DIE DIENSTAG-PRESSE, 27. OKTOBER 2026

DIE DIENSTAG-PRESSE, 27. OKTOBER 2026  klassik-begeistert.de, 27. Oktober 2026

Bettina Mönch als Roxie Hart.  © Marco Sommer/Volksoper Wien

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE DIENSTAG-PRESSE, 27. OKTOBER 2026

Wien/ Volksoper
Mit „Chicago“ gelingt der Wiener Volksoper ein umjubelter Coup
Frech, provokativ und lasziv singen und tanzen sich Protagonisten und Ensemble durch die beißende Satire auf Justiz, Korruption, Manipulation und Gier nach Ruhm. Die hundert Jahre alte Vorlage zeigt im Zeitalter der Social Media und der Influencer verblüffende Aktualität. Darsteller, Regie, Choreographie und Musik reißen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Von Dr. Rudi Frühwirth
Klassik-begeistert.de

München
„Der glücklichste Wotan-Debütant aller Zeiten“: Interview mit Nicholas Brownlee zum Münchner „Siegfried“
Er ist auf dem besten Weg, der dominierende Sänger im Heldenbariton-Fach zu werden – und damit der Wotan der kommenden Jahrzehnte. Nicholas Brownlee verkörpert eine der Zentralpartien in Wagners „Ring“ gerade an der Bayerischen Staatsoper. Am 29. Oktober ist Premiere von „Siegfried“.
https://share.google/Y8t55LdJu2DgrMufC

Wien/Staatsoper
„L‘Orfeo“ in der Staatsoper: Ein Fest in allen Farben (Bezahlartikel)
Claudio Monteverdis „L’Orfeo“ in der aufwendigen Inszenierung von Tom Morris ist zurück in der Staatsoper, mit Rolando Villazón in der Titelrolle.
https://www.diepresse.com/41392448/lorfeo-in-der-staatsoper-ein-fest-in-allen-farben

Venedig
DJ-Sounds und Räucherstäbchen – die Musikbiennale in Venedig 2026
Audio von Jörn Florian Fuchs (12,36 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio

Wien/ Volksoper
Androzide können auch amüsant sein: „Chicago“ an der Volksoper
Mit der Neuproduktion des Musical-Klassikers gelingt Lotte de Beer ein Gesamtkunstwerk. Etwas weniger Comedy und Kinder hätte es aber sein dürfen
DerStandard.at.story.volksoper

Volksoper Wien: Mama ist die Allerbeste in diesem „Chicago“
Sex, Crime, Betrug, Mord & Totschlag: Das Chicago der 1920er-Jahre lebt ungebrochen! Auch in seiner Musical-Form in der Volksoper, wo Lotte de Beer die Hitparade von John Kander, Fred Ebb & Bob Fosse an die glamourlose Feuermauer stellt.
https://www.krone.at/4349752

Chicago“ in der Volksoper: Die nächste virale Killerlady wartet schon  Bezahlartikel
Die Volksoper zeigt erstmals „Chicago“, Regisseurin Lotte de Beer wirft ein schwungvolles Schlaglicht auf Aufmerksamkeitsökonomie .
Kurier.at.killerlady

Berlin/Deutsche Oper
Nichts als heiße Luft
Weder empörend noch spannend: Milo Raus „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin ist vor allem ermüdend langweilig. Musikalisch hat Dirigentin Giedrė Šlekytė dem wenig entgegenzusetzen.
concerti.de.berlin.hollaender

Wagner, wie ihn die Hamas gern hätte: Milo Raus „Fliegender Holländer“ in Berlin (Bezahlartikel)
Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, inszeniert Wagners „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin. Dabei greift er tief in die linke Theatertrickkiste – und findet statt Kaninchen nur antiisraelische Klischees.
DiePresse.com.milo.rau

Der Fliegende Holländer in der Deutschen Oper Berlin
Dieser Satz, der ganz am Schluss auf der Videoleinwand zu sehen ist, ausgesprochen von einem palästinensischen Künstler im Gaza-Streifen, steht symptomatisch für die ganze Inszenierung. Der Regisseur MILO RAU hinterlegt die Sage um den Seefahrer Holländer, der verflucht ist, auf den Meeren dieser Welt zu segeln, ohne jemals anzukommen, mit der Schuld der Deutschen für den Holocaust.
https://kultur24-berlin.de/der-fliegende-hollaender-in-der-deutschen-oper-berlin/

So war der „Fliegender Holländer“ an der Deutschen Oper: Sehr viel Aufwand für wenig Erkenntnis (Bezahlartikel)
Mit Spannung wurde erwartet, ob Regisseur Milo Rau mit der Neuinterpretation von Wagners Oper die Debatte um deutsche Schuld, Israel und Palästina aufmischt. Aber er verzettelt sich.
Tagesspiegel.de.deutsche.oper

Oper „Der Fliegende Holländer“ in Berlin
Mit Wagner gegen Wagner. Milo Rau bringt an der Deutschen Oper in Berlin Wagners „Fliegenden Holländer“ auf die Bühne. Vorab war er durch Israel gereist, um dort die Musik des Antisemiten zu spielen.
https://taz.de/Oper-Der-Fliegende-Hollaender-in-Berlin/!6224762/

Ulm/Stadthaus
Wagner im Stadthaus Ulm :„Ring“-Crashkurs mit Harald Schmidt und Diana Hallers „Hojotoho“
Der ganze „Ring des Nibelungen“ an einem Abend, in dreieinviertel Stunden und unterhaltsam erzählt von Entertainer Harald Schmidt. Das kam beim Publikum sehr gut an.
swp.de https://share.google/395RRh18I5W4Ev86u

Mo., 26. Oktober 2026: Brno (Vereinshaus): Leoš Janáček, Šárka (Klavierfassung von 1887)
Einer in mehrerlei Hinsicht ungewöhnlichen Opernaufführung wohnte ich heute in Brünn bei. Erstens wurde die Oper in einem Konzertsaal gespielt, nämlich im Saal des Vereinshauses (Besední dům), das zu Janáček keine geringe Verbindung hat und in dem sich der Sitz der Brünner Philharmonie befindet; zweitens war ein sehr selten gespieltes Werk zu hören, nämlich die Klavier-Urfassung der „Šárka“ (von 1887; nicht die üblichere überarbeitete Fassung von 1925); und drittens handelte es sich um eine Inszenierung, die (angeblich) von der Interaktion mit den Zuschauern lebt
forumconbrio.com

Meiningen
Richtig nett ist’s nur im Bett – Händels „Flavio“ in Meiningen (Bezahlartikel)
Georg Friedrich Händels Oper „Flavio“ ist am Staatstheater Meiningen als barockes Intrigenspiel ein szenisches und musikalisches Vergnügen.
NeueMusikzeitung/ Nmz.de

Opern Feuilleton: Anno Schreier: Der Anti-Avantgardist
Anno Schreier gehört zu den produktivsten und gefragtesten Opernkomponisten der Gegenwart.
Opern Feuilleton: Anno Schreier | concerti.de

Raiding
Happy Birthday, Herr Liszt: Geburtstagskonzert in Raiding. Bezahlartikel
Kateryna Titova und das Wiener KammerOrchester beim Lisztfestival.
Kurier.at.geburtstagskonzert

Links zu englischsprachigen Artikeln

Warschau
The Female Face of War – “The Mothers of Kherson” at the Polish National Opera in Warsaw
opernmagazin.de.female

Wexford
Flappers, Farce and Forgotten Bel Canto
Michael William Balfe: The Rose of Castile
https://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=17904

Chicago
‚Omar,‘ a new American opera backed by Grammy winner Rhiannon Giddens, finally lands in Chicago
chicagosuntimes.grammy.winner

Washington
Festival Capriccio off to a rousing start with Jory Vinikour and the French High Baroque
https://washingtonclassicalreview.com/2026/10/25/festival-capriccio-off-to-a-rousing-start

Houston
HGO’s powerful “Susannah” revival celebrates Carlisle Floyd centennial in style
https://texasclassicalreview.com/2026/10/25/hgos-powerful-susannah-revival

San Francisco
Manon in San Francisco
The production was a revival of San Francisco Opera’s 2017 Manon, originally staged in 2015 in Vilnius by French stage director Vincent Boussard.
https://operatoday.com/2026/10/manon-in-san-francisco/

Los Angeles
Would you say I have a plethora of piñatas?
Domingo Hindoyan makes an auspicious debut as LA Opera’s Music Director against a distractingly busy production of Carmen.
https://parterre.com/2026/10/25/would-you-say-i-have-a-plethora-of-pinatas/

Feature
Karen Cargill: Flying Free
As she prepares to debut two Strauss roles this season, Scottish mezzo Karen Cargill speaks about her career, its adversities and what she wants to pass on to the next generation
https://www.opera-now.com/content/features/karen-cargill-flying-free

Recordings
Igor Levit: Resistance album review – essential listening in a time of bullies and despots
The German pianist performs these works by Beethoven and Schoenberg – linked by Napoleon – with his characteristic exquisite touch, in interpretations full of poetry
https://www.theguardian.com/music/2026/oct/26/igor-levit-resistance-album-review

Ballett/ Tanz

Hamburg/Staatsoper
Louis Musin zeigt als Armand, was einen Neumeier-Tänzer ausmacht
Die Kameliendame, Ballett von John Neumeier. Es wurde von allen phantastisch getanzt. Louis Musin zeigte als Armand, was einen Neumeier-Tänzer ausmacht: Absolute Hingabe an die Rolle, bis an die eigenen psychischen und physischen Leistungsgrenzen vorstoßend und mit der dieser Rolle innewohnenden Leidenschaft, ihren Krisen und Verwerfungen, wie selbst erlebt, das Publikum im Innersten zu berühren.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Ballet / Dance
Ballet West opens season with a revival of its lavish and entertaining “Dracula”
Ballet West opened its 2026-27 season at the Capitol Theatre on Friday with Dracula, Ben Stevenson’s highly celebrated portrayal of the gothic tale.
Ballet opens season

Lebensart

Toxisch, ohne es zu merken? Diese 3 Verhaltensweisen sind typisch
Nicht alles, was wir für normal halten, ist gut für uns – oder andere. Verhaltensweisen, die allgegenwärtig erscheinen, in unserem Umfeld üblich sind, müssen nicht immer automatisch richtig und konstruktiv sein. Im Gegenteil: So manche toxische Eigenschaft kann sich so in unser Verhalten mischen, ohne dass es uns bewusst ist. Das können Lappalien sein, aber auch diese sind in Summe nicht gut für unsere Beziehungen. Ein wichtiger Schritt zur Veränderung ist es, diese toxischen Verhaltensmuster zu erkennen und uns bewusst zu werden, dass wir sie haben – denn niemand ist mit Absicht toxisch. Wir haben für Sie drei typische Anzeichen zusammengestellt, die auf toxische Verhaltensmuster hinweisen.
https://www.elle.de/lifestyle/psycho/toxisch-ohne-zu-merken-3-verhaltensweisen-sind-

Politik

Melania Trump sei Dank? Waffenruhe in russisch besetzter Stadt in der Ukraine
Die Feuerpause soll angesichts gravierender Engpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten die Versorgung der Bevölkerung, Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.
Kurier.at.politik

Brasilien
Lula triumphiert überraschend in Brasilien, doch es ist ein Pyrrhussieg 
Der linke Amtsinhaber Lula da Silva setzte sich auf den letzten Metern der Präsidenten-Stichwahl in Brasilien durch. Doch sein Gegner, Flávio Bolsonaro, will das Ergebnis nicht anerkennen und hat eine Mehrheit im Parlament.
DiePresse.com.lula

Österreich
Kasperl der Woche: Bei Sepp Schellhorn greift man sich auf den Kopf
Der Kasperl der Woche ist Sepp Schellhorn von den Neos, der auf die „allerhöchste Priorität“ Österreichs gestoßen ist. Eine märchenhafte Reise in ein Land, in dem Politiker gleichzeitig da und nicht da sind. Und Andreas Babler kommt auch vor …
https://www.krone.at/4346504

Sport

Wien
Die Hohe Warte und ihre Geschichten: Mit Sondergenehmigung gegen Rapid
Die Vienna spielt im Cup vor über 6.000 Fans gegen Rapid. Bei einem Liga-Aufstieg bleibt die Naturarena gesperrt. Dabei schauten früher auf der Hohen Warte 90.000 zu.
Kurier.at.winheims.tagebuch

————–

Unter’m Strich

Österreich
Das sind die finanzstärksten Orte Österreichs: Ist Ihre Gemeinde dabei?  Bezahlartikel
Eine kleine Salzburger Gemeinde führt das neue Bonitätsranking des Zentrums für Verwaltungsforschung an. Doch selbst unter den stärksten Gemeinden wächst der Druck.
Kurier.at.bonitaet

Eine demografische Bombe bedroht Österreichs Bundesheer  Bezahlartikel
Trotz wachsender Bevölkerung leistet in Österreich nur noch eine schrumpfende Gruppe den Wehr- oder Zivildienst ab. Langfristig droht das System weiter unter Druck zu geraten. Einige Reformvorschläge liegen bereits auf dem Tisch.
DiePresse.at

Herbst-Ausblick
Österreich vor Wetter-Wende: DAS erwartet uns im November
Der Herbst bleibt ungewöhnlich warm, doch beim Niederschlag könnte sich die Wetterlage bald ändern. Während Österreich im Oktober vielerorts unter Trockenheit leidet, rechnen Langfristmodelle für den November mit mehr Regen als üblich.
oe24.at.wetterwende

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 27. OKTOBER 2028)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 27. OKTOBER 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: Otello. Auftritt Jonas Kaufmann am 26.10.2026

 

freut

https://www.instagram.com/reel/De9kcHYuHF8/?rpxt=M2d4dHAyMjFwc2hp Video

luca

Luca Salsi und Frau vor dem „Otello“

________________________________________________________________________________________

OPERALIA – Die Teilnehmer Shanghai  2026

face

🎶 We are happy to announce the selected Participants for the 2026 edition of Operalia, presented by ROLEX and hosted by Shanghai Conservatory of Music and Shangyin Opera House:
Iana Aivazian, soprano, Armenia
Alikhan Beisekov, baritone, Kazakhstan
Vladyslav Buialskyi, bass-baritone, Ukraine
Roman Chabaranok, bass, Ukraine
Tiffany Choe, soprano, USA
Eleomar Cuello, baritone, Cuba
Aksel Daveyan, baritone, Armenia
Sofía Esparza, soprano, Spain
Valeria Gorbunova, mezzo-soprano, Russia
Marianna Hovanisyan, soprano, Armenia
Junho Hwang, tenor, South Korea
Zheng Jiang, countertenor, China
Hannah Jones, mezzo-soprano, USA
Maria Kosovitsa, soprano, Greece
Song Hee Lee, soprano, South Korea
Gabriela Legun, soprano, Poland
Robert Lewis, tenor, UK
Zihao Li, baritone, China
Emma Marhefka, soprano, USA
Léontine Maridat-Zimmerlin, mezzo-soprano, France
Tessa McQueen, soprano, USA
Lauren Mimouni, soprano, France/USA
Janusz Nosek, baritone, Poland
Junhyeok Felix Park, baritone, South Korea
Sungmin Park, bass, South Korea
Ben Reisinger, tenor, USA
David Sanikidze, tenor, Russia
Aitana Sanz, soprano, Spain
Kirill Sikora, tenor, Russia
Serafina Starke, soprano, Germany
Andrew Turner, tenor, USA
Jiazhou Wang, baritone, China
Gonghao Zhang, baritone, China
Haolun Zhang, countertenor, China
rol4
______________________________________________________________________________________________________________
Bayerische Staatsoper: Umbesetzungen (heute)
Hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren:

LUCREZIA BORGIA
In der Vorstellung von Lucrezia Borgia am 27. Oktober 2026 übernimmt Daniela Mack die Partie des Maffio Orsini anstelle der erkrankten Natalie Lewis.

UN BALLO IN MASCHERA
In den Vorstellungen von Un ballo in maschera am 31. Oktober sowie am 3., 6., 9. und 12. November 2026 singt Anna Pirozzi die Partie der Amelia anstelle der erkrankten Anastasia Bartoli.

mad

Daniela Mack
Daniela Mack, geboren in Buenos Aires, studierte Gesang an der Louisiana State University und beendete ihre Ausbildung im Adler-Fellowship-Programm an der San Francisco Opera. 2013 erreichte sie das Finale beim Wettbewerb BBC Cardiff Singer of the World. Sie sang bislang an den großen amerikanischen und vielen europäischen Opernhäusern, darunter die Houston Grand Opera, die San Francisco Opera, die Los Angeles Opera, die Lyric Opera of Chicago, die Metropolitan Opera in New York, das Teatro dell’Opera di Roma, das Teatro Real in Madrid und das Royal Opera House Covent Garden in London. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Bradamante (Alcina), Juno (Semele), Rosmira (Partenope), Sesto (Giulio Cesare in Egitto), Idamante (Idomeneo), Dorabella (Così fan tutte), Romeo (I Capuleti e i Montecchi), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Isabella (L’italiana in Algeri), Angelina (La Cenerentola), Béatrice (Béatrice et Bénédict), Charlotte (Werther), Frida Kahlo (El último sueño de Frida y Diego), Federico García Lorca (Ainadamar) und die Titelpartie in Carmen. Auch auf dem Konzertpodium ist sie regelmäßig zu erleben, beispielsweise mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Sydney Symphony Orchestra. Als Orsini (Lucrezia Borgia) gibt sie nun ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper.
 

ZUR VORSTELLUNG

________________________________________________________________________________________

Klassik-Konzertreihe „Haydnregion Niederösterreich“

kultz

Fotos (v.l.): Maria & Martin Ivanov©Kulturverein Amadeusite; Samuel Neubauer©Amar Mehmedinovic; Barucco Harmonie©Barucco; Andreas Helm©Theresa Pewal; BruckZuckMusi©Dorothea Neubacher; Haydn Geb.Haus Rohrau/Innenhof©Michael Linsbauer; Remy Ballot©Reinhard Winkler; Elloise Bella Kohn©Marianne Rosenstiehl

von 7. November bis 13. Dezember 2026

Von 7. November bis Saisonschluss am 13. Dezember 2026 darf sich das Publikum auf Kompositionen von Joseph Haydn, Kammermusik-Raritäten, Harmoniemusik und innovativ interpretierte Volksmusik in den Schlössern Mannersdorf, Kittsee und Rohrau sowie im Haydn Geburtshaus Rohrau freuen. Anfang Dezember lädt das Musikvermittlungsprogramm „Ein Koffer voller Wunderklänge“ Kinder von 6 bis 12 Jahren zu einer spannenden Rätselreise auf den Spuren Joseph Haydns ins Haydn Geburtshaus Rohrau.

Die Konzertreihe findet ganzjährig (15. März – 13. Dezember 2026) statt.
Weblink/Infos: https://www.haydnregion-noe.at/ [Programmänderungen vorbehalten]
–Programm-Steckbrief

7. November bis Saisonabschluss am 13. Dezember 2026

·  Am 7. November präsentieren das brillante Musikerehepaar Maria Ramalchanova, Geige, und Martin Ivanov, Klavier, sowie der junge, schon vielfach ausgezeichnete, niederösterreichische Klarinettist Samuel Neubauer eine Auswahl kammermusikalischer Raritäten in einer Gegenüberstellung mit Joseph Haydns berühmtem „Zigeunertrio“ und seiner 94. Symphonie „Mit dem Paukenschlag“ in dieser speziellen Besetzung bei der „Rhapsodie im Schloss“ in Mannersdorf.  [Konzert ist bereits ausverkauft!]

·  Mit „Pathétique“ gastiert die Haydnregion Niederösterreich erstmals im benachbarten Burgenland, im prächtigen Barockschloss von Kittsee, wo das Originalklang-Ensemble Barucco am 21. November auf ausgewählten Blasinstrumenten ‚Harmoniemusik‘ zur Aufführung bringt — mit Auszügen aus Haydns „Jahreszeiten“ und Beethovens „Pathétique“ sowie Werken von Paul Anton Wranitzky und Paul Resch, die mit Esprit die Tradition ihres Vorbildes Haydn fortführten.  [Konzert ist bereits ausverkauft!]

·   Beim stimmungsvollen „Advent im Haydnhaus“ am 28. November im Haydn Geburtshaus Rohrau sorgt das 2021 gegründete Volksmusik-Ensemble BruckZuckMusi, das musikalische und persönliche Einflüsse aus Salzburg, Ober- und Niederösterreich verbindet, für Darbietungen zwischen traditioneller Volksmusik, Klassik und modernen Klangfarben. Durch das Programm führt Verena Scheitz, bekannte Schauspielerin, Moderatorin und Kabarettistin, die mit Charme, Witz und Feingefühl adventliche Texte und Geschichten präsentiert.  [Beide Konzerte sind bereits ausverkauft!]

·  Das Musikvermittlungsprogramm „Ein Koffer voller Wunderklänge“, am 6. Dezember, geeignet für Kinder von 6 bis 12 Jahren, im Haydn Geburtshaus Rohrau, ist eine spannende, durch die Musik Joseph Haydns inspirierte Adventgeschichte rund um einen mysteriösen Koffer von ‚Papa Haydn‘ ― von und mit dem Accio Piano Trio.

·  „Preziosen der Kammermusik“ mit hervorragenden Solistinnen und Solisten rund um den französischen Geiger Rémy Ballot und die Klaviervirtuosin Eloïse Bella Kohn, u.a. von Joseph und Michael Haydn und Franz Schubert, bietet das traditionelle Saisonabschlusskonzert der Haydnregion Niederösterreich am 13. Dezember in Schloss Rohrau. [Konzert ist bereits ausverkauft!] —

________________________________________________________________________________________

00 a apropos renate ipse 300

Staatsfeiertag. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele nur ein arbeits- und schulfreier Tag ist, vielleicht auch noch zum freien Eintritt bei verschiedenen Institutionen genützt – aber sonst? Man muss schon so alt sein wie ich, um eine lebendige Erinnerung daran zu haben, was damals, 1955, geschehen ist.

Ich war acht Jahre alt, da fuhr ich an diesem 15. Mai mit meinen Eltern zu ihren Freunden, den Hoppels. Er war ein angesehener Anwalt, sie hatten eine phantastisch schöne Wohnung im ersten Stock in der Prinz Eugen Straße mit vielen Fenstern. An einem durften die Kinder – die Hoppel-Söhne und ich – stehen, dahinter die wirklich aufgeregten Erwachsenen. Und ich erinnere mich tatsächlich an ein schier endloses Konvolut von Luxusautos, die da in Richtung Stadt fuhren.

Bei der Unterzeichnung des Staatsvertrags war ich natürlich nicht dabei, leider auch nicht, als Leopold Figl ihn den jubelnden Wienern vom Balkon des Belvederes zeigte, aber wenn ich all dies gelegentlich wieder in einer alten Filmaufnahme sehe, rührt es mich fast zu Tränen. Denn ich weiß, was das bedeutet hat, ich weiß, dass ich diesen Augenblicken mein gutes Leben verdanke.

Ich persönlich werde Leopold Figl, Julius Raab und Bruno Kreisky nie vergessen, was sie damals in Moskau für uns geleistet haben. Sie haben uns davor bewahrt, ein Leben wie in der DDR führen zu müssen – und  ich bin dort oft gereist, vor und nach der Mauer, es war schandbar davor, und es ist tragisch danach zu sehen, wie viele bleibende Schäden in Herzen und Hirnen angerichtet wurden. Wir waren die Glücklichen, kurze Zeit vielleicht (trotz Kalten Krieges und Welttragödien) die Insel der Seligen.

Das Foto, wo Leopold Figl am Balkon den Staatsvertrag herzeigt, hängt in meinem Arbeitszimmer, neben meiner Lieblingskarikatur aller Zeiten: Da sitzt Raab an der Zither und singt aus vollen Herzen, rund um ihn genervte Russen. Und Figl beugt sich zu Raab und sagt: „Und jetzt, Raab, noch die Reblaus, dann san’s waach.“ Ja, vielleicht haben unsere trinkfesten Österreicher auch so die Russen bei ihrem Wodka weich gekocht…

renate warbetzi vmmer 004~1

Am 26, Oktober (wahrscheinlich ist das Datum willkürlich gewählt, aber wurscht) waren alle Besatzer abgezogen und wir durften mit unserer „immerwährenden Neutralität“ ein eigenes Leben beginnen. Und diese Neutralität war mir persönlich immer sehr wichtig. Dass die Nato-Beate uns in ein Vereinigtes Europa zwingen will, wo wir nur eine kleine, unbedeutende Provinz sind, macht mich geradezu wütend. Warum will, warum darf man nicht mehr „neutral“ sein? Beide Seiten sehen? Alle Argumente abwägen? Seit ich ein Kind bin, habe ich gelernt, dialektisch zu denken. Ich kann mir das nicht für geifernde Parteinahme abgewöhnen.

In der „Sonntagsrunde“ des Kontrapunkts (für mich ein wichtiger Termin, weil ich sicher sein kann, dass hier vier intelligente Leute diskutieren), ging es neulich genau darum. Da warf Oliver Gorus die Frage auf, warum man sich von den Linken in ihre Weltanschauung „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ hinein hetzten lässt.

Das bedeutet gewissermaßen die Verpflichtung zu einem Offenbarungseid: Entweder Du bist ein Gesinnungsgenosse – oder Du bist ein Feind, der aufs heftigste beschimpft, bekämpft und nach Möglichkeit ruiniert werden muss. (Ich hatte ZARA mehrfach  im Nacken.) Dass man einen abwägenden Standpunkt der Mitte einnimmt und schlicht vernünftige, nicht triefend ideologische Fragen stellt, darf offenbar nicht sein.

Neulich erhielt ich ein unendlich beschimpfendes Mail von einem Darsteller des „Romeo und Julia“-Teams der Josefstadt, eine Aufführung, die ich aus vollem Herzen verrissen habe. Man bezichtigte mich hasserfüllt des Hasses, maßregelte mich, was für ein böser Mensch ich sei – und übrigens, erklärte der Schauspieler, er sei schwul.

Ich antwortete: „Sie sind schwul, na und? Was geht das mich an? Und wenn Sie trans sind oder sich zu einem der 72 Geschlechter bekennen, gilt dasselbe: Das ist ihre Sache, nicht meine.“

Jeder soll machen, was er will, so lange es sich um „consenting adults“ handelt und niemand (vor allem Kinder und Jugendliche) zu Schaden kommt. Da sind sie so stolz darauf, was sie sind (als ob es eine Leistung wäre, schwul zu sein – ist hetero eine Leistung?), aber wenn man es anspricht, wenn man wagt, es nieder zu schreiben, geht das große Geshrei los. Warum? Ja, weil man solcherart die Medien beherrscht – und den „Feind“ verfolgen kann.

Mir ist das alles zu dumm. Sie sollen mich nennen, wie sie wollen, es kratzt mich nicht. Ihre Sache, nicht meine, Ich bin, ob man es mir glaubt oder nicht, neutral. Ich werde nie vorschnell urteilen, werde mir immer überlegen, was ich sage und schreibe. Aber wenn ich dann doch einen Standpunkt einnehme (und er wird sich nie außerhalb der Gesetze bewegen), dann verlange ich in „unserer Demokratie“, wie der undemokratische, Israel einseitig  beschimpfende Bundespräsent sagt, das Recht, diesen Standpunkt auch zu vertreten.

Die Menschen pendeln zwischen ganz Links und ganz Rechts, sollen sie (solange sie nicht Rathäuser abfackeln und ihre Mitmenschen plündern). Ich bestehe auf meinem Neutralitätsrecht. Für mich und für Österreich.

Renate Wagner

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert