Das Russian National Orchestra glänzt erst in der Zugabe mit wahrer Spielfreude

Kölner Philharmonie
Lucas Debargue Klavier
Russian National Orchestra
Mikhail Pletnev
Dirigent
Mieczysław Karłowicz Serenade C-Dur op. 2 (1897) für Streichorchester Maurice Ravel Konzert für Klavier und Orchester G-Dur (1929–31)
Peter Iljitsch Tschaikowsky Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 ČS 23 (1875) „Polnische“
Zugabe: Aram Khatchaturian Walzer aus: Suite aus der Bühnenmusik „Maskarad“ (1944)

von Sarah Schindler

Mikhail Pletnev schert sich nicht um Tempovorgaben eines Komponisten. Das konnte man zuletzt in der Kölner Philharmonie erleben, als er sich bei einem Solo-Abend ausgewählten Klavierstücken Sergej Rachmaninovs widmete. Was damals allerdings ganz wunderbar funktionierte, überzeugte an diesem Abend nur bedingt.  „Lucas Debargue, Russian National Orchestra, Mikhail Pletnev,
Kölner Philharmonie“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 14. April 2018

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Bayreuth
Ein Juwel: Bayreuther Opernhaus renoviert
– Wo lange Zeit der Holzwurm nagte, regiert ab sofort wieder höfische Pracht. Nach mehr als fünfjähriger Renovierung ist das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth am Donnerstagabend wiedereröffnet worden – mit einem Festakt und anschließender Opernaufführung.
Sueddeutsche Zeitung

„Artaserse“ am Markgräflichen Opernhaus Bayreuth: Wilhelmines markgräfliches Hundeleben
Sie war selbstbewusst, kunstsinnig und unabhängig: Markgräfin Wilhelmine leistete sich ein Opernhaus in der fränkischen Provinz – eines der schönsten und damals größten Theater in Europa. Mit der Aufführung von „Artaserse“ knüpft die Theaterakademie August Everding an die Eröffnung des Opernhauses in Bayreuth 1748 an – und holt die ehemalige Geliebte von Wieland Wagner auf die Bühne.
BR-Klassik

Zu viel gewollt
Das Markgräfliche Opernhaus startet mit Johann Adolf Hasses „Artaserse“, aber in einer allzu ambitionierten Verschnittversion
Sueddeutsche Zeitung

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Wiener Staatsoper: Brünnhilde kreischt, Siegfried strahlt und das Orchester spielt ohne Probe

Foto: Michael Pöhn (c)
Wiener Staatsoper,
11. April 2018
Richard Wagner, Siegfried

Ádám Fischer, Dirigent
Sven-Eric Bechtolf, Regie
Stephen Gould, Siegfried
Herwig Pecoraro, Mime
Tomasz Konieczny, Der Wanderer
Iréne Theorin, Brünnhilde
Martin Winkler, Alberich
Jongmin Park, Fafner
Monika Bohinec, Erda
Hila Fahima, Stimme des Waldvogels

von Jürgen Pathy

Im komödiantischen Teil der Ring-Tetralogie nimmt Richard Wagner das Publikum mit auf die Entwicklungsreise des jungen, verwegenen Siegfried: Von der Selbstfindung (Schwertschmiedung) über das Durchsetzungsvermögen (Drachentötung) bis zum schwierigsten Teil im Leben eines naiven Junggesellen: der Liebe. „Richard Wagner, Siegfried,
Wiener Staatsoper“
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Die FREITAG-PRESSE – 13. April 2018

Foto: Michael Pöhn (c)
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13. April 2018

Wien/ Staatsoper
Ruhevolles Heldentum
Spannungsreiche Darbietung von Richard Wagners „Siegfried“ an der Staatsoper
Wiener Zeitung

Wien/ Volksoper
Wiener Volksoper lässt „Holländer“ fliegen
Haus am Gürtel feiert 120. Geburtstag mit neun Premieren, fünf Wiederaufnahmen und 20 Repertoirestücke

Der Standard
Wiener Volksoper feiert 120-jähriges Jubiläum
Die Saison 2018/19 steht für die Wiener Volksoper im Zeichen ihres 120-jährigen Bestehens. Aus diesem Anlass bringt das Haus einige frühere Erfolge erneut heraus, sagte Direktor Robert Meyer am Donnerstag in Wien. Als Eröffnungspremiere werde etwa Emmerich Kálmáns „Die Csardasfürstin“ gezeigt. Auch „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner, den die Volksoper zum ersten Mal vor 110 Jahren gespielt hat, führt sie wieder auf.

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Evelyn Herlitzius in Berlin: Ihre Leistung ist zu gut, um wahr zu sein!

Dmitri Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk
Deutsche Oper Berlin, 7. April 2018

Donald Runnicles, Dirigent
Ole Anders Tandberg, Inszenierung
Erlend Birkeland, Bühne
Maria Geber, Kostüme
Evelyn Herlitzius, Katerina Ismailowa
Sergey Polyakov, Sergej
Wolfgang Bankl, Boris Ismailow
Thomas Blondelle, Sinowij Ismailow

von Yehya Alazem

Achtung! Legen Sie den Sicherheitsgurt an … sonst werden Sie vom ersten Ton an weggeblasen!

Was ist dies für eine Stimme? Das ist kein musikalisches Erlebnis – das ist ein Orkan! Was sie mit ihrer Stimme machen kann, ist total unfassbar: Evelyn Herlitzius ist eine außergewöhnliche Künstlerin, mit der man kaum jemanden vergleichen kann. Die Stimme klingt zwar nicht „schön“ – wie etwa Eva-Maria Westbroek oder Nina Stemme –, hat aber eine bezaubernde Gestaltungskraft von einem anderen Planeten. Sie steht als Darstellerin auf einer ganz eigenen Ebene; man kann bei dieser Aufführung an niemand anderen denken als an Evelyn Herlitzius. „Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk, Evelyn Herlitzius,
Deutsche Oper Berlin“
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Dirigent David Afkham setzt zu wenig Akzente – die Wiener Symphoniker im Musikverein

Musikverein Wien, 11. April 2018
Wiener Symphoniker
Dirigent, David Afkham
Anton Sorokow, Violine
Pablo Ferrándes, Violoncello

Johannes Brahms: Konzert für Violine und Violoncello mit Orchester in a-Moll, op. 102     “Doppelkonzert”
Antonin Dvorák: Symphonie Nr. 7 in d-Moll, op. 70

von Herbert Hiess

Dem Management der Wiener Symphoniker ist es zu verdanken, dass es innerhalb kürzester Zeit möglich machte, beide Solisten dieses anspruchsvollen „Doppelkonzertes“ umzubesetzen. Beim Cellisten hatten die Veranstalter etwas mehr Zeit; beim Geiger nur zwei Tage. Deswegen ist es Anton Sorokow, dem ersten Konzertmeister des Orchesters, mehr als nur zu danken, dass er innerhalb dieser kurzen Zeit diesen schwierigen Part so fulminant spielte und auch eine gediegene Interpretation zustande brachte.

„Wiener Symphoniker, David Afkham,
Musikverein Wien“
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Die DONNERSTAG-PRESSE – 12. April 2018

Foto: Michael Pöhn (c)
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Wien/ Staatsoper
Wenn das Eis bricht
Lise Lindstrom und Roberto Alagna in „Turandot“ in der Wiener Staatsoper.
Im Prinzip ist es die Heilungsgeschichte einer frigiden Frau, die in Giacomo Puccinis „Turandot“ erzählt wird.
Roberto Alagna steht in seinem Rollendebüt als Calaf auf der Bühne und erhält vom Publikum mit Abstand den meisten Zwischenapplaus. Zurecht, wenn es um seinen Gesang geht.
Wiener Zeitung

Dieses Timbre bringt Turandots Eis zum Schmelzen
In Puccinis „Turandot“ lässt sich Lise Lindstrom erstmals von Roberto Alagna erweichen. Aleksandra Kurzak als selbstlos sich opfernde Sklavin rührt mit einem Schuss Herbheit: Das lässt über erhebliche Wackler hinweghören.
Die Presse

Wien
Lodernde Nachtschatten
Liederabend von Elina Garanča im Musikverein
Wiener Zeitung

Elina-Garanca-Lieder-vom-wahren-Leben
Der Mezzostar begeistert im Musikverein
https://derstandard.at/2000077746696/

„Die DONNERSTAG-PRESSE – 12. April 2018“ weiterlesen

Elbphilharmonie: Stur klatscht das Publikum zwischen jedem einzelnen Satz

Eine kammermusikalische Familie und ein Weltstar im 2. Cello:
Sol Gabetta und das Hagen Quartett zu Gast in der Elbphilharmonie

Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal, 10. April 2018
Sol Gabetta & Hagen Quartett
Lukas Hagen: Violine
Rainer Schmidt: Violine
Veronika Hagen: Viola
Clemens Hagen: Violoncello
Sol Gabetta: Violoncello

Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur op. 18, Nr.3
Anton Webern: Sechs Bagatellen für Streichquartett op.9
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956

von Ricarda Ott

Wer an diesem Abend im Programmheft nach solistischem Repertoire suchte, ganz in der Annahme, einen Weltstar wie die Cellistin Sol Gabetta als Solistin erleben zu dürfen, suchte vergeblich. Der Abend stand ganz im Zeichen kammermusikalischer Ensemblemusik, von Sol Gabetta und den Musikern des Hagen Quartetts gleichsam wunderbar interpretiert. „Sol Gabetta & Hagen Quartett, Elbphilharmonie Hamburg“ weiterlesen

Müll für die Ohren: Jan Järvlepps Garbage Concerto sorgt in Freiburg für stürmischen Beifall

Konzerthaus Freiburg, 10. April 2018
Dmitri Schostakowitsch     Festouvertüre op. 96
Jan Järvlepp                               Garbage Concerto
Ernest John Moeran              Sinfonie in g-Moll
Philharmonisches Orchester Freiburg
Dirigent                                  Simon Gaudenz
Solisten                                  Tilmann Collmer
                                                   Alexander Lang
                                                   Klaus Motzet
                                                   Thomas-Anton Varga

 von Leah Biebert

So unterschiedlich klingt die Musik des 20. Jahrhunderts! Mit Schostakowitschs Orchesterfeuerwerk, mitreißenden Rhythmen aus Recycling-Müll und einer vom englischen Volkslied beeinflussten Sinfonie bot das Philharmonische Orchester Freiburg am Dienstagabend wieder einmal eine herausragende Leistung, die das Publikum mit angemessenem Beifall bedachte. „Philharmonisches Orchester Freiburg,
Konzerthaus Freiburg“
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Warum der Dirigent Lionel Bringuier ein guter Läufer wäre

Foto: Wiener Konzerthaus / L. Beck (c)
Wiener Konzerthaus
, Großer Saal, 9. April 2018

Tonhalle-Orchester Zürich
Lionel Bringuier, Dirigent
Igor Levit, Klavier
Johannes Brahms, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-moll op. 15
Hector Berlioz, Symphonie fantastique. Episode de la vie d’un artiste op. 14

von Mirjana Plath

Hätte Lionel Bringuier nicht die Musik zu seinem Beruf gemacht, wäre er vielleicht Läufer geworden. Der französische Dirigent scheint die hohen Geschwindigkeiten zu lieben. Das zeigte er am vergangenen Montag, als er mit dem Tonhalle-Orchester Zürich zu Gast im Wiener Konzerthaus war. Gemeinsam mit dem Starpianisten Igor Levit präsentierte er Johannes Brahms‘ Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in d-Moll, danach spielte das Orchester Hector Berlioz‘ Symphonie fantastique. „Tonhalle-Orchester Zürich, Lionel Bringuier, Igor Levit,
Wiener Konzerthaus“
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