Die Pirat(inn)en von Penzance stellen die Volksoper auf den Kopf

Mitte: Timothy Fallon (Frederic, Piratenlehrling), rechts außen: Johanna Arrouas (Ruth, seine Nanny), Ensemble, Chor der Volksoper Wien © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Die “Piraten von Penzance” in der Volksoper sind musikalisch gediegen, szenisch fabelhaft überdreht, optisch eine Augenweide. Eine frei erfundene Rahmenhandlung versucht, die Handlung in die heutige Zeit zu bringen, lenkt aber von der satirischen Substanz des Werks durch reichlich Hektik und Klamauk ab.

Arthur Sullivan und W. S. Gilbert
Die Piraten von Penzance
Textadaption und -überschreibung von Jennifer Gisela Weiss

Orchester und Chor der Wiener Volksoper
Wiener Staatsballett

Choreinstudierung: Roger Díaz-Cajamarca
Choreographie: Gail Skrela

Musikalische Leitung: Chloe Rooke

Regie: Spymonkey (Toby Park und Aitor Basauri)
Bühnenbildund Kostüme: Julian Crouch
Licht: Phil Supple

Volksoper Wien, 27. März 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Die “Piraten von Penzance” heute auf die Bühne zu bringen ist nicht ganz einfach. Dass gewisse Aspekte des Librettos behutsam an unsere Vorstellungen angepasst werden müssen, steht außer Zweifel. „Arthur Sullivan und W. S. Gilbert, Die Piraten von Penzance
Volksoper Wien, 27. März 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2026

Bo Skovhus und Stefan Vladar © Andreas Ströbl

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2026

Lübeck/Theater
Skovhus singt, Vladar spielt – und das Publikum hält den Atem an
Ein Bariton von internationalem Rang, ein großartiger Pianist, der weit mehr als nur Begleiter ist, und ein Programm, das ein Kurzportrait von Gustav Mahler entwirft – das durfte ein begeistertes Publikum am 26. März 2026 im Großen Haus des Lübecker Theaters erleben. Völlig unverständlich, dass dieses besondere Konzert nicht restlos ausverkauft gewesen ist, denn dieser Liederabend war in jeder Hinsicht erlesen.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

Baden-Baden
Richard Wagners „Lohengrin“ bei den Osterfestspielen in Baden-Baden
Joana Mallwitz dirigiert bei ihren ersten Osterfestspielen in Baden-Baden „Lohengrin“ von Richard Wagner. Sie spricht über Gegensätze und die Feinheiten der Inszenierung.
swr.de

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Skovhus singt, Vladar spielt – und das Publikum hält den Atem an

Bo Skovhus und Stefan Vladar am Flügel ©  Andreas Ströbl

Ein Bariton von internationalem Rang, ein großartiger Pianist, der weit mehr als nur Begleiter ist, und ein Programm, das ein Kurzportrait von Gustav Mahler entwirft – das durfte ein begeistertes Publikum am 26. März 2026 im Großen Haus des Lübecker Theaters erleben. Völlig unverständlich, dass dieses besondere Konzert nicht restlos ausverkauft gewesen ist, denn dieser Liederabend war in jeder Hinsicht erlesen.

Gustav Mahler, Neun frühe Lieder, Rückert-Lieder und „Der Abschied“ aus „Das Lied von der Erde“

Stefan Vladar, Klavier
Bo Skovhus, Bariton

Theater Lübeck, Großes Haus, 26. März 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Frühe Werke – und schon der ganze Mahler

Wie ein Ausblick auf sein späteres kompositorisches Schaffen wirken die „Frühen Lieder“, die Gustav Mahler in den 1880er Jahren komponierte und 1892 herausbrachte. Die ganze Klangfarbigkeit, die sich später in den Orchesterbearbeitungen entrollen sollte, ist schon in der Klavierfassung angelegt. „Des Knaben Wunderhorn“, die Sammlung von Volksliedtexten von Clemens Brentano und Achim von Arnim, war dem Komponisten wie eine entdeckte Heimat (so beschrieb es treffend Bruno Walter), und schien nur auf die Vertonung durch ihn gewartet zu haben. „Stefan Vladar, Klavier, Bo Skovhus, Bariton, Mahler
Theater Lübeck, Großes Haus, 26. März 2026“
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Carmen 1875 – wie neu erstrahlt in Versailles

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer glaubt, über Bizets Carmen sei bereits alles gesagt, irrt gewaltig. Manchmal braucht es einen mutigen Schritt zurück, um einem Werk seine ursprüngliche Frische und Leuchtkraft zurückzugeben. Genau das ist in der Opéra Royal von Versailles gelungen – und zum Glück auf DVD und CD festgehalten.

Georges Bizet
Carmen

Choeur et Orchestre de l’Opéra Royal
Hervé Niquet, musikalische Leitung

Audio- und DVD-Aufnahme in einer Box
Chateau de Versailles, CVS165

von Dirk Schauß

Diese Produktion versetzt uns zurück ins Jahr 1875, zur Uraufführung in der Pariser Opéra comique. Hervé Niquet leitet das Orchestre de l’Opéra Royal auf historischen Instrumenten. Der Klang gewinnt an Transparenz und Detailreichtum: dunkle Cornets, eine zarte Harfe im Duett mit Micaëla oder scharfe Streicherakzente treten plötzlich klar hervor. Statt der üblichen schweren, rubato-beladenen Deutungen entsteht eine direkte, fast klassizistische Lesart, die der Partitur Luft lässt. Allerdings wirkt das Dirigat mitunter etwas straff und metronomisch, was an manchen Stellen die dramatische Plastizität etwas einschränkt. Dennoch bleibt diese Durchhörbarkeit eine echte Bereicherung. „CD/Blu-ray Besprechung: Georges Bizet, Carmen, Audio- und DVD-Aufnahme
klassik-begeistert.de, 27. März 2026“
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Mit „Sosarme“ wurde eine selten zu hörende Händel-Oper neu eingespielt

Haendel
Sosarme

Orchestre de l’Opéra Royal
Marco Angioloni

CVS 160

von Peter Sommeregger

Die 1732 im King’s Theatre am Londoner Haymarket uraufgeführte Opera seria stammt aus der mittleren Schaffensperiode des Komponisten. Sie war die drittletzte, die für das Theater am Haymarket geschrieben wurde, danach wurden Händels Opern im neuen Opernhaus Covent Garden uraufgeführt. „Haendel, Sosarme, Orchestre de l’Opéra Royal, Marco Angioloni
klassik-begeistert.de, 27. März 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2026


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DIE FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2026

Aus für Salzburger Festspiel-Intendant Hinterhäuser: Ein unverdienter Abgang
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (3,04 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

Salzburger Festspiele – Paukenschlag Nach Konflikt: Hinterhäuser verlässt Salzburger Festspiele sofort
Wie die „Krone“ erfahren hat, soll Hinterhäuser die Festspiele sofort verlassen. Das ist das Ergebnis von vertraulichen Gesprächen zwischen den Anwälten des Kuratoriums und des langjährigen Intendanten. Über die Hintergründe und die Details und die Höhe einer etwaigen Abfertigung ist zwischen den Konfliktparteien absolutes Stillschweigen vereinbart worden.
krone.at

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

Kirill Petrenko © Stephan Rabold

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

Salzburg
Wagners „Ring“
Petrenko bringt die Philharmoniker wieder nach Salzburg. Als Herbert von Karajan 1967 die Salzburger Osterfestspiele ins Leben rief, trainierte er „sein“ Orchester, die Berliner Philharmoniker, für mehr Oper. Statt nur Symphonien oder Konzerte zu musizieren, wollte der Chefdirigent mit seiner Truppe auch Bühnenspektakel aufführen. Mit Kostümen und Regie, also mehr als nur konzertante Opernabende ohne Dekoration.
bz-berlin.de

„Ring“ mit Berliner Philharmonikern startet
Am Freitag starten die Osterfestspiele Salzburg. Intendant Nikolaus Bachler hat Großes vor: Ein neuer Wagner-„Ring“ mit den Berliner Philharmonikern steht an, inszeniert von Kirill Serebrennikov.
BR-Klassik.de

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Der neue „Parsifal“ in Dresden erweckt unterschiedliche Emotionen

Eric Cutler (Parsifal), Kinderkomparse, Michèle Losier (Kundry) © Semperoper Dresden/Jochen Quast

Um es kurz zu fassen: Dieser Abend gehörte den Solisten wie Eric Cutler und Georg Zeppenfeld in den Hauptrollen, sowie der Dresdner Staatskapelle.

Richard Wagner      Parsifal
Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen
Libretto vom Komponisten

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Regie: Floris Visser

Daniele Gatti, musikalische Leitung
Sächsische Staatskapelle Dresden

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Kinderchor der Semperoper Dresden
Sinfoniechor Dresden – Extrachor der Semperoper Dresden

Semperoper Dresden, 22. März 2026 PREMIERE

 von Henriette Müller

Die Erwartungen waren hochgesteckt.

Endlich wieder ein neuer „Parsifal“ im Spielplan der Semperoper!

Wie würde die Regie beim Publikum ankommen?

Über die Sänger/innen brauchte man sich im Vorfeld keine Gedanken machen. Alles gestandene Namen! „Richard Wagner, Parsifal, Daniele Gatti, Sächsische Staatskapelle Dresden
Semperoper Dresden, 22. März 2026 PREMIERE“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. MÄRZ 2026

Alexandre Kantorow © Sasha Gusov

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. MÄRZ 2026

Wien/Konzerthaus
Alexandre Kantorow bestätigt seinen Ruf als Weltklassepianist
Wenn man weiß, wie Hunderte Jungmusiker Klavier studieren und sich stundenlang die Finger wundklopfen, um dann irgendwo als Musiklehrer zu enden, begreift man erst die fulminante Leistung, die sich der junge Franzose mit russischem Namen erspielt hat. Und wie er das fast unspielbare dritte Klavierkonzert mit enormer Grundmusikalität zu betörendem Leben erweckte.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Paavo Järvi navigiert stilsicher durch Mahlers Siebte

CD/Blu-ray Besprechung:

Mahlers siebte Sinfonie gilt unter Dirigenten als einer der anspruchsvollsten Gipfel im sinfonischen Achttausender-Himalaya – ein Werk, das sich weder leicht besteigen noch besonders gemütlich anhören lässt. Zwischen nächtlichem Gruseln, Kuhglocken-Alarm, Mandolinen-Serenade und einem Finale, das in strahlendem C-Dur plötzlich den Optimismus ausrufen will (ob ernst gemeint oder mit Augenzwinkern, darüber streiten die Mahler-Forscher bis heute). Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich haben sich in ihrer fortlaufenden Mahler-Reihe genau diesem sperrigen Koloss gestellt.

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 7 e-moll

Tonhalle-Orchester Zürich
Paavo Järvi, musikalische Leitung

Alpha Classics, ALPHA1206

von Dirk Schauß

Wer Järvi kennt, erwartet keine verträumte Schwelgerei. Er dirigiert wie ein Architekt mit Pulsmesser: präzise, zielgerichtet, emotional pointiert – ohne je ins Sentimentale abzurutschen. Das Ergebnis ist eine Aufnahme, die Mahler nicht als ewigen Melancholiker, sondern als scharfsinnigen, modernen Denker zeigt, der 1904/05 am Wörthersee eine Klangwelt entworfen hat, in der die Natur nicht nur summt, sondern – um Mahler selbst zu zitieren – tatsächlich brüllt. „CD/Blu-ray Besprechung: Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 7 e-moll, Paavo Järvi, musikalische Leitung
klassik-begeistert.de 24. März 2026“
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