DIE DONNERSTAG-PRESSE, 27. AUGUST 2026

DIE DONNERSTAG-PRESSE, 27. AUGUST 2026

Kirill Petrenko (c) Chris Christodoulou

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE DONNERSTAG-PRESSE, 27. AUGUST 2026

Petrenko und Thielemann: Berlins Star-Dirigenten in Salzburg gefeiert:
Kurz nach Saisonbeginn Ende August gehen die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko auf Konzertreise. Ihre ersten zwei Termine haben sie traditionell bei den Salzburger Festspielen, so auch 2026. Beim ersten Konzert in Österreich am Sonntag gaben sie dasselbe Programm wie zwei Tage zuvor in der Berliner Philharmonie (Elgar und Tschaikowsky). Gestern dann Beethovens 3. Klavierkonzert mit dem Norweger Leif Ove Andsnes am Piano und die 3. Symphonie von Alexander Skrjabin (1872-1915).
BerlinerZeitung.de

Dirigent Aurel Dawidiuk: „Weder zu viel Neues, noch zu viel Klassik“
Mit Klavier und Orgel fing für Aurel Dawidiuk alles an. Inzwischen ist er Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker – und mit 25 Jahren der wohl jüngste GMD Deutschlands. Im Interview erzählt er, warum Musik machen einem Generationenvertrag ähnelt, gibt Einblicke in seine Pläne für die kommenden Jahre in Bochum – und erzählt, warum es dafür auch Mut braucht.
https://share.google/UbuEZ5DV2Z7BsrUjO 

Salzburg/Festspiele
Tops und Flops So waren die Salzburger Festspiele 2026
Von Jörn Florian Fuchs
Die Salzburger Festspiele präsentierten einen überwiegend fulminanten Musiksommer. In den Kneipen, Gaststätten und Pausengesprächen war der Konflikt um die Personalie Hinterhäuser präsent. Musikalisch bleiben mit Ausnahmen vor allem gelungene Aufführungen hängen.
BR-Klasssik.de.bilanz

Wien
Musiktheater-Lebenswerk-Preis für Anja Silja
Die 86-jährige Sopranistin Anja Silja wird am 8. September bei der Verleihung der Österreichischen Musiktheaterpreise in der Votivkirche den Preis für das Lebenswerk erhalten. „Anja Silja hat Rollen nicht ausgelegt, sie hat sie sich angeeignet – mit einer Direktheit, die dem Musiktheater ihrer Generation oft fremd war. Wo andere Werktreue suchten, suchte sie den Zugriff auf die Figur, ihre Widersprüche, ihre Abgründe“, begründete Preis-Initiator Karl-Michael Ebner die Wahl. Die Berlinerin wurde bereits als Kind von ihrem Großvater Egon van Rijn in Gesang unterrichtet und gab mit zehn Jahren ihr erstes Konzert. 1956 debütierte sie am Staatstheater Braunschweig als Rosina im „Barbier von Sevilla“. Mit 19 Jahren sang sie in Wien und Aix-en-Provence bereits die Königin der Nacht.
https://wien.orf.at/stories/3368496/

Salzburger Festspiele 2026: Jubel für alte und neue Klassiker – und ein vorgezogenes Finale (Bezahlartikel)
Zwei gefeierte Opern-Triumphe, bejubelte Nobelpreisträger-Uraufführungen im Schauspiel, gewohnt starke Konzerte: Künstlerisch und wohl auch wirtschaftlich war der letzte voll von Markus Hinterhäuser verantwortete Sommer außerordentlich erfolgreich: Eine Festspiel-Bilanz.
DiePresse.com.finale

Berliner Philharmoniker begeistern mit Petrenko
Stürmisch bejubelt: Kirill Petrenko und seine Berliner Philharmoniker begeisterten mit zwei Konzerten bei den Salzburger Festspielen.
https://www.krone.at/4269163

Aus Nacht zum Licht: Wo Petrenko und die Berliner glänzen (Bezahlartikel)
Bei Skrjabins „Divin Poème“, seiner Symphonie Nr. 3, bewiesen die Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko ihre Klasse.
DiePresse.com.zumLicht

Ein Tanz um Kurtágs Schatztruhe
Das Finale der Festspiel-Reihe Hommage à Kurtág am Mittwoch (25.8.) im Großen Saal des Mozarteums war ein Fest spielerischen Musizierens. Patricia Kopatchinskaja hatte eine illustre Gruppe um sich geschart, die an diesem höchst unterhaltsamen Abend ein quicklebendiges Ensemble ergaben. Es wurde nicht nur feine Musik gemacht, es wurde auch fröhlich agiert. Die geigende Charismatikerin Kopatchinskaja war die Anführerin eines Sextetts, welches nicht nur mit Delikatesse und oft gleichzeitig Tanzbodenlaune seine Instrumente spielte, sondern auch mimisch und gestisch verschiedene Rollen verkörperte. So war der Klarinettist Reto Bieri clownesk unterwegs und die nur im ersten Teil anwesende famose Pianistin Olga Pashchenko gleichsam der ruhende Pol.
DrehpunktKultur.at.tanzumkurtag

München
Die Opera incognita mit „König Roger“: Oper zwischen Mumien und Hieroglyphen
Die Lust der Opera Incognita auf Entdeckungen und unkonventionelle Spielorte ist ungebremst. Jetzt spielt das freie Münchner Kollektiv Karol Szymanowskis „König Roger“ im Ägyptischen Museum.
sueddeutscheZeitung.de.opera.incognita

Budapest
Festival Arcus Temporum: Das Geheimnis der Geduld (Bezahlartikel)
Das Festival „Arcus Temporum“ in der Abtei Pannonhalma zeigt mit Musik von Bach und Kurtág, wie sinnvoll es ist, nicht zu schnell vorwärts zu kommen.
frankfurterAllgemeine.net.budapest

Feuilleton
KI in der Klassik: Wie ein ökologisches Reservat
Künstliche Intelligenz dringt immer mehr in jeden Lebensbereich ein. Auch in die klassische Musik: Wo wird die KI bereits genutzt? Wie könnte die KI die klassische Musik verändern? Und welche Rolle bleibt auch in Zukunft für Menschen? Eine Spurensuche.
BR-Klassik.de.aktuelles.news.feuilleton

Links zu englischsprachigen Artikeln

Salzburg
An outstanding and moving centenary tribute to György Kurtág at the Salzburg Festival
seenandheard.international.com.salzburg

Innsbruck
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2026 Review: Il trionfo del Tempo e del Disinganno
operawire.com.innsbrucker.festwochen

Bayreuth
Bayreuth Festival 2026 Review: Parsifal
Directorial Ennui Threatens Wagner’s Sublime Score
https://operawire.com/bayreuth-festival-2026-review-parsifal/

Bukarest
Looking back, moving forward: Măcelaru opens the Enescu Competition
seenanheard.international.com-mäcelaru

London
Review: BBC PROMS: CHINKEKE! ORCHESTRA WITH ANGEL BLUE, Royal Albert Hall
The American soprano made an emotional return to the Proms
broadwayworld.com.albert-hall

Edinburgh
The EIF’s Elektra at Usher Hall is a triumph of magnificent singing and orchestral drama
seenandheard.international.com.elektra

New York
Met Opera Season to Open With New Production of Macbeth
Lise Davidsen and Quinn Kelsey will star in Louisa Proske’s new production of the Verdi opera beginning September 22.
https://playbill.com/article/met-opera-season-to-open-with-new-production-of-macbeth

Los Angeles
Dudamel Gets a Sendoff Like No Other at the Hollywood Bowl
https://www.sfcv.org/articles/review/dudamel-gets-sendoff-no-other-hollywood-bowl

Ballet / Dance

Interview: Steven McRae and Vasko Vassilev talk about their upcoming Royal Ballet project at the Linbury Theatre
https://www.gramilano.com/2026/08/interview-steven-mcrae-vasko-vassilev/

Sprechtheater

Salzburg
„Jedermann“-Finale endet im Wetterchaos
Die 15. und letzte Vorstellung der Salzburger Festspiele verlangte Stars und Fans alles ab. Wegen des Wetters wechselte die Show spontan ins Festspielhaus.
https://www.oe24.at/a/jedermann-finale-endet-im-wetterchaos-900109774

Der letzte „Jedermann“ in diesem Sommer – aber Hochmair kommt wieder: „Ja, ich hab’ unterschrieben“ (Bezahlartikel)
Nach der letzten Vorstellung des Kernstücks der Salzburger Festspiele am Dienstag begann bereits der Abbau der „Jedermann“-Bühne auf dem Domplatz. Für Titelheld Philipp Hochmair ist es kein Abschied für immer, wie er danach verrät.
SalzburgerNachrichten.at.jedermann

Ausstellungen/Kunst

Benko wollte Picasso und Basquiat gegen Villen am Gardasee tauschen
Die Soko Signa deckte weitere verdächtige Transaktionen im Benko-Umfeld auf. Im Mittelpunkt: zwei Kunstwerke im Wert von rund 30 Millionen Euro und die Villa Eden Gardone.
Kurier.at.benko-tausch

Medien

ORF
Wie soll es mit dem ORF weitergehen? Rangnick, Malarina, Lehofer bei Zukunftsforum
Am 10. und 11. September veranstaltet Andreas Babler ein Zukunftsforum zum ORF. Es geht um Digitales, KI und Kooperation. Und ums Ideensammeln. Es gibt wahrlich viele Fragen rund um die Zukunft des ORF – zur Digitalisierung, zum Programm, zum jungen Publikum, zur Rolle der KI in der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft. Wie man diesen begegnet, das soll beim Zukunftsforum von Medienminister Andreas Babler (SPÖ) am 10. und 11. September erläutert werden. In mehreren Panels werden Teilbereiche besprochen und erarbeitet. Mit dabei sind Medienberater, -juristen und -analysten, die Mediensprecher der Parlamentsparteien – und auch Fußballtrainer Ralf Rangnick, Popsängerin Anna Buchegger oder auch Kabarettistin Malarina, ist dem Programm zu entnehmen, das dem KURIER vorliegt.
Kurier.at.medienkonferenz

ORF
„Liebesg’schichten und Heiratssachen“: Nach 30 Staffeln besser als die Realität
Die Dating-Show vor dem ORF-Sommergespräch steckt mitten in ihrer 30. Staffel. Unter der Regie von Nina Horowitz wirken Herr und Frau Österreicher weniger skurril als früher. Vielleicht ist aber auch die Partnersuche der Gegenwart verrückter geworden.
DiePresse.com.liebesgeschichten

Im Weltraum den Menschen finden
60 Jahre „Raumschiff Enterprise“: was Science-Fiction über die Gegenwart erzählt – und wie sie zur Projektionsfläche für ganz irdische Probleme wird. https://www.furche.at/dossier/im-weltraum-den-menschen-finden

Politik

Ukraine-Krieg: US-Militärflugzeug in Moskau gelandet – Hintergrund unklar
Russland meldet Angriffe auf Frachter und Tanker im Schwarzen Meer +++ Kreml lehnt freie Wirtschaftszone im Donbass ab +++ Selenskyj dankt Deutschland für Rettung zahlloser Leben +++ Der Newsblog.
Handelsblatt.de

„Sie werden dafür bezahlen“: Merz will „in Kürze“ erklären, wer hinter dem Drohnenvorfall in Leipzig steckt
Ermittler haben offenbar eine dritte hochexplosive Drohne nahe des Flughafens Leipzig/Halle gefunden. Steckt Russland dahinter? Die Bundesregierung will sich bald dazu äußern. Kanzler Friedrich Merz hat angekündigt, dass sich die Bundesregierung demnächst zu Erkenntnissen über die Urheber des Vorfalls mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle am 4. August äußern will.
DerTagesspiegel.de

Sport

Millioneneinnahmen weg, Europa, adé! Jetzt setzt Rapid den Rotstift an
Rapid verpasst die Ligaphase der Fußball-Conference-League – und setzt jetzt den Rotstift an. Rapid verlor geschätzte Bruttoeinnahmen von sieben Millionen Euro.
https://www.krone.at/4271109

Österreich
Hans Niessl: „Der Sport bringt mehr, als er kostet“
Sport Austria-Präsident Hans Niessl fordert mehr Geld für Bewegung und Sport. Sein Ziel: bessere Infrastruktur, tägliche Bewegung in den Schulen und mehr Prävention – damit Österreich gesünder wird und langfristig sogar Gesundheitskosten spart.
Kurier.at.tv.sport

LASK-Trainer Kühbauer nach Sensation: „Das ist für mich ein Kindergarten“
Der LASK zog mit einem 5:1-Sieg gegen Celtic Glasgow in die Ligaphase der Champions League ein. Bei der Pressekonferenz präsentierte sich Trainer Didi Kühbauer in Höchstform.
Kurier.at.championsleague

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Unter’m Strich

Wien
150-Euro-Kamera überführt Boss der Säure-Bande
Knapp vier Jahre lang ringt die Polizei nun schon mit einer Bande, die giftige und ätzende Säure in Türschlösser träufelt. Jetzt gelang ein großer Schlag: Dank einer im Vorraum montierten günstigen Kamera überführte ein Landstraßer Paar den Kopf der kriminellen Gruppe. Er war ausgezeichneter Sportler – die Gier nach Edelmetallen sollte ihn nie loslassen.
https://www.krone.at/4268631

Gratkorn/Stmk.
Zu wenige Schwestern: Bekanntes Kloster schließt nach 115 Jahren
Im steirischen Gratkorn steht ein Abschied bevor: Das Kloster Maria Rast muss nach 115 Jahren seine Türen für immer schließen. Das renovierungsbedürftige Gebäude wurde für die sechs übrig gebliebenen Schwestern zu groß. Sie übersiedeln jetzt nach Graz.
https://www.krone.at/4268751

Wien
„Polizei-Kahlschlag“ in Meidling – Opposition schlägt Alarm
In Meidling sorgt die Einteilung der Polizeikräfte für politischen Streit. Die FPÖ spricht von einem „Kahlschlag“ – die Polizei selbst widerspricht. „Wien braucht dringend mehr Polizisten auf der Straße und nicht weniger. SPÖ-Bürgermeister Ludwig hat mit seiner fatalen Willkommenspolitik die Sicherheitsprobleme dieser Stadt über Jahre mitverschärft, während ÖVP-Innenminister Karner jetzt auch noch beim Polizeipersonal den Rotstift ansetzt. Dieses rot-schwarze Totalversagen auf dem Rücken der Bevölkerung ist nicht länger hinnehmbar“, erklärt FPÖ-Sicherheitssprecher Stadtrat Stefan Berger.
heute.at.polizeikahlschlag.in meidling

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 27. AUGUST 2026)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 27. AUGUST 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Bayreuther Festspiele 2026: Erfolgreiche Jubiläumssaison zum 150-jährigen Bestehen
Wagner, künstlerische Experimente, Erinnerung und neue Perspektiven prägen das Jubiläumsjahr

Shop - Programmhefte der Bayreuther Festspiele

Die Bayreuther Festspiele blicken auf eine erfolgreiche Jubiläumssaison mit großer Publikumsresonanz zurück. Im 150. Jahr ihres Bestehens verbanden die Festspiele die Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners mit neuen künstlerischen Ansätzen, gesellschaftlichem Diskurs und einer kritischen Betrachtung der eigenen Geschichte. Zugleich wurde das Education- und Nachwuchsprogramm weiter ausgebaut.
Sämtliche Vorstellungen im Festspielhaus waren ausverkauft. Zu den Festspiel Open-Air-Konzerten kamen mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher. Der große Zuspruch machte das Jubiläumsjahr zu einem besonderen Ereignis und ließ das 150-jährige Bestehen der Bayreuther Festspiele weit über das Festspielhaus hinaus in Bayreuth und der Region erlebbar werden.

„Ich habe mich sehr darüber gefreut, wie groß das Interesse an unserem Jubiläumsjahr war und wie vielfältig die Angebote angenommen wurden. Dass sämtliche Vorstellungen im Festspielhaus ausverkauft waren und auch die Veranstaltungen rund um das Festspielhaus auf so große Resonanz gestoßen sind, ist für uns ein ganz besonderes Zeichen der Verbundenheit mit Bayreuth. Gerade im 150. Jahr der Festspiele war es schön zu erleben, wie viele Menschen dieses Jubiläum mit uns gefeiert und sich auf die unterschiedlichen künstlerischen und gesellschaftlichen Angebote eingelassen haben. Dafür bin ich unserem Publikum sehr dankbar.“
Prof. Katharina Wagner,

Wagner im Mittelpunkt
Mit Rienzi stand erstmals in der Geschichte der Bayreuther Festspiele ein Werk auf dem Spielplan, das bislang nicht in Bayreuth aufgeführt worden war. Mit Der fliegende Holländer, dem Ring des Nibelungen und Parsifal präsentierten die Bayreuther Festspiele zudem Werke aus unterschiedlichen Schaffensperioden Richard Wagners.
Rienzi ist ein Jugendwerk Richard Wagners und zeigt eine ganz andere Seite des Komponisten. Gerade im Jubiläumsjahr war es für mich spannend, dieses frühe Werk erstmals im Festspielhaus zu zeigen und damit den Blick auf eine andere Phase seines Schaffens zu richten. Dass die Produktion sowohl vom Publikum als auch von der Presse so positiv aufgenommen und gefeiert wurde, hat mich besonders gefreut und bestätigt, dass es richtig war, diesen Schritt zu gehen.“
Prof. Katharina Wagner,

Der Ring des Nibelungen nahm dabei eine besondere Stellung ein: Mit dem KI-Ring wurde erstmals in Bayreuth Künstliche Intelligenz als Bestandteil eines künstlerischen Schaffensprozesses eingesetzt. Das Projekt verband Wagners Werk mit neuen technischen und künstlerischen Möglichkeiten und stellte die Frage, wie sich der Einsatz Künstlicher Intelligenz auf die Gestaltung und Wahrnehmung von Musiktheater auswirken kann.

Der KI-Ring: Experiment und Diskussion
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der KI-Ring als künstlerisches Experiment, das neue Möglichkeiten des Musiktheaters auslotete. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Chancen und Grenzen entstehen, wenn Künstliche Intelligenz Teil eines künstlerischen Schaffensprozesses wird.
Das Projekt stieß auf großes Interesse und führte zugleich zu kontroversen Diskussionen. Damit wurde der KI-Ring zu einem der sichtbarsten Experimente des Jubiläumsjahres und
zugleich zu einem Beispiel dafür, wie die Bayreuther Festspiele neue künstlerische und technologische Entwicklungen erproben.

150 Jahre Bayreuther Festspiele
Ein zentraler Bestandteil des Jubiläumsprogramms war der Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele. Nach der Begrüßung durch Prof. Katharina Wagner und Grußworten aus Politik und Gesellschaft hielt Prof. Nike Wagner die Festrede. Der Festakt würdigte die Geschichte und Bedeutung der Festspiele und bot Gelegenheit, ihre Entwicklung über die vergangenen 150 Jahre hinweg zu reflektieren. Das Jubiläumsjahr machte damit nicht nur die künstlerische Geschichte der Bayreuther Festspiele sichtbar, sondern bot zugleich Anlass, über ihre Rolle in Gegenwart und Zukunft nachzudenken.

Verstummte Stimmen“ – Erinnerung als Verantwortung
Auch die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der Bayreuther Festspiele war ein wichtiger Bestandteil des Jubiläumsprogramms. Mit der Gedenkveranstaltung „Verstummte
Stimmen“ erinnerten die Festspiele an jüdische Künstlerinnen und Künstler, die mit den Festspielen verbunden waren und deren Leben und Wirken durch Antisemitismus, Verfolgung
und Ermordung zerstört wurden.
Es wurde bewusst eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der Festspiele gewählt. Prof. Dr. Friedman ging in seiner Gedenkrede jedoch noch weit darüber hinaus, indem er die Geschichte der Bayreuther Festspiele, ihre Verflechtungen mit Antisemitismus und Ausgrenzung sowie die Verantwortung der Gegenwart deutlich ansprach.
Die Erinnerung an die Vergangenheit wurde damit zu einem wichtigen Bestandteil des Jubiläumsjahres und zu einem Impuls für die Auseinandersetzung mit der Verantwortung der
Festspiele in der Gegenwart.

Neue Perspektiven und neue Formate
Das Jubiläumsprogramm bot darüber hinaus Raum für neue künstlerische Perspektiven und Formate. Mit „Brünnhilde brennt – ein Spiel mit dem Feuer“ von Bernhard Lang und Michael Sturminger präsentierten die Bayreuther Festspiele die konzertante Uraufführung einer Auftragsarbeit, die als Koproduktion mit der Oper Dortmund entstand. Die Produktion setzte einen
eigenständigen zeitgenössischen Akzent in der Auseinandersetzung mit Wagners Ring.

Auch der DISKURS BAYREUTH erweiterte das Jubiläumsprogramm. Das Berliner Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen war erstmals bei den Bayreuther Festspielen zu Gast und gestaltete mit „REALITOT ODER WAGNER IN ENDZEITSTIMMUNG“ einen performativ- wissenschaftlichen Exkurs in den Wagner-Kosmos.
Mit DJ Alle Farben bei „FABRIK präsentiert – 150 Jahre Bayreuther Festspiele“ kam zudem eine weitere musikalische Perspektive auf den Grünen Hügel. Elektronische Musik mit
eingebundener Wagnermotivik setzte einen bewussten Kontrapunkt und öffnete das Jubiläumsprogramm für neue Publikumskreise.

Education und Nachwuchs im Mittelpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Education- und Nachwuchsprogramms. Kinder und Jugendliche erhielten neue Möglichkeiten, Wagner und das Musiktheater unmittelbar kennenzulernen, selbst kreativ tätig zu werden und eigene Zugänge zu entwickeln. Workshops, Vermittlungsangebote, Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern, „Wagner für Kinder“ und die Kinderoper Der Ring des Nibelungen richteten sich an unterschiedliche Altersgruppen. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt mir ganz besonders am Herzen. Wir wollen ihnen nicht einfach Wagner vermitteln, sondern ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu entdecken, was die Kinder und Jugendlichen mit Musiktheater verbindet und welche
eigenen Ideen daraus entstehen können. Gerade im Jubiläumsjahr war es mir wichtig, hier neue Angebote zu schaffen und noch mehr junge Menschen für Bayreuth zu begeistern. Wenn wir wollen, dass die Festspiele auch in Zukunft lebendig bleiben, müssen wir heute die Türen für die nächste Generation öffnen.“, sagt Festspielchefin Prof. Katharina Wagner.
Ergänzt wurde das Programm durch die Meisterkurse, darunter der Meisterkurs Gesang unter der Leitung von Michael Nagy.
Mit diesen Angeboten setzen die Bayreuther Festspiele auf die langfristige Gewinnung neuer Generationen für Richard Wagner, das Musiktheater und den besonderen Ort Bayreuth.

Ein Jubiläumsjahr mit Blick nach vorn
150 Jahre Bayreuther Festspiele waren Anlass, Richard Wagners Werk in den Mittelpunkt zu stellen, die eigene Geschichte kritisch zu reflektieren, neue künstlerische Wege zu erproben und das Jubiläum gemeinsam mit dem Publikum zu feiern.
Das Jubiläumsjahr hat dabei unterschiedliche Perspektiven miteinander verbunden: die Pflege des Werkes Richard Wagners, die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Festspiele,
künstlerische Experimente und neue Formen der Vermittlung. Zugleich wurde der Blick auf die Zukunft gerichtet – mit dem Anspruch, den besonderen Ort Bayreuth für neue Generationen und neue künstlerische Entwicklungen offen zu halten.
Die Bayreuther Festspiele danken allen Künstlerinnen und Künstlern, dem Festspielorchester und Festspielchor, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter der Bühne, den Partnern und Förderern sowie dem Publikum für ihre Unterstützung und das große Interesse im Jubiläumsjahr
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Staatsoper Hannover: Festkonzert mit Joseph Calleja: Internationaler Startenor zu Gast in Hannover

Prominenter Gast beim Festkonzert zum Auftakt der neuen Spielzeit: Joseph Calleja ist am Samstag, 29. August 2026, um 19:30 Uhr gemeinsam mit dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und Ensemblemitgliedern der Staatsoper im Opernhaus zu erleben.

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Joseph Calleja. Foto: Facebook

Ursprünglich war für den Abend der international gefeierte Tenor Brian Jagde angekündigt. Aus gesundheitlichen Gründen kann er seinen Auftritt beim Festkonzert leider nicht wahrnehmen. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.

Umso mehr freuen wir uns, dass es gelungen ist, Joseph Calleja für diesen besonderen Abend in Hannover zu gewinnen. Der maltesische Tenor zählt zu den renommiertesten und vielseitigsten Sängern der internationalen Opernszene. Seine warme, elegante Stimme und sein unverwechselbares Timbre haben ihn an die bedeutendsten Opernhäuser und Konzertstätten der Welt geführt – darunter die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House in London und die Bayerische Staatsoper in München.

Auch auf den großen Konzertpodien ist Calleja regelmäßig zu Gast. Er sang unter anderem beim Nobelpreiskonzert und bei den BBC Proms und trat für Queen Elizabeth II und King Charles III auf. Seine umfangreiche Diskografie wurde vielfach ausgezeichnet; für seine Interpretation des Alfredo in Verdis La traviata erhielt er eine Grammy-Nominierung.

Beim Festkonzert ist Joseph Calleja nun in Hannover zu erleben. Begleitet wird er vom Niedersächsischen Staatsorchester Hannover unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors Francesco Angelico. Ensemblemitglieder der Staatsoper ergänzen das Programm mit Arien und Ensembles aus der neuen Spielzeit. Durch den festlichen Abend führt Intendant Bodo Busse.

Sa, 29. August, 19:30 Uhr Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover
Opernhaus

So, 30. August, ab 11 Uhr Eröffnungsfest
Frühstück auf dem Opernplatz, Programm auf allen Bühnen und Hoffest

So, 30. August, 20 Uhr
Eröffnungskonzert Opernhaus | kostenlose Live-Übertragung auf dem Opernplatz

So, 6. September, 18:30 Uhr Der Troubadour – Wieder im Programm
Opernhaus

Sa, 12. September, 19:30 Uhr Pique Dame – Erste Opernpremiere der Spielzeit
Opernhaus

So, 13. September, 16 Uhr Verwandlungen – Wieder im Programm
Staatsballett Hannover | Opernhaus

So, 20. & Mo, 21. September
Erstes Sinfoniekonzert Francesco Angelico | Tamara Stefanovich | Opernhaus

Mi, 30. September, 19:30 Uhr Lied.Konzert: Anthea Barać
Wesendonck-Lieder und mehr | Klavierhaus Döll

Weitere Informationen zum Programm der Spielzeit 2026/27 finden Sie auf unserer Website.
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­Composers Kristine Tjøgersen and Øyvind Torvund lead a season of Norwegian voices with the Oslo Philharmonic
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­The Oslo Philharmonic launches its 2026/27 season tonight, placing Norwegian music at the heart of its year-long programme. With five new commissions and a strong focus on a new generation of distinctive voices, the season celebrates the breadth and vitality of Norway’s musical landscape, with performances both at home and on the international stage at the BBC Proms.
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­For the first time in more than a decade, the orchestra has appointed a composer-in-residence, welcoming Kristine Tjøgersen for a three-year artistic collaboration. One of Norway’s most internationally acclaimed composers, and recipient of the 2025 Ernst von Siemens Composer Prize, Tjøgersen has developed a highly individual musical language shaped by her fascination with biology, ecology and the natural sciences.

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­© Anna-Julia Granberg
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Three of her works feature in the 2026/27 season. Wolpertinger receives its Norwegian premiere at the opening concert of the Ultima Festival (10 September), conducted by Ilan Volkov. Ambra follows with its world premiere under Dinis Sousa (14 January), while Bioluminescence is performed alongside Schumann’s Violin Concerto, with violinist Vilde Frang, and Stravinsky’s The Firebird, conducted by Pablo Heras-Casado ( 18 & 19 February).
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­Opening the season tonight is the music of award-winning composer Øyvind Torvund, whose works often combine humour with an irreverent approach to musical tradition.

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­© Synne Sofi Bårdsdatter Bønnes
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Torvund’s Forest Morning for orchestra and electronics (premiered by the Oslo Philharmonic in 2019) opens the new season in Oslo, before travelling to London for the BBC Proms (29 August). His music is presented alongside Stravinsky’s Violin Concerto and excerpts from Prokofiev’s Romeo and Juliet, conducted by Mirga Gražinytė-Tyla with Patricia Kopatchinskaja as soloist. The Oslo Philharmonic then gives the Norwegian premiere of Torvund’s Two Pieces for Orchestra and Electronics at the Ultima Festival, alongside Tjøgersen’s Wolpertinger (10 September).
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­Together, Kristine Tjøgersen’s and Øyvind Torvund’s works underscore the Oslo Philharmonic’s commitment to championing contemporary Norwegian music. That commitment runs throughout the season, with five new commissions, including new works by Craig Farr and Rolf Wallin, set to receive their world premieres in April.
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­UPCOMING CONCERTS

Saison 26/27

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Laura Scherwitzl: Die neue Spielzeit ist da – 2026/27
Neue Rollen, eine neue Inszenierung und Wiederaufnahmen.

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Laura Scherwitzl. Foto: Scherwitzl

In frischem Glanz und alter Manier ist es mir eine Freude, ein kleines Update über meine künstlerische Arbeit zu geben.

In der vergangenen Spielzeit durfte ich am Landestheater Neustrelitz mit „Marika Rökk – Eine Nacht voller Seligkeit?“ mein Regiedebüt geben. Für dieses Einpersonenstück mit einem wunderbaren Trio habe ich sowohl das Textbuch geschrieben als auch die Hauptrolle übernommen. Die Produktion war für mich eine ganz besondere Erfahrung und wird im April 2027 wiederaufgenommen.

Mehr dazu: https://tog.de/projekte/eine-nacht-voller-seligkeit/

Für alle, die die Produktion bisher verpasst haben, gibt es also eine neue Gelegenheit für ein Wiedersehen. Ich würde mich sehr freuen, im Schauspielhaus Neubrandenburg bekannte und neue Gesichter begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen:

Zuvor steht meine nächste Inszenierung an: die Kammeroper „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars, die am 20. November 2026 am Landestheater Neustrelitz Premiere feiert. Auch hier werde ich neben der Regie die Rolle der Marilyn übernehmen.

Besonders freue ich mich, wieder mit meinem bewährten „Marika“-Team arbeiten zu können: Philomena Strack (Bühnenbild), David Klumpp (Video Design) und Clarissa Gehring (Choreografie). Neu im erweiterten Team ist Susanna Poldauf (Dramaturgie).

Als Sängerin sind diese beiden Rollendebüts für mich eine große Freude: die Musetta in Puccinis „La Bohème“ und die Lilli in der Operettenrarität „Herz über Bord“ von Eduard Künneke.

Ich wünsche einen schönen Restsommer und allen eine wunderbare neue Spielzeit 2026/27!

Laura Scherwitzl

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