DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2022

DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2022

Yusif Eyvazov (Tenor), Anna Netrebko (Sopran), Mozarteumorchester Salzburg © SF / Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2022

Hamburg
Anna Netrebko in der Elphi: Zwiespältiges Konzertvergnügen
Das Konzert von Anna Netrebko und Ehemann Yusif Eyvazov war ein musikalisches Highlight – aber auch ein Politikum. Die lautstarken Reaktionen vor und in der Elbphilharmonie blieben friedlich.
NDR.de

Verona
Plácido Domingo entschuldigt sich für das Verona-Debakel – er will 2023 trotzdem wieder in die Arena
Es war ein ernüchternder Beleg dafür, dass große Namen keineswegs immer Garanten für große künstlerische Leistungen sind…
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Lugano
Giuseppe Verdi, La Traviata, LAC Lugano Arte e Cultura
Das elegante Kulturzentrum LAC (Lugano Arte e Cultura) ist Schauplatz sehenswerter Ausstellungen (gegenwärtig Paul Klee), exquisiter Konzerte und, selten, von Opernaufführungen – zuletzt war hier „Il barbiere di Siviglia“ zu sehen. Mit der „Traviata“ hat das LAC sich den Platz im Olymp der internationalen Opernwelt gesichert: Das hervorragende Orchestra della Svizzera Italiana, einer der führenden Klangkörper des Landes, unter der dynamischen Stabführung von Markus Poschner und ein Ensemble exzellenter Sängerinnen und Sänger machten die Aufführung dieser populären Oper zum Erlebnis – Regie (Carmelo Rifici) und Bühnenbild (Guido Buganza) machten sie zum Gesamtkunstwerk, das sich nahtlos in den Stil der Architektur des LAC einfügte.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Carmen in Wien: Weltstar Piotr Beczała singt Blumenarie des Don Josés einfach perfekt!
Eröffnung der Saison 2022/23 der Wiener Staatsoper mit dem Kassenschlager “Carmen” von Georges Bizet am 6. September 2022.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Eröffnung der Saison 2022/23 der Wiener Staatsoper mit dem Kassenschlager “La Bohème” von Giacomo Puccini am 5. September 2022
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Wien/Volksoper
Die Dubarry. Operette von Carl Millöcker. Premiere
Als erste Premiere der Saison 2022/23 spielt die Wiener Volksoper die Operette “Die Dubarry” von Carl Millöcker in der textlichen Neufassung von Theo Mackeben. Diese Fassung wurde 1931 zum ersten Mal im Admiralpalast in Berlin aufgeführt, nachdem die Operette ursprünglich 1879 im Theater an der Wien unter der Bezeichnung “Gräfin Dubarry” auf ein Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée uraufgeführt worden war.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Freudvolles Repertoire
„Die Zauberflöte“
Pressreader

Salzburger Festspiele: Keine Kompensationen in Corona-Zeiten?
Ein Opernsänger kritisiert das Festival in einem offenen Brief, das Direktorium kontert: „Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage“
Kurier.at

Salzburger Festspiele – Heinisch-Hosek: Fehlende Kompensationszahlungen an Künstler*innen – Wo bleibt die Fairness?
Bund muss faire Vertragsgestaltung einfordern – auch über Strafzahlungen nachdenken
https://www.ots.at/amp/pr/OTS_20220908_OTS0188/

Ohne Kompensation drohen Sänger mit Klagen
SalzburgerNachrichten.at.festspiele

Köln/Philharmonie
Das Cleveland Orchestra gastiert unter Franz Welser-Möst mit Strauss und Berg in der Kölner Philharmonie.
Richard Strauss war 22 Jahre alt, als er mit der Komposition seiner ersten Tondichtung begann. Macbeth wird verhältnismäßig selten gespielt, und so war es ein besonderes Vergnügen, das Cleveland Orchestra damit in Köln zu hören. Das Werk steht in d-Moll, und gleich zu Beginn, ganz kurz nur, sind Anklänge an den Anfang von Beethovens Neunter unüberhörbar. Bilde ich mir zumindest ein.
Von Brian Cooper
https://klassik-begeistert.de/40731-2/

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom
Antonio Pappano Dirigent Coro dellʼAccademia Nazionale di Santa Cecilia, Igor Levit, Klavier, Philharmonie Berlin
Klassik-begeistert.de

Wien
Das Erbe der Koloraturprinzessin ist versteigert worden
DieWelt.de.kultur

Bayreuth
Männerklamottenklamauk – Alessandro nell’Indie von Leonardo Vinci beim Bayreuth Opera Festival
Am 7. September fand im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth, einem der schönsten barocken Opernhäuser Europas, eine ganz besondere Aufführung statt. Zum ersten Mal seit 1740 wird die Oper „Alessandro nell’Indie“ (Alexander in Indien) des neapolitanischen Komponisten Leonardo Vinci aufgeführt, und zwar nach dem Vorbild der Uraufführung in reiner Männerbesetzung. Das Ganze im Rahmen der dritten Ausgabe des Bayreuth Baroque Opera Festivals unter Regie von Max Emanuel Cenčić, er ist einer der führenden Countertenöre und Gründer und Leiter dieses Barock-Festivals, das zeitlich immer nach den Bayreuther Richard Wagner-Festspielen stattfindet.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Lust an der Travestie
Zur Eröffnung von „Bayreuth Baroque“ inszeniert Max Emanuel Cenčić „Alessandro nell’Indie“ im Markgräflichen Opernhaus.
SueddeutscheZeitung.de

Berlin
Berliner Musikfest: Der beschworene Glaube
Das Orchester der Deutschen Oper Berlin kommt mit Mahlers 2. Symphonie zum Musikfest in die Philharmonie.
Tagesspiegel.de

Amsterdam
Verführerischer Bruckner mit dem Cleveland Orchestra in Amsterdam
bachtrack.com.de

Sidney
Trauersegel
Sydneys Opernhaus trägt Schwarz: Porträt der Queen projiziert
Das weltberühmte Haus zeigt die Monarchin lächelnd mit Diadem und weißer Robe – eine weitere Projektion ist geplant
DerStandard.at

Video
Tenor Michael Spyres in Jacques Offenbachs Oper „Les Contes d’Hoffmann“
DieWelt.de.kultur

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
Sonya Yoncheva Responds to Criticism Over Wiener Staatsoper Cancelation
operawire.com

Bayreuth
Leonardo Vinci’s Alessandro nell’Indie has its first full performance in 300 years
limelightmagazin.com.au

London
The Opera World Pays Tribute to Queen Elizabeth II
operawire.com

Carolyn Sampson steps in as Cleopatra to save Wigmore Hall season opener
bachtrack.com

Last night of the Proms cancelled out of respect for Queen
TheGuardian.com

Prom 69, Beethoven’s Missa Solemnis, Monteverdi Choir, ORR, Gardiner review – shock, fervour and total focus
Theartsdesk.com

“A nonconformist with a conservative’s regard for tradition”: Ralph Vaughan Williams at 150
TheGuardian.com.music

New York
Classical Music and Opera This Fall: 59 Programs, Premieres and More
TheNewYork.times.com

Review: A Singer’s Immense Sound Engulfs a Recital Room – Michael Spyres made an overdue New York recital debut at the Park Avenue Armory, whose intimate space could not contain his voice.
https://www.nytimes.com/2022/09/08/arts/music/michael-sypres-tenor.html

Critic Picks for 2022-23
https://newyorkclassicalreview.com/2022/09/critic-picks-for-2022-23/

San Francisco
S.F. Opera’s “Antony and Cleopatra” mixes Art Deco sophistication, ancient Egyptian mythology
sfcronicle.com

Recordings
Heiner Goebbels: A House of Call review – fascinating work, mesmerisingly performed
TheGuardian.com

Ausstellungen/Kunst

Wien/Albertina
Schillernde Ausnahmefigur: Jean-Michel Basquiat in der Albertina
DerStandard.at

Film/TV/Medien

Toronto: Weltpremiere für Ulrich Seidls „Sparta“abgesagt
Der Film hätte bei dem Festival am Freitag laufen sollen
Ulrich Seidls umstrittener Film „Sparta“ ist beim Filmfestival Toronto abgesagt worden. Das teilte das Filmfestival am Freitag mit. „Sparta“ hätte Weltpremiere in Toronto feiern sollen. Der Film war wegen der Drehbedingungen in Rumänien in heftige Kritik geraten.
Kurier.at

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Unter’m Strich

London
Jubel für Königspaar
Charles III. in London begeistert empfangen
https://www.krone.at/2803710

Anfangs verpönt – jetzt wird Camilla „Queen Consort“
Über lange Jahre war Charles zweite Frau Camilla bei vielen Briten verpönt. Aber im Laufe der Jahre erwarb sie sich zunehmend Respekt.
Heute.at

Der schwindende Zauber des Robert Habeck
Der grüne Vizekanzler reiht einen politischen Aufreger an den nächsten. Sinkt sein Stern?
DiePresse.com.de

7 fatale Führungsfehler: Wie Chefs ihre besten Mitarbeiter vergraulen
Wer mit seiner Arbeit unzufrieden ist, fasst immer häufiger den Mut zur Kündigung. Ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit und Motivation im Job ist dabei die Führung im Unternehmen. Wer seine Mitarbeiter im Unternehmen halten möchte, muss folgende Führungsfehler vermeiden.
arbeitsabc.de

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 10. SEPTEMBER 2022)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 10. SEPTEMBER 2022)

Quelle: onlinemerker.com

Die Opernwelt trauert um die Queen

Auch die Opernwelt trauert um die Queen. So würdigen Sänger wie Marcelo Álvarez, Benjamin Bernheim oder Lise Davidsen auf ihren Social-Media-Seiten die britische Königin.

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Angela Gheorghiu spricht vom Ende einer Ära und von einem großen Verlust für die ganze Welt und auch für sie persönlich, da sie die Ehre und das Glück hatte, der Königin bei mehreren Anlässen zu begegnen. Links im Bild sehen wir Sir Bryn Terfel.

https://www.instagram.com/p/CiSjxnVDDDo/

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Joseph Calleja spricht von einem Verlust für uns alle und erzählt von mehrfachen Begegnungen mit der „witzigen, intelligenten und stets größte Würde zeigenden“ Monarchin.

Plácido Domingo betet für die Königin, die ihr Leben mit unermüdlicher Entsagung 70 Jahre lang ihrem Volk gewidmet hat.

https://www.instagram.com/p/CiQznDIt6O9/

Lukas Link

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Plácido Domingo entschuldigt sich für das Verona-Debakel – er will 2023 trotzdem wieder in die Arena

von Dr. Charles E. Ritterband 

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Ein sichtlich ernster Plácido Domingo beim Schlussapplaus. Foto: Dr. Charles E. Ritterband

Es war ein ernüchternder Beleg dafür, dass große Namen keineswegs immer Garanten für große künstlerische Leistungen sind: Wir haben an dieser Stelle über die beiden Abende mit Plácido Domingo in der Arena di Verona ausführlich berichtet – die Verdi-Gala mit Domingo als Sänger am 25. August und „Turandot“ mit Domingo am Dirigentenpult am 26. August 2022. Beide Abende waren desaströs: Der Weltstar schlug sich schlecht und recht durch zwei Verdi-Opern, „Aida“ und „Don Carlo“, bei der dritten, „Macbeth“, versagte die Stimme und er konnte seinen Auftritt nicht zu Ende führen. Dafür stand er am nächsten Abend voll Vitalität vor dem Orchester – und aus der grandiosen „Turandot“ wurde eine lustlos-temperamentlose Angelegenheit, noch dazu mit einer Turandot, die man lieber nicht hätte hören wollen.

Der Kontrast hätte stärker nicht sein können, denn es folgten zwei spektakuläre Vorstellungen – die „Carmen“, mitreißend dirigiert vom dynamischen Marco Armiliato und am nächsten Abend „Aida“ mit dem phänomenalen Verdi-Spezialisten Daniel Oren am Pult und Jonas Kaufmann als einzigartiger Radamès. Das Domingo-Debakel hatte ein Nachspiel: Der einst so fantastische Tenor sandte Entschuldigungsbriefe sowohl an den Bürgermeister der Stadt Verona, Damiano Tomassi, und die Direktorin des Arena-Festivals, Cecilia Gasdia.

Er sei sich bewusst, schrieb Domingo, dass „das Niveau meines künstlerischen Auftritts nicht dem Niveau Ihrer und meiner eigenen Erwartungen entsprach“. Dafür gäbe es keine Entschuldigung (obwohl Domingo sich sehr wohl entschuldigte…); „Ich anerkenne, dass ich mich in diesen Vorstellungen übernommen habe. Wenn man auf der Bühne und ganz besonders am Dirigentenpult steht, ist Konzentration fundamental. Ich glaubte bis zum Ende der Vorstellung, dass mir die positive Energie der vollbesetzten Arena und deren Personals die Kraft geben würde, dem Publikum mein Bestes zu geben, obwohl ich von weither angereist bin. Diese Gala wurde speziell für mich veranstaltet und aus diesem Grund entschuldige ich mich beim gesamten Personal der Arena“.

Klassik-begeistert.de
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Der Countdown läuft: am Sonntag startet das HERBSTGOLD – Festival in Eisenstadt .

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ZUM VIDEO

Passion, Enthusiasmus, ekstatische Begeisterung für ein Leben im Mittelpunkt der Musik – unter dem Motto „Leidenschaft“ wird HERBSTGOLD unter der Ägide des Künstlerischen Leiters Julian Rachlin wieder zu einem Tummelplatz von Weltstars.

Nähere Informationen zum sechsten HERBSTGOLD – Festival finden Sie auf www.herbstgold.at oder in unserem digitalen Programmbuch.
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HEUTE: LANDESTHEATER LINZ: ANASTASIA (Österr. Erstaufführung) – Musical von Terrence McNally (Buch) und Stephen Flaherty (Musik)

Nach dem Theaterstück von Marcelle Maurette in der Adaption von Guy Bolton. Orchestrierung von Doug Besterman

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Das Landestheater Linz präsentiert in besonderer Zusammenarbeit mit Stage Entertainment, Tom Kirdahy und Hunter Arnold
ANASTASIA (ÖE)
MUSICAL VON TERRENCE MCNALLY (BUCH), STEPHEN FLAHERTY (MUSIK) UND LYNN AHRENS (GESANGSTEXTE)
Deutsch von Ruth Deny (Dialoge) und Wolfgang Adenberg (Gesangstexte)
Inspiriert durch den Twentieth-Century-Fox-Film in spezieller Übereinkunft mit Buena Vista Theatrical
Nach dem Theaterstück von Marcelle Maurette in der Adaption von Guy Bolton
Orchestrierung von Doug Besterman, Vokalarrangements von Stephen Flaherty
Tanzarrangements von David Chase
Keyboard-Programmierung von Gerald Landschützer
In Auftrag gegeben durch Dmitri Bogatschew
Original-Broadway-Produzenten: Stage Entertainment, Bill Taylor, Tom Kirdahy, Hunter Arnold
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere Samstag, 10. September 2022, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Die nächsten Vorstellungstermine: 13., 19., 23., 28., 30. September; 1., 5., 13., 16., 21., 23., 28. Oktober; 4., 10., 13., 14., 17. November 2022
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„AMICI DEL BELCANTO“ HEUTE IN TERNITZ/NÖ: I DUE FOSCARI MIT UMBESETZUNG IN LETZTER MINUTE

Es gibt noch Karten an der Abendkassa!

Michael Tanzler musste für Luciano Ganci Ersatz finden, der leider nach Madrid zu Tonträgeraufnahmen musste…

War nicht einfach weil diese Partie kaum jemand kennt, und die wenigen nicht verfügbar waren. Der Italo-Belgier Mickael Spadaccini  – er hat immerhin u.a. auch bereits am Teatro Colón Buenos Aires „Werther“ gesungen – hat die Partie in 5 Tagen gelernt , war bei den Proben in Banska Bystrica und sang gestern noch in Ostrava den Des Grieux in Massenets „Manon“!  Und bei den Amici alles ohne Gage –wie alle bei uns… eigentlich unglaublich!!! Der Jacopo Foscari ist seine 18. Verdi Rolle!

Die nun (hoffentlich) endgültige Besetzung:

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Mickael Spadaccini als Des Grieux (Manon von Massenet) vorgestern noch in Ostrava

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BADEN-BADEN: Spitzentanz und große Oper. John Neumeiers Tanzfestival in ganz Baden-Baden – Herbstfestspiele mit Thomas Hengelbrock und Teodor Currentzis

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Copyright: Festspiele Baden-Baden

The World of John Neumeier
Mit den beiden großen Balletten „Beethoven-Projekt II“ und „Hamlet 21“ im Festspielhaus und weiteren Veranstaltungen in der ganzen Stadt feiert BadenBaden vom 30. September bis zum 9. Oktober 2022 den Tanz. Das Tanzfestival  „The World of John Neumeier“ basiert auf der ein Vierteljahrhundert währenden  Freundschaft zwischen dem Festspielhaus und dem Hamburger BallettIntendanten. Mit „Beethoven-Projekt II“ am 1., 2. und 3. Oktober ehrt John Neumeier den Komponisten Ludwig van Beethoven und setzt seine Auseinandersetzung mit der Musik des Großmeisters der Wiener Klassik fort.
Mit dem Hamburg Ballett ist auch Startenor Klaus Florian Vogt im Festspielhaus zu erleben. Das Gesamtkunstwerk vereint Tänzer, Sänger, Soloinstrumentalisten, Orchester, Kostüme und Bühnenbild – mit u.a. Beethovens lebensfroher siebter Sinfonie, gespielt von der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken.

Neumeiers „Hamlet 21“ ist ein Handlungsballett, wie es im Buche steht: mit Kämpfen, Liebeswirren, Verrat und Intrigen. Der Choreograf bedient sich neben Shakespeares Drama zahlreicher weiterer Quellen und staffiert den Stoff mit Einzelheiten aus, die die Handlung verdeutlichen und das Publikum fesseln – all das zu dramatischer Musik des britischen Komponisten Michael Tippett, live gespielt von der Philharmonie Baden-Baden.

Für das Bundesjugendballett hat John Neumeier die Tanz-Collage „Die Unsichtbaren“ entwickelt, die eine Tanzepoche aufleben lässt, in der Deutschland Tanzgeschichte schrieb. In den 1920er Jahren waren sie stilprägend: Choreografien von Rudolf von Laban, Mary Wigman und anderen großen Tanzgestalten. In der Zeit des Nationalsozialismus jedoch mussten zahlreiche Tanzschaffende aus Deutschland auswandern, viele wurden inhaftiert oder sogar ermordet. In „Die Unsichtbaren“ huldigen die Tänzerinnen und Tänzer des Bundesjugendballetts diesen Persönlichkeiten. Anhand von Texten, Gesang, Musik und Tanz entsteht ein bewegender Abend, der im Theater Baden-Baden am 5. und 6. Oktober eine Tanzepoche aufleben lässt.

Ebenfalls im Theater tanzen die Profis des Hamburg Ballett und des ukrainischen Nationalballetts gemeinsam in dem Ballettabend „Where have all the flowers gone“ (8. und 9.10.22).

Im Museum Frieder Burda zeigen Schülerinnen und Schüler der Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier am 2. Oktober 2022 mit ihren teils preisgekrönten Choreografien, dass sie bereit zum „Absprung“ sind.
Im Kulturhaus LA 8 gibt es einen Vortrag (2.10.22) und eine Podiumsdiskussion (5.10.22) und das Tanzfestival „The World of John Neumeier“ findet auch in sozialen Einrichtungen statt: Vor und während des Festivals werden die
Mitglieder des Bundesjugendballetts mit Kindern und Jugendlichen der Stulz-von-Ortenberg-Schule und des Kinder- und Jugendheim Baden-Baden tänzerisch arbeiten, choreografieren und Spaß haben. Das Ergebnis der Arbeit wird am 9. Oktober in der Stulz-von-Ortenberg-Schule präsentiert.

Herbstfestspiele La Grande Gare
Teodor Currentzis dirigiert Wagner
Thomas Hengelbrock und sein Balthasar- Neumann-Chor und -Orchester präsentieren „Cavalleria Rusticana“ als Oper im Konzert
Die Herbstfestspiele „La Grande Gare“ vom 11. bis 20 November 2022 bringen gleich zwei Opern im Konzert nach Baden-Baden: Thomas Hengelbrock und seinem Balthasar-Neumann-Chor und -Orchester mit Pietro Mascagnis
„Cavalleria Rusticana“ und Teodor Currentzis mit musicAeterna Wagners „Tristan und Isolde“. Teodor Currentzis ist drei Mal am Pult zu erleben. Neben zwei konzertanten Vorstellungen von „Tristan und Isolde“ am 17. und 20. November 2022 gibt er am Samstag, 19. November 2022 mit seinem Ensemble musicAeterna ein Konzert.

Thomas Hengelbrock bringt mit den Solisten Giorgio Berrugi, Carolina López Moreno, Domen Križaj und Eva Zaicik und dem Balthasar-Neumann-Chor und -Orchester „Cavalleria Rusticana“ zur Aufführung. Mit dem Dirigenten Antonello Manacorda spielen Chor und Orchester am 12. November die mystische  „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz.

Und jeder kann mitmachen: Beim Deutsch-Französischen Sing-Fest „Vive le Gesang!“. Im Rahmen der Herbstfestspiele wird an einem WorkshopWochenende ein Projektchor entstehen, der unter Anleitung der Chorprofis des Balthasar-Neumann-Chores probt und ein gemeinsames Programm erarbeitet.
Das kostenfreie, öffentliche Abschlusskonzert des Sing-Festes findet am 12.11.2022 um 14 Uhr statt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101

The World of John Neumeier – Tanzfestival Baden-Baden:
30. September bis 9. Oktober 2022
Freitag, 30. September 2022, 20 Uhr
BALLETT-WERKSTATT
Hamburg Ballett John Neumeier
Sie hat Kultstatus, die Ballett-Werkstatt des Hamburg Ballett mit Choreograf John Neumeier, der es sich nicht nehmen lässt, dem Baden-Badener Publikum seine neuesten Choreografien vorzustellen.

Samstag, 1. Oktober 2022, 18 Uhr
Sonntag, 2. Oktober 2022, 17 Uhr
Montag, 3. Oktober 2022, 14 Uhr
BEETHOVEN-PROJEKT II – Hamburg Ballett John Neumeier
Das Beethoven-Jahr war der Auslöser für Neumeiers Auseinandersetzung mit Musik des Komponisten. Beethovens siebte Sinfonie bildet dabei ein musikalisches Zentrum im „Beethoven- Projekt II“, neben einer Violinsonate und Ausschnitten aus dem Oratorium „Christus am Ölberge“.

Sonntag, 2. Oktober 2022, 11 Uhr Kulturhaus LA 8
Die Suche nach dem verlorenen Tanz – Ralf Stabel über seine Recherche für „Die Unsichtbaren“
Langwierige Forschungen gingen dem choreografischen Projekt „Die Unsichtbaren“ voraus, mit denen John Neumeier an fast vergessene Tänzerinnen und Tänzer sowie an alle Opfer des Nationalsozialismus erinnern möchte. Im Kulturhaus LA 8 gibt der Tanzhistoriker Ralf Stabel Einblicke in seine Recherche für das Projekt „Die Unsichtbaren“.

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 17 Uhr
Bewegende Erinnerung – Podiumsdiskussion zu „Die Unsichtbaren“
John Neumeiers choreografisches Projekt „Die Unsichtbaren“ stößt auf internationales Interesse in der Welt des Tanzes. Gemeinsam mit dem Choreografen und Intendanten des Hamburg Balletts diskutieren die Tänzerin und Choreografin Susanne Linke und die Tanzexpertinnen Susan Maning, Hedwig Müller und Patricia Stöckemann über die Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus, Ralf Stabel moderiert.

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 20 Uhr
Donnerstag, 6. 10. 2022, 20 Uhr
DIE UNSICHTBAREN – Bundesjugendballett
Während viele Kunstformen die Geschichte zwischen 1933 und 1945 aufgearbeitet haben, blieben die Opfer vieler Tänzerinnen und Tänzer der Zeit weitgehend unerzählt. Mit dem Ballett „Die Unsichtbaren“ erinnern John Neumeier und das Bundesjugendballett an ihre Geschichten.

Freitag, 7. Oktober 2022, 20 Uhr
Samstag, 8. Oktober 2022, 18 Uhr
Sonntag, 9. Oktober 2022, 17 Uhr
HAMLET 21 – Hamburg Ballett John Neumeier
Im Hamlet 21 knüpft John Neumeier einen Knoten, der die Sicht der Zuschauer, Shakespeares Drama, zahlreiche historische Quellen, die eigene Ballettsprache und die Musik des britischen Komponisten Michael Tippett zu einem facettenreichen Ganzen verbindet.

Samstag 8. Oktober 2022, 20 Uhr, Theater Baden-Baden
Sonntag, 9. Oktober 2022, 15 Uhr, Theater Baden-Baden
WHERE HAVE ALL THE FLOWERS GONE
„Nine Dates“ von Radu Poklitaru.
„Requiem“ von Edvin Revazov
„Where have all the flowers gone“ ist eine Produktion, die auf eine Initiative des Hamburg Ballett zurückgeht, ukrainische Tänzer*innen in Hamburg zu unterstützen. Der in der Ukraine geborene Edvin Revazov ist Erster Solist des Hamburg Ballett. Er erhielt seine Ausbildung in Moskau und an der Ballettschule des Hamburg Ballett. Radu Poklitaru aus der Republik Moldau hat als Tänzer und Choreograf Karriere in Russland und Belarus gemacht, bevor er Erster Choreograf an der Nationaloper Moldaviens wurde.

La Grande Gare – Herbstfestspiele Baden-Baden:
11. – 20. November 2022
Freitag, 11. November 2022, 20 Uhr
Sonntag, 13. November 2022, 17 Uhr
PIETRO MASCAGNI: CAVALLERIA RUSTICANA Oper im Konzert
Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ markiert den Beginn der veristischen Oper.
Keine Oper war zu ihrer Zeit erfolgreicher. Und heute? Was wohl noch unter Hengelbrocks Röntgenblick zum Vorschein tritt? Freuen wir uns darauf! Vor der konzertanten Oper erklingt Puccinis „Credo“ aus der „Messa di gloria“. Thomas  Hengelbrock dirigiert Balthasar-Neumann-Chor und -Orchester.

Samstag, 12. November 2022, 18 Uhr
ANTONELLO MANACORDA & BALTHASAR-NEUMANN-CHOR UND –ORCHESTER – Symphonie fantastique
Die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz hat ein Finale mit Glocken, schwarzer Messe und Hexentanz. Die lyrische Hauptmelodie, musikalisches Abbild der unerreichbaren Geliebten, entnahm der Komponist seiner Kantate „Herminie“, die ebenfalls im Konzert erklingt.

Samstag und Sonntag, 29. und 30. Oktober 2022, 10 -19 Uhr Workshop

Samstag, 12. November 2022, 14 Uhr kostenfreies Abschlusskonzert
VIVE LE GESANG! – Deutsch-französisches Sing-Fest und Workshop
Der Balthasar-Neumann-Chor möchte für ein friedliches Miteinander motivieren. Und wie? Natürlich mit Gesang und einem Konzert auf der großen Festspielhaus-Bühne. Entstehen wird ein Projektchor, der unter Anleitung der Chorprofis im Vorfeld des Festivals in Workshops probt und so sein Programm erarbeitet. Das kostenfreie Abschlusskonzert des Sing-Festes findet am  12.11.2022 um 14 Uhr statt.

Donnerstag, 17. November 2022, 18 Uhr
Sonntag, 20. November 2022, 17 Uhr
RICHARD WAGNER: TRISTAN UND ISOLDE – Oper im Konzert
Teodor Currentzis dirigiert „Tristan und Isolde“ mit musicAeterna, Andreas Schager und Brigitte Christensen in den Titelrollen. Wagners Oper über die zerstörerische Kraft der Liebe kommt dem Dirigenten entgegen, dessen Kunstbegriff radikale Hingabe verlangt. Konzertante Aufführung.

Samstag, 19. November 2022, 18 Uhr
TEODOR CURRENTZIS und musicAeterna
„Carteblanche“ für diesen ungewöhnlichen Dirigenten – das Publikum darf gespannt sein auf einen außergewöhnlichen Konzertabend.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101
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SERENADENKONZERTE NIEDERÖSTERREICH

Ich erlaube mir, aus aktuellem Anlass über 2 kurzfristige personelle Änderungen im Rahmen der „Serenadenkonzerte des Landes NÖ“ (28.8.-30.10., www.serenadenkonzerte.at) zu informieren:
Anstelle von Martina Serafin und Martin Schwab konnten kurzfristig Mezzo-Sopranistin Stephanie Houtzeel für die Hugo-Wolf-Serenade am 2. Oktober und Schauspieler Joseph Lorenz für die Schönberg-Serenade am 9. Oktober gewonnen werden.

Beilagen: Gesamtprogramm-Übersicht (*pdf) sowie 3 Fotos (Bildinfos nachstehenend).

Nachstehend die Eckdaten zu den beiden Serenaden-Konzerte mit den neuen Interpreten:

HUGO-WOLF-SERENADE
Werke und Texte von und über Hugo WOLF und Richard WAGNER
So., 2. Oktober 2022, 18.00 Uhr | BURG PERCHTOLDSDORF,
FESTSAAL
Paul-Katzberger-Platz 1 | 2380 Perchtoldsdorf | burg-perchtoldsdorf.at | +43 (0)1-866 834 00

Interpret:innen: Stephanie Houtzeel, Mezzo-Sopran (statt Martina Serafin) | Matthias Fletzberger, Klavier | Ksch. Andrea Eckert, Rezitation

Die Räumlichkeiten im Hugo-Wolf-Haus sind für Konzertveranstaltungen nicht geeignet, daher findet die Serenade in der Burg Perchtoldsdorf statt. Auf dem Programm stehen Werke und Texte von und über Hugo Wolf und sein großes Vorbild Richard Wagner: hochkarätiger Hörgenuss im historischen Ambiente!
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Seit dieser Saison hat die Volksoper Wien ein neues Kartenvertriebssystem.

Sie auch weiterhin einfach und unkompliziert Karten buchen können, haben wir hier alle wichtigen Fragen zusammengefasst.

Hier können Sie sich zum Newsletter des Wiener Staatsballetts anmelden:

https://www.volksoper.at/volksoper_wien/information/newsletter/Newsletter.de.php
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ORF/„Orientierung“: Charles III. wird auch neues weltliches Oberhaupt der „Church of England“

Am 11. September um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 11. September 2022, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Charles III. wird auch neues weltliches Oberhaupt der „Church of England“

Nach dem Ableben von Königin Elizabeth II. bekommt nicht nur Großbritannien mit Charles III. ein neues Staatsoberhaupt, sondern auch die Staatskirche von England, die „Church of England“, ein neues weltliches Oberhaupt. Welche Rolle ist dabei für den Monarchen als Kirchenoberhaupt vorgesehen? Welche Erwartungen sind mit „dem Neuen“ verbunden? Dazu hat die „Orientierung“ ein Interview mit dem Pfarrer der Anglikanischen Gemeinde in Wien, Patrick Curran, geführt. Bericht: Ursula Unterberger

Ökumene-Gipfel in Karlsruhe: Treffen des Weltkirchenrates in Zeiten des Krieges

Am Donnerstag ging in Karlsruhe die Vollversammlung des Weltkirchenrates (auch Ökumenischer Rat der Kirchen genannt) zu Ende. Etwa 4.000 Christinnen und Christen aus mehr als 100 Ländern waren nach Deutschland gekommen und hatten seit 1. September eine Fülle von Themen beraten, aber auch gebetet und gefeiert. Die Veranstaltung war vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine überschattet. Im Vorfeld hatte es Überlegungen gegeben, Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche aufgrund ihrer Unterstützung für Putins Krieg aus dem Weltkirchenrat auszuschließen. Doch davon nahm man Abstand. Man wollte dem Dialog eine Chance geben. In einer Resolution hat der Weltkirchenrat, dem v.a. evangelische, anglikanische und orthodoxe Kirchen angehören (die römisch-katholische Kirche hat Beobachterstatus), nun den Krieg klar verurteilt und den Rückzug der russischen Truppen gefordert. Die Begegnung von russischen und ukrainischen Christinnen und Christen habe keine echten Fortschritte gebracht, hieß es in Karlsruhe. Bericht: Christian Rathner

Im „Orientierung“-Studiogespräch zu den Themen der Tagung des Ökumenischen Rats der Kirchen: Bischof Michael Chalupka, Evangelische Kirche A.B.

Violas spirituelle Welt: Videokunstschau in Slow Motion erstmals in Österreich

Der Einsatz von Zeitlupe für Momentaufnahmen ist eines der markanten Grundprinzipien des US-amerikanischen Künstlers Bill Viola, der seit Jahrzehnten immer wieder die ästhetischen und künstlerischen Möglichkeiten der Videokunst auslotet. Deshalb sind Bill Violas Projektionen auch nicht schnell konsumierbare Installationskunst, sondern entfalten erst allmählich ihre ganze Wirkung. Seit den frühen 1970er Jahren beschäftigt er sich mit der Erforschung des Mediums Video. Zentral für sein Werk ist die Auseinandersetzung mit Grunderfahrungen des menschlichen Seins, wie Leben und Sterben, Geburt und Tod. Es sind vor allem Prozesse der Verwandlung, die ihn interessieren. Er beschäftigt sich mit dem Zen-Buddhismus, dem Sufismus und der christlichen Mystik. Den Umgang mit seinen Werken bezeichnet er als „spirituelle Übung“. Die erste museale Präsentation von Bill Violas Werk in Österreich findet zurzeit im Museum der Moderne Salzburg am Mönchsberg statt. In fünf Kabinetten und zwei Sälen werden Arbeiten aus all seinen wesentlichen Werkphasen präsentiert. Damit wird dem Pionier der Videokunst eine umfassende Ausstellung gewidmet, die sich mit den mittlerweile 50 Jahren seines Schaffens beschäftigt. Bericht: Karoline Thaler

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