Herbert Blomstedt ist auch im hohen Alter noch ein feuriger Musiker

CD/Blu-ray Rezension:

Vienna Philharmonic
Herbert Blomstedt

Leonidas Kavakos

Brahms   Violin Concerto
Nielsen   Symphony Nr.5

Unitel C-major 766604

von Peter Sommeregger

Die Wiener Philharmoniker zählen unangefochten zu den bedeutendsten Klangkörpern der Welt, regelmäßig konzertieren so gut wie alle großen Dirigenten und Interpreten mit dem Orchester im legendären Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, der laut Experten über die beste Akustik der Welt verfügt. „CD/Blu-ray Rezension: Vienna Philharmonic, Herbert Blomstedt, Leonidas Kavakos
klassik-begeistert.de, 8. August 2024“
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Yuja Wang beeindruckt mit ausgefallenem Repertoire

CD-Rezension:

Yuja Wang

The Vienna Recital
Werke von Albéniz, Scriabin, Kapustin, Beethoven, Ligeti, Glass, Márquez, Brahms und Gluck

 Deutsche Grammophon, DG 486 4567

von Brian Cooper, Bonn

„Liegt da wie eine unausgeschlafene Studentin im morgendlichen Seminar. Körperlich präsent…“, kommentiert mein Freund Martin, Professor, Klavierliebhaber und Amateurpianist, trocken das Coverbild, als er das Rezensionsexemplar auf meinem Player entdeckt. Yuja Wang mag zwar förmlich auf dem Flügel liegen, doch unausgeschlafen wirkt sie mitnichten, denn da sind ja noch die hellwachen Augen.

„CD-Rezension: Yuja Wang, The Vienna Recital
klassik-begeistert.de, 8. August 2024“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. AUGUST 2024

Tristan, Bayreuther Festspiele 2024 © Enrico Nawrath

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. AUGUST 2024

Quelle: onlinemerker.com

Bayreuth: Andreas Schager musste am 6.8. aus dem dritten Akt „Tristan und Isolde“ aussteigen und sagt auch „Parsifal“ ab

Message from Andreas Schager:

Leider muss ich aufgrund einer Infektion der oberen Atemwege die heutige Vorstellung „Parsifal“ absagen. Ich möchte mich bei allen, die sich meinetwegen Karten dafür gekauft hatten, aufrichtig entschuldigen.
Diese Entzündung machte mir auch gestern, während der Tristan Vorstellung, mein Sängerleben schwer und so musste ich im 3. Akt leider vorzeitig die Segel streichen.
Ich bedanke mich herzlich bei meinen Kollegen Tilman Unger, der mir für den Rest des Aktes seine Stimme geliehen hat, sowie bei Klaus Florian Vogt, der für mich die heutige Vorstellung Parsifal übernehmen wird.
Mein herzliches Dankeschön gilt auch den Bayreuther Festspielen, namentlich Katharina Wagner, für die elegante, rasche und zielführende Hilfe.
Nach gründlicher Untersuchung durch den HNO Arzt der Festspiele gebe ich vorsichtige Entwarnung

+++

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 7. AUGUST 2024

(Foto: Ulrich Wagner/Augsburger Allgemeine)

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 7. AUGUST 2024

Nachruf
Nikola David mit 55 Jahren gestorben: Vom Opernsänger zum jüdischen Kantor
Seine Leidenschaft war die Bühne: Der Sänger Nikola David hat das Publikum mit seiner Stimme begeistert, erst in der Oper, dann als jüdischer Kantor in München. Nun wurde er Opfer einer tödlichen Messerattacke.
BR-Klassik.de

Bad Ischl
Kulturhauptstadt-Chefin: „Der Teufel versteht nichts von Kunst“
Halbzeit in Bad Ischl und dem Salzkammergut: Elisabeth Schweeger ist die Lust an der Kontroverse nicht vergangen
Kurier.at

Salzburg
Meisterhafter Coup: „Der Idiot“ von Mieczysław Weinberg ist ein Triumph in Salzburg
swr.de

Salzburger Premieren: Giorgia Meloni als Phantom der Oper
Die Festspiele an der Salzach feiern ihre Hausheiligen: Mozarts „La Clemenza di Tito“ wird zur Politsatire, Strauss’ „Capriccio“ zum Perlenspiel. Und dann ist da noch Schönberg mit einer sensationellen Sängerin.
DieWelt.de

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Sommereggers Klassikwelt 246: Max Lorenz war der Bayreuther Star mit Schönheitsfehlern

Foto: Wienbibliothek im Rathaus, H.I.N.-246334

von Peter Sommeregger

Der spätere Wagner-Tenor Max Lorenz wurde am 10. Mai 1901 in Düsseldorf als Sohn des Metzgers Adolf Sülzenfuß geboren. Früh entschloss er sich, statt die Metzgerei seines Vaters zu übernehmen, Gesang zu studieren.

Bereits während seines Studiums nahm er den Mädchennamen seiner Mutter, Lorenz als Künstlernamen an. Als Max Sülzenfuß wären seine Karrierechancen wohl deutlich geringer gewesen. „Sommereggers Klassikwelt 246: Max Lorenz, der Bayreuther Star mit Schönheitsfehlern
klassik-begeistert.de, 7. August 2024“
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Weshalb funktioniert Kratzers „Tannhäuser“ so gut? – „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ in Bayreuth 2024

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg 2024 © Enrico Nawrath

Zum Abschluss einer satten Hügelwoche sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle blauen Mädchen und Buben gerichtet, die geduldig und freundlich ihre Arbeit tun – Verzeihung! – Tempeldienst leisten! Und nochmal ein Appell an die Verantwortlichen, die zuweilen etwas zwanghaften Kartenkontrollen zuliebe einer rigiden Handy-Politik zu überdenken. Das Festspielhaus ist kein Hochsicherheitstrakt, aber (wie fast alle Opern- und Konzerthäuser) mittlerweile ein Hort von Ignoranten. Das dringt aus dem Zuschauerraum von denjenigen, die Kunst und Mitmenschen respektieren, aber auch Mitwirkende äußern sich bereits hochgenervt. Hier muss etwas geschehen!

Richard Wagner
Tannhäuser (II)

Bayreuther Festspiele, 4. August 2024

Nathalie Stutzmann, Dirigentin

Klaus Florian Vogt, Tenor
Markus Eiche, Bariton
Elisabeth Teige, Sopran
Irene Roberts, Mezzosopran
Günther Groissböck, Bass
Ólafur Sigurdarson, Bariton
Siyabonga Maqungo, Tenor

Festspielorchester und -chor Bayreuth

Tobias Kratzer, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl

Viele derer, die in den 60er und 70er Jahren geboren sind, werden mit dem liebenswerten Hörspiel „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ von James Krüss prä-Wagner-sozialisiert worden sein, das parodistisch Elemente aus dem „Tannhäuser“ und den „Meistersingern“ aufgreift; der Held ist hier der Hase „Lodengrün“. Machte man später dann ernsthafte Erfahrungen mit der Wagner-Droge, erkannte man viele Details wieder und war mit ironischer Brechung des „Sängerkriegs“ von Anfang an vertraut.

Aber schon wenige Jahre nach der Uraufführung von Wagners romantischer Oper brachten die ersten Parodien Wagner-Jünger und -Feinde zum Lachen. „Tannhäuser und die Prügelei auf Wartburg“ von Hermann Wollheim von 1852 griff fünf Jahre später Johann Nestroy als „Zukunftsposse mit vergangener Musik und gegenwärtigen Gruppierungen in drei Aufzügen“ auf. Verse wie „Wollt Ihr der Liebe Glück mit Löffeln fressen, Wohlan, so geht und kneipt im Venusberg!“ oder „Ich folge Dir, Geliebte, in die Gruft, und Dich, Frau Venus, setz’ ich an die Luft!“ machen einfach Spaß, ohne das Original tatsächlich zu beleidigen. „Richard Wagner, Tannhäuser
Bayreuther Festspiele, 4. August 2024“
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Antonin Dvořák: "Besser spät, als nie" – Teil I

© de.wikipedia.org

Anlässlich des Abschlusskonzertes am 30. Juni 2024 des
NDR Elbphilharmonieorchesters der Saison unter Alan Gilbert

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigent Alan Gilbert

Elbphilharmonie, 30. Juni 2024

von Harald Nicolas Stazol

Es gibt Themen, die sind so groß, dass man sie nicht kleinkriegt. Und so trage ich seit drei Wochen eine Rezension unter dem bewegten Herzen, dergestalt, dass ich, werte Leser und Leserinnen, auch bei dem Glanzorchester unserer Stadt, zum Patrioten werde, nach dieser Wiedergabe der Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«, deren Bedeutung für mich persönlich – so werde ich des Abends gewahr, der nun soweit zurückliegt schon, noch einmal Verzeihung, ich bin zu spät – für mich so im Sinne des Wortes schicksalshaft ist. „Dvořák „Besser spät, als nie – Teil I“
klassik-begeistert.de, 6. August 2024“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 6. AUGUST 2024

Foto: Arena di Verona

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 6. AUGUST 2024

Verona
„Tosca“ in Verona: Komm ins Offene (Bezahlartikel)
Anna Netrebko gibt in einer gigantischen Inszenierung in Verona die Tosca, und die Menschen kommen in Scharen. Brava.
SueddeutscheZeitung.de

Klein beleuchtet kurz 42: In Gars trinkt man einen Liebestrank, der die Herzen höher schlagen lässt
Liebe, Leidenschaft, Humor und eine Extraportion Italo-Charme ergaben eine atemberaubende Mischung in der morbiden Burgkulisse in Gars im Waldviertel mit Donizettis Gassenhauer „Der Liebestrank“. Der neue Intendant und Bariton Clemens Unterreiner, der am Eingangsportal viele der Besucher mit Handschlag und kleinem Talk begrüßte, bewies mit dieser neuen Produktion ein erstklassiges Gespür für publikumswirksame und anspruchsvolle Musiktheaterunterhaltung.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de

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Schweitzers Klassikwelt 120: Die Rheintöchter, deren Gesang uns immer bezaubert

Bronzeskulptur, Gabriele Plössner – Bayreuth

Am Anfang waren es die Sophie (Wilma Lipp), die Cio-Cio-San (Sena Jurinac) und die Brangäne (Hilde Rössel-Majdan), die als Woglinde, Wellgunde und Flosshilde in die Wellen des Rheins in die mythologische Welt abtauchten. Die Flosshilde avancierte in dem ersten Rheingold-Erlebnis im vierten Bild zur warnenden Erdgöttin und Urmutter.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Woglinde (Lotte Rysanek) und Flosshilde (Vera Little) bekamen als „jüngere“ Schwester Wellgunde den Neuzugang im Ensemble der Wiener Staatsoper, Rohangiz Yachmi, die mit der Waltraute in der „Götterdämmerung“ und dem Orpheus in der klassischen Gluck-Oper der Mythologie weiterhin die Treue hielt.

Beim Durchblättern unsrer Programme stießen wir auf ein „Rheingold“ der Bayerischen Staatsoper, in dem die uns von Staats- und Volksoper Wien vertraute Hanny Steffek die Woglinde sang. „Schweitzers Klassikwelt 120: Die Rheintöchter, deren Gesang uns immer bezaubert
klassik-begeistert.de, 6. August 2024“
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DIE MONTAG-PRESSE – 5. AUGUST 2024

Der Holländer, Bayreuth 2024 © Enrico Nawrath

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DIE MONTAG-PRESSE – 5. AUGUST 2024

Starke Frauen geben auf dem Hügel den Ton an – „Der fliegende Holländer“ in Bayreuth 2024
Frauenpower im „Tempel“ auf und unterhalb der Bühne des Festspielhauses! Bayreuth 2024 mit drei Dirigentinnen bietet endlich die nötige Portion Gegengift zur Testosteron-Überdosis der vergangenen Jahrhunderte. Zu der am 1. August 2024 von Oksana Lyniv meisterhaft dirigierten Aufführung von Wagners „Der fliegende Holländer“ kamen noch zwei in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov besonders starke Frauenfiguren, jenseits von (wenn auch im Falle Sentas freiwilliger) Opfer- und Muttchenrolle.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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