Foto: Frauenliebe und -sterben (c) Matthias Baus
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE FREITAG-PRESSE, 17. APRIL 2026
Hamburg/ Staatsoper
Tobias Kratzer verkopft Herzog Blaubarts Burg ohne Rücksicht auf Verluste
Einmalig das Klangerlebnis aus dem Orchestergraben. Karina Cannellakis gestaltet mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg einen berückenden, magisch in seiner Sogwirkung ausmusizierten Bartók. Mit ruhiger Zeichengebung und einem besonderen Gespür für die Einzigartigkeit dieser Komposition, ist sie den beiden Protagonisten eine aufmerksame, feinfühlige Begleiterin. Den Zemlinsky gestaltet sie mit großen Aufschwüngen und sehrendem, leidenschaftlichem Ausdruck. Ein in allen Belangen faszinierendes Dirigat.
Von Axel Wuttke
Klassik-begeistert,de
Wien
Sparkurs in der Oper: Da waren‘s nur noch sechs Premieren an der Wien
Die zweite Spielstätte in der Kammeroper ist ab Herbst geschlossen, das Budget wurde gekürzt. Die Auswirkungen davon zeigen sich nun im Theater an der Wien: Intendant Stefan Herheim muss in der kommenden Saison sein Programm deutlich kürzen. Als Stefan Herheim 2022/23 seine Intendanz im Theater an der Wien antrat, präsentierte er 13 szenische Produktionen. In der kommenden Spielzeit sind es nur noch sechs – plus zwei kleine Kinder-Produktionen in der Hölle! „Eigentlich hat sich die Zahl der großen Produktionen halbiert“, zieht der Intendant Bilanz bei der Spielplan-Präsentation: „Das Programm wird damit marginaler.“ Die bevorstehende, nach wie vor als vorübergehende kommunizierte Schließung der Kammeroper ist einer der Gründe für die Reduktion der Produktionen. Dazu trafen das Musiktheater die Kürzungen im Kulturbudget der Stadt Wien im Herbst – was Herheim zu kurzfristigen Absagen zwang.
https://www.krone.at/4108221
Musiktheater an der Wien: Ein Jubiläum mit Trauerflor (Bezahlartikel)
Beethoven und Barock, Wagner und Kinderoper: Trotz Sparzwängen und Verlust der Kammeroper bleibt der Spielplan am Naschmarkt reichhaltig.
DiePresse.com.musiktheater
Theater an der Wien geht mit gestutzten Flügeln in nächste Saison
Das städtische Opernhaus wird lediglich sechs große Premieren zeigen und setzt stark auf Koproduktionen mit anderen europäischen Bühnen
DerStandard.at.story.theateranderwien
Wien/ Konzerthaus
Konzerthaus: Diese Jungstars spielen zusammen, aber doch allein (Bezahlartikel)
Zwei großartige Solisten wie die Geigerin María Dueñas und der Pianist Alexander Malofeev ergeben nicht zwangsläufig ein überzeugendes Ganzes.
DiePresse.com.konzerthaus
Giovanni Antonini im Musikverein: Haydn, gnadenlos großartig (Bezahlartikel)
Am Pult seiner vereinten orchestralen Kräfte ließ Giovanni Antonini mit seiner kompromisslosen Haydn-Interpretation vergessen, dass Currentzis hierzulande immer noch Persona non grata ist.
https://www.diepresse.com/20773811/antonini-im-musikverein-haydn-gnadenlos-grossartig
Salzburg
So manche Musik-Rarität: Salzburger Landestheater Spielzeit 2026/27
Mit Liebesverwirrungen, L’italiana in Algeri, geht die nächste Landestheater-Spielzeit in der Oper los. Mit der Antigone das Schauspiel. Bei Rossini geht’s mit „Versöhnung“ aus, dem Motto der Saison 2026/27.
DrehpunktKultur.de
Salzburg/ Landestheater
Albtraum in der Einraumwohnung: „Berlin Alexanderplatz“ am Salzburger Landestheater
Salzburg wagt sich an die Opernfassung von Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“. Das verdient höchsten Respekt, die Aufführung kreist aber bald um sich selbst.
muenchnerMerkur.de.alexanderplatz
Besucher flüchteten in der Pause nach Hause
Am Landestheater Salzburg fiel das Stück „Berlin Alexanderplatz“ beim Publikum durch. Bei ohnehin schon nicht ausverkauftem Haus verließen viele Besucher nach der ersten Hälfte das Theater. Am Ensemble lag es nicht.
https://www.krone.at/4108281
Nachruf
Grandseigneur der Salzburger Festspiele mit 89 Jahren gestorben (Bezahlartikel)
Der Bankier und Jurist Heinrich Wiesmüller prägte über Jahrzehnte das Kulturleben in Salzburg – und die Festspiele.
Kurier.at.salzburg.heinrichwiesmüller
St. Margarethen
Blick hinter Bombast-Kulisse
Mega-Bühne für Tosca: „Menschen kommen wegen dem Wow“ Mehr als 9.000 Arbeitsstunden stecken heuer in der Herstellung der Mega-Kulisse der „Tosca“ in der Oper im Steinbruch St. Margarethen. Giacomo Puccinis Publikumsmagnet wird diesen Sommer von 15. Juli bis 22. August im Burgenland gezeigt.
neute.at.megabuehnefuertosca
Kreative Exzellenz … – Aviel Cahn stellt seine erste Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin vor
Vielleicht ist es sehr schwer, als neuer Intendant eines von gleich drei Opernhäusern der Stadt das eigene neu profilieren zu müssen, das bestehende Kräftedreieck auf sich auszurichten, andere Akzente zu setzen, Schwerpunkte zu verschieben und dergleichen mehr. Vielleicht ist es aber auch nicht sehr schwer, wenn die beiden anderen, die Komische Oper und die Staatsoper Unter den Linden, in der Regel auf jeweils ihrem hohen Niveau und zuweilen überraschend, letztlich aber eben doch die Komische Oper und die Staatsoper bleiben. Das ist gut so und da ist Platz genug, nicht zuletzt 500 Jahre Musiktheatergeschichte, die größte Bühne der Stadt sowie das „Alleinstellungsmerkmal“ der Deutschen Oper: „ihre architektonische Offenheit und Modernität“, so Aviel Cahn, der Nachfolger des dezent beharrlichen Dietmar Schwarz.
NeueMusikzeitung/nmz.de.berlin
München/ Isarphilharmonie
Operettenabend mit Nebenwirkungen
Jonas Kaufmann liebt die Operette, das war am Mittwoch in der Isarphilharmonie in jedem Moment spürbar. Auf dem Programm standen unter anderem Auszüge aus „Das Land des Lächelns“, „Die Csárdásfürstin“, „Gräfin Mariza“, „Der Teufelsreiter“ und ein Evergreen aus der Oper „Die Königin von Saba“. Mit dabei: die Sopranistin Malin Byström und die Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Jochen Rieder.
BR.Klassik.de.
Stadttheater Klagenfurt
16 Stunden in 90 Minuten: Stefan Potzmann verdichtet Wagners „Ring“
Porträt. Stefan Potzmann beherrscht die Kunst der Verknappung. Das zeigt der Klarinettist des Kärntner Sinfonieorchesters nun auch mit Wagners monumentalem Opernzyklus.
KleineZeitung.at
München/ Gärtnerplatz
„Vive la Belle Époque“: Hurra, ein Opernball für München
Josef E. Köpplinger verspricht neun Premieren und einen Opernball für die kommende Spielzeit seines Theaters.
muenchner.abendzeitung.de
Hamburg
Oper in Hamburg: Mann, Mann, Mann! (Bezahlartikel)
„Frauenliebe und -sterben“ und das Grauen: In der Hamburger Staatsoper will man mit Schumann, Bartók und Zemlinsky das häusliche Patriarchat klanggewaltig in Blut ertränken. Das ist hörens- und sehenswert.
FrankfurterAllgemeine.net.feuilleton
Frankfurt
„Turandot“ von Giacomo Puccini an der Oper Frankfurt Studie eines Machtmissbrauchs
Die Regisseurin Andrea Breth, bekannt für ihre tiefgründigen und tiefschürfenden Deutungen von Opern und Theaterstücken, entmystifiziert die unvollendete, märchenhafte Oper „Turandot“. Sie zeigt in Frankfurt eine sehr aktuelle Interpretation. Sie nimmt den Staat „Nordkorea“ als Vorbild für die Oper „Turandot“ und stellt damit einen eindeutigen aktuellen politischen Zeitbezug her.
feuilleton.frankfurt.de.turandot
Hannover
Gewinn und Verlust – Andrea Tarrodis „Homo Oeconomicus“ in Hannover uraufgeführt (Bezahlartikel)
Unser Umgang mit Geld und Werten ist oft viel zu selbstverständlich und undurchdacht, unkontrolliert. Wenn Geld da ist, wird es ausgegeben, sonst helfen Banken gern und uneigennützig, die Bedürfnisse der Kunden schnell und umfassend zu befriedigen. Aber: Wie funktioniert das alles eigentlich wirklich? Und auch: Funktioniert das? – Der Philosoph Adam Smith (1723–1790) hat die Gedanken vom „freien Spiel der Kräfte“ in der Wirtschaft formuliert und von der „unsichtbaren Hand“, die den Wettbewerb lenkt. In Hannover hatte diese Wirtschaftstheorie wohl erstmals ihren Auftritt in einer zeitgenössischen Oper.
NeueMusikzeitung/nmz.de.hannover
Münster
Die Spielzeit 2026/2027 am THEATER MÜNSTER
Insgesamt wird es vierundzwanzig Premieren, darunter neun Uraufführungen, sowie zehn Wiederaufnahmen und zwei Festivals in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Junges Theater geben. Das Konzertwesen unter Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg bietet mit dem Sinfonieorchester Münster zehn Sinfoniekonzerte, sechs Kammerkonzerte, drei Kinderkonzerte und vier Sonderkonzerte.
https://kulturfreak.de/die-spielzeit-2026-2027-am-theater-muenster
Basel
György Kurtág, der Meister der Miniatur
Schweizer Erstaufführung seiner einzigen Oper «Fin de partie» am Theater Basel
https://seniorweb.ch/2026/04/15/gyoergy-kurtag-der-meister-der-miniatur/
Lüttich
Jessica Pratt als prachtvolle Giftmischerin und verhinderte Madonna: Donizettis „Lucrezia Borgia“ in Liège
Donizettis frenetisches Opernungetüm „Lucrezia Borgia“ wird im Opernhaus von Liège durch Jessica Pratt zum berechtigterweise umjubelten Belcanto-Ereignis. Giampaolo Bisanti am Pult, Marko Mimica, Julie Boulianne und die Opéra Royal de Wallonie-Liège gestalten ein Opernfest ohne Berührungsscheu zu älteren Gestaltungsmitteln. Das macht noch immer große Freude.
NeueMusikzeitung/nmz.de.kritik.donizetti
Neapel
Vorwürfe wegen möglichen Betrugs in Neapel
In Italien wird gegen Tenor Jonas Kaufmann ermittelt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft. Italienischen Medienberichten zufolge soll es um Vorwürfe wegen Betrugs am Teatro San Carlo in Neapel gehen. Auf BR-Anfrage teilte Kaufmann am Donnerstag mit: „Vor einiger Zeit hörte ich gerüchteweise von einer Untersuchung im Theater San Carlo. Grundsätzlich finde ich es nur richtig, wenn bei der Verteilung von öffentlichen Geldern genau hingesehen wird.“ Vorwürfe gegen seine Person wies er als unberechtigt zurück und betonte: „In diesem Fall bin ich aber doch erstaunt, meinen Namen in Zusammenhang mit Ermittlungen zu lesen. Ich kann nur sagen, dass ich erfüllt habe, was vertraglich vereinbart war.“
BR-Klassik.de.betrug
Feuilleton
„Revolutionäre Stimmung im Land“: Iván Fischer zur Wahl in Ungarn
Nach der Wahl in Ungarn spricht Dirigent Iván Fischer über die Aufbruchstimmung im Land.
BR-Klassik.de.ivanfischer
Links zu englischsprachigen Artikeln
Wien
MusikTheater An Der Wien To Host International Opera Awards For First Time The event will be held on Saturday 21 November 2026.
broadwayworld.com.bww.opera
Madrid
Teatro Real de Madrid 2025-26 Review: A Midsummer Night’s Dream
Deborah Warner’s Production Illuminates Britten’s Shifting Worlds
operawire.com.teatromadrid
Sofia
Djodjoska-Mladenova and Anastasov are the stars in Sofia’s exciting revival of La traviata
seenandheard.international.com.sofia
London
Review: SALOME, York Hall
Radical production of Richard Strauss’s still controversial opera is gory and gruesome
broadwayworld.com.westend
Leeds
Leeds Song festival review – from haiku to hauntings in evening that thinks outside the box
TheGuardian.com.music.leeds
Cardiff
Alexia Voulgaridou, Christine Rice, Nardus Williams & Nathan Berg Lead Welsh National Opera’s 2026-27 Season
operawire.com.cardiff
Recordings
CD Review: Jonas Kaufmann’s ‘Magische Töne’
https://operawire.com/cd-review-jonas-kaufmanns-magische-tone/
Ballet / Dance
New World Symphony & Miami City Ballet team up for new work with five premieres
TheClassical.review.com
Ballet West goes east for a high-stepping Broadway and Beyond program
utahartsreviews.ballett
Rock/Pop
Front in Europa gegen Kanye West: Auftritt in Marseille verschoben
Nach dem Einreiseverbot in Großbritannien wurde ein für 11. Juni geplantes Konzert verschoben. Auschwitz-Überlebende wollen Konzertverbote für Kanye West.
Kurier.atkanye.west-konzerte
Sprechtheater
Wien/ Kammerpiele
„Leonce und Lena“ in den Kammerspielen: Junge Liebe im Altersheim
Wie kann sich ein Pensionistenpaar noch einmal ineinander verlieben? Indem es Büchners Komödie spielt, schlägt Regisseur Torsten Fischer vor. Raffiniert gedacht, leicht sentimental gemacht – und ein Abschiedsfest für Sandra Cervik.
DiePresse.com.leonce
Medien
ORF
ORF: Stiftungsrat schießt sich auf Ingrid Thurnher ein
Den abschließenden Bericht um Roland Weißmanns Verhalten durfte nur eine Person sehen – aus guten Gründen. Aber nicht nur das wird der ORF-Generaldirektorin gerade vorgeworfen: Der Stiftungsrat will sie offenbar beschädigen, er steht aber selbst auf abschüssigem Gelände.
DiePresse.com.stiftungsrat
Politik
Ungarn
Was Magyars Sieg für die Ukraine ändert
Ungarn und die Ukraine – das war unter Orban eine schwierige Beziehung. Wie könnte sich das Verhältnis mit Peter Magyar ändern? Was denkt er über EU-Kredite? Wie steht er zu Moskau? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Tagesschau.de.ungarn
Österreich
Causa Benko: Der gefragte Herr Gusenbauer
Einst zentral im Machtgefüge von René Benko und der Signa-Gruppe, heute geläutert: Der frühere österreichische Bundeskanzler steht nach dem Kollaps des Konzerns unter Druck. Welche Konsequenzen drohen dem Ex-Aufsichtsratschef? Eine Spurensuche.
news.at.gusenbauer
Österreich
Geheime Umsturz-Pläne: Nächster Putschversuch von Babler bereits abgesagt
Zwischen Machtrausch und Katerstimmung: Nach dem gescheiterten Versuch des SPÖ-Bundesparteichefs Andreas Babler seinem Kritiker, NÖ-Landesparteichef Sven Hergovich eine Gegenkandidatin zu bescheren, plant Babler offenbar den nächsten Schlag gegen seine Kritiker. Dieses Mal in der Steiermark – Staatssekretär Jörg Leichtfried soll laut Insidern gegen den amtierenden Chef Max Lercher aufbegehren.
https://www.krone.at/4108812
Österreich
Mitbewohnerinnen besichtigen Villa wenige Stunden nach Pilnaceks Tod
Eine am Todestag anberaumte Besichtigung eines Hauses, das Pilnacek kaufen wollte, wurde von Wurm und P. wenige Stunden nach dessen Ableben trotzdem wahrgenommen, berichtete der Hausverkäufer am Donnerstag. Die ÖVP will unterdessen FPÖ-Mandatar Stefan laden, der beim Kauf als Treuhänder agierte.
DiePresse.at
—————-
Unter’m Strich
Nach Trump-Ausfällen: „Niemand hat das Recht, den Papst zu kritisieren“
Niemand habe das Recht, den Papst zu kritisieren, wenn dieser treu Zeugnis für das Evangelium des Friedens ablege, und niemand dürfe den Namen Gottes für eigene Interessen instrumentalisieren, sagte der deutsche Kurienkardinal und frühere Leiter der vatikanischen Glaubensbehörde, Gerhard Müller, laut Kathpress.
„Vom Heiligen Vater kann niemand etwas anderes erwarten als den Einsatz für den irdischen Frieden unter den Völkern“, so der Kardinal in einer von der Website Kath.net (Dienstag) veröffentlichten Stellungnahme. Basierend auf dieser Klarstellung ging der frühere Glaubenspräfekt auch auf die ethischen Herausforderungen und ein „kaum aufzulösendes moralisches Dilemma“ im Umgang mit gefährlichen Regimen wie dem im Iran ein.
https://www.krone.at/4108358
Niederösterreich
Millionen-Steuerbetrug. Ausgeraucht! Finanz sprengt illegale Tschickfabrik
Mit den steigenden Preisen für Tabakprodukte rauchen auch bei der Zigaretten-Mafia die Maschinen für Schwarzmarkt-Glimmstängel. Jetzt gelang der heimischen Zollfahndung ein riesiger Schlag – acht Millionen Tschick wurden in einer Fälscher-Fabrik im Industrieviertel (NÖ) beschlagnahmt.
https://www.krone.at/4108038
Direktor tackelt Schützen an Oklahoma High School
Neues Überwachungsvideo zeigt Direktor Kirk Moore, wie er einen bewaffneten Angreifer an der Pauls Valley High School zu Boden bringt und Leben rettet.
Heute.at.direktor
INFOS DES TAGES (FREITAG, 17. APRIL 2026)
INFOS DES TAGES (FREITAG, 17. APRIL 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Placido Domingos Beitrag: 32 Operalia Teilnehmer in der Saison 2026/27

Bayerische Staatsoper: Umbesetzungen
Hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren:
5. AKADEMIEKONZERT
Am 17. und 18. April 2026 singt Ludovic Tézier als Solist den Gesangspart in Les Nuits d’été von Hector Berlioz‘ anstelle des erkrankten Christian Gerhaher.
Herzliche Grüße
Ihr Team der Bayerischen Staatsoper

Ludovic Tézier
Der Bariton Ludovic Tézier studierte in Marseille und Paris und war anschließend Ensemblemitglied an den Opernhäusern von Luzern und Lyon. Seitdem trat er weltweit an großen Häusern auf, darunter die Semperoper Dresden, die Wiener Staatsoper, die Opéra national de Paris, das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London und die Metropolitan Opera in New York. Zudem war er bei den Festspielen von Glyndebourne, Aix-en-Provence, Orange, Salzburg und Baden-Baden zu Gast. Sein Repertoire umfasst Partien wie Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Giorgio Germont (La traviata), Luna (Il trovatore), Renato (Un ballo in maschera), Don Carlo di Vargas (La forza del destino), Amonasro (Aida), Jago (Otello), Ford (Falstaff), Barnaba (La Gioconda), Athanaël (Thaïs), Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser), Amfortas (Parsifal), Fürst Jeletzki (Pique Dame) sowie die Titelpartien in Don Giovanni, Rigoletto, Simon Boccanegra, Eugen Onegin und Ambroise Thomas’ Hamlet. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er als Posa (Don Carlo) bei den Münchner Opernfestspielen 2013. Während der Münchner Opernfestspiele 2026 übernimmt er die Titelpartie in der Neuproduktion von Rigoletto und gestaltet einen Festspiel-Liederabend.
——-
NORMA
In den Vorstellungen von Norma am 22., 26. und 29. Mai sowie am 2. Juni 2026 übernimmt Shannon Keegan die Partie der Clotilde anstelle von Meg Brilleslyper.
Shannon Keegan
Shannon Keegan stammt aus Illinois (USA) und studierte an der University of Music Cincinnati und der Rice University. Sie ist Absolventin der Young Artist Vocal Academy der Houston Grand Opera und der Internationalen Meistersinger Akademie in Neumarkt. 2022 gewann sie den 1. Preis im Gesangswettbewerb der Jensen Foundation und 2023 den 1. Preis sowie den Kritikerpreis des Concorso Lirico Ottavio Ziino in Rom. Von 2022 bis 2024 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart, wo sie u. a. als Schwester in der Uraufführung von Bernhard Langs Dora, als Zerlina (Don Giovanni), Cherubino (Le nozze di Figaro) und Zweite Dame (Die Zauberflöte) auftrat. An der Bayerischen Staatsoper gab sie 2025/26 ihr Debüt als Suzuki (Madama Butterfly) und singt hier u. a. Zweite Magd (Elektra) und Giovanna (Rigoletto).
ZU DEN VORSTELLUNGEN
________________________________________________________________________________________
St. Margarethen: Blick hinter die Kulissen: Führung bei Winter Artservice zur Entstehung des Bühnenbilds von „Tosca“

Bühnenbild für „Tosca“. Copyright: Andreas Hafenscher
2026 verwandelt sich die Bühne im Steinbruch St. Margarethen von Juli bis August erneut in das Rom um 1800. Maßgeblich geprägt wird diese eindrucksvolle Verwandlung durch das monumentale Bühnenbild, das heuer bereits zum 16. Mal von Winter Artservice realisiert wird. Zu den zentralen Elementen der Inszenierung zählen der Hauptaltar, der Kerzenständer, das Heiligtum sowie das Weihrauchfass, die als Herzstücke des Bühnenbildes Prunk, Zerstörung und spirituellen Glanz gleichermaßen verkörpern. Die aufwendigen Stahlkonstruktionen, die diesen Elementen ihre beeindruckende Präsenz und Stabilität verleihen, entstehen in enger Zusammenarbeit mit der burgenländischen Metallbaufirma Pinterich, die für die präzise technische Umsetzung verantwortlich zeichnet.
Barocke Pracht zwischen Licht und Schatten
Um das Spannungsfeld zwischen Opulenz und Zerstörung im barocken Rom von Puccinis „Tosca“ erlebbar zu machen, setzt das Regieteam rund um Bühnenbildner und Regisseur Thaddeus Strassberger auf eine monumentale Bildsprache. Prunkvolle Oberflächen in Gold- und Marmoroptik, fein gearbeitete Skulpturen und imposante architektonische Elemente entstehen mit höchster handwerklicher Präzision – als bewusst inszeniertes Wechselspiel von Schönheit und Bedrohung.
Die überdimensionalen Bühnenbauten füllen den Steinbruch und ziehen das Publikum ab der Premiere am 15. Juli mitten ins dramatische Geschehen. Grundlage dieser visuellen Kraft ist eine klar definierte künstlerische Haltung: Inspiriert von der Ästhetik des römischen Barocks prägen Licht und Schatten, Tiefe und Perspektive das Bühnenbild.
Anklänge an Caravaggios dramatisches Chiaroscuro, die emotionale Intensität Artemisia Gentileschis, die kompositorische Klarheit Domenichinos und die bewegte Theatralik Gian Lorenzo Berninis verbinden sich zu einer dichten, atmosphärischen Kulisse. Die architektonischen Ideen von Borromini und Guarini fließen in die räumliche Gestaltung ein – mit einer Architektur, die nicht nur Raum schafft, sondern Emotion verstärkt und die innere Zerrissenheit der Figuren sichtbar macht.
„Die diesjährige Tosca-Inszenierung zeigt, wie wirkungsvoll ein Bühnenbild sein kann, wenn es speziell für den Steinbruch St. Margarethen entwickelt wird. Die großformatigen, kunstvoll gestalteten Elemente fügen sich stimmig in den Raum ein und schaffen eine eindrucksvolle visuelle Welt, die das Drama von Puccinis Werk verstärkt. Für das Leadingteam und mich ist diese Produktion ein besonderes Beispiel für das Zusammenspiel von Musik, Raum und Bild“, freut sich Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch.
„Mit einem Profi von Weltrang wie Thaddeus Strassberger für ein so herausforderndes Bühnenbild wie Tosca zu arbeiten, bedeutet sehr viel für mich und mein Team“, so Christopher Winter, Gründer und Geschäftsführer von Winter Artservice. „Durch meine Ausbildung bei Walt Disney in den 1990er Jahren habe ich gelernt, monumentale Bauten authentisch umzusetzen. Dieses Know-how kommt bei Tosca in besonderem Maße zum Einsatz.“
Highlights der Bühnenkunstwerke
Über 9.000 Arbeitsstunden stecken heuer in der Herstellung der prachtvollen Kulisse von „Tosca“. Auch bei der diesjährigen Produktion werden robotergestützte Fertigungsmethoden sowie CNC-Holzbearbeitung und 3D-Fräsen bzw. 3D-Druckverfahren angewendet. Hierfür sind zirka 6.500 Maschinen- und Roboterstunden einkalkuliert. Der Einsatz von Robotern und computergestützten Maschinen ermöglicht auch eine möglichst effiziente Umsetzung der Arbeiten und hilft dabei, Materialüberschüsse zu minimieren.
Ein Highlight des heurigen Bühnenbildes ist der kunstvoll gestaltete Hauptaltar. Mit einer Gesamtbreite von rund 24,5 m und zirka 7,6 m Höhe an der höchsten Stelle erreicht dieses überdimensionale Kunstwerk ein Gewicht von 12 Tonnen Stahlkonstruktion. Weiters zieren zwei riesige Kerzenständer am Mittelfelsen mit einer Höhe von jeweils 7,5 m und 6,5 m und einem Gewicht von insgesamt einer Tonne Stahlkonstruktion die heurige Kulisse. Ein weiterer Höhepunkt des heurigen Bühnenbildes ist das Heiligtum mit einer Gebäudebreite von zirka 16,5 m und einer Höhe und Tiefe von rund 12 m. Dieses kunstvoll gestaltete Gebäude hat viele Verwandlungsmöglichkeiten und bringt ein Gewicht von zirka 40 Tonnen Stahlkonstruktion auf die Waage. Ebenfalls unübersehbar in der diesjährigen Produktion ist ein Weihrauchfass, welches dem Original aus der Kathedrale in Santiago de Compostela nachempfunden ist. Dieser monumentale Weihrauchkessel wiegt mit seinem einen Meter Höhe rund 40 kg und wird während der Aufführung von Menschenhand mehrmals in Bewegung gesetzt.

vlnr Herbert Herl Ben Reichert Christopher Winter Daniel Serafin Günther Kittler Edi Edelhofer (c) Andreas Hafenscher .jpg
„Die technisch größte Herausforderung des diesjährigen Bühnenbildes von „Tosca“ sind das Weihrauchfass sowie der Engel. Ersteres wird mit einer nach dem Original nachempfundenen Mechanik wie ein riesiges Pendel in Schwingung gebracht. Als Aufhängung dient eine Art Schwenkarm, welcher an der Oberkante des Heiligtums verankert ist. Der Engel ist eine kunstvolle Konstruktion mit beweglichen Bauteilen, deren Aufgabe es ist, ein ‚Zerfallen‘ des Engels in einzelne Teile zu ermöglichen und zugleich zu gewährleisten, dass danach der intakte Zustand wieder hergestellt werden kann“, so Edi Edelhofer, technischer Leiter der Oper im Steinbruch.
An der rechten Felskante auf 20 Meter Höhe steht eine 2 Tonnen schwere überdimensionale Kanone, welche nicht nur als Staffage zu sehen, sondern auch in voller Lautstärke zu hören sein wird.
In das Projekt „Tosca“ wurden insgesamt 1.300 Stunden für Planung und Programmierung aufgewendet. Dabei wurden mehr als 50 technische Pläne mit über 80 GB Datenvolumen erstellt.
80 Tonnen Stahl und Gerüstbau, 500.000 Schrauben, 6 Kilometer Staffeln und Theaterlatten sind die Basis der prunkvollen Kulisse. Zusätzlich wurden 8300 m² Holzplatten und über 6 Tonnen Putz und Farbe verarbeitet.
Fazit: Würde an diesem Projekt nur eine einzige Person arbeiten, wäre der zeitliche Aufwand rund 17 Jahre.
Nachhaltiger Bühnenbau
Ein zentraler Aspekt für die Verantwortlichen der Oper im Steinbruch ist die Nachhaltigkeit der Aufbauten. Einzelne Elemente des Bühnenbildes sind so konzipiert, dass sie nach Möglichkeit in anderer Verwendung neu eingesetzt werden können.
Über Winter Artservice
Auch heuer ging der Auftrag für die Fertigung des Bühnenbildes der Oper im Steinbruch an die Wiener Dekorationswerkstätte von Winter Artservice. Bereits in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt beim beeindruckenden Segelschiff des „Fliegenden Holländers“ im Jahr 2025, überzeugte das Unternehmen durch ihr Können und ihr Auge fürs Detail. In enger Abstimmung mit der burgenländischen Spezialfirma Metallbau Pinterich werden alle technischen Raffinessen geplant und umgesetzt. Die Verbindungstechnik wird 2026 erneut von Würth Austria übernommen.
Über die Oper im Steinbruch
Mit dem Qualitätsanspruch, populäre und hochwertige Opernproduktionen zu bieten, ist die Oper im Steinbruch in gleichem Maße Anziehungspunkt für ein begeisterungsfähiges Publikum sowie für internationale Opernstars und Musikergrößen.
Vom 15. Juli bis 22. August 2026 wird der Steinbruch St. Margarethen erneut zur Bühne für ein Opernerlebnis der Extraklasse: Mit Giacomo Puccinis „Tosca“ kehrt ein Meisterwerk des Verismo in einer spektakulären Neuinszenierung zurück. Die heurige Produktion stammt vom bewährten Kreativteam Thaddeus Strassberger (Regie & Bühne) und Giuseppe Palella (Kostüme), das bereits mit „Turandot“ (2021) und „Aida“ (2024) für Furore sorgte. Gemeinsam entführen sie das Publikum in das Rom der Napoleonischen Kriege um 1800 – eine Zeit zwischen religiöser Macht, politischer Repression und revolutionärem Aufbruch.
Tickets und Termine
Tickets für „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen können im Ticketbüro pan.event unter T + 43 2682 65 0 65 oder per E-Mail: gebucht werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.operimsteinbruch.at.
Termine & Informationen
Premiere: 15. Juli 2026
Weitere Termine:
16., 17., 18., 23., 24., 25., 26., 29., 30. und 31. Juli 2026
1., 5., 6., 7., 8., 13., 14., 15., 16., 19., 20., 21. und 22. August 2026
Beginn Juli: 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Beginn August: 20.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr
Dauer: ca. 2,45 Std. inkl. Pause
Preise: € 90 bis € 185
________________________________________________________________________________________
KERZENLICHT-KONZERTE: 9. Mai 2026 – Kammermusik auf SCHLOSS GREILLENSTEIN
Seit 2014 ist das Renaissanceschloss Greillenstein ständiger Austragungsort der „Kerzenlicht-Konzerte“. Das Schloss mit seinem märchenhaften Zauber erfreut sich bei Publikum und Interpreten großer Beliebtheit! Die Konzerte im Türkensaal finden am 9. Mai 2026mit einem Kammermusikabend ihre Fortsetzung. In der Formation Klaviertrio interpretieren die Geigerin Yoko Saotome-Huber, der Pianist Robert Pobitschka und – erstmals im Rahmen der Reihe – der Cellist Konstantin Zelenin Dvoraks berühmtes „Dumky-Trio“.

Konstantin Zelenin. Foto: Privat
Im ersten Teil des Programmes stehen u. a. Tartinis „Teufelstriller-Sonate“, Beethovens Romanze op. 50 für Geige und Klavier und drei Sätze aus der ersten Suite für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach am Programm.

Yoko Saotome-Huber. Foto: Higa jgp
Yoko Saotome-Huber konzertiert seit 2014 im Rahmen der „Kerzenlicht-Konzerte“. Insbesondere ihre Auftritte als Solistin in Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ – 2017 mit einem Ensemble aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und 2025, begleitet von einem Ensemble der Wiener Symphoniker – waren durchschlagende Erfolge!
Der aus Minsk stammende Konstantin Zelenin trat als Solist und Kammermusiker in Europa, Amerika und Asien in Erscheinung und konzertierte mit dem Weißrussischen Nationalsinfonieorchester, dem Nationalkammerorchester, dem Weißrussischen Rundfunk Sinfonieorchester, dem Symphonieorchester Brest, dem Symphonieorchester Gomel und dem Riga Philharmonic Symphony Orchestra. Fernseh- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine rege Konzerttätigkeit.
Robert Pobitschka konzertiert seit 2003 als Pianist im Rahmen der „Kerzenlicht-Konzerte“ und ist seit 2011 deren organisatorischer Leiter. Neben Konzerten im In- und Ausland tritt er auch als Komponist in Erscheinung. Im Rahmen des Festivals Carinthischer Sommer spielte er die Uraufführung seines 1. Klavierkonzertes, bei der ersten Aufführung seines 2. Klavierkonzertes war er Solist des Mozarteum Orchesters Salzburg.
Kerzenbeleuchtung – das Markenzeichen der „Kerzenlicht-Konzerte“ – und natürlich das zauberhafte Ambiente des Schlosses Greillenstein garantieren darüberhinaus für eine ganz besondere Stimmung. Ein Buffet sorgt für das leibliche Wohl der Gäste.
Renaissanceschloss Greillenstein – Türkensaal
Samstag, 9. Mai 2026 – 19.00 Uhr
YOKO SAOTOME-HUBER Violine
KONSTANTIN ZELENIN Violoncello
ROBERT POBITSCHKA Klavier
KARTEN zu € 28.- (Sudenten € 15.-) ab 18.30 an der Abendkasse
VORVERKAUF im Schlossladen an der Pforte zu den Offnungszeiten
RESERVIERUNGEN: 0650 – 53 29 909 oder
Veranstalter: Verein Kerzenlicht-Konzerte
www.schlossgreillenstein.at www.kerzenlicht-konzerte.at
________________________________________________________________________________________
13.4.2026- Interview mit KS Tomasz Konieczny in der Wiener Staatsoper.
„Wagner ist ein Welterbe, ich sehe es als meine Mission an seine Musik zu pflegen, zu bewahren und zu verbreiten!“ (Tomasz Konieczny)
Während seines derzeitigen Aufenthalts in Wien, wo er am 22.4.2026, zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper, den Holländer in „Der fliegende Holländer“ singen wird, hatte ich die große Ehre und Freude mit KS Tomasz Konieczny, dem überaus sympathischen Weltstar, in der Wiener Staatsoper sprechen zu können.
Der Star-Bassbariton, der zu den renommiertesten und bedeutendsten Wagner-Sängern unserer Zeit zählt und in seinen Rollen weltweit für Furore sorgt und Maßstäbe setzt, ist der Initiator und künstlerische Leiter seines Baltic Opera Festivals, dessen vierte Ausgabe er am 8.4.2026 bei der Pressekonferenz in der Botschaft der Republik Polen in Wien vorstellte.
Bei einem gemütlichen Kaffee in der Kantine der Wiener Staatsoper sprachen wir über sein Baltic Opera Festival, das in diesem Jahr vom 2.-7.Juli in Gdańsk-Sopot stattfinden wird.

Fotocredit: Marta Napierala
1) Was hat Dich dazu bewogen das Baltic Opera Festival ins Leben zu rufen bzw. wiederzubeleben?
Ausschlaggebend war für mich die Pandemie, in der wir plötzlich alle keine Arbeit mehr hatten und da ist in mir die Idee geboren ein eigenes Festival zu gründen.
Mitten in der Zeit der Pandemie im Jahr 2020 hat Peter Svensson das Wagnerfestival in Mikulov in Tschechien veranstaltet und da habe ich mitgemacht. Wir haben es geschafft auf der dortigen Freiluftbühne jeweils zwei Mal den „Fliegenden Holländer“ und „Tristan und Isolde“ aufzuführen.
Ich wollte ein eigenes Festival in Polen verwirklichen. Mein Hauptmotiv dieses Festival zu gründen war Künstlern zu helfen. In der historischen Waldoper in Sopot habe ich 2009 in „Das Rheingold“ gesungen und war fasziniert von der fantastischen Akustik.
Von 2010-12 wurde die Waldoper total renoviert und weist u.a. einen wunderbaren Orchestergraben auf.
Ich habe mit dem Vizekulturminister Jaroslaw Sellin in Warschau gesprochen, der ein glühender Wagnerianer ist und seit unserem Gespräch wird das Baltic Opera Festival finanziell maßgeblich vom Ministerium in Polen unterstützt.
Weiters ist die Baltische Oper in Danzig eng mit dem Baltic Opera Festival verbunden.
2023 haben wir es zum ersten Mal geschafft das Festival zu veranstalten.
-Im ersten Jahr hatten wir ca.4000 Zuschauer in einer Vorstellung. Zusammen bei Holländer (2 Vorstellungen) waren es ca.8000 Zuschauer-
Vor dem zweiten Weltkrieg, in den 1920er Jahren wurde in diesem Freiluft-Amphitheater bereits Oper gespielt und wurde mit dem Baltic Opera Festival reaktiviert.
Am Ende der Pandemie war ich als Sänger wieder voll ausgebucht und habe im Sommer auch in Bayreuth gesungen. Während meiner Abwesenheit wurde alles nach meiner Konzeption verwirklicht.
2) Wie lässt es sich für Dich vereinbaren, Deine Karriere als Sänger, Du singst weltweit höchst erfolgreich die größten, anspruchsvollsten Wagner-Rollen Deines Fachs und gleichzeitig der Intendant des Baltic Opera Festivals zu sein?
Es ist sehr schwierig beides zu koordinieren, das muss ich schon zugeben, aber das Baltic Opera Festival ist mein „Baby“ und ich brenne für dieses Festival. Diese enorme Authentizität dieser gigantischen Waldoper mit den 5000 Plätzen in diesem, an der Ostsee gelegenen, Kurort Sopot übt eine ganz besondere Faszination aus.
Ich habe ein sehr gutes Team um mich, das mich tatkräftig unterstützt, wie zum Beispiel Direktor Rafal Kokot. Der andere Direktor, der für die Planung zuständig ist, heißt Pawel Marzec. Außerdem bekomme ich sehr viel Unterstützung von hochkarätigen Persönlichkeiten, die im Ehrenkomitee des Baltic Opera Festivals sind und mit denen ich ständig in Kontakt stehe. Sie glauben alle fest an mein Festival.
3) Nach welchen Kriterien besetzt Du Deine Produktionen im Baltic Opera Festival?
Viele Sänger, Dirigenten und Regisseure kenne ich natürlich aus der gemeinsamen Zusammenarbeit, die dann sehr gerne in meinem Festival arbeiten. Weiters sehe ich mir viele Vorstellungen an und halte Meisterkurse ab, um auch junge, nachkommende Sänger für das Festival kennenzulernen und zu engagieren.
4) Es ist eine große Ehre in Deinem Festival arbeiten zu dürfen. Wie ist das Finanzielle für die Künstler geregelt?
Die Künstler werden natürlich entsprechend bezahlt und wir versuchen das finanzielle Weltniveau zu gewährleisten.

Fotocredit: Marta Napierala
5) Bei der Pressekonferenz hast Du über die amerikanischen Freunde des Baltic Opera Festivals gesprochen, kannst Du mir bitte etwas mehr darüber erzählen?
Ja, das sind die „American Friends of Baltic Opera Festival“. Ich habe in der Wagner-Society in New York einen Vortrag gehalten und über das Baltic Opera Festival gesprochen. Danach hat mich Diana Paine angesprochen und mir ein privates Sponsoring für das Festival angeboten. Die „American Friends of Baltic Opera Festival“ sind nun verantwortlich für die Promotion und Sponsorensuche für das Festival.
Privatsponsoring ist in Amerika ganz normal und an der Tagesordnung. In Polen ist es noch nicht möglich, da gibt es nur Staatssponsoren und das muß geändert werden.
Eine Mischung aus Privat- und Staatssponsoring wäre möglich. Die Garantie muß der Staat geben.
Promotion im Ausland lohnt sich, die Gegend um Sopot an der Ostsee ist touristisch attraktiv, ein Freiheitsgebiet, Lech Walesa lebt dort und unterstützt das Festival, es ist sehr historisch und authentisch. Außerdem gibt es tolle Restaurants und Hotels.
Man muß es einmal gesehen haben, auch wenn man kein Wagnerianer und Opernliebhaber ist. Das Erlebnis ist einzigartig.
Es ist jeder willkommen, die Karten sind nicht wahnsinnig teuer.
6) Was wünscht Du Dir für die Zukunft Deines Baltic Opera Festivals?
Ich wünsche mir vieljährige finanzielle Sicherheit, um weit voraus planen zu können.
Die deutsche Musikkultur wie Wagner und Strauss weiter verbreiten zu können.
Wagner ist Welterbe und ich sehe es als meine Mission an seine Musik zu pflegen, zu bewahren und zu verbreiten!
In diesem Sommer führen wir „Die Walküre“ in Koproduktion mit Kopenhagen auf, eine Inszenierung, in der ich schon gesungen habe und in der ich mich sehr wohl fühle.
Im nächsten Jahr wird „Der Freischütz“ aufgeführt, den Andreas Homoki zuerst in Prag inszenieren wird und dann in meinem Festival realisieren wird.
Für 2028 gibt es bereits Pläne für eine Produktion, welche die Wiener Staatsoper beim Baltic Opera Festival präsentieren wird.
Neue, unbekannte polnische Werke sollen in Zukunft zur Aufführung kommen und ein von Alexander Nowak extra komponiertes Stück. Die polnische Kultur wird selbstverständlich auch weiter gefördert werden.
In Planung ist außerdem ein konzertanter „Fidelio“ und während des Festivals stattfindende „Masterclasses“.
Lieber Tomasz, vielen herzlichen Dank für das wunderbare Gespräch!
Ich wünsche Dir das Allerbeste für Dein Baltic Opera Festival und für Deine kommenden Vorstellungen an der Wiener Staatsoper!!!
Marisa Altmann-Althausen
________________________________________________________________________________________
WIEN/ Burgtheater/ Akademietheater: Preisermäßigte Eintrittskarten über „Verbund“
Zum Selbstbestellen
Mit dem Aktionscode „AKTION“ erhalten Sie 30% Ermäßigung auf ausgewählte Vorstellungen der BURG.
So können Sie das Angebot in Anspruch nehmen:
- o) beim Online-Kauf auf burgtheater.at
- o) an den Tageskassen
- o) an der Kreditkartenhotline unter +43 (0)1 513 1 513 (Mo bis So: 10-19 Uhr)
So lösen Sie die Ermäßigung im Webshop ein:
Loggen Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse auf tickets.burgtheater.at ein.
Sollten Sie noch keinen Account haben, registrieren Sie sich bitte, um die Buchung fortführen zu können.
Nach Wahl der gewünschten Vorstellung und der Sitzplätze geben Sie beim Schritt „Prüfung und Zahlung“ unter dem Punkt „Kundenkarte/Aktionscode“ den Aktionscode AKTION (in Großbuchstaben) ein. Der Betrag verringert sich nun im Warenkorb.
BURGTHEATER
Dienstag, 21.04.2026, 19:30 Uhr UND Mittwoch, 20.05.2026, 19:30 Uhr
Auslöschung. Ein Zerfall | Burgtheater nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Bernhard / Regie: Therese Willstedt
Sonntag, 26.04.2026, 16 Uhr
Johan Holtrop nach dem Roman von Rainald Goetz / Regie: Stefan Bachmann
Dienstag, 05.05.2026, 19 Uhr
König Lear von William Shakespeare / Regie: Rafael Sanchez
Donnerstag, 07.05.2026, 19:30 Uhr
Fall McNeal von Ayad Akhtar / Regie: Jan Bosse
Samstag, 23.05.2026, 20 Uhr
Die verlorene Ehre der Katharina Blum | Burgtheater von Heinrich Böll / Bastian Kraft
AKADEMIETHEATER
Samstag, 18.04.2026, 20 Uhr
Ellen Babic
von Marius von Mayenburg / Regie: Thomas Jonigk
Montag, 27.04.2026, 20 Uhr
Bumm Tschak oder der letzte Henker
von Ferdinand Schmalz / Regie: Stefan Bachmann
Sonntag, 10.05.2026, 19 Uhr
Der irrende Planet:
Ein Spaziergang mit Robert Walser mit Texten von Robert Walser / Regie: Barbara Frey
Dienstag, 12.05.2026, 19:30 Uhr
Der einsame Westen
von Martin McDonagh / Regie: Mateja Koležnik
Freitag, 29.05.2026, 20 Uhr
Der eingebildete Kranke | Burgtheater
von Molière / Regie: Stefan Bachmann