Posers Klassikwelt 2/2019: Wer oder was Poser (nicht) gefällt

Posers Klassikwelt 2/2019  klassik-begeistert.de

Was Poser überhaupt nicht nachvollziehen kann: Wenn jemand sagt, „die Musik von Richard Wagner ist mir zu schwer“ oder „Beim Autofahren kann ich keinen Wagner hören“ oder „Wagneropern sind mir zu lang“.

Posers Klassikwelt 2/2019: Heute unter der Unterrubrik Poser macht`s kurz und knapp:

Wer oder was Poser gefällt:

Die Opern Richard Wagners, Verdis und Puccinis, die Bayreuther Festspiele, wie Katharina Wagner die Bayreuther Festspiele in vielerlei Hinsicht umgekrempelt und nach vorn gebracht hat, die Operntexte Richard Wagners, der Dirigent Kent Nagano, das Philharmonische Orchester Hamburg seit es von Kent Nagano geleitet wird, der Dirigent Matthias Janz, der Dirigent und Musiker Daniel Barenboim, der Tenor Klaus Florian Vogt, der Tenor Lauritz Melchior, der Tenor Réne Kollo, der Tenor Stefan Vinke, die Sopranistin Anna Netrebko, die Sopranistin Leontyne Price, die Sopranistin Renata Tebaldi, die Sopranistin Leonie Rysanek, die Opern von Richard Strauss, die Texte von Hugo von Hofmannsthal, alles von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der Opernregisseur Peter Konwitschny, der Opernregisseur Hans Neuenfels, der Prinzipal und Opernregisseur Götz Friedrich, der Prinzipal Wolfgang Wagner, Friedelind Wagner, alles von Anton Webern, alles von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, die Hamburgische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Elbphilharmonie, die Musik von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch, alles von Johann Sebastian Bach und der Bachfamilie, alles von Händel, alles von Henry Purcell, alles von Igor Strawinsky, der Dirigent Marek Janowski und seine erste Ring-Einspielung aus Dresden, alle Einspielungen von Glenn Gould und der Bass Matti Salminen.

Wer oder was Poser nicht gefällt:

Die Opern Mozarts und Rossinis, die Musik von Mozart, die Musik von Beethoven, französische Opern, der Mensch Richard Wagner, die Schrift „Das Judentum in der Musik“ von Richard Wagner, die antisemitischen Einstellungen von Cosima und Winifred Wagner, Chamberlain und von Wolzogen, die Dirigentin Simone Young, der Tenor Juan Diego Flórez, der Tenor Yusif Eyvazov, die 2018 erfolgte Erhöhung der Ticketpreise für die Bayreuther Festspiele, dass die Hamburgische Staatsoper öfters halbleer ist, das laut abhustende und offensichtlich fehl-am-Platze Musical-Bus-Touristenpublikum in der Elbphilharmonie, Musicals und dass der Musikunterricht in Deutschlands Schulen so gut wie abgeschafft ist.

Worüber Poser noch nachdenkt, ob es ihm gefällt:

Den Tenor Andreas Schagerls, die Musik von Anton Bruckner und von Gustav Mahler.

Was Poser nicht mehr hören kann:

Die Äußerung „Aber Richard Wagner ist/war doch ein Nazi“.

Was Poser sehr wundert:

Die Fehlvorstellung in weiten Kreisen der Bevölkerung, dass die Bayreuther Festspiele ein Open-Air-Gelände seien.

Was Poser überhaupt nicht nachvollziehen kann:

Wenn jemand sagt, „die Musik von Richard Wagner ist mir zu schwer“ oder „Beim Autofahren kann ich keinen Wagner hören“ oder „Wagneropern sind mir zu lang“.

Wer Poser leid tut:

Diejenigen Rentner, die, weil sie zu wenig getrunken haben, während der Aufführung im völlig überhitzten Bayreuther Festspielhaus dehydriert kollabieren und laut krachend zu Boden fallen.

Wer Poser nicht leid tut:

Diejenigen Rentner, die, weil sie zuviel getrunken haben, während der Aufführung im völlig überhitzten Bayreuther Festspielhaus ihren Platz verlassen müssen und nach dem Besuch der Toilette nicht mehr eingelassen werden.

Was Poser nach einer Opernaufführung, insbesondere von Wagner-Opern, unbedingt braucht:

2 – 3 große Biere.

Ulrich Poser, 27. Oktober 2019, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

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Der Franke Ulrich Poser, Jahrgang 1962, lebt in Hamburg und bezeichnet sich selbst als „musikverrückt“; im Laufe der Jahre hat er sich eine formidable Schallplatten- und CD-Sammlung mit einigen tausend Sammlerstücken zugelegt, die zum Bedauern seiner Ehefrau nahezu täglich erweitert wird. Im Symphonischen Chor Hamburg (als Bass) und in einer Rockband (als Sänger, Gitarrist und Keyboarder) ist Ulrich Poser darüber hinaus selbst als aktiver Musiker unterwegs.
Ulrich ist seit 1996 als Rechtsanwalt zugelassen und seit 2009 Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht. Er ist Geschäftsführer der Veranstaltungsrechtskanzlei Poser und Inhaber der auf die Veranstaltungsbranche spezialisierten Seminarfirma Poser-Seminare sowie Vorsitzender und Justiziar des Berufsverbandes Der Veranstaltungsberater e.V.
Der ausgesprochene Wagnernarr besucht seit 1988 nahezu jedes Jahr den Grünen Hügel in Bayreuth.

2 Gedanken zu „Posers Klassikwelt 2/2019
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