Weltklassesänger erschaffen musikalischen Kosmos, der Wagner in nie da gewesenem Licht glänzen lässt

 

Richard Wagner, Tannhäuser
Musikalische Leitung Kirill Petrenko
Inszenierung, Bühne, Kostüme, Licht Romeo Castellucci
Hermann, Landgraf von Thüringen Georg Zeppenfeld
Tannhäuser Klaus Florian Vogt
Wolfram von Eschenbach Christian Gerhaher
Walther von der Vogelweide Dean Power
Biterolf Peter Lobert
Heinrich der Schreiber Ulrich Reß
Reinmar von Zweter Ralf Lukas
Elisabeth, Nichte des Landgrafen Anja Harteros
Venus Elena Pankratova
Ein junger Hirt Elsa Benoit
Vier Edelknaben
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
Bayerische Staatsoper,
8. Juni 2017

von Raphael Eckardt

„Es wird kein definiertes Ambiente geben, das man zeitlich oder räumlich verorten kann. Es werden Seelen-Landschaften sein.“ „Richard Wagner, Tannhäuser, Kirill Petrenko, Anja Harteros, Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher, Georg Zeppenfeld, Romeo Castellucci,
Bayerische Staatsoper“
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Tannhäuser: eine sehens- und überaus hörenswerte Produktion mit hochkarätigem Ensemble!!!

Richard Wagner, Tannhäuser
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Inszenierung, Bühne, Kostüm, Licht: Romeo Castellucci
Choreografie: Cindy van Acker
Hermann, Landgraf von Thüringen: Georg Zeppenfeld
Tannhäuser: Klaus Florian Vogt
Wolfram von Eschenbach: Christian Gerhaher
Walther von der Vogelweide: Dean Power
Biterolf: Peter Lobert
Heinrich der Schreiber: Ulrich Reß
Reinmar von Zweter: Ralf Lukas
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Anja Harteros
Venus: Elena Pankratova
Ein junger Hirt: Elsa Benoit
Vier Edelknaben: Solist/en des Tölzer Knabenchors
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
Premiere: 21. Mai .2017

Marlene Wagner

„Ich schulde der Welt noch einen Tannhäuser“ – Kirill Petrenko und Klaus Florian Vogt haben sich Richard Wagners Worte zu eigen gemacht. Am Sonntag, 21. Mai 2017, um 16 Uhr, begann die Premiere der aktuellen Inszenierung des „Tannhäuser“ mit Starbesetzung. Für den Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper sowie für die Titelrolle, Klaus Florian Vogt, war dies eine Premiere im wörtlichen Sinne. Beide wirkten zum ersten Mal bei dieser Oper mit, bei der Romeo Castellucci für die Inszenierung verantwortlich ist. „Richard Wagner, Tannhäuser, Krill Petrenko, Inszenierung, Romeo Castellucci, Cindy van Acker Hermann, Georg Zeppenfeld, Klaus Florian Vogt, Christian Gerhaher, Dean Power, Peter Lobert, Ulrich Reß, Reinmar von Zweter, Ralf Lukas, Anja Harteros, Elena Pankratova, Elsa Benoit, Solisten des Tölzer Knabenchors, Bayerisches Staatsorchester, Chor der Bayerischen Staatsoper,
Bayerische Staatsoper“
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Violetta stirbt und die Violinen flirren und flimmern fiebrig

Giuseppe Verdi, La traviata
Bayerische Staatsoper, München, 26. April 2017
Musikalische Leitung – Andrea Battistoni
Inszenierung – Günter Krämer
Bühne – Andreas Reinhardt
Kostüme – Carlo Diappi
Violetta Valéry – Sonya Yoncheva
Flora Bervoix – Rachael Wilson
Alfredo Germont – Artur Chacón-Cruz
Giorgio Germont – Leo Nucci
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

Von Maria Steinhilber

Selbst, wenn man „La traviata“ noch nie gesehen hat, denkt man an Drama. Ja, diese Oper ist pures Drama! Am Mittwoch war die Bayerische Staatsoper mal wieder ausverkauft. Die Sopranistin Sonya Yoncheva sang die Violetta Valéry. Zuletzt hat sie diese dramatische Rolle an der Metropolitan Opera in New York verkörpert, die Zuschauer haben sie gefeiert. Viele nennen sie „die beste nach der Callas“. „Giuseppe Verdi, La Traviata, Sonya Yoncheva, Leo Nucci, Andrea Battistoni,
Bayerische Staatsoper, München“
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Così wirklich fan tutte? Mozart klingt wunderbar in der Bayerischen Staatsoper!

Wolfgang Amadeus Mozart – Così fan tutte
Bayerische Staatsoper, 12. April 2017
Musikalische Leitung – Ivor Bolton
Inszenierung – Dieter Dorn
Bühne und Kostüme – Jürgen Rose
Fiordiligi – Golda Schultz
Dorabella – Rachael Wilson
Guglielmo – Michael Nagy
Ferrando – Mauro Peter
Despina – Tara Erraught
Don Alfonso – Christopher Maltman
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

Von Maria Steinhilber

Nach dem zweiten und dritten Gong findet langsam jeder seinen rosaroten samtigen Sitzplatz in der Bayerischen Staatsoper. Auffällig viele junge Menschen sind im Publikum. Viele machen ein paar letzte Selfies in diesem schönen Opernhaus, dann beginnt auch schon das Orchester, sich zu stimmen. Das Licht geht aus, und jeder freut sich auf „Così fan tutte“, Wolfgang Amadeus Mozarts Drama giocoso in zwei Akten. „Così fan tutte, Wolfgang Amadeus Mozart,
Bayerische Staatsoper“
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Bravi für Anja Harteros und Jonas Kaufmann

Umberto Giordano, Andrea Chénier
Bayerische Staatsoper, 30. März 2017

Brava, Bravo, Bravo! Die Verismo-Oper „Andrea Chénier“ von Umberto Giordano an der Bayerischen Staatsoper ist ein Ohren- und Augenschmaus. Zwei Weltklassesänger und ein ausgezeichneter Bariton machen die zwei Stunden zu einem unvergesslichen Erlebnis. „Umberto Giordano, Andrea Chénier,
Bayerische Staatsoper“
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Jonas Kaufmann ist kein Meistersinger

Die Meistersinger von Nürnberg, Richard Wagner
Bayerische Staatsoper, München, 31. Juli 2016

Er ist ein Sänger, der bei Millionen Fans weltweit Gänsehautgefühl zu erzeugen vermag: Jonas Kaufmann, der Jahrhundert-Tenor aus München. Was er am letzten Abend der Münchner Opernfestspiele als Walther von Stolzing in Richard Wagners komischer Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ ablieferte, war indes Meilen entfernt von seinem erwärmenden, melodisch-ergreifenden Gesangsvermögen. Der Abend geriet für den Münchner stimmlich daneben – was sich in nur höflichem Beifall nach der viereinhalbstündigen Aufführung manifestierte.

„Die Meistersinger von Nürnberg,
R. Wagner, Bayerische Staatsoper“
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Anja Harteros überragt den Maskenball

Un ballo in maschera, Guiseppe Verdi
Bayerische Staatsoper, München, Samstag, 30. Juli 2016

Bei Guiseppe Verdi kommen Rolf Häußner, 72, oft die Tränen. „Die Musik berührt mich, und ich muss weinen“, sagt der Frankfurter. An diesem Abend in der Bayerischen Staatsoper ist die nicht nur für Rolf Häußner emotionalste Stelle das Liebesduett „Teco io sto / Ich bin Dir nah“ im zweiten Akt des „Maskenballs“ („Un ballo in maschera“). Der Dirigent Daniele Callegari führt das Bayerische Staatsorchester hoch sensibel durch diese göttlichen Minuten; das Solo-Cello spielt wunderbar weich und die Sopranistin Anja Harteros singt wie von einem anderen Stern – von strahlenden Höhen bis zu samtigen Tiefen mit weichem Schmelz.

„Un ballo in maschera, G. Verdi,
Bayerische Staatsoper“
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