Michal Sedláčeks Ballett ist eine großartige Neuinterpretation des antiken Medea-Mythos

Ayana Kamemoto (Medea) mit dem Ensemble beim Schlussapplaus (RW)

Alle Protagonisten überzeugten darstellerisch und gingen tänzerisch an ihre physischen Grenzen. Inhalt und Form sind in diesem Ballett kongruent. Michal Sedláček gelang hier ein künstlerisches Meisterwerk, welches Bestand haben wird. 

Medea, Ballett und Choreographie von Michal Sedláček

Musik vom Band: Samuel Barber, Les Tambours du Bronx, Apocalyptica

Bühnenbild und Lichtdesign: Matthias Hönig
Kostümbild: Olo Krizová

Ballett Halle, Opernhaus Halle, 6. April 2026

von Dr. Ralf Wegner

Medea hilft Jason, das Goldene Vlies zu rauben. Beide müssen aus Kolchis fliehen, gelangen schließlich mit ihren beiden Kindern nach Korinth in den Herrschaftsbereich von Kreon. Der will seine Tochter Glauke mit Jason verheiratet sehen. Jason verlässt Medea, diese tötet die gemeinsamen Kinder. So schildert es, kurzgefasst, Euripides. Modern ausgedrückt, ein Mann verlässt seine Frau zugunsten einer Jüngeren, kann ihr aber nicht die Kinder lassen. „Medea, Ballett und Choreographie von Michal Sedláček
Ballett Halle, Opernhaus Halle, 6. April 2026“
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