DIE MITTWOCH-PRESSE – 13. DEZEMBER 2023

Turandot © Wiener Staatsoper/Monika Rittershaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 13. DEZEMBER 2023

Wien
„Turandot“ mit Asmik Grigorian : Glutvolle Stimme in eisiger Kälte (Bezahlartikel)
Claus Guth inszeniert an der Wiener Staatsoper Giacomo Puccinis „Turandot“ als Drama um einen Kindesmissbrauch. Asmik Grigorian beglaubigt das Konzept in der Titelrolle überragend.
FrankfurterAllgemeine.net

Wien
Staastoper bringt schrecklich blutrünstige Familie
Einspringerin Ricarda Merbeth reüssiert in Harry Kupfers Inszenierung der „Elektra“
https://www.derstandard.at/story/3000000199331/die-schrecklich-blutr252nstige-familie

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Klein beleuchtet kurz 6: Teodor Currentzis in der Elphi

Teodor Currentzis und das SWR Sinfonieorchester; Foto Patrik Klein

Dienstagabend in der Elbphilharmonie Hamburg, 12. Dezember 2023

Teodor Currentzis – der Name scheint heutzutage schon viele zu provozieren – Wieso darf er im Westen überhaupt noch auftreten, obwohl er sich nicht ablehnend zu Putins Angriffskrieg äußert?

Gerade ganz aktuell ist seine Bemerkung über das gestern Abend zu Gehör gebrachte Adagio aus Mahlers Sinfonie Nr. 10 in vieler Munde („Diese Sinfonie ist das eigentliche Zeugnis für die zeitgenössische Musik. Deshalb hatte ich die Idee, dieses Adagio zu spielen, weil es ein großartiges Stück ist, das mir sehr viel bedeutet“) – Sie zerreißen ihn wieder, seine Ansichten, seine Aussagen, seine Arroganz, seinen Habitus und ganz besonders seine musikalischen Interpretationen. Ich nehme es so wahr, ohne es zu kommentieren oder zu bewerten. „Klein beleuchtet kurz 6: Teodor Currentzis in der Elphi
Elbphilharmonie, 12. Dezember 2023“
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In der Düsseldorfer Tonhalle schlittert man nur knapp am Totalausfall vorbei

Sternzeichen, Perruchon, Gerassimez © Susanne Diesner

Düsseldorfer Symphoniker

Adrien Perruchon, Dirigent
Alexej Gerassimez, Schlagzeug

Aziza Sadikova – „Heat Efficiency“ (Green Piece No. 5) – Uraufführung

Vincent Ho – The Shaman. Concerto for Percussion and Orchestra (2011)

Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“

Tonhalle Düsseldorf, 11. Dezember 2023


von Daniel Janz

Es gibt Abende, die sind für Rezensenten keine Freude. Normalerweise führen freudige Erwartung und Wohlwollen in ein Konzert. Man fiebert den großen Erlebnissen des Abends entgegen! Spannend ist das vor allem dann, wenn große Klassiker mit unbekannten Werken oder sogar Uraufführungen angereichert werden. Zwar ist nicht zu garantieren, dass solche Musik immer den eigenen Geschmack trifft. Aber einen Totalausfall erwartet man in der Regel auch nicht. Schade, wenn es dann an allen Ecken und Enden wackelt. So geschehen an diesem Montagabend in der Düsseldorfer Tonhalle…

„Düsseldorfer Symphoniker, Adrien Perruchon und Alexej Gerassimez
Tonhalle Düsseldorf, 11. Dezember 2023“
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Magie pur: Gil Shaham, Han-Na Chang und die Symphoniker Hamburg bringen die Laeiszhalle zum Leuchten

Foto: Gil Shaham © Chris Lee

Selten habe ich ein so berührendes und packendes Konzert in der Laeszhalle Hamburg erleben können! Dafür sei allen Mitwirkenden gedankt. Schade nur, dass die Auftritte Gil Shahams in Hamburg so selten sind.

4. Symphoniekonzert, Laeiszhalle Hamburg, 10. Dezember 2023

Gil Shaham, Violine

Han-Na Chang, Dirigentin
Symphoniker Hamburg

von Dr. Holger Voigt

Da mag die Weltlage zum Ende des Jahres 2023 auch noch so düster erscheinen und das Wetter ebenso, dieses Konzert war ein Lichtstrahl in der Dunkelheit. Es bewies, dass die Kraft der Musik fast allem zu trotzen vermag, wenn wir sie nur in unsere Herzen hineinlassen. „4. Symphoniekonzert, Gil Shaham, Violine Han-Na Chang, Dirigentin Symphoniker Hamburg
Laeiszhalle Hamburg, 10. Dezember 2023“
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Keine CD-Empfehlung: Jonas Kaufmann goes Hollywood und gibt dem Affen Zucker

Keiner kann bei der Bandbreite zwischen Schuberts Winterreise, Wagners Tristan, Wienerliedern und Weihnachtsschmonzetten, nun auch Filmschlagern und demnächst einer (eher steuerlich bedingten) Intendanz unbedeutender Festspiele in Tirol immer auf dem Podest stehen. Vielleicht wird auch diese neue CD wieder in einem Shopping-Kanal des Privatfernsehens vermarktet, wer weiß? Auch eine Sängerkarriere hat ihre materiellen Aspekte, und die Kuh muss gemolken werden, solange sie Milch gibt!

CD-Rezension:

The Sound of Movies
Jonas Kaufmann

Czech National Symphony Orchestra
Jochen Rieder  Dirigent
Miloš Karadaglić   Gitarre

Sony Classical 19658811552

von Peter Sommeregger

Das Etikett Startenor ist ein Ritterschlag, der nicht allzu oft vergeben wird, Voraussetzung für den dauerhaften Besitz ist eine Mischung aus attraktivem Erscheinungsbild, stimmlichen Qualitäten und geschicktem Marketing. „CD-Rezension: The Sound of Movies, Jonas Kaufmann
klassik-begeistert.de, 11. September 2023“
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Christoph Willibald Gluck schlägt eine Brücke zwischen Händel und Mozart

Michael Hofstetter © Uwe Moosburger

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Prof. Michael Hofstetter, Dirigent und geschäftsführender Intendant der Gluck-Festspiele, die zum dritten Mal, vom 9. bis 18. Mai 2024 in Bayreuth, Nürnberg und Fürth, unter dem Titel „Über die Menschlichkeit der Mächtigen“ stattfinden.


von Jolanta Łada-Zielke

klassik-begeistert: Richard Wagner schreibt in „Oper und Drama“, dass Gluck die Oper des 18. Jahrhunderts revolutionierte, indem er die Beziehung zwischen Sänger und Komponist veränderte. Die Aufgabe des Sängers bestand fortan darin, den Inhalt der von dem Komponisten geschriebenen Musik deutlich zu vermitteln, anstatt nur sein stimmliches Können zu zeigen.

Michael Hofstetter: In diesem Sinne hatte Wagner ganz Recht. Er verweist hier unter anderem auf die Tatsache, dass die Sänger des 18. Jahrhunderts manchmal die Verzierungskunst über die Tiefe des Ausdrucks stellten. Dank der Opernreform von Gluck ist der Sänger zum Ausführenden der Absicht des Komponisten geworden. Für Gluck war es eine wichtige Grundvoraussetzung, den Text und damit die Erzählung wieder verständlich und erlebbar zu machen. „Interview: Prof. Michael Hofstetter, Intendant der Gluck-Festspiele
klassik-begeistert.de, 12. Dezember 2023“
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„Als dirigierte er eine Big Band“ – Genug gepriesen?

Holger Speck © https://www.staatstheater.karlsruhe.de/ensemble

NDR Vokalensemble
Akademie für Alte Musik Berlin

Julian Prégardien Tenor

Solist:innen des NDR Vokalensembles

Leitung Holger Speck

Johann Sebastian Bach (1685—1750) Weihnachtsoratorium BWV 248
Oratorium in sechs Kantaten für Soli, Chor und Orchester (1734—35)

Elbphilharmonie, Hamburg 7. Dezember 2023 

von Harald Nicolas Stazol

„Bum-bum-bum-boom-bam“ dröhnen die Bach’schen Pauken, „Jauchzet, frohlocket“ singt das NDR Vokalensemble – wir beide hier im Parkett könnten es mitsingen, das Weihnachtsoratorium, meine alte Freundin Verena und ich, hier in der Elphi – aber es wäre Frevel, diesen überragenden Evangelisten zu stören, Julian Prégardien, „einen der weltweit Begehrtesten“ für diese Rolle, und zu recht, und es kommt einem schon Peter Schreier in den Sinn, München, Gasteig, frühe Neunziger – so volltönend und hier verkündet schon ein noch relativ junger Sänger „Evangelium“ – die Nachricht der Freude. „Johann Sebastian Bach (1685—1750) Weihnachtsoratorium
Elbphilharmonie, Hamburg 7. Dezember 2023 “
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Aus Zwei mach Eins: Das geht bei Tchaikovskys „Jolanta“ und „Nussknacker“ daneben

Blu-ray-Rezension:

Piotr Ilyich Tchaikovsky
Jolanta and the Nutcracker

Choreographie  Andrey Kaydanovskyi
Regie  Lotte de Beer

Wiener Staatsballett
Orchester der Wiener Volksoper

Dirigent Omer Meir Wellber

Unitel 765204

von Peter Sommeregger

Die Freude über ein neues Leitungsteam an der Wiener Volksoper währte nicht lange: der neue Chefdirigent Omer Meir Wellber, der sich bereits international einen guten Ruf erworben hatte, kündigte sein Wiener Engagement, um die Stelle des Chefs der Hamburger Oper anzunehmen. „Blu-ray-Rezension: Piotr Ilyich Tchaikovsky, Jolanta and the Nutcracker
Klassikwelt – begeistert.de, 12. Dezember 2023“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2023

Günther Groissböck (Orest)© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2023

Wien/Staatsoper
Strauss „Elektra“ in Wien: Spannendes Psychodrama von archaischer Wucht
Es ist sehr erfreulich, dass die musikalische Leitung von Richard Strauss „Elektra“ an der Wiener Staatsoper wieder Alexander Soddy anvertraut wurde, der zuletzt mit Verdis „Otello“ hier am Haus reüssierte und demnächst Humperdincks „Hänsel und Gretel“ dirigieren wird. Der gebürtige Brite, der seine ersten musikalischen Sporen am Stadttheater Klagenfurt verdiente und später GMD in Mannheim wurde, dirigiert das komplexe Werk souverän:
operaonline.de

„Elektra“ in der Staatsoper: Eine Einspringerin rettet den Muttermord
(Bezahlartikel)
DiePresse.com

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Schweitzers Klassikwelt 103: Die Sängerstimmen

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Ein Grafiker, der sein Atelier in der Mansarde desselben Hauses hat, das auch wir bewohnen, gab den Anstoß für eine Tauschecke im Souterrain. Dort machten wir den oben abgebildeten kostbaren Fund.

Des Öfteren wurden wir bei der Lektüre an Renée Flemings auch literarisch wertvolles Buch „Die Biografie meiner Stimme“, ebenfalls im Henschel Verlag erschienen, erinnert, wo sie bis ins kleinste Detail ihre Gedanken während einer Schlussszene in „Capriccio“ bekennt. Bei einer Stimme ist so vieles ineinandergreifend und verflochten.

Eine Methode in die Sängerstimme wissenschaftlich einzuführen geht über die Geschichte der Medizin. Welche Vorstellungen haben wir über das anatomische Wissen Mitte des achtzehnten Jahrhunderts? In den Memoiren der Pariser Akademie der Wissenschaften berichtet Antoine Ferrein – der interessante Lebenslauf dieses französischen Chirurgen würde leider den Rahmen dieses Feuilletons sprengen und wir verweisen auf das Internet – von seinen spannenden Untersuchungen an ausgeschnittenen Hundekehlköpfen. „Schweitzers Klassikwelt 103: Die Sängerstimmen
klassik-begeistert.de, 12. Dezember 2023“
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