Rusalka in Hagen
Angela Davis brilliert als Nixe auf dem Laufsteg

Foto: Milen Bozhkov (Prinz) und Angela Davis (Rusalka)
© Klaus Lefebvre
Antonin Dvorák, Rusalka, Theater Hagen, 1. Dezember 2018

Musikalische Leitung, Joseph Trafton
Inszenierung, Nina Kupczyk
Bühne, Martin Kukulies
Kostüme, Katharina Tasch
Licht, Ulrich Schneider
Dramaturgie, Rebecca Grait
Prinz, Milen Bozhkov
Fremde Fürstin, Veronika Haller
Rusalka, Angela Davis
Wassermann, Dong-Won Seo
Jezibaba, Kristine Larissa Funkhauser
Heger, Kenneth Mattice
Küchenjunge, KS Marilyn Bennett
Waldelfen, Nina Andreeva, Vera Käuper-de Bruin, Elizabeth Pilon
Chor, Wolfgang Müller-Salow 

Philharmonisches Orchester der Stadt Hagen
Chor Theater Hagen

von Ingo Luther

Rusalka – das Märchen von der unschuldigen Meerjungfrau, die sich in einen Prinzen verliebt und nur den einen Wunsch hat: Ihr Dasein in der sumpfigen Welt der Elementargeister zu beenden und ein fühlender Mensch mit Leib und Seele zu werden.

Die Ausgangslage ist prädestiniert für eine Regisseurin, die nicht nur Musiktheater-Regie studiert hat, sondern auch noch einen Abschluss in Diplompsychologie aufweisen kann. Nina Kupczyk (Regie) und Martin Kukulies (Bühne) verlagern das Geschehen aus den Sphären der märchenhaften Unterwassergründe in die bunte Glamourwelt eines Model-Laufstegs. Kupczyk macht Rusalka zu einem jungen Mädchen, das ihr Elternhaus verlassen möchte, um auf den Laufstegen dieser Welt Karriere zu machen und sich unter den Schönen und Reichen ihren Platz zu suchen. Rusalka als Verkörperung der Sehnsüchte junger Mädchen – Kupczyk lässt in ihrer Erzählung Elemente aus der Märchenwelt der Nixen und Geister und die Menschenwelt mit ihrem verlogenen, schillernden Modelbusiness aufeinanderprallen.  „Antonin Dvorák, Rusalka, Theater Hagen, 1. Dezember 2018“ weiterlesen

Das Ende kommt vor dem Anfang
Simon Boccanegra steht in Hagen Kopf

Foto: Veronika Haller (Maria alias Amelia Grimaldi), Xavier Moreno (Gabriele Adorno), Kenneth Mattice (Paolo Albiani) –
© Klaus Lefebvre (alle Rechte Theater Hagen)

Guiseppe Verdi, Simon Boccanegra, Theater Hagen,
29.
September 2018 (Premiere)

von Ingo Luther

Auf mittlerweile 107 Jahre seines Bestehens kann das kleine Hagener Theater zurückblicken. Große Namen der Oper wie Edda Moser, Hellen Kwon, Stefan Adam und Johan Botha verdienten sich hier bereits ihre ersten Sporen. Der fruchtbare Boden für einen spektakulären Verdi-Abend schien also bereitet.

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