stuttgart am Schluss auch instrumental und mit reicher Chromatik „Isoldes Liebestod“ musiziert. „Turandot“ endet nach den letzten Worten des Chores mit einem Es in der Piccoloflöte. Und „Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“ beginnt mit einem Es in der Bassklarinette. Ob dies nun wirklich passt, darüber lässt sich trefflich streiten. Die großangelegte Bühne von Katrin Connan besteht aus Nebel und Felsen sowie großen Aufgängen. Turandots riesige Augen sind im Hintergrund zu sehen. Und man erkennt auch den Sternenhimmel, die Erdkugel und verschiedene Lichteffekte bis hin zu Blumenmotiven, die sich in raffinierter Weise ineinanderschieben. Die Prinzessin aus Eis wird vom Feuer des Prinzen hier allerdings eher mühsam zum Schmelzen gebracht. Sie entsteigt einem großen Stahlgefäß, das von oben herabgelassen wird. Assoziationen zu Fritz Langs Film „Metropolis“ tun sich auf. Roboterfiguren werden sichtbar, um das Kalte, Unmenschliche und Unberührbare zu beschreiben. Industrielle Ebenen werden auch beim Auftritt der drei Minister Ping, Pang und Pong im Hintergrund sichtbar. Alles wird von kalter Technik beherrscht und der Mensch unterliegt dieser fatalen Situation. Manchmal werden diese technischen Finessen auch zu stark betont, doch im Gesamtzusammenhang hinterlassen sie einen starken Eindruck.

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Chor, Ensemble © Martin Sigmund

Musikalisch kann diese Aufführung in mehrerer Hinsicht punkten. Unter der energischen Leitung von Valerio Galli musiziert das Staatsorchester Stuttgart akribisch. Dadurch kommt das verfeinerte exotische Kolorit leuchtkräftig zum Vorschein. Im wuchtigen Unisono des vollen Orchesters erklingt die Fünf-Ton-Folge zu Beginn unverwechselbar. Der Staatsopernchor brilliert bei den weitgespannten Chorszenen bis hin zum von Bässen gesungenen Henkerchor in imponierender Weise (Einstudierung Chor & Kinderchor:Bernhard Moncado). Und auch die Leuchtkraft der Kaiserhymne lässt nichts zu wünschen übrig.

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Chor, Ensemble © Martin Sigmund

Ewa Vesin verkörpert Turandot mit stählerner gesanglicher Leuchtkraft, die sich weit auffächert. Mit imperialer Geste und großen Sprüngen der Stimme schleudert sie die Forderung heraus, dass Calaf von seinem Vorhaben ablassen solle. Ihr hohes C ist ein Ausdruck tiefster Verzweiflung. Diego Godoy antwortet ihr als Calaf ebenfalls in hellstem C-Dur („grandiosamente“). Er möchte sie als Frau voller Liebesglut sehen. Und er kann im weiteren Verlauf die magische Kraft der berühmten Arie „Nessun dorma“ mit glanzvollen Spitzentönen nachzeichnen. Der Wechsel von G-Dur nach D-Dur gelingt klangmalerisch vortrefflich. Kleine Halbtonschritte und eine große Septime reichern die Melodik hier in überwältigender Weise an. Im zweiten Akt stechen die drei Minister Ping, Pang und Pong in der markanten Charakterisierung von Shigeo Ishino, Alberto Robert und Joseph Tancredi facettenreich hervor. Eine hervorragende gesangliche Leistung bietet ferner Esther Dierkes als Liù. In elegisch-bewegendem es-Moll singt sie ihren erschütternden Abschied von der Welt und prophezeit Turandot, dass auch sie das Glück der Liebe erfahren werde. Die hohen Streicher folgen hier genau der Singstimme im „sviolinata“-Stil. Ein leidenschaftlicher Gefühlsausbruch, der das Publikum begeistert und die Prinzessin beeindruckt! Mehrfach ist hier übrigens der berühmte „Tristan“-Akkord versteckt herauszuhören, was der Dirigent Valerio Galli auch einfühlsam betont. Die Spannung steigert sich hier ins Unerträgliche, bis der Wagner-Schluss alle zu erlösen scheint. In weiteren Rollen gefallen noch Heinz Göhrig als Kaiser von China Altoum, Adam Palka als Timur sowie Jaewoung Lee als Mandarin. Selbst tänzerische Elemente stechen hervor (Choreografie: Ivan Estegneev). Jubel und Ovationen für diese sehenswerte Inszenierung.

Alexander Walther

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ATHEN: Athens Epidaurus Festival, Peiraios 260. Philip Glass: Einstein on the Beach / Konzertperformance

Philip Glass: Einstein on the Beach / Konzertperformance
Besuchte Aufführung am 30. Mai

Wenn Hören sehend macht

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© Jorge Carmonia

Nach Heiner Goebbels „Schliemann III“ zur Eröffnung des Athens Epidaurus Festival kam am zweiten Abend eine Konzertversion von Philip Glass’ Oper „Einstein on the Beach“ zur Aufführung. Und wiederum darf man von einem Hörereignis sprechen. Philip Glass und Robert Wilson brachten die gemeinsam entwickelte Oper 1976 am Festival von Avignon zur Uraufführung. Es war ein Ereignis, das Operngeschichte schrieb. Das radikale Werk verzichtet auf eine Handlung und arbeitet stattdessen mit harmonisch geformten Motivblöcken und lyrischen Texten. Es geht dabei nur assoziativ um Einstein. Der berühmte Physiker tritt an keiner Stelle jemals auf. Thematisch tauchen Aspekte wie Zug, Gerichtsprozess/Gefängnis und Raumschiff auf, aber auch die Emanzipation der Frau und die Hingabe des Liebenden. „Einstein on the Beach“ bleibt auch ohne szenische Aufführung ein Gesamtkunstwerk.

Und freilich hat auch eine Konzertversion ihre szenischen Aspekte, für welche sich Germaine Kruip verantwortlich zeichnet. Die Sprecherin, die Sängerinnen und Sänger vom Collegium Vocale Gent sowie die Musikerinnen und Musiker vom Ichtus Ensemble sind in wechselnden Anordnungen auf der Bühne verteilt, manchmal pausieren sie auch und sitzen am Rand. Es ist also ein durchaus bewegter Kosmos von Akteuren, der dem Publikum entgegentritt. Die musikalischen Gesten der Musik finden ihren Widerhall in der Platzierung und „Choreografie“ der Körper. Dabei wirkt alles unaufdringlich und unaufgeregt. Das Lichtdesign von Freek Pieters schafft unterschiedliche Raumstimmungen. Die derart mit kleinen Aktionen bespielte Bühneninstallation hält den Betrachter zum aufmerksamen Hören an – wobei ein kurzzeitiges Verlassen des Zuschauerraums jederzeit erlaubt ist.

Die musikalische Darbietung bietet ein intensives Hörerlebnis. Philip Glass’ Minimal Music mit ihren streng komponierten Klangmustern erzeugt ein reiches Repertoire an Stimmungen und Klanggesten. Man sieht vor seinem inneren Auge eine wahre Bilderflut vorüberziehen. Die Musik hat alles, was Musiktheater ausmacht: Poetische Momente, explosive Kraft, sakrale Eindringlichkeit dramatische Zuspitzung (durch gegeneinander gesetzte, schnell wechselnde Klangmuster). Das Sprechen tritt immer wieder zur Musik hinzu, ordnet sich ein, eröffnet ein weiteres Klangfeld. Bei alledem entfaltet Glass’ Komposition eine ungeheure Sogwirkung. Die Beschränkung auf Akkordfolgen und das Singen von Zahlen und Silben stimuliert die Vorstellungskraft des Publikum. Der Zuhörer ist Teil des Gesamtkunstwerks.

Die musikalische Darbietung ist exzellent. Man kann allen Beteiligten für die Präzision ihres Musizierens, Singens und Sprechens nur höchstes Lob aussprechen. „Einstein on the Beach“ gleicht einem musikalischen Marathon. Der Dirigent Tom De Cock und sein Assistent Dirk Descheemaeker halten das komplexe Geschehen souverän zusammen und verhelfen den Klangwellen von Glass’ Musik zu grossartiger Wirkung. Suzanne Vega spricht alle Texte mit einer Stimme, die als Instrument zu anderen tritt. Nicht genug loben kann man die Musiker und Vokalisten für ihre rhythmisch präzise und farbenreiche Darbietung des Werks. Vom Ictus Ensemble sind Igor Semenoff (grossartige Geigensoli), Chryssi Dimitriou, Dirk Descheemaeker, Asagi Ito, Nele Tiebout, Jean-Luc Plouvier und Brecht Valckenaers auf dem Podium. Die beiden letztgenannten sorgen am Keyboard für einen unglaublichen Drive. Das Collegium Vocale Gent tritt mit Elisabeth Rapp, Joowon Chung, Malena Napal, Charlotte Schoeters, Marlen Herzog, Laura Kriese, Julia Spies, Peter Di-Toro, Thomas Köll, Philipp Kaven und Bart Vandewege an. Philip Glass’ „Einstein on the Beach“ betört an diesem Abend nicht nur den Hörsinn des Publikums. Und dieses dankt den Beteiligten am Schluss mit anhaltenden Ovationen. Ein überwältigendes Opernerlebnis.

Ingo Starz (Athen)

 

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