DIE PRESSESCHAU, Freitag, 4. JÄNNER / Januar 2019

DIE PRESSESCHAU, Freitag, 4. JÄNNER / Januar 2019

Foto: Anna Netrebko und klassik-begeistert.de-Herausgeber Andreas Schmidt am 16. Februar 2017 in der Wiener Staatsoper. (c) Andreas Schmidt

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE PRESSESCHAU, Freitag, 4. JÄNNER / Januar 2019

New York
Anna Netrebko is ravishing in Adriana Lecouvreur at the Metropolitan Opera, New York
https://www.ft.com/content/99f5ea20-0e7b-11e9-b2f2-f4c566a4fc5f

Review Roundup: What Did the Critics Think of the Met’s ADRIANA LECOUVREUR
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/Review-Roundup-What-Did-the-Critics-Think-of-the-Mets-ADRIANA-LECOUVREUR-20190102

Bonner Oper
„Marx in London“ Der Philosoph braucht Geld
Fiktiver Tag der Familie Marx, an dem so ziemlich alles schiefgeht: Bonn zeigt die Oper „Marx in London“ von Jonathan Dove.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/bonner-oper-marx-in-london-der-philosoph-braucht-geld/23821090.html

ANTON BRUCKNER
„Anton Bruckners Werk ist identitätsstiftend für Oberösterreich“
Institutionen von Stadt und Land erarbeiten gemeinsames Markenbild
https://volksblatt.at/anton-bruckners-werk-ist-identitaetsstiftend-fuer-oberoesterreich/

#MeToo in der Klassik
Ein wirkliches Unrechtsbewusstsein fehlt
Vier renommierte Dirigenten wurden im vergangenen Jahr sexueller Übergriffe beschuldigt und ihrer Ämter enthoben. Der berühmteste unter ihnen ist James Levine, der als Chef der Metropolitan Opera in New York entlassen wurde. Der heikelste Fall ist aber wohl Daniele Gatti, bis August Chef des Concertgebouw Orkest in Amsterdam, das seine Zusammenarbeit mit Gatti wegen „ungebührlichen Verhaltens“ mit sofortiger Wirkung beendete.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/metoo-in-der-klassik-ein-wirkliches-unrechtsbewusstsein.2177.de.html?dram:article_id=437242

London
Birmingham Royal Ballet’s The Nutcracker lights up London’s Albert Hall
https://bachtrack.com/de_DE/review-nutcracker-birmingham-royal-ballet-royal-albert-hall-london-december-2018

New York
Anna Netrebko is ravishing in Adriana Lecouvreur at the Metropolitan Opera, New York
https://www.ft.com/content/99f5ea20-0e7b-11e9-b2f2-f4c566a4fc5f

Review Roundup: What Did the Critics Think of the Met’s ADRIANA LECOUVREUR
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/Review-Roundup-What-Did-the-Critics-Think-of-the-Mets-ADRIANA-LECOUVREUR-20190102

Spoleto Festival
Spoleto Festival USA 2019: Less opera, more theater, and a new finale spot 
https://www.google.com/search?q=opera&client=firefox-b-ab&tbs=qdr:d&tbm=nws&ei=G2QuXO6HOcKSkwWvh4m4CQ&start=20&sa=N&ved=0ahUKEwiuga34rdLfAhVCyaQKHa9DApc4ChDy0wMITg&biw=1512&bih=744&dpr=1.25

San Francisco
Pocket Opera Renews Itself for the 2019 Season
https://www.sfcv.org/music-news/pocket-opera-renews-itself-for-the-2019-season

Berkeley
West Bay Opera’s Journey to Venice With an Early Verdi
https://www.sfcv.org/music-news/west-bay-operas-journey-to-venice-with-an-early-verdi

500.Todestag von Maximilian I.
Ein Kaiser zwischen Crowd und Rüben
5,2 Millionen Euro lässt sich Tirol das Gedenkjahr kosten.
https://derstandard.at/2000095243512/500-Todestag-von-Maximilian-I-Ein-Kaiser-zwischen-Crowd-und

Vorarlberg glaubt an Titel Kulturhauptstadt Europas 2024
Die Vorarlberger Städte Dornbirn, Feldkirch, Hohenems und der Bregenzerwald bewerben sich gemeinsam um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2024. Dass sie gute Chancen haben, sich gegen die österreichischen Mitbewerber aus St. Pölten und dem Salzkammergut durchzusetzen, davon ist die für die Bewerbung zuständige Kulturmanagerin überzeugt
https://volksblatt.at/vorarlberg-glaubt-an-titel-kulturhauptstadt-europas-2024/

AUSSTELLUNGEN
Museen setzen 2019 auf starke weibliche Positionen
2018 war rund um #metoo ein Jahr der Frauen in der Entertainment-Industrie. 2019 setzen auch fast alle Ausstellungshäuser auf starke weibliche Positionen: Wien von 1900 bis 1938 als “Stadt der Frauen” zeigt das Belvedere in seiner großen Frühjahrsausstellung im Unteren Belvedere (25.1. bis 19.5.), das Kunstforum Wien widmet sich zeitgleich (15.2.-23.6.) den Künstlerinnen der Art Brut. In der Albertina huldigt man mit einer Maria Lassnig-Personale ab 6. September der großen heimischen Beiträgerin zur Frauenkunst des 20. Jahrhunderts, im Leopold Museum mit Olga Wisinger-Florian ihrem Pendant um die Jahrhundertwende (24.5. – 21.10.), im mumok mit einer Dorit Margreiter-Schau einer der wichtigsten Künstlerinnen des heutigen Österreich (25.5.-6.10.).
ttps://www.vol.at/museen-setzen-2019-auf-starke-weibliche-positionen/6049071

AUSSTELLUNG
Schallaburg zeigt 2019 Ausstellung “Der Hände Werk”
Die Schallaburg (Bezirk Melk) zeigt von 16. März bis 3. November 2019 “Der Hände Werk”. Die Ausstellung “präsentiert einmalige Meisterstücke, erfinderisches Werkzeug und erinnert an nahezu vergessene Geschichten handwerklichen Lebens”:
https://volksblatt.at/schallaburg-zeigt-2019-ausstellung-der-haende-werk/

PRADO
Der Prado in Madrid feiert seinen 200. Geburtstag
„1819 – 2019“, die Zahlen des Jubiläums prangen bereits großformatig an der Vorderseite des imposanten Gebäudes.
ttp://www.fr.de/kultur/kunst/jubilaeum-meisterwerke-in-kurzer-entfernung-a-1647517

PARIS
Rekord im Louvre: Erstmals mehr als zehn Millionen Besucher
„Zum ersten Mal in unserer Geschichte, und wohl zum ersten Mal in der Geschichte von Museen“ sei diese Zahl erreicht worden, unterstrich Louvre-Direktor Jean-Luc Martinez.
https://kurier.at/kultur/rekord-im-louvre-erstmals-mehr-als-zehn-millionen-besucher/400367720

 Streitgespräch über Beutekunst:
„Das Humboldt-Forum sollte in Benin-Forum umbenannt werden“

Auch deutsche Museen stellen kolonialistische Beutekunst aus. Vor der Eröffnung des Humboldt-Forums streiten Kunsthistoriker Horst Bredekamp und der Afrika-Historiker Jürgen Zimmerer darüber, was mit den Stücken geschehen soll.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/streitgespraech-ueber-raubkunst-mit-bredekamp-und-zimmerer-15969024.html

Künstliche Intelligenz und Kunst
„Spinne ich, wenn ich denke, dass sie ausschließlich meine Arbeit genutzt haben?“
Ein 19-Jähriger programmiert einen Algorithmus, der Gemälde malt. Ein Künstlergruppe nutzt ihn und verkauft das Ergebnis – für mehr als 400 000 Dollar. Gretchenfrage: Wer ist der Urheber?
https://www.sueddeutsche.de/kultur/kuenstliche-intelligenz-kunst-urheberrecht-1.4269906

ISRAEL
Vorwurf der „Geschichtsfälschung“
Nach jahrelangen Querelen ist Israel jetzt aus der Kulturorganisation der Vereinten Nationen ausgetreten.
http://www.fr.de/kultur/un-vorwurf-der-geschichtsfaelschung-a-1647593

 

INFOS DES TAGES: FREITAG 4. JÄNNER /Januar 2019 (Quelle: onlinemerker.com)

WIENER SYMPHONIKER

Programmvorschau Jänner 2019

Wir hoffen, Sie sind gut ins neue Jahr gekommen und wünschen Ihnen auch auf diesem Wege alles erdenklich Gute für 2019.

Ein Teil der Wiener Symphoniker verbrachte nach 2016 heuer erneut den Jahreswechsel in Fernost: Mit einem heiteren Programm mit Werken von u. a. Mozart, Brahms, Dvorák und Johann Strauss Sohn, Dirigent Guido Mancusi und seinem Erstem Konzertmeister, Anton Sorokow, als Solisten brachte das Orchester musikalische Neujahrsgrüße nach China.

In Wien ist das Orchester entsprechend erst wieder in der zweiten Jänner-Woche zu erleben – dafür dann gleich mit einem programmatischen Schmankerl. Nach fast 10 Jahren Absenz gastiert der amerikanische Dirigent Alan Gilbert endlich wieder bei den Symphonikern. Zu hören gibt es dabei einen kleinen Schwerpunkt mit Musik aus Böhmen und Mähren in vier Konzerten im Konzerthaus und Musikverein.

Ein regelmäßiger Gast der letzten Spielzeiten war der französische Dirigent François-Xavier Roth. Als einer der großen Berlioz-Interpreten der Gegenwart darf er natürlich auch heuer nicht fehlen: Im Rahmen des saisonalen Berlioz-Schwerpunkts der Symphoniker leitet er Harold en Italie, das Berlioz für den großen Niccolò Paganini geschrieben hat. Die virtuose Solistenrolle übernimmt der hochgelobte französische Bratschist Antoine Tamestit. Neben den zwei Konzerten im Wiener Musikverein wird das Programm auch auf Tournee in Graz und Bregenz gespielt.

Zum Abschluss des Monats begrüßen die Wiener Symphoniker den jungen Dirigenten Lorenzo Viotti, Sohn des unvergessenen Marcello Viotti, am Pult. Lorenzo Viotti debütierte als Einspringer bereits im Sommer 2016 beim Orchester. Auf Grund des großen Erfolgs wurde damals schon eine engere zukünftige Zusammenarbeit angestrebt – in dieser Saison leitet er nun gleich zwei Konzertblöcke. Neben den Konzerten im Jänner mit Yuja Wang wird es bereits im Juni ein Wiedersehen im Musikverein geben. Und auch für die kommenden Spielzeiten sind bereits regemäßige Dirigate avisiert.

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SCHAUISPIELHAUS LINZ

AMPHITRYON

LUSTSPIEL VON HEINRICH VON KLEIST NACH MOLIÈRE

INSZENIERUNG PETER WITTENBERG
PREMIERE SA 5. JÄNNER 2019, 19.30
SCHAUSPIELHAUS | LINZ

Inszenierung Peter Wittenberg
Bühne Florian Parbs
Kostüme Hanna Rode
Musik Wolfgang Siuda
Dramaturgie Andreas Erdmann

Angela Waidmann (Alkmene),
Jenny Weichert (Charis),
Alexander Julian Meile (Amphitryon),
Christian Higer (Jupiter),
Klaus Müller-Beck (Sosias),
Alexander Hetterle (Merkur),
Elena Wolff, Ludwig Brix, Friedrich Eidenberger (Chor)

Der siegreiche Feldherr Amphitryon schickt seinen Diener Sosias nach Hause, um seiner Gemahlin die nahestehende Ankunft zu melden. Sosias kann seinen Auftrag aber nicht ausführen, da er von Gott Merkur, der die Gestalt des Sosias angenommen hat, mit Drohungen und Prügeln daran gehindert wird. Gott Merkur muss den Sosias dou­beln, denn er bewacht das Schloss Amphitryons. Dort nämlich ver­bringt Jupiter, der höchste Gott, in Gestalt des Amphitryon gerade eine herrliche Liebesnacht mit dessen Frau Alkmene. Als Amphitryon am nächsten Morgen vom Krieg zurückkehrt und bei seiner Gemahlin er­scheint, trifft er sie zu seinem Erstaunen in höchster Verzückung an. Und damit beginnen die Verwirrungen, die Verstrickungen, die existenziellen Krisen.

Wer bin ich? Was ist geschehen? Was ist wahr? Der Amphitryon-Stoff entstammt der griechischen Mythologie und erzählt vom obersten Olympier Jupiter, von seinem Beischlaf mit Alkmene und der Zeugung des Herkules. Eine Geschichte um Liebe, Treue und die Rolle, die man im Leben einnimmt; eine Geschichte voll von komischen und tragi­schen Verstrickungen, je nachdem, in welcher Haut man steckt.


 

GÄRTNERPLATZTHEATER MÜNCHEN

ab 11. Januar 2019
LORIOTS KULT-INSZENIERUNG
MARTHA
oder »Der Markt zu Richmond«

Romantisch-komische Oper
Musik von Friedrich von Flotow
Libretto von Wilhelm Friedrich
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Loriots legendäre Inszenierung der romantisch-komischen OperMARTHA zeigen wir wieder von 11. bis 30. Januar. In Loriot-typischer detailgenauer Deutung der musikalisch raffinierten Spieloper von Friedrich von Flotow beschreibt Loriot die Handlung mit zauberhafter Ironie und schafft dazu mit seinem bildnerischen Können einen delikaten Rahmen in Bühnenbild und Kostümen.

Als sich Lady Harriet Durham, ein Edelfräulein der englischen Königin, wieder einmal schrecklich langweilt, kommt ihr die rettende Idee: Gemeinsam mit ihrer Vertrauten Nancy verkleidet sie sich als Bauernmagd »Martha« und lässt sich auf dem Markt von Richmond auch prompt vom reichen Pächter Plumkett und seinem Ziehbruder Lyonel engagieren. Naturgemäß erweisen sich die edlen Damen dort als wenig brauchbar für die Hausarbeit – doch umso geeigneter für anderes…

Musikalische Leitung   Andreas Kowalewitz / Oleg Ptashnikov
Regie   LORIOT
Bühne / Kostüme   LORIOT
Choreinstudierung   Felix Meybier  

Lady Harriet Durham, Ehrenfräulein der Königin
Jennifer O’Loughlin
Nancy, ihre Vertraute
Anna-Katharina Tonauer / Valentina Stadler
Lord Tristan Mickleford, ihr Vetter   Martin Hausberg
Lyonel   Lucian Krasznec / Alexandros Tsilogiannis
Plumkett, ein reicher Pächter   Christoph Seidl
Richter von Richmond   Marcus Wandl
Diener des Lords Mickleford   Christian Schwabe

Chor, Extrachor und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Vorstellungen
Januar 11 / 13 / 17 / 22 / 25 / 30
Preise 4 bis 65 Euro
Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de
Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

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ST. PÖLTEN

ERHARD BUSEK & CASPAR EINEM & ROBERT LEHRBAUMER & INTERNATIONALE SOLISTEN/INNEN

Meisterkonzerte St. Pölten
Eröffnungskonzert des „Kleinen Abos“

Sonntag, 13.01.2019 – 19.30 Uhr –
St. Pölten, Großer Stadtsaal im City-Hotel D&C, Völklplatz 1

Musik von Gottfried von Einem und seinen Lieblingskomponisten – anlässlich seines 100. Geburtstags:
HAYDN Bläserquintett „San Antoni“
MOZART Flöten-Rondo
SCHUBERT „Notturno“ für Klavier-Trio
EINEM Mozart-Variationen: „Steinbeis-Serenade“, Oktett für Klavier, Streicher- und Bläser sowie ausgewählte Klavierstücken

Robert Lehrbaumer im Gespräch mit dem Sohn des Komponisten, Bundesminister i.R., Dr. Caspar Einem, und dem langjährigen engen Freund Gottfried von Einems, Vizekanzler i.R. Dr. Erhard Busek

– EINZELKARTEN Vorverkauf: 20 Euro
– EINZELKARTEN Abendkassa: 24 Euro
– Kleines ABO: nur 55 Euro (umfasst auch 3 weitere Konzerte: siehe www.klangweile.at/meisterkonzerte)
EINZELKARTEN sind im VORVERKAUF vier Wochen vor dem jeweiligen Konzert in der Buchhandlung Schubert, Wiener Straße 6 (Tel. 0 27 42/ 35 31 89) erhältlich.
RESTKARTEN an der ABENDKASSE!
SchülerInnen, StudentInnen, Präsenz- und Zivildienstleistende zum halben Preis (nur an der ABENDKASSE mit gültigem Ausweis; kein Vorverkauf) ABOS zum HALBEN PREIS
Abo-Auskünfte: Kulturverwaltung St. Pölten, Prandtauerstraße 2,
Tel. 02742/333-2601, Fax 02742/333-2609, E-Mail office@klangweile.at

 


BADEN BEI WIEN

Die geschiedene Frau 
Operette in drei Akten von Viktor Léon Musik von Leo Fall

Premiere: 19. Jänner 2019, 19.30 Uhr Stadttheater
Einführungsgespräch: 13. Jänner 2019, 11.00 Uhr Max-Reinhardt-Foyer

Besetzung:
Karel von Lysseweghe, Hofsekretär Matjaž Stopinšek
Jana, seine Frau   Maya Boog
Pieter te Bakkenskjil, ihr Vater Peter Horak
Gonda van der Loo   Martha Hirschmann
Rechtsanwalt de Leije  Franz Josef Koepp
Lucas van Deesteldonck, Gerichtspräsident    Artur Ortens
Scroop, Schlafwagenconducteur Robert Herzl
Adeline, seine Braut   Gabriele Kridl
Willem Krouwevliet, Fischer  Thomas Malik
Martje, seine Frau   Sylvia Rieser
Ruitersplat, Gerichtsbeisitzer  Florian Resetarits
Dender, Gerichtsbeisitzer  Jan Walter
Professor Wiesum, ein Sachverständiger    Robert Kolar
Professor Tjonger, ein Sachverständiger    Robert Sadil

Leading Team:
Regie     Leonard Prinsloo
Musikalische Leitung   Oliver Ostermann
Choreografie    Leonard Prinsloo
Bühnenbild    Su Pitzek
Kostümbild    Mareile von Stritzky

Der Schein trügt
Kein Zweifel, das Thema von Leo Falls Operette „Die geschiedene Frau“ war im
Uraufführungsjahr 1908 (und auch später noch) ein durchaus brisantes: Lässt sich doch eine
erboste Gattin von ihrem Manne scheiden, weil sie ihn des Betrugs mit einer jungen Frau –
einer Anhängerin der freien Liebe! – bezichtigt. Dass dann doch nicht alles so ist, wie es zu
Beginn scheint, ist schließlich bloß ein Zugeständnis an die damalige Zeit. „Die Operette
wurde von der skandalverliebten Gesellschaft des Fin de Siècle mit Begeisterung
aufgenommen und alsbald ins Englische übersetzt“, erzählt Leonard Prinsloo, Regisseur des
Stückes.
Die Musik zu diesem Sittenbild  ist schmissig und durchaus tanzbar, „voll von durchdachten
Melodien“ (Prinsloo). Die Ausstattung von Su Pitzek (Bühnenbild) und Mareile von Stritzky
(Kostüme) enthält Anklänge an die Neue Sachlichkeit eines Otto Dix. Die neue, entstaubte
Textfassung stammt von Leonard Prinsloo.

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DEUTSCHE OPER BERLIN

Der Februar 2019 steht im Zeichen des Belcanto an der Deutschen Oper Berlin. Zum Ersten tragen dazu natürlich die herausragend besetzten Vorstellungen einiger zentraler Werke des Belcanto bei, nicht zuletzt LUCIA DI LAMMERMOOR am 4. und 8. Februar mit Svetlana Moskalenko in der Titelpartie und Joseph Calleja als Edgardo (bzw. am 15. Februar mit Rocío Pérez und René Barbera), zum anderen vertiefen wir vom 8. bis 10. Februar mit Vorträgen, Diskussionen und einer Werkstatt Einsichten in die „Faszination Belcanto“. Das Symposion blickt zurück auf die Entwicklung der „Schönsangoper“ als Ideal einer Verschmelzung von Klangschönheit, Ausdruck und Virtuosität, deren Stil sich über die Generationen ständig veränderte. Und die Frage, wie sich heute Virtuosität und szenische Glaubwürdigkeit zueinander verhalten, muss jede Neuinszenierung – wie im Januar Jossi Wieler und Sergio Morabito in LA SONNAMBULA – beantworten. Das Programm finden Sie unter www.deutscheoperberlin.de.

Weitere Besetzungs-Highlights

Die albanische Sopranistin Ermonela Jaho, gefeiert an den großen Bühnen in London, Paris, Verona und New York, kehrt als Magda in Puccinis LA RONDINE am 12., 16., 20. und 23. Februar zurück an die Deutsche Oper Berlin, wo sie 2012 als Violetta Valéry debütiert hatte. An ihrer Seite stehen Charles Castronovo als Ruggero, Alexandra Hutton als Lisette und Matthew Newlin als Prunier. Rolando Villazón strich in seiner bilderreichen Inszenierung die sich in der Verschränkung von Oper und Unterhaltungs­theater – La RONDINE wurde 1917 uraufgeführt – ankündigende Pluralität der Roaring Twenties heraus.

Puccinis letzte Oper TURANDOT sollte sich nach dem Willen des Komponisten schon von der Stoffwahl her einem märchenhaft-phantastischen Drama zuwenden und einen musikalischen Neuanfang bedeuten. In der Partie der grausamen Prinzessin Turandot, die durch die Liebe geläutert wird, gibt die herausragende russische Interpretin Anna Smirnova am 22. Februar ihr Rollendebüt, zuletzt hier gefeiert für ihre Ortrud in LOHENGRIN. An ihrer Seite sind Stefano La Colla als Calaf und Meechot Marrero als Liù zu erleben unter der musika­lischen Leitung von Andrea Battistoni (folgende Vorstellung am 8. März).

Richard Strauss’ Oper über die grausame Prinzessin Salome steht am 24. Februar und 2. März wieder auf dem Programm: Mit Allison Oakes in der Titelpartie, Michael Volle als Jochanaan, Thomas Blondelle als Herodes und Gabriele Schnaut als Herodias.

Kinderkonzert: Starke Stimmen, Moderation: Annette Dasch

Sie geht hoch hinaus und tief hinab. Sie ist schrill und laut, zart und leise. Sie kann gurren und brummen, säuseln und juchzen. Die Stimme ist ein vielseitiges Instrument. Und jeder hat sie immer dabei! In unserem knapp einstündigen Kinderkonzert rund um die Stimme nimmt am 15. und 17. Februar die Sängerin und Moderatorin Annette Dasch das Publikum mit auf eine Reise zu den Möglichkeiten der Stimme. Gemeinsam mit den Ensemblemitgliedern Flurina Stucki (Sopran), Vasilisa Berzhanskaya (Mezzosopran), Thomas Blondelle (Tenor) und Tobias Kehrer (Bass) erkundet sie, wie man mit der Stimme Gefühle ausdrücken und Figuren erschaffen kann: Vom virtuosen Furor der Königin der Nacht über die Verführungskunst Carmens, vom Bassgrummeln des Bassa Selims bis zur sängerischen Wucht in Wagners Musikdramen wird die Palette reichen.

Lieder und Dichter: The House of Life

In seiner Heimat zählt der Komponist Ralph Vaughan Williamsneben Britten und Elgar zu den ganz Großen – außerhalb Großbritanniens ist er noch immer ein Geheimtipp. Dabei sind die Sinfonien, Kammermusikwerke und Lieder, die Vaughan Williams schuf, nicht nur von hohem melodischen Reiz, sondern besitzen eine unverwechselbare musikalische Sprache, in der Elemente von Spätromantik und Impressionismus verschmelzen. In diesem Fortschreiben der Tradition ähnelt Vaughan Williams am ehesten seinem deutschen Kollegen Richard Strauss. Am 5. Februar werden seine Liedzyklen „House of Life“ auf Gedichte von Dante Gabriel Rossetti und „Four Hymns“ einigen der bekanntesten Strauss-Lieder gegenübergestellt. John Parr begleitet Thomas Lehman, Robert Watson und Siobhan Stagg, die Dichterin Katharina Schultensreagiert mit eigenen Texten auf die an diesem Abend präsentierten Lieder.

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