Philharmonisches Staatsorchester Hamburg; Foto Patrik Klein
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 8. JULI 2026
Hamburg/Elbphilharmonie
Klein beleuchtet kurz 75: Wenn ein Bruch im Bruch mir die Laune verdirbt
… und ich bleibe dabei: ein klassisches Werk teilweise zu überschreiben ist der größte Unfug, den ich in den letzten Jahren in den Konzertsälen erleben musste. Bei allem Respekt vor den beauftragten Komponisten, die sich einen Kopf machen über ein Werk eines klassischen Komponisten aus der Vergangenheit und etwas Neues kreieren, gehört für mich so ein „Damit beschäftigen“ bestenfalls vorangestellt, aber nicht Sätze ersetzend. Es macht mich traurig und innerlich widerstrebend, dabei an den Komponisten denkend, der sich nicht mehr wehren kann.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de
Berlin/Staatsoper
Nach fast 300 Jahren: Elisabeth Sobotka ist die erste Chefin der Staatsoper
BILD zeigt am 8. Juli live von dort „Die Entführung aus dem Serail“. Diese Premiere wird ein Genuss! BILD überträgt am 8. Juli ab 19 Uhr erstmals eine Oper: „Die Entführung aus dem Serail“ mit Comedy-Star Bülent Ceylan (50) in der Sprechrolle des Bassa Selim, live aus der Staatsoper Unter den Linden. Elisabeth Sobotka (60) ist seit 2024 die erste Intendantin in der fast 300-jährigen Geschichte des Berliner Hauses. Bei BILD spricht sie über ihren Führungsstil und ihre Vision für die Staatsoper.
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Mathias Döpfner: Oper ist nicht elitär, sondern populär
Der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer schreibt über die Faszination dieser Kunstform. Wenn man nichts über ein Werk weiß, wirkt eine Aufführung oft befremdlich. Oper ist die unnatürlichste oder besser gesagt: die künstlichste aller Kunstformen. Sterbende singen aufs Schönste, selbst während erbitterter Kämpfe herrscht oft noch Wohlklang, manchmal fangen ganze Heerscharen von Menschen an zu tanzen oder im Chor zu singen. Und außerdem versteht man meist kaum, was genau gerade gesungen, also eigentlich gesagt wird.
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Graz
Styriarte: Seelenschau mit himmelblauen Nachtönen
Daniel Johannsen begeistert bei der Schubertiade in Schloss Eggenberg und Eddie Luis und die Gnadenlosen widmen dem Grazer Melodienzauberer Robert Stolz einen Abend. Die „Krone“ war auf der Styriarte unterwegs.
krone.at
Erl
Zwei tödliche Frauenschicksale bei den Tiroler Festspielen Erl (Bezahlartikel)
Die Kombination von „Cleopâtre“ von Hector Berlioz und „Suor Angelica“ von Giacomo Puccini wurde bei der Eröffnung der Tiroler Festspiele in Erl umjubelt.
Kurier.at
Gars
Oper Gars: Babenberger-Burg wird „Madama Butterfly“-Tempel
Das Festival präsentiert heuer Puccinis Fernost-Tragödie, Intendant Clemens Unterreiner mischt tatkräftig auf der Bühne mit. Kaum zu glauben, aber: Vor tausend Jahren stand Gars im Rang eines Machtzentrums. Die Babenberger hatten hier nicht nur eine Burg errichtet, sondern diese anfangs auch als ihren Hauptsitz behaust. Das Glück lachte Österreichs frühen Landesherren im Kamptal aber nur kurz: Die Schlacht im nahen Mailberg geriet zum Fiasko, das Leopold II. nur dank einer Flucht mit heiler Haut überstand und eine Hungersnot zur Folge hatte.
DerStandard.at
Bad Hall
Operetten-Hit: „Meine Lippen küssen so heiß“ (Bezahlartikel)
Franz Lehárs Operette „Giuditta“ feierte Premiere im Stadttheater Bad Hall. Erzählt wird die Geschichte der Liebe zwischen Giuditta und dem Offizier Octavio. Die Inszenierung wurde gestrafft und um einen Straßenmusiker ergänzt, der die Handlung musikalisch verbindet. Die musikalische Leitung liegt bei Walter Rescheneder.
krone.at
München
Klassik am Odeonsplatz 2026: Programm, Stars und Übertragungen im Überblick
Klassik am Odeonsplatz findet am 11. und 12. Juli 2026 in München statt. Es spielen das BRSO und die Münchner Philharmoniker.
BR.Klassik.de
Unversöhnlich traurig
Am Gärtnerplatztheater inszeniert Nikolaus Habjan „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt als Oper mit Musik des Komponisten Gottfried von Einem. Die Inszenierung gelingt mit herausragender Musik und überzeugendem Ensemble.
DieDeutscheBühne.de
Wenn die Moral erst nach dem Fressen kommt: «Der Besuch der alten Dame» als Oper in München (Bezahlartikel)
Dürrenmatt selbst hat das Textbuch für die Musiktheater-Adaption des Komponisten Gottfried von Einem verfasst. Am Münchner Gärtnerplatztheater wird die reizvolle Rarität neu zur Diskussion gestellt.
NeueZürcherZeitung.de
München/Bayerische Staatsoper
“Nessun dorma” in München: Augen auf und Ohren zu!
Turandot, letzte und unvollendete Oper von Giacomo Puccini, wird an der Bayerischen Staatsoper in München seit 2011 in der spektakulären Inszenierung von Carlus Padrissa, Mitbegründer der katalanischen Theatergruppe “La Fura dels Baus” gezeigt. Es ist ein Festspiel für das Auge! Dies kann man an diesem Abend von der musikalischen Darbietung leider nicht sagen. Der Dirigent Andrea Battistoni setzt vor allem auf Lautstärke ganz nach dem Motto “Nessun dorma – Keiner schlafe!” Und die Sänger folgen ihm mit lautem Gebrüll!
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de
Münchner Musiktheater-Projekt (Bezahlartikel)
Wie sich junge Menschen zeitgenössische Oper vorstellen
Wie könnte das Musiktheater einer jungen Generation aussehen? In spannenden Miniaturen loten Studierende in München neue Möglichkeiten aus. Gesungen wird dabei fast gar nicht mehr.
SueddeutscheZeitung.de
Berlin
Sängerin Aigul Achmetshina: „Nur in der Oper bin ich zu Hause“
Die russische Mezzosopranistin übernimmt jetzt an der Staatsoper die Rolle von B.Z.-Kulturpreisträgerin Elīna Garanča (49) in „Samson et Dalila“. Für Aigul Akhmetshina ist es das Debüt an der Staatsoper. „Natürlich ist es aufregend, die Rolle von so einer großartigen Sängerin wie Elīna zu übernehmen. Unsere Stimmen sind tatsächlich sehr ähnlich, aber theatralisch sind wir unterschiedlich. Sie ist sehr ruhig und fokussiert, während ich temperamentvoll bin“, verrät Akhmetshina.
bz-berlin.de
Dresden
Semper Oper Dresden: Schlussapplaus für eine starke Spielzeit
In der ausklingenden Spielzeit 2025/26 begrüßte die Semperoper Dresden in ihren Opern- und Ballettvorstellungen sowie den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden rund 300.000 Gäste und damit 10.000 mehr als in der Vergleichssaison 2024/25. Mit einer Auslastung von rund 97 Prozent im Kerngeschäft und damit fast mehr als 3 Prozent im Vergleichszeitraum erfreut sich die Semperoper Dresden auch nach der zweiten Saison unter der Künstlerischen Leitung von Nora Schmid einer äußerst erfolgreichen Bilanz.
kulturfreak.de
Baden-Baden
Wie viel ein Dirigent doch ausmacht! (Bezahlartikel)
In Baden-Baden lässt Yannick Nézet-Séguin mit dem London Symphony Orchestra bei Rachmaninow die Sonne aufgehen. Aber was hat Antonio Pappano mit Wagners „Tristan“ angerichtet?
FrankfurterAllgemeine.net
Aix-en-Provence
Es-Dur in Zeiten des Krieges
Der angesagte französische Filmregisseur Clément Cogitore deutet Mozarts Oper der Aufklärung so düster wie nie zuvor und verlegt sie in ein beklemmendes Nachkriegsszenario. Mit seinem visuellen Overkill will der interessante Künstler da einfach zu viel.
concerti.de
Großes Welttheater, kleine Schnapsideen: So startete der Klassik-Festivalsommer in Aix-en-Provence (Bezahlartikel)
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Vier Premieren in drei Tagen beim Festival in Aix-en-Provence – und ein Barrie Kosky, der im Finale das Feld räumte.
Tagesspiegel.de
Spoleto
Samuel Barbers Oper Vanessa in Spoleto
Samuel Barbers selten gespielte Oper „Vanessa“ kehrte nach 65 Jahren wieder an den Ort der italienischen Erstaufführung zurück, nach Spoleto in Umbrien, anläßlich des Festivals dei Due Mondi.
klassikinfo.de
Chorin/Kloster
Emmanuel Rossfelders Gitarrenspiel trifft auf ein dankbares Publikum in Chorin
Dieser Bericht erzählt von den Fontane di Roma: Von vier römischen Brunnen, die in Noten verewigt wurden und seitdem den Konzertbesuchern tröpfchenweise Frisches in die Gehörgänge sprühen. Doch der französische Gitarrist entführt uns mit seinem Spiel alsbald in einen flirrend heißen Sommertag nach Aranjuez. In der alten spanischen Königsresidenz erleben wir das berühmte Concierto für Gitarre und Orchester, das wiederum nach Abkühlung verlangt.
Von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de
Feuilleton
Reisender zwischen Lied und Oper
Der Bariton Konstantin Krimmel pendelt mit atemberaubender Sicherheit zwischen der grossen und der kleineren Bühne, zwischen Solo und Ensemble, zwischen Oper und Lied. Vielfach ausgezeichnet, gehört er mittlerweile zur ersten Garde der jüngeren Sänger.
journal21.ch
Links zu englischsprachigen Artikeln
München
Giacomo Puccini, Turandot from Munich
operatoday.com
Hamburg
Hilary Hahn and Omer Meir Wellber offer electrifying season finale in Hamburg
bachtrack.com/de
Aix-en-Provence
Klaus Mäkelä takes on Strauss’s ‘problem child’, Die Frau ohne Schatten (Subscription required)
Uniformly excellent singing helped to unlock a knotty work at the Festival d’Aix-en-Provence
ft.com
Brüssel
Review: TOSCA at La Monnaie
A Bold Pasolini Inspired Vision That Intrigues More Than It Wounds
broadwayworld.com
London
Royal Ballet and Opera 2025-26 Review: La Bohème
operawire.com
A midsummer Christmas delight: La bohème at Covent Garden
bachtrack.com/de
Glyndebourne
Compelling revival of Billy Budd at Glyndebourne
seenandheard.international-com
Alresford
Review: EUGENE ONEGIN, The Grange Festival
Ruzan Mantashyan is absolutely compelling as Tatyana
broadwayworld.com
Lenox
BSO gives Glass’s “Lincoln” Symphony a noble sendoff at Tanglewood
Karen Kamensek conducted the Boston Symphony Orchestra in the world premiere of Philip Glass’s Symphony No. 15 “Lincoln” Sunday at Tanglewood.
bostonclassicalreview.com
A Lincoln triptych as prologue to the Boston Symphony’s Tanglewood summer
seenandheard-international.com
St. Louis
Review: CENTER STAGE at Opera Theatre Of St. Louis
OTSL’s Young Artists Program in a potpourri of opera
broadwayworld.com
Obituary
Death of a stalwart UK soprano
We have been notified of the passing of Margaret Kingsley, a heroine in Verdi and Wagner roles before switching mid-career to mezzo. Margaret is thought to have been 87.
slippedisc.com
Rock/Pop
Sängerin Lauren Bennett ist tot
Als Stimme von LMFAOs Hit »Party Rock Anthem« wurde sie weltweit bekannt: Nun ist die Musikerin Lauren Bennett im Alter von 37 Jahren gestorben. Sie hinterlässt eine sechsjährige Tochter.
DerSpiegel.de
Sprechtheater
„24 Stunden“ in Reichenau: „Young Romance“-Kitsch statt greller Zweig-Prosa (Bezahlartikel)
Letzte große Premiere der Festspiele: Julia Stemberger überzeugt in Stefan Zweigs „24 Stunden aus dem Leben einer Frau“, doch die teils triviale Sprache der Theaterfassung stört empfindlich.
DiePresse.com
Gmunden: „Alles ist dumm, lächerlich und geschmacklos“ (Bezahlartikel)
Sven-Eric Bechtolf als wortgewaltiger Weltverächter in „Elisabeth II“ von Thomas Bernhard bei den Salzkammergut Festwochen
Kurier.at
Medien
Quizmaster Günther Jauch wird 70: Gratulanten haben es schwer
Davon träumen viele Quiz-Fans: Einmal Günther Jauch auf dem Ratestuhl gegenübersitzen. Mit einem Pokerface, schlagfertigem Humor und ein wenig Schadenfreude brachte der TV-Moderator schon Tausende Kandidaten und Kandidatinnen mit der Hoffnung auf einen Millionengewinn ins Schwitzen. Ob das Publikum bei der Frage nach seinem Alter auf Anhieb richtig liegen würde? Am 13. Juli wird Deutschlands beliebtester Quizmaster 70 Jahre alt.
msn.com
Kampagne gegen Dieter Nuhr: Die Atmosphäre des Sagbaren wird dünn
Er ist das Gegenteil eines Fanatikers. Eben noch preisgekrönt, jetzt verteufelt – die schändliche Treibjagd auf den Kabarettisten Dieter Nuhr.
nzz.ch
Politik
Salzburg
Integrationsleitbild: Von Svazek gibt’s plötzlich ein Lob für Migranten
Erstmals gibt es ein Integrationsleitbild für das Land Salzburg. FPÖ-Chefin Marlene Svazek hat jetzt Anerkennung für „viele, viele Zugewanderte“. Mit dem Papier soll es für Migranten neue Regeln geben. Diese Vorgaben der Landesregierung sind allerdings nicht sehr konkret.
krone.at
Immobilienbranche
Penthäuser, Chalets
Luxus-Makler: „Reiche wollen keine Publicity“
Prachtvillen am Wörthersee, Chalets in Kitzbühel, Penthäuser in Wien. Luxus-Makler Thomas Hopfgartner (46) hat in den vergangenen Jahren geschätzt Objekte für über eine Milliarde Euro verkauft. Der „Krone“ gibt er eines seiner seltenen Interviews über den Markt und die Wünsche seiner Kunden.
krone.at
Sport
Fußball-WM
Später Jubel: Die Schweiz gewinnt im Elfmeterschießen
Die Schweizer setzten sich im Achtelfinale gegen Kolumbien im Elfmeterschießen durch. Das letzte Achtelfinale dieser WM zwischen der Schweiz und Kolumbien war das erste, in dem die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Am Ende setzten sich die Schweizer knapp mit 4:3 durch und zogen erstmals seit 1954 wieder in ein WM-Viertelfinale ein. Es war schon zu befürchten, dass dieses Achtelfinale nach dem Knüller Argentinien – Ägypten (3:2) abfallen würde. Zu pragmatisch ist der Ansatz der beiden Teams, zu sehr suchen beide Trainer das Heil in der defensiven Disziplin.
Kurier.at
IOC-Paukenschlag! Russland wieder bei Olympia
Eine bemerkenswerte Entscheidung vom Internationalen Olympischen Komitee. Die Suspendierung von Russland wurde vorläufig aufgehoben. Das Internationale Olympische Komitee öffnet Athletinnen und Athleten aus Russland den Weg zur Rückkehr in den Weltsport. Am Dienstag gab das IOC nach einer Sitzung der Exekutive bekannt, dass die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands ROC vorläufig aufgehoben und die Empfehlungen an die Fachverbände damit hinfällig sind. Russische Mannschaften könnten damit ebenso wieder bei internationalen Wettbewerben an den Start gehen wie russische Sportler bei den Qualifikationen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Dafür müssen sie die Anforderungen im Anti-Doping-Kampf erfüllen: Jeder russische Athlet muss sich mehreren Tests unterziehen, bevor er wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen darf.
heute.at
Wimbledon/Tennis
Handschlag verweigert. „Lern, zu verlieren“: Eklat um Deutsche in Wimbledon
Im Mixed-Viertelfinale in Wimbledon sorgte die Deutsche Laura Siegemund für einen Eklat. Gemeinsam mit dem Franzosen Edouard Roger-Vasselin musste sich Siegemund dem Duo Jelena Ostapenko und Marcelo Arévalo aus El Salvador mit 4:6, 6:7 (7:9) geschlagen geben. Für die größte Aufregung sorgte allerdings nicht das Ergebnis, sondern eine umstrittene Szene im Tiebreak des zweiten Satzes.
heute.at
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Unter’m Strich
Wien
Ermittlungen laufen. Drama in Lokal: Wiener Szenegastronom tot gefunden
Der 65-Jährige war der Betreiber des Wiener Szenelokals im ersten Bezirk, besaß zudem ein weiteres Lokal am Praterstern und ein nach seinen beiden Kindern benanntes Restaurant, welches er mit seiner damaligen Frau eröffnet hatte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bei der möglichen Tatwaffe handelt es sich laut „Krone“-Informationen um ein Jagdgewehr. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.
krone.at
Crans Montana
Die neuesten Entwicklungen in Crans-Montana: Die Region Lombardei tritt als Zivilklägerin auf
In der Bar «Le Constellation» im Skiort Crans-Montana im Wallis ist es in der Neujahrsnacht zu einem verheerenden Brand gekommen. 41 Personen sind ums Leben gekommen. Die Ermittlungen laufen. Wir geben einen Überblick über den Stand der Dinge.
nzz.ch
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 8. JULI 2026)
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 8. JULI 2026)
Quelle: onlinemerker.com
St. Margarethen: Voluminöse Kleider zwischen Himmel und Erde – Glanzvolle Details bei „Tosca“ in der Oper im Steinbruch

Die Schleppe am Kostüm der „Tosca“. Foto: Zoltan Hamori
Wenn Leidenschaft in Tragödie umschlägt, entfaltet Puccinis Meisterwerk seine ganze emotionale Wucht. Mit „Tosca“ kehrt ab dem 15. Juli eine der beliebtesten Opern der Welt in den Steinbruch St. Margarethen zurück, wo die visuellen Welten der Inszenierung hinter den Kulissen bereits in die finale Phase gehen. Bis zum 22. August sorgt nicht nur der Gesang des Cavaradossi für leuchtende Augen, sondern auch die 271 von Giuseppe Palella in Mailand gefertigten Bühnenbekleidungen. Es sind oft die Details, die den Unterschied machen. Die Kostüme spielen hierbei eine zentrale Rolle: Sie machen Charaktere sichtbar, verstärken Emotionen und übersetzen die Inszenierung in eine kraftvolle visuelle Sprache, die das Publikum unmittelbar in den Bann zieht.
Einfach engelsgleich – nicht von dieser Welt
Der Auftritt der Tosca wird mit einer neun Meter langen Schleppe aus weißen Blumen kraftvoll verstärkt, wenn sie auf ihren Gegenspieler Scarpia trifft. Dessen neapolitanischer Mantel in tiefdunklen Tönen spiegelt all die Qualen und die Gewalt wider, die von seiner Leidenschaft für Tosca angetrieben werden.

Foto: Zoltan Hamori
Im Kontrast dazu stehen die Kostüme Angelottis, dessen zerschlissene Kleidung die schwierige politische Lage widerspiegelt. Auch die Gewänder des Sagrestano und des Theatiners, die sich Angelotti entgegenstellen, unterstreichen die visuelle Erzählkraft der Inszenierung. Ihre religiösen Gewänder, so schlicht sie auch sind, werden zu einem sichtbaren Ausdruck ihrer Rolle und ihres Selbstverständnisses.
„In Tosca erzählt jedes Detail eine Geschichte – dazu gehören auch die Kostüme. Giuseppe Palella schafft es, den Figuren eine unverwechselbare visuelle Identität zu verleihen und ihre Emotionen sichtbar zu machen. Gemeinsam mit der imposanten Kulisse des Steinbruchs entsteht so ein Opernerlebnis, das weit über die Bühne hinauswirkt“, so Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch.
Kinder in Weiß und Gold erscheinen wie himmlische Wesen und setzen visuelle Akzente innerhalb der opulenten Bildsprache der Inszenierung. Als Cherubim sind sie in äußerst feminine und opulente Gewänder gehüllt, die ihre zerbrechliche Leichtigkeit symbolisieren und einen bewussten Kontrast zu den herrschenden, königlichen Figuren bilden. Mit ihren zurückhaltenden Farben heben sich die Darstellerinnen und Darsteller deutlich vom farbenprächtigen Bühnenbild von Thaddeus Strassberger ab.
Von der Vision bis zur Anprobe
Für Giuseppe Palella ist es bereits die dritte Umsetzung eines Kostümbildes im Steinbruch in St. Margarethen. Nach „Turandot“ im Jahr 2021 und „Aida“ im Sommer 2024 ist er nun für die prachtvolle Garderobe der Inszenierung von Puccinis Melodrama „Tosca“ verantwortlich.
Die Arbeit an den Kostümen begann bereits vier Monate vor der Premiere. Mit einem Besuch der Schauplätze in Rom konnte Palella tief in die Welt von „Tosca“ eintauchen. Dabei griff der Designer auch auf Inspirationen aus Originalzeichnungen der Uraufführung im Jahr 1900 aus dem römischen Opernarchiv zurück. Das Stück spielt in Rom um 1800.

Kleid der „Tosca“. Foto: Zoltan Hamori
„Meine Kostüme für Tosca verbinden die dramatische Opulenz des Barocks mit einer realistischen Detailtreue. Sie sind nicht nur prachtvoll, sondern auch historisch fundiert und helfen dabei, die Figuren glaubhaft in ihrer Zeit zu verankern“, so Giuseppe Palella.
Toscas neue Gewänder
Seit mehr als 70 Jahren werden in der Kostümwerkstatt „Casa d’Arte Fiore“ in Mailand Bühnenkleider gefertigt – unter anderem für die Arena di Verona, Zürich, Monte Carlo, Tokio und das Burgenland. Ihre Hallen dienen als Fundus für zahlreiche Stoffe, Stickereien und Gewandelemente. Durch das behutsame Upcycling entstehen einzigartige neue Kostüme, die handwerkliche Tradition mit zeitgemäßer Ressourcenschonung verbinden. Palellas Kreationen orientieren sich an historischer Authentizität und setzen gleichzeitig auf die funkelnden Akzente von Glassteinen, Glitzer und Perlen.
Ein weiteres perfekt abgestimmtes Ensemble bilden Tischlerei, Schlosserei, Bildhauerei und Bühnenmalerei. Sie übersetzen die kühnsten Visionen in die felsige Realität des Steinbruchs. Es ist genau diese handwerkliche und technische Exzellenz, die es „Tosca“ ermöglicht, ihren berühmten Schritt ins Schicksal vor einer Kulisse zu wagen, die an Realismus und Wucht ihresgleichen sucht.
Die Nachfrage steigt
Schon Wochen vor der Premiere zeichnet sich eine hohe Nachfrage nach den Vorstellungen im Juli ab. Das große Publikumsinteresse, insbesondere für die Vorstellungen an Freitagen und Samstagen, unterstreicht die Vorfreude auf Puccinis Meisterwerk in der spektakulären Kulisse des Steinbruchs St. Margarethen. Wer „Tosca“ erleben möchte, sollte sich daher rechtzeitig seinen Wunschtermin sichern.
Tickets und Termine
Tickets für „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen können im Ticketbüro pan.event unter T + 43 2682 65 0 65 oder per E-Mail: gebucht werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.operimsteinbruch.at.
Termine & Informationen
Premiere: 15. Juli 2026
Weitere Termine:
16., 17., 18., 23., 24., 25., 26., 29., 30. und 31. Juli 2026
1., 5., 6., 7., 8., 13., 14., 15., 16., 19., 20., 21. und 22. August 2026
Beginn Juli: 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Beginn August: 20.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr
Dauer: ca. 2,45 Std. inkl. Pause
Preise: € 29 bis € 185
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2.7.2026- „Die Walküre“-Premiere Waldoper in Sopot – BALTIC OPERA FESTIVAL – Polen
Eine grandiose „Walküre“ im faszinierenden „Bayreuth des Nordens“!!!

© Karpati & Zarewicz
Zum 150. Jubiläum der Uraufführung des Ring des Nibelungen präsentierte das Baltic Opera Festival, dessen Initiator und künstlerische Leiter, der aus Polen stammende Star-Bassbariton KS Tomasz Konieczny ist, in seiner vierten Ausgabe „Die Walküre“ in der Waldoper in Sopot.
In Kooperation mit der Königlich Dänischen Oper und der Griechischen Nationaloper wurde Richard Wagners Monumentalwerk in der eindrucksvollen Kulisse des überdachten, 5000 Plätze umfassenden, Freiluft-Amphitheaters fulminant umgesetzt.
Weltstar und Intendant Tomasz Konieczny übernahm höchstpersönlich die Rolle des Wotan und war in seiner unvergleichlichen Interpretation seiner Paraderolle sensationell zu erleben!!!
In der Inszenierung von John Fulljames (Wiederaufnahme-Regie: Johanne Holten) befand sich Wotan von Anfang an auf der Bühne und lenkte sowie beobachtete das Geschehen. Wotan repräsentierte den Chef eines Planungsbüros mit unzähligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die an ihren Computern arbeiteten und auf Wotans Befehl agierten. Auch er bediente seinen Computer, um jede Situation auch virtuell zu beherrschen.

© Karpati & Zarewicz
Das Wälsungenpaar und Hunding fristeten ihr Dasein in einer holzverschlagenen Hütte, das von Wotan und seinem Planungsbüro sozusagen von „oben“ gelenkt wurde. Für den zweiten und dritten Akt wurde eine große Bühnentreppe hereingefahren, auf der bis zum Ende dieses Wagner’schen Meisterwerks beeindruckend agiert wurde.
Für das Licht zeichnete D.M. Wood verantwortlich und für die Bühne sowie die Kostüme Tom Scutt.
Auf Grund der Open-Air Situation wurde mit Mikrofon gesungen.
Das Orchester der Baltischen Oper in Gdańsk in Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester der Lemberger Nationalen Philharmonie, benannt nach Myroslaw Skoryk, präsentierte unter der souveränen und einfühlsamen, musikalischen Leitung von Axel Kober das Wagner’sche Oeuvre feinfühlig, differenziert mit rundem, wohligem, mächtigem Klang und gebührender, hochmusikalischer Attacke.

© Karpati & Zarewicz
Tomasz Konieczny durchlebte seinen sensationellen Wotan mit enormer, wohldosierter Stimm- und Ausdruckskraft, hinreißender Intensität, exemplarischer Wortdeutlichkeit, akribischer, wohldurchdachter Emotionalität und überragender Präsenz. Sein unvergleichliches, männliches Stimmtimbre, seine unverwechselbare, enorm ausgereifte Interpretation sowie seine attraktive, charismatische Bühnenerscheinung machten seinen Wotan zu einem einzigartigen Ereignis!!!
Stanislas de Barbeyrac bewies in der Rolle des Siegmund seine Eignung für das profunde Wagner-Tenorfach. Sein baritonal klingender Tenor wies die erforderliche Fülle, Durchhaltekraft und Präsenz für eine überaus überzeugende Rollenidenfikation auf.
Izabela Matuła verlieh der Sieglinde mit ihrem schönen, voluminösen, durchschlagskräftigen Sopran ihr ganz persönliches, präsentes Profil und überzeugte ebenso mit ihrer authentischen Darstellung. Stéphanie Müther erfüllte die Rolle der Brünnhilde mit hingebungsvoller, lyrischer Attitüde, sicheren Spitzentönen, Feinheit und authentischer Emotionalität.

© Karpati & Zarewicz
René Pape beeindruckte als Hunding mit seiner bewährten Authentizität, profundem Bass, Wortdeutlichkeit und Präsenz. Małgorzata Walewska gelang ein beachtliches Rollendebüt als Fricka. Bravourös meisterte sie die Herausforderungen der anspruchsvollen Rolle sowohl stimmlich als auch darstellerisch.
Homogen, eindrucksvoll und durchschlagskräftig das Walküren-Oktett:
Katarzyna Wietrzny (Gerhilde), Natalia Rubiś (Ortlinde), Magdalena Pluta (Waltraute), Joanna Motulewicz (Schwertleite), Annika Egert (Helmwige), Iwona Wall (Siegrune), Anna Bernacka (Grimgerde), Barbara Bagińska (Rossweisse).

© Karpati & Zarewicz
Eine grandiose, mit stehenden Ovationen, umjubelte Premiere der „Walküre“ in der Waldoper in Sopot, die in bester Erinnerung bleiben wird!
Marisa Altmann-Althausen
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schoepfblog – Programm der 28. Kalenderwoche vom 06.07.2026 bis zum 12.07.2026
Montag:
Apropos: Die Bürokraten haben es so weit gebracht, dass sich kein Normalbürger mehr ein Eigenheim leisten kann. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Musik: Helmut Schiestl besuchte die Eröffnung der Innsbrucker Promenadenkonzerte, die Intendant Bernhard Schlögel mit seinem Orchester fulminant eröffnete.
Literatur: Gottlieb Pomella: „Aufbrechen und bleiben“, Erzählungen: Noch Generationen nach der Option bricht in Südtirol an patriotischen Tagen die große Wunde auf. (Helmuth Schönauer)
Mittwoch:
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf: Karl Marx ist nicht gleich Adolf Hitler.
Universitäten: Das Problem sind die Massenfächer, nicht die Orchideenfächer. Wenn man Letztere kürzt, merkt es ohnehin niemand. (Reinhard Kocznar)
Donnerstag:
Sterbehilfe: Über eine skandalös einseitig besetzte Veranstaltung an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. Ein Protestschreiben. (Gianluca Crepaldi)
Freitag:
Geistesleben: Der katholische Funktionsintellektuelle, dargestellt anhand dreier Veranstaltungen über das Österreichische Sterbehilfegesetz. (Alois Schöpf)
Musik: Weltstar Christian Thielemann gastiert mit der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. (Helmut Schiestl)
Samstag:
Gefühle: Eine sommerliche Liebes- bzw. Beziehungsgeschichte. (Elias Schneitter)
Sonntag:
Kommunikation: Über den Unterschied zwischen Freizeitgespräch und Fachgespräch bzw. Wissenschaft und Erwachsenenbildung. (Helmuth Schönauer)