Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk © Maximilian Probst/Hamburgische Staatsoper
Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk, die an der Hamburgischen Staatsoper Zerlina und Masetto in Mozarts „Don Giovanni“ gesungen haben.
Kady Evanyshyn wurde in Winnipeg, Kanada, geboren und studierte Gesang an der Juilliard School of Music in New York bei Edith Wiens. Sie absolvierte Programme am Aspen Music Festival, an der Young Artists Vocal Academy der Houston Grand Opera, und an der Music Academy of the West sowie bei Classic Lyric Arts. Ab 2019 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper, bevor sie in das feste Ensemble des Hauses übernommen wurde.
Hubert Kowalczyk wurde in Radom (Polen) geboren und studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2016 bis 2019 war er Mitglied der Opernakademie am Teatr Wielki-Nationaloper in Warschau. Noch während seines Studiums wurde er 2019 in das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen und ging anschließend in deren Ensemble über. Gastengagements führten ihn unter anderem an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Opernhaus Zürich, das Theater Basel und zu den Bregenzer Festspielen.
klassik-begeistert: Wie ist es, eine Woche nach der eigenen Hochzeit gemeinsam auf der Bühne zu stehen?
Hubert: Es ist ein wirklich besonderes Gefühl, denn wir haben uns vor sieben Jahren – 2019 – im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper kennengelernt. Obwohl wir schon in vielen Produktionen mitgewirkt haben, standen wir bisher noch nie gleichzeitig gemeinsam auf der Bühne. Ich glaube, es ist der Traum eines jeden Sängerpaares, zusammen aufzutreten – besonders in Rollen wie Zerlina und Masetto, oder Pamina und Tamino. Da haben wir wirklich großes Glück, und viele unserer Kollegen beneiden uns ein wenig (lacht). Ich empfinde es als ein echtes Privileg, gemeinsam auf der Bühne zu stehen und Teil des Ensembles der Hamburgischen Staatsoper zu sein.
Kady: Ich glaube, das war wahrscheinlich die erste Inszenierung, in der wir gemeinsam auf der Bühne standen und miteinander agierten. Wir hatten zwar schon zuvor in der „Zauberflöte“ mitgewirkt, aber in dieser Oper treten Sarastro und die Zweite Dame nie in denselben Szenen auf. Zerlina und Masetto in „Don Giovanni“ zu singen, war für uns eine neue und sehr spannende Erfahrung, weil diese Figuren gewissermaßen die treibende Kraft der Handlung sind. Manche verheirateten Sänger arbeiten nicht gerne zusammen. Wir hingegen genießen es sehr, unsere Partien gemeinsam zu erarbeiten, und würden uns freuen, auch in anderen Produktionen wieder zusammen aufzutreten. Natürlich sind wir beide ebenfalls in andere Projekte an der Hamburger Oper eingebunden, aber dieser „Don Giovanni“ war für uns etwas ganz Besonderes. Fast unmittelbar nach der „echten“ Trauung haben wir – diesmal auf der Bühne – noch sieben weitere Male unsere Hochzeit gefeiert (lacht).

klassik-begeistert: Diskutieren Sie zu Hause über Ihre Rollen, oder trennen Sie Ihr Berufs- und Privatleben voneinander?
Kady: Es kommt darauf an. Manchmal fällt es schwer, zu Hause nicht mehr über die Arbeit zu sprechen – vor allem, weil sich ein Großteil unseres Lebens um das Theater dreht. So ist dieser Beruf nun einmal; außerdem verbringen wir jeden Tag mit Proben. Wir versuchen jedoch, eine gewisse Distanz zu wahren, wenn wir den anderen singen hören, und lassen unsere persönlichen Gefühle außen vor, sobald wir den Probenraum betreten. Aber in „Don Giovanni“ haben wir nicht nur ein Paar auf der Bühne gespielt; wir mussten dort auch gegeneinander kämpfen.
Hubert: Aber nach Jeder Vorstellung gaben wir uns die Hand und sagten: „Waffenstillstand“.
Kady: Genau. Ich beobachte Hubert in vielen Situationen und weiß, dass er ein sehr guter Schauspieler ist. Es war jedoch das erste Mal, dass ich das so hautnah miterlebt habe. Es ist sehr schwierig, eine gewisse Distanz zu jemandem zu wahren, der der eigene Ehemann ist. Zu Beginn waren die Proben für „Don Giovanni“ ziemlich schwierig für mich, denn – ungeachtet unserer persönlichen Beziehung – mussten wir unsere Rollen überzeugend verkörpern. Schauspielerei muss aus echten Emotionen heraus entstehen. Wir sind uns aber bewusst, dass es nur ein Theaterstück ist; nach der Vorstellung gehen wir nach Hause, essen zu Abend und führen unser Leben ganz normal weiter. Letztendlich war es schwieriger, nicht übereinander zu lachen, als die Dinge persönlich zu nehmen. Das finde ich wirklich wunderbar.

klassik-begeistert: Sollen Ihre beruflichen Wege in Bezug auf das Repertoire in die gleiche Richtung verlaufen? Hubert hat vor, sich auf Wagner-Partien zu spezialisieren. Kady, wie sieht es bei Ihnen aus?
Kady: Ich glaube, dass ich mich mit jedem Jahr, das ich an diesem Opernhaus verbringe, dank des Repertoires, das ich dort singe, immer weiterentwickle. Ein Großteil dessen, was ich bisher auf der Bühne verkörpert habe, sind Rollen, die für einen Mezzosopran in unserem Ensemble typisch sind: Cherubino, Zerlina, Hänsel. Das sind Partien, die ich derzeit mit großer Freude singe. In Zukunft möchte ich mich stärker dem Werk von Richard Strauss zuwenden und Rollen wie den Komponisten oder den Octavian übernehmen. Auch die Elvira würde ich sehr gerne singen. Zudem möchte ich das romantische Repertoire erschließen, das viele wunderbare deutsche und französische Werke umfasst. Wenn wir hier im Ensemble arbeiten, stellt sich jedoch die Frage, welche Möglichkeiten mir das aktuelle Repertoire bietet und ob diese tatsächlich zu meiner künstlerischen Weiterentwicklung beitragen. Sollte ich diese Möglichkeiten hier nicht vorfinden, liegt es in meiner Verantwortung, sie andernorts – als Gast an anderen Häusern – zu suchen und wahrzunehmen.
Hubert: Wagner-Partien stehen nach wie vor auf meiner Liste der Rollen, die ich in Zukunft gerne singen würde. Eine Karriere gleicht natürlich ein wenig einem Marathon. Ich erinnere mich, dass wir uns bei unserem letzten Gespräch darüber untehalten haben, wie sich verschiedene Stimmfächer im Laufe der Zeit entwickeln. Die Bassstimme entwickelt sich eher linear, während bei Sopranistinnen oder Mezzosopranistinnen bestimmte Partien mit einem spezifischen Alter verknüpft sind. Man beginnt vielleicht mit Rollen wie Cherubino oder Zerlina und geht dann zu romantischeren Partien über. Und etwa im Alter von vierzig oder fünfzig Jahren kommen dann womöglich mütterliche oder matronenhafte Rollen hinzu.

Kady: Nun, bis dahin habe ich noch ein paar Jahre vor mir (lacht).
Hubert: Natürlich. Was Bässe betrifft: wenn man über die physischen Voraussetzungen verfügt, um Wagner zu singen, spricht eigentlich nichts dagegen, sich dieses Repertoire schon früher in der eigenen Laufbahn zu erschließen. Der entscheidende Faktor, den man berücksichtigen muss, ist die Nachfrage auf dem Markt. Hat man erst einmal eine bestimmte Partie gesungen – hat man also sozusagen „A“ gesagt –, dann erwartet der Markt auch „B“, einfach deshalb, weil es gar nicht so viele Sänger gibt, die dieses Repertoire beherrschen. Ich meine, dass man sich bei der Rollenwahl – gerade im Wagner-Fach – Zeit lassen sollte; manche Entwicklungsprozesse sollte man nicht überstürzen. Ich habe beispielsweise in der vergangenen Saison in Basel den Fasolt gesungen – das war der ideale Zeitpunkt für mein Wagner-Debüt. Bei Wagner gilt: je mehr Bühnenerfahrung und stimmliche Reife man mitbringt, desto mehr scheinen diese Partien in einem zu wachsen und an Tiefe zu gewinnen.
klassik-begeistert: Kady, teilen Sie das Interesse Ihres Mannes an Wagner, oder ist das nicht so ganz Ihr Fall? Ich könnte mir Sie zum Beispiel schon jetzt in der Rolle des Waldvogels oder des jungen Hirten im „Tannhäuser“ vorstellen.
Kady: Das ist schwer zu sagen, denn meine Stimme hat sich in den letzten fünf Jahren stark verändert und meine Technik hat sich erheblich verbessert. Wie sie sich in den kommenden fünf Jahren entwickeln wird, kann ich jedoch nicht vorhersagen. Meine Stimme liegt heute höher als früher; deshalb musste ich akzeptieren, dass bestimmte Rollen, die ich immer singen wollte – wie etwa die Olga in „Eugen Onegin“ – sich nicht für mich eignen. Aber wer weiß: Vielleicht kann ich in zwanzig Jahren die Ortrud singen? Ich glaube allerdings, dass Wagner eine bestimmte Klangfarbe verlangt, besonders bei Frauenstimmen – eine leicht metallische Note. Manche Sängerinnen bringen diese von Natur aus mit, bei anderen entwickelt sie sich erst mit dem Alter. Mir scheint, dass ich sie bislang noch nicht besitze. Folglich singe ich derzeit nicht in der „Walküre“, und ich glaube auch nicht, dass ich in Zukunft die Brangäne übernehmen werde – aber man weiß ja nie. Die Entwicklung meiner Stimme zu beobachten, ist für mich unglaublich spannend, und manchmal überrascht sie mich sogar. Es hängt von Hormonen ab, von der Technik und schlichtweg davon, wie der Körper beim Singen funktioniert.

klassik-begeistert: Wie gehen Sie mit Situationen um, in denen der Dirigent am Tag der Premiere erkrankt und ein Kollege ihn ersetzt, der andere Tempi wählt?
Kady: Ich glaube, eine solche Situation ist für eine Sängerin oder einen Sänger mehr kompliziert als für einen Dirigenten. Mit einem Dirigenten habe ich so etwas nur ein einziges Mal erlebt – aber er war bestens vorbereitet, daher gab es keinerlei Probleme. Wenn jedoch eine Kollegin oder ein Kollege auf der Bühne kurzfristig für eine sehr anspruchsvolle Partie einspringt – eine Rolle, die ganz bestimmte Tempi erfordert, an die man sich halten muss, damit die Arie funktioniert – dann ist das meiner Meinung nach weitaus schwieriger.
Vor drei Jahren haben wir hier „Manon“ auf die Bühne gebracht. Die Sängerin der Titelpartie sagte am Tag der Aufführung ab, und eine andere ist extra aus Paris hingeflogen. Da sie die Inszenierung nicht kannte, sang sie einfach vom Bühnenrand aus, während eine andere Person auf der Bühne ihre Bewegungen darstellte. Ich halte es daher für schwieriger, wenn ein Kollege oder eine Kollegin als Einspringer fungiert. Falls es sich um den Dirigenten oder die Dirigentin handelt, muss sich diese Person einfach an uns orientieren – schließlich sind wir es, die die Inszenierung und ihre Anforderungen genau kennen.
Hubert: Ich glaube, gerade an einem Haus wie diesem – einem großen Repertoiretheater – muss man jeden Tag flexibel sein. Die Besetzung wechselt ständig, und es kommt vor, dass Kollegen kurzfristig erkranken und jemand für sie einspringen muss. Das war zum Beispiel bei „La Traviata“ der Fall, als jemand für die Rolle des Alfredo einspringen musste. Wir alle fungieren als Mentoren für Kollegen, die neu in einer Produktion sind, und erklären ihnen alles, was sie wissen müssen. Jedes Theater ist ein lebendiger Organismus, der von echten Menschen getragen wird; daher ist es nur natürlich, dass sich Situationen ändern – manchmal auch ganz unerwartet –, und man muss wissen, wie man damit umgeht. Aber eigentlich macht es uns sogar großen Spaß, wenn wir in solche Situationen geraten. Es hält uns wach!
klassik-begeistert: In letzter Zeit finden Experimente mit künstlicher Intelligenz in Opernaufführungen statt. Was halten Sie davon?
Kady: Ich bin der Meinung, dass die Kunst andere Kunstformen unterstützen soll. Der Einsatz künstlicher Intelligenz auf der Bühne bedeutet einen Mangel an Unterstützung für die bildende Kunst – ein schwerer Fehler, durch den zudem Chancen zur Zusammenarbeit vertan werden. Wir arbeiten derzeit an einer Neuinszenierung von Humperdincks „Dornröschen“, die im kommenden November im Rahmen des Festivals „Oper und Animation“ aufgeführt wird. Jedes dieser Projekte widmet sich zwar der Animation, wird jedoch von Menschen, also Animatoren gesteuert. Das halte ich für außerordentlich wichtig. Wenn wir anfangen, Kosten zu sparen, indem wir Opern mit KI-generierten Grafiken produzieren, wer wird uns dann in Zukunft unterstützen? In dieser Welt sollten wir einander unterstützen. Wir sollten die bildende Kunst, Instrumentenbauer und Tänzer fördern, anstatt sie durch Computer zu ersetzen. Ich halte dies für eine ungerechtfertigte Sparmaßnahme.
Hubert: Es geht immer darum, Geld zu sparen …
Kady: … und es anderen wegzunehmen. Ganz gleich, ob computergenerierte Kunst schön ist oder nicht: Menschen durch sie zu ersetzen, ist eine durchaus schlechte Idee.
klassik-begeistert: Wann werden Sie nächstes Mal in Ihren Heimatländern auftreten?
Hubert: Am Karfreitag 2027 werde ich an der Nationaloper in Warschau die Basspartie in einer konzertanten Aufführung von Verdis Requiem singen – unter der Leitung des neuen Musikdirektors Yoel Gamzou, den ich bereits von seiner Arbeit hier bei den Aufführungen von „Der Freischütz“ und „Carmen“ kenne.
Kady: Leider hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit, mein offizielles Debüt in Kanada zu geben. Ich hoffe jedoch sehr, dass ich schon bald in meinem Heimatland singen kann.
klassik-begeistert: Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg Euch beiden weiterhin!
Jolanta Łada-Zielke, 16. Oktober 2026, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at
Kady Evanyshyn wurde in Winnipeg, Kanada, geboren und studierte Gesang an der Juilliard School of Music in New York bei Edith Wiens. Sie absolvierte Programme am Aspen Music Festival, an der Young Artists Vocal Academy der Houston Grand Opera, und an der Music Academy of the West sowie bei Classic Lyric Arts. Ab 2019 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper, bevor sie in das feste Ensemble des Hauses übernommen wurde. Die Gastengagements führten sie unter anderem an das Opernhaus Zürich, das Teatro La Fenice sowie zu den Festivals in Verbier und Bregenz. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Cherubino (Le nozze di Figaro), Ismene (Mitridate), Annio (La clemenza di Tito), Hänsel (Hänsel und Gretel) und Charlotte (Werther). An der Hamburgischen Staatsoper sang sie unter anderem die Zweite Dame (Die Zauberflöte), Tisbe (La Cenerentola), Meg Page (Falstaff), Javotte (Manon) und Mercédès (Carmen); zuletzt war sie in Neuproduktionen von „Das Paradies und die Peri“ sowie „Die Unruhenden“ zu erleben. In der Spielzeit 2026/27 steht sie unter anderem als Flora Bervoix (La traviata), Zaida (Il turco in Italia) und Zerlina (Don Giovanni) auf der Bühne; zudem übernimmt sie die Rolle der Fee in einer Neuproduktion von Humperdincks „Dornröschen“ sowie die Partie der Wendy in „Störtebeker“.
Hubert Kowalczyk wurde in Radom (Polen) geboren und studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2016 bis 2019 war er Mitglied der Opernakademie am Teatr Wielki-Nationaloper in Warschau. Noch während seines Studiums wurde er 2019 in das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen und ging anschließend in deren Ensemble über. Gastengagements führten ihn unter anderem an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Opernhaus Zürich, das Theater Basel und zu den Bregenzer Festspielen; zudem trat er mit dem Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks sowie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin auf. Zu seinem Repertoire an der Hamburgischen Staatsoper zählen Partien wie der Eremit (Der Freischütz), Bartolo (Le nozze di Figaro), Sarastro (Die Zauberflöte), Ferrando (Il trovatore), Sparafucile (Rigoletto), Oroveso (Norma) und Zuniga (Carmen). In der Spielzeit 2026/27 ist er als Großvater in einer Wiederaufnahme der Oper „Die große Stille“ zu erleben – eine Rolle, die er bereits bei der Uraufführung im Jahr 2026 verkörperte. Darüber hinaus übernimmt er die Partien des Colline (La bohème), des Marquis d’Obigny (La traviata), des Masetto (Don Giovanni) und des Grafen Horn (Un ballo in maschera). Zudem wirkt er als Diener Macbeths sowie als Mörder in einer Neuinszenierung von „Macbeth“ mit, spielt die Rollen des Schaukelstuhls sowie des Baums in einer Neuproduktion von „Petruschka und l’Enfant et les Sortilèges“ und ist als Sänger im Musiktheaterprojekt „Studio Liebermann“ zu sehen.
Mozart, Don Giovanni Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026
Giuseppe Verdi, Macbeth Hamburgische Staatsoper, 8. Oktober 2026
Richard Wagner, Die Walküre, Omer Meir Wellber Hamburgische Staatsoper, 3. Oktober 2026