DIE MONTAG-PRESSE – 4. DEZEMBER 2023

Von Joop van Bilsen / https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=102998084

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DIE MONTAG-PRESSE – 4. DEZEMBER 2023

Moralische Entlastung: Karajan geht, Mozart kommt
Das Aachener Theater verbannt eine Büste von Herbert von Karajan ins Museum. Dabei sollte die NS-Verstrickung des Dirigenten gerade am Ort seines einstigen Wirkens sichtbar bleiben. Im schönen Aachen, wo die Blitzmerker zu Hause sind, hat man soeben entdeckt, dass Herbert von Karajan, in den Jahren 1935 bis 1942 Generalmusikdirektor des dortigen Theaters, eine politisch dubiose Figur ist. Der Opportunismus gegenüber dem NS-Regime, den ihm Biografen seit Jahrzehnten nachsagen, war höchstens in seinem Ausmaß und der Vielzahl der kleinen Manöver umstritten. Doch es brauchte offenbar einen Vortrag von Klaus Riehle an der städtischen Volkshochschule, um den öffentlichen Groll auf Karajan so zu entfachen, dass Elena Tzavara, seit dieser Spielzeit Intendantin in Aachen, sich bemüßigt fühlte, Hans Baiers Büste des Dirigenten aus dem Foyer ihres Hauses entfernen zu lassen. Riehles Buch „Herbert von Karajan – Neueste Forschungsergebnisse zu seiner NS-Vergangenheit und der Fall Ute Heuser“ (Ibera Verlag) liegt übrigens seit 2017 vor.
Tagesspiegel.de

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Pathys Stehplatz (43) – Dresscode und Regietheater: Herrscht an der Wiener Staatsoper seit neuestem Sodom und Gomorra?

Staatsoperndirekor Bogdan Roščić © Lalo Jodlbauer

Hotpants, Flip-Fops und behaarte Männerbeine. An der Wiener Staatsoper gehts zu wie am Arbeiterstrandbad, empfinden zumindest einige, die im ehrenwerten „Haus am Ring“ seit Jahren ein– und ausgehen. Dazu Kaffee in Pappbechern und mitgebrachte Jausen, die genüsslich in den Logen verspeist werden. Anstand und Benehmen: Fehlanzeige! Glaubt man den kritischen Stimmen, habe sich die Situation seit der Direktion Bogdan Roščić verschlimmert. Dass die Realität nicht ganz so düster aussieht, liegt in der Natur der Sache. Roščićs neuer Weg, die „Oper 4.0″, ist einigen ein Dorn im Auge. Da nutzt man jede Angriffsfläche mit Handkuss.

von Jürgen Pathy

Manieren gehören dazu. In einem Opernhaus sind sie das A & O. Nur: Welcher Definition die unterliegen, ist eine rein subjektive Angelegenheit. Während Ruhe und Hygiene für einige schon reichen, fordern andere deutlich mehr. „Ein Sakko und eine Stoffhose“, müsse bei jedem männlichen Besucher sein. Kurze Hosen, T-Shirts und Jeans – ein Affront, der in einem Opernhaus nichts zu suchen habe. Die Begründung ist oft die gleiche: Das erfordere der Respekt, den man den Künstlern gegenüber schuldig sei. Ein Vorwand, der sich bei genauer Betrachtung schnell in Luft auflöst.

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DIE SONNTAG-PRESSE – 3. DEZEMBER 2023

© Gregor Hohenberg Sony Classical, Jonas Kaufmann Palais Garnier, Paris

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DIE SONNTAG-PRESSE – 3. DEZEMBER 2023

Letzte Fragen
Jonas Kaufmann: »Ich mache mich doch nicht verrückt«
»Wenn man Blut und Wasser schwitzt, weil man nicht weiß, ob man den Abend zu Ende bringen kann, ist das nicht der richtige Beruf«, sagt der Tenor Jonas Kaufmann. Der Sänger hat gesundheitlich ein sehr schweres Jahr hinter sich. Nun steht er wieder auf der Bühne der Wiener Staatsoper und singt in „Turandot“.
DiePresse.com

Graz
Sänger Andè Schuen:
„Bei Liedern reize ich gerne meine Grenzen aus“ – Bariton Andrè Schuen ist nicht nur ein gefragter Opernstar, er liebt auch Liederabende. Am 14. Dezember gastiert er mit Mahler und Schubert im Grazer Musikverein. Der „Krone“ erzählte er, was er am Lied schätzt und warum er so selten in Graz singt.
https://www.krone.at/3183375

100. Geburtstag
Maria Callas, Star der Opernwelt und Klatschspalten
Die „Diva assoluta“ ist mit ihrer Virtuosität und Expressivität nach wie vor ein Vorbild, wenn es um glaubwürdige Intensität geht. Am Samstag würde sie 100 Jahre alt
DerStandard.at.story

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Klein beleuchtet kurz 3: Aida in Salzburg

Foto: klassik-begeistert-Autor Patrik Klein

Der Klassik-begeistert-Autor Patrik Klein ist ein leidenschaftlicher Konzert- und Opernfreak, der bereits über 300 Konzerte (Eröffnungskonzert inklusive) in der Elbphilharmonie Hamburg verbrachte, hunderte Male in Opern- und Konzerthäusern in Europa verweilte und ein großes Kommunikationsnetz zu vielen Künstlern pflegt.

„Klein beleuchtet kurz 3: Aida in Salzburg
3. Dezember 2023“
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Brisbane/Australien: DAS RHEINGOLD – Totale Digitalisierung und ihre Grenzen…

Die Rheintöchter Lorina Gore, Jane Ede Dominica Matthews © Wallis Media / Opera Australia

Lyric Theatre, Queensland Performing Arts Center, Brisbane, 1. Dezember 2023, PREMIERE

Vorabend des Opernzyklus “Der Ring des Nibelungen”
Text und Musik von Richard Wagner

von Dr. Klaus Billand

Nun hat er also endlich begonnen, der schon für 2020 angekündigte neue „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner, ein Projekt der OPERA AUSTRALIA in der Inszenierung des Chinesen Chen Shi-Zheng am Lyric Theatre des Queensland Performing Arts Centre im ostaustralischen Brisbane an der Pazifikküste. Wegen der Covid 19-Pandemie wurde die Neuinszenierung von Jahr zu Jahr verschoben, sodass man sie erst in diesem Jahr spielt, und zwar im Dezember gleich drei komplette Zyklen. „“Das Rheingold”, Richard Wagner
Queensland Performing Arts Centre, Brisbane, 1. Dezember 2023“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 2. DEZEMBER 2023

Foto: br-klassik.de

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 2. DEZEMBER 2023

Maria Callas: Heute 100. Geburtstag der Primadonna assoluta
Sie hat den Belcanto neu definiert, den Opernrollen ihre Glaubwürdigkeit zurückgegeben und eine Karriere voller Höhen und Tiefen durchlebt. Als zum Teil selbst inszenierte Diva stand sie im Rampenlicht, und die Nachwelt hat sie schließlich zum Mythos verklärt. Keine Sängerin des 20. Jahrhunderts hat so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie Maria Callas – auf der Bühne wie im Privatleben.
BR-Klassik.de

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Klein beleuchtet kurz 2: Carmen in Schwerin

Foto: klassik-begeistert-Autor Patrik Klein

Der Klassik-begeistert-Autor Patrik Klein ist ein leidenschaftlicher Konzert- und Opernfreak, der bereits über 300 Konzerte (Eröffnungskonzert inklusive) in der Elbphilharmonie Hamburg verbrachte, hunderte Male in Opern- und Konzerthäusern in Europa verweilte und ein großes Kommunikationsnetz zu vielen Künstlern pflegt. Nicht immer nimmt er sich Pressekarten im offiziellen Modus, sondern lauscht oder schaut privat, zwanglos und mit offenen Augen und Ohren. Die daraus entstehenden meist emotional noch hoch aufgeladenen Posts in den Sozialen Medien folgen hier nun auch regelmäßig bei Klassik-begeistert – voller Leidenschaft – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – aber immer mit großem Herzen!

„Klein beleuchtet kurz 2: Carmen in Schwerin
klassik-begeistert.de, 1. Dezember 2023“
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DIE FREITAG-PRESSE – 1. DEZEMBER 2023

Bildquelle: Pinterest

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DIE FREITAG-PRESSE – 1. DEZEMBER 2023

Zum 100. Geburtstag: Annäherung an das Gesamtkunstwerk Maria Callas
Wie wohl ihr Account in den Sozialen Netzwerken heißen würde? @Maria? @LaDivina? Und was gäbe es zu sehen? Neueste Roben? Schnappschüsse von Proben oder mit Onassis auf einer Jacht inklusive kurzer Videos? Spätestens jetzt dürfte nicht nur der Fan abwinken. Letztlich ist all dies unvorstellbar, aus Sicht der Callas auch unwürdig, stillos. Das Gedankenexperiment zielt aber auf anderes. Es geht um den Kontrast, um die Vergegenwärtigung einer Karriere, die wie keine zweite und unwiederholbar war.
MuenchnerMerkur.de

Maria Callas
Opern-Feuilleton: Zum 100. Geburtstag von Maria Callas – Singen aus dem Geist des Dramas
Die Welt der Oper gedenkt der bedeutendsten Sängerin aller Zeiten: Im Dezember wäre Maria Callas hundert Jahre alt geworden.
https://www.concerti.de/oper/feuilleton/zum-100-geburtstag-von-maria-callas/

Opernabend
Zum 100. Geburtstag von Maria Callas (Samstag, 02. Dezember 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr)
1956 sang sie in Mailand in einer Gesamtaufnahme die oft sehr fragil gezeichnete Figur der Mimì in Giacomo Puccinis Publikumsliebling „La Bohème“. Callas stellte sie als leidenschaftliche Frau voller Lebenshunger dar. Ein packender, geradezu emanzipierter Blick. An ihrer Seite Giuseppe Di Stefano als Rodolfo. Antonino Votto dirigiert in dieser historischen Aufnahme Chor und Orchester der Mailänder Scala.
NDR.de.Kultur

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Die Wehklagen der Betrogenen: Peter Konwitschnys Hamburger „Don Carlos“ dreht seine letzte Runde mit Bravour

© hvoigt, Luigi De Donato

Giuseppe Verdi
Don Carlos

Libretto: Joseph Méry, Camille du Locle nach Friedrich Schillers Drama “Don Carlos”

Uraufführung:

  1. März 1867, Pariser Oper , Paris (Fassung in französischer Sprache)
  2. Januar 1884, Teatro alla Scala, Mailand (Fassung in italienischer Sprache)

    Inszenierung: Peter Konwitschny (4. November 2001)
    Bühnenbild, Kostüme: Johannes Leiacker
    Licht: Hans Toelstede
    Dramaturgie: Werner Hintze
    Spielleitung: Birgit Kajtna

    Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
    Musikalische Leitung: Leo Hussain
    Chor: Chor und  Extrachor der Hamburgischen Staatsoper
    Chorleiter: Eberhard Friedrich

Staatsoper Hamburg, 26. November 2023

von Dr. Holger Voigt

Eher selten eröffnet sich die Gelegenheit, die originäre französischsprachige Originalversion Giuseppe Verdis Monumentaloper „Don Carlos“ zu erleben. Im Gegensatz zu der 1884 in Mailand uraufgeführten italienischen Fassung „Don Carlo“ folgte der Komponist, der damals in Paris lebte und arbeitete, den seinerzeitigen französischen Usancen der Integration von Zwischenmusiken und Ballett, ohne die eine Oper nicht auf die Bühne gebracht werden konnte. „Giuseppe Verdi, Don Carlos
Staatsoper Hamburg, 26. November 2023“
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Riccardo Muti lehrt die dramatische Wucht in Bellinis Norma

Fondazione Prada, Riccardo Muti © Patrick Toomey

Neunte italienische Opernakademie in Mailand
18. bis 26. November 2023, Fondazione Prada Mailand

Norma: Monica Conesa
Pollione: Klodjan Kaçani
Adalgisa: Eugénie Joneau
Oroveso: Andrea Vittorio de Campo
Clotilde: Vittoria Magnarello
Flavio: Riccardo Rados

Orchestra Giovanile Luigi Cherubini
Coro Teatro Municipale di Piacenza

Dirigenten: Clancy Ellis (United States), Remi Geniet (France), Massimiliano Iezzi (Italy),  Izabela Kociołek (Poland)

Gesamtleitung: Riccardo Muti

von Kirsten Liese

Einst sagte Maria Callas, deren 100. Geburtstag die Opernwelt in wenigen Tagen feiert, dass Bellini weitaus schwieriger zu singen sei als Verdi, Puccini und Wagner. Bekanntlich  war sie eine der ersten, die dessen Belcanto-Opern  Norma, La Sonnambula und  I puritani in den 1950er Jahren wiederbelebte.  Vor allem als Norma ist sie bis heute unübertroffen, 92 Male stand sie als Hohepriesterin auf der Bühne, erstmals schon in sehr jungen Jahren und nahezu bis zum Ende ihrer Karriere. „Neunte italienische Opernakademie in Mailand
18. bis 26. November 2023, Fondazione Prada Mailand“
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