Die MONTAG-PRESSE – 7. SEPTEMBER 2020

Die MONTAG-PRESSE – 7. SEPTEMBER 2020

Philippe Jordan © Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 7. SEPTEMBER 2020

Philippe Jordan: Premiere für den „Neuen“ an der Wiener Staatsoper
Puccinis „Madama Butterfly“ am 7. Septemter ist die erste Premiere für Dirigent Philippe Jordan als neuen Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Davor sprach er über die Oper und seinen Respekt vor dem Amt.
Kleine Zeitung

Wien
„Madama Butterfly“ Asmik Grigorian: „Ich darf lieben, ich darf töten“ Bezahlartikel
Die litauische Sopranistin eröffnet am Montag (7. September) an der Wiener Staatsoper die Ära von Direktor Bogdan Roščić.
Kurier

Wiener Staatsoper: Das neue Magazin
http://www.wiener-staatsoper.at/die-staatsoper/aktuelles/magazin/

Live aus Grafenegg: Beethoven und die Konzertrevolution
https://orf.at/stories/3179932/

München/ Cuvilliestheater
Als Ganzes wenig wirkungsvoll, und doch: ich kann genießen…
Ich fange früh in der Vorführung an, die Aufführung zu analysieren. Das ist schlecht! Es bedeutet, ich bin emotional nicht eingefangen. Warum? Die Sängerinnen und Sänger sind sehr gut, das Orchester hat einen kraftvollen Klang trotz der verhältnismäßig kleinen Besetzung. Warum komme ich nicht in einen emotionalen Flow in meinem ersten Operngang nach etwa sechs Monaten? Ist die übergroße Vorfreude schuld? Nein.
Die Erkenntnis trifft mich mit Fallen des Vorhangs zum Ende des ersten Akts: das Libretto ist Stückwerk. Nach der Vorlage Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre frei entwickelt, klingt die Handlung nicht so schlecht – wie sie sich mir darstellt.
von Frank Heublein, München
Klassik-begeistert

Hamburg
Molto Agitato“ an der Hamburgischen Staatsoper: So fackelt Castorf Amerika ab
Nach 176 Tagen Zwangspause eröffnete die Hamburgische Staatsoper mit einem Abgesang auf Amerika: Kapitalismus-Kritiker Frank Castorf knöpfte sich in „Molto Agitato“ Sexismus und Ausbeutung vor. Das überzeugte wegen der „hochtourigen“ Mitwirkenden.
BR-Klassik.de

Staatsoper: Castorf inszeniert Musiktheater „Molto agitato“
Sueddeutsche Zeitung

Frank Castorfs Debüt an der Staatsoper Hamburg
Statischer Abend mit Hang zum Autismus
DeutschlandfunkKultur

Frank Castorf inszeniert „molto agitato“ in Hamburg
Frankfurter Rundschau

Darmstadt
Viele Ideen, wenig Form: Musiktheater „Atem“ in Darmstadt
Das Staatstheater eröffnet die Saison mit einer Collage, die von temperamentvoller afrikanischer Musik gewürzt wird. Aber eine schlüssige Dramaturgie entfaltet sich nicht.
https://www.allgemeine-zeitung.de/freizeit/kunst-und-kultur

7 Deaths of Maria Callas – ein Opernprojekt von Marina Abramovic
http://onlinemerker.com/muenchen-bayerische-staatsoper-7-deaths-of-maria

Marina Abramovics Oper: Mitunter sterbenslangweilig
https://www.monopol-magazin.de/7-deaths-maria-callas-marina-abramovic-oper

Grafenegg
Grillen zirpen zu Beethoven
Die Philharmoniker mit Franz Welser-Möst und einem reinen Beethoven-Programm – bei Naturklängen und Fluglärm.
http://www.diepresse.com/5863347/grillen-zirpen-zu-beethoven

Hamburg
Elbphilharmonie: Ein sommerlicher Brahms-Prokofjew-Zyklus in Hamburg[/V]
Lisa Batiashvili, Violine (02.09.2020)
Leonidas Kavakos, Violine (04.09.2020)
Werke von Johannes Brahms und Sergej Prokofjew
Ein äußerst gelungener Saisonauftakt in der Elbphilharmonie! Vier Brahms-Symphonien und zwei Prokofjew-Violinkonzerte: Wann bekommt man das schon an zwei Abenden zu hören? So kann diese Spielzeit gerne weitergehen.
Die neue Spielzeit des NDR Elbphilharmonie Orchesters beginnt also mit einem ganzen Zyklus der Brahms-Symphonien,verteilt auf insgesamt sieben Konzerte. Nur die Erste wird nur einmal gespielt (warum eigentlich?). Dazu jeweils eines der beiden Violinkonzerte von Prokofjew. Lisa Batiashvili spielt das Erste, Leonidas Kavakos das Zweite.
von Johannes K. Fischer
Klassik-begeistert

Gelsenkirchen/ Musiktheater im Revier
Operette „Frau Luna“: Schiller reist als PC-Nerd zum Mond Bezahlartikel
https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/operette-frau-luna-schiller

Berlin
Agitprop mit symphonischer Begleitung – Uraufführung von „Baby Doll“ an der Deutschen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

Berlin/Grunewald
Enteignung mit Sekt und Klassik
Im Grunewald wird eine Oper zum Thema Umverteilung aufgeführt – sozialistisch-satirisch im besten Sinne
Neues Deutschland

Kommentar: Berlin, du kannst es besser!
Die selbsternannte Weltkulturhauptstadt ist kleinmütig, wenn es um Zukunftsmodelle für die von Corona gebeutelte Kultur geht. Es fehlt der Politik an Visionen und Ehrgeiz, kritisiert Gero Schließ.
https://www.dw.com/de/kommentar-berlin-du-kannst-es-besser/a-54804575

Dortmund
Mozarts „Entführung“ in Dortmund: Puppen haben kein Corona
Die Welt.de

Wiesbaden
„Barbier von Sevilla“ in Wiesbaden: Vor der Arie kräftig abhusten
Frankfurter Rundschau

Bremen
Interview mit Intendant Michael Börgerding: „Wir haben uns auf alles eingestellt“
Weser-Kurier

Brandenburg
Neubeginn an der Havel
Schon länger machte Flötist Olivier Tardy auch als Dirigent auf sich aufmerksam. Nun tritt er sein Amt als Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker an.
https://www.concerti.de/portraets/olivier-tardy/

Zürich
Tatort Tonhalle: Das Sinfonieorchester spielt zum Saisonauftakt wieder in grosser Besetzung
Fürs Publikum gilt Maskenpflicht
Tagblatt

Links zu englischsprachigen Artikeln

München
Marina Abramović stars in an opera about Maria Callas – but doesn’t sing
https://www.apollo-magazine.com/marina-abramovic-maria-callas-opera/

London
‚Masses of performers are still grounded‘: pianist Sophia Rahman on a UK music scene in crisis
https://theartsdesk.com/classical-music/masses-performers-are-still-grounded

The Royal Opera: Live in Concert review – Italianate fizz with a patch of flatness
https://theartsdesk.com/opera/royal-opera-live-concert-review-italianate

Interview: Golda Schultz: “Odd is the word for this Last Night of the Proms’
The Guardian

Proms 2020: BBC Scottish Symphony Orchestra review: a brand-new piece about lockdown stirred the soul
The Telegraph

Glasgow
Review: Opera: La Boheme: Scottish Opera
https://www.heraldscotland.com/arts_ents/18701191.review-opera-la-boheme

Fort Worth
Fort Worth Opera Announces Digital-Debut Performances & 2020-2021 Resident Artists
https://operawire.com/fort-worth-opera-announces-digital-debut-performances

CD/DVD
Igor Levit: Encounter — recitals from lockdown
Some of the pieces the pianist performed online during the pandemic are collected here
https://www.ft.com/content/5615a5e5-55c9-4f42-89a9-767ff51aea27

Pianist Igor Levit Is on a Mission
https://www.sfcv.org/reviews/none/pianist-igor-levit-is-on-a-mission

Celso Albelo, Jonas Kaufmann, & Gerhild Romberger Lead New CD/DVDs Releases
https://operawire.com/celso-albelo-jonas-kaufmann-gerhild-romberger

Feuilleton
Vocal Health – “Vocology Ireland’ Founder Eimear McCarthy Luddy on Providing a Major Resource for Artists
https://operawire.com/vocal-health-vocology-ireland-founder-eimear-mccarthy

Obituary
Grammy-nominated composer William Pursell dies from COVID-19
https://www.latimes.com/obituaries/story/2020-09-05/william-pursell-grammy

Sprechtheater

Joachim Meyerhoff: „Es muss immer enden im Schrecken“
Ende 2018 hatte der Schauspieler einen Schlaganfall. Kurz zuvor hatte er dem KURIER ein Interview gegeben – mit Caroline Peters.
Kurier

Ausstellungen/ Kunst

Wiener Galerien: Du sollst dir ein Bild machen!
Mit dem Festival Curated by startet der Wiener Kunstmarkt in eine ungewisse Zukunft. Ein beeindruckender Kraftakt der gebeutelten Galerien. Die anstehende Kunstmesse Viennacontemporary hat jedoch an Unterstützung verloren.
https://www.diepresse.com/5862714/wiener-galerien-du-sollst-dir-ein-bild-machen

TV/ Film

TV-Tipps für den Montag: „Madama Butterfly“ live aus der Staatsoper oder „Wonder Woman“
Kleine Zeitung

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Unter’m Strich

Neuer Cluster in Salzburg: Elf Corona-Fälle in Jungscharlager
Neun Kinder und Jugendliche sowie zwei Betreuer wurden positiv getestet. Behörde befürchtet weitere Zunahme.
Kurier

Österreich
Kurz nach Kritik: „Die Ampel wird uns leiten“
https://www.krone.at/2224659

Das große Interview
Kartnig: „Irgendwann kommt alles ans Tageslicht“
https://www.krone.at/2224441

Autorennsport
Mega-Spektakel in F1: Nach Hamilton-Strafe Sensationssieger in Monza
Was war das für ein Mega-Spektakel in Monza! Pierre Gasly hat sich am Sonntag bei einem chaotischen Formel-1-Grand-Prix von Italien sensationell zum Premierensieger gekürt. Der 24-jährige Franzose vom Red-Bull-Zweitteam AlphaTauri profitierte von einer Strafe gegen Weltmeister Lewis Hamilton und setzte sich knapp vor McLaren-Mann Carlos Sainz und Lance Stroll im Racing Point durch. Für Ferrari setzte es ein Doppel-Aus
https://www.krone.at/2224706

 

INFOS DES TAGES (MONTAG, 7. SEPTEMBER 2020)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 7. SEPTEMBER 2020)

ORF III überträgt heute Eröffnungspremiere der Wiener Staatsoper „Madama Butterfly“ mit Asmik Grigorian


Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Kooperationsvereinbarung zwischen ORF III und Wiener Staatsoper für die Saisonen 2020/2021 bis 2022/2023 verlängert =

Wien (OTS) – Mit der Premiere von Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“, in einer Inszenierung von Anthony Minghella und Carolyn Choa, nimmt die Wiener Staatsoper nicht nur nach der Corona-bedingten Schließung des Hauses den regulären Spielbetrieb wieder auf, sondern läutet gleichzeitig eine neue Ära ein: mit Bogdan Roščić als neuem Direktor. ORF III überträgt den Saisonauftakt live-zeitversetzt am Montag, dem 7. September 2020, um 20.15 Uhr im Rahmen von „Erlebnis Bühne LIVE“, eingebettet in einen dreiteiligen Schwerpunkt. In der Titelpartie ist die litauische Starsopranistin Asmik Grigorian zu erleben, am Pult steht mit Philippe Jordan der neue Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Durch den „Erlebnis Bühne“-Abend führt ORF-Kulturlady Barbara Rett.

Ö1 überträgt die Premiere bereits um 19.00 Uhr live aus der Wiener Staatsoper. Weiters findet am Samstag, dem 5. September, der „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ (10.05 Uhr) live in der Staatsoper statt. Zu Gast bei Albert Hosp ist Staatsoperndirektor Bogdan Roščić. Auch der „kulturMontag“ widmet sich am 7. September um 22.30 Uhr in ORF 2 der Eröffnungsoper „Madama Butterfly“.

Neben der Eröffnungsoper darf sich das ORF-III-Publikum auch in den kommenden Saisonen auf noch mehr Klassikgenuss aus der Wiener Staatsoper freuen. So wurde der für die Saison 2017/18 erstmals zwischen der Wiener Staatsoper und ORF III abgeschlossene und jeweils für drei Saisonen geltende Rahmenvertrag kürzlich für die Spielzeit 2020/2021 bis 2022/2023 verlängert. Dieser besagt, dass ORF III insgesamt bis zu 15 Opern- bzw. Ballettproduktionen als Aufzeichnungen bzw. live(-zeitversetzte) Übertragungen ausstrahlen sowie diese via Klassikplattform fidelio streamen kann. fidelio bietet für jedes dieser Opern-Highlights sowohl die Live-Übertragung als Online-Stream selbst als auch jeweils bis zu sechs Wiederholungen innerhalb von 72 Stunden.

Direktor der Wiener Staatsoper Dr. Bogdan Roščić: „Mit ‚Madama Butterfly‘, der ersten von zehn Premieren in dieser Saison, wird an der Wiener Staatsoper nach einem halben Jahr wieder Oper gespielt. Das ist, nicht nur für unser Haus, ein großer, bewegender Moment. Umso wichtiger ist es mir, dass via ORF III alle Österreicherinnen und Österreicher dabei sein können.“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Es freut mich, dass die lange Erfolgspartnerschaft des ORF und der Wiener Staatsoper auch unter der neuen Leitung im Dienste der Kultur und unseres Publikums fortgeführt wird. Die neue Vereinbarung garantiert zusätzlich zu den ORF-2-Übertragungen bis zu 15 weitere Inszenierungen in ORF III sowie Live- und On-demand-Ausstrahlungen auf ‚fidelio‘, dem Klassikportal von ORF und Unitel. Die Ermöglichung der multimedialen und zeitunabhängigen Teilhabe am identitätsstiftenden Kulturschaffen der Staatsoper ist – besonders in diesen herausfordernden Zeiten – ein unschätzbarer kultureller Mehrwert für das österreichische Publikum, den in dieser Fülle, Qualität und Professionalität nur ein öffentlich-rechtlicher Sender wie der ORF zu leisten vermag“.

Der Staatsopern-Abend am 7. September in ORF III im Detail:

Bereits um 19.45 Uhr stimmt „Kultur Heute“ mit einer Spezialsendung auf die Saisoneröffnung ein. ORF-III-Moderator Peter Fässlacher meldet sich im Vorfeld der Premiere von „Madama Butterfly“ aus dem Haus am Ring, begrüßt die Stars der Produktion sowie den neuen Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić zum Gespräch und wirft einen Blick hinter die Kulissen. Um 20.15 Uhr überträgt „Erlebnis Bühne LIVE“ die Eröffnungsoper zum Saisonauftakt: Anthony Minghellas und Carolyn Choas spektakuläre Produktion von Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ mit Asmik Grigorian als Geisha Cio-Cio-San. In weiteren Rollen sind u. a. der aufstrebende junge Tenor Freddie De Tommaso als Pinkerton, Boris Pinkhasovich als Sharpless und Virginie Verrez als Suzuki zu erleben. Die musikalische Leitung hat Musikdirektor Philippe Jordan. Den Abend schließt die von Otto Schwarz gestaltete Dokumentation „Unsere Wiener Staatsoper“ (22.45 Uhr), die mit Zeitzeugenberichten an die Wiederaufnahme des Betriebs der Wiener Staatsoper nach ihrer totalen Zerstörung im Jahr 1945 erinnert.

ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber: „Dass ORF III die erste Premiere der neuen Spielzeit zur besten Sendezeit überträgt, ist nicht nur ein Zeichen, welch hohen Stellenwert die klassische Musik in unserem Programm einnimmt, sondern auch ein Symbol für die bewährte Zusammenarbeit zwischen ORF III und der Wiener Staatsoper. Es freut mich sehr, mit dem soeben verlängerten Rahmenvertrag, dem ‚Erlebnis Bühne‘-Publikum auch künftig glanzvolle Produktionen (live) aus der Wiener Staatsoper präsentieren zu können und ich wünsche dem gesamten Staatsopern-Team, allen voran Direktor Bogdan Roščić, einen erfolgreichen Start in die neue Saison!“
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METROPOLITAN OPERA – STREAMS  – 26. Woche

WEEK 26 (FRENCH WEEK)

The Metropolitan Opera in Chania | Manon | Event in Chania

Monday, September 7
Massenet’s Manon
Starring Anna Netrebko, Piotr Beczała, Paulo Szot, and David Pittsinger, conducted by Fabio Luisi. From April 7, 2012.

Tuesday, September 8
Gounod’s Roméo et Juliette
Starring Diana Damrau, Vittorio Grigolo, Elliot Madore, and Mikhail Petrenko, conducted by Gianandrea Noseda. From January 21, 2017.

Wednesday, September 9
Berlioz’s La Damnation de Faust
Starring Susan Graham, Marcello Giordani, and John Relyea, conducted by James Levine. From November 22, 2008.

Thursday, September 10
Massenet’s Cendrillon
Starring Kathleen Kim, Joyce DiDonato, Alice Coote, Stephanie Blythe, and Laurent Naouri, conducted by Bertrand de Billy. From April 28, 2018.

Friday, September 11
Bizet’s Les Pêcheurs de Perles
Starring Diana Damrau, Matthew Polenzani, Mariusz Kwiecień, and Nicolas Testé, conducted by Gianandrea Noseda. From January 16, 2016.

Saturday, September 12
Berlioz’s Les Troyens
Starring Deborah Voigt, Susan Graham, Karen Cargill, Bryan Hymel, Eric Cutler, Dwayne Croft, and Kwangchul Youn, conducted by Fabio Luisi. From January 5, 2013.

Sunday, September 13
Massenet’s Werther
Starring Lisette Oropesa, Sophie Koch, Jonas Kaufmann, David Bižić, and Jonathan Summers, conducted by Alain Altinoglu. From March 15, 2014.

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DRESDEN/ SEMPEROPER: Jonathan Darlington dirigiert „Eugen Onegin“

Jonathan Darlington
Jonathan Darlington. Foto: Köhring

Sächsische Staatskapelle Dresden

Der Versroman »Eugen Onegin« von Alexander Puschkin ist ein Schlüsselwerk der russischen Literatur, den Pjotr I. Tschaikowsky in seiner gleichnamigen, 1878 entstandenen Oper teils wörtlich auf die Bühne gebracht hat. Übersättigt von der Großstadt und ihrem Überfluss an Festen und Frauen, trifft der Dandy Eugen Onegin auf dem Land die Gutstochter Tatjana. Sie sieht in ihm den Mann ihrer romantischen Träume, doch er weist sie brüsk zurück. Erst Jahre später erkennt Onegin den Fehler seines Lebens – zu spät, denn Tatjana ist bereits die Frau des Fürsten Gremin geworden.

Puschkin führt in seinem Roman eine ganze Gesellschaft spöttisch vor; Tschaikowsky dagegen blickt in seiner Oper tief in die Seelen seiner liebenden und leidenden Figuren und zieht die Hörer*innen seiner Musik unwiderstehlich in deren Leidenschaften hinein. Die Semperoper spielt »Eugen Onegin« als konzertante Kurzfassung mit allen wichtigen Arien und Ensembles. Der Schauspieler Moritz Kienemann wird mit Puschkins sprachgewaltigen Versen die Musiknummern verbinden und ironisch kommentieren.

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Elisabeth von Valois ist bereit –  in Moskau


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BAYREUTH/ Markgräfliches Opernhaus: ARIENABEND JOYCE DI DONATO am 6.9.2020


Foto: Koling

Zum vom Ensemble Il pomo d´oro unter der Leitung von Francesco Corti begleiteten Arienabend von Joyce DiDonato im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth schreibe ich absichtlich keinen Bericht sondern schicke nur ein paar Zeilen mit Eindrücken und zwei Fotos.


Joyce DiDonato. Foto: Koling

Damit das Konzert überhaupt stattfinden konnte, lediglich 200 Zuhörer waren zugelassen, wurde von den Veranstaltern von Bayreuth Baroque das ursprüngliche Programm reduziert. Statt einem Programm in „normaler“ Länge gab es am 6.9. also zwei Konzerte mit gleichem Programm. Mit Arien aus Opern von Monteverdi, Cesti, Hasse und Händel bewies die Sängerin, dass sie in diesem Fach heute wohl konkurrenzlos ist (die Intendantin der Pfingstfestspiele in Salzburg möge mir meine Meinung verzeihen). Und mit Il pomo d´oro hatte sie kongeniale orchestrale Begleiter. Die zugelassenen 200 Besucher – jede zweite Reihe musste frei bleiben, zwischen den Besuchern zusätzlich freie Plätze (wir klagen in Wien wirklich auf hohem Niveau) – waren begeistert. Und vor der Zugabe bedankte sich DiDonato mit ergreifenden Worten für die Möglichkeit, nach monatelanger Pause in diesem Haus (das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth ist eines der letzten erhaltenen barocken Opernhäuser) wieder auftreten zu dürfen.

Wer an diesem Abend – gleichgültig ob im ersten oder im zweiten Konzert – dabei sein durfte, hatte zweifellos das Gefühl, ein unwiederbringliches Ereignis erlebt zu haben.

Michael Koling


Jubel im Markgräflichen Opernhaus. Foto: Youtube

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„kulturMontag“ am 7. September über das Theater mit Corona, 20 Jahre Amadeus-Awards und das Filmfestival in Venedig

Außerdem: Kulturdokupremiere „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur: Kärnten“

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 7. September 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich dem wieder anlaufenden Theaterbetrieb in Corona-Zeiten, dem derzeit stattfindenden Internationalen Filmfestspielen von Venedig und dem 20. Jubiläum des „Amadeus Austrian Music Awards“, der heuer am Donnerstag, dem 10. September, im Rahmen einer abwechslungsreichen TV-Show um 20.15 Uhr in ORF 1 verliehen wird. Anschließend ist um 23.15 Uhr die neue Dokumentation „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur“ zu sehen, die sich dem neuen Baustil von Feriendomizilen widmet. In dieser Ausgabe hat sich Martin Traxl sehr unterschiedliche Bauten in Kärnten näher angesehen.

Das Theater mit Corona – Wie das Virus den Kultur-Herbst prägt

Österreichs Theater- und Opernhäuser gehen nach dem Lockdown und der Sommerpause in die Herbstsaison – und das mit vielen Fragezeichen. Wie kann ein finanziell erfolgreicher Spielbetrieb gelingen und wie gleichzeitig das Publikum geschützt werden? Abstandhalten und Maske tragen – diese Regeln werden alle Häuser Österreichs praktizieren. Doch darüber hinaus gehen die Theater kreativ mit der neuen Situation um: Einige von ihnen, darunter das Wiener Burgtheater, werden mit einem sogenannten dynamischen Spielplan in die neue Spielzeit starten – also die Buchungslage über Sitzplatzordnung und damit Auslastung bestimmen lassen. Der „kulturMontag“ zeigt, wie die Vorbereitungen für die neuen Maßnahmen laufen, wie große Institutionen wie die Wiener Staatsoper oder kleine Häuser wie das Linzer Theater Phoenix im Fall einer Infektion reagieren und wie Österreichs Bühnen mit den finanziellen Einbußen umgehen wollen.

Die Löwen sind los – Das Filmfestival Venedig trotzt der Pandemie

Am Lido lässt man – der Angst vor Corona zum Trotz – von 2. bis 12. September die Löwen los und möchte damit ein kräftiges Lebenszeichen für den internationalen Film setzen. Im Ausnahmejahr werden gleich zwei goldene Ehrenlöwen vergeben: an Tilda Swinton und die Regisseurin Ann Hui. 18 Filme gehen in den Wettbewerb, darunter die vom ORF-mitfinanzierte österreichische Koproduktion „Quo Vadis, Aida?“ von Jasmila Žbanić. Darüber, wer die begehrten silbernen und den goldenen Löwen für den besten Film bekommt, bestimmt die prominent besetzte Jury unter der Leitung von Cate Blanchett. An ihrer Seite: die österreichische Filmemacherin Veronika Franz. Der „kulturMontag“ zeigt die Höhepunkte des Festivals und bietet einen Blick hinter die Kulissen des traditionsreichen Kulturevents in Zeiten der Pandemie.

„Rock me Amadeus“ – 20 Jahre Austrian Music Awards

Sie sind der wichtigste österreichische Musikpreis und werden heuer zum 20. Mal vergeben: die „Amadeus Austrian Music Awards“. In sieben allgemeinen und sieben Genre-Kategorien werden die besten heimischen Musikschaffenden ausgezeichnet und es könnte heuer ein spannendes Rennen werden: Je dreimal nominiert sind das Duo Pizzera & Jaus und RAF Camora. Mit je zwei Nominierungen dürfen Buntspecht, DJ Ötzi, Lou Asril, Mathea, Melissa Naschenweng, Voodoo Jürgens, Wanda sowie Yasmo & die Klangkantine auf eine der begehrten Amadeus-Trophäen hoffen. Ein Preisträger steht bereits fest: André Heller erhält den Amadeus für sein Lebenswerk. Corona-bedingt findet die Preisverleihung im Zuge einer voraufgezeichneten TV-Show statt, die am 10. September um 2020 um 20.15 in ORF 1 sehen sein wird. Der „kulturMontag“ blickt zum 20-Jahr-Jubiläum ins ORF-Archiv und spricht mit Musik-Größen wie Conchita Wurst, Willi Resetarits und dem Duo Pizzera und Jaus über die Bedeutung des „Amadeus“ für die heimische Musikszene.

Dokumentation „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur: Kärnten“ (23.15 Uhr)

„Wie wichtig ist die Art der Unterkunft im Urlaub, wenn die Landschaft perfekt ist?“ In vielen Regionen Österreichs und der Nachbarländer ist ein neuer Baustil von Feriendomizilen entstanden, der kultiviert und weiterentwickelt wird. Tradition und Moderne werden häufig kombiniert und stehen im Dialog zueinander. Fernab von kitschigen Pseudo-Alpen-Klischees und Jodelbudenromantik haben sich kleine Ferienhäuser, Chalets und Rückzugsorte mit Stil bei vielen Urlauberinnen und Urlaubern durchgesetzt. „Zimmer frei“ widmet sich der Geschichte und Entwicklung von Architektur im Tourismusumfeld und präsentiert eine vielfältige und produktive Entwicklung mit ausgewählten Projekten. ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl besucht diesmal sehr unterschiedliche Bauten in Kärnten, wo man sich mutig mit der Natur, der zeitgenössischen Architektur und den individuellen Ansprüchen und Ideen der Menschen befasst – von einem alten Sägewerk am Weißensee zu Türmen auf der Turracher Höhe, einem umfunktionierten Boot auf dem Millstätter See und vielen kleinen Biwaks bis hin zu einem bewohnbaren Museum in Verditz.
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Ein Opernprojekt von Marina Abramović   – Arte TV 5. Sept. 2020

 Habemus Theatrum – „Flatulenz und Kakophonie“?

Selbstüberschätzung, auch Vermessenheitsverzerrung, als Form systematischer Fehleinschätzung von Können und Kompetenz?

 

Maria Callas – Plattencover 1957 (Lucia…)  . Marina Abramović  als Callas © Wilfried Hösl

 

„Übermut und Selbstüberschätzung führen zu den Verirrungen und Eseleien der öffentlich-rechtlichen Theater 2020: „Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis!“

 Mit dieser Einschätzung endete TTT  „…kein fröhlichen Furz“ am 2.9.2020 (https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-habemus-theatrum-nach-habemus-papam-wir-haben-einen-papst/).

Nun gibt es ein Paradebeispiel. TTT kann mit Performances von Marina Abramović nichts anfangen, will im Folgenden analysieren, sein Kunst/Kultur-Verständnis prüfen.

Kunst bisher für TTT: kreative besondere Fertigkeiten, die repräsentative, figurative, subtile, filigrane, akustische, athmosphärische aufnehmbare narrative Inhalte oder Kreatürliches in Präsentation und überhöhender Repetition als Phänomen erlebbar machen. Unbeleckte Naivität zählt nicht.

Frau Abramović blieb bisher in simplen Verrichtungen ohne besondere Fertigkeiten, mit beindruckender Resonanz in Selbstmarketing und Medienarbeit sowie Selbsterniedrigung.

Sie besticht mit 73 Lebensjahren durch beispielhaft durchgestylte Schönheitschirurgie, die ihr die Aura einer beispielhaft schönheitschirugisch durchgestylten 73Jährigen verleiht. Die Entblößung der mächtigen Brüste auf übergroßer Leindwand  – … oh je!

Beispiele performativen Wirkens (Wikip. u.a.):

 1974 – nackt vor Publikum auf einem Tisch in Neapel, Objekte von Nadel bis Pistole, liefert sich Publikum aus. Sechs Stunden lang dürfen die Besucher alle verfügbaren Waffen gegen die Künstlerin einsetzen.

1977 – Kölner Kunstmesse, ohrfeigte sich das … sitzende Liebespaar (Abramović + Ulay) zwanzig Minuten

1997 – Aktion, legte sich in brennendes Sägemehl, erstickte fast.

1997 – nackt in zwei Metern Höhe auf an der Wand befestigten Fahrradsitz. Arme und Beine sind abgespreizt, Kreuzigung

1997 – jeden Tag mehrere Stunden …, einen Berg frischer Rinderknochen mit einer Bürste zu reinigen, während sie Totenlieder aus ihrer Heimat sang.

2002 – zwölf Tage und Nächte … in nach vorne offenen, vom Publikum einsehbaren Räumen .., wobei sie nur Mineralwasser zu sich nahm, aber nicht aß, sprach, schrieb oder las und nicht länger als sieben Stunden täglich schlief und dreimal täglich duschte.

 2005 –  Kunstfilm … mit Sexual- und Fruchtbarkeitsriten auf dem Balkan  … erklärt  verschiedene Riten, … Frauen ihre Brüste in die Sonne oder ihre Vulva in den Regen halten oder Männer im Freien masturbieren oder den Boden penetrieren.

2010 – saß im Atrium des Museums an einem Tisch und schwieg … gegenüber ein Stuhl mit Besuchern …. nach 736 Stunden endete die Performance…

Vom 11. Juni bis 25. August 2014 …  Langzeit-Performance … bei der sie – wie auch das Publikum – vollständig auf Objekte verzichtete: … “ „ … eine Art zeitlosen Raum erschaffen, in dem Menschen Stunden an Zeit mit mir verbringen … Das Museum wird leer sein, keine Kunstwerke … diesmal einfach alles weglassen, selbst ein Konzept.“

Diverse Auszüge: … keine Angst vor Schmerzen …, fordert diese heraus. … sich mit einer Rasierklinge in den Bauch ritzte, sich auspeitschte und nackt auf einem Eisblock legte.  … fügte sich Schmerzen zu,  …in New York 75 Tagen sieben Stunden täglich auf einem Stuhl …
Das Interesse der Performance-Pionierin Abramovic an solch einer bizarren Thematik überrascht nicht. Belastung und Versehrung ihres menschlichen Körpers ist zentral…

Nach TTT sind das alles martialische Nullnummern, exhibitionistischer Sadomasochismus für Voyeure in voyeuristischen Peinlichkeiten, veranlassen Mitleid und Fremdschämen!

Nochmals Positionen von Picasso und Kishon (s. o. … kein fröhlicher Furz vom 2.9.2020):

 intellektueller Scharlatanismus, … Effekthascher suchen … Seltsamkeit, …Verstiegenheit …Anstößigkeit. … ich selbst alle diese Kritikermit zahllosen Scherzen, … die sie umso mehr bewunderten, je weniger sie verständlich waren.

  Durch diese …  schnell berühmt  … bedeutet … Reichtum. Ich bin heute …  reich. … nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles … herausgeholt hat aus Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit …“

 Die moderne Kunst ist ein Welt-Bluff, der größte Betrug, den es je gab. Niemand wagt ein Wort zu sagen, weil er sofort von der Kunstmafia in den Medien erledigt wird. …  ist Bluff, Gaukelei, ekelhafte Schmiererei. Man denkt dabei: Bin ich nicht normal oder die Welt?

Pathologisches, medizinisch-psychologische Diagnosen (Wikipedia):

Frau Abramović führt offensichtlich sexuelle Orientierungen für Zuseher zum wirtschaftlichen Erfolg, liefert also Erfahrungen als Spektakel für Exhibitionismus, Sadomasochismus und Vojeure!

Sadomasochismus:  sexuelle Lust oder Befriedigung werden dadurch erlebt, dass Schmerzen erlitten, jemand anderem zufügt oder gedemütigt wird.

Exhibitionismus: sexuelle Lust durch öffentliche Aktivitäten.

Als Störungen der Sexualpräferenz in  „Internationalen statistischer Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD) F 65.5 gelistet, nach § 183 des Strafgesetzbuchs strafbar.

Voyeurismus:  Form der Sexualität, im weiteren Sinn jegliche Form der Lust am Betrachten (gilt also für Zuschauer)!

Eigentlich Win-Win-Situation für Betroffene, falls Protagonist oder Publikum –  für Kunst und Kultur?

 Es erinnert an die Eskapismus- Diskussion rd. um theatrale Arbeit als  Identifikation mit Vorgeführtem, Projektion eigenen Versagens, …Handlungsträger und Kompensation für offene oder unerfüllte Wünsche.

Den gelisteten Selbsterniedrigungen folgte nun Selbstüberhöhung (Hybris) in peinlichem Dilettantismus, aus dem keine begeisternde Autodidaktin geboren wurde. Es bleibt beim Simplen (s. auch Gesamttext am Ende) für geschätzt mind. 2,5 Millionen € und ca. 20 Aufführungen an 5 Theatern. Da hätte man in Corona -Zeiten schon viel mit darbenden Musiktheater Profis kreieren können.

 Marina Abramović erklärt ihre Metamorphose (Gestaltenwechsel) zur Diva – zu Maria Callas! Sie kreiert 95 Minuten „7 DEATHS OF MARIA CALLAS”: langatmig versuchter Boutiquen-Stil (Theater als „Kramladen“ modernistischer Ausrichtung).

Teilhabe Frau Abramović:

Regie und Bühne        geschätzt      150.000 €

Autor                           dito.                50.000 €

Filmdarstellerin           dito.              100.000 €

Performerin                 dito.                40.000 €/je Vorstellung = 800.000 €

Konservativ geschätztes Gesamtergebnis für Frau Abramović nach 20 Vorstellungen: 1.140.000 €

© Wilfried Hösl

Manches war durchaus bildmächtig, aber halt nur Hamama und Hattata, Sperma und Vorhaut

(nach zugegeben auch nicht besonders gescheiten Kalauern: „Ha ma mal nen Ausflug gemacht, hat tat da gerechnet! Sperr ma die Tür zu, damit da keiner vor haut!)

Das Ganze ist eine assoziative unverständliche Stummfilmpräsentation mit der Hollywoodgröße Willem Dafoe in den 7 Filmen (sicher auch nicht unter 500.000 €), mit übergroßer Leinwand und verzwergten Protagonisten. Akustisch Live gibt es 7 bekannte Arien, die Callas auch sang, technisch glänzend vorgetragen. Die 7 Sängerinnen in Büßergewanden (???), klingen erstaunlich ähnlich, selbst die „Mezzos“, da wird wohl immer weniger Timbre trainiert.

Orchester mit etwas Neukomposition bleibt unauffällig in öder Schnick-Schnack Simplifizierung!

 Zum Ende Karaoke: Frau Abramović an der Rampe gibt die Callas (Bild s.o.) als „stumme Jule“, dazu Tonkonserve Callas! (bis zum 7. Okt. 2020 als Video on Demand bei Staatsopern TV oder Arte Concert!)

Da war also mal wieder Hochkultur!

Vor bald 3 Monaten dichtete TTT, hat sich nicht enttäuscht:

 (hier Auszug, gesamt: https://onlinemerker.com/volksmund-sagt-ttt-ergaenzt-und-fuehrt-zu-perfomances-der-marina-abramovic-weg-zu-kunst-oder-zirkusnummer-sado-maso-im-deckmantel-zu-plumpem-voyeurismus-society-schamanin/)

 Das Publikum nur Achseln zuckend, versenkt das Haupt und ist kaum muckend.

Wer noch die Geschichte kennt, die Kaisers neue Kleider nennt:
gegaukelt wird dort statt Kritik, mit leichter Lüge … dem Monarchen, dass er trüge
tatsächlich wertvolle Geschmeide, – doch er ist nackt, hat keine Seide,
nichts auf der Haut, keine Substanz – so ist auch Kunst mal Firlefanz!

Da hat man nun Performance Art – Abramovic allzeit erbebend,
Kappes nun auch zur Kunst erhebend?

Die Kunst, die wird wohl totgeritten,
vermutlich auch mit nackten Titten.

Einst saß sie über tausendmal
vor Menschen, schweigend war die Wahl.
Sie glotzte starr und ohne Worte, an einem musealen Orte.

War das die Kunst, Psycho, anal?
Gab das Impulse oder Qual?

TTT sieht nur vermaledeit, Profilgemurkse, Eitelkeit.
Theater deine Selbstverzwergung – erfährt, ich hoffe, baldigst Bergung.

Inhaltsangabe mit gesamten Texten von Petter Skavlan . Marina Abramović hat die Texte eingesprochen. Man hört sie jeweils vor den sieben Arien.                                                                                        

Intellektuell Tiefsinniges einer selbsternannten Operndiva, die nicht singen kann/will/darf! TTT kann nichts damit anfangen! Pseudo-Irgendwas in bemühter Gescheitheit mit beschämender Fallhöhe:

1.Violetta stirbt an Tuberkulose.
Ich bin eine flackernde Flamme auf einer einsamen Kerze. Den Elementen
ausgesetzt: Wind und Regen, Liebe und Hass – Krankheit und Gesundheit.
Die Flamme kann mich erwärmen oder verbrennen. Sie kann meinen
Weg erhellen und mein Wegweiser sein. Aber wenn sie ausgeht, ist sie
erloschen. Dann ist sie für immer aus.

Arie der Violetta aus La traviata, 3. Akt: „Addio, del passato“

2. Tosca stürzt sich in die Tiefe.
Es ist nicht gefährlich zu springen. Es ist nicht gefährlich zu fallen. Der
Luftstrom, das Blut durch die Venen. Aufgehängt und doch fallend. Du
hast Zeit zu fühlen, Zeit zu lieben. Für immer. Nein, es ist nicht gefährlich
zu fallen. Erst wenn du landest, wird es gefährlich.

Arie der Tosca aus Tosca, 2. Akt: „Vissi d’arte“

3. Desdemona wird von Otello erdrosselt.
Es gibt eine Intuition, eine Vorahnung, ein Gespür, einen Verdacht, ein
Fürchten und eine Warnung. Desdemona wusste es. Sie zog sich ihr
Brautkleid an und betete. Als Otello kam, war sie vorbereitet.

Arie der Desdemona aus Otello, 4. Akt: „Ave Maria“

4. Cio-Cio-San nimmt sich das Leben.
In der Wissenschaft steht der Butterfly-Effekt für eine Wirkung, bei der
kleine Ursachen zu unvorhersehbaren Konsequenzen führen. Im Aberglauben
ist der Schmetterling dein Geliebter, der dich besucht. In der
Mythologie ist der Schmetterling eine menschliche Seele; ob lebend,
sterbend oder schon tot …

Arie der Cio-Cio-San aus Madama Butterfly, 2. Akt: „Un bel dì, vedremo“

5. Carmen wird von Don José erstochen.
Ihre Furchtlosigkeit fasziniert mich. Ihre Liebe zur Freiheit spiegelt meine
wider. Ihre schwellende Sexualität stärkt sie. Sie weiß, was sie will, und
nimmt es sich. Die Liebe führt ihr Herz. Ihre Schönheit und ihr Körper
gehören nur ihr.
Arie (Habanera) der Carmen aus Carmen, 1. Akt: „L’amour est un oiseau
rebelle“

6. Lucia stirbt im Wahnsinn.
Wenn sich das Universum gegen dich verschwört, auf deinem Herzen
trampelt, deine Seele zerquetscht und in dein Gehirn eindringt, wirst du
verrückt. Und wenn du verrückt wirst, bist du nicht mehr länger für dich
verantwortlich. Auch nicht für die um dich herum. Liebe wird zu Hass,
Hass wird zu Liebe, und der Tod wird zur ultimativen Befreiung.

Arie der Lucia aus Lucia di Lammermoor, 3. Akt: „Il dolce suono“

7. Norma geht ins Feuer.
Du gehst in Richtung des Scheiterhaufens. Die ersten Schritte sind warm,
dann wird es immer heißer. Deine Haut kribbelt, deine Augen tränen,
deine Haare sind versengt. Weitergehen. Deine Haut wird rot, bevor sich
Blasen bilden. Aber du gehst weiter. Der Geruch von brennendem Fleisch.
Deine Haut wird schwarz. Blindheit. Haare in Flammen. Angesengte Lunge.
Doch du gehst weiter – jeder Schritt erfordert unfassbar viel Anstrengung.
Kurz bevor das Feuer dich verschlingt, merkst du, dass du nicht allein
bist. Dann der letzte Schritt in die Flammen – vereint.

Arie der Norma aus Norma, 1. Akt: „Casta Diva“

8. Maria Callas stirbt an gebrochenem Herzen.
Marina Abramović begibt sich in das Schlafzimmer von Maria Callas
in der Avenue Georges-Mandel Nr. 36 in Paris, in dem die Sängerin am
16. September 1977 im Alter von 53 Jahren verstarb.
Aber ist Maria Callas wirklich schon tot oder existiert sie weiter,
oszillierend zwischen Leben und Tod? Marina Abramović gleitet in Callas’
vergangenes Leben, dem sie sich bedingungslos aussetzt. Sie sieht
sich auf dem Bett Fotos an, sie betrachtet sich im Spiegel, öffnet das
Fenster und atmet Pariser Luft, bevor noch einmal die Stimme von Maria
Callas erklingt.

 

Tim Theo Tinn 6. Sept. 2020

 

Nachdem ich verärgert eigentlich nicht mehr rezensieren wollte, will ich dem Wunsch meines verehrten Herausgebers Anton Cupak gern entsprechen. Auch wenn wir in manchen Bereichen unterschiedlichster Auffassungen sind, eint uns Wesentlichstes: das Vermögen einigermaßen „geradeaus“ schauen zu können und durchdringendes demokratisches Verständnis. Herzlichen Dank!

TTT‘s Musiktheaterverständnis ist subjektiv davon geprägt keine Reduktion auf heutige Konsens- Realitäten, Yellow-Press (Revolverpresse) – Wirklichkeiten in Auflösung aller konkreten Umstände in Ort, Zeit und Handlung zuzulassen. Es geht um Parallelwelten, die einen neuen Blick auf unserer Welt werfen, um visionäre Utopien, die über der alltäglichen Wirklichkeit stehen – also surreal (sur la réalité) sind.

Profil: 1,5 Jahrzehnte Festengagement Regie, Dramaturgie, Gesang, Schauspiel, auch international. Dann wirtsch./jurist. Tätigkeit, nun freiberuflich: Publizist, Inszenierung/Regie, Dramaturgie etc. Kernkompetenz: Eingrenzung feinstofflicher Elemente aus Archaischem, Metaphysik, Quantentheorie u. Fraktalem (Diskurs Natur/Kultur= Gegebenes/Gemachtes) für theatrale Arbeit. (Metaphysik befragt sinnlich Erfahrbares als philosophische Grundlage schlüssiger Gedanken. Quantenphysik öffnet Fakten zur Funktion des Universums, auch zu bisher Unfassbarem aus feinstofflichem Raum. Glaube, Liebe, Hoffnung könnten definiert werden). TTT kann man engagieren.

 

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