Musikermedizin – Hochleistungssportler am Instrument
Berufsmusiker sind körperlich und psychisch ähnlich belastet wie Profi-Sportler. Sie benötigen eine speziell auf sie abgestimmte Medizin. Dr. Petra Spelzhaus, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin in München, spricht im Exklusiv-Interview über die besonderen Behandlungsmöglichkeiten für diese Berufsgruppe.
klassik-begeistert.de: Warum „Musikermedizin“? Benötigen professionelle Musiker einen eigenen Arzt?
Dr. Petra Spelzhaus: Die Fußballer vom FC Bayern München haben selbstverständlich einen eigenen Arzt, mit dem sie bei körperlichen Beschwerden in engem Kontakt stehen. In der Sportmedizin erscheint das normal. Das ist bei professionellen Musikern und Tänzern nicht immer so. Dabei haben sie vergleichbare Belastungen. Das akute Verletzungsrisiko bei Musikern ist zwar geringer als bei Leistungssportlern. Aber die verschleißbedingten Risiken sind bei Profi-Musikern ebenfalls sehr hoch.
Klassik-begeistert: Warum ist das so?
Dr. Petra Spelzhaus: Profimusiker spielen ihr Instrument mehrere Stunden am Tag, zum Teil in monotonen Haltungen mit den je nach Instrument entsprechenden Belastungen auf den Bewegungsapparat. Sie müssen über viele Stunden konzentriert sein und dürfen sich – zumindest bei Auftritten – keine Fehler erlauben. Dazu kommen der enorme Konkurrenzdruck, die Belastungen von Tourneen und der überdurchschnittliche Lärm, den der Klangkörper produziert und dem die Musiker ausgesetzt sind. „Interview – Musikermedizin – Hochleistungssportler am Instrument
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