Sonya Yoncheva und Riccardo Massi schwelgen in Puccinis Klangwelten

Sonya YONCHEVA und kb- Autor Dr. Holger Voigt 2018 © hvoigt

The Art of Sonya Yoncheva

Staatsoper Hamburg, 21. Dezember 2023

Sonya Yoncheva, Sopran
Riccardo Massi, Tenor

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Leitung: Leonardo Sini

von Dr. Holger Voigt

Lange Zeit war ich mir unschlüssig, ob ich angesichts des tosenden Unwetters tatsächlich das Risiko eingehen sollte, 50 km Anreise und 50 km Rückfahrt auf mich zu nehmen, um dieses Konzert zu besuchen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte bei fast abendlicher Dunkelheit sich im Sturm biegende Bäume und monsunartige Regenkaskaden, die sich fast waagerecht aus den Wolken entleerten. Doch plötzlich tat sich ein Ruhefenster auf, das ich sofort nutzen konnte. Was für ein Glück! „The Art of Sonya Yoncheva
Staatsoper Hamburg, 21. Dezember 2023“
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Daniels vergessene Klassiker Nr 29: Warum Asger Hameriks Chorsinfonie zu Weihnachtsklassikern von Bach und Co mithalten kann

Foto: https://snl.no/Asger Hamerik

Kritisieren kann jeder! Aber die Gretchenfrage ist immer die nach Verbesserung. In seiner Anti-Klassiker-Serie hat Daniel Janz bereits 50 Negativ-Beispiele genannt und Klassiker auseinandergenommen, die in aller Munde sind. Doch außer diesen Werken gibt es auch jene, die kaum gespielt werden. Werke, die einst für Aufsehen sorgten und heute unterrepräsentiert oder sogar vergessen sind. Meistens von Komponisten, die Zeit ihres Lebens im Schatten anderer standen. Freuen Sie sich auf Orchesterstücke, die trotz herausragender Eigenschaften zu wenig Beachtung finden.

von Daniel Janz

Alle Jahre wieder“ begegnet uns zu Weihnachten dieselbe Musik. Seien es Mariah Careys „All I want for Christmas is you“, das inzwischen mehr berüchtigte als berühmte „Last Christmas“ von Wham! und Klassiker, wie die „Stille Nacht“, „O Tannenbaum“ oder „Jingle bells“… diese Lieder gehören alle irgendwie zur Festzeit dazu. „Daniels vergessene Klassiker Nr 29: Warum Asger Hameriks Chorsinfonie zu Weihnachtsklassikern von Bach und Co mithalten kann“ weiterlesen

Martha Argerich und Daniel Barenboim entfachen als altersweises Duo Begeisterungsstürme

Daniel Barenboim © Peter Adamik

Kurz vor Weihnachten konzertierten die beiden Ausnahmekünstler noch einmal mit den Berliner Philharmonikern.

Das von zärtlicher Schönheit durchflutete Adagio ist dagegen ein einziges Gedicht, ungemein gesanglich, lyrisch und intim von La Argerich vorgetragen. Das finale Rondo bescherte mit seinem kecken synkopierten, eingängigen schlichten Thema noch einen charmanten Ohrwurm als Rausschmeißer.

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 2

Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Martha Argerich, Klavier

Daniel Barenboim, musikalische Leitung
Berliner Philharmoniker

Philharmonie Berlin, 20. Dezember 2023

von Kirsten Liese

Schon seit vielen Jahren konzertieren sie zusammen in den unterschiedlichsten Formationen, als Solistin und Dirigent, nebeneinander an einem Flügel oder an zwei Klavieren. In früheren Jahren führte er sie untergehakt auf das Podium und am Ende zum Beifall einmal im Kreis herum. Und wenn es um die Zugaben ging, war er, der Gentleman, die treibende Kraft.

Heute wirken Martha Argerich und Daniel Barenboim physisch gleichermaßen zerbrechlich, beim Auftritt ist keiner dem anderen mehr eine Stütze, sie nähert sich vorsichtig mit kleinen Schritten dem Flügel, er erklimmt ebenso behutsam seinen Stuhl auf dem Podest. Und ergreift am Ende doch immer noch rührend ihre Hand. Wie ein altes Ehepaar, könnte man denken, wie Philemon und Baucis. „Martha Argerich, Klavier, Daniel Barenboim, Berliner Philharmoniker
Philharmonie Berlin, 20. Dezember 2023“
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Sonya Yoncheva und Riccardo Massi singen Puccini – es hat sich schließlich doch noch gelohnt

Sonya Yoncheva und Riccardo Massi, links der Dirigent Leonardo Sini (Foto RW)

Der ganze Abend lief unter dem Label The Art of Sonya Yoncheva. Sofern man ihre beiden Zugaben berücksichtigt, hatte die Sopranistin ihr Abendsoll durchaus erfüllt. Es bleibt aber ein Nachgeschmack.

Arien und Orchesterstücke von Giacomo Puccini
Sonya Yoncheva, Sopran
Riccardo Massi, Tenor
Leonardo Sini, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Konzertabend in der Staatsoper Hamburg, 21. Dezember 2023

von Dr. Ralf Wegner

Es fing etwas zäh mit dem sinfonischen Stück La Tregenda aus Puccinis erster Oper Le Villi an, einer dem Ballett Giselle vergleichbaren Opernhandlung. Sonya Yoncheva tat sich etwas schwer mit der folgenden Szene und Romanze der Anna (Se come voi piccina), auch Riccardo Massi musste sich offenbar erst noch einsingen (Arie des Roberto Torna ai felici dì aus demselben Erstlingswerk). „The Art of Sonya Yoncheva
Konzertabend in der Staatsoper Hamburg, 21. Dezember 2023“
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Wogen der Emotion ergießen sich durch das Haus

Aušrinė Stundytė © Petra Baratova

„Ob ich die Musik nicht höre? Sie kommt doch aus mir. „
(Hugo von Hofmannsthal)

Richard Strauss
„Elektra”

Text von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung: Alexander Soddy
Inszenierung: Harry Kupfer
Bühne: Hans Schavernoch
Kostüme: Reinhard Heinrich
Choreinstudierung: Thomas Lang

Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper, 20. Dezember 2023

von Dr. Rudi Frühwirth

Ich habe nicht gezählt, wie oft ich die „Elektra“ seit dem Beginn meiner Stehplatzzeit in der Staatsoper schon gesehen und gehört habe – um die dreißig Mal werden es schon gewesen sein. Von ihrer emotionalen Wirkung hat sie auch nach mehr als fünfzig Jahren nicht das Geringste eingebüßt. Es bewegt mich immer wieder auf das Tiefste, wie die Grundfragen der Oper musikalisch dargestellt und aufgelöst werden: der starre Fanatismus der Elektra, der Kinderwunsch der Chrysothemis, der Hass zwischen Klytämnestra und ihrer Tochter, die ersehnte Ankunft des Bruders, der Muttermord, und endlich die ekstatische Erfüllung im Tod der Titelfigur. „Richard Strauss, „Elektra”
Wiener Staatsoper, 20. Dezember 2023“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 23. DEZEMBER 2023

Barrie Kosky © Jürgen Pathy

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 23. DEZEMBER 2023

München
Kosky schätzt am Münchner Opernpublikum die Stille
Der Theater- und Opernregisseur Barrie Kosky (56) schätzt am Münchner Opernpublikum vor allem eins: die Stille. „Was ich am Münchner Publikum fantastisch finde, ist, dass es unglaublich still ist“, sagte der frühere Intendant der Komischen Oper Berlin der Deutschen Presse-Agentur. „Die Stille im Münchner Publikum ist das Beste der Welt. So etwas habe ich noch nie erlebt. Wenn sie konzentriert sind oder wenn etwas Unglaubliches auf der Bühne passiert, dann herrscht in diesem Theater eine Stille, bei der das ganze Publikum gemeinsam atmet oder eben den Atem anhält.“
SueddeutscheZeitung.de

Barrie Kosky inszeniert „Die Fledermaus“
Johann Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ ist eine der beliebtesten und meistgespielten des Genres. Gern wird sie zum Ende des Jahres auf die Spielpläne gesetzt – auch an der Bayerischen Staatsoper in München. Am 23. Dezember ist Premiere der Neuinszenierung von Barrie Kosky. Die musikalische Leitung hat Vladimir Jurowski.
BR.Klassik.de

„Die Fledermaus“ an der Bayerischen Staatsoper – Vladimir Jurowski im Interview
Für Vladimir Jurowski ist die Musik von Johann Strauß wie eine Droge. Am 23. Dezember gibt’s die volle Dosis: „Die Fledermaus“ feiert an der Bayerischen Staatsoper in München unter seinem Dirigat Premiere. Inszeniert wird das Stück von Regisseur Barrie Kosky. Im Interview erzählt Jurowski, wieso Strauß’ Operette für ihn zu den besten Kompositionen der Musikgeschichte zählt.
BR-Klassik.de

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„Für mich ist jede Oper ein Schauspiel mit Musik“: Interview mit Brigitte Fassbaender, Teil 3

Brigitte Fassbaender © Foto Larl

Dr. Regina und Dr. Andreas Ströbl führten ein Interview in drei Teilen mit der legendären Mezzosopranistin und Regisseurin Brigitte Fassbaender am 12. Dezember 2023 in Lübeck.

Lesen Sie heute den letzten Teil dieses Interviews aktuell bei uns:

klassik-begeistert: Edna Prochnik (Klytemnästra) und Lena Kutzner (Chrysothemis) haben uns begeistert von der Arbeit mit Ihnen berichtet.

Dabei haben sie vor allem die Kollegialität und Harmonie in der Probenarbeit unterstrichen. Das sogenannte Regietheater ist aber längst nicht ausgestorben und befreundete Sängerinnen und Sänger klagen vermehrt über egomane, tyrannische, ja übergriffige Regisseure, bei denen man sich manchmal vorkommt wie in Becketts „Katastrophe“.  Ist das eine Mentalität, die sich wieder breitmacht, weil Typen wie Trump, Putin, Erdoğan oder Bolsonaro (die Reihe lässt sich leider fortsetzen) vormachen, dass Selbstsucht und Rücksichtslosigkeit sich auszahlen?

Und was ist für Sie auch in der Lübecker „Elektra“-Produktion das Wichtigste in der Regiearbeit?

Brigitte Fassbaender: Das ist ja nicht nur eine Frage, darin sind zehn Fragen versteckt (lacht). Also ich glaube, dass das weniger mit Trump oder Putin zu tun hat. Kommen wir mal kurz auf das sogenannte Regietheater: Ich finde den Begriff schon so merkwürdig, darüber lässt sich lange diskutieren, was das denn überhaupt ist. „Interview mit Brigitte Fassbaender – Teil 3
klassik-begeistert.de, 23. Dezember 2023“
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Klein beleuchtet kurz 10: Sonya Yoncheva und Riccardo Massi

Riccardo Massi, Sonya Yoncheva, Leonardo Sini; Foto Patrik Klein

Donnerstag Abend in der Staatsoper Hamburg:

THE ART OF Sonya Yoncheva und Riccardo Massi (21. Dezember 2023)

Mit der Reihe THE ART OF knüpft die Staatsoper Hamburg an eine lange Tradition an: Luciano Pavarotti, José Carreras, Grace Bumbry, Montserrat Caballé und viele andere eroberten so schon bei Lieder- oder Arienabenden das hanseatische Publikum.

Die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva und der italienische Tenor Riccardo Massi standen nun gestern Abend zusammen mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Leonardo Sini auf der Bühne der Staatsoper. „Klein beleuchtet kurz 10: THE ART OF Sonya Yoncheva und Riccardo Massi
Staatsoper Hamburg, 21. Dezember 2023“
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DIE FREITAG-PRESSE – 22. DEZEMBER 2023

Foto © Monika Rittershaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 22. DEZEMBER 2023

Zürich
Opernhaus Zürich: das Publikum verläßt scharenweise den Saal
Ein farbenprächtiges Spektakel, wunderschöne orientalisierende Kostüme, witzige Details, eine sich fleißig drehende Drehbühne, dazu die wie immer sprühende Musik des deutsch-französisch-jüdischen Meisters Jacques Offenbach, des „Mozart der Champs-Élysées“ und zwei großartige weibliche Stimmen. Doch das Ganze wirkt am Ende doch eher blöde, vor allem wenn der immer wieder präsente Erzähler (Daniel Hajdu) umständlich-unverständliche Erläuterungen von sich gibt und immer wieder als Hundestimme zu bellen und zu knurren hat und das extrem peinliche Ballett zwischen den Akteuren seine Pirouetten dreht: So doof das Ganze, dass dem renommierten Zürcher Opernhaus nach der großen Pause die Zuschauer scharenweise davonlaufen und gefühlt die Hälfte des Parketts leer lassen.
Von Dr. Charles Ritterband
Klassik-begeistert.de

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Riccardo Muti triumphiert in Ravenna mit Norma und Nabucco

RAVENNA FESTIVAL – TRILOGIA D’AUTUNNO – Norma © Zani-Casadio

Vincenzo Bellini: Norma

Norma: Monica Conesa
Pollione: Klodjan Kaçani
Adalgisa: Paola Gardina
Oroveso: Vittorio De Campo
Clotilde: Vittoria Magnarello
Flavio: Riccardo Rados

Giuseppe Verdi: Nabucco

Nabucco: Serban Vasile
Ismaele: Riccardo Rados
Zaccaria: Evgeny Stavinsky
Abigaille: Lidia Fridman
Fenena: Francesca Di Sauro
Anna: Vittoria Magnarello
Il Gran Sacerdote di Belo: Adriano Gramigni
Abdallo: Giacomo Leone

Musikalische Leitung: Riccardo Muti
Orchestra Giovanile Luigi Cherubini
Coro del Teatro Municipale di Piacenza

Visual artist: Svccy
Visuel programmer: Davide Broccoli
Lichtdesign: Eva Bruno

Ravenna, Teatro Dante Alighieri, 16. und 17. Dezember 2023

von Kirsten Liese

Vor wenigen Wochen war in Mailand zu erleben, wie penibel Riccardo Muti mit seinem Orchestra Giovanile Luigi Cherubini und den Sängersolisten in seiner Opernakademie an Bellinis „Norma“ gearbeitet hat. Zur Herbst-Trilogie in Ravenna, wo das Musikdrama nun in Aufführungen mit Video-Projektionen zu erleben war, ernteten alle Beteiligten die Früchte dieser intensiven Probenzeit. „Herbsttrilogie Ravenna, Norma und Nabucco
Ravenna, vom 16. bis 22. Dezember 2023“
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