kb empfiehlt: La Passion d’Augustine

La Passion d’Augustine, Regie Léa Pool  60. Hofer Filmtage, Hof, 23. Oktober 2026

Plakat © Les Films Séville

Die Kraft der Musik, die Léa Pool besonders in diesen Szenen auf die Leinwand bannt, berührt mein Inneres stark. Eine weitere starke Szene: die Nonnen tauschen ihre Tracht mit moderner Kleidung. Zu Purcells „Thy hand, Belinda“ aus „Dido und Aeneas“. Ergreifend!

La Passion d’Augustine
Ein kanadischer Film von 2015

Regie:  Léa Pool
Drehbuch: Léa Pool und Marie Vien (Idee und Dialoge)
Kamera: Daniel Jobin
Künstlerische Leitung: Patrice Bengle
Musik und musikalische Leitung: François Dompierre

60. Hofer Filmtage, Hof, 23. Oktober 2026

von Frank Heublein

Der Film versetzt mich in die 1960er Jahre. Kanada betrieb zu dieser Zeit die Säkularisierung der Schulen. Geldmittel für nicht staatlichen Institutionen wurden gekürzt. Im Film geht es um ein katholisches von Nonnen betriebenes Musik- und Schulinternat für Mädchen. Die leitende Ordensschwester Augustine versucht, ihre Einrichtung zu erhalten.

Regisseurin Léa Pool © Monic Richard / Les Films Séville

Die Filmtage Hof widmen in ihrer 60. Ausgabe der aus der Schweiz stammenden und in Kanada lebenden und arbeitenden Regisseurin Léa Pool eine Hommage. Sie ist in Hof und erzählt, dass es ihr sehr wichtig war, dass die schauspielenden Personen die gezeigten musikalischen Fähigkeiten tatsächlich haben.

FIlmkatalogseite Passion d’Augustine

Die schauspielenden Körper gehören zu den Fingern, die in Nahaufnahmen auf den Tasten zu sehen sind. Es sind allesamt Mädchen des Montréaler Konservatoriums. Der Rettungsversuch für das Internat gipfelt in einem politisch medial organisierten Konzerttag. Die Kraft der Musik, die Léa Pool besonders in diesen Szenen auf die Leinwand bannt, berührt mein Inneres stark. Eine weitere starke Szene: die Nonnen tauschen ihre Tracht mit moderner Kleidung. Zu Purcells „Thy hand, Belinda“ aus „Dido und Aeneas“. Ergreifend!

© Les Films Seville

Aus den zwei im musikalischen Fokus stehenden Mädchen wurden professionelle Musikerinnen. Die Darstellerin der Alice Lysandre Ménard hat eine eigene Jazzband.  Die Darstellerin der Suzanne Élizabeth Tremblay-Gagnon ist eine Pianistin im klassischen Bereich.

© Les Films Seville

Der Film ist kostenfrei abrufbar im französischen Originalton mit deutschen Untertiteln auf YouTube. Der Kanal „the movie collection“ wird vom französischen Filmvertrieb Under The Milky Way betrieben, der auf diese Weise Autorenfilme zugänglich macht.

Frank Heublein, 26. Oktober 2026, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

Der Klang der Stradivari, Originaltitel: Les Musiciens Theatiner Kino, München, 29. August 2026

CD/Blu-ray-Besprechung: Purcell, Dido & Aeneas klassik-begeistert.de, 16. Dezember 2025

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert